Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 516 (30.6.1920)
- Date
- 1920-06-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien» Mittwoch * Grotze Ueberschwemmnngen in Rumänien. Ans ,? u f ii r c_ü wird genickter: Dur-asnu^ ist ll'-ft v:-l!Üm>d:g uiuer Waller gesetzt worden. Die Allna und ilnc Nebenflüsse überschmcmmten eine Oberfläche von 5000 Hektar; viele Häuser wurden zerstört, Kinder und Vieh von den Fluten weggeschwrmmt. * Pnkarest-Wien-Pariser Schnellzug. Aus Bukare st wird gemeldet: Die Eisenbabndirektion hat in Paris das Verlangen nach Abänderung der Symplvn-Routc über Budapest- Wien— Salzburg—Slraßburg gestellt. * Der Aufruhr iu Irland. Aus Dpblin 28. d. M. meldet Nenter: In Fermoy kam es zu einem Aufruhr, wobei großer. -Schaden angerichtet wurde. In Beliast wurden 15 Katholiken gehörige Kaufladen in den letzten Tagen der vorigen Woche geplündert. Miluär schritt ein. In Dublin wurden gestern abend- 80 Verhaftungen vorgenoinmen- Heute wurden twr dem Hotel Limerick Bomben geworfen, ohne Schaden anM-ichtrn. * Eine Jude kn Lublin sucht feine iu Wien wohnhaften Bermandten. Wir finden iut Inseratenteil des „Lubliner Tagblatte-i" vom 10. Juni 1920 folgende Ankündigung: Achtung, Wiener! Ich fudic lyeine zivei Schwestern Scheindä Leah und Manja Königsber sowie meinen Schwager -Abraham Bella, welche sich in Wien befinden.- Wer' über sie etwas weiß, möge Mitteilung machen an David Königsberg, LuLlin, Cyrnlnirza 19. * Fortbilduugsturse für Lehrlinge. Das Gewerbesörderungsamt und das Unterrichtsamt des Jüdischen Nationalgutes für Teut'chöüerreich veranstalten Abendkurse zur Fortbildung von L e b r l i n g e n' in den Bolksschulfächern. Erfahrungsgemäß gibt es unter den indischen Lehrlingen, besonders unter denen, die aus den östlichen Ländern stammen, eine grosse Anzahl, die entweder keine Schule oder nur ciniec Bolkssthnlklasseii mir polnischer oder ukrainfscher Nnterrichtsspracke besucht haben. Es stellten sich diesen Lehrlingen sowohl beiin Besuch ihrer Pflicht-Foickbrldungsschule altz auch bei ciuer eventuellen Selbstündigtnachnng durch bcu Mangel an einer geregelten Schulbildung bedeutende Hindernisse, in den Weg. Um diesem Uebelstand abzuhclfen, werden Kurse eingerichtet, die umfassen werden: Deutsche Sprache -Grammatik und Lektüre): Schreibe« ^Orthographie und Kalligraphie); Naturlehre (Einführung in die Grundbegriffe der gej. Namrwisseuschast); Zeichnen: allgem. Unterricht (Grundbegriffe der Bürgerkuud?, des Gewcrberechtcs, der Gewerbe- Hygiene und der Volkswirtschaftslehre). Es werden Parallclkurse gebildet, in die die Schüler nach Borbild'ung und Intelligenz ein geteilt werden. Lehrziel ist in aiteu Kursen - die Erreichung von Bürgerschulreife icnd jenes Maß von allgemeinen K'enntirisseu in den iibrigen Fachern, das zur selbständigen Führung eines Harrdwerksbetriebes erforderlich ist. Die Zeit der Kurse wird so bemessen sein, daß dadurch der