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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-04 · Heft 520 (4.7.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 520 (4.7.1920)
Date
1920-07-04
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ar. 520 WM, Sonntag . --L—..-. .. ... 4. KL ma ’*as*0nsm | Ehre Entstehung bet&antt, Brevet sie ihre Fittiche auch schützend. Wer das Revolutionäre in der Zkunst. Zwei Staatsämter ünd bie Gemeinde Wien haben heute die Kunst schau gefördert, die eine Schau in die Zukunft ist, wenngleich sie pietätvoll der Dotett, K lilnt, Moser und Schiele, gebeult. Professor ^ZVitzmann hat die Parterreraume des Oesterreichrschru!^Museum§ in lichte, ernste Ausstellüngssäle mngewandclt. aber , J6tc Fülle der Eiilscndungen zwang dazu, auch die - Vorhalle M Expositionszwecken zu verwenden. Hier begegnet' man hauptsächlich keramischen Erzeugnissen junger, meist weiblicher Kräfte, die alle zu nenueu, der Rauniinangel verbotet. Den ersten Saal erfüllt ein G'ewirre riesenhafter Statuen, in [betten sich Anton H a it a ks bildnerische Phantasie auslebt. Sie wirken wohl noch skizzenhaft in ihrer Mouuuienlalen Schwerfälligkeit, aber die Sehnsucht nach dem Lebendigwxrden haftet ihnen an,, ein Trieb zur Aufhebung der Schwere, zur Verkörperung gewichtsloser Ideen, läßt sich als bedeutungsvolle Manifestationen eines der Literatur sich annähernden Bildhauers erscheinen. Der nächste Raum gehört. Dagpbert Pech <l .Er hat sich schon durch sein Musikfestplakat mißliebig gemacht und wird sich mit seinen letzten Schöpfungen inicht viele .Gönner ertverben: Er ist erfinderisch rm' Aushecken von Geschmacklosigkeiten oder, vorsichtiger gesagt, von Dingen, die der heutigen .Geschmacksrichtung ms ' Gesicht schlagen.. Da gibt, es ganz scheußliche Buntuttb Seidenpapierarbeitert und ähnlichen Firlefanz von rätselhafter Zwecklosigkeit, feeffen ästhetische Daseinsberechtigung nicht ausfindig zu machen ist. Die Deklarierung.als „ Werke angewandter Kunst" fordert Ztt lebhaftem Protest heraus. Diese barbarischen Spielereien haben mit Kunst nichts zu tun. Daneben sicht man allerdings ganz delikate Stücke, von dsvseNen Hand, so daß es schwer wird, ein Vevdammungs- -UrtÄ' en bloc zu fällen. Im Raume, der Wiener Warkstätte, die' halb orientMsierend, halb antiWerend, aha? faum mehr wienerisch die Mode bestimmt, scharen sich um Me Führer sH o f f m a n n und S t r n a d bekannte und . unbekanntere Muren. Auch hier überwiegt die Keramik, und verdrängt fast die noubvlMen Glastechmken und Erzeugnisse der Metallvearbertungi Im Mrftelsaal fällt Anton K ot i g apft *• dessen Mder von Wiener Sammlern längst geschätzt und gesucht werden. Seine Art, eine intensive Anatomie zu treiben, wandelt iihnr den Pinsel fast zum Seziermesser und erinnert an hie Därlweise Kok/schtas, der mit wenigen Stucken, darjunter der pwbilernatischen „Jagd", gleichen Saale, ver- Lvewn ist. Freistauer stellt als Hcmptstück ein dreiteiliges' Wtavbild von beachtenswerter Eurchthmie, die stch schon akadestüscher Matte nähert, aus..Bei F.