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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-25 · Heft 511 (25.6.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 511 (25.6.1920)
Date
1920-06-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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l Seite 4 _ Wien, Freitag Lvterrer Morgenzettüng Mitteilungen ans dem Publikum. mm, von den früheren Negierungen verdrängt wurde. Wir dürfen nicht ausser acht lassen, schloß der Minister, daß sich unter »uS noch viele befinden, die Bela Kun unk» Genossen zurückdrürgen mochten. > ■' Der .Gesetzentwurf, betreffend Maßregelung' der' Preistreiber, wird sodann auch in den Details angenommen. Budapest in der Boykottzeit. Neue Pogrome. Ein'ctzen bcS internationalen Boykotts gegen Hesias-Ungarn hat in'Budapest sowie im ganzen jOa-tbc' ct:ie- Stimmung. der tiefsten Depression hervorgern^n 'und allrn BeiuühunHeu der gegenwärtigen Führer Ungarns ist es nicht gelungen, diese Stimmung zu zerstören. Die Ankündigung des Boykotts war - für die übermütigen uno von Machtrausch erfaßten.Führer des„erwachenden Ungarn" und der Brachialgewalt ein .Signal zu neuen Wutausbrüchen. Gegenwärtig hat Hejjas die ganze Gewalt über Budapest in Händen und seine Antwort auf den Boykott war die folgende Proklamation, die er an den Ministerpräsidenten richtete und in ganz Budapest. affichieren und ' verteilen ließ. Hochwohlgcbonrer Herr'Ministerpräsident! Auf. Grund der Ereignisse der letzten Tage sehe ich nach bemüßigt, alle Verordnungen der Regierung als ein Attent.at geg.en unser Vaterland zu bezeichnen lgemeint sind die Verordnungen über die Auflösung der Brachialformationen und der Erlaß zur Einleitung der Untersuchung gegen den Verein der Erwachenden Magyaren), das nicht nur rm Lande, : sondern auch in den gutgesinnten Kreisen des Auslandes, peinliches Aufsehen erregte. Was hat bisher eigentlich die Regierung getan? Unter fremdem Einfluß, folglich im Dienste fremder Interessen stehend, hat sie den Begriff der Rechtsordnung falsch ausgelegt und demselben fremden Einfluß gehorchend, wollte sie die ungarische öffentliche Meinung durch die Androhung der feindlichen Besetzung, der Blockade und des Boykotts^ des Ausllrndes schrecken. Auch ich bin für die Rechtsordnung, aber ich protemcre dagegen, daß unter dem Vorwand der Rechtsordung das in- und ausländische Judentum seine schmutzige Minierarbeit fortfetzen könne und daß ' ein Parlament, dessen Mitglieder in ihren Pogromrcdcn mit geballten Fäusten die radikale Lösung der Judenfrage versprechen, nun dm Forderungen der Juden, bewillige. Ich protestiere dagegen,' daß unter dem Vorwand der Rechtsordnung das von der intransigenten christlichen- Richtung -abgefallene Parlament die ungarische Nationalarmee angreift und die 'Auslösung dem einzigen starken und für ' die ' reinsten Ideale kämpfenden Verein (Erwachende Magyaren) andröbt. Ich dulde es nicht länger, daß unter der fortwährenden Betonung der Rechtsordnung die stärksten' Männer . des Vaterlandes .verleumdet., uub zugrundegerichtet werden. ‘ , Sie Regierung spricht immer von feindlicher Be-, setzrmq, obwohl unsere Feinde in ihren eigenem Ländern schon vollauf beschäftigt sind und auch ansonsten kein Verlangen danach zu tragen scheinen, die bestdisziplin'ierte Armee von Europa Aug' in Aug' kennen zu-lernen. Der aufgebauschte und so langwierig besprochene internationale Boykottplan entstand 'in der Leopoldstadt und hatte keinen anderen Zweck, als die wenig zahlreichen parlamentarischen Vorkämpfer des radikalen christlichen Kurses einzuschüchiern. Angesichts all dessen > muß die Frage aufgeworfen werden: Wohin geht eigentlich die Reife? Dieser Weg ist dem Volke nicht unbekannt. Die Leute um Karolyi haben mit denselben Methoden. die Macht den Bolschewiken überliefert, mit welchen heute die maßgebenden Parlament« ökschen Kreise die alte, sündhafte liberale Politik aufzuwecken versuchen. Aber dieser Plan-' soll zuschanden werden! . . , . Bisher habe ich