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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-04 · Heft 520 (4.7.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 520 (4.7.1920)
Date
1920-07-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Beite.# Wien, SorrnLag , Wiener Morgeuzeitung ..-.- . ... .. . --—•■ - —■ r—— —,-r—,— i.yria^Trj.mrTrjBSiiTTrigs * Kinder «ach Polen. Die polnische Gesandts ch a f t beabsichtigt in nächster Zeit bedürftige polnische Kinder zu Erholungszwecken nach Polen zu schicken. An- Meldungen werden bis inklusive 6. d. M. bei der polnischen Gesandtschaft, Hl., Nennwrg 1 (Unterstützungsbureau), entgegen- Zenommen. ' * Jüdische Volksschule. DaS Unterrichtsamt deS Jüdischen Nationalrätcs für Deutichösietretch gibt bekannt, daß die erste jüdische V o 1 f £• * di u i c m Wien mit Beginn des Schuljahres 1920/21 im!l. Bezirk eröffnet wird, und zwar vorläufig die e r st e u n d z w e t1 e Klasse. Die Unterrichtssprache ist b e u t s ch. . H c b r ä i s ch wird nach - moderner Methode als lebende Sprache gelehrt. Diese Volksschule dient zugleich als Vorbereitüngsschule siir das Jüdffche Nealgpmüastnm. Schülerzahl beschränkt, daher kann nur bei rechtzeitig.erAnmel* b u u g mit einer Ausnahme m diese Schule gerechnet werden, Voranmeldungen (die betreffenden Kinder sind mitzubringen) werden täglich, (außer Samstag und Sonntag) nachmittags von 5 bis 4 Uhr im Unterrichtsamt des Jüdischen Nationalrates. H., Taborstraße 20», entgegerigenommeu, woselbst auch Auskünfte erteilt werden. ‘ * Die Quarantäne für Auswanderer nach Amerika. Der Baseler „Natioualzeitung" wird aus Washington beritztet: Präsident Wilson genehmigte die neuen Maßnahmen gegen die Einschleppung ansteckender Krankheiten. Bis jetzt wurden die Einwanderer an Bord der Schiffe während der Ueberfahrt oder noch' öfters nach ihre? Ankunft in Häfen, wo Quäräntänestationen errichtet wurden, beobachtet. Die Neuerung, sieht die Untersuchung vor der Abreise'ans Europa vor. Die Schiffsahrtsgesellschaftetl begrüßen dies, weil sie so gegen Verluste' geschützt sind, welche dadurch, verursacht werden, venn solche Dampfer mit Kranken an Bord ihre Zeit unnütz,, in. den Quarantänestationen vergeuden müssen. Die Regierungen der europäischen Staaten haben ihre Zustimmung dazu gegeben. Es wurden bereits in fßl* zenden Hafenplätzen Quarantänestationen errichtet: Marseille, Genna, Neapel, Barcelona,..Danzig und ähnliche sind in Havre, Rotterdam und Hamburg im. Bau. ' , * Eine jüdische H^ftwehr für Galiläa. Dem „Tag" wird', ans I e r h ) o I c nt. gemeldet: Im hebräische» Gymnasium ln'Jaffa fand dieser Tage eitle große jüdische Volksversammlung statt, in weicher die ernste Lage'in Galiläa besprochen wurde. Cs wurde beschlossen, aus Jaffa und Umgebung eine Selbsttmhr von tausend Mann zum Schutze der jüdischen Kolonien in Galiläa zu entsenden. Die erste Gruppe von 300 Mann ist bereits nach Galiläa abgegangen. Die Versammlung beschloß auch, eine D e p u t aLion der jüdischen Bevölkerung von Jaffa nach KGiro zu entsenden, pm dort Jebotinskys Freilassung zu verlangen. * Wem gehört die Klagemauer i« Ier«salem? „Dsos