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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-10 · Heft 496 (10.6.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 496 (10.6.1920)
Date
1920-06-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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< Nr. 496 . Men, Donnerstag Wiener MorgeuZeitung ig ^nnt ivzü vtntf •'«■"") -...» - .. -W j TelegramM Lts Schtsr^rgkeri-« vee Käbittettsbitdüngitt Dtztttschlaüv. . Berti», s. Auüi. (Korr.-Bur.) Wie die Blätter melden, sind dir von der Negierung und den Parteien MternolnriienM €? fk t it t t zwecks. Bildung einer n e ü e n N e g i e tu it g bisher ohne je d e nE r f o l g geblieben. Die einzelnen -Parteien werden in den Nächsten Tagen zu FraklionSsttzütttzen za» süWMete«, lim die darrb die Wübken grfchaftene Lage zu besprechen. Eines sei jedoch klar zu sehen, daß nämlich die Mehr- HWWKtW sedeS Ztjsamme«sMtrn M ver deutschen Volkspaftel tztStt ablMech während die letztere zlt einem derM'ligeN ZNfMmeNgchen bereit wäre. Die Unabhängigen verhalten sich nöch Immer vollkommen passiv. \ Präg, & Aöni. iMech^Slow. Preßbtw.) Attdsv httttigeu. Sitzung des Senats führte Senalor Dr. Heller (deutscher Sozialdemokrat) aus, daß'sein« Partei sich bostständlg aus, den BV8M der 8M Abgeordneten iAetiger <m AbgKüivttekenüüus ab- Mvene« EkMM Me Mb insbeloNdM iür d e ZochiMtung und iiir das SelbstbestMtttuttgSrecht.aller dielen Staat des wohnenden Völker und daher auch des dentschM Volkes emirete.ZnBesMAlliig derRemklUnflse'lmlUNg bemerkte er, dlsFrüge, öb sucht che BbtöWiMiiNgen für v>8 Mitarbklt iiNet Partei vvrliegen.^müsse ec dahin btüNtwvMN, daß bereit aus wirnchaitlichen, versasiÜnasrechtlicheU, poMÜchött und nationalen Gründen eure Mitarbeit der demschkn Söziütöeütvkrateti lucht in Frage kommen könne, denn d'e ganze ENtwickfMig dieses Glsalts, setUfe Errichtung iltid settlt Gx-Mz seien üut Gewalt.auigebSut. Solange die Deutschen nicht das Recht erlangen, über sich selbst zN bestimmen, müssen sie es ävletzULN, den Staat MitzuregnM« Hiftmnm In Vtk tfchöchtfchttlr KSÜMkött. , Prag, 9. Zum. Nach de Nr uatiöttaffoziMsilsch>U! „Eesko Swvo" schi-n gestern eine neuerliche KübiEts- Ms MöHupPN, „Rawbnl WMM bezeichnet die pöMsche 'Me' Äß )lMwchAMV,- da die BMigttüg des ReaieruttgsprogramEK durch düs ParlaiNfeNt NN- MttttMpMMrft Düsar HM dem PräsibsMtt MMM, vte OzrMttSe der stuzelnen Pur-. toM M 'Mvüfsrt.. W ist zu verwuiwern, sagt. das. Mkt, Mß schStt sv HM der höchstÄ Mütliche Funktionär . eKvsiiM MMtt MUß Ätd Eev dev MtnistsrpräsibM mch ds8 Minister. des- Jtmsrn, die. sich , bisher als wahre M^tDr im UMthanMu erwiesen hnben^ sich Aufgabe zu unterziehen wagen. Schließlich verweist das Blatt auf dÄ Differeiizeu in der Koalition sMte zwischen beit Svziaweurokratmr Und den Natiosywt ^zttftfchen den DozialdeiMkrateu lutb den Nativ-i nättsioii. Keitts Bol^abstrmmuttg ju Tesche«. Entschoidttug durch Schiedsspruch. - Pv-iS- S, Hunt- - XtämMnt.) Die Agents Habeis böMM aus Warschau! Bon informierter Seite wird gemÄM, büß PöleN und öib ^cheKd-SlvWüN ein kommen getroffen hätten, wonach auf die VolksaMWuW/M DeMWr Hhbrhk b ß rZichtö t ÜNd die LßsiW dH WreitfMH oM SchiedZspWch einer euröpälMen P ö r s ö n f r fit ö i t linteebkLitet werben fuüfc M sich Ms tzssöNWrs' Höhen MsößenZ erftene, / ,,MH de Paris" glaubt, zu wissen, daß die französische regÄWpg^Ken-ÄWK'vSö'!8eWr MW ösWWägen. habe. ' |»>i ö: tzM. (M. dsr MenS M-SLgsuzelkg.") m ZKrujss der Erlügen. GzMtssitzüM. W RlnMLpMfWnb Du für. Hne WkMung üö> worin ii (ägts, diilßdiv Pariser Mchvichten über ein bereits fertiges AörWMU, betreffend büs AL b i t eiit m iit Mt LeschWtzrW nicht ini ganzen Uwsan ge wichtig s i n d. (Atbischenrnse; «Dba PvM sind siMNtzd hösseL. rufSrnriSkL als witt^ W hat gtMr eine GesNttdbeNkottfs'' cerrz über diesen Gegenstand verhandelt Ulrd