Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-06-25 · Heft 511 (25.6.1920) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 511 (25.6.1920)
Date
1920-06-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979589--04516-2990267
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 511 Wien. Freitags Wiener Mdrgettzettrmz Die Wahlen in die WtmgeMinde. Wahltag: Sonntag den 27. Zunl. — Wahlzeit von 8 Ahr früh bis 4 Uhr nachmittags Ammterbrochen. Jüdische Bank- und Verstchernngsbsamte, Staats- und Privatangestellte! Am 27. Juni finden die Wahlen in den Vorstand -er Wiener Judengemeinde statt. Es gilt den Kampf , darum, ob die Repräsentanz .der Wiener Judenschaft reaktionären, plutokratischen oder demokratischen, sozialen Charakter tragen soll. Es dürfen'daher auch diejenigen, welche an nationalen und religiösen Angelegenheiten weniger interessiert sind, nicht abseits stehen. In Kreisen der reaktionären Bank- und Jndustrieherren ist» die Wichtigkeit der Angelegenheit ersaßt worden. Fabrikanten, Bankdirektoren und Großhändlers haben 'der bisherigen Kultuselique und ihren bezahlten Wahlmachern Millionen für diesen Wahlkamps zur Verfügung gestellt und ihnen überdies versprochen, ihre Angestellten zur Wahl zu kommandieren; Tatsächlich haben sich auch in Angestelltenkreisen Leute gefunden, welche, um. die Gunst ihrer Chefs zu erringen, der reaktionären Kultusclique Zutreiberdienste leisten. In einigen Versammlungen sind Bankbeamte aufgetreten und haben, natürlich ohne jedes Mandat, im Namen von Kollegen und Gewerkschaften erklärt, daß die Angestellten onti-, national, das heißt reaktionär, wählen werden, also für jene, welche den Frauen und „bezahlten" Beamten das Wahlrecht genommen haben, nur die Herrschaft des Geldsackes/ anerkennen, und gegen die demokratischen Zionisten, welche den Kultusbeamten und jüdischen Lehrern endlich menschliche Entlohnung und menschliche Behandlung errungen haben, die für das gleiche und allgemeine Wahlrecht kämpfen. ' Die zionistische Parteileitung hat offiziell bei der Leitung der Gewerkschaften und besonders beim Vorstand der Gewerkschaft der Bankbeamten angefragt, ob tatsächlich eine Parole gegen die Zionisten ausgegeben wurde. Sie hat die Antwort erhalten, daß die tatsächlich gestellte Zumutung, zugunsten der Reaktion in den Wahlkampf einzugreifen, van der Gewerkschaftsleitung abgelehnt und die Antwort erteilt wurde, daß organisierte Beamte nur gegen die Reaktionären und für die demokratischen Zionisten stimmen können, weil keine besondere Beamtenliste vorliegt. Die Gewerkschaftslerter Nationalrat Allinä und Gemeinderat Bermann haben sich m diesem Sinn den zionistischen Vertretern gegenüber ausgesprochen. Jüdische Angestellte! Hütet euch davor, der Wischen Reaktion- .welche bereits mit den .Ehristlichsozialen und GrrchdewWm-'^^M^nLWeM Parlameisiswahlen paktiert, die Kultusgememde als politisches Machtinstrument und mit-, ihr'800 Beamte und ihre Familien brutalen Geldmenschen auszuliefern! Desavouiert eure unwürdigen Kollegen! Nehmet Stellung in dem Kampfe, welcher ein eminent sozialer ist und - große politische Bedeutung hat. Von 290.000 Juden sind, nur 18.000 Wähler. Helfet das Wahlunrecht gutmachen! Höret an iund entscheidet. — Kommet best im m t zu . d e r ' h e ü t e um 7 Uhr abends im „Hotel Post", ct. Bezirk, F l e i s ch m a r k t .