Hajom" berichtet über eme interessante Meinuugsverschirdenheit, welche zwischen dem General B o l s und dem Rabbiner K u k über die Frage entstanden ist, wem eigentlich öie „Klagemauer" gehört. General B o l s sprach sich in einem an Mabbiner Kuk gerichteten Schreiben dahin aus, daß die Maser aus drei in vrrsch'.edeuen Perioden erbeuteten Teilen bestehe. Ein Teil wurde von den Juden, der zweite Teil von den Römern und der drilte Tetl von den Ottomanen erbaut.' Die rrste» zwei Teile gehören also zwcsiellos den Inden, hingegen habe der drilte Teil ursprünglich den Arabern gehört. Demgegenüber vertritt Rabbiner Kuk den Standpunkt, daß auch der dritte Teil den Juden gehöre, da auch dieserAeil der. Mauer aus jüdischem Grundbesitz errichtet worden sei. Mit dieser Frage wird sich demnächst auch eine aus Ingenieuren und Archäologen bestehende Kommission, welcher auch Rabbiner Kok bergezogen wird, zu besasjm haben. r „Metall«« Gold* — (mff hem Regenbogen) die gntbttmrhrte.Taschenlampenbatterie. - * 3« Schlemderpreise« werden verkauft die Sommer- Vorräte darunter. Dirndlftoffe, Etamin. Batiste. Futterwaren in der Wiener Restenmesse, VI., Windmühlgasse 2 gegenüber der Lamrgruben Kirche. * Eine sensationeSe Ueberrnschung bietet der große »merikanische Schnellverkauf im Restenmarkt, Wien.Vl., Damböckgasse 10. Es gelangen ab morgen züm Verkauf zwei Waggons Voile und Batiste, per Meter K 37.-^ bis K 71.—. Wir machen die geehrten Leser darauf aufmerksam, davon raschen Gebrauch zu Machen. ' , * Keine Angst vor der Zahnbehandlung! Zahnarzt Dr. N n g e r LLüftschitz. Wieu.Vl.. Mar ahtlferstraße 105, hat sich für modernen, im Munde festfiyenden Zahnersatz sowie schmerzloses Plombieren und Zahnziehen spezialisiert und sendet ruf Wunsch kostenlos Prospekt. Auch die Untersuchung des Mundes wwie Erteilung von Auskünften und Kostenvorauschlägen erfolgt ksstmlös und unverbindlich. Beremsrrachrichte«. Bereinig« ugderLehrwerkstätten des I 8 d. Gewerbeförungsamtes. Heute Ausflug nach Reüwaldegg und Umgebung. Nachher wichtige Besprechung. Kollegen^ erscheint tu Euerem Interesse bestimmt. Treffpunkt r Uhr Liebenberg-Denkmal. — "I u d. - a k,a d. K u l t u r v e rband Jabne. Heute 10 Uhr vormittags Plenarversammlung. Referenten: Salomon Klinger: Die Lage in Palästina und dm GaluthlLndern; Pinkas Halter: Prrez lFortsetzung). — Verein E r e z Israel, II.» Prater Hauptallee 10. Demnächst wird rin jüdischer Geschichtskurs eröffnet. Auch wird eine Reihe von Vorlesungen über die zionistische Bewegung sett ihrer Entstehung bis-auf'dem heutigen Tag für Veremstnitglieder stattfinden. Anmeldungen zu den Kursen und Vorlesungen wrrdm täglich von7biS S UHr.abends im Sekretariate entgrgrngenommen. -Misrachi- Fugendbund. Morgett V,8 Uhr abends findet im Lokale deS Jijchuw Erez Israel, Pratersiraße 43/11, eine wichtige Ausschußsttzung statt. — Zionistische Bezirk ssektion XX. Heute Vr? Uhr abends Plenarversammlung des Bethausvereines Bene Berit, XX., Karajangasie 20. Tagesordnung: Die Bedeutung deS verflossenen Wahlkampfes. Referenten: Wimmhäusrr, Picker und Lö «-Vogel. _ Briefkasten der Redaktion. K. G. Besten