Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 497 (11.6.1920)
- Date
- 1920-06-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 457. •r r Wien, Freitag "-r- Eingesendet. Juwelier Setter I. Hotenturmstracso SS VIL, Marialiilfcrstrasse 98. — Tolophön 32099'. VERKAUF , TÄBlioh GelegenheitakSof«! S25 Tagesbericht. '[ Der blutige Tag irr Graz. Bor neuen Demonstrationeu. .- .Me Telegraphen-Komhagnie meldet GrgL: Irr, einer gestern abgehsttenen Veptvauensmännerver- - fammlung der linksradikalen sozialistischen Vereinigung wurde der Beschluß nefußt, die Absetzung des Lundeshaupinlannes- Dr. Rintelen, deK Landeshauptiuannstellvertrcters Dr. Are r, weiters die Verhaftung des Obersten Peinlich, Kommandanten der Gendarmerie, die Verhaftung des Abteilungskommandanten Rittmeister Lichem, die Zurückziehung der gesamten Gendarmerie aus Steiermark und deren Ersetzung durch bewaffnete Urbeiterkorps zu fordern. Man befürchtet für Samstag und Sonntag neuerliche schwere D e m o Ir str-a t i o n e n und K r a wall e, w eil d ie Arbeiter die Absicht geäußert haben,, mit dem Bürgertum abzurechnen. Es wird sogar vielfach von der Absicht der Arbeiter, die Räterepublik auszurufen, gesprochen. /Demgegenüber wird bekannt, daß sich die in Wien befindlichen Missionen sehr eingehend mit den Vorfällen beschäftigen -und in den; nächsten Tagen eine militärische Kommission an^Ort und Stelle entsenden wxrden, welche sich durch eigenen Augenschein ein Bild-über, die Ursachen und Folgen der Krawalle machen soll... ' Graz, 10, Juni.. tpeuk nachmittags fünf Uhr wurden auf dem Zentralsriedhose 11 Opfer der Unruaheu von, Montaag beerdigt. Zwei Tote wurden vorn Barmhcr;igen-Spital zu Grabe getragen, -ein Toter wurdeauf demi s r a e l i t i s ch e n -Friedhof bestattet. Die^Beerdigungeu erfolgten ohne Zwischenfall. - Der Aerztestreik in Innsbruck. .MusHtt'Uschrü'ck wird 'berichtet:.Der Streik, der AeöMschaft daüevt an, da das Staats amt für Unterricht:--'trotz ' sofortiger und telephonischer Intervention der-.'Laudesbehörden bisher den Förderungen der Or- '.gansiotiomMv>'Wr^zwsHÄ'ft-Mchö-/en'kspMchHn hat.. Im - Verlaufd'^r-'letzten zchei -Tage haben die Verhandlungen^ mit i WNn' keiner-Lei-'befriedigendes Resultat gezeigte-' "Die ---Erregung ," 'unter den Spitalskranken verschärft'" sich f begreiflich erweise immer mehr. Der. Hauptgegner ' der Forderungen der Spitalsävzte scheint der Sektionschef Dr. Kalle zu sein, der, sich bei den telephonisch geführten Verhandlungen den Ausspruch leistete, „es werde der Beweis erbracht, werden, daß ein Spital auch ohne. Aerzte. bestehen könne". Der Spitalsbetrieb stockt immer mehr.. ' Verdacht des Hasardspieles. D'cur Polizeikommissariat Alsergrund kam ein vertrauliche Mitteilung zu, daß sich am 8. d.-'M. nachts eine größere Gesellschaft, vermutlich um Hasard zu spielen-, in der Wohnung der ZZfährigen Frau Ernestine!:B r u k u e r, Inhaberin' einer' 'Großhandlung mit chemischen Produkten' und Kunstdünger, 9. Bez., Garnisongasse. 1, einfinden/ werde. Um' Mitternacht begabsich ein - Kriminalbeamter mit drei Wecheb^mnten in die Wohnung der Frau Brukner. Die Polizeiorgane mußten etwa zehn' Minuten' vor der Wohnungstüre warten, ehe ihneir' /trotz wiederholten Läutöns geöffnet wurde. -In der- Wohnung, die hell erleuchtet war: wurde wohl eine aus „33 Personen, bestehende Gesellschaft: Kausleute. Baumeister, Private,. Bahnbeamte. Reisende. > Ingenieure/ angetroffen, doch konnte-/der Beweis, daß Hasard gespielt worden ist, nicht erbracht werden.