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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-20 · Heft 506 (20.6.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 506 (20.6.1920)
Date
1920-06-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 506 Wien, Sonntag tödiscl» Koltüswähler des k. und 7. Bezirkes! DlAI'KR'ftsftM ^en 22. Juni. 1920, halb 8 Uhr abends, LiIlSnBI Vidy findet iöT Festsaale ,des Verbandsheims, VI., Königseggasse 10, eine Massenversamm I u n g statt Steferenten: Aftltta Müller* Gemeindest Dir. PlasehkSi, Ortschulrat Dr« Deslder Frledmann« tso äffic helft eil unbedingte Pflichtl vküller, ÜJemeinöcwt Dr. Plus ch k e s, Dr. N eb e n- }«K 8 t o n i sti sch e BezirkSs 11 tion XVI. tt n b XVII.. Heute, 10 Uhr vormittag-, im Lokale \t & Makkabi XVI, XVlI.,-Rö tz ergasfe 11, Beriammlung aller Vertrauensmänner deA LVl. und XVII. B e z i r k e S. Heute, 10 Ah» vormittags findet i« Lokale II, Ktockengafie 30, eine Besprechung sämtlicher ArbetS- «oilttge» statt. Es sprechen Gemeinderat Dr. PlaschkeS end tz. Abele» über: „Die Pflicht znr Arbeit". Augeudttche! Erscheint alle! 8 i o n i st i s ch e S e k. t i o n W i e d e n - M a r g a. r e t e n. M o «t a g d e n 81. d. M.. findet, im. T e t raff e n- V., Margaretenplatz, präzise Vi8 Uhr abends, eine» bringend e Äusschußfitzüng statt. Gesinnungsgenossen, ivelche i$ an der Wahlarbeit beteiligen wollen, werden ersucht^ sich daieidst einznfinden! ' ' ' Errichtung eines jüdischen Religionsleyrerseminars i« Wien. Von welchem Gesichtspunkte aus. man auch immer' an juhische .Kulturfragen herantritt,, wird ma^ der «Erziehung zum Huden den ihr gukommenden ersten Platz nicht streitig machen. Gewiß ist die idealste Forck einer, jüdischen-Erziehung H*' mit den allerfrüheften psy^ischen 'VMugeu einsetzende Änfühvung in das jüdische Lebe^n im 'Elternhause. Diesem seiner noch unbewußten, sel^tde'rständfichen jüdischen Leiben soll bann, wenn, das Kind daS' schulpflichtige Alter erreicht hat, der Unterricht hie Inhalte jüdischer Bewußtheit zuführen. Allein, wie? die. Dinge heute insbesondere in der großstädttschen Judenheit Westeuropas. liegen, hat dieser Unterricht auch die erzieherische Aufgabe desoft völlig entjudeten Hauses mitzuübernehmen.und- -soweit dies..überhaupt -mSAKch ist, das jüdische HaUs zu ersetzen. Dariyni ist es Sache vöS jüdischen ErziehungSplanes, bon jener Gelegenheit, unserer fügend daS Judentum in allen seinen Belangen zuzuführen, wie . sie in!>em obligatorischen NeligionSünterricht. gegeben' A den besten und ausgiebigsten Gebrauch! zu machen,;. . V - , Kpr MenAchS'- .Ädeligionsünte^ncht '.hat.' sich', bfsher ihr großen und ganzen dieserseiner Aufgabe nur mangelhaft oder gar nicht gewachsen gezeigt. Das-ist nachgerade zu einem Gemeinplätze geworden mtd .enthebt' uns der Verpflichtung, die Mängel dieses UnterrichtSbetriebeS im efü- 'zÄnen zu schildern.- Es fehlte eben gst der ErHhstng/ Mm jüdischen Erzieher. Nicht als obes keine tüchügen und erfolgreichen Religiortslchrer gäbe. Wer wo wir.heute solche zuweilen antreffen, ist es däs ureigene Verdienst dieser von JdelalismuZ und Selbstverleugnung erfüllten ' ll>!