Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 504 (18.6.1920)
- Date
- 1920-06-18
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Z) MieWp MyrgWzsttmrF ä8. Juni 1920 ,HL 6A' i Bereinsnachrichte«. D ü s o > \ f §? o m 11 c c d r r gali nichen Advo» e-^.l eu u u - A o v o t a r u r ä k a n d d a! e n ladt hie frSöffe^nt in der S2:rutaa den 20. d. Vk. um 7,4 Uhr uach^ Mag-) im Verein Rordasi, II, Taborstraße 2'1 *, styttfind enden Smifltnbi« Besprechung ein. Die diesbezügliche Verlautbarung U ,«folge eines technischen Versehens in der Nummer 502 drr Mr-rtzknzcitunü^ erschienen. Die ErnähruKg. , Ter Marktbericht. \ Fleisch schwer v?rba»flich. — Bessere Otzftzufühxe».; Die Nachfrage hat imt Rücksicht darauf, daß wir unS in der zweiten Hälfte des Monats befinden, auf allen Marktgebieten brdrvicnd nachgelassen. In der G r o ß m g r k t h a l! e halte das große Flcischangcbyt zur Folge, daß d i e P r e i s e n a ch- C (i i t n. Markenfreies ungarisches Rindfleisch stellte sich auf E 120 bis 140 für das Kilogramm. Sehr schwer persäuflich ist such das KWrisch, das noch immer unverhältnismäßig teuer ist. Auch Kalbfleisch war an vielen Stellen angeboten, der Preis be» tragt £ 120 bis 140 für das Kilogramm. Angesichts der unerschwinglichen Fleischprnse macht es sich sehr unangenehm fühlbar, daß die Zufuhren von frischen Seesischen wieder nachgelassen haben: (Lesteru stand nur eine kleine Sendung irischer Schellfische M Peisichrma. An Flußfischen gab cs nur lebende Scheidnr, das Kilogramm zu il 100. . i Aut dem G e m ü s eu n d O b st m a r k t macht sich die Freig:be des Obst- und Gemiisceinkunsts in Westungarn bereits isihtbar. Die ObsizlNuhrcn aus Äestungant fielen.gestern weil reichlicher aus. Borlänfig sind d-e aus Ungarn rlngklangtey Obsiser.Lungen durchschnittlich um 20 biZ.LO Heiler für. das Kilogramru bKuaa als Li: l:i*r durch Ke Vrrteilimssstetle awge, brachten Obstsorten. Doch ist zu erwarten, daß gleichzeitig-mit der reiflicheren Beschickung tzet voch eine weitere Ermäßigung Marfies mit ungnisichcm Obst Leo Preise eintretcn wird., .Di« Händler hoben vereinbart, sich gegenseitig zu kontrollieren, nm ein (»nnötiocs llvl ivitcUit der Preise völlig enszpschlicßeu.' BÄhM UKÄ KmM. ' Svünde des Wiener Jüdischen Müsertmtz fiiv das jüdische. RatiopakmuseW? in ^exvsalem, t Las Kuratorium' des Iüdifchrrr Museumsin dessen Mitte iilnnft über Einladung der ziirgeit in ' Wien tyeuendü Professor Voriö Schatz einen von dem Kttstos Dr. B r o n n e r verdolmetschten hebräischen Vortrag über die Ziele und Nlchttmien des Jerusalemer National, mnseums hielt, hat den - bör'jA'ifieliswerten Entschluß gefaßt, in enge Befiehnugeu zu dem in Jerusalem in Entstehung begriffenen Rationalmnsetun zu treten. Dabei ist nicht nur an eine tieberlveisnug der vorhandenen und fortlaufend hin.zukomntenden Dubletten an Gammel, objekten