-Es scheint den-Leuten, während sie die Polizeiorgane warten ließen, gelungen zu sein, die Spuren des Spieles wegzuräumem Man fand nur in einem ... Spieltisch einige Spiele' Kürten. Bezeichnend ist allerdings der Umstand, daß sich einige Gäste'unter dem Bette, andere irr einem Kasten v e r st e ck t hatten. In det Küche war das Stubenmädchen mit dem Herrichten.von Ssteisen beschäftigt. Der Beamte Doktor Jacques, Uschkenast). bei der Firma Sigmund Brukner in Stellung, im Hotel Weintraube wohnhaft, gab an, v daß er. mit Bewilligung per Frau -Brukner bisher dreimal Bekannte und :Gäste in-die Wohnung emgeladen habe, .damit sie sich "unterhalten können. Die .Amtshandlung ist eiiigeteitct. Der Milliortenkonkurs der Frau Jerusalem. Gestern waren in Wien in den Kreisen der Gläubiger der Frau Kommerzialrat Stella Jerusalem Gerüchte verbreitet, daß sie in Graz ihrem Leben durch Selbstmord, ein Ende bereitet hätte. Eine Bestätigung der Nachricht liegt bisher nicht , vor. Nach einer anderen Version ist Frau Jerusalem nach Ungarn gefluchtet.' Wiener Morgenzeitung r / n 11. Juni 1920 t‘f;r f ff ' V'y VV , Seite 51 DemonstraLisnen gegen Sommergäste in Ältmünfter. AnZ G m u n d e n wird gemeldet: In A l t m ü n st e r kam es bereits zu Demonstrationen gegen die Sommergäste. In Altmünster sind , bereits ziemlich--viele Fremde zmn C e'.'.uncranfcnthaltr angrkommen. Die Arbeckerschast von A! tm st n st c-r und der näheren und ^ferneren Umgebung' hatte sich zusammengeschart und vormittags im Orte gegen -die,Fremden demonstriert. Die Demonstranten foibcvtc« die Entfernung der Fremden innerhalb 14 Tagen. Zu Ausschreitungen: kam es nicht. ' * Begräbnisse am heutigen Tage. Neuer Friedhof: 9 Uhr Landau Sarah; 9 Uhr 40 Min. Schönwetter Moritz; 10 Uhr Horowitz Pinkas; 10 Uhr'40 Min. Sricrßnh Fanny. * Die Flüchtlinge der Städte Z b o r o w. Zalo § zcz, I e z i e r n a, P o m o r z a n h und Umgebung werden aufgeiordert, zu der am Sonntag den 13. Juni um 2 Uhr ' nachmittags im Betbause A hawath Sz u l o m, XVI., Lmdaucrgasie 5, statlfindcnden dringenden Besprechung in der Frage der Wicderan'bauaktion bestimmt zu erscheinen. Die Vertreter des Bezirkes Zborow. * Jüdische Volksschule. An der in Wien im Schuliahre 1920/21 zu errichtenden jüdischen Volksschule mit deutscher Un'.crnchtsivrache aclangen drcr Lehrerstellrn zur Besetzung. Für Volksschulen aepiü'te Bewerber wollen bis 30. d. M. Gesuche an das Unterrichtsamt d'rs Jüdischen Nativnalrales, U., Taborstraße 20», zu richten. * Vom jüdischen Realgymnasium. Am jüdischen Realaymnastmn, Wien, I.. Drahkgasse 4. gelangen mit Beginn des Schuljahres 1920/21 nachstehende Lehrerstellen zur Besetzung: 1. Für hebräische Sprache und Religion (14 Wochenstundrn). 2. Für Latein, Deutsch (18 Wochenstunden). 3. Für Zeichnen (18 Wochenstunden). Ferner ist eine Teitsupplentur von 5 Latenr- und 4 Dcu'lschstunden (zusammen) zu vergeben. Gesuche geprüfter Bewerber, die das Probejahr abgelegt haben, sind bis 30. d. M. an die Direktion zn richten. Persönliche Vorstellung erwünscht. * Die Engländer.' ' wollen bei den Wiener Schneidern arbeiten lassen. Nach Mitteilung des Verbandes der Schneider und Schnckderinncn weilten kürzlich die Vertreter einer englischen Kavitalistengruppe in Wien, um die hiesigen Verhältnisse in der Richtung zu studieren, ob es tür die Engländer vorteilhaft wäre, hei den Wiener Schneidern Kleider konfektionieren