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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-14 · Heft 500 (14.6.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 500 (14.6.1920)
Date
1920-06-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Montag -1--— — —— Wiru«r M»rgenjeit»»g 14. Juni 1929 9k. m' mmmi , > ■■■ ■ mui, ■ iwtnj Tufntf r MMioneubesteLurrge» Rumäniens itt Wien. Bukarest, li. Juni. (Damian.) Die Regierung far i» DeutschöfterreiH Material für die Beleuchtung von Effenbahnzstgen im Werte von 30 Milli o n en Lei ^stellt. ___ Uablen in die Kultusgemeinde Wahltag: Sonntag den 27. Juni. Die Regierungskrise. Sremuahle» im Herbst. Gleich dem chrisillchsosialen Parteirat hat auch die wiener Vertranensmännerversammlung der sozial- ) e m o k r a t i s ch e » Partei den / Beschluß gefaßt, rn verzügl ich V i e No r b er c i t it n g e n für ) i e WahLen in Angei ff i_n nehmen. Neuwahlen im Herbst sind daher allem .'lnscheme nach eine entschiedene Sache und es ist nun )ie Frage, wer in -er Nebergangszeit die Regierung ükren soll. - Die Gerüchte der MoutagSbläüer von der Einsetzung »ineö Beamtenlabinetts als Üebergangsregienmg werden ms gut informierten Kreisen nicht bestätigt. Kundgebungen der Bolkswehr. Die gestrige große Demonstration der Bolkswehr, ^er von mancher Seite mit ewiger Besoitzvis entgegengesehen worden war, ist ohne irgend einen Zwischenfall in vollster Ruhe verlause«. Dir Versammlung vor dem Rathaus, zu derdie eiuzelnen Zokkswehcabteilunqen bezirksweise cmfmarschiert waren, .oar mnso eindrucksvoller, als mau dieses Mol «Ws die üblichen radikalen Schreier verziert hatte, wenn es auch nid>t au sehr scharfen Angriffen auf die Chriftlichsozialen und an unMideutigeu Warnangea an die Msrrarchiften fehlte. Das Meeting gestaltete sich M einem . feierlichen Kamp s gelöbn:s der TolkSwehr zum 6 ch » tze der Republik, vem angesichts der StaatSkrife, in der wir «ns befinde», besondere Bedeutung beizumessen sein dürste. Die Versammlung, an der etwa a ch th r S zehntausend Personen einschließlich der Arbeiter teilnahmen, begann Punkt 10 Uhr vormütagtz, DieMusilkapelle intonierte das ArbeiterKch und die „RarfDW", woraufHauptman Frey die V.gÜswehrdeputaticmenaus der Provinz begrüßte und zunächst dem Staatssekretär, Dr. Julius Deutsch das Wort erteilte. Staatssekretär Dr. Deutsch erklärte unter anderem folgendes: Die KoaMwn ist gesprengt, nicht wegen der Soldatenrate, sondern' wegen der Vermögensabgabe, welche me Christlichsozialen verhindern wollen. Das Volk aber wird dieses Manöver durchschauen «nd bei den Wahlen die richtige Antwort geben. Wir rufen die breiten Waffen des Volles zu dem großen EntscheidungskarMf auf und sie werden gewiß mit Begeisterung Folge bisten. Arbeiter und Soldaten werde« gemeinsam gegen dir allen Feinde marschieren. CS lebe die Befreiung der Arbeiterklasse, eS lebe der Sozialismus! Hauptmann Frey führte ans: Die verkappten Monarchist e V sind zum offenen Angriff übergegangm gegen, die republikanische Wehrmacht und gegen die Republik. Ob sie die Habsburger