gedacht, wofür die weiter angeführte Spende der Anfang dieser A'tüon ist, sondern,es soll nach einem noch iestniiegeudeu Plaue eine enge Jnteressenverhindung bergenellt iverK'n. D.eist umso erfreulicher, als daö Wiener 7;irdische Muümrn. das größte unter den k-ersclneoeuen Drasvow.lnuü'en. tmmn.gebond werden könnte in der einzig, richtigen Erlenntuicder notwendigen 'Znjamn-eivubcht aller jüdischen Mji'eeu und Sammlungen im 5to;nalt mit dem als ztenirnnr gedachten Indischen Mtiorwimmenui in Jeruialen!.! - Die diesnw.lige DubkeLtemvends des Wiener Jüdischen Muienius, nie weiche Professor Boris-Schatz hereits einige ÄnvLouschsrüslc zur LorffiglMZ stellte, enthält so!« stende Obfeltc:! C b a n m f a . 2 rt m v e au» Bronze, itafienlsche Arbeit, i5. Jahrhundert. — Cannuta - L a;u p e aus MMugguß, Lohminb-niährtsche Arbeit. 18, Jahrhundert, mit den figUvÄeN Darstellungen von Moses und Aron als Seitenwändest. .kh a u n t a - 2 a in p e, vöhnnsch-mähikische Arbeit au4 dem tL.Jalirhinrdert mir besonders schon ornümentierter Rückwand.?-- LH a n u k o - 2 a m p s aus Bronze, IS, Jahrhundert, Wmisch- NähysÄe Arbeit, imt dem Prosil-VrirsjLild Josefs deHKtyßjtsN in der Rückwand. 6 Medaillen aus Silber und Bxonizß von Lr. Adolf Ji'chhof (J. L. Pawli! sen.'j, Dr. Ludwig Aug. Frankl iC. Robnihkch', Dr. Adylf HgfsmaNN i(A. Löwcnthall, Js. Noah M a n n h c i m e r, Adolf tr. Sonnenthal iTelctzi, Joses R. v. Wertheim er (C. Nadniytu), die Stanze der Medaille für Tr. Adolf Lellincl. _ Rene Wiener Bühne. ((Äastspirl Alcrander Mors s r.) ,. Drr. Baron in Mttnrrs noch lcmgr nicht genug grwiirdrgtem Do» Juan-Drama »Unterwegs" gehört nicht zn Moisfrs überragenden Leistungen. Dieser junge Mensch mit der koketten Frisur und dem Samtrock sieht einem studierenden Künstler ans idem Montmarirevienel weit ähnlicher als dem Don Juan, wie ihn Rittnrr meint. (Herr Waldcn fcheint nns diese Gestalt weit eindringlicher verlorvert zu haben.) Mersterlich wird Moissi erst rm dritten Akt bei der Auseinandersetzung mit dem von ihm jipeberr gehörnten Freund und Selrerär. Von den Mitwirkenden Werraschte Karl M r k s ch in der zrveiten Hälfte deS Abends durch die sehr geglückte Charakterzeichnung des Sekretärs, Gerraschte umsomehr, als er vorher arg danebengegrisien hatte Dich die Damen L v o v s k y, E i S und insbesondere Pauli Zvwie Herr L e j s e » wirkten verdienstlich. O. A. DiE polnischen NaLiorraldemokeraLer: sichern den Bestand eines jüdischen Theaters. Der .Tag" in Wilna schreibt: Seit zwei Monaten führen WÄÜbMdt« DM0,kratrv-eme KoMagüküM.du jüdische Thea terg^sell.schalt in Wi.lri a und wollen sie ans dem städtischen Theätev mit asten Mitteln herr.usbringcn. (Be* .merkenswert ist, b.ifi unter diesen Kämpfern gegen das Theater sich einige jiidischeDAi' imilantenbefinden.) In der etzten Sitzung der wirtschaftlichen Kommission des