Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 501 (15.6.1920)
- Date
- 1920-06-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Wien. Dienstags wiener Morgenzeitünes 15. Ilcnr 1920' 'SÄ'5011 k Die Wien in die Mimgemeinde. Wahltag: Sonntag den 27. Juni. Versammlung des Verbandes thoratreüer Inden im Hotel EynLinerital. Zu der vom Verbünde der thoratreuen Juden eiribernfenen Versammlung waren etwa 1300 bis 2000 Zuhörer erschienen und hörten die Abrechnung, welche mit den „Nichtnationalen" von rechts und liirks, den frommen und im« nonmtc» Assimilanten, vorgeuommen. wurde. Rabbiner Friedman n aus Sadagora wies zunächst mit kurzen, markanter: Worten auf das Grundsätzliche dieses Kampfes hin, in der Kultusgeiueinde hätten beantragt, aus der Mikwah ein Volksbad zu machen, während in Wirklichkeit durch das Eingreifen zionistischer Mandatare die Kohle für den Betrieb d'er Mikwah beschafft wurde. Die Schiffschul-Leute haben es rrur dem 'von den Ziorristen propagierten Proportionalwahlrecht zu perdanken, wenn sie Mandate in der Kultusgemeinde erlangen werden. Ihnen geht es um nichts als um Marrdate. Dann trat Herr Deutsch, der sich als Teilhaber der indem er tote: Wer den jndijchen Rationalismus b-lämpst. i Dnldner u. Deutsch MtficHie, auf und wollte ine deaünstigt, mag er noch 1° orthodox sein, den Adsall von der i 0-q°d°r°n. auf deren Liste er °l- - wieder sagte, un- Restgion, Hier wird de- Kampf zwischen dem hewustten! drechmster K°nd.dat We, als die re,ne La«. Judentum und den Berleugnern d°S Judentums ausgetragen i ^rle hmstellen. S,e stnd nach feiner Darstellung nnr de» «nd da ist es Pflicht aller wahrhaft religiösen Juden, die- Nationaljuden in.diesem. Kampfe, zu uuterftützen. , Herr B.Jahr stellte'fest, das; die Trcnnungsorthodorcn, welche sich „Vertreter der gesamten glaubenstreuen Judcnscöaft Wiens" nenucil, nicht das Recht haben, rm plamen der gesamten thoratreuen Juden Wiens aufzutreten, nicht einmal ihres größeren Teiles; sic repräsentieren ein j paar Gruppen, die sich vorniicqend zun: Kampfe gegen den ' | Rationalismus 3usanun engesch losten haben, sich jetzt als ■ 1 Deutsche gerieren, olwobl sie vor nicht langer Zeit noch Patent Zionisten zuliebe, denen sie. für das Proporitonalwahlrecht Dank sagen, um die Assimilanten zu schwächen, in den Wahlkampf gezogen. Ihm sekundierte wacker der alte, aus Pretzburg stammende deutschliberale Orthodoxe H 0 f b a u e r. Beiden Heiligen l wurde zum Schluffe von Gemeinderat Plaschkes ihr Heiligenschein ein wenig in Unordnung gebracht.. Er wies zunächst Deutschs' Verdächtigung der zonisiischen Bernfspolitik gebührend zurück und zeigte, das; Herr Deutsch, der. jetzt erklärte, gegen die Zionisten nicht auf- KüttuswShler «. -Wählerinnen des 8. Bezirkest; Erscheinet vollzählig zu der heute halbSDlhr abends im Souterrainlokale des Cafä Stadt-/ theater, 8. Bez., Albertgasse 39, stattsindenden Massenversammlung, in der Abg. Ing. Robert Stricker, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes und Rechtsanwalt Dr. Severin Lazarowicz unser Programm entwickeln werden. / Lasset euch; sagen, um was gekämpft wird und was enungen werden muß. um selber