wollen (tosende Pfuirufe), wie Knnschak, Weiskirchner, Seipel und M a t a i <i (neuerliche Pfuirufe), ob sie die Hohe nzollern wollen oder die Wittelsbacher (Pfuirufe) m einem Wunsche find die Feinde der Republik einig,: nämlich euch alle Rechte zu nehmen, um die Wehr-- macht den Schwarzgelbe« auszuliefem, die nur aas den Augenblick Lauern, um gleich dey Horthy- Acmditen das Volk zu überfallen. Deshalb werden wir nie und nimmer etwas von den Rechten der Soldaten preisgeben. Wer die Soldatenräte antafiet, der rührt an die zum Schutze der Republik geschaffene Wehrmacht und ist ein Monarchist. Nicht ein Punkt, nicht ein Beistrich darf daher von dem Soldatenratserlaß zurückgezogen werden. (Stürmische Zustimmung.) Als das Volk, kochend vor Wut, aus den Schützengräben heimkehrte, da versteckten sich die Reaktionäre hinter den Svldatenräten, heute aber fühlen sich die Herrschaften sicher und schreien: Weg mit der neuen Wehrmacht! (Rufe: Gewehre haben wir!) Die Kriegsverbrecher mögen eL sich gesagt sein lassen, daß große Opfer gebracht werden müssen, um die Schuld zu sühnen »nd das leidende Pol? zu versöhnen. Wen« die Herren aber übernMg werden und unsere Rechte antasteu, so werden wir mit ihnen abrechneu,' daß ihnen das Hören und Sehen vergehen wird. Aög. Leu ihn er griff die Ehrismchsozialen scharf nn und sagte: Ten Christlichsozialen handelt es sich darum, ans der Wehrmacht eine Art Horthy-Garde machen. Aber der Soldatenratserlaß war ihnen nur em Vorwand, um die Koalition zu sprengen und der Entscheidung um die Vermögensabgabe aus dem Wege zu gehen. Darum habest sie das Feuer an einer Stelle angezündet, wo sie glaubten, daß es für sie minder gefährlich sei. Aber warum haben denn die Herrschaften mit einem Male den Mut verloren, wo sie doch die formale Möglichkeit hüben, mit der ziffernmäßigen Mchrheit der bürgerlichen Abgevrdnetest m Parlament zu regieren? Warum versucht Herr Ä u n f ch a k jetzt nicht, sich zum Staatskanzler zu machen? Wmum kriechen denn die Christlichsozialen zu den Gesandtschaften und sieben sie an, auf die Sozialdemvkaten ewzuwirken, wieder einen Teil der Verantwortung auf sich zu '«ehmen? Daraus gibt eS nur eine Antwort'. Die Herren scheuen die Verantwortung für daS, mi sie selbst önaefziftet haben. Die Vstwrdnunq über Ekn Urteil stber dk bankrotte KultttSgemeinde. Wir rrheMst ftlgmrd« Zuschrift: Donnerstag de« IS. b. M. hatte' ich Gelegenheit, «ivrer Mhlerverfammlung der nichtjüdi-chnationalen Parstüe« ft der Restauration „zur Glocke^ beizuwohnLN, / ES. kam dabei zu skandalöse» Vorfällen. Man hat' sich nicht geMSrnt, ein: Garde von Ochsentreiberu zu engagieren, die unter der Führung des Vertrauensmannes der verkrachten bürgerlich-demokratischen Partei stand, um jeden Wähler, der es wagte, einen Zwischenruf zu machen/ in gemeinster Weise zu behandeln. Aus meiner öffentlichen Tätigkeit ist mir kein Fall bekannt, wo ein Wähler ober ein Zuhörer einer Wählerversammlung ft behandelt wurde wie m der PMgM' Nkrfckmmkung. Ich muß gestehen, wenn ich'Gelegenheit hatt^ in.christlich-' sozialen