Stadtraies von Wilna kam nun die Frage zur AustragMg. ES gab einen harten Kamps zwischen dem Obmann der polnische» Demokraten, G. N a g r o d z 11 und dem Porstehev her Jüdischen Theattrgesellschaft Dr. Wigodski. Dr. Wigodskl jordertk, daß die Jüdische Meatergesellschaft das - Stadttheater dreimal w ö ch e n t l i ch benützen dürfe. Sein Antrag wurde mit Hilfe der u a t i o n a l d e m o k r a t i s ch e » Mitglieder der KvM Mission, tvelche dallir stimniten, angenommen. Es gibt also Polen welche für kistturelle Bedürfnisse der Juden mehr Verständnis habm. als jschische Assimilanten. Bus den TheErr^ Im V u r g t h e rt t e v gelangt morgen. Samstag ..D ih I n n g f r a n v o n O r l e a n Z" zur Aufführung. Anfang ‘/aß Uhr abends. <; Im S ch ö n b r u si n e r S ch l o ß t ü e a t e r geht morgen, Samstag, a S K o n z e r i* in Szene. Anfang 6 Uhr abends. Im O v er n t h ea t er gaMt morgen. Samstag. M Walter Stolzing in den eistersingrrn von N ü r n b e r g" Herr Richard Schubert vom Hamburger Opcrnhguse. Anfang '/*& Uhr abends. Im Deutschs n B s l k s t h e a ter findet morgen. Samstag, dis «st? Anstiihmng des nrniMMiertenv.F a n st^ (Erster Teil) stakt. Änfsug b Uhr nachmittags. Ju den Kam m m e r s p i e l e n deS Deutschen BoM theateis ist Wcdrkrnds „S ch l o ß W 111 er ft,ei n" ssty Sonntag den 20,. VsÖ Uhr abends, für Montag den 21.*, Mittwoch dni W., Donnerstag den 21. und Freitag den 25. d. M. -.Mgefevt. , Me diese Byrsttzstungen beginnen um V-7 Uhr atzend-.. Alexander Moissi verlängert sein Gastspiel an detz Neuen- Wiener Male „Jede r m a n n", von HofmännSthal. ' .. Ernst Kuuiyald in 2yie«. Der üerühirrte Dü'iW der C'neirmatirr Maisestkprele, Dr.^ Einst j? u n to a f_b, ein gebürtiger Wtener, weilt anläßlich des Musüfcstes in Wien. Doktor K n rr w a l d wurde ngch der. amerikanischen KrügssMrnng Holland, um H\t Stzmphorl'ekoyjexte zu dingkercn Hoch- und MitLelschülsr-Meistenschaften iw Schwimmen. Sonntag, de« 20: Juni kommen die. Hochunk Mlttr1schüler-Stltwjm!n-MLjstx'Ma.sicn vy.n OrAeMch zux Aus^ trayung:' Die Lrttuna der Veranstaltung, di« em sehr gnteL Nennnngsergtbms erfahren hat. liegt in den Händen mehrere^ Herren der Oesterreichischen Lehrersportveleiriigung. Dle Bm! anstattung kommt in der Millräh-schwimufichnb: zur AuskugNW Sämtliche Wettbewerbe i nd^n ohne Vorläuie stall-, dadaKBasfirt der Militärschwimmschule der Breite nach,, brnsttzt, Wch, und fu gleichzeitigen Start von 40 KMlurr.rut.en eryiäglichtz FolgeM Anstalten genaMHimu HandMademle,, Aue 'WreM HandelSaMeune, 1 Hwäts5Mals.chul^ H %»«| drtz Maat-real« schulen fec3*IlE, V. üüd Xk. HGrkes, die Realschule heLNl. Be»? zirkeSj. das S.taatsrealgtiyinafium Ik BeM bk GtaaMWnaKy des N. uyld XXUi$mÜk: dasitchd«MMMMMntzP-R'ml« und Oberghmnasium in KlostMMhMI. das TMtyloMche G.r-> wei.bemuseum.dwStaatsg^Verbcschgle, hie TechnMe