Dank! Leider nicht verwendbar. — Z. D. K lOO nicht erhalten, heute X 50 eingelangk, 'welche ihrer Bestimmung zugesührt werden. . Stenerfragekaste«. Schätzung »0» amtswcge«. Wurde trotz Aufforderung daS Einkommrufteuerbekenntnis nicht eiugebracht und daher mit Schätzung von amtswegen. vorgegangen, so ist die Berufung«- kommisfion nicht gehalten,. auf den in der Berufung angebotenen Buchbewris einzugehen. — Vorhaltsbeantwortung. Wird dem Steuerpflichtigen tm Vorhalte der Auftrag erteilt, genaue Details der Einnahmen uno Ausgaben vorzulegen, so genügt für tue Bor» haltSbeantwortnng eine JnventurSbilanz nicht: vielmehr kan» in diesem Falle die Stemrkommisston das Einkommen von amtswegen einschätzen. — Berufung gegen die Erwerbsteueryorschreibung. Der abweislichen Entscheidung der Erwerbsteuer-Landeskommission ist auch eine Begründung beizufügen: sonst liegt eine mangelhafte Entscheidung vor. — Feststellung derBetriebsmerKmale. Bei Beurteilung der Ertragsfähigkeit ist die Kommission berechtigt, - auch solche Verhältnisse zu berücksichtigen. die ihr ans dem Bekenntnis zur Einkommensteuer bekannt geworden sind. _ Die Ernährung. Der Marktbericht. Bon den Lebensmittelmarkten läßt sich nichts erfreuliches berichte». Das Angebot der Märkte umfaßt zwar alle wünschenswerten Lebensmittel, doch sind die Preise für die meiste» Artikel derart hoch, daß der größte Teil der Wiener Bevölkerung von dem verlockenden Angebot nur wenig Gebranch mache» kann. In der Großmarkthalle gab es alle Fleisch g atluu g en, die jemals in Wien in normalen Zeiten konsumiert worden sind, doch, konnten die in den frühen Morgenstunden in großer Menge erschieneuen Verbraucher infolge der hohen Preise nur wenig kaufen. Die passive Resistenz der Käufer hatte in bezug auf die Preise noch keinen nennenswerten Erfolg, da die Fleischhauer in dieser Woche selbst sehr teuer eingekaust haben. Immerhin werden sich diese Preis e auf keine« Fall halten können, da ebeuauch die Fleischhauer zu solchenPrersen nicht mehr einka»fen werde« «nd die Produzenten dadurch gezwungenermaßen mit de« Preisen werden heruntergehen müssen. Der Fleischabsatz ist in Wien schon seit Wochen ein sehr schlechter und es ist vyeitbnend. daß nicht einmal zu Beginn des Monats die Kauflust stärker ist. Auf den Gränwarenmärkten war daS Angebot an Gemüse reichlich, doch sind auch hier die Preise «och immer viel zu hoch. Es kommt daher ffit die breite« Schichten der Bevölkerung nur eine geringe Zabl von Gemüsearten in Betracht. Grüne Erbsen, die Heuer schon billiger zu haben waren, stellten sich heute aus dem Naschmarkte auf K 9 für daS Kilogramm, für grüne Erbsen italienischer Herkunft wurde» in der Viktualienhalle sogar K 12 für das Kilogramm verlangt. Obst fehlte aus den meisten Märkten gänzlich. Aus dem Naschmarkt standen kaum nennenswerte Menge» von Kirschen und Heidelbeeren zur Verfügung. Eier waren nur in der Großmarkthalle zu haben, doch handelte es sich hier nur um eine Sendung stark havarierter rumänischer Eier, für welche X 3.80 per Stück verlangt wurden. Lebensmittelabgabe des American Joint Distribution Committee. An die beim American Joint