änner, .keineswegs die natiirliche, Folge der getroffenen Vors oV g e d u'rH l'en s'D t e l hen, Me're n A ufig'a che d l sjüdische Erzie h ung ist^Utid ivo es' anders^ist, da ist' es. unbillig, die Methode, die hier bereits allzulange offiziell Mbt wurde, beizübehalten und die ist din wecukteifilng^ würdiges System eintzespannteN Lehrer ob ihrer Mtzerfolge als PkÜgelknaben zu bchändeln. DÄs wäre dann nür Ärechtitzt, wenn' die Auftraggeber, um in der Sprache-d^r /Bibel zü' reden,, den Weinberg entsteint und' bebaut, gehegt uüd g'chflegt hätten und er ihneN' trotz alldvm statt' bei:? erhüfften Träuben nur Herlinge gezeitigt hätt^' Woher Mr1»ickVer^chtignng' zur sittlichen Entrüstung, wenn gar nicht' ange- ' bÄut und kein Finger gerührt wurde? v ''-r Woran es bisher hauptsächlich gefehlt hat, ist zweierlei. Einmal ei.ie Lehranstaltzur Heranbildung -jüdischer RöligionSlehrer und ferner eine wirtf-ch'afGliche und soziale' Stellung, die eS dsnt RDgionSlehter drmögi« licht, der gemeinen Gorge um di^ Lebenshaltung üVerhoben, W seinem Berufe mit ganzer Seele zu widmen. - . ' ' Vor anderthalb Jahrzehnten hat allerdings eine Bildungsanstalt für jüdische Religiönslehrev hier in'Wien besNiden; eine Anstalt, die' nicht mehr als einen Einzigen Kursus erlebt hat, Nach dessen Beendigung sie eingetän^ wurde zU deü GemeindeväterN. Seither begnügte fich/die Mständitze Ämtsstelle, den Bedarf an NoligionSlehretn ein solcher - wich schon rein physisch empfurrden, da man zur Nngsstörten .Äufrechterhaltung des öffentlichen Schulbetriebes Lehrpersonen in die gesetzlich geforderten ReligtonSstUnöen entsenden mutz durch einen Approbationsapparat zü 'decken. ÄS wurden einfach Reflektanten, die sich zufällig fanden und die' selber gusehen mochten, woher sie das nötige Wissen nahmen sollten, einer Prüfung unterzogen. Nicht selten ergab eS sich, daß die Prüfungskommiffion die bisher wenigstens unLrwiesene Unfähigkeit eines Bewerbers zum NeligionSlehramte nach allen Regeln der Kunst konstatieren koüstte und mutzte, Nichtsdestoweniger aber unter dem Drucke des dringenden Bedarfes Approbationen zu verleihen sich gezwungen sah. Das erklärt svr Genüge alle dem, Religionsunterrichte in Wien nachgesagtoil wahren Schäden und. vielleicht auch manchen gehässig und. übertrieben geschilderten Vürwucf. Perwundern mögen sich über solche Mtzetsvlge nur solche, die die Meister vom Himmel fallen lassen und die. da wähnen, pnm könne .etwas Wen, WaZ MM zu lernen 'nie reM Svieiter Mdrsedzeihttrs Gelegenheit hatte. Und hier handelt.eS sich um eine Dis- > ziplin, die.sich nur als Synthese aus'Wissen und Wollen» aus- Kennen und Können ergeben kann.. Nun soll erfreulicherweise auch auf diesem Gebiete Wandel geschaffen werden. Der Wiener Oberrabbiner Doktor Chajes hat in der Erkenntnis, datz zum Zwecke der Anbahnung einer jMschen Erziehung in Men mit der ratio- : nellen Ausbildung von Religionslehrern, wie wir sie brauchen, ‘ der Hebel anzusetzen sei, diesem Gegenstände seine Sorge zugewendet. Und es ist ihm-gelungen, die heute gewiß nicht geringfügigen Bedingungen für das I n s l e b e n t r e t e n eines jüdischen ReligionSlehrerfeminars zu -beschaffen. Er hat eine Enquete von Vertretern der jüdischen Wissenschaft und praktischen Schulmännern aller Kategorien zur Beratung über die Aufgaben einer Religionslehrer--- bildungSanstalt einberufen,, das einem engeren .Komitee die Besorgung der Gründungsarbeiten itbertrug. Ms wesentliche Förderung der Angelegenheit verdient dankbar vermerkt zu werden, datz der Rektor der JsraÄ.