entscheiden zu können,;; was unhaltbare Verleumdung unserer Gegner'; und was ehrlicher, unbeugsanwr- Arbeitsw.ille / unserer Kandidatenliste . Zionistische Agitationsleitnn^pes 8. Bezirkes, ••'Wfcsfc-', _ .... , treten zu wollen, durch die ihm nahestehende Jüdische Korrermgporrn waren. Der pro« - Teil der ge,ehe-treuen Juden n ^uz die gtstlgsten Lügen gegen die Zionisten verbreiten -r ,n dem 60 Vereine nmfapenden „Verknw der! untere anderen, datz .Täuflinge auf' der zionistischen Liste stehew Herr Hofbauer dagegen, welcher jetzt den Abjgecrdneten Stricker - und - die Zwniften bekomplimentiert, hat Stricker, in ödester Weise beschimpft, die „Morgenzeitung" en antisemitisches Organ genannt, hat vom 'Oberrabbiner Dr. Chajes gesagt, er sei ein Missicnär, hat in der Sitzung, der Schiffschul-Leute dafür gestimmt, die nichtjüdischnationale Liste zu unterstützen, hat die Gesetzestreuen Wiens, welche nicht der Schiffschul-Clique angehören, in niedrigster Weise verunglimpft und hat jetzt noch die Frechheit, die Verdienste der Assimilanten um den „teutschen Fortschritt" zu verhimmeln. Ein Erfolg der „Nichtjüdischnationalen"! Das giftigste Antis-smitenblatt Oesterreichs, die „Ostdeutsche Rundschau", schreibt in einem Artikel, welchsc die Aussichten eines reaktionären Umsturzes in Oesterreich behandelt, üben die Judenfrage wie folgt: Massenhaft verlassen die gelben Natten das rote Schiff. Inden, die noch' vor kurzem jeden begrinsten, der an der Unfehlbarkeit der Sozialdemokratie zweifelte, machen heute nervös in schwarz-gelber Propaganda. Die Vorgänge in der israelitischen Kultusgemei.nde sind Sturmzeichen. Die Assimilationsjuden drohen mit. einen: Massenabfall vom alten Jehova, falls die Zionisten die Mehrheit bekommen. Sie nehmen ganz offen scharfe Stellung gegen die Ost- ' juden und bezeichnen diese als-- minderwertige Nasse. Was uns Ariern eben noch' als Barbarei und Knlturschande angekreidet wurde, wird urplötzlich Programinpunkt der „Wiener" Jndenschaft. Wir werden noch eine vieltausendköpfige Versammlung der früher einaenifteten Juden erleben und deren stürmische 'Forderung hören, daß die später dazngenisteten Juden ausgepeitstht werden sollen.. . . So begrüßen teutonische Pogromhelden die -nuten dem Kommando des -politischen ProviftonS.-.genten F leis ch -r r stehende jüdisch-antisentitische Partei der „Nichtnationaljuden" als Bundesgenossen in: Kampfe gegen unsere Brüder aus dem Osten. Bei den nächsten antisemitischen Ausschreitungen; werden sich die Plünderer und Totschläger mit Recht darauf berufen können, daß sie inr Sinne.eines Teiles der „Wiener Jndenschaft" handeln.. Und da wagt diese erbärmliche „nichtjüdischnationale" Desellschaft in Vertraulichen Besprechungen, beständig die Lüge zu stottern, daß die Zionisten das 'Geschäft der. Antisemiten besorgen! Die racheburstrgen „NichtjüdischnaLionateu". Wenn noch irgendjemand im Zweifel darüber sein sollte, ob er bei den bevorsteyellLen Wahlen in den . Kultus Vorstand seine Stimme für die jüdischnationale Liste/oder für die äbgehansten Deutschltberalerl, welche sich' lunter der.Firma.