Distribution Committee, Abteilung Wien, im Bezüge der fortlaufenden Unterstützung stehenden Personen gelangen in der Zeit vom 5. bis einschließlich 16. Juli 1920 gegen Abtrennung des Abschnittes II deS neuen Lebeusmittrlbezugsblocks nachstehende Lebensmittel zur Ausgabe: O e l: Für Familien, bestehend aus 1 bis einschließlich 3 Personen V« Kilogramm per Kopf, für Familien, bestehend ans 4 bis einschüeßltch,6 Personen 1 Kilogramm per Familie, für Familien von 7 Personen auswärts IV. Kilogramm per Familie. Für die Oelfassung sind offene Gefässe (keine Flaschen) mitzubringen. . . .. .Mehl: V« Kilogramm per Kopf, höchstens jedoch 3 Kilogramm. Die Abgabe erfolgt: Au Personen, deren Lebensmittelbezngsblock mit der Bezeichnung . Mo 2 versehen ist, Montag den 5. d. M., Di 2: Dienstag den 6, . Mi' 2 : Mittwoch den 7., Do 2: Donnerstag den 8^?r 2: Freitag den 9., Mo 1: Montag den 12.. Di 1: Dienstag den 13., Mi 1: Mittwoch den 14, Do i :. Donnerstag den 15., k'r 1: Freitag den 16. . . ■ _ Die Ausgabe findet in der LebenSr.ittrlseklion, III., Esteplatz 3, statt. Die obangeführten Fassungstage sowie die für die fräheren Fassungen bezeichürte Stunde wollen genauest emgehalteu. werden. W. I. W. Dienstag den 6. d. .M. 10 bis 12 Nhr w e i ß, gerade und ungerade, rosa, gerade und ungerade, gelb, gerade. Farbeneinteiluug genau beachten. Ohne Buch keine Ware! Margärinfahgabe. Dom 4. dis 10. d. M. werde» bei den städtischen Margarineabgabeftellen per Person 12 Dekagramm Margarine zum Preise von L 11.40 gegen Abtrenuung der "R.,»Abschnittes Nr. 199 und der beide« Abschnitte Nr. 199 für nichtrayoniertes Fett der Frttkarte ausgegeben. Organisierte Verbraucher erhalten 12 Ddkagramm Pflanzenfett zum Preise von X 12.—. Kurtoffelabgabe. Montag bis Mittwoch werden im XlN. und XIV. Bezirk ausländische Frühkartoffeln -um Preise von X '11.40 per Kilogramm, im XV. Bezirk inländische Frühkartoffeln zum Preise von X 8.60 per Kilogramm, und zwar V, Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung des Buchstabens »di* der Kartoffelkarte abgegeben. Obsthochstpreise.. Das Marstamt der Stadt Wien hat folgende Höchstpreise festgesetzt: Für inländische Kirschen aus den Märkten X 16.60 per Kilogramm, in Geschälte» K 17.60 per Kilogramm; für Jabannisbeereu auf den Märkten K 30.— per Ktlogramm, in Geschütten X 21.— per Kilogramm. Diese Höchstpreise treten am 2. d. M. in Kraft und werden Ueberschreitungen zur Anzeige gebracht. __ Literatur « Wissenschaft. Euge« Hoeflich: F r u e r im O st e n, 1920. E. P. Tal und E 0., Wir«. Eugeu Höflich ist durch den Krieg nach' de« Orient gekommen und hat dort eine LebenSforderung gefunden. Er hat sie in einer Form auSgedrückt, die er — vielleicht etwaüberschwenglich — .PauastatiSmuS" nennt. Denn Asten ganz in sich aufnehmen, Asien lebe», das kamt Asten selbst nicht, weil eS (mau kann dies sage«, vhne dünkelhafter Europäer zu sein), trotz jeiuer großartig mächtigen Geschlossenheit auf die pulsenden Bewegungen seines westlichen Halbinselchens Europa von je angewiesen ist und, was es Europa' untteilt. wieder, wenn auch ganz anderwärlig durchnervt, rückempfange» muß. Sonst müßte