Ä. Hart« merkt man ein jWwvlgen in gletscherhasten grünblauen Tönen, die auch auf den Betrachter abkirhlend wirkt. Weit eher kann man sich für My.stillen Träumer Willy Nobask und R. Chr. Andersen pkttKvWN,-^D^?:.Go^ ist 'weitaus das erfreu- Nchste an der Kunstschau. Die. phantastische, üppig-zarte Aer- Vmrkunst Gustav Klimts, die Wiener Decadence wird wieder. lebendig. Daneben.das Schönste der Ausstellung, ein Dutzend Bilder Egon Schreies, Porträts und Landschaften, dia/in chrer kultivierten Farbigkeit an Whistler erinnern. Kolo Mqser wrkt neben diesen allzufrüh verstorbenen allzu verfänglich. Eine, grosse Zahl von Handzeichnungen, unter!, denen MM cmch einige Orliks urü> Kubins findet, ve rlest die Kenntnis von der Arbeitsweise der Aussteller. Eine, besonftKötz., Abteilung für Theaterkunst ist dazu angetan, dyr besonderen Geschlnücksrichtung der Wiener entgegenzukommen. Moller,. Strnad, Kolo Mofer und Richard Teschner jzeigen die Entwürfe zu ihren bereits populären Jnfzenieruntzen. Jn Bernd Steiner, O. Laske und E. Stella reift jaber bereits eine verheißungsvolle treue Generation heran. jDßA.HimmÄ bewahre uns aber von den Papierkleidern der Wiener'' Werkstütte! Er feivbc bei einer Freilichtaufführung seinen ausgiebigen Wolkenbruch auf sie hernieder und lasse sie Ja einer feuchten Todes sterben: Sie verdienen es nicht besser, wie so manche andere Skurrilität dieser Kunstschau, gegen die tmmr freilich andere Elemente zu Bundesgenossen airrufen tzü-üßte, —l. Die Arbeit des Deutschen Bolkstheoters in der vergangenen Spielzeit. . . / Das . Deutsche Volkstheater versendet seinen diesjährigen Tätigkeitsbericht, dem wir folgendes entnehmen: Zu Beginn der. Saison beging das Deutsche Bolkstheater das Jubiläum seines dreißigjährigen Bestandes mit einer am 14. September abgrhaltenrn Festvorstellung, der Neueinstudierung von Anzengruber- »Das vierte Gebot". Gerhard Hauptmanns „Glashüttenmärchen" und „Pippe tanzt" leitete das Spieljahr ein, es folgten: DaS Lustspiel „Meine Frau, die Hofschauspielerin" von Möller und Sachs, Sudermanus Komödie „Das höhere Leben", Stephan ZweigS dramatische Dichtung „Jeremias", das Lustspiel „Mein Freund Teddy" von Divoiro und Desnard, das Drama »Kaisen» Mefsalina" von Hermann Keffer, Karl Schonhetrs „Kindertragödie". Ernst Weiß' Drama „Tanja", Heinrich Schmitts Komödie „Azelleuz", Heinrich Rienößls Wiener Stuck ^Kmderbergstadt", Karl Sternheims Schauspiel „Die Marquise Von Areis" und Oskar Bendiencrs Schauspiel „Der Reuegat". Aus der Reihe der Neuinszeniernngen seien erwähnt: Ibsens »Peer Gynt" mit 27, „Wilhelm Tel!" mit 20 «nd der erst knapp vor Torschluß heransgebrachte „Faust" mit 7 Anfsührnngen in dieser einen Spielzeit. Ueberdies wmde zu Rudolf Hawels ' 60. Geburtstag dessen Volkskomödie „Der reiche Achnl" und m:t Fra» Roland in der Titelrolle Sardoüs Komödie „Madame Sans-Gene" neu einstudiert. Auch Artur SchnitzlersEinakter „Der Puppenspieler", „Der grüne Kakadu" und „Comtrffe Mizzi" wurden deür Spielplan neuerdings.cingereiht. Au deck K a m m e r s p i e l.e .n des Deutschen BolkstheaterS wurden in der abgelaufenen Spielzeit folgende neue Werke zur Ausführung gebracht: Gabriel Dregelys Kvmödft »Ein Ehemann, der alles weiß", das psychopathische Lustspiel „Femina" von van Bosscm und Soesman, Georg Kaisers ^Nachstück „Brand im Opernhaus". Bruno Franks Schauspiel „Die Schwestern und der Fremde", dir Einakter „Der verwandelte Komödiant" von Stefan Zweig, „Der arme Narr" von Hcrrmann Bahr, „Paul und Paula" von Herbert Euleuberg, der Schwank „Die dreihundert Tage" von Gavalt und Chervry, da- Schauspiel ..Schloß Wetterstein" von Franz Wedekind (mit 47 Aufführungen) und die Komödie „Zimmerherren" von Felix Dötmaun. Neu einstüdiert wurden unter anderem Gorkis „Nachtasyl" (26 Aufführungen) und Nathansohn „Hinter Mauern" (23 Aufführungen). Im Akademietheater wurde eine Reihe