selbst nichts gegen die Träger der Macht. unternommen und ließ es auch nicht zu, daß andere cs tun mögen; nun aber bin ich der erste,'der die Regierung schuldig spricht, daß sie unter dem Einfluß der Fremden (gemeint sind die Ententemissionen) die schönste nationale Idee verraten, den christliches Kurs denr Hohngelächter der Welt preisgegeben und die der Nation verhaßte fremde Rasse zum neuen Leben erweckt haben. Gestützt aus Millionen organisierter Magyaren des Alsöld — fordere ich die sofortige Demission der Regierung. Sie möge ihren Platz Männern des st a r k e n W i I l e n s und der' kräftigen Faust übergeben,' die das Schiff des Landes dem Ideal eines, guten Ungarn: dem in seinen Grenzen wiedererstandenen Ungarn entgegenitcuem lönrten. < Budapest, 20. Juni 1920. Ivan H e jjas. Ein solches Plakat wurde am vergangenen Montag, Mi B ö r f'e n g e b ä u d e affichiert und dies bildete das Signal zu den ersten Zusammenstößen zwischen Polizei und Brachialgewalt. Die ff^lizer war von der Wörsenleiinng requiriert worden, um Ordnung zu schassen, sah sich jedoch einer Abteilung der Brachialgewalt gegenüber, welche sich als stärker erwies. Nur Mt Mühe konnte ein höherer - Polizeibeamter' Ausschreitungen verhindern. Am selben Tage,- den 21., fand eine Sitzung der Nationalversaurmlung. statt. In dieser-erLrifs Kriegsminifter Sovs das Wort und forderte - diesofortige Einbringung der In d enge setze. Darauf erhob sich ein ungeheurer Tumult und der Justizminister Fer diuandy rief iüt den Saal.: „Ihr habt das- Land schon zugrunde gerichtet, jetzt wollt ihr es noch ganz ruinieren!" Die Sitzung mußte alsbald ab-> gebrochcn werden. Am Abend fand eine Versammlung der „erwachenden Ungarn" beim Petöfi-Denkmäl statt, deren Führer gegenwärtig Ivan Hejjas ist. Nach der Vccsannnlnug strömte der antisemitische'Pöbel auf ■ den Korso, drang in die. Kaffeehäuser, ein. und begann gegen die Juden, zu. exzedieren. Es ensstaiid eine ungeheure Panik und eine grpße Zahl ' von 'Juden, darunter ^.auch' Frauen ünd Kinder, wurde von den Exzedenten ^mißhaltdeit und verwundet. Ihr Berichterstatter stieß auf seiner Flucht vor der Uebermacht der Betharen -r an Widerstand war nicht zu denken — auf dem 'Giselaplatz auf zwei jüdische L e i ch e n, in deren- ' einer.er den Kaufmann Lajos Braun erkannte. Am nächsten Tage wagte kein Jude die Straße zu betreten, und viele versuchten, Budapest zu verlassen aus Angst vor dom 24. Juni, dem Jahrestag der Gegenrevolution, für welchen allaZmein Pog"vme voraus ge sagt wurden. Es glückte jedoch nur den wenigsten, Pässe zu erlangen. 1 Seither ist die Paßstelle völlig geschlossen, die Eisenbahnen fahren nicht einmal bis an die Grenze -und das letzte Schiff hat am 23. Juni Budapest verlassen. Der unbestrittene Machthaber von" Budapest ist. gegenwärtig H e j ja s.. . Sein Wille ist maßgebend, er terrorisiert die 'Nationalversammlung, sogar Horthy steht unter seinem Diktatda es in seinem Belieben steht, die Gasse zu rufen. In der letzten Zeit hat er alle ihm nicht, genehmen Personen aus Horthhs Umgebung entfernt. Apponhi wird voneiner Leibgarde bewacht; aber auch auf die Soldaten ist kein Verlaß mehr und sie wollen nicht mehr länger mittun, da hie Ernt?arbeiten beginnen. Die Bauern auf'dem Lande, sind ungeheuer erbittert gegen die Regierung und die herrschenden Politiker, ja sogar gegen die Partei der kleinen Landwirte. Die - Bauern beklagen sich,' daß sie infolge des Mangels an Maschinen - und Arbeitern^ und an Ausfuhrmöglichkeit und infolge der beständigen Requisitionen durch die Natwnalarmee dem Ruin ausgeliefert werden. Außerdem hat der Boykott in einem Augenblick Eingesetzt, wo sich den Bauern die Aussicht auf die erste Möglichkeit einer'Ausfuhr eröffnet'. Man befürchtet den Ausbruch von Bauernvevolten. Die Arbeiterschaftist vollständig : Machtlos und : seit dem Ueberfall auf die „Nepfzava" zeigen sich die Anzeichen einer beginnenden Desorganisation. Die Arbeit in den Fabriken stockt und unter dem Arbeitern herrscht großes Elend. . 