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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-20 · Heft 506 (20.6.1920) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 506 (20.6.1920)
Date
1920-06-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Wien. Sonntag Ern Uno.'rftäudigcc oder ein ParLennartn geschrieben Zar, veröffentlicht ln seiner vorgestrigen Nummer ein? Polemik gegen das Hakoah-Publikum. Den Ausführungen ließe sich manch heitere Seite abgewinnen, trotzdem wollen wir versuchen, so schwer es uns auch vom Artikelschreiber und dessen Chef gemacht wird, uns . vorerst rein sachlich mit dem „Sport-Tagblatt" auseinanderzusetzen. „Jedes Wettspiel ist für die Hakoah und deren Anhänger nationale Ehrensache. Schon Wochen vorher wird in den Kaffeehäusern und wahrscheinlich auchin den .Hlubfitzmigen frstget-gt, welches Wettspiel unter allen Umständen gewonnen werden m u ß." — Das ist die erste Anschuldigung, die man der Hakoah Vorhalt. Auf alle Fälle ist es eine Unverschämtheit, etwas 7,u publizieren, was man „wahrscheinlich" glaubt. Diese Verdächtigung ist umso niedriger, da sie besagen söll,- daß die Leitung der Hakoah Spieler und Zuschauer auf bestimmte Wettspiele hetzt, um sie in ihrer Abwicklung zu stören. Wir sind überzeugt, daß sich die Hakoah eine solche Pauschalverbächtigung. für die alle Beweise fehlen, nicht gefallen lassen wird. Dem sauberen Herrn Ing. Görlitz, Herausgeber, des „Sport-Tagblatt" möchjen wir einen Leitsatz Shakespeares zum Studium anempfehlen: „Der größte Mißbrauch ist, wenlr von der Macht sich das Gewissen trennt." — Wir geben rückhaltlos zu, daß unsere sportliche Betätigung für uns eine nationale Ehrensache ist. Nur. ist nicht Unduldsamkeit oder Ueborhebung der ß-rund dafür. Die körperliche Minderwertigkeit der Juden war für Arier und auch für einen Teil unserer Stammesgenosseu eine feststehende Tatsache. Diesem Märchen, durch die Tat zu begegnen, ist für uns nationale Ehrensache. Bor eitriger Zeit haben die Gemeinderäte Dr. P l a s ch k e s und Dr. Ehrlich im Gemeinderate über die jüdische Sportbewegung gesprochen. Sofort sah sich ein Antisemit veranlaßt, die Daumen an'die Weste zu legen und mit tänzelnder Bewegung und verzogenem Gesicht ein Sinnbild jüdischer .Minderwertigkeit abzugeben. Unter dem Beifallsgebrüll seiner sParteimännev, demonstrierte er durch Wort und Geste: Das ist der jüdische Sport! Herr Ing. Görlitz wird wohl zugestehen, daß die Hakoah sportliche Erfolge aus nationalen Gründen anstreben darf, oder ist er der Dkinung, daß es für das Judentum genügt, wenn -er als Herausgeber einer Sportzeitung fungiert? Hange Polemiken wurden gegen den Pvofessunalismus in seinem Blatte vom Stapel gelassen. Wir richten an die Ocfsentlichkeit die Ansrage, was sittlich höher zu werten ist, das Spielen für Geld oder das Spielen für Ideale?! Der zweite Vorwurf lautet: „Die Hakoah hat es nicht verstanden^ ihre Spieler und insbesondere ihren Anhang zu sportlicher Disziplin zu erziehen." Als Entgegnung führen wir an, daß während 'des ganzen Meisterschaftsjahrcs, trotz der erbittertsten Kämpfe, nur bei einem Wettspiele im Herbst ein kurzer Zwischenfall war. Der Protest des Donaustadt-Anhanges richtete sich auch damals allein gegen den Schiedsrichter. Auf