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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-11 · Heft 497 (11.6.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 497 (11.6.1920)
Date
1920-06-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien. Freitag Auflassung -er LckknSmittelkarton für vorübergehenden Aufenthalt. Mit dem 13. Juni werden die bisherigen Lebeftsrniitellarteii für vorübergehenden Aufenthalt außer K.raf t gesetzt und dürfen deren Abschnitte von keinem Kaufmann angenommen werden, da die Zentralabgabestellen sie unter kein e n U m st änden mehr einlösen. An ihre Stelle treten besondere B r o t b ezu gSan we isun gen, die gegen Vorweisung der vorgeschricbenen Dokumente bei der Konskriptionsamtsabieilung des zuständigen magistratischen Bezirksamtes vom 11. Juni angesangen an Personen, die sich in Wien vorübergehend aufhalten und nicht in Hotels und Gast- Hofen wohnen, zur Ausgabe gelangen. Bühne und Kunst. Volksoper. Mit der ,.F l c d e r m a u 8" feierte das Ehepaar Weingartner fröhlichen r' ' i-b von Wien. Umso löblicher, als die Reife nach Amerika was beute niemand schmerzlich empfinden kann. W e r u g a r ..er legte denn auch den unsterblichen Humor der Straußschen Parlikur mt Behagen aus. verwandelte Musik m perlenden Champagner. Auf der Bühne gab es glänzende Lestungen. Tie M a r c e l mit einer brillant gesungenen Einlage als Orloffsky, Loo F e r e u c z y und Lotte Schöne mtt vollendeten Gesangsleistungen, ein droll'.ger Frosch des Henn Strobel. M a r k o w s k i als Frank, das freute sich alles an den Köstlichkeiten der Mersteroperertr. Natürlich gab es große Ovationen für alle Beteiligten. Den größten Erfolg aber trugen die gastlich mitwirkenden Schwestern W i e s e n t h a l davon. Ihr Delirrcnwalzer mußte wiederholt werden. Sie zeigten im Tanze, wie innig die Melodik des Walzerkönigs mit der Vorstellung jugendlicher, wienerischer Mädchenhaitigkeit verbunden ist, und enthusiasmierten damit das beifallsfreudige Publikum. vr. K. M. Aus den Theatetn. Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen. Samstag. ^D^e r BaueralsMillionär"zur Aufführung. Anfang 6 Uhr. Im Operntheater gelangen morgen, Samstag ' und übermorgen, Sonntag, als IX. und X. Abend im Rabmen der ,MeisterailssühiUngrn Wiener Musik" Arnold Schänder g § „Gurrelieder" zur Aufführung. Dirigent : Der Komponist. Anfang Samsrag 6 Uhr, Sonntag 7 Uhr.! Die Direktion des Operntheaters teilt 'mit, daß im Laufe der kommenden Woche „Madam e Butter!ly" neu eiustudicit zur Ansiübrung gelangen wird.. In den Hauptrollen find beschäftigt: Butterfly — Frau Kurz, Lmkerton — Herr O e st v i g, Sbarplcs — Herr F i s ch er. In der N e u e n W i e n e r B ü h n t beginnt Alexander Moiffi morgen, Samstag, sein Gastspiel als Gotiwald in »H a n n e l e s Himmelfahrt". Anfang 7 Uhr. - Die E r l«B ü h n e bringt beute imStadttheater 'zum ersten Male die dremltige Komödie »Das Beschwerdebuch* von Karl Ettlinger zur Aufführung. Im Rabmen der M u s i k s e si s p i e l e findet am iSamstag den 12. d. M. abends und Sonntag den 13. d. M. um 4 Uhr nachmittag und abends um 7*7 Uhr imMetropolt h c a 11 r erne Aufführung von Johann Strauß' »Prinz Methusalem" stakt. In dieser von Opcrnkapellmester Hugo Reicheuöerger diriaierteu und von Direktor Gustav Müller inszenierten Vorstellung wird Kammersängerin G u t h e i l-S ch o d e r denMethu alem und Kammersängerin Helene S o m m e r dre Pulcinella singen. Jnsokae der ungünstigen Witterung mußten die in der vergangenen Woche anberaumt gewesenen Aufführungen