Gewetdeversammluttgeir zu' .Mhabe ich mir kein Blatt vor den Mund gmwMmeu, «wer ich muß sagen, Man batte viel mehr parlamentarische Anständigkeit. Daß diese zusammengewürfelte Gesellschall Hme anderen Argumente hat, ist ja varauszusehe». JrMoeft Programm wuÄ»e nicht entwickelt, ftnbE es, Wurde, imr betont, baß wir Wien:'. Juden beutschösterttichrschs Staatsbürgch sind. Da ich von vielen Branchekollegerr jüdischer Nationalität gefragt wurde, wie das Mische Kleingewerbe bei den Kultuswählen tvählerr 'soff, s» bDen^/Ae^stz Standpunkt zu veröffentlichen. .: ■' Wir Wiener jüdischen Gewerbetreibende»^/Äe MM vntz schwer arbeiten, um ihr Leben zu fristen, sind nicht gewillt,' Leute zu wählen/ die kein Vtograwm hgbe», / Wir wollen Männer haben, die st o-l z auf ihr Judentum sind, die Mann genug find, um Unsere Interessen -zu verteidigen. Wir wollen, daß dieser Schandfleck.an der Wiener Judenschaft endlich eüimak verschwind^.' " Wir wollen Männer in der Kultusgemeinde haben, bi« die sichere Gewähr, bieten,!wß diese Whandwirtschast endlich einmal aüfhört; wir wplttn nicht mehr dieselben Männer Wiederwahlen, hie mitverantwortlich für diese ZupäMx waren und,• keine wie immer geartete» Versuch« $$> gegen unternähmen. . , I V- Mr wollen; aber Äich' solche ZknLküsvvrstände ''haben, die auch ein Herz für den jüdischen Gawörbtztreibenden haben. Die Harrdidaten der.jüdischnationalen Liste haben bürch ihre bfthwge MtigtzA ' fcft&fttt, baß ihre Versprechungen^ keine leere» Phrasen sind. Sie sind jederzeit für Unsere Mtwsche . Iikvtsche Klein-. 8 ewerbetreibeudewenn ihr wollt, baß Ordnung und Gaußörkeit in di« Kultussku be rinzieben- Min ihr wöllt, lüäß. dort ehrliche, anständige, aufrechtdenlende Juden Über/ «ure JMLöffen eritschesichl, Md nicht M. Berrtettr d«s Mischen Großkapitals, dann wählt a w- 37. Juni Mann sür Manu die jüdischnationale Liste. Präsident der. Drrebstgnng... österreichischer Miede'kerzeirger, ' Lvöpöll» Bernhard t, ' ' '' .7. Hezirk, Kirchengasse Rr. 8. . - Bassstm«l»»s^dale«de»: Heute, xf& Mtz Restauration Sternbach» XX* JSget- Mßd S Referenten! Dr. Käsl Weistngrß«, Josef Deutsch, Siegmund Dickstes«. Heute, %s Uhr abends, GfchwanbnerS Saallokalltäteu, X.M, Hernals er Hauptstraße'41. Rcferente»: Äbg. Ing. Stricker, Dr. Schallt, Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich, Erfig Thorcchner. mmmmmmmmmmmmmmmmmmKmmmmmmmmmummammi die Soldateuräte aber darf um kernen Preis zurück-, gezogen oder geändert werden. & Hierauf wurde die Versammlung geschloffen. Volkswehrmänner und Ordner, etwa 6000, formierten sich zü einem Zuge, an dessen Spitze Staatssekretär Doktor Deut sch und Abg. Le u t h ne r schritten. Auf dem Balkon erschien Bürgermeister Reumann, der von einigen Teilnehmern begrüßt wurde. Man zog zürn Parlatnent, wo Stäatsfekreiär Deutsch und Abg. Leuthnev sowie Hauptmann Frey Aufstellung nabmen. Der. Zug bog bei der Bellaria ein und über die Lastenstraße marschierten die Volkswehrmänner in ihre Nbikatfonert, während die Ordner in ihre Bezirke zogen. Tagesbericht. Ei« Pogrom in der Marmaros. Aus Klausen bürg wird uns berichtet: Vor mehreren Wochen erhielt der-Jüdische Nationalverband für Siebenbürgen Kenntnis von einem Pogrom, der am 23. April mit Her Plünderung Her jüdischen Geschäfte in Her Marmaposer Gemeinde Vajnag. begonnen und unter blutiger Mißhandlungen und Vertreibung der jüdischen BevAKruffg. .sM'Mg^-lgng:->.