Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 509 (23.6.1920)
- Date
- 1920-06-23
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wien» Mittwoch | - ' . -- —’ - — -.- , Wiener Morgenzeitung 23. Juni 1920 mimmumht $1500 Züdische Kultusmähler und -WUHleriKNen des 6., 7. imd 8. Bezirkes! Donnerstag de« 24. 3tmf i929> halb 8 Ahr abends, findet im Restaurant »Grünes Tor",. 8., Lerchenfslderfirahe L4, eine MassenvevfaMMlAng ' statt. Referenten: Architekt Dr. Karp 1 us, Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich, Dr. Fritz Löhner (Beda). Erscheinen Pflicht! lag;: „Die Zufuhren, all G e m ü s e. waren; g ü nftiger und hi: Preise ' gehen zufolge des., besseren Angebotes etwas '.u.ück Eine DsykottdeHattr ittt Stadtfenat. Gin vom Bürgermeister Reumann erstatteter Bericht 'wer den Kohseueiulauf führte'in der gestrigen Sitzung des Stadtsenats zu einer ausführlichen Debatte über den gegen Ungarn verhängten Boykott. Die christlichsozialen Stadträte Dr. Kienböck, Rummelhardt, Vaugoin und Vizebürgermeister Hoß stellten das Verlangen, daß die Gemeindevertretung in offizieller Weise gegen den Boykott Protest erbebe und dessen Einstellung verlange. Durch die' Sperre der Zillingdorser Kohle könne Wien in schwere Gefahr zeräten. . .. . . . . - Bürgermeister Neumann stellte demgegenüber fest, daß nach den unausgesetzt einlangenden Berichten sich die. Zufuhren aus dem Zillingdsrfer Bergbau vollkommen ÜN-; 5 e ft ö r ± vollziehen und daß übrigens' in Neufeld Vorräte 'n einem Umfang lagern,' so daß von irgendeiner unmittelbaren Gefahr keine Rebe sein könne.. Vizebürgermeister § m merIing verwies darauf, daß die christlichsoziale Presse ' ünc Haltung einnehme, die geradezu dahin ziele, die ungarische Negierung zu einem Abschneiden der KohJen-;ufuhr zu veranlassen. Entgegen der Wahrheit werde ' -n einzelnen Blättern die Sache so dargestellt, als ob Phon nn Stocken in der Zufuhr eingetreten sei, nur zu dem Zwecke, ti$r Beunruhigung in die Bevölkerung zu tragen. Stadtrat S p e i s e r gab unter allgemeiner Zustimmung ,er sozialdemokrattschen Stadträte die Erklärung ab, daß dir Sozialdemokratie den von der Internationale beringten Boykott, welcher einen.'Beweis der erstarkenden Solidarität des Weltproletariats bedeute, mit Sympathie begrüße, weil das Ziel dieser Abwehrbewegung die Bemdigung unmenschlicher Grausamkeiten bilde, Heren Schau- Nah Ungarn seit einem Jahre ist. Das Horthy-Regime stelle -ibrigens, eine unausgesetzte Gefährdung der Republik dar . and die Folgen, die sich aus einem Eingreifen der magyarischen Soldateska für Wien ergeben könnten, wären so zrauenvoll, daß. demgegenüber jene Unannehmlichkeiten, die ich nun vielfach zeigen dürsten, sich aber bisher überhaupt' noch nicht eingestellt Haben7 gar nicht ins Gewicht fallen. Die Arbeiter Wiens werden diese Entbehrungen nötigenfalls ' oiit jener Ruhe ertragen, mit der sie fünf Jahre hindurch am einer viel schlechteren Sache willen weit Aergeres erduldet saben. Uebrigens ist es noch gar nicht so sicher, daß die westungarischen Bauern ihr Obst und Gemüse, das so. leicht/dem - verderben unterliegt und für welches Wien das alleinige Absatzgebiet ist, einfach werden verfaulen - lassen., Unter all diesen Umständen aber müsse es seine Partei auf das allermtschiedenste ablehnen, der internationalen Gew erkschaftskommission in die Arme zu fallen und diese große Tat der. Menschlichkeit zu stören. Stadtrat Grünwald führte aus, daß die christlichsoziale Presse sich einfach lächerlich mache, wenn sie diesen Boykott als irgendein kleinliches Rachewerk hinstelle, das in' ^ßien ausgehegt worden sei. Den gefallenen Ausdruck von der Gewissenlosigkeit der internationalen Gewerkschaftskommission müsse, er entschieden zurückweisen. Die ausländischen Gewerkschaften, welche eigene Vertreter nach Wien entsendeten, haben sür Wiener Arbeiter, Angestellte und deren Kinder Außerordentliches geleistet, sie sind ganz genau über die