„NichtjüdischnaLiönale Partei" neu etabliert haben, abgeben soll,' so tvird ihm, soferner sich noch einen Funken von persönlicher Anständigkeit und sozialem Empfinden bewahrt hat, die Wahl nicht schwer fallen, wenn er die scharfmacherischen und von einer pathologischen Selbstüberhebung zeugenden Ned«n der Kandidaten der nichtjüdischnationalen Partei verfolgt. Diese famosen Herren können es nicht verwinden, daß die Angestellten der Knltusgemeinde, welche jahrzehntelang ihren Gebietern politische Gefolgschaft leisteten und. mit wahrer Lammsgeduld ihr trauriges Schicksal trugen, nunmehr aus ihrer Lethargie erwacht sind ' und es fürderhin entschieden ablehnen,' Leuten mit' ihren Stimmen zur Herrschaft in der Kultusgemeinde zu verhelfen, welche .für sie allezeit nichts anderes/ übrig hatten als Hohn und Verachtung.; In ihrem Wutparoxysmus über diese ihnen begreiflicherweise recht unangenehme Haltung der Angestellten überhäufen sie diese nunmehr mit den niedrigsten Beschimpfungen und Schmähungen und. versuchen es, die für jie völlig unhaltbar gewordene Situation dadurch zu.retten, daß sie die Angestelltenschaft durch Drohungen, welche auf das kriminelle Gebiet hinüberspielen, an der freien,Ausübung..ihres^WalMchtes^be- , hindern wollen. Wiens aber, der in dein 30 Vereine umfassenden gesetzcStreuen Juden Wiens" Zusammengefaßt ist, leistet den Herren von der Schiffsüml und ihren Trabanten keine Gefolgschaft, weil er weiß, daß — entgegen allen Lügen.die Forderungen' des gefetzesireuerr Judentums von den Zionisten - in jeder Eczehun.g erfüllt werden. > - .Herr I. Austerlitz analysierte das Programm der Trennuiigsorthodoren und legte dar, daß die wenigen posi- 'iucn Programmpunkte dem zionistischen Kultusgemeinde- Programm cntlehut sind, daß der Programmpunkt „Palästina- Arbeit" im Munde der Leute, welche diese Arbeit stets bekämpft haben und lächerlicö macheu wollten, heute sehr sonderbar klingt, und daß dieselben Herren, die heute aus hinterhältiger Gegnerschaft gegen den jüdischen Nationalismus eine eigene Liste nnt einem versa,wommenen Programm aufstellen, wenn Ae doch ein paar Mandate erlangen sollten, genötigt sein werden. nnt den Jüdischnatronalen zu gehen, wenn sie irgendwelche religiöse Forderungen durchsetzen wollen. Herr Cisik T o r c z y n t r beleuchtete die Wirksamkeit der crckwdoxcn Clique des Herrn Pappen heim. Diese „ungarische Orthodoxie" hat drei urrbedeutende Juden aus Galizien als chntläufer zur Unterschrift auf ihr Programm gewonnen, um sich als Wahlkomitee der „vereinigten" gefehestreuen Juderc al'.sgeben zu körrneu und die frommen Herren haben sich nicht gescheut, eine viert? Unterschrift, die des Herrn Moritz 2 i l ü erste i n, zu fälschen. Diese Clique, deren Herr Hofbauer gesagt hat, wenn er sich zur jüdischen Nation bekennen müßte, so müßte er das als die Schmach des gelben Flecks empfii'.dcn, segelt ganz im Fahrwaffer der,Asüimlomei!. Abgeordneter Stricke r, srürnüsch akklamiert, wies darauf bin, daß zuur ersten Male die Orthodoxen mit einer eigenen Liste für den Kultusvorftand kommen; bisher haben i;c nur der Assimilation .Knechtesdienste geleistet. Sie waren die Ordner in a s s i in i l a t o r i s ch e n Kuliuswählervc-rsammlungeu, sie die Wahlschlepper, sie