Hgchs.chtjlleM» dij< llmgersitK. ' , Hakoah-Schüler —Armanis IIE 2:1 (2:0). Die taktisch und technisch gutspielende Hakoah-iMannschast konuts ihvsy körperlich wert überktgenm Gegnersicher bezwrngem. Wihrend ch den ersten 15 Minuten das Spiel einen ofienon Charakter hatw, konnten inder- Folge di« Hakyahner sichmeistens in, dex qmm Wen Sptelbälste aufhalterz- Die ersten Anrisse AMayM weidsn vom Backpagr Gonlreh-Gottfried Md v.on dem sehx gut Mclenden Centrebalf Frisch abgewehrt. In der 4. Minute errmgt der Mittelstürmer Karl die Führung. DaS KamvMd. wechsrbb letzt oll, bis. in dev 38. Minute aus einem Gedränge Mach den zweiten Ttzefier erzielen kann:. Nqch der Panse kommt Tlrmamq ach und -kgmr infolge, eines Wißverstäydnifses der tzgkoah^rnte > Mannschaft ein Goal erzrestn.. Das Spiel wird nt dev 2h,. MlNuie infolge einer Verletzmig des Arm.ania-.Tormott.y.es abgebrochen. Hakoah. die mit fünf Ersatzl'cuten spielte, trat m folgender. Ausstestung an: Schneier: Göttlich, Gott-sried; Napaport l, Frisch/ Parille Rapaport U, Katz, Karl, Pipe, Mach. . 5tl«lbmeisterschaftett, im Arngrn. Der Stzortfinb Hakoab halt morgen nachmsttoG iw TürkcyschampUk dro Klub- Mhischer Sp-vt ia Graz. Haboatz l-^Athtetisi-'ArberLrrsporLstlub 11:1° (i : 0) tWeOärschast). 'Am Sonntag stachen sich Hakyah 'nnh A. A. C. ipr Cndknmpf-um die Meistknschaft der II Klasse gegen-? übep- Da rtwn weg?» der Ebenbürtigkeit dsr btzidorr Gegner-und der Wichtigkeit der beiden Punkts fch-yn im vorhinein an? ein ünßerrft scharfes Spiel nochlM konnte, wqr der Altsgang des Kampfes sehr: nrigewiß. Leider iam H wäbrelld des Treffens zu recht unsportltckten Szenen, so das; das Spiel oft nnterbrochen wen«' den mußte, mn Ruhr ruch Ordnung eintgerntaizeir Wiederhcrz'nstallsn. Biel Schuld trug daran Hie totale Unsühtgltz't des Schi:d?richters« einas Nsvliags,4vslchS« denl Spiele hrrrcha-rs riicht gewachsen war: und durch seine MgelnnkenntuiZ und^ (F'2hl«)iKntfcheidnngen Pitz Gemüter fortwährend i't Erregung brachte. Zu,lMn ist da? mustergültige Verhalten deS' Hakgah-AnhängtzS» Jedensa lö wir.' dies) AngaisgeulM noch ein Nachspiel im Berbands haben. ' Pie Ha.koah-Mannfchaft bot nicht diü Leistung, die man van'ihr erwartet' hatte. Lediglich Adlrr (als MiLtelstürmsr), Bernhard,. Büxger II und Freiberger ll ffin Tore) arbeifeicu mit größtem EW'und War«;« die Stützen der Mannschaft Kohu am rechten Flügel wurde berMts in her ersten Sp^ihälftT verletzt find konnte nicht mehr recht mrttun. Kraus am linken Flügel verdarb durch fern «tgrnirnnig^s Spiel viele Gelegenhcitgn. Düiak versag s Brttelhrin, der sträslichtz AmbitioNMigkeit L°ig(H. Spielverlauf: Hakoah greift an. und bereits in der 4, Minute erringj- U di^r Führung; Weitznev, sendet einen Mmeterstost unhaltbar ein^ Run kommt Ä. A. C. langsam auf; ein gefährlicher Schuß seines Ältittelstjirmers wird von Freiberger II