einzelne Behauptungen zurückzukommen, erübrngr sich von selbst, da sie derart an den Haaren herbeigezogru sind, daß sie nicht einmal von den fanatischesten Gegnern geglaubt werden dürften. Sehr ungehalten ist das „Sport-Tagblatt" übet die „Wiener Morg-mzeitung". Eine Flut von Angriffen richtet sich gegen unser Blatt. Wir tragen gerne die Verantwortung für unsere Behauptungen und erklären .nochmals, daß das jedem Gerechtigkeitsgefühl hohnsprechende Walten des Schiedsrichters die Ursache und kveiters die herausfordernde .Handlungsweise des „Unparteiischen" nach dem Wettspiele der Anlaß zu den Ausschreitungen waren. Weiters wiederholen wir, daß der Großteil der Störenfriede der Hakoah schön vermöge ihrer Nationalität neutral gegenüberstandett, die aus mehrfachen Gründen mit dein Schiedsrichter «nd den Amateuren abrechnen wollten. ' - Der Schlußpassus läßt fo deutlich den Grund der Stellungnahme des „Sport-Tagölatt" erkennen. Das Auftaucheu der nationaljüdischen Sportleute zwingt die Juden zu einer Stellungnahme zur Hakoah im besonderen und zum Judentum int allgemeinen. Der Asfimtlant Görlitz stellt sich eben, vor den Asffmllantenverein Amateure, um ihn zu schützen und die Hakoah zu hemmen. Bezeichnend für die objektive Berichterstattung des „Sport-Tagblatt" ist es, daß nicht einmal das geringste, was man von einer unparteiischen Berichterstattung erwartet hätte, zugeben will, daß Schiedsrichter Schrnid das Wettspiel unter jeder Kritik leitete. Herr Schund o.laubt .wohl, ebenso wie Her'' Ing. Görlitz, uns eines gehörig aufs Zeug geflickt zu haben; wir. wollen ihm wieder mit Shakespeare antworten: „Zum Raube lächeln, heißt den Dieb beste hlrn." B. Wiener Morgenzeitung Die heutigen Fußballwett'piele. Der heutipe Spieltag weckt nur ein sebr mageres Programm aui. Der angekündigte SB ,« d a p e st e r A 1 h l e t i tk l u b Hai es vorgezoaen, nickt nack Wien zu kommen, so daß bte angekündigten Spiele gegen Simmering und Amateure unterbleiben. Das wichtigste Ereignis der l. Klaffe :ft das Meisterschaftsspiel Rapid gegen A d m i r a das in Hütteldorf mr Austragung gelangt. Rapid muß sich die decken Punkte sichern, wenn er die Meisterschaft gewinnen will. Admira muß, selbst wenn die Mannschaft gewinnt, Letzter in der Tabelle bleiben. Trotzdem werden :die FloridSdorfer alles daransetzen, erfolgreich ab-uschneiden. ' r_ In einem zweiten Meisterschaftsspiel treffen W- A. C. und R u d o l f s b ü g e l. im Prater zusammen, dem, da beide Vereine im Mitteltreffen liegen, keine besondere Bedeutung zukommt. Die H a k o a h trägt in Floridsdorf ihr vorletztes Meisterschaftsspiel aus. Sie hat den.F. C. Sturm 07 zum Gegner, der am Donnerstag gegen.Germania 0:6 unterlegen ist. Dieses Resultat darf aber zu keinem Trugschluß verleiten, da Sturm in dem Spiele gegen die Schwechater nur mit einer kombinierten Mannschaft angetretm ist. während der Verein heute mit einer woblansgeruhten und für dieses Spiel besonders vorbereiteten Elt aus dem Plan erscheinen wird. Die Hakoahner wiffen, daß ihnen der S eg. cwgen Sturm die Meisterschaft enitriigt. Sie werden siegen! DaM. bürgt .der sitiliche Ernst, mit dem jeder einzelne Mann ftir seine Ideale kämpft. Das Treffen findet auf dem Hakoab Matz, m Florckshorf statt und beginnt ebenso wie alle anderen Svicle um Va'Ö Uhr. In Ottakring tritt die German vn gegen den O t t ak ringer Spor t t l u b auf, der wvdl energischen Widerstand leisten wird, aber einev Sieg der Schwechater kaum wird verhindern können.. Weiters: V o r w ä r t s—S.l o v a n lHrrtha« Platz).' C r i ck e l—N u ß d oft ffe r A> C. (Lehrerplatz, B e w e g u n g S s p i e l e r-Ost nt a r k (LehrerplatzV O b.