tue polnischen rtgilatorcn für den Getauften Neumann gegen den Jüdischnationalen Brecher bei der ReichsratSwabl im Paclviertel. ltnb ihre Arlhänglichkeit andie.Assiurilaltten in der .Kultusstube und in der Politik rührte nur daher, weil sie zur Belohnung ein Privileg des religiösen Judentums eingeränmt erhielten. Das ist kerne jüdische, sondern eine engherzige Jntereff'enpolitik. Wir haben für den Handel mit der tlieligion, wie er bisher von den Herren getrieben wtn-de, kein Verständnis. Wir erklären offen, daß wir dafür eintreten, daß das religiöse Judentum in der Geineiiide zu dem Rechte komme, das ihm gebührt. Religiöse Fragen sollen vom Rabbinat unter Heranziehung einer' Kommission glaubenstreuer Ju^'ek entschieden werden. Es geht darum, Frieden in der Gemeinde und auch im orthodoxen Lager zu erhalten. Durch Personen von der moralischen Minderwerttgkeit eines Dr. Leopold Landau, eines Baurates Kemp ler und Hofrates Rappaport, welche als Ostjuden auf ein Programm kandidieren, das sich gegen die Oftjirden richtet, wird allerdings die Gemeinde nie, zu ihren großen jüdischen Aufgaben kommen. Wir brauchen auch, wo es um jiidische Angelegenheiten geht, keine Zufallsjuden, sondern Juden, die im Judentum stehen. Eine Gemeinde jedoch, welche, auf Grund eines Wahlrechtsraubes gebildet, darangehen sollte, irgendetwas gegen die jüdische Nation zu unternehmen, wird keinen Tag bestehen. Ein in weitesten 5ireisen unbekannter Herr B u ch w a l d hat in einein Konventikel der Nichtjüdischnationalen in Mariahilf gesagt: „Wenn ich in die Kultusgemeinde komme, so werde ich auf zwei Dinge meine Tätigkeit konzentrieren: Die disziplinlose Beamtenschaft zu Paaren zu treiben und den Oberrabbiner von Wien zu entfernen." Dies darf den Herren Assimilanten, die von der orthodoxen Clique unterstützt werden, nie gelingen. Daß die Zionisten stark genug seien, um schamlose Attentate der Assimilanten gegen das Judentum, gegen eine jüdische geistige Potenz, wie es der Oberrabbiner von Wien ist, zu verhindern, um die Wiener Judengemeinde zu einem Bollwerk des.Judentums zu machen, dazu muß jeder anständige Jude, ob er nun Wähler ist oder nicht, helfen. Gemeinderat Dr. Plasch'kes beleuchtete die Verleumdungen, mit denen die Schiffschul-Leute gegen die Zionisten , kämpfen. Sie verbreiten die Lüge, die zionistischen Vertretex: ■ So ist insbesondere der Kandidat Bernhard nmld von einem förmlichen Blntvansch' erfaßt in ivelchsm er feinem gepreßten Herzen, anläßlich' eines am Neubau abgehaltenen < gendsv 'Weise Luft machte: Hü.?';,.. H ...... /;V „Ich bin wohl bloß das fünfte Rad ‘ anr Wagen. Sollte ich' jedoch' die Ehre haben, ein MMdät für den % KultüsvorstÄnd zu erlang>rn, so werde ich den Beamt«!' schon Disziplin Leibringen. Sieswxerjd.en* wie ich p feife."' -?, A'H.ü'HP 'H ' Wenn auch diese Dr<^kgen Ärkder.