Pslicht^-ortbilduugsichuluuterricht keine Einbuße erleidet. Die Vorsteher der LeüriingsHeime, ElternkLormmhder, Arbeitgeber werden darauf aufmerlsanl gemacht, die Aehrliuge und Lehrmädchen mit mangelhafter Schulbildmsg zum Bestich dieser unentgeltlichen Abendkurse -zu verhaltene' Kursbeginn: 15. Juli 1920. Anmeldungen im Gewerbrförderungsanrte des Jüdischen Ratio nalrales, 2. Bezirk, Taborstraße tzt) a, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags, wo auch alle näheren -Bf* aingnugen erfragt werden können. ' ° * Unterstützung der jüdischen Emigranten in Triest. D':c Trrester jiioifciic Gerneinde hat an alle Gemeinden Grauens ein Zirtularfchreiben versendet, wonach auf Jnitia» nve der jüdischen Wohitätigkeitskomynssion und mit Uytexstüstuug aller jüsischcn Institutionen Triests wie auch hochherziger Mitbürger ein Komitee zur- Unterstützung der jüdistv-.nc Emigranten gebildet wurde. Es wird in diesem .>rrt!liarsiprechcn vorgeschlagen, daß jede jüdische Gemeinde 'n Italien ein solches Komitee bilden rnöge. Diese Komitees sollen m engem Kontakt miteinander stehen sind, den Schder Z.-nrraldlrcknon wählen. Dieser Zentraldirektion tollen die gesamuielrcn Fonds überwiesen werden, damit sie o'.!! den ihr zur Verfügung gestellten Mitteln die Emigranten re: ihrer Durchreise durch Triest unterstützen könne. >* Hebräisch.' Sprachschule für Palästina-Emigrante». Anfangs Fuii eröffnet da-.-> UnterrichtsaulL des Jüdischen 'Arnionalrates in den Räumen des Jüdisch?» Realgymnasiums, 1. Bezirk, Drahtga'l-' Nr. 1- 4. Stock, einen sechsmonatigen Hebräischkurs für Palastina-Emigranten. Alls« denjenigen,, welch.' sich die für eine Einwanderung nach Palästina nöttgeü S'vrachlcuutuisse verschaffen wollen, wird dadurch Gelegen--, heit gegeben, durch ei een intensiven, nach erprobten Methoden erteilten Unterricht in die lebende hebräische Sprache «tsrgeführt ',n werden. Der Unterricht wird fünfmal iu der Woche von bewährten Lehrkräften während je zweier Nachnnttags- oder Abendstunden erteilt und soll erreichen, daß biß Teilnehmernach Ablauf von sechs Monaten sich in der tiebräischen Sprache leicht u»b force ft perstäusigen köniM. Srndirnbritrag 300 Kronen föO Kroiren inonatlich); Chaluzim sind von der Zahlung befreit. Anmeldung;» und nähere Aussiinstr im Unterrichtsamt des Jüdischen Rasionalralech 2. V-zirf.'. Taborstraße 20 a. täglich, außer Samstag und Souptag, nachmittags von 4 bis 6 Uhr. * Ermordung eines Kiud;s. Gestern unr £411 Uhr 1 vormittags wurde im Klosett des Asvangbahnhoses die Lerche eines mehrere Wochen alten Mädchens gefunden. Die Leiche batte um den Hals einen Strick gewunden. Um den Mund hatte das Kind ein im -Racken geknüpftes Tuch. Die Schädelbasis war zertrümmert. Es unterliegt keinem Zweifels daß das Kind in fo gräßlicher Weife ermordet worden ist. In Betracht kommt dis eigen; Mutter. Ihre Ausforschung ist eingeleitet. Die gerichtliche Oefmung der Lerche ist angeordnet. * Jüdische