von Frerlichtvorstelluugen im Belvedere abgesagt werden. Die Ersatzvorstellung für den 5. d. M. findet die'en S a m s t a g und für den vergangenen Sonntag am kommenden Sonntag statt. Die bereits gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Restliche Karlen für dre genannten, in dieser Woche stattfindenden Vorstellungen sind erhältlich: Fm Burean der Freilichtfestspiele, UI.. Landstraße Hauvlstraße 1, Tel. 9577, ber Keblendvrser. l., Krugerstraße, in der Schloßverwaltung des Belvedere. IV., Prmz Euaenstraße 3. in den übrigen Kartenbmeaus und bei der jeweiligen Aufführung ab 8 Uhr abends ander Abendkasse tm Belvedere. I Exl-Bühne. Nach einer Reihe von Abenden, die Schön« 'Herr und Anzengruber gewidmet waren, eme Aufführung der recht minderwertigen Post? „Der h e r l i g e F l o r.l an*, dre aber dem dickugnüllten Hanse leider besser zusagr^ als ein Werk Schönherrs oder Anzengrubers. Die nicht übermäßig heitere, dafür streckenweise geschmacklose Posse läßt män sich gefallen, weil, Ludwig Auer, Ferdinand Ex l und Julius P o h l drei Bauernthpen ganz ausgezclct net darstrllen. Dre Inszenierung war diesmal arg provmzmäßig. Die Geschwoxnendank itn dritten Akt zum Exrmpel war mrt lauter lljähügen Jünglingen besetzt. > Max Brods neues Bühnenwerk „Die Fälscher*, in besten Mittelpunkt der Gewissenskonsl kt eines republikanischen Präsidenten sreht, wird in Prag und Königsberg gleichzeitig zur Uraufführung kommen. Ausstellung von Handpresiedruckren. Der Wiener Ämatempbotogravhenklub veranstaltet in den Klubräumen, K Köllnelhofgaffe 6. eme Ausstellung von Origrnal-Handpiessedrucken ferner Mieglieder. Dir Besuchszeit ist täglich von lü bis 12 und von 3 bis 7 Uhr, an Sonn« und Fe-.ectagcn von lO^biS 1 Uhr. Ein neues zyklisches Werk Vernarb Shaws» Wr: Londoner Blätter melden, wnd' Bernard Sdaw demnächst eine Drammtrilogie, welche die G e s ch r ch t e# b er Me nschneit behandelt, vollenden. Das erste Stück, »Die Vergangenheit", ^beschäftigt sich mit Adam und Eva. das zweite stellt die Gegenwart dar, das dritte. in dem Shaw nicht weniger als 20,000 Jahre überspringt, die Zukunft. \ Eine Wanderbühne. Das Bolkbildungsamt iorganrsierl gegenwärtig eine von guten Schauspielkrästeu Gestrittene Wanderbühne, die am 14. d. M. ihre erste 'Fahrt antreten und hiebei eine große Zahl von Orten — zunächst Nwd-rösterreichS und Steiermarks — berühren wird. .Aus dem Spielplan der Wanderbühne stehen: Schillers ^Kabale und Liete", Hauptmanns „Biberpelz" und FutdaS „Jugendfreunde". Außerdem werden auch Märchen- und Volksliedernachmittage für die Jugend dargeboten werden. Die vorbereitenden künstlerischen Arbeiten wurden dem Regisseur des Deutschen VolkStheoters Friedrich Rosenthal übertragen. Von den beiden erstgenannten Stücken werden für die studierende Jugend Wiens öffentliche Generalproben in den Kammerspielen des Deutschen LoltstheaterS abgehalten. Die «Kabale und Liebe"-Aufsührung findet Donnerstag den 10. d. M., 2 Uhr. die „Biberpelz"-Aufführrrng Freitag den ,U. i>. ‘:3t... halb 3 Uhr nachmittags, ftalr. Karten find hei hm i^ulfcitcUioncn. crhälrli.ch. Wiener Morgenzeitung Sport. Wettschwimmen des D. S. C. Wien. Zn dem montagigen Bericht ist nachzutragrn, daß auch der S C Hakoah einige schone Ertolae erringen konnte Im H a u p t s ck w i m m e n 669/8 m nlacierte sich Hans K l e i n mit riticr Zeck von 4S Sekunden. die nur um 2m schlechter ist als dre des Siegers Sticker, an d ritter Stelle und reihte sich damit in de l. W i e n e r K l a s s e rin. Einen zweiten Platz errang. Fräulein Mimi Fischer