durch Hin-' werfen noch auf der Mrlinie abgewehrt- Die weitere Halbzeit offener Kampf. Spstrrt nach Seitenwechsel gelingt A. A. C. infolge eines Fehlers des Hakoah^. Verteidigers Meßner dev Ausgleich. Längere Zeit bleibt Hakoab belaLcrt nnd hat es nur hem ausgezeichneten' Können ihres Tormannes zu verdanlerr, daß das Tor verschont bleibt. Nun kommt Hakoah wieher mächtig aus. vermag aber trotz ständiger Belagerung <m dom Resultat nichts mehr zu ändern. Di« Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Freiberger II; Meßner, Bürger II; Goldenzweig, Bernhard, Katz; Kohn, Bettelheim, Adler Weitzner, 5kraus. Bor .dem Spiele dev ersten Mannschaften fand jenes der Reserven statt, daZ 2:2 (2:1) endrM. In der zweiten. Spielhälfte hatte Halo ah nur zehn Manu im Felde. Gut waren Pisk, Zwicker (Tor) und Lichtenstein. — Den Spielen wohnten 2000 Zuschauer bei. Der Jiidi'jwe Sportverein Hechawer ,VrU Samskag vor dem B. ,Ä^ Smalermg * Spiele ge-en Vorherkauf im Cass City rmd tu der Buchhandlung 1, Rotenturnrstmße. zu Hatzen-. .' st Generalversammlung des ILdifchrn Ep. * Kl. AH-maLH Zion. Montag den 34. d. M. hielt der Jüdüche Sp. Kl. - Ahawath Zwn leine yrdnüliche Gkueratveriamm^ lung atz. Die hiebei voraenommenen Wahlen ergaben fylWdes Resultat: Zum geschäslMhrrnden Leiter wurde D. ByaMnger gewählt, iem Srellvertreter ist E. Fiscus. Kassier H. Havermam», SÄnftfühter W. Karfiuer. Leichlathlettk. Jnwald. Der neuge-- wählte Vorstand brmgt folgendes zur Kennwis: In Erynntytch WiDigken dos Freilustspwts wird daran grschrrtten, ttne Leichtathletik- und S ch w i m m s e k t r o n At gründen. Die? Sektion umfaßt bereits 60 Mitglieder. Zuscbnften sind an das S e? r e t a r i a t, Wim, H., Kleine Ztt'aMt^t'.'aße W. E ru Ilchsty. - GerLihtssaal. CHy;rma Kadischa mrv Maskir vor dem B«rwaltungsgerichtshofe. Der Beschwerde stattgeaebeu. Mit elnrr beruekkenswerten Veschtvtzrde.hal-tc jiii kurzem der Berwaltinkgsgerichtshof unter Borsitz des SesiqtS^ Präsidenten Dv. Gchilster zu. hefchäftigerr. Wr.Sj.. ttzafi 1918 ist der Kaufmann Samrwl Blüh mit Hiuterlasfuns eines großen Vermögens gestorben. In semevl Ästmtrent har er zahlreiche Legate vermacht, unter anderem auch oi-v C h ew ra Kabis ch a in Ba.gbeszLerczv (Ungarn) mit 10.000 Kronen bedacht mit der Bediygnrlg, daß dieser Verein ^sich! verpflichte, für den Erblasser .und nach, dem Ableben seiner Ehegattin auch für diese am Gedenktag im Tempel zu Pchz?. beszreroze'den Maskir abzuhalten .,und an Leiben Stervetagen das Kadi sch gebet verrichten und daS S'aalen^ licht anMden zu lqssen. Die HebühymbehöM WsttzP. yßistanz hat das Legat zugutlsterr der Ehelvra. Kadischa;Ksk deyl Gebührensatz von 13 Prozent belegt. Die FinanzlandeS^ diyektivn hat den von der Nichte des Berstovveneu, Fraw Irene Heimev. eiugebrachten Rekurs bezüglich des Legats AN1 gMswu der Chewm Kadischa destzalh