(Eiiigcmg Drachengasse), stattfrndenden Masse n v e r s a m m l u n g d e r. j ft d ifchen Bank- und Versichern« gsbeamten, Staats- und Privatangestellten. Thema: Die soziale und politische Bedeutung der Kultuswahl. Referenten: Abgeordneter Ing. Rob. Stricker, Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich, Gemeinderat. Dr. Leop, Plafchkes. Dia Gewerkschaftsführer wurden zu dieser Versammlung pingeladen. . m. ■ ' . -i " f Die Taufjude» rrnd Horthy-Leute für die NichtZudischnationalen. Eines besonderen Schußes erfreuen sich die Herren Königstein und Konsorten seitens des getauften Juden S i eg har dt. Er stellt ihnen die Spalten zweier feiner Zeitungen, des „8-Uhr-Blatt" und des „Neuen Wiener TagblE", zur Verfügung. Und es ist lieblich anzuschaüenn wenn auf eiüer^Seite. dieser" Organe-die/-»Wa-" rischen Judenmörder Hejjas, Pronay usw. vor den bösen Roten in Schutz genommen und auf der' anderen Seite die Herren Königstein, Pick, Rappaport usw. als Schützer des Judentums gepriesen' werden. Hie. 'Horthtz-Bänden und die Nichtjüdischnationalerr lantetMe - Pgrole: Das ist kein Zufall, sondern eine wohlüberlegte tÄlche^ Sieghardt und seine Bankünd Zeitungsgrpppen paktieren mit Budapest und wollen auch in Wien die Restauration durchführen, um dem Großkapital' zmn Siege, zu verhelfen. Die Herren wissen^ daß eine zionistisch geleitete Kultusgememde es verhindern wird, daß die'Hw^t' Juden diese Ding? schweigend dulden oder daß', sie .sich gar, wie, geplant wird, bei den konnnenden Nationalratswahlen in den Dienst der Reaktion stellen werden. -Deshalb opfert: sie jetzt schon einige Millionen für die Kultuswahlen und ttm alles, um ihre getreuen, stummen Diener, die Königstein- und Fleischer-Juden, npdie Kultusgemeinde, zu bringen. Diese Leute werden gewiß schweigen. Und es ist auch kein Zufall, daß Professor Königstein vorgestern in einer Versammlung den Abgeordneten Stricker angegriffen hat, weil dieser seinerzeit den Grafen Berchtold, einen der Urheber des Weltkrieges und des Unterganges Oesterreichs, hu Parln-, ment gebrandiuarsl hat, nnc König stein fogtc, „cuu'ji Minister, der noch beute in Oesterreich so viele Anhänger hat. welche über diesen Angriff von jüdischer Seite empört fein werden"! Bravo, Professor Königstein! Das heißt int Dienste der reaktionären Herren arbeitete 'Vor den Augen der Wiener Juden enthüllt sich ein Abgrund. Die Assimilanten sind ins Lager der Reaktion, der Pogromhelden übergegangen und wollen die Juden mit sich reißen. Der scheußliche Plan des Taufjuden Sieghardt aber wird zuschanden werden, wenn die Wiener Juden am 27. Juni ihre Pflicht erfüllen und demokratisch, freiheitlich, das heißt zionistisch wählen werden. Der Terror der BaldgetarrfLett. Mittrvoch dm 23. b. M. fand 'litt Saale der Kaufmannschaft eine Versammlung der Nichtjüdlschnationalen statt, welche ein trauriges, aber, charakteristisches Bild bot vom geistigen Tiefstand einer bunt zusammengewürfelten Gesellschaft ohne Programm, ohne