im Senioren-Rückenschwimmen 667» ra m 1:09*4. Dre Ze>t der Erstvlac'erten, Kern, betrug 1:06'5. Fräulern Fächer, dre im Training bereits eine Zeit von 50*8 über 60 m aezeigt hatte, litt unter großer Befangenheit. wodurch sie um ihren sicheren Sieg kam. Bei ihrem nächsten Antreten wird ihr der Erfolg kaum mehr streitig gemacht we'den können. Eme gute Leistung vollbrachte auch Leopold F r 8 n k e I, der feinen Vorlauf im V o rg a b e s ch w i m m e n 100 m in 1:32 4 übeilegen gewann, aber wegen iuchtkorrekter Wende disgualifiveit.wurde. Es muß ei wähnt werden, daß die Ausschreibungen die Hakoah verhinderten, eine p'ößere Anzahl von Schwimmer an den Start zu senden. Die näkuten Ereignisse werden die Hakoah schon entscheidender ringreifen sehcn. P. G. LLnderwettkampf Schweden gegen Finnland. Der Fußball-Länder Wettkampf Schweden-Finnland wurde rm Stadion zu Stockholm ausgefockten und endete mst dem überlegenen Siege der Schweden von 4:0. Halbzeit 1:0. Die beiderseitigen Lristungen waren nicht befonbei§ put. 14.0(0 Zuschauer waren anwesend. — Die finnische Mannschaft mußte am nächsten Tage gearn eine . zufammengesetz'e Stockholmer Mannschaft eme wstiere N ederlage von ,3:3 in Kauf nehmen. — Am 13. d. M. treffen sich Dänemark und Norwegen im Ländrrweltsviel. Länderwettpampf Schweiz—Schwede«. Am 6. Juni fand in Stockholm rin Ländcrwctlsampf Schweiz gegen Schweden statt, der überraschenderweise von den Schwekzem 1:0 gewonnen wurde. Ringkampfe. In zweiBaristeS gastieren in Ermanglung internationaler Promammnummern derzeit Rinaenrnrp'n. Bei Ronacher ist der Itallener Btanckri. im Apollo drr^, Wiener Stembach Truvpenkommandant, womit auch schon d.e Sieger der Konkuvienzen vorausgrsagt sind. Quer durch Wien« Beim sonntägigen Stasettenlaus Ouer durch Wien kommt auch ein Provagandalaufen für Damen zur Durchfühiung. das aber nur vom Stubrniing Wiener Ring- Cass) bis zum Prater-Svottvlatz fühlt und m 85 Etappen e>ngeteklt ist. Für das Lausen selbst gibt sich in allen Kreisen das größte Jntereffe kund. Der Weltrekord im Speerwerse« aus 60.83 Meter verbessert. Einen neuen Weltrekord un Speerwerfen stellte der Finne Myrra kürzltch rn Helsingfors ans. indem er die von ihm gehaltene Bestleistung von 66'k0 m auf 69.93 m verbesserte. 187 Stafetten nehmen atu Lausen „Quer durch Wien" teil, die »N 12 Gruppen eingekeilt rnd. Der Start erfolgt um 11 Uhr vormittags auf dem Mariah'lfer Gürtel; die ersten Läufer dürften längstens 20 Mmuten später auf dem W.A. C.- Platz eintrefsen. Akademische Sportabteilung Judaea. Samstag den 12. d. M., vräzffe 6 Uhr nachmittags, im Caf6 Industriellen, l., Konkordia-Platz 4, Vollversammlung aller Mitglleder, zu der auch Nicktmitglieder Zutiitt haben, sofern sie Akademiker sind. Tagesortnung: Reorganisarion der Leitung und Wahlen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gerichtssaal. Tobias Coufal, der Held. Eine peinliche Szene, die sich kürzlich auf der vollbesetzten Plattform eines Straßenb.ahnwa'-.ens abspielte, bi.bete gestern beim Bezirksgericht La rdstraßi den Ge5enstand einer Ehrenbeleidigungsklage, die der Filmregisseur Ernst T. gegen den Revidenten der Südbahn Tobias Coufal angestrengt hatte. Wie der Kläger anführte, wurde er von dem Angeklagten, der beim Aufsteigen auf die Elektrische auf der Plattform bequem Platz finden konnte, mit den Worten: „Steig' halt ab. du Judenbub" und „Mach' Plach", angerempelt. Als der .Kläger'erwiderte: „Ich bin kein Jude", soll der Angeklagte repliziert haben: „Dann werde ich, ein Christ, dich zum Juden machen!" Bei