-theolsgischen Lehranstalt .Prof. Dr. A. Schwarz der neuzugründenden Anstalt Räumlichkeiten seiner Lehranstalt in der TeMpelgasse bereitwilligst zur Verfügung gestellt hat. So läßt der Zusammenschlutz gleichgesinnter Männer,, dse Sachkenntnis und Liebe zum jüdischen Volke und seiner Jugend in " sich harmonisch vereinen, das jMsche Religionslehrerseminat erstehen. Mit dieser Tatsache ist'eigentlich schon das Programm gegeben. Es soll eine Stätte - zur Heranbildung von junger Männern werden, die die Eignung erlangen sollen, die Wiener jüdische Jugend zu jungen Juden zu erziehen. Mit der Darbietung gediegener Kenntnisse vom. Judentum und der Geschichte des jüdischen Volkes soll eine allmählich auszugestaltende Hebrmsierung den Zöglingen die Basis ihres künftigen' Ergjeherbsrufss ahgeben. Die besten und erprobtesten Vertreter der judaisttschen Disziplinen werden den Kandidaten die Quellendes Judentums.erschließen, aus. welchen sie dereinst schöpfen sollen, viN der jüdischen-Jugend das zu bieten, dessen sie bedarf, um M Vollj>uden zu werden im umfassendsten Sinne des Wortes. Allein auch der allgemeinwissenschaftlichen Ausbildung soll ein ausreichender Raum gewährt sein, zunächst um der Sache selber willen, welcher diese künfttgött Lehrer dienen sollen, nicht Mletzt aber' auch, um dem Vorwürfe der Minderwertigkeit des Mischen ReltgionslehrerS hinsichtlich seiner AllgemeiMVmng den Boden zu entziehen. Wenn die Zöglinge von der Möglichkeit, die ihnen immerhin durch diese Ausbildung erschlossen werden soll, nämlich die Befähigung auch zum Völksschullehramt zu erlangen, Gebrauch Machen, dann könnte durch die neue Lehranstalt! auch einer der sehnlichsten Wünsche. des jüdischen Volkes erfüllt werden. Dann könnten wir in absehbarer Zeit rvieder jüdische.Lshrev. chabeM^ie auch, autzerhÄtz der ReligionSstunde unsere Jugend jüdisch.gir erhalten geeignet sind. Um dem bereits jetzt sehr fühlbaren Mangel an Lehrkräften baldigst abzuhelfen, ist neben dem' ordnungsgemäßen vierjährigen Lehrgang auch ein zweijähriger Lehrkurs vorgesehen, für welchen die Beibringung eines Maturitätszeugnisses gefordert wich. Den Kandidaten dieses Kurses'wird späterhin dis Erlangung der Befähigung Mm Religionslehramte an Mittelschulen unter den entsprechenden Bedingungen ermöglicht werden. Die Seminargründung will für eine Zweckmäßige Ausbildung von jüdischM Religionslehrern sorgen. Werden - sich aberauch- Jünglinge .oder Kandidatinnen finden, die sich diesem hehren Berufe zuwenden wollen? Wird die Behand-- lung, welche, der Neligionslehverstand in' wirtschaftlicher und sozialer Bezishung. erfahren hat, nicht abschreckend Wohl wäre dieS bisher zu befürchtest gewesen. Denn die gemeine Not, welcher!der. jüdische ReligtonSlehrer pveisgegeben war, war wirklich geeignet/ auchden höchsten Idealismus zu ersticken. Glücklicherweise aber findet der Zeitpunkt der Errichtung der neuen- Lehvanstafi -eine neue, 'wesentlich verbessere SituatiMl 'vor. Dank der Erfolge, die auch dieser Stand in seinem Existenzkämpfe aufzuweisen hat, ist die wirtschafti liche Lage des Religionslehrers eine'gegen früher unvergleichlich günstigere geworden. Der' Religionslehrer der Zukunft witd lebön kömren. Die soziale Positt'onaber mutz er sich nach Entkräftung etwaiger noch bestchenber Vorurteile gegen seinen Stand durch sein Wirken erobern.