1 * Daß derr internationale Boykott dazuführen wird, die Juden wieder. als ^wehrlose Opfer den Hejjas- Banditen..auszuliefern, stand zu erwarten. Aber es handelt sich nur mehr , um die letzten Zuckungen der Mörderregierung, der von ihren eigenen Volksgenossen'der Garaus gemacht wird. Pie Partei der kleinen Landwirte, fordert immer lauter Verhandlungen mit Amsterdam und es wird der Weg zum Gesetz beschatten werden müssen. Sehr zum Mißvergnügen der Wiener Freunde, der „Erwachenden Ungarn", die sich auf der - Front F u-n d e.r -.H o n i, g st e i n gesammelt. haben und die Ziockisten Mampfen, weil diese die einzigen sind, die der Welt die Wahrheit über die . ungarischen Pogrome mitgeteilt haben. Der Mirroritätenschutz in Ungarn. L o.» d o n, 22. Juni. (Jüd. Korr.°Bur.) Auf der jüngsten Sitzung des J o i u t Foreign Com m i 11 e e wurde der Bericht des Sekretariats über den Schutz der jüdische» Minderheitsrechte in üugarn zur Kenntnis genommen. Hirnachhat das britische Auswärtige Amt dem J. F. C. eine formelle Erklärung zugeschickt, datz auch die ungarische Regierung die gleichen Verpflichtung en wie Oe st erreich, betreffend den Schutz der sprachliche«, religiösen und der Nassen- Minderheiten in Ungarn eingegangeu ist. (Das Joint Foreign Committee ist eine besondere Kommission des jüdischen „Board of Deputies“ in London. Es ist eine Vereinigung, die eher „nichtjüdischnationalen" Charakter hat und an deren Spitze Lucien Wolf steht. Dre englischen Nichtjüdischnationalen bemühen sich, für die ungarischen Juden den Minoritätenschutz zu erlangen, und die Wiener Nichtjüdischnationalen stellen diesen als unwirksam» ja schädlich für die jüdische Sache hin und benützen diese Tatsache für eine großzügige Entstellungspropaganda, zu denen ihnen die jüdisch-antisemitische Großpresse willig zu Gefallen ist!) Die Bemühungen um die Befreiung des Oberrabbiners Löw. Lvndon, 23. Juni. (Jüd. Korr-Bur.) Sowohl die französische als auch die englische Judenheit . bemühen sich, -4)as Einschreiten ihrer Regierungen - für die Enthaftung des in Budapest unter dem Verdachte des Hochverrats'verhafteten Oberrabbiners Löw, zu erwirken. So hat in Frankreich die A l l i a n c e I s r a elite an die französische Negierung und in England das Joint Foreign Committee an die hritijche Regierung' das dringende Ersuchen gerichtet, bei der Budapester Regierung wegen der Befreiung des Szegediner Qberrabiners energische. Vorstzellungen - tzu machen. . * Die englische Arbeiterpartei gegen tzorlhy-- Augar». Amsteeda«, 24. Juni. (Korr.-Bur.) I« der Jahresversammlung der englischenArbeeterpartei i» Scarborough. wurde, eme Entschließung angenommen, nach welcher die Friedensbedingungen mit den KriegSzielen im Widerspruch stünden. Der weiße Terror in Ungarn wird stark verurteilt «nd erklätt, daß die w ir ts ch a f t l i ch e WiederherstellungMitteteur-pas für de» Frieden und die Rübe der Welt notwendig sei. Zö. Suttl 1920 Ske. M 1 .., t, Jüdische Bant- und YersicherangsDcamte 11 ——— Staats- und Priiatangestellte J ] TTßTlffllfaßffjltf ^en 25. d. M., 7 Uhr abends, iw Hotel Post llvUluX 1 UilUg I., Fleischmarkt (Eingang Drachengasse 1] Qrwse11^-L-—1-* Tagesordnung: „Die soziale und. politische Bedeutung der KultaswaWen* Referenten: Abgeordneter Stricker, Gemeinderat Dr. Plaschkes, Gemeinflfem Dr. Ehrlich mm Die GewerkschaftsfQhrer.werden zn dieser Versammlnngem geladen Telegramme. Beendigung der polnischen Ministerkrife. , Warschau» 34. Juni. (Funkspruch.) Die Minrsterkrisr ist durch die Ernennung ernes nichtparlamentarischen Kabinetts, bestrbend aus Beamten und Fachmännern, unter Führung des früheren Finanminchers G r a b s k i beendet worden, der daß . Finanwortefemlle behielt. Die Mimsterliste weist ierner folgende Namen aus: Aeußeres — Fürst S a p i e h a, bisher Gesandt« in London; Krieg — General L e n i e w S k i; Unterricht — LopuwlowSki; Ackerbau — Dujak;. Elsenbahn^n — Bartel; Post md Telegraph — T o l l o c z k»; vstentlicha Arbeiten — Narutowicz, Professor