von Gastspiel-Aufführungen absolviert Md in deren Rahmen Heinrich Manns Einakter „Der Tyrann* und „Die Unschuldige" als Neuheiten und Halbes „Jugend" neueinstudiert gespielt. Aus de« Theatern. . Im Wiener Stadttheater eröffnet Erika G l a ß n e r vom Berliner Theater in Berlin SamStag dm 10. d. M. ein nur für zehn Abende berechnete- Gastspiel. Die Künstlerin, die das erstemal in Wien spielt, wird i» dem Lustspiel „S t e" von Georg Reicke (ehemals Oberbürgermeister der Stadt Berlin) austreten. Der Vorverkauf für dieses Gastspiel beginnt heute Sonntag au den Kaffen des StadttheaterS. Au der N e u e n Wiemer Bühne spielt morgen, Montag, Oskar B e r e g i. der Faust und Romeo der Berliner Reinhardt-Bühnen und dcS Nationaltheaters in Budapest, zum ersten Male den U r i e l A c o st a. Er hat die Figur, die er rchch nie verkörperte, gewählt, weil ihm das Erkenntnis Uriels: ^Ihr dürft mir fluchen, denn ich bin ein Jude" durch seine letzten Schicksale im „Erwachenden Ungarn" zu einem eigenen schmerzlichen Erlebnis geworden ist. — Für die Tempelszene des dritten AkteS wirkt i» liebenswürdigem Entgegenkommen der Chor des Tempels in dev Müllnergaffe Mter seinem Dirigenten mit. Bei dieser Angelegenheit wird der Choral zur Auffühmng gebracht, de« S u l z e r für die erste Vorstellung des Dramas im Burgtheater 184S komponiert hat. Im Raiurundtheater beschließt das Ensemble der Neuen Wiener Bühne heute, Sonutag,, sein Gastspiel. ES gelangt nachmittags und abends „Doktor Stieglitz" in durchwegs erster Besetzung zur Ausführung. Im W i e x % t K o m ö dienha u S findet Montag den 12. d. M. eine Festvorstellung de- Wiener Stückes „Das S p e r r s e ch s e r l" zum 100. Male, unter persönlicher Leitung des Komponisten, statt. In der kommenden Saison wird von einer hiezu gegründeten Gesellschaft die Einleitung zur religiösen!Oper „S ü n d s l u t" des Komponisten Jg. Herbst, ferner die „B ö ck l i n - S y mp h o n i e" und der Liederzyklus „AnS dem Heiligtum d e r S ch ö n h e i t", des genaunte« Tondichters zur Aufführung gelangen. Als Vorstellung der F r e i e n j ü d i s ch e n Volksbühne findet SamStag den 10. d. M. mt , Wiener Bürgertheater eine Aufführung von Jakob G o r d i n s Lebensbild „D e r j i d d i s ch e. K L n i v 8 e a r" statt. I» der Titelrolle tritt der Schauspieler' L. I u u g w i r t vom Jüdischen Tbeater in Krakau als Gast auf. Zu dieser Vorstellung erhalten Dkitqlieder des Vereines Freie jüdische Volksbühne mit den Mitglirdsnummeru 1 bis 1000 Freikarten. Die Premiere von ,,Preciosa" im Belvedere. Die E r st a u f f n b r u n g des von Albert H e i u t inszenierten romantischen Schauspieles „P r e c i o i a", Musik von C. M. v. W e b e r, wurde nunmehr für kommenden D i e n s t a g den 6. d. M., Beginn V,10 Uhr abends, festgesetzt. Die nächsten Aufführungen finden am Donnerstag den 8. d. M., Samstag den 10. d. M. Md Sonntag den 11. d.M. statt. Insgesamt wirken in „Precioso" 300 Personen mit, und zwar: das Ballett der StaatSoper. sowie die Chöre de- Bürgertheater?, Johann Straußtheaters, Theaters a. d. Wien und Raimundtheaters. Außerdem wurden für die Aufführungen das Syntfome-Orchester unter der Leitung Martin Sporrs gewonnen. Karten für die Premröre und dir nächsten Anffühnmgen: rm Bureau der Freilichtspiele, Hl., Landstraße Hauvtstraße 1, Tel. 9ö77. in der Schloßverwaltung des Belvedere, Hl., Prinz Eugenstraße 3, bei Kehlendorser und m den übrigen Ksrtenbnreaus. FreilichLfprele der Kunftschau. Im