- Der echte und rechte Mische Lehrer wich gewürdigt und gewertet werden. DaS Mische Volk wich es verstehen, den Männern, die seine Kinder zu Juden erziehen, den Rang anzuweisün, der ihnen zukomini. Das anzu-- nehmün, fordert der .Glaube an unser Volk. Dr. R. ü Mit Beginn deS GchuljahttS 1SS0/2L wird das Jüdische R e l i g i o n S l e h r e r s e m i a a r in Wie» mit je einem Jahrgänge eines vierjährigen und eines zweijährigen LehrkurseS eröffnet. Ausnahmswerber (beiderlei Geschlechtes) für den ersten Jahrgang drS vierjährigen Kurses müssen das rv. Lebensjahr zurückgelegt und eine Untermittelschule oder die vierte Bürger« schulklaffe mit gutem Erfolg absolviert haben. Für^ie Aufnahme in den ersten Jahrgang deS zweijährigen LehrkurseS wird die Beibringung eines Zeugnisses der Steife zum Besuch einer Universität gefordert. Dem Ansuchen um Aufnahme ist berzulegen: 1. Der Geburtsschein, 2. dar zuletzt erworbene Schulzeugnis und 3. ein don einem Amtsärzte ausgestelltes Gesundheitszeugnis. Eine AufnahmSprüfung findet nicht statt. Gesuche um Aufnahme find an den Semmarleiter Professor Dr.M. Nosenfeld, XX., Br i g i tt eu a u c rlä n d e 46, zu adressieren. Bezüglich etwaiger in Aussicht genommener Stipendien ustd der aus der Absolvierung des Jüdischen ReligionSlehrers eminars sich ergebendeuAnstellungsmöglichkeiteu erteilt dieSeminarlckuug Anskunft. 20. Juni 1620 * riuMHUn ZJGAREITESPAPJERE Z IGASmEJäHÜLSEH STe üDei*fpeTTea EÄbÄ! öfj! böc^sten de? Waucbassm Die Aufnahme erfolgt Sonntag, de» 11. und 18. Juli 1920,1 10 bis 12 Uhr vormittags, und Mittwoch den 15. September 1920,] 10 bis 12 Uhr vormittags, in der Seminarkanzlei, H,, Tempel-! gasse 3. . ,.. r Für das Kuratorium des Jüdischen Rrligionslehrerderemes in Wien: . - * Oberrabiner Dr. H. P. Chajes. Ehaluzimfursorge. > Wir er.halten vom Fürsorgrkomit'c«!- '■ - jüdische Emigranten den nachstehenden Aufruss ' für die^ Chaluzim, der hofsentlich^tn devbreitem . jüdischen Oeffentlichkeit tatkräftigen Widerhall - > . finden wird. Unsers^ Administration > ist^ gevns bereit, Sp lenden', -filr die Oh'Mzimfilrforgvt eritgegenzunehmen- - '." ’ Der Beschluß ' bon San Renm 'öffnek.. Anserery!' Volke bis Pforten. ...Mn $xtf . Israel.Die polittscherp Voraussetzungen sind. gegeben, daß unser Volk — nach ztveitausendjähriger Zerstreuung — sich' endlich' ein neues. Heim, kint nationale H^imstäthe baut. An uns, dem' ' 'jüdischen Volke, hegt es, , die Arbeit in. Erez Israel! sofort aufzunehmen.' und uns^burch Opfer und Mühe jeysr Entscheidung würdig zu zeigen, welche die Ge< schichte gefällt hat. Unser Land' ruft nachs den Pionieren der Arbeit und.'alle Jnddnnnüssen sich'jetzt zusämMw». schließen, Um im Augenblick, da die.Einwanderung naU Palästina freigegeben sein wird, .sie so. ZN' gestalten/ daß sie unserem Land-, ünd. Volk^..Ehre,. Siegen uM Erlösung bringt. - i: Ynd wer eher als die. jüdische Jugerw', .als' .unseres Pioniers, die. arbeitsfrohen Chaluzim, ist dazu berufen^ auszuziehen, und/geleitet von hoher Begeisterung, ihr^ Kraft dem Wiederaufbau des^ Vaterlandes zu weihenk Für-hiesen großen Moment müssen .die Jstö-m - derj ganzen Welt sich rüsten ustd alle nötigen Mittel bereits stellen. Voran aber.