diesen Worten spuckte her AnZeklagte dem Karger ins-Ge sicht. Als letzterer von dem Beleidiger die Legitimation verlangte, soll ihm der Angeklagte mit den Worten: „Das ist meiue Legitimation" eine schadende Ohrfeige versetzt haben. Der Angeklagte, der heute zur Verhandlung, nicht erschienen war, hatte bei einer früheren Verhandlung angegeben, daß er den Kläger, von dem er auf der Elektrischen provoziert worden fei, -nur eine Ohrfeige angetragen habe. Nachdem ein Zeuge des.Vorfalls die Angaben der Klage vollinhaltlich, bestätigt hatte, verurteilte der Richter Landesgerichtsrat VrÜck den Angeklagten zu einer Geldstrafe von zweihundert Kronen, eventuell zu achtundvierzig Stunden Arrests. Der Türke und ferne Freundin. Die 22iäh'ige 'Piivate Lillt Sch. war gemeinsam mit ihrem Freunde Itffr B. in emem Geschäft in der Kärtnersiraße erichienen und ha'te daselbst einige Toiletten gekauft. Der Türke erlegte einige tausend Kronen als Angabe uud es verblieb ein Restbetrao von über X 19.000. B. hatte dann se ne Beziehungen zu seiner Freundin gelöst und war Fach d'r Schweiz ge» eist. Die Firma richtete an Fiäulcm Sch. eine Mahnung; btcfc erklärte sich außerstande, dm Betrag zu bezahlen. Hieraus brachte die Firma beim ZiviNandesgerlchte die Klage rm, worüber die fort-- geietzte Verhandlung stattiano. Die Beklagte bemerkte, daß sie zur Zahlung nicht veivst'chiet fei. denn nicht sie, sonbe>n ihr türkckchrr Freund habe die To lenen für sigekaun. Sie habe gegenwariig von einem Freunde e-n monail ches „Taichengelb" von X 8000. von dem sie nichts entbehren könne Bei der heutigen Verhandlung bemerkte der Kläger, daß«dre B'cklag'e dmchaus kem so armes Gcschövf ser. als sie glaüvcn machen wolle. Schließlich kam ein Äergle-rch zustande, aus Grund defs'N die 5'lägeun -u R'itrmghlmiLcn von & 5C0 monatlich vripff'.chlcr wurde. 11. Juni 1920_Nr. 497 Der Volkswirt. Eine Krone --- 4 Centimes Geld. Gesiern notierte in Zürich: die ösierreichffche Krone Geld . . . 4.— ( 4.— am 9. Junis die österr. gestempelte Kro'ne Geld . . 4.— ( 4.— am 9. Junis die tschechische Krone12 40 12 45 am 9. Junis die Mark.. 14.20 13.70 am 9. Junis Agram 5-35 ( 5.25 am 9» Junis Budapest. 8.15 ( 8.15 am 9. Juni) Warschau ... . . . . .... 3.16 ( 3.— am 9. Juni) 9Iute Unternehmungen in Palästina. . In der letzten Zeit wurden 34 neue Firmen in Palästina handelsgerichtlich registriert; darunter befinden sich zwei jüdische Kolonisationsgesellschaften: Geulay- C o m p a n y. begründet von den Herren Oettinger. I. Gold^ berg und S. Gluskin, und I r - ch a d a s ck a h C o m p a n tz begründet durch L- Wrrß, B. S. Hart und D. I. Kleinmann. Die Herren I. Ben-Dow und Mark Schwarz m Jeru« salem haben die erste palästlnenfische Fr1m-Gesel!schaf^ die Herren H. Kaplan (New 81ork)> L- Stein, B. NarajewSki, E. SchtleschewSkl, alle drei in Jaffa, und I. Swarowski (Rußland) die „Amkrikanisch-palästinenfische E i s en fab rilögt s e l l s ch a f t" begründet. Die übrigen rrgifinerten Firmen find H a n d e l S u n t e rnehmungen, zumeist voir palästinensischen Jude» begründet. Die Araber Haben eine „Palästinensisch e Handelöb a n l" gegründet und reglstrreren lassen. Ferner wurde eine Filiale der a rn e r i k a n i s ch e n EVacuum Oil Cotn« pany" registriert. Der Lederpreissturz in der Tfchecho-Slowakei. Prag. 10. Junr. rPrivat.) In der Lederkommrsfion wurde gestern einmütig anerkannt, daß dem Preissturz i«Leder auch eine Preissenkung für fertige Schuh» waren Nachfolgen müsse. Es wurde konstatlert, daß d« Verb. i .l 1 i g u n g s p r o z e ß s o r t s ch r e r t e und viel« fach schon 10 bis 3v°/o erreicht habe. Handelsnachrichten aus Pole«. Aus Warschau wird uns berichtet: Eine Gruppe polnischer Finanziers hat ür den letzten Tagen die im Posener Gebiet befindlicheer großen Spiritusrassinerr'en und' Ka.rtoffelderarbeituttgswerkstätte n der bekannten deutschen Firma A.