^^^^^ nicht ernst zn nehmen sind^.urch'^diejenige«, welche stß aus sprechen, der allgemeinen-Verachtung kund dem Fluche Her. Lächerlichkeit preisgeben, so können die Angestellte»' doch' daraus ersehen, daß die Wahl^der-Mischnationale« Liste, für si-r einfach eine Pflicht der Selbstachtung istl Man darf auch' mit Grund hoffen, daß der 27. Juni.i 1920 den Herren Nichtjüdischnationalen. noche. lange. schmerzlicher Erinnerung blechen wird. -^. .MRichari^Kaise r. Vevsammlmtgskaleuder: st \ Heute den 15. d. M., ilzS Uhr'abends,7 Casä Stadttheater, VIII., Albertgasse 39. Referenten: Abgeordnete« Ing. S t r i ck e r, Gemeinderat il Dr. LeopoldvP-l a s.chk eÄ Dr. -8 azarovlts. .. <: 1 'J ■ . OsH Heute den 15. d. M., Vsb.^Ahrabends,'Fra«rvM v c r iftttunluitß im Saal der Bezirksvertretung, H.) Amerlmgst.raße 6. Referenten: Arritta Müller, Dr.'fParck Berger. Dr. Fritz Löhner (Beda), OÄarDG^l^ j ch m i d t und Gemeinderat Dr. Jakob Ehr l i ch. Heute den 15. d. M., Va8 Uhr abends. i«Hd« Boiksipeischalle ^Jrfchuath Israels -ll.. Haidgaffe 1. Referentm^ - Gemeinderat Dr. Leopold P lasch.ke S, % E..,T o t ,6zchWe>ri Adolf P i n k a s. Heute den 15. d. M., V»8 'vhr' abends, Xiäa restanrant, X, Margaretenplah. Referenten r Dr. Egon David Ncbenzahl, Dr. Max. Sprecher.-; ' J / '' Heute den 15. d. M., 7*8 Uhr abends, Reue Wiener Bühne, IX., Liechtenstejnstraße 27. Refermten: Gemeinderat Dr. Ehrlich, Lotte K e m p l e r, ,D.i N.eb<w zahl.. ’.ri 3N i t t woch den 16. d. M., '/.8Mhr, Kasino Zogermtz. '-staurant Ehrlichhof. XX., Klosternenbmgerstraße 8. Referenten^ Getyejnd.erat Dr. I. Ehrlich, I. H. W a l t u ch, stAksted^ W eis H ut. ' V?j|' D o n n ers 1 ag den 17. d. M., V,8 Uhr abends/^i« Kleinen Dreher-Saal, NI., Hauptstraße 97. Referenten: Gem^b« rat Dr. I. Ehrlich, Ludwig B a t o. . ' Donnerstag, 17. d. M., */,8 Uhr abend-, Restaurant Reiß, VH., Mariahilfcrstraffe 121. Referenten: Armin P o ll a-k^ J.>S P i r a, Dr. Karl Pollak, .Dr. Simon^H.okde-r» g r ä .b e r. D o/n n e r s 1 a g den 17. d. M., V,8 Uhr abends, "Caf^ -)iew Uork, ll., Praterstraße 50. ((Referenten: Anitta Mül l.e,v. Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, A. SchwertfinK.e^ -Donnerstag den 17. b. M., V»8 Uhr abends, Casöj Franz-Jösefs'Bahn, IX. Mhanplatz. Referenten: Gemeindttal Dr. -Pollak-Parnau,- Dr. I'. Schallt, BrzirkZrat Dr. ,Geyrg Weiner. Tagesbericht. Der Koch als Detektiv.; Aus dem ungarischen Sumpf. ' Vor: dein Cas6 H'absbnrg hat vm 8. d. M. «ine Szene-begreifliches Aufsehen erregt. Zwei Herren rvolltew einen Dritten verhaften lassen. Dieser ergriff die Fluchs . wurde von den beiden anderen und mehreren Ungatml verfolgt, singeholt und derart geschlagm, daß er; leichte Verletzttttgen am linken Auge erlitt. Der Mann ist der/29jährige Johann K lerne nt, zu Klismegyer irr Urrgarn geboren und angeblich irr Hain bürg in Niedierösterrerch tvohnhaft. Seine Verhaftung haben die Kaust lenle Ladislaus Forga cs, Jägerstraße 26 wohnhaft und:Ernst Hir sch ler, Obere Donaustraße 89 wohnhaft) verlangt.iSie.begründeten auch' das Verlangen, -indem! sie bet der Einvernahnre mitteilten, Klement sei nach dem Sturze der Räteregierung in Ultgarn irn August vorigen Jahres als angeblicher Deieklivchef aus Budapest in .Papa erschienen .und - habe dort bei der un^ berechtigterweise erfolgten Verhaftung der beiden Kaust^ leute s.mitgewirkt. Dabei habe er dem Forgacs eine^ goldene Uhr samt Kette, Zwei Vritlantriuge und eine»! Stock jm Werte von 60.000 Krone" und einen Bar-