- St. Veih-Blue Star (Ockakiintz), Red S Lar- Sports.reunde (Red Star-Platz). . ' Die rrstklaffigen Vereine tragen einige Frtundschaftssplele aus. Die Hertha hat...V r e n n a zu Gaste, während Simmering und A m a t e u r e kombiniert gegen den Sportklub spicken. Schließlich gastiert der Sportklub Wacker aui dem Baumgartner Sportplatz gegen. den Bau m-,, g a r t n e r S p o r t k u b. DerPunktssLreik. ' In einer außerordentlichen Vorstandssitzung/ die der Nrederöfterreichische Fußball-Verband am Freitag ab gehalten hat, wurde die Meisterschaft der ersten '.Klaffe ', — wenigstens was den Abstieg anbelangt — entschieden. Bekanntlich wurden dem W. A. F. durch den MglüMguttgSausschuß drei im Kampf erworbene Punkte (gegen'Rapid 2:1, gegen Vienna 1:1) abgesprochen, da Jet angeblich einen 1 unberechtigten, Spieler namens Schrnibi eingestellt .hatte. Der Wi A. F., der durch diese ^Entscheidung des Unterausschusses zum Abstieg in die zweite Klasse ve.rurteilt wurde, legte einen umfangreichen'Propst ein, drr.'die SpörthreM seit Wochen keschäfttgt. Der Hütteldorfer Verein versuchte den' Beweis i zuerbringen, daß der Spieler.die-volle Spielberechtigung hatte, falls aber die Verbanösbehörde wnderer Ansicht' sein sollte, so dürfe den W. A. F. doch kein Schäden treffen, da er durch'den! Verband selbst in der Meinung bekräftigt wurde, daß Schmidt meisterschaftsberechtigt sei. Das Verbandssekretariat -hatte nämlich mehrere lang .vorhergehende Spiele der Reserve- . Mannschaft des W.' A. F.,' an denen Schmidt teilgenvmmen hatte, anstandslos verifiziert. In dreistündiger Sitzung wurde die ganze Angelegenheit ausführlichst behandelt und schließlich mit 6 gegen IStimme dem Protest derHütteldorfer Folge gegeben, da sämtliche Vorstandsmitglieder der Ueberzeugung Ausdruck gaben, daß die Schuld deZ W.A.F. gegenüber jener des Verbandes verschwindend klein sei. Dadurch, daß der Fußball-Verband dem W. A. F. die drei Punkte zuerkannte, fällt Ädmira wieder auf den letzten Platz, von dem sie auch dann nicht wegkümmt, falls sie heute gegen Rapid gewinnt. So wird Admira nach einjähriger Erstklassigkeit im Herbst wieder in.der zweiten Klaffe spielen. Grotze Erfolge des Münchener Var Kochba. Bei dem am letzten Sonntag abgehaltenen Stafettenlauf Grünwald-München trug de« Dar Kochba große Erfolge davon. Die erste Mannschaft wurde , in ihrer Klaffe Erste. Wahrend die zweite Mannschaft in ihrer Klaffe als zwecke durchs Zrcl lief. Auch der .Bar Kochba Ul errang in ferner Gruppe den zweiten Platz. Der Stafettenlauf brachte halb München auf die Beine uftd sah in der Gesamikünkurrcnz die erste Mannschaft des Turn- und Sportvereines München von 18,60 siegreich. Mmrs suspendiert! Nemes wurde im Spiele gegeii die Amatertre im Laufe einer Auseinandersetzung, die er mit dem Schiedsrichter' wegen des nicht diktierten Elfmeterstoßes hatte, ausgeschlossen. Um den Grund deS Ausschlusses gefragt, erklärte der „Unparteiische" dem' Hakoah'-Krpitän. Nemes wegen beleidigender Aeußerungön vom Platze gewiesen zu haben. Dem Verbände muß der Schiedsrichter eine andere Mitteilung gemacht hacken' (der „Wiener Mittag" berichtete bereits vorgestern, daß Nemes wegen rohen Spieles von Schiedsrichter Schmidt , zur Suspendierung vorgeschlagen 20r3uni'i92b' Nr. 80« —— -—;-:—■—.