Siedlung in Urpguny. Ich ilruguah haben nck>. wir „JnrnshD-orsd" berichtet, unstMr 300 lüdiswe Familren angrsirdelt, die zum größten Teile in der Kguptstadt Montevideo wohnen. Ihre Lage rst im allgemeinen eine zufriedenstellende und chre Zahl nimnsi ' durch Zuivanderung stetig ru. Im Jahre 1918 wnrde in Montevideo ein zionistischer Herzl-Vercirr gegründet, der d:r ziontstischru Federation von ArgeuNmep angegliedert ist. Diese Organisation hat eine Hebr3ifche Schule ins Leben gerufen, in welcher das Hebräische als Umgangssprache gelehrt wird. * Angehörige von Kriegsgefangenen in Kansß fihaUyn »on Heimkehrer Auskünfte heute von i bis 6 Uhr nachmsitagsim K r i e a sch e f a n g en c n-J n fvrma tl 0 n sj h u r c a u des Jndstchen Notjontzlratrs. U.. Tadorfiraße SO s. Photographie der Kriegsgefangenen mstbringen. * Koscherfleisch. Morgen, Donnersiag den 1. Juli und Sbrrnrorgen, Freitag den 8. Juli, Abgabe von koscherem, fiischgeschlachtetem Rindfleisch brr I. Lemvert, Ul., Custozzagasse 8. * Spenden. Für jüdische Blinde: Steinhauer Schttti«, XX., X 80 (bisher X 5650). * Die Speditionsfirma Lxo Vay-» U» fferhinandssiraße Sk«, übernimmt die Berfrarhtung van Transporten jeder Art nach Czernowitz mit Durchfuhr und TranSpottbrwilligung zu festen, billigsten Sätzen «nter Begleitung verläßlicher, geschulter Organe und garanncrt für eine prompte, gick««' ^{tcAuccUiOii ui Snigch« (p«lusich»ru«ämsche Grenze). Wiener Morgenzeituny ---'—;-;—:-;— An unsere p. t. Abonnenten! i Oesterr. Postsparkaffenkonto 150.693. — Tschechoslowakischer Postsparkasseverkehr 150.693. Zahlstelle für Pole«: Lombard« «nd Gskomptebank, Krakau» Rynek 12. Wir ersuchen» die Abonnementerneuerung sofort vorzunehmen, damit. in der Zustellung keine Unterbrechung eintrete. Die »»Wiener Morgevzeituug" kostet ab 28. Fuai im Einzelverschleitz in Wien Krone« 1.20. Der Abonnementpreis beträgt ab 1. Juli für Wien in dev Trafik oder Verschleitzstelle Kronen 30.— pro Monat. Per Post: Für die österreichische Provinz . Kr. 30.— pro Monat Für die Tschecho-Slowahei . . . Kö. 13.— „ „ Für Jugoslawien ..Dinar 6.— „ „ Für Polen ....... pol«. Mark 30.— „ M Für Deutschland.Mark 10.— „ „ Für die Schweiz ..... Franken 3.— ,» ,» Weltpostverein . ..Kr. 45.— „ ,» Die Administration der „Wiener Morgenzeitung". Brreftzaste» der Redaktion. I. Ebenstein. Die Sache war einem Blatte entnommen- D:ese Art von Dichtung sieht alle'.dinfls wie ein närrischer Scherz aus, will jedoch ernst genommen werden. — Merkur. 1. II., Pratyrstraße 17. % Eigentlich nicht. Vereinsrrachrichten. JÄ g e n ß v « r e i n Uh ab» a 18 -Zi o nl Heute *47 Nhr abends nü großen Klublokale des Cas^ Löffler, Il„ Kleine Zufahrtsstraße 160 <Emgang durch de» Garten). Dr. Slr>nbera: Hapoek-Hazair. Galle herzlichsi willkommen. — Zi ö n i st ism e B e z r r k Sf e k t r 0 n» B r i g-i t t e n a u. Heute '/.9 Uhr abends Plenarversammlung deS Brtbausvcreines Benei Berith, XX., Karaiangasie 20. Tagesordnung: Die Bedeutung unseres Kampfs anläßlich der verflossenen Kultuswahlen. Reserenten: Rimhänser, Picker, Löw-Bogel. — Zionistische Bezirks sektion Wäbring. Heute um 8 Ubr abends im Cass Ecke. XVM., Karl Lndwigstrnße 2, Plenarversammlung. Bericht über die K u l l u s w cr h l e n. Referenten: Die Funktionäre. Bühne und Kunst. 