hiesigen. Verhältnisse unterrichtet und werden zweifellos dafür sorgen, baß jene Schädigungen, die Wien allenfalls durch den Boykott > kleidet, auf andere Weife gutgemacht wbrde. Der Sekretär wr österreichischen Gewerkschaftskommission, Mgeordneter Anton Hneber ist zur Stunde bereits in Amsterdam, um ätt )er Leitung des Boykotts und zur gegclenen Zelt an dessen; Beendigung mitzuwirkeii, und dieser Mamr werde die Interessen der Arbeiterschaft, auch was die Störungen der Approvi- ' panierung betrifft, wohl zu währen wissen. Bürgermeister Sleuman n erklärte in seinem Schluß- ' wort, daß er, wenn sich die Notwendigkeit ergeben sollte, die Negierung in geeigneter Weise auf Schäden aufmerksam machen würde, die sich in der Versorgung Wiens durch die Sperre der Verkehrswege ergeben sollten. Vor allem anderen aber sei es seine Absicht, der Negierung darzulegen, daß durch vie nicht genug energische Haltung gegenüber de« fortwährenden Menschenjägereien und Grausamkeiten, die sogar von den Ungarn auf österreichischem Gebiete unternommen werden,, erst Diese Schreckensherrschaft sich so ausde.hnen konnte, daß nun internationales Eingreifen sich als notwendig erwies. Wenn dem Friederisvertrage Rechnung getragen und Westungarn an Oesterreich angeschlossen wird, dann hätten übrigens alle jene Besorgnisse wegen gestörter Zufuhren von Gemüse und Kohle gar keine Berechtigung mehr. Parlaments- und Kuttus- * mahlen. k. W i e ri, 23 Juni. Wer die schwere Krankheit, die Europa und seine einzelnen Maaten erfaßt hat, heilen will, der muß. vor allem anderen ihre Ursache erfassen. Jede der verschiedenen nationalen, religiösen und sozialen Fraktionen glaubt, das alleinseligmachende Rezept zur Reftuttg der Nation, zum Schutze des gefährdeten Glaubens und zur Erlösung der darbenden Volksschichten aus der wirtschaftlichen Not Munden zu haben, besonders WMN der Moment naht, wo die Bevölkerung.zur Wahlurne ge-' rufen wird. ' Ist aber der Wahlakt vorüber, hat sich das Volk seiner Rechte. entäußerf, dann glauben. die.Mandatare, in den allermeisten Fallen, ihre Pflichten, gegen die Bevölkerung zurückstellen,zü iüüssest Hgeltübeö der Partei, auf deren Kommando sie gewählt wurden. Tie Stellungnahme der Parteien jedoch ist in den europäischen Parlamenten nicht von den chi etlichen Staats- ' und Volksinteressen beherrscht, soUdern von tzeiü> was dm diversen Parteidogmen als Staats- Und VolksWeressen gilt und was den mit unverdauten Schlagwerken systematisch gefütterten Massen als solche suggeriert faerhn. Der Staat aber sollte nichts anderes sein als eine Organisation für die 'kulturelle . Hebung und die Interessest der wirtschaftlichen Wohlfahrt allerseiner Bürger. Wasaber die politischen Parteien allüberall aus dem Staate, machen wollen, ist ein Herrschaftsinstrument zur Förderung, nationaler, -religiöser und Klassensonderinteressen und muß naturgemäß zum Kampfe aller gegen alle führen. °; Daher rührest nicht nur alle ernsten Parlament-- rischest Krisen, soweit sie nicht nur einer Minister- 'kandidaten- oder Mandatspolitik entspringen, darin ist der Ursprung zu. suchen der, sich immer erneuernden ' nationalen und konfessionellen Rassen- Und Klassenkästipfe,^' des Bankrotts 86s' '' gesamtest'Parlamentarismus und seiner Repräsentanten, der Kriege und sozialen -Revolutionen in Vergangenheit und der noch in Zukunft drohenden. "' N?. - So wird einst der Unftige Historiker über die Zu» .stände am Beginn des 20, Jahrhunhetts. urteilen: Sein Verdikt wird ein vernichtendes! sein, aber nicht allein über, diejenigen, die den Weltkrieg entfesselt — die Schuldtragenden sind nicht bloß die Besiegten, sondern auch die Sieger, nicht bloß' jene, die durch ihren Ch§stvinismus und durch ihre Wirtschaftspolitik zum Kriege führten, soydern auch jene, welche nicht durch Aufklärung der Massen ihn zu verhindern wußten — sondern auch die, welche nach dem Kriege unter anderer Firma dasselbe System fortsetzen. Man sagt uns, an' alleyl sei der