-sEteL i Hqtohne daß die Behörden eingeschritten Mären»,, .Der.^ Jüdische Nationalverbgnd. wandte sich sofort nach Erhalt der Nachricht, deren Nichtigkeit durch protokollarische Zeugenaussagen erhärtet war, mit einer Anzeige' an den Korpskommandanten Petala und hat gleichzeitig beschlossen, im Interesse der als-sicher erwarteten Untersuchung bis zur EÄdWng dev Anzeige'von der Bsk- Lffentlichung des Falles Abstand zu nehmen. Korpskommandant Petala hat die Zuschrift des Jüdischnationalen Verbandes bis heute «licht einmal einer Antwort gewürdlgt. Die VerbandSleitung sah sich daher gezwungen, nünmehr den Votfall einer öffentlichen Behandlung zu unterziehen und zunächst die an den Korpskommandantett gerichtete Eingabe zu veröffentlichen. Allerdings hat die Zensur dafür gesorgt, daß die Namey der Hauptschuldigen Md sonstige wichtigere Einzelheiten der Eingabe nicht der Oeffentlichkeit preisgegeben wurden. Trotzdem erfährt man aus dem von drr Zensur verschont gebliebenen Teile der deröffenilickien. Mgabe genug, kejtzustMn, Latz m. .den fton Heute, V»8 Uhr ahevtzs, Hotel Pest. K Atis-»arkd Eingang Drachetzgast« r. Wmntm: Erno Patrh Grmrindrf rat Dr. Leopold PiaschkeS, Dr. I. Margulie-. Heute» 8 Atze atzeud», Eafö Reue Meuee Bühne» IX., LtechtensteiustraLe %% D1enarvers«««lm»8 de» Bez.-Sefft. kX. Der Odmomr De. J. Schelit. Schriftführer Dr. Schmerler. ° -j Vortrag: Honte, 8 Uhr abeuds. stutzet tu tze« Lokalitäten der Soziale« HiLf»g«»eiuschaft lAuitt» Müller). II,» Praterftratze 17, 1. Stock«. elu Vv-trag Wer^ .tztztz' Thema ^Die Pfftcht zur Arbeit^ statt. . Spreche» werden: Abgeorduvter S t rt A tt, Gr meiuderat Dr. PlaschkeS. , Heute, Va8 abrrrdS, Elternversawmlung, IX., Likchtenstnußraße N/13. Referenten r Anitta Müller, A. Schwntfinger. j Diensta g den 15. h. M. %ifi Uhr abends, Cast. ' .OesiWtlr«: Abgeoidneter Jngl Stricker, Gemeiaderat Dr. Leopold P l a s ch k e s,; Dr: Lazit Svits. ■ >' ‘ " D i rvst ag den l6.b.M., 5/88 Uhr abends, Frauen, frt tlü m »el t» tt g im Saal der Bez.rksverlrrwng, Vi., Amerlipgßraße 6. Refuentm: Anitta Müller, ,Dr. Pan( Ä erger, Dr. Fritz L3h itt (BeW. "OGk Gdlb?r, f ch m f b t und GtmeinderÄ Dt. FaW' E h t k l ch. t Dienst a g deu 15. d. Ä Uhr obendtz,. i* Hiv BvMpeisehaÜ« .Mchuaih-Jsrael", L, HaLhaste h Nckerentm: Gemnnderat Dr. Leopold Plaschkes, E.Torczynrr^ Adolf Pinkas. . Dt-eu - t a - -de»'I5.ck. :A«:Mtktk»pla^ MeÄltchr L-rm David^Rebrnzahh.Dr. Mar Sprecher. \ Di^nSt-aden 15. tz. dtaM, Cchch' Reue Wiener Bühne, IX., Liechtensteinstraße 27». Referenten^ Dt. S/SHsli^ LM« Kempirr. D» Nedrurahl.! ' M, Kastns srseMtz,' xnc., HüMM il6. Refermten: Abgeordneter Jng^ G tritf ety Möritz M Ü l t e t/ Ptof. Dr. Wkhelm S -t e 1% -' ' M i t t woch den 16. d.'