-G. Breslauer Spiritusfabriken käuflich erworben. Die Einwechslung der Krone in Mark in Galizien machte die Erhöhung des Tarifes der polnischen Eisenbahnen notwendig. Diese Erhöhung sollte mit 25 Prozent am 1. Juni in Kraft treten. Das Eisenbahnministermm verfügte jedoch durch telegraphische Anweisung an die in Betracht kommenden Dienststellen, daß eine 125prozentige Erhöhung der Fahrkartenpreise in Kraft zu treten habe. Die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Beziehungen mit Rußland. Im Obersten Wirtschastsrat in London erklärte bev französische Vertreter A v e n o l, daß Frankreich nicht grundsätzlich gegen die Aufnahme der wirtschaftlichen' Beziehungen mit Rußland sei. Es wende sich bloß dagegen, daß das vö« den Bolschewiken beschlagnahmte Gold älö Zahlungsmittel für das Ausland diene. Aus den in dieser Angelegenheit gefaßten Beschlüssen, fügte er hinzu, dürfe aber weder die direkte noch die indirekte Anerkennung des Sowjetregimeß gefolgert werden. Nach den „Evenitrg News", iverben sich' die alliierten Regierungen nicht s e l b st an den Handelsgeschäften mit Rußland beteiligen. Dies soll den Kaufleuten überlassen bleiben. Das britische Außenhandelsanst wird derzeit feint; Regelung des Handels mit Rußland vornehmen. Kaprtalserhöhutt^en der polnische« Baake«. - Warschau, io. Juni. Mit Rücksicht aus die fortschreitende Ausdehnung ihrer Operationen sehen sich jetzt sehr viele polnische Banken zu Kavitalserhöhungen genötigt. In den nächsten Tagen werden zwri große Banken, nämlich „Bank Handlowh" (Handelsbank) und „Bank zwiazku spolsk zarebkowych* (Bank de» Verbandes der ErwerbSgenossenschasten) Küpitalserhohunge» vornehmen. . Valutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr erfuhren fremde Zahlungsmittel nur unwesentliche Veränderungen. ES notierten: L e i n o t e n X 3.64, R n b e l n o 11 it X 9.60, Mckr^noten gr ün X 4.38, Lire X 9.90, D ollckL X159.---, tschechische Noten X 3.75, Pfand K 650. franz 8 sische Noten K 12.75, Auszahlung Agram K166.—, A u S z a b l u n g B ud ap e st K 94.—, ungarische Noten X g6.— und «««> gestempelte Noten X 90.—* Der Notenumlauf um 297'S Millionen gestiefle«. Nach dem setzten Wochenausweis der Oesterreichisch-ungarische» Bant rst der Noienumlauf um 2S7'6 Millionen Kronen, auf 61.721 Milliarden Kronen gestiegen. Au, Oesterreich mtfallr« 15.794 Milliarden. Wiederaufnahme der Tätigkeit der Kieme» Banken. Laut Verordnung des Finanzkommissärs des Kirwer Gouvernements. W. Jhnatowyt'ch. haben die Staatsbank, dir Landesbank, alle Handels- und Jndustriebankcn, sowie die Kredit-- genossenschaflen in Kiew ihre Tätigkeit m dem bis zum 1. Dezember 1919 bestehenden Wirkungskreis wieder ausgenommen. . Sesterreichische Export-Malzsabviken Schindler ch Stein A.-G In der BelwaltungsratSsitzung wurde beschlösse,, der tür den 25. d. M. anderaumten VI». ordentlichen General« versammlnna de Verleilung einer Dividende von K 25.— >Ül das Geschäftsjahr 1918/19 (gegen K Sv — im Vorjahrt) ddp» Zuschlägen. Geschäftsverkehr mit Rumänien. Heimische legitimierte Jnteicssentrn erhalten rn der Ervorlabreikung der medeiätterrelchör schen Handels- und GcwerdetaMmrr, Wien, h* Bchrrstraße

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