Asiens Lebensbewegnng durch. die großen Räume verebben. So drückt Banasiatismus die schließlich 4. IM 192« -——'--s-,-| trat menschliche Lebeusfordenmg wohl rtroaS verschwommen aus, weil er, wie Aste« überhaupt, großartig ist. Aber wie es auch um diese Dinge sein mag -- HorfLch tfafti der Orient eine LebenSforderung gegeben. Er hat in seine» erstes Buch ,Der Weg in das Land" Palästina «ckS da- Laad tej Möglichkeit für ein ganzes Sei» gesehen, daS ja Weg bedeutet»! nicht als ei» Land von Möglichkeiten. In eine« fchlnalnr Gedicht^ band ^Der tote Mond* tönt ihm der Ruf des Orients ans deup Geheimnissen der Rächte, aus der scharstontnrierendea TagrSsoum^ aus -Mauer« und Gräbern. Ist dort die lyrische Projektion »ochmanchesmal etwas z« sentimental kompliziert, so hat HoesÜch bj seinem jüngsten Buch in Üeinm Prosabildchm wesmtüchi zwingender, weil einfacher, sei» fordernde- Erlebe» deW « Orientgestaltet und manchegesagt, wi« «an a-i nur einmal sagt: so etwa der Bericht vom Ende de- KamrÄ-! Scheitan. lleberhaupt sind' Horflichs Expression« am seelischest» daun, wen» er von Tier« «vd von klein« Ding« spricht. Da^ klingt die ewige Geschlosseuheit des Orienthinein, welche däW Kleinste mit dem Größten an die große Welteiuhüt bindet. Die! Dinge, die Tiere, die M«schm sind rächt bloß Mittel, sonder»! auch Mittler, ihr Werdm rmd Vergeh« ist ei» TeLerleknn d«: Uueudllchkeit, die au- Werdm mtb Vergeh« gebildet wird. i Der Verlag hat für gute Ausstattung gesorgt. D»Jni6ak«> von Elijah» Rappeport geb« dem Bandchm Profil, tu. „Haschiloach^ eine Monatsschrift für Literatm- Disieuschasti und Leben-Probleme, redigiert von Dr. I. KlauSna. 37. Band, 1. Heft. Jerusalem, Mai 1920. _*■ Der hebräische Leser wird daerste Heft dieser Zeitschrift,! welche seit einiger Zeit in Jerusalem wieder erscheint, mit Freude begrüß«. Bedeutet sie ihm doch nicht bloß eine Tribüne mehr; er vermutet m ihr vielmehr die Tribüne, in eiuer an literarisch« „Zentren" überproduktiven Zeit — da- Zentrum. Die Do* gangenheit deS „Haschiloach" berechtigt allerdings zu dies« Annahme. Im Jahre 1396 von Nechad-Haam begründet, ward bald nach seinem Erscheinen zu einem Mittelpunkt! jüdische» Schasseos, einem kulturpolttische» Faktor, der, wie kan«, ein zweiter, die jnnghebraische Bewegung beeinflußt, fie mitgeschaff« hat. — Nun sammeln sich wieder die Mitarbeiter, rüsten zu ei«« Behandlung der großen Probleme der Gegmwart in ihrem altneuen .Haschiloach". Früher eiu Organ deS erwachenden Judentums — verspricht er jetzt zum höchst« Forum eines ansbauende» Volkes zu werden. — Das erste Heft, dessen tmgehende Besprechung wir uns noch Vorbehalten, ist ei» guter Anfang; eS zeichnet sich durch emen palästinrusischm Grundton auS. v. D. „Der Zweite". Tragödie von Reinhard G 0 e r i u g. (Verlag S. Fischer, Berlin.) Der'Autor der über Gebühr gelobten „Seeschlacht", die von riuigen Ueberspanuten als Geniestreich geprieseu wurde, «t» täuscht m bem Einakter „Der Zweite" auch mäßigere Erwartung«. In der Idee verschwommen, sprachlich unvollkommen, in Aufbar und Technik unbeholfen; die Gestalt« papieren. Nur stellenweise blitzt Talent auf. Goering 