Weltkrieg schuld. Waren aber.sticht bereits.hyr hem Weltkrieg die Verhältnisse unhaltbar und haben nicht gerade die unhaltbaren nationalen und sozialen Zustände zum Weltkrieg geführt? Trotz aller Aenderungen der Landkarte und der -verschiedenen politischest.und sozialen Umwälzungen steht Europa vor demselben ungelösten Fragenkomplex wie stö.r 1^14' und geht ohne Abkehr von den bisherigen Regierungsprinzipien und alten Parteiprogrammen, die sich fast durch nichts von 1914 unterscheiden, stets neuen inneren und äußeren Umwälzungen (vielfach auf dem Rücken der Juden) und in letzter Linie dem Zusammenbruch der europäischen Kultur entgegen. ' _ * . Gerade in einem Moment, wo Oesterreich sowie die meisten Sukzessionsstaaten des alten Donaureiches Jpor einer Regierungs- und Parlamentskrise und vor Neuwahlen. in die Nationalversammlung steht, ist es unbedingt notwendig, von einer höheren Warte aus zu zeigen, daß die Krise in den einzelnen Staaten politisch wie wirtschaftlich .fast auf dieselben Gründe. zurückzuführen ist und nicht auf die Ursachen, welche der gläubigen, aber sehr bald Ungläubigen Wählerschaft vorgeführt werden. Der letzte Krieg hat genau so wie seine Vorgänger vorn Jahre 1866, 1870 und 1871, der russischtürkische und die verschiedenen Bälkankriege nahezu alle europäischen Streitfragen und speziell das österreichische Problem. nicht gelöst. Die Folge davon.ist, daß i n Mitteleuropa, Osteuropa und am Balkan Staatengebilde 'geschaffen wurden, von denen die.meisten infolge ihrer'nationalen Mischung und ihrer wirtschaftlichen Absonderung die Keime innerer Zersetzung, neuer Kriege und sozialer Revolutionen in sich kragen. Sollen sie verhütet werden, dann müssen in allen Nationey und allen Klassen jene Männer sich finden, die den Mut habest, darauf hinzuweisen, daß eine Läuterung der Geister notwendig ist, daß nirgends mehr der Patriotismus zum Byzantinismus, der Kultur- Nationalismus zum nationalen Vestialismus, die Religiön zum könftssionellen Fanatismus, der Sozialismus zur marxistischen Orthodoxie entarten darf. Ohne eine durchgreifende Reform sämtlicher nationaler, religiöserund sozialer Programme bei allen Völkern, ohne durchgreifende Reform des gesamten Parlamentarismus und ohne Einzug neuer Männer mit neuen Programmen werden in keinen der verschiedenen Staaten die Neuwahlen eine Lösung bringen. Was speziell Oesterreich ünd hier wieder Wien betrifft, so steht Peziell die jüdische Bevölkerung nicht nur vor Nationalversammlungswahlen, sondern auch vor Kultuswahlen. . ' * - Zwischen Heiden besteht ei.', s-'pen.iu-'' ü:-i.'i'.nmen-' tzana. Das iüdiscbe Volk, in dessen Namen lviederholt in beredter Weise der Abgeordnete Robert Stricker füy Demokratie, soziale Gerechtigkeit und nationale Verstän-, digung eintrak', darf nicht eine Kultusgemeinde besitzen/ die auf einem imdemokratischen Wahlrecht basiert, dem' sozialen Elend der jüdischen'Mafien passiv gegenüberstehk und selbst einest Unterschied zwischen West- und OstjUdest^ macht. .’ ’ Die jüdische Kultusgemeinde mutz znm Sprachtöhst" werden jener gkößen Masse.her Juden, die ein lebendes. Judentum wollest und daher, einen Repräsentanten des»' selben, öiste jüdische VolksgöWittde, erstreben. Fn diesK soll gewiß kein nationaler Chauvinismus., seine Einkehr: halten, sondern ein gelauterter Natr-onalisMus,' ffil?' welchen die Nation keinen Keil, sondern vielmehr erne Brücke bildet zwischen Individuum und Menschheit,-eirk Nationalismus, der sicherlich nicht im Gegensatz steht zU ^verinnerlichter-Religiosität und ibrem Innersten Kern der Ethik. ' A H; Die Prinzipien moderner Kulturlind Wirischasts- Politik,, nationaler Zusammengehörigkeit und in Ethik mündender Religiosität, welche die Nationaljuden im Völkerleben vertretest, sie müssest ist der größten jüdischen Gemeinde, in Wien, znmsiegreichen Durchbruch, gelangen, eben weil wir ohnmächtig sind in unserem politischen und sozialen Einfluß in der sogenannten ' „Judenrepublik" — wobei nicht gesagt sein soll, daß wir! nicht nach bestem Wissen und Können an der kulturelles, und wirtschaftlichen Regenerierung Mitarbeiten wollen, aber als''gleichberechtigtes jüdisches Volk Mitarbeiten wollen. ' . * Für uns besteht in der Arbeit für unser Volk in seiner Gesamtheit, ftir alle die Armen, Elenden und Ent-- erbten der Gesellschaft kein Gegensatz , zur Betätigung unserer Pflichten und Rechte gegen Oesterreich, keim Gegensatz zu dem Streben nach nationaler Verständigung... ebensowenig als für uns religiöse Betätigung identisch ist Mit religiöser Jsttöleranz. Der Wahlkampf ist für uns kein Kampf um Mandate, sondern eist Kampf um Weltanschauungen, und in diesem Kampfe werden wir die Fahne niemals preisgeben, auf der die Worte prangen: Alles durch, und für das jüdische Volk. Anland. Die Vorbereitungen zur Lösung der Krisen Von unserem Parlamentsberichterstatter. Dis in die ersten Nachtstunden waren die Partecklubs versammelt, um über einen vom Abgeordneten Dr. Adler vorgcschlagenen Plau zur Lösung der Regierungskrise zu beratemj Der Adlersche Vorschlag lünst im Wesen darauf hinaus, daß bit. neue Regierung nicht mehr durch eine Mehrheit der Abgeordneten, sondern durch die drei großen Parteien' nach eine» Proportionälwahlversahren gewählt werden soll, so daß auch die Sozialdemokraten und Christlichsozialen je sechs Staatssekretäre und drei Nnterstaatssekretäre, auf die Großdeutschkn ein llnterstaitssckretär zu entfallen hatte. Dir. drei nichtparlamenlari'schen Staatssekretäre Dr. Reisch, Dr. Deutsch und P a u l könnten weiter im Amte bleibe«, ** indem jede der drei Parteien einen von ihnen auf ihre Liste ninimt. Die Großdeutschen bczeichneten diesen Vorschlag alseinen gangbaren Weg. Und auch die Christlichsozialcn fanden ihn diskutabel und für weitere Derhaudlnnge.n els Grundlage geeignet. Schwierigkeiten dürfte vor allem die Personenfrage bereiten. Die Großdeutschen verlangen nämlich die Verminderung der Zahl der Staatsämter und die Entpolitisierung der Wehrmacht, was nichts anderes als eine Umschre:bung der Fordemng nach Entfernung, des Staatssekretärs Dr.-Deutsch vom - Amte ist. Da, sich aber Stäatskanzler Dr. Rest«er mq- Dr. D e n t s ch solidarisch erklärt hat, so verlautet, daß auch, Dr. Nenner vom Kanzleramte scheiden und lediglich daS Staytsamt LtS Neußern leite» werde. Die Ehristlichsozialen sollen sich für die Besetzung deS Kanzlerpostens, dttn auch die Staatsämtrr des Innern und für Heerwesen unterstellt werden sollen, durch eine keiner Partei angehö:ende Persönlichkeit ausgesprochen haben: In diesem Falle würde die Bizekanzlerstrüe dem Staatssekretär Dr. Mayr zusallen, wahrend die Sozialdemokraten für das Staatsamt des-; Innern den Staatssekretär E l d e r s ch kandidieren. Um 10 Uhr nachkS begaben sich btt Parteiführer abermals znm Präsidenten S ritz,«um ihm über die Aufnahme deS Adlerschen Vorschlägein Kren Klubs zu berichten. Die Verhandlungen zuc LosuNg der Krise werden.fortgesetzt. Telegramme. Das Ergebnis der Konferenz in Boulvgne. Das amtliche CommuuigttS. ' . WoiMwgnS, 22. Juni (HavaS.) Dir Konferenz hak heute ihre Arbeiten beendet. Das über die Beratungen' veröffentlichte EommustiqüS besagt: Die Frage her deutschen Entschädigung und ihrer Aufteilung' unter die Alliierten wurde neuerlich geprüft. Es wurde beschlossen, daß französische,!englische, italienische, bek-! gische und serbische Sachverständige in Paris zusarNMen- - treten sollen, um gememiame Vorschläge aus bestimmten Grundlagen zu erstatten, worauf diese Vorschläge der » Brüsseler Konferenz am 2. Juli unterbreitet werdest •' sollen, um vor der Zusammenkunft in Spa ein endgültiges ^Einvernehmen der Alliierten fcstzustellen. Die Konferenz erörterte ferner die Frage dev^ -Eniwa.sfnüng und genehmigte die von den Militärexperten vorgeschlagenen Noten. Die militärischen Sachve-.ständigen erhielten auch die ZustinMung der Korfierenz bezüglich, jener Fragen, die Mit der Errü- -