Ideal, verbunden nur durch das einigende Band der schlotternden Angst vor eineiu Schreckgespenst, vor einem Popanz, den sie sich selbst znrrchtgemacht haben, um politische Kindsköpfe zu schrecken. , , Mer auch in anderer Beziehung war die Versammlung höchst lehrreich.' Diese Herren, welche nicht müde werden, vom „Terror" der Zionisten zu sprechen, haben gezeigt, daß sie selbst von nicht geringerer Brutalität find wie ihre gemieteten Pferdeknechte. Fürs erste wurden alle jene Wähler, welche der zionistische Renegat D'r. Krenberger, der mit vier handfesten Kerlen an der Türe postiert war, als Zionisten zu erkennen glaubte, nicht eingelassen, ohne Rücksicht daraus, daß sie die mit der Post ihnen Angestellten Einladungen des Nicht-- jüdischnationalen Komitees vorwiesen. Krenberger erklärte einfach, es seien nicht die ausgeschickten roten, soitderu nur gelbe Einladungen gültig . . . Nicht genug daran, wurde unser Gesinnungsgenosse D'r. Kart Pollak, der auf eine Provokation eines Redners mit dem sachlich vollkommen gerechtfertigten Zwischenruf „Lüge!" erwiderte, von diesem, dem baumlangett Moritz Reif, Kommerzialrat und Borstandskandidateu, mit einem schweren. Eicheusau Lernt angegriffen. Famose „Notabelu"! In der von höchstens 100 Personen besuchten Versammlung sprach programmäßrg niemand vom Programm. Woher nehmen und nicht stehlen? Herr GOStA. Dr. Pick gab das erste Mal einer .jüdischen Wähler Versammlung dis Ehre. Im ganzen keine unsympathische Figur: ..Laßt wohlbeleibte Männer um mich sein, die wenig denken und des Nachts gut schlafen."; . Befremdend wirkte Professor Königstein. Wir freuen uns seinetwegen wirklich, daß die Wahlkampagne nicht mehr lange dauert. Er reibt sich auf — ein tveißer Rabe unter diesen trägen, schwarzen Vögeln — und seine Gesundheit nimmt Schaden. Leider auch sein Verstand. Denn wie anders soll man sich's erklären, wenn er emphatisch ruft: „Die jüdischnationale Partei, möge -Hrent Programm treubleiben, dann sind auch wir Jüdischnationale: auf der. Plattform des Zionismus können 'wir uns einigen!" Vor die Wahl gestellt, an seinem Charakter oder an seiner Mens sana zu zweifekt, tun wir das letztere. Wie darf er sich unterfangen, uns vorzuwerfen, wir verleugneten unser Programm? Das dürfte nur unsere oberste Parteibehörde tun, nicht er, der hevostratische Verleumder in den Wiener Horthy-Blättern. Mit den anderen, die noch sprachen, den Herren Gruber, Krrnbreger, Do hau und Reif, hielt zum Schlüsse Herr Dr. Karl Pollak ctzre kurze, «wer vernichtende Abrechnung. Helleres aus der nichtjüdischnationalen Bersammlungstätigkell. Am 15. Juni fand in den Mariensälen des 14. Bezirkes eine Wählerversammlung der Nichtjüdischnationalen statt, bei welcher sich immerhinfreilich' mit infektiöser Durchsetzung seitens etwa 75 zionistischer Wähler, insgesamt, etwa zwei- bis dreihundert Wähler eingefmrden hatten. Die Versammlung brachte einige ergötzliche. Momente. Schon die Eröffnung durch' den Vorsitzenden Dr. Ornstein muh als ein Meisterstück des' 'Humors bezeichnet werden. Er begann nämlich! damit, daß er den bisherigen Kultusvorstand als unfähig ünd ^würdig bezeichnet. Auf einen Zwischenruf, warum