|V‘'“" rr—--— -- wurde)'. Üa wegen KrNisierenv Eiu'tte Suspendierung erfolgen iiimt. Die diesbezügliche Bestiurmung lautet: „Er folgr der .Ausschluß eines Spielers wegen roh'eN Spieles, Jnsultierung des Gegners, de- Schiedsrichters, Linierrrichters oder des Publikums, so tritt sofortige Suspens ein; denk f.o, gemaßregelten Spieler ist die Teilnahme ^an Wettspielen insolange verboten, als er sich einer Einvernahme durch den ,Struma' ent- 'zieht." Herrn.Schmidt, der bekanntlich langjähriger Btt» treter der' GermauiL im Fußballverband war, ist es also gelungert, die Suspeudierrurg eines der besten Spieler der Hakoah' vor der: entscheidenden Spielerl gegen Sturm und Germania zu erwirken. LLnderwettkmnpf Finnland—DentMand. Im Anschluß an die Olympischen Spiele wird eine finnländische'Länder* mannschaft zu. Weltkämpfen auf den verschiedensten Sport» gebieten nach Deutschland koulmen. Die finnlündische Mann»' schaft wird umfassen 23 Leichtathleten, >18 Rmgtt, 6 Schwimmer und 1 Fußballelf. Als Termin wurde der 25. unb 26. August festgesetzt. Die W»ttkämpfe kommen in Berlin zur Austragung, und zwar am ersten Tage die leichtathlettschen Veranstaltungen im Stadion Berlin-Grunetvald, am zweiten Tage der 'Fußballwettkampf auf ement noch zn bestimmenden Platze "Groß-Berlins.. In der Leichtathletik werden die Weltrekorbev Myrrha, Kohlenmainen und' im Diskus der riesige Daipale starten. Eine schwedische Mannschaft in der Tsck7cho - SlvwE Kainralcnia Malrnö wird in den nächsten, Wochen' in der Tscheckv-Slotvakei mehrere Wettspiele austragen, unter anderen der Sparte und der Slavia, ferner in Pilsen, sowie dem für Antwerpen anfgestellten tschechischen Team entgegentreten. Der.Fnhväll-LäNdtttMtkampf Schwelz^Deutschland ges'ch-rt. Der>Fußüall-LänberWdttramps Schweiz-Deutschland komint trotz.'aller Quertreibereien^ der welschen Vereine doch am 2i7ü. Quni in Zürich zur Austragung. Das Komitee dev Ostschtveiz stellte ■ fest, daß einzelne -Verbandsgruppen, wie siK die westschweizerischen Vereine darstellen, Nicht das .Recht haben, dis Abmachungen-der-ostschweizerischen Vereine mit^derft Deutschen'Fußballbund -abzuändern. Der Schweizer. Verband hat sich .seinerzeit gegemiber.-Frankreich.' nur verpflichtet, das erste Länderwettspiel gegen Frankreich abzuhalten. Dieses Der», sprechen ist-eingelöst.worden und, dev Schweizer Verband damit selner Pflicht' Frankreich, gegenüber entledigt. Die erste Niederlage Schweizer Fußballer in Schweift«. Die Sckrveizer LänSermännschaft wurde in ihrem' dritten und' letzten Spiel in Schweden, -nachdem sie gegen die - Nationalmannschaft .von Schweden und hie Städtemannschaft von Stockholm gewonnen hatte, in Norköpping von Mcktelschweden mit 3: 0 geschlagen. Ein' FußbalbLändcrkampf Schmiden—Norwegen kam fn£ Christiania zur Austragung und wurde von Norwegen mit 5; 3 gewonnen. Die. Einführung