57. Ausfterlnng der Wiener Sezession^ Die beste Ausstellung der letzten Jahre ist un? zweifelhaft dir gegenwärtige in der Sezession. Eine Auslese der Kunst, wie wir sie uns besser gar nicht denken können. Keine geometrischen Motive,.. durch- Strahlenb.ündel in ein unverständliches '-Durcheinander zerlegt, Leine in einem CPtvs -hstzumschwimmenden/ fliegenden, schwevgnden;/DliMnqßen,' ja nicht rlymak gemalte Töne oder Gedankersz einfaH-Bicher, -wis^auch- Wir sie sehen, ohne ^rst d^r Krkläruugen langgeloÄter, sensationslüsterner Jünglings lauschen zu müssen. Ehr-- liches Können und Bekennen». Schon im ersten Saale der . fonnfrohe H ü t he r mit seinem „Sommerfrirden" (12), die halbbEeid-rt«n Frauen gestalten .förmlich gebadet im Licht. Harl-- finger, zart in der „Ruine Falkenstein" (2), stndyt kontrastreiche Lichter im „Bahnhof" (8) und in der „Feuersbrunst" <4). Kitt, eür wenig herb im der Auffassung, hat sich in seiner ^PaNdora^ verzeichnet.- Biel Sonne in den Arbeiten Gaß le rs; in seinem „Stall" (21) glühen nahezu dse Spinnwebmßet KloH- Dürfenbach bringt uns ein etwas skizzenhaft behändestes „Famijsienbildnis" (19). Iw seiner „Donaulande" (20) fällt der Dördergrund herab. . Warm« B r ö m se seinen „toten Sohn" (Christus) (46), wie von einer Straßenwalze zerdrückt zeichnet/ ist uns nicht recht klar. In, einer Ecke versbeSt ': ein Stadtparkmotiv" (62) Wilhelm Wach Le is? Dieser jüdische'- Künstler würde etwas mehr -ÄusnierkchniWitcherdienüN. Seine Entwürfe für eine „Hagadäh^ können sich allerdings von der Ueberlicherung noch-Nicht frei machen. Polls „Schneelandschaften" (64, 1Y9, 110,-1-1-2) voll leuchtender' Sonne, sind Prachtstücke, der Ausstellung, lieber B r u s e n b a u ch s „Klagende Grauen" (111), „Der Ruf des Todes^ (147)Wrüßte eine eigene Kritik geschrieben werden. Mit viel, mit sehr-viel Fleiß und Liebe und tiefem künstlerischem Können ist jede Beweguilg,'jeder Ausdruck durchgearbeitet. Dä ist keine Linie zu viel, keine zu wenig. Es ist ein erfreuliches Wert neben der skizzenhaften Eile der modernen Malkunst. Alte Bekannte?lnton Nowak daß viel Akademie dabei ist, darf heute njcht als weniger Kunst empfunden werden — L e n z, der farhenspeiidige W ll k t, 3k 0 « x, Des letzteren Pferds 7m fetuer „Landstraße" (99) — »aufeg wohl, aber sie bewegen sich nicht. D>cmeter K v sv exinnext iy seiiM „Heidestinnnung" (118) entfernt an ähnliche Arbeiten Liebermauns; anch die Pinselführung ist ähnlich. Koro Otei und Gottlieh können wir auf diesen Wegen nicht ganz (olgen. Foxstner übersetzt Alimt in Mosaik, wir würden es für keinen