an der technischen Hochschule in Zürich; Volksernährung — SliwinSki; Inneres — KnczyoSki; Justrz — Morawsti; Handel und Industrie — O l c z e w s k i: Sssentliche Gesund» heitsvssege — Dr. C h o d z k o. Die Portefeuilles für össentlich« Wohstahtt, schöne Künste und daS ehemalige preußische Pole« werden demnächst vergeben. Der Bürgerkrieg in Irland. Loadouderry, 23. Juni. (Reuter.) Der Bürgerkrieg dauert sott. Schießereien wahrte» die ganze Nacht hindurch. Irländische Freiwillige griffen vormittags daS Lager der Uniouiste» und die von diesen in den Straße« aus Sandsäcken errichteten Barrikade« an. ES gab zahlreiche Tote und Verwundete. Freischärler schieße« vnunterbrocheu von Dächer« der Häuser. Die GeschästSladm find geschloffen. Nachmittags herrschte in Londonderrh Ruhe. Bei de« Zusmnmenstößen am Vormittag wurden 20 Personen getötet und h verwundet. Aktion eines jüdischen Bataillons. Amsterdam, 24. Juni. (Korr.-Bur.) Die «Time 4" melden aus I e r i ch o. daß ein j ü d i s ch e S B a t a i l l» u «ach Jericho und dem Toten Meere abgesandt wordm sei, um die i n d i s ch e n T r u p p e n. die wegen ausgebrocheuer ttu* ruhen dahin marschiert seien, zuverstarke«. Keine Volksabstimmung im Teschener Gebiet; Pari«» 23. Juni. (HavaS.) Die Botschasterkonserenz zog i emm Vorschlag in Erwägung, der dahin geht, die Volksabstimmung i» ^eschener Gebiet durch ei» Schiedsgericht M ersetzen. Laurent — Botschafter in Berlin. Pari«. 21. Juni. Wie die Agence HavaS erfährt, sei auf Grund des BeschlaffrS der Konferenz von Bonlogne, daß sich die Großmächte von Juli an in Berlin durch Botschafter vertrete« lassen wolle«, von der sranzostsche« Regierung als. Botschafter iu Berlin der Ehrenpräsident des RechmmAhofet Laurent in Aussicht genommen. Seine Ernennung werde veröffentlicht werben, sobald die ZustümMwg Deutschlands erfolgt ist. Die Verfassung in Mesopotamien. London, 24. Juni. DaS Reutersche Bureau meldet mrl Bagdad: Offiziell wird erklätt, daß dem uuter britischer Oberherrschaft stehenden Mesopotamre» unter» Mitwirkung deS Volkes eine Verfassung gegeben werden solle, um die Entwicklung des Landes zu fördern und ihm eine eigene Regierung M geben die fähig sei, es zu regieren, sobald die britische Oberherrschaft aufböre. Es werde ein parlamentanscher Staatsrat unter arabischem Vorsitz und auf Grund allgemeiner freier Wahle» ^ine Nationalversammlung gewählt werden. Die Kämpfe um Balona. ' Rom. 24. Juni. (Stefani). «Meffaggerv* «ädet auS Dalona: Dw Lage ist unverändert. Heute morgengriffe» et»» hundert Aufständische die Jtalimer bei Kramaro an. Rach eine« emstündigen Gefecht-' wurde» die Avsständffche», die Verluste erlitten haben, zerstreut. Die Italiener hatten keine Berlnste. Tusar über die Jglauer Vorfälle. Prag, 24« Juni. (Privat.) Im S e n a t gab Ministerpräsidmt T n s a r Aufklärungen,über die Vorgänge in I g l a «. Es sei zu Zusammenstößen zwischen deutsch« Sänger« »ud de» ischechffchrn Truppen gekommen, bei welchen eine Person g e» tötet und mehrere verwundet wurden. T «s a * versicherte, daß er für politische Kundgebungen volle Freiheit gewähren wolle, doch müssen sich diese in bestimmten Grenzen halt«, namentlich müsse Pude und Ordnung herrsche», ivsbrsondere bei Nacht. Er we^de sich genau informiere» kaffe« und dann genau» Mitteilungen mache». Er könne aber schon jetzt sage», »m» Mit unerlaubten Mittel« weitergearbeitet werde» sollte, werde er dir schärfste« Maßnahme» ergreife». Im Laufe der Debatte kam es zu stünnffche» Szeoe» tat deutschen Senatoren. Generalstreik rm Egerland. Prag, 34. Juni. Die »Prager Abendzeitung* meldet aust Eger: Morgen tritt daganze Egerland in eine« eintägigen Generalstreik gegen das KriegSanleihegesetz. Alle Aemter, Institute und Fabrikm bleiben geschlossen. Die Arbeit wird ruhe«. Sollt« dieser eintägige Generalstreik den entsprechenden Eindruck nicht Hervorrufen, so soll, wie es hier heißt, ganr Dentschböhmen in dm - Gennalstrei! treten. 428189

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