Ä' W'OM an No-- staiffabt Nrüchhof. XX., EMdtttzaMSs: Wanten'. 'Gemeinderat Dr. I. Ehrlich, "K.' H.' ''&« U *% Weishut: v . . I H an n et8 t a g den 17.b. M-, *1$ ^ho abends, KöiüeN Dreytr-Säal, M., Hauptstrade 97. Mferrntr« r Mnein^ rät Dr.H E h r l i ch, Ludwig B a t in 4 I ' ' i o n n e r 8i a g. lt H.Ä., V.8Uhr abends, RestaMMt Reiß, Mariahilfrrstraße 124. ResereMtN: Äkmin Poll vv 9.Spira, Dr. Kack Pollo^ Dr. Stwon Hdldengrab.e r. . Do nnerstag b*it 17. 8. M., Uhr abends. EafS New York, ll.. Praterüraße bv. Referenten: AnUta Müller, Gemeinderat Dr. Leopold Plafchkes. A. Schwertsinger. den Rumänen annektierten ungarischen Gebieten deri alte rumänische! Geist bereits in einer für die Juden dieses Gebietes allzu traurigen Weise herrscht. , . Die Anzeige stellt folgendes fest: Am 23. .April. erschienen tu der Gemeinde Vajnag (Komrtat Mar-. maros). bei bem Juden Benjamin Herschkowitz, derff, Chef HeS. Geschäftshauses B. .Hexschkowitz u. Geschwister, zwei Soldaten und erklärten, ohne eine Vollmacht, hiezff. vorzuweisen, mehrere Wagen, Pferde und einen große«! Vorrat an Leder und Häuten zu requirieren. Die Pe-, sitzer verlangten eine schriftliche Weisung, .lieber dsess Frage entstand ein streit, der damit endete, daß dis dösigen Inden ohne Unterschied des Alters und des Geschlechtes sechs Läge hindurch in der vimtalstett Weift MiWstdelt, eingesperrtgefesselt, geprügelt und sonstigen. Torttzten' äusgesetzt wurden. Aus den der Anzeige beiqefügteN Protokollen geht hervor, daß bei den blutigen 'Ausschreitungen kein einziger Jude der Gemeinde Hex-- schont geblieben, die meisten mit schweren Verletzungen noch heütö dcknnederliegen, was durch ärztliche Zeug-- nisse .Mr deshalb Nicht bestätigt werden kann, weil der; PK^sck? Re^BsÄMrE M sdbr terrorisierte, daß es köfneO Urßt gibt, der es wagen würde, einen Befund, auszustellen./Aus einem vom Sekretär detz OrtSgememde. aUfhMUindNeN Protokoll geht hervor, daß die an dem Pötzülff-beteiligt getöesen-lr Soldaten und ihre Helfer Gegenstände im Werte von rund 700.668 Kronen geraubt und wMeschlepPt haben. Aus demselben Protokoll geht heryor, daß: die beschuldigten Hauptanführer des. Pogroms von den Juden als Ablösungssumme dafür, baß ber Pogrom ein Ende nehme, insgesamt 350.000 ^ronDr. erpreßt haben, von welcher Summe die Juden, W fte 'Ucht, Wer den ganzen Betrüg in Barem bin»' fügtest, gezwungen waren, sich .vom Ortsrichter 120.00Ü »Krönest zu leihen. Die Eingabe fordert nun die.strengst« Bestrafung . der Schuldigen, die Schadensgutmachung und die Rückerstattung der erpreßten Beträge und weist schließlich darauf hin, daß das Verhalten her Behörd« gegenüber den Vorfällen in der Gemeinde Vajnag dazu geführt habe, daß auch in den Nachbargemeinden und in der Umgebung eine heftige Pvgrochagitation geführt wird. Auf dieft Eingabe erhielt der Jüdische National verband, wie bereits erwähnt, bis zum heutige» Lage keinerlei Antwott. Er ist auch nicht darüber verständigt worben, daß eine Untersuchung in der. Sache MMeM worden wäxe.

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