atzgMestn« Ml eS M Nich t Ukn ein Legat zu Unterrichts^. MphMiMi^ Vdrri HmnarritätSzwecken handle, denen die Gebüyrenbegünstlllun^ allerdings zugestanden worden müßte. Das Gtaaisamd für» Finanzen hat unter Slbweisung des pon her Htzschwerdeführerim ergrifssnen'weiteren Rekurses die Ents^idung dev zweiten Instanz bestätigt. Gegen diese Entscheidtzug hat FraN Heuner die Beschwerde an den Verwgltnngsgen.chtshof etH grissert, worüber eine öffentliche Verhandlung stattgestlybrw hat. Der Börtrete» der Beschwerde Dr. Oskar Heemer,^ der Gatte der Beschwerdeführerin, suchte die Anschauung te*j Finanzbehörden und d§s Gtaatsamtes für Firwnzän. welches! di« untermstanzlichen Entscheidungen be>tätigr«, weil es dereq Rechtsanschauungen teilte, zu widerlegen. Er führte aus) baß die Chewr- Kadischa tatsächlich ein Wohltätigleits- Humanitätsverekn im besten Sinne'des Wortes sei. Der Um->. stand, daß diesem Verein das Legat nur dann äusznsvlgenj sei« wenn es sich zu einer rituellen VarMtMtg W mmsten seines Wohltäters verpflichte, könne doch den Beram seines Chargkiers als humanitären Verein nicht entkloiheml! lind eS komme doch bei der Gebührenbegünstigung nur darau? au, ob es sich unr einen solchen Verein Handke. Der V«r^ wattungsgerichtshos hat in diesem Punkte (hie Beschwerde richtete sich auch noch gegen, andere- Ervaebührm) per Bei schtverde statt ge geben nnd die angefochtenc Entscheidung des Staatsamtes für Finanzen als ungesetzlich ^»6 geh oben. In der Begründung lwißt es wörtlich: .. Doe Gerichtshof mußte die Beschwerde bezüglich dev SlMroi Kadischa als be g rün d e t,erkenne>r. Die angesüchtene Ent» scheidung hat dem Legat zugunsten der Chewra Kadischa.die^ angefochteue Gebührenvegünstigimg le diglich mit der Motivierung versagt, daß, wie sich aus der lehtwilligen Anordnung selbst ergebe, die Tätigkeit des bedachten Vereines nicht auf Wohltätigkerts- oder Hnmanitätszwecke beschränkt sondern auch KnttuS zw ecke tu sich schließe. Nun Hrst der Erblasser das fragliche Legat lediglich an die Bedingung! geknüpst, vezichnngSweisi' dem bedachten Verein anserkegt, baß op für den Erblasser -und dessen Gattin an den ÄedönktaMw das Maskir abhatte und , daß am Sterbetage beider daS^ Kadischgchet verrichtet.und das Seolenlicht angezündat werde.^ Daß die bloße Auflage seiiegiS des Erblassers im gedachtest. Sinne auf den Charakter des Dereilres yh»e> Einfluß ist, bedarf keines Beweises. Allein auch dann,' tvenn er eine solche Anflaga entweder zufolge her Lastame»-. tarischen Anordnung oder sogar satzungs- oder gewohnheitS* gemäß derlei rituelle oder. religiöse Verrichtungen zugunsten seiner Wohltäter prästieren sollte, würde oaS nicht geeignet sein, ihn seines sonstigen, die begünstigte Gebührenbehandlung! üegrlüwe.nden CharaÜerS als eines Lereirres zu wohltätige,/^. ' beziehungsweise lMMlitären Zwecken. (8 ^.8, .K«wMsMg,vM