zu lassen, indem sie die Stoffe und alles, andere Rohmaterial ans England beistellen würden. Fürden Konfekt onslohn sollen den Wiener Schneidern Rohstoffe geliefert werden, mit denen ste dann auch für den heimischen Bedarf arbeiten könnten. Der Verbands- Vorstand hat den Engländern die Wiener Lohnverhältniffe bekanntgegeben und hiebei keinen Widerstand seitens der englischen Vertreter gesunden. ' - # * Unterbleiben des Telegraphen- und Telephonstreiks,. D:e gestern stattgchabte Bertrauensmännervexsammlung der Technischen Union hat vom Siaaisamte für Verkebrswcken bezüglich, der Unterbringung der m Bedrängnis geratenen Abteilungen des Telegraphen- und Telephvnbctricbes Zugeständnisse erhalten, die sie als unzureichend bczeichnete. Die Versammlung nahm indessen die Zusagen zur Kenntnis und beschloßt mit allem Rachdiuck dafür ein-ulretcn, daß der-Telegraphen-und Trlephonverwaüung ein eigenes Haus zur Verfügung gestellt werden soll. Durch die>en Beschluß unterbleibt der Streik. r * Keine Wiederaufnahme des Stadtbahnverkehrs. In fr-r letzten Zeit sind wiederholt Gerückte über eine angeblich bevorstehende Wiederaufnahme des-Stadtbahnverkehrs in die -Oeffel'.tl'.chkcit gebracht worden. Wie das Staatsamt für Verkekrswcsmerklärt, ist an eine Inbetriebsetzung der Stadtbahn nicht zu denken. * Die neuesten ZweiKronennoten. In den letzten Tagen haben sich einige Leme den Witz g-leistet, emzelne mir dem Stempel „Deutschöstt!reich" überdruckte Zmeikro'nrnnoten ans der n n g a r-r s ch e n Seite ebewalls zu überstempeln, und zwar mit dem Ausdruck ..Hach die Monarchie!" Der Aittdrtick ist im* Gummistempel miu derselben Farbe wie die des Baaknotendruckes gemacht und.bcstndei sichunterhalb der Zntc „Osztrgk-Magyar Baut" über den drei Untersch'-üten gedruckt. Wie die Oesterreich,schungar"'che Bank erklärt, handelt cs sich, liier um einen Witz, der am den Wert der Banwore kaum emeu Emfluß hat. * Neuerliche Erhöhung des Stratzenbahntarifs. Zwischen der Kommune und den Angestellten der städtischen Straßenbahnen schweben brtanntl-ch Verhandlungen wegen ncuer- I, cher Lohnfordcrunaen der Bediensteten, welche eine beträchtliche Erhöbnng des ursprünaltch veranschlagten Mehraufwandes ausmachen. Bezüglich der B e d e ck n n g hcrischt g tun dsätzlich volle Klarheit: die Kosten sollen teils durch E r- Höhung d e r- F a h r v r c r s e, teils durch eine V e rd i ch t u n g b e § Verkehrs, nlw durch drc hieraus entspringenden Mebi elnnahmen. hererngebracht werden. Ewe ($ n ts ch e i d u n g ist noch nicht getroffen, alle diesbezüglichen ))i 'chr,ch:en beruhen auf Vermurungen. Rur e ns ist sicher: Der E n-, heckstarif von zwei Kronen kann nicht auittchterhalten blctbe« und es wiid m i n d e st e n s ein Fahrpreis von drciKronen festgesetzt und wahrscheinlich für wätcre Strecken durch eine S t a f f e l u n g ein h ö h e r e r Fahrpreis eingehoben werden. Der Finanzausschuß de?> Gemciuderates wird nächste Woche in die Beratung über die Straßcnbahnfiage eingehcn. * Üebermntzige Preise in Gastlokalen. Wegen übermässiger Prristvrbertmgen bn der Verabreichung bvn Spen,n und Gelr-äuken wurden die Kasieehausbesttzerin Johanna Med ak. Vl.. Getre dcmaikt 1, der Inhaber drs ^Barkhotel Schönbrunn", Paul H o p f n e r. der Direl'ior des Hotel Jmvcrial und der Drsttzer der Holelrestamation „Münchnerhoj" zur Anzeiae aebracht. Ferner wurde die Anzeige gegen den Päckner des Caffs Reclame. II. , Praterstiaße 34, erstattet, well tm Lokale