Ftzhser halten, wenn er von dieser. Erinnerung noch wtzhx bceiirflußt wäre. Diel Liehe in der Arbeit von Streit „Bildnis meiner Mütter" (152). In alter Güte Kruis, Rösch, Tichy ans dessen „Holländisches Mädchen" (233) wir besonders ausmerkfam machen. Voller Humor Liehen Weins „Jonas" (217), fyubep, wie immer. Mit graphischen Arbeiten ist D r z k 0 v i ch — einige sehr flott gesehene und gezeichnet^ Stuhienköpfl: — Bell und Stoitzner vertreten. LetzH,,«-,- schnitten. 30. Juni 1929 Rr. 516 P'aüik, w:e meist-inö. 'arrch diesmal i'tcht tfieL Wir Erwähnen Zita, Drobil —' - fein Machende- Kind" (244) ein Kabinettstück in Marmor —; Jakotz Löw mit einem „Mädchenkops" (49) in Brorrce. Joses Bock bringt eine seiner fernsten Arbeiten twf „Frühlingssturm" (108). Ein Gipsabguß einer Fvanew> gestalt, an der jede Muskel zu letzen scheint, flu diesey herben Keuschheit kann man nicht ungerührt vorbei gehen. Die ganze Ausstellung, wie war eingangs sagten, eine der' besten der letzten -Jahre. Auch die schärst^, Kritik kann hier nicht anders als loben. ' Hans .S 0 b e l soh n. Eine Gesellschaft für jüdische Dolksvmfik t* London. Der aus Rußland sianvurnde belarmte jüdische Mufiln Lazar S a m i u s k y, welcher sich jetzt m London aufhälli hat dort die Gründung <i»rr Geiellschait für jüdisch« B 0 l k s m u s i k angeregt, die es sich zur Ausgabe macht, de» mgl'schrn Juden die Kenntnis der jüdische« musikaAchen Volks« urotive, von demn SawinZky eine große Zahl irr Rußland ge» sammelt hat, zu vermitteln. SaplivSky fand für feine« Pla> ledhiüte Unterstützung b« Dr- Max N 0 r b a n, Dr,M. Mr. Green b t r g, Tr. I 0 ch r l m a n «, M«^ Jtz tk s 0 hn mtb dem Ehrvaar Prlich 0 wskr, welche e«e« -atz sur.nnl erschienenen Ausruf zur Gründuna der Gesellschaft «tttttt zeichneten. Nunmehr ist die Gesellschaft bereits gegründet wache« «pH hat in Omens Holl ihr erstes Aouzvat veranstaltet, dgtz-H zahlreichem vornehmem Publitnm besucht war. Dx. Matz N 0 r d a u eröfsneje die Veranstaltung, m wkschex er hü AÄtz und Aufgaben der Gesellschaft darlegte. Die FÄsi^pretati-n d« llidisch-musikalischen Darbietungen wurde »sp Kunstkrsftk« VstAt Ranges besorgt. __ Literatur u.Wissenschaft Reue Bücher über Kunst- Ein« begrüßenstverte Tat zur Popularisierung der jüngsten KrmßerschemungLn in der Malerei und Plastik stMt diä neu« Bücherreihe „I singe Kunst" des Berlages KÜnHarKtz und BjerMann-LsspziA dar. Es sind. Monographien m de« Art der - bekannten „Insel"-Bücher und Lteten zu Lstwntz heute wohlseil z-u nemränden Preis eine. Einführung in hach Schaffen-einzelner Künstler Und zahlreiche JVustTatione»^, Im ersten Band gibt Franz L a n d s berge r eine EntwickümK der Begriffe' Expressionismus und JmpressivTrismus und ivesttz durch interessante Gegenüberstellungen von Biürev«,^ dbs ähnliche Sujets behandeln, die charakteristischen Erscheinungen der beiden Richtungen nach'. 1 Die Reihe der Monographien leitet? Georg Wermyrnv - mit einer Studie über Dax Pech stein pi«.