eigentlich' der greise Herr Hoftat Rast patz ort, der bisherige Lester des Kultusvorstandes, auf der „Jugsndlichen"-Liste stehe, antwortete Herr Ornstein: „Weil die Beamten ihn verlangt haben." Welcher Beamte der Kultnsgenreinde lacht da nicht? Hierauf sprach Herr Buchwald programmatisch und wünschte Steuerreform, Erziehnngsreftrm nnd — soziale Fürsorge. Derselbe Herr Buchwald, welcher es als seine .Hauptaufgabe im Kultusvorstand bezeichnet, die Beamten zu Paaren zu treiben, hat plötzlich srm soziales. Hrrz entdeckt. W^r lacht da nicht? Hierauf stand ein .Herr Glück auf und stellte fest, daß der Kultusgeineilche, die nach dem Gesetze nur für.Kultttsangelegenheiten zu sorgen habe, dafür, daß sie soziale Fürsorge und Wohltätigkeit betrieben habe, auch chenn es schlecht war, der Dank der Judenschaft gebühre. Denn „einem geschenkten Gaul sieht man nicht ins Maul". Wenn also jemand etwas tut, wozu er sich nicht verpflichtet fühlt und noch dazu unfähig ist, so soll man ihn nach der Logik des Herrn Glück schätzen und ehren. Wer lacht da nicht? Besonders heiter stimmten die Ausführungen des Herrn Dr. Krenberger. Er erklärte, wenn die Autonomie, welche die Jüdischnatwnalerr verlangen, durchgeführt wird, so bedeutet dies, daß der ganze Verwaltungsapparat Oesterreichs jüdisch werden muß. Heber diese Logik würde sogar Herr Kunschak lächeln, wenn man ihn» zmnuten sollt-, damit die maßlosen Ansprüche der Juden zu begründen. Doch Herr Dr. Krenllergrr begann auch in Mssrntijeorst zu machen. .Er .5., Juni 192$ Seite 5 lüß^iiinr Gi ösrtc Auswahl!. Billigste Preise! ' Leopold Stcmharl.Wieii, l.,Bibcrstraße 9. ... . ■. 47S/S0 ---— ..— 1 erklärt«», der blonde Jude Jawbus Kann und der schwarze Jude Ussischkin repräsentieren die größten Gegensätze! in.bei* zionistischen Partei und das deshalb, weil est eben außer auf dem Gebiete der Religion kein einheitliches /Judentum gäbe. Die Zionistenkongresse tragen internationalen Charakter. Wer lacht da nicht und! wer lacht nicht, wenn er aus Herrn Dr. KrenbergerÄ Munde hört, daß dieser edle Kämpe seinen Anspruchs. auf einen Sitz in der Kultusgemeinde damit begründe^ daß er sich Verdienste um das TaubstumnienmstituL. erworben habe, dessen Leiter ec erst seit kaum ehww Jahre, ist? ' ' e -J Last not least. Herr Professor Königstein, dass dicke Ende der nichtjüdischnationalen Kandidatenliste^ bas geistige Haupt der Inden vom österreichische^ Hymnus, gegen den etwa Rudolf Hans Bartsch eins ariner Waisenknabe ist. Herr Königftein begann vzori allenr sich als Vertreter der autochthvnen Juden hiuZustellerl, welche bereits seit Jahrhunderten in Wierp erbgesessen sind. Wer lacht da nicht, wenn er weiß^ daß noch keirre 150 Jahre vergangen n>rd, .