^ fällt der Iudenschaft Wren die! ehrenvolle Aufgabe' zu, die Ein w a n d e r u n g m a cp Palästinatat kr ästig st zu unterstütz e n, denw der Auswandererstrvm aus den Ländern Osteuropas!, wird zweifellos unaufhaltsam über' Wien gehen, als' dem wichtigsten Judenzentrum ans dem Wege M dem einzig freien Hafen Triest. v; i' ■: Unsere Chaluzim, mit Not der Holle d'er^ Po gromländer e ntronnen, . sollen während der ^aast Tage, ihres unausweichlichen Aufenthaltes in Wien hie« jede moralische und ' m aterielle MterstützuNK finden, auf die sie ein b^üubeM'-Anrech't-ihflben^ An«' ihre mitgebrachten NeisMnds zu schonen, müssen wir den Chaluzim unentgfettlich'e Unterkuuf t nuN Verpflegung bieten, müssen wir sie mit- Kleidern,! Schuhen und Arbeitswerkzeng lausrüsten, wenn nötigt mit einer Ergänzung ihrer Reisemittel ausstatten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, hat sich im iAn-^i schlusse an das Palästina-Amt, Wien, ein F ü r s o r-g tzc kv mitee für Mische Emigranten gebildet. Es trim an die breite jüdische Oeffentlichkeit mit der bringlicheU Am f fo r d e r u n g heran, an diesem nativMlen Werktz mitzuwirken. Wir bitten um Spende n, um - regel-i mäßige B e steuer u n g - (nach" Personenzahl der Vvü! Wien abb«eförderten Chaluzim oder nach Transpyrten- oder nach- Monaten) und nicht zuletzt um die persönliche? Mitarbeit aller Willigen. Gebet nach euren Kräften und darüber hinaus, werbet und sammelt und meldet euH zur Mitarbeit! « - Spenden sind zu richten tot die „All geme in^ Depositenbank", Wien, Filiale 2. Bezirk/ Da b o r str a ß e 10, mit dem ausdrücklichen Vermerkt Palästina-Amt, F ü r,s o r g e k o m i t e e". Z iu* sch ris ten und Parteien der kehr bis auf -wev teres. 2. Bezirk, PMterstraße 0, Tür &■ , „Tunlichst human^. Die „R e i ch S p o ftE entbält gestern ein Gedicht mit btti( folgenden Kehrreim: / r JÜdlem, JMein, tu dich um! ES geht ein Ton im Land herum, Dein Sttindlein wird bald schlagen. ' Dann geht'S dir an den Lkragen, JüdleiNt' Jüdlein, Jüd! -Das Organ der christliche« Liebe fügt augenverdrehind folgenden Kommentar hinzu: »Es ist wohl überflüssig, zu bemerken, daß der Verfasset des artigen LtedlemS, Träger eines der geachtetsten Nantes Deutschlands, die Ankündigung deS Kehrreims m e h j symbolisch und tunlichst human verstand«! wissen will und keineswegs beabsichtige, etwa mit dem jvdijcheil Ritnalmordboykott gegen Ungarns und Wiens ChristeuvoL oder mit de« blutrünstigen Drohungen deS jüdischen »Zeü schmettererS", Mederschlagers" und ^Vernichters" Dr. Frä oder mit der erwiesenen Mordsucht anderer jüdischer Zeit! genos' " Konkurrenz zu treten." J,i orr Tat: Es ist überflüssig, zu bemerken.

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