Lauie des MonatS Juli gelangen im Gurten des Oesterreichischen Museums Gerhard Hauptwanns „Versunkene Glocke" sowie „C h i t r a" von T a g o r e zur Aufführung. Zur Uraufführung gelangt die Mrnschheitstragödie „U n t e r g a n g" Robert G r ü n w r l d S. Die Inszenierungen besorgt Attilio Bleibtreck., Ei« Preis«usschreiben für jüdische M«ftk. Die Wiener Gesellschaft zur Erforschung und Förderung jüdischer Musik hat einnr Wettbewerb. für jüdische Komvofitione« ausgeschriebe«, dessen Bedingungen in Kürze veröffeutlich werden. Es lst zu erwarten, daß sich zahlreiche Komponisten daran beteiligen werden, umsomehr, als. wie die Gründungen von Musikgesellschaften in den Zentren der großen europäischen Länder beweisen, das Interesse für jüdische Musik allerorts zu erwachen beginnt. Fra«^ Schreker verläßt in den nächsten Tage» Wim, um seine Stelle als Direktor der Hochschule für Musik t« Berlin anzutreten. Bor seinem Abschied war er Gegenstand mannigfacher Ehrungen. Ein Komitee von Freundm überreichte ihm ei« kostbares Ehrengeschenk und der P h i l har m o »i s ch e Chor, dessen Gründer er war, wählte ihn zum Ehrendirigenten. Franz Schreker wird im nächstm Jahre als Gastdirigent ei» oder zwei Kouzerte des Philharmonischen Chores leiten. Sport. Sportklub-"Hakoah 3:2 <3 r y). In einem recht unglücklich geführtem Kampfe erlitt gestern die Hakoah gegen den an dritter Stelle der erstklassigen Meisterschaft stehenden Wiener Sportklub eine knappe Niederlage. Das Spiel "stand auf ansehnlichem Niveau und verlies äußerst interessant. Obwohl der-Sportklub gestern in glänzender Verfassung war, hätte er die komplette Hakoah nicht geschlagen. Für Slutzky' und Katz konnte kein voll-, wertiger Ersatz gestellt werden, insbesondere das Fehlen des letzteren machte sich sehr stark bemerkbar. Das Wettspiel wurde von dem englischen Schiedsrichter Bmgeß geleitet, der die Regeln glänzend beherrscht, aber mit de^ Verhängung von Elsmeterstößen sehr wenig zurückhält. Während der Sportklub zwei „Elfer" verwandeln konnte, schoß Scheuer einmal den Ball neben die Stange. Ein Zweiter „Elser" wurde von Iszö Gans! eingeschossen. Schreib Leopold Steiuhatt,Wie», I.,Bibrrstnrße 9. «ssßlre«' Grüßte «afcMftt Billigst« Presse! <G» HUTREPARATOR-flllSTALT Panama, Girardihflte und all«rhand Hatrepantnirw werden nach nesester Med« __ prompt and billigst medemiaiert im, WUrlager Ofirtel 91 und VZX., larlahUftntrMi« M WMs Das Spiel selbst war in der ersten SpielhAste völlig offen, nach der Pause hatte Hakoah mehr vom Spiel. Ein unentschiedenes Resuttat hätte dem Kräfteverhältnis am ehesten entsprochen. Die Tore des Sportklubs schoß sämttiche Neubauer (davon 2 Elfer), für die Hakoah Gans! (Elfer) und Häusler. Unabhängig von dem Resultate muß festgestellt «erden, daß sich die Hakoah in glanzender Weise in die erste Klasse einführte, * Die Mannschaften spielten in folgender Ausstellung : Hakoah: Halpem; Scheuer, Lewitus; Molmar, Grünfeld, Iuhn (m der zweiten Halbzeit Nußbaum, daIuhn verletzt wurde); Häusler, Jena Gansl, Iszo Gansl, Pollak, Weiß. Sportklub: Edi; Teufel, Beer; LowaK, Baar, Braunsteiner; Giebisch, Kannhäuser, Neubau«, Müller, Nemetz. - Hakoah, in der erste« Klaffe. < 1 Schon seit innreren Wochen war es. eine Gewißheit, daß die Haboah sicherer Meister in der zweiten. Klasse werden ivird. Fraglich war nur, wieviel Punkt« sie von der Germania trennen würden. Mit dem Siege über den schärfsten Rivalen war auch diese Frage gelöst. Jeder