- Dieser 'Kü«stleL hat sich gleich Gauguin im Stillen Ozean die Anwartschaft auf den Rnhnr geholt,' von denr zurzeit Berlin erfüllh ist. Seine Bilder ans Palan haben' Apfsehm erregt. M ihrer Primitivitätliegt die Ruhe einer glückhaften Wleder-i , kehr zur Natur, die Absage an abendländische Unrast. Dar - Krieg .riß ihn aus jener - selige« ^rbeitszpit und er hat pM jetzt nach schweren Erschütterungen wieder den W«rg znq Arbeit und zu sich selbst gefunden. Paula Beckpr-Moh^v-' so hn, die hochbegabt^, frsthberstorhene D'xMnerin, ierWß ' ihr Monument im zweiten B<Urd (has materic-lle: psn Grahdenkmal von stärkster symbolischer straft, hat ihr AepfltzaM H p e t g e r errichtet.) Ans denr kurzen Abriß ihres Hebens, noch mehr aus der. Wiedergabe ihrer Bilder, ersteK M Künstlerschicksat von seltener Intensität der BersenÜMg irr HD emisial erkannte Düseinsaufgabe. Bernhard Hoetger ftM wird ir: einer stark pathetischen Stzchie pon E'. E. Uphstff behandelt. Nach schweren Kämpfe« hat sich dieser WhhW«; endgültig zur Anerkennung durchgerpngen und sein selbsterbaptch Hans in Worpswede zeigt auch äußerlich: von btai Erfolgen seines Schaffens. Dem Darmstädter Ächwigj Meid yer, dairp Gptzolf Uroh m an« uph Franz HecksD«. dp r f such weitere Hefte gechidplet. Gn jüdischer stHnsth^»- typ tritt Ms in Hugo strähn entgegen. Dieser früh^», verstorbene, Haler exscheint noch nicht vom ExPressi-niSWzsf berührt. In seinen Zeichnungen neigt er zur KapskMüf- D-Msep upsi Hpgarth mögen ihm hahei PorbilLsv Mveserr stm. Äopch EoriM selbst Lgklagt in einer Vorrede d^tzfxühs Hinschchden dieser großen Begabung. Cäsq,r Kleiq erfährt , in einer Studie von Theodor. Däüblcr eipgsshnchH. Würdigung, Ach" kennt seme Art au^. vcrschiedentliche^: graphischen Publikationen, denn er gepststt als führend«! Expressionist bereits ziemliches. Ansehen. Ursprünglich stoptz unter hem Einfluß Cäzpnnes hat er sich-schon znm eigeueq Stilgefühl hurchgerpngen und fcijxc Bisher und KchphiWtz; weisen unverkenrlbar dir Spuret - ssine^ - st-rlen tünstlerischenj Naturells'ans. Hans Hildevranh-t hefnütn ucy m eins!: Schrift übet den „Expressionismus - in der Malerei" (Demsche Berlagßaystalt Stuttgarl) um die Ausdeutung des nrveu Modeschl«g«»rte<. Er führt die Entstehung der Uusdruckskunst auf di, isteoktip» gegen die Mt hrm Weltkrieg abschließende Epoche des MaterialiS»»- zyrD, .bereu -Bo,siebe'' für die .Naturweye-- tzmch die Mchpnii der Phptogxaphre »ck »bsurckum gchchrt wpxdr. Und weist nach, daß eigentlich nur wenig künstlerischr Epochen vpn jener Stellung zur Nmür festgehalsen Habens Mehr, in.s Allgemeine wendet sich Christoph Spengemap» «bt; denr lapidareii Buchtitel „Kunst, Künstler, Publikum* (Verl, her Zw «mann, Hannover). Seme Thesen, die ,r gerne in die Fon» des reincri, cinsacheü Satzes kleid>:t. wollen Gcfetzesform vor- , tausch«, alütm aber o,'t vvmerklicb in die Bbrask über e ^Dir