'wollte sehr groß sein, hat eS aber darin nicht einmal zu einem wirksamen Theaterstück gebracht. Vielleicht wird er, bescheidener geworden» «us Besserebescher« können. . —t. Prof. Dr. Iahub» i» Cambridge. Ein« Einladung der Universität in Cambridge folgeud, hielt Prof. Doktor I a h u d a von der Madrider Universität^ zwei Vorlesung« über die arabische Epoche im Mittelalter irr'Spanien und über Die wlssenschastlichen, literarischen und künstlerischen Werke der Juden in Spanien. Der. Serrior de» sudisch-awerikanischen Buchhandel» gestorben. Der Senior der jüdischen Buchhändler in Amerika, Jehnda Katzenelenbogen, der Pionier des jüdisch« Buchhandels in Amerika, ist am 9. April in Brooklyn gestorben. Im Jahre 1868 als Sohn des Rabbt Samuel Michael Katze ueleubogen geboren, kam er vor 34 Jahre» nach Amerika und begründete die erste große jüdische Verlagsaustalt und Buchhandlung „H e b r e w P n b l i s h i n g C a w". So wWr Katzmrlenbogen der Initiator deS beute so weitverzweigten und stetig an Bedeutung gewinnenden jüdische» Verlags- und Buchhandelsbetriebes in Amerika. Büchereinlauf. Essigmann: Sisawusch (Schabin-Berlag, München). — Dr. Barth Aron: Orthodoxie und Zionismus. Fuchs-Robetin Herbert: Ein soziales Programm für Palästina. Struck-Zweig: Das ostiüdische Antlitz. Kauffmauft: Ostjüdische Liebeslied«. Schapiro L.: Die Stadt der Toten. Seidmanu Jankew: Aus dem heilig« Buche Sohar des Rabbi Schimon B« Jochai. Kahn Fritz : Die Jnd« als Rasse und Kulturvolk (Welt-iVerlag, Berlin). — Andro L.: Die Komodiantiu Dora 3L (E. P. Tal L Co., Wien). George D. Herron: Der Pariser. Frieden und die Jugend Enrovas (Ernst Rowohlt-Verlag. Berlin). Prof. Dr. Eugen Barga: Die wirlschaftspolitischen Probleme der proletarischen Diktatur (Gmoffrnschastsverlag der „Neuen Erde"). — De. Mehemed Emin Ettndi: Die Zukunft der Juden (Kaufmann-Verlag. Frankfttrt a. M.). — Dembitzer Salomon: Ueber die' Liebe. (Schwetschke & Sohn, Berlin). — Sternheim Karl: Europa. I. Bd^ (Kurt Wolss-Verlag. München). — An der Schwelle der Wiedergeburt. (Palästina) Herausgeber Davis Erdtracht. (Löwit-Berlag). — Dr. Lenz Adolf: Der Wirtschastskampf der Volker und. feine internationale Regelung (Ferdinand Enke« Verlag, Stuttgart). — Joses bin Gorion: Dre Sagen d« Juden zur Bibel (Die zwölf Stämme). (Rütten L Loning-Verlag, Frankfurt a. M.). — KrauS Samuel: Die Wiener Geferah vom Jahre 1421 (Wilhelm Braumüller, Wien). — Upton Sinclair: Jlmmie Higgins (Gustav Kepenhenn-Verlag. Potsdam). — Delitzsch Friedrich : Die große Täuschung (Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. — Simon Rubin: DaS talmudische Recht (Nibnr- Verlag, Wien). Bühne und Kunst. Kunstscha« 1S2«. In jener märchenhaften- Vergangenheit, die mit dem Jahre 1914 endigte, gab es auch einmal eine Kunstschau. Diejungen Kräfte der Klimt-Gruppe hatten sie ins Lebengerusen.und sie brachte ein« weithiureichende.it Erfolg,freilich nicht auf dem Gebiete der Malerei: Die Entdeckung der Wiesertthal als Tünzerüt. Dantats galt es, .gegen Autoriiütt'n zu-käntpscn,- heute, wo die Autorität'selbst der Revolution

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