des VerufsspielertumS wurde auf bet Tagung des Deutschen Fußballbundes, die Sonntag in Frank« ftrrt a. M. stattfänd,- einstimmig abgelehnt (bei' Stimmeireuthaltung Berlins) und den Verbänden aufgetragen, gegen! das.verkappte. Berufssvielertum mit aller Schärfe vorzugehett. Den amerikanischen" MäräthonlaNf über die. klassische Strecke von 40,225 Kilometer gewann ift New-Yvrk der Finne H. Köhlcnmainen in der Zeit von.'2 Stünden .47. MnuM 49,4 Seümden. , - - Gerichtssaal. ch Die veefälfchten Tausender. -Wie erinnerlich, wurde in der Zeit,, als diegrotztti Fälschungen des österreichischer: Steuchels auf den Tausendkronennoten entdeckt, wurden, bei den -von der Polizei vorgenonrmenen Perlustrjerünaen unter anderen auch eine Fülschergruppe / verhaftet,' die sich vorwiegend mit der Herstellung tschechö-slowakischer gefälschter Stempel befaßt har. ,°° Das Haupt der-Fälscherbande, die sich gestern vor. dem Schwurgericht unter Vorsitz des Landesgerichtsrates Doktop H e l l m e r zu verantworten hatte, falsche Stempel in maffen«>. Hafter Weise auf österreichische Kronennoten gesetzt und die Ankäufer solcher Noten um den Betrag von 400.000 Krone« geschädigt zu haben, ist der aus der Bukowina nach Wien zugereiste -36jährige Bankier David Pauker, der sich die.Mlthilfe der Mitangeklagten, des 20jährigen Lithographen Walter tz a u f l e c, dessen' Bruders Alfred Häufler, 26 Jahre alt, und des 20jährigen -Zeichners Guido Skala, bei seinen verbrecherischen Manipulationen zu sichern wußte. Alle die Genannten sind wegen Verbrechens des BeirugeA angeklagt. Aus' der Anklageschrift geht hervor, daß Pauker im Hotel ..Oesterreichischer Hof" die Bekanntschaft des Lithographen Walter Häufler gemacht hat, den er zunächst für seine Idee der Fälschungen gewann. Späterhin schloffen sich dem Plane, auch. Alfred Häufler und Guido Skala an. * Da die Versuche, den Stempel auf lithograpyischeuk Wege herzustellen, mißglückten,. verschaffte sich Pauker e«te Tiegeldruckpresse, auf der die zum Aufdruck auf die österreichischen Noten bestimmten falschen tschecho-slowakische« Abzüge hergestellt wurden. Als Vermittler bei der Jnverkehrsetzung der, mit dem! falschen- Stempel versehenen Falsifikate figurierten der Bulgare M ü i s s a z i s s u und ein gewiffer Feli);' W a s s Sr-, mann. Der Kaufmann Karl Langer, der eine große Monge falsch gestempelter Noten erworben Hütte, gab sie in- Depot der Geschäftsstelle der Böhmischen Anlönbank in Linz, Dort wurden dw Fälschungen eütdeckt. .. .. Außer den gestrigen Angeklagten werden sich mehrere Personen, darunter Moissazissu und Wasser matt"«, in. einer abgesonderten Verhandlung zu verantworten haben. Die Geschwornen erkannten den Angeklagten David P a-u k e r in vollem Umfange der Anklage mit zwölf Stimcken schuldig und verneinten bei den Angeklagten Guido Skala, Walter und Alfred Hauffs er einstimmig die Schuldfragem, Auf Grund -dwses Wahrspruches wurden Guido Skala, Walter und Alfred Häufler freigesprochen 'und David Pauker zu zwe^ Jahren schweren Kerkers verurteilt.. NamenS der Freigesprochenen dankten deren Verteidiger Dr. Alfred K r a m e r und Dr. Hans F u ch S den Geschwornen für ihren Wahrspruch. Die Brüder Alfred und.

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