[dt Juden in Wien wieder loohnen dürfen? Die Heiterkeit allerdings steigerte sich ttoch, als nach kurzem Herrns Königstem, dem Sproß jahrhundertealten, autochthonen Wiener Judentums in Beantwortung eures Zwischenrufes der lapidare Satz entschlüpfte: „Ich kemrv> die Verhältnisse in der Tschecho-Slowakei, denn ich stamme aus der Tschecho-Slowakei." Wer lacht da nicht über solche Autochthone? Dann sang Herr Königstein, eine Ode auf den Semmering urrd erklärte, haß ihm» das Herz lache, wenn er den Semmering sieht, dahingegen blutet sein Herz, wenn er daran denkt, daß die, große deutsche Nation sich nicht vereinigen kann. Wessen Herz lacht nicht, wenn er sich erinnert, daß die große» deutsche. Nation, sich mit Herrn Königftein partout nicht' vereinigen will, trotzdem er solch ein Senlmerrrrg-'^ Enthusiast ist? ' Die heiteren Expektorationen der Redner wurden^ Pweit es sich darum handelte, ihnen sachlich entgegen» zutreten,, von D'r. Mandl, Herrn Oskar Goldschmiedt und Herrn Jakob Schwertsinger in trefflicher Weifte beantwortet und es war sichtlich', eme Neigung der?., Stimmung in der Versamlnlung ans unsere Seiden zu merken. Dä. versuchten die Herren noch vor der Rede des ■ Herrn Schwertfinger, durch' bezahlte Individuen ihre eigene Versammlung zu sprengen, was'- bekanntlich der von den von ihnen angebeteten Deutschen' ge.übten Rückzugstaktik entspricht. Der Versuch mißlang jedoch und Herr Schwertfinger konnte feine. Rede, in welcher er besonders auf das Los der Nichijüdifchnatio??alen Magyaren a la JminannelLöw hittwies, beenden. Diese kleinen Bilder kennzeichnen sorecht das geistige Niveau, auf welchem unsere Gegner her Behandlung jüdischer Angelegenheiten stehen. . Versamml««gSkalender r Heute, '/,6 llhr abends, Cüs6 Prnäl, I., Stkbenrmg H, Frauettversammlimg. Refereuten: Abgeordneter Stvicker, Anitta MuN Heute, 7 Nyr abends, Hotel Post, l, Flrifchmarlt (Eimau-, Drachengaste 1). Versammlung der jüdischen Bank- und Brr^ ficherungSbeamten, Staats- und Privatbeamten. Referenten: Abgeordneter Stricker, Gememdrrat Dr. E h r! i ch, Gemeinderat Dr. P l a s ch k c S. r. . Samstag den 26. d. M., V-6 Uhr abends, Wallenstemsalr, XX., Wallenstemstraße 72. Referenten: Dr. Wal V ui a n «, Löbl Taubes, Dr. Karl P o l t a k. SamStag den 2«. d. At.» '/.8 tthr adeuds, Grvoboda, Prater. Massenmeeting. Referenten: Anitta M je l l e r, Abgeordneter Stricker, Gemeinderat Dr. P lasch k eS. Zionistische BezirLvsektion XU bis XV. Samstag den 26. d. M-. V-6 Uhr abends, bringende letzte Besprechung i« Tmnsaah XV,, Herttotzgaste 21. Ersch««e« Ehrenpflicht. An die Knttnswähler der Bezirke Xll, XIII, XtV. XV werde» Auskünfte jeder Art im AgitationSlvkal, XV., Hrrtlotzgaste 21, k. Stock, täglich von 8 Uhr früh dis 7 Uhr abentzK «terlt. GesinnnngSgenoffm «olle« sich dorisclbft zur Entge-«- »ahme weiterer Weisungen melden. Brigittenaner Agitatoren! versammeln sich.Sonntag de« 27. d. M. »« 7 Uhr früh rar AgitatianZlokal, XX., Traunfelsgasse 7/14, wo In» struktirnen erteilt werden. Angestellte der Knltnsgemeinde! . DrS Agitationslokal der jiidischuatiouale» AngesteNen der Kultusgememde befindet sich Caf« Cich,Werdertorgaffe. & * sammenkünfke täglich von § bis 10 Uhr abends. A» alle Zndifchnationale» i« XVNI. Bezirk! Meldet euch sofort bei eurer BezirtrfeLtto»» (Last Ecke, Abt Karlgasse 24). n« bei den Arbeitest »itrnhelfe«! Keiner säume! Jeder Lue feine Pflicht! Alle Jugendliche» werde» anfgefdrdert, Sonntag um 7 Nhr früh int Bereinslokale der Jüdische» Bottst» bibliothek Zion, N , Glvckengafse 8Y, z« erscheinen. ErfcheinrnistPflichll

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.