Jude darf auf den sensationellen Siegeszng der Hakoah stolz sein. Eins Folge objektiver, streng sachlicher Artikel soll die indische Oeffentlichkeit über die Bedeulung dieses Wendepunktes in der Geschichte nnseves größten jüdischen Vereines aufznklären. . Nach elf Jahren opferfreudigster Hingabe haben sich die Fußballer die als stolzes Ziel vorschwebende Erstklafsigkett srrungen. Den dornenvollen Weg von der vierten bis zur ersten Klasse zu beleuchten, sei einem künftigen Artilsl Vorbehalten. Dem Fußballsport wohnt eine eminent W'rbende Kraft inne. Er vermag tausende Menschen vollkommen, in seinen Bannkreis! zuzwingen. Die Fußballer sind die Repräsentanten eines jeden Biereinss, mit ih»iie«i steigt und sinkt sein Ansehen. Mit den Fußballern sind sämtliche anderen Sektionen moralisch erstklassig geworden. Dis ganze Hakoah erfuhr durch dieses be- ° dentungsvolls Ereignis eine gewichtigte Festigung ihres- Gefügss. Es dürfte keinen Hakoahner geben, dessen Vertrauen zur eigenen Kraft nicht gewachsen wäre. Das sprunghafte Anwachsen der Spielstärke der Fußballsektion hatte einen bedeutenden Zustrom von Mitgliedern zur Folge. Diese dem aktiven Sport.zuzusühren, ist eine wichtige künftige Aufgabe der Klubleitung. Der große Erfolg der Fußballer gibt allen Sektionen neue! Impulse. Ihre Auswirkungen werden sich erst im Herbst zeigen. Die Erstklassigkeit ist nicht in letzter Linie aps - dem Grunds für die Hakovh von so großer Bedeutung,/ da-sie dsm Verein den materiellen Bestand sichert. Mindest ebenso groß sind die Auswirkungen - ans die sportliche Oefseutlichleit. Das Judentum erkennt Mit Stolz, idpß die körperliche Minderwertigkeit seines Volkes zum Märchen geworden ist. Seine Söhne und Tochter kommen in großen Massen und füllen die Reihen der Hakoah. - Diese Tatsache ist in erster Lime. - auf die Propagandawirkung der Leistungen der Fußf baller zurückzuführen. Aber auch die arischen Sport- ' tnleref[eniett anerkennen die körperliche Tüchtigkeit der Hakoah und es fehlt wahrlich auch durch sie nicht an Zustimmung und AuftnunteriwZ. Nicht vergessen soll . werden, daß mit der Hakoah sämtliche Mischen Sportvereine der ehemaligen Monarchie eng verknüpft sind. Ter Erfolg der Hakoah kommt auch ihnen zugute. Biete Ehrungen, die sie wahrlich verdienen, werden die Fußballer erfahren. Trotzdem muß darauf hinge" wiesen werden, daß die Sektions- und Klubleitckng das Hauptvcrdienst für sich in Anspruch nehmen darf. Die Leistungen dieser vortrefflichen Männer eingeheiid. zu würdigen, sei künftigen Abhandlungen überlassen. Die Eup-Entfcheid«ng. Nachdem die Meist-rrschast bereits entschieden ist, folgt heule die Entscheidung im Cup. Rapid unr> Äma-' teure liefern eiirander aus dem Simmeringsc Svortplätz' den Schlußkampf. Die Amateure, tzie durch Monate in der Ndeisterschaft geführt haben, mußten int letzten Moment dem Sportklub Rapid den Sieg überlassen. Tie Violetten iverden nun alles, daransetzen, im Cup Reoauche zu nehmen. Ob es ihnen gelingen ldixd. ist sehr fraglich. Die Hülteldorser ,ind momentan in glanzender Verfemung. Insbesondere der Angriff ist über, jenen der Amateure zu stellenderen Verteidigung wo bl etwas bessdr ist als jepe RaPids, was aber die Üeberlegenheit des Hütieldorser Angriffes mckn weitmachen dürste. Nach interessanlem Kampfe werden die R'avis- Lsute einen lnappen Sieg crriyg.'n. Das Wett spiel finden auf dem neuen Simmeriu.wr Snoriprai-! sia.:,

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