für cm Sütel Bier der Preis von zehn Kronen gecechnet wurde. * Die Gehaltssorverungen Vor Konzipienten. Montag den 14. d. M., 4 Uhr uackmcktags, tritt der Konzipicnt-.'tttag. gemäß dem Beschlüsse seiner letzten Tagung, im kleinen Festsaale der Universität neuerlich zusammen. * Das Kviegswucheramt hat im Zuge der Amtshandlungen wegen bedenklicher B a l n t e n g e.i ch ä i t e unter anderen auch Hausdurchsuchungen bei dem Privaten Moritz Hösfman ». H., Akathildenvlatz 2, und bei dem Kaufmann Ephraim E l f e n b e i n, XX, Wallensternplatz 7, vorgenommen. Bei der ersterwähnten. Revision wurden 1155 Dollar, im zweiten Falle 13 russische Noten zu je 560 Rubel beschlagnahmt. Die Flnanzbehörde wurde verständigt. * Berhaftuttg einer Bottrswehrwache. Wie verlautet, wurde vor zwei Tagen eine Volks wehr wache samt ihrem Kommandanten und dem Aufführer verhaltet und der Polizei übergeben. Die Mannschaft erscheint beschuldigt, ihre Kominandierungcn zum Wachdienste im Arsenal und im Neugebäude zu fortgesetzten Diebstählen wertvollen Materials benützt zu haben. Die Leute schafften bei ihrer Ablösung die Beute in Rucksäcken fort. Insbesondere wurden zahlreiche Magnete für die Motoren von.Antos und Flugzengen gestohlen. Jeder dicker > Magiitte bat Herne einen Wert von mbsühr K 12,000, Der Ge- «tsHirr»' Größte Auswahl! cp; lligste Preise! 6S0 Leopold Sleinhnrt, Wien, >.,Brbcrstrche ö. ■&73/S0 I faintschadcn beläuft sich, soweit sich die Sachlage überblicken läß^ auf mindestens eine Million Kronen. Außer ackt Volkswehrleuterr befinden sich auch mehrere Zivilpersonen in Haft, die die ge-' stohlene Beute angekauft haben. * Ci« Aealfchüler von einem Heurigsnbefnchev erschossen. Ein ganz unerhörtes und grauenhaftes Verbrechen ist am 8. d.M.. nackts um ^/zll Uhr, in Döblmg verübt worden. Der I8jahrige Realschüler Franz Papvenberger, Sohn eines Lokomotivführers, ist, als er auf dem Heiunvege begriffe» war, auf der Hciligenstädterstraße in der Nähe des BahnhofeS von einer Kugel, die irgendein Mann von einem vorbcifahrenden, Streiswagen abseuerte, am Bauche derart verletzt worden, daß er. am 9. d. M. früh im allgemeinen Krankenhause starb. Jetzt wurde von der Polizei stchergestcllt, daß Pappenberger von dem Dreher Jobarm S ch w e m m e r, der mit einer betrunkenen - Heurigengesellschait fuhr, durch einen Revolvcrschuß getötet wurde. - Der Mörder wurde verhaftet. «Möbelauktion» Die gesamte Wohnungseinrichtung:c. der Exzellenz Gräfin C. E. gelangt am Dienstag den 15. und. Mittwoch den 16. d. M. zur Versteigerung. Besichtigung von beute bis inklusive Montag den 14. d.M., k. Seilerstätte 12, Mezzanin. Tür 12. Volksbildung im Technischen Museum. Führnugsvorlrag: Samstag den 12. d. M., 3 Uhr nachmittags, Doktor O. Brhk. „Aus der Geschichte der Physik". Lichtbildervortrag:, Sonntag den 13. d. M-, 10 Uhr vormittags, Ingenieur A. Cornu, „Wiffenschaftliche Betriebssührung". . > Vereiusrrachrichterr. Jüdisch-akademischer I n r i st e n v e r r i n. Anltsstunden (täglich von 11 bis 12 Uhr) und Biblioihrksstunden lDienstag und Donnerstag von 11 bis 12 Uhr) vorläufig im Heim der Vereinigung Jüdischer Hochschüler jür Welthandel, II.,. Taborstraße la. —• Verein E r e z Ifrae l, Wien, II., Prater Hauptallee 10. Sämtliche Mitglieder werden ersucht, im Lau>c dieser Woche im Becetnslokale zwecks Zuteilung zu derr Wühlarbeiten für deeKultusgemeinde. zu eischeinen. Kein Mitglied fehle. Amtssiundrn täglich ab V-7 Uhr abends. Heute, 4 Uhr nachmittags, im Vcreinslokale' Boitrag Josef Lauczcner über: ^Hcchaluz-Beweguug". 6 Uhr Ausschußsitzung. Morgen Samstag, 3 Uhr nachmittags, Zusammenkunft der Chaluzim-Grupve des Vereines mit den Verelnsmitglledern. Täglich von V*7 bis 9 Uhr abends Anmeldungen für die ncuzueröffnenden Hebrarsch-Kurse sowie tür die A g r t a t i o n s a r b e i t z u den Kultus wähle«. — Verein der jüdischen Invaliden und H e i nt k eh r er in Wie n. Sonntag den 13. d. M., vor«, mittags, findet in Winklers Praterkellcr, II., Stuwerstraßr 1, eine Mitgliedkiveisammlung mit sehr wichtiger Tagesordnung statt. Zuverlässiges Erscheinen Pflicht. Mitgliedskarte m r tbrrngen. _ Die Ernährung. Der Marktbericht. Mit Ansnahlne des O b st m a r k t e s, dessen Zufuhren, sia't -uzunehmen, abnehmen, waren gestern alle Marktgebiete vollkommen ausreichend beschickt. Aui dem F l e i s ch m a r k t in der Großmarklballe waren alle Fletschgattungen vertreten. Es gab - frisches ungarisches Rindfleisch zu X 140. frische Rindsinnereie«, zn K 60, ungarisches Kalbfleisch zu 130 per Kilogramm, ferner Kitzfleiich und das ravomerte Schasflersch. Die F i s ch m ärkte verfügen über ausreichende Mengen frischer Seefische zu K 27 und K 32 das Kilogramm. Ani den Grünwarenmärkten war^ Gemüse hiesiger Erzeugung mehr als ausreichend angeboten. Bon aufwärts kamen nur arüne Erbsen, die gestern unter Anstellungen - verkauft wurden. Ueber Eier verfügte nur die Brktualienmarkthalle im III. Bezirk. Das Stück kostete & 4'50, Fleckeier wurden zu L 3 angeboren. __ VeVschlechterte Aussichten auf die volle Brot« ration. Besseres Brot in der kommende« Woche. \ Ww verlautet, haben sich die Aussichten auf baldige Einführung der vollen Brotquore verschlechtert. Die leitenden Stellen der Kriegs-Geireidezentrale erkläre^, - daß mit Bangen der Mehlversorgung ' im Herbst entgegen-. gesehen weiden müsse,. wenn die ailsländischrn Kredite erschöpft , fem werden. Es feien nur geringe Aussichten vorhanden, durchbalten zn können. Die einzige Hoffnung auf eine Besserung der Situation beiuhe auf drrn zu gcwärtigenden Abkommen mit Jugoflawiru, wo gegenwäitig Verhanlungen gepflogen werden. Jedenfalls könne man jetzt nicht daran denken, dir Brotqüote auf ihr früheres Ausmaß zu bringen, ehe nrcht Garäntieu. dafür vorhanden sind, daß durch einen solchen Mehrverbrauch an. Mehl nicht die notwendige Aulage von Reserven gehindert werde. Im Ernährungsamt verweist man hinsichtlich der Brot-- quote ebenfalls auf die Unterhandlungen mit Jugoslawien, von - deren Ergebnis die Festsetzung der Brotration abhängig sei. Für die n ä ch st e Woche ist eine bessere Ouaütät des - Brotes zu erwarten, nachdem die Zuweisungen an Mehl zu 70°/, .. Feinmrhl, 15% Roggenmeh! und 15% Kartoffelflocken bestehen.. Allerdings hat das Feimurhl auf drm Wafferweg einigen Schäden genommen. ___ . W. I. W. , Montag den 14. d. M. ' von 9 bis V»U Uhr vormittags rot, rosa, von V-11 bis 12 Uhr nunags weiß, gelb. — Dienstag -den 15. d. M. von 9 bis %U Uhr vormittags grün, orange, von V,H bis 12 Uhr mittags grau. blau. — Fortsetzung drs Verkaufes von Fett 5 K. 136 per Kilogramm, Kakao, Zünde.-. H-rlnge 5 K 4. Kerzen, Zigarettenpapier, Lachs, Bvhnensalat, Herren- und Damenschuhe. Abgabe von Frühkartoffel«. Von heute ab:bjs Sonntag werden im II. Bezirk italienische Frühkartoffeln zum Preise von K 10.— per Kilogramm, und zwar V? Kilogramm per Kopf, gegen vU'lvcmiui's t?S Buchstabens v.M:! der Kartoffel» ausgegeb-ii!.