beschlossen, d<v siolNtschsn Regierung dtvsvs Arbitrium vvrzuschlügen. ZivtUen dSy Pölen und Lsch-Mn haben jsdöch direkte MhandlnstM üösL dW Gache nicht stattgefnnden, schon aus dtzni Gründe» weil diese UngMMySit nicht bloß zwischen Heu Tschechen und Polen allein entschieden tvörden kann, ssnMön nur unter Hustickmung aMkss betüfeML KMvren. Sip kommt her polnische Minister däs Wüßtzm Patek nach PariZ und wird dort mit Dr. Penefch eine Konferenz haben» Dr» B4 ne sch. reist dann unverzüglich nach Prag ab, um die Regierung Über die Absichten bet poMtscheu MMüttg zu insormieten. Der Minister hat zugleich . van Paris aus die auswArtigk-.n Äusschsisfe fat Mte Häufsr zu einer GesprLchüug für den. kommenden . Lvnnsestütz sMemfett. GoWatenexzesie in Wilna. Narschitü, 7. Zunl. (Lel. der „Ägr. Motgenztg.") 2Sr „La6^ in Nilna berichtet: Am 27. und'28^ Mi gab eS in Mlna wieder GMfse gegen die Juden. Sükbatm, welche mit den Lruppsntranspörten ange» kommen waren, trieben sich in der Stadt umher, überfielött in der inneren Stadt, der Halle und der Stefans' gafss die vorübergehenden Zudsn, schnitten ihnen die Bärte ab, mißhandelten sie und beraubten sie auch in einigen Öfttftm. Besonders arg war das Treiben Freitag früh, als die uniformierten Hultgans einige Straßen abfpütrten. in denen sie ihre Gewalttaten verübten. Der Wilnaer Rabbiner Rubinstein wandte sich an den Kommandanten der 7. Armee mit der Bitte um Abhilfe. Der Kommandant gab telephonisch dem Stadtkommando Auftrag, starke Patrouillen zum Schutze der bedrohten iüdifchen Bevölkerung auszusenden. Die jüdische Bevölkerung ist Noch immer in Unruhe und Schreck, Oie CUiihiCii in die: .„ ' ♦ W o h l t ag: Sonntag den 27. Juni. Nachwets der österreichische« Staatsbürgerschaft im Steüeramte der" Kultas» gemeinde, I. Seitenstettengasse 2, III. Stock. j Die Aufgabsn eines jüdischen Volksgemeinde. Vortrag Gr.Pa«!WerfengrünsrmTerksssenrestaurant Der AMstf, welcher heute um die Wiener Kultus-, gemeinde geführt Wird/ ist ein prinzipieller. . Seine söMoMche Grundlage - schälte Dr. Paul Weisengtütt vor ßinem zahlrbtchen, Publikum äus dem 4. und 5. Bezirk in klarer Abgrenzung heraus» Er führte aus, daß zwischen den Jüdischnationalen und. den Afsimilanteu, welche , beide . heute ,die Herrschaft in der Gememdü ünstreben der prinzipielle Gegensatz herrscht, dätz die Rtchtjüdischncllionalen die KuttusgeMsinde bloß a!8 ein OkgaN zur PMe der NvtWendiON Angelegenhsiten des Kultus öNsehkn. während die Jüdischnationalen sie zu einer würdigen Oertretimg der Judenfchaft inächen wollen. Selbst in dein mehr als minimalen Programm haben die bisherigen Machthaber in der Ausführung, völlig bersägt, in Waler Beziehung, in der Richtung der demökmtischen Entwicklung und auch in religiöser- Hinsicht. Die Wiener Kültusgenreinde ist, wie sih heute ist, ein UebeMeibfel reaktionärster AUschäuungen in . jeder Beziehung. Ihr Wahlrecht, ihre Steuergesetzgebung, ihre soziale Mrsorgetsitigkeit, ihr Verhalten gegen die Beamten sind die äußeren Zeichen dafür, die iünerelr Ursachen aber die Tatsache, daß in der Gemeinde der Gedanke der absoluten Anbetung des Geldes: vorherrschend war, wobei aber M6' soziale Auswertung des Vorzugs des Besitzes Mte, As hat die Gemeinde nichts dazu getan, M Mfche Würde Zn erhalten und Hat sie verloren. Die. Herren - wehren sich daher mit Verdrehungen der Tatsachen und Verkennung aller modernen sozialen Ideen — vergebens gegen diejenigen, welche eZ als ihr Hauptziel NNsehen, ,der jüdischen Ge-Meinde ihre Würde zu geben, i Die orthodoxen Grüppött, wöW ihre wenn auch nicht umfassenden jMschen Förderungen haben, finden bei uns volles Verständnis ßu den AssimilanteN, die . sich diesmal NichtjüdifchnaLisnale nennen, führt keine Brücke» Denn mit uns ist der Gedanke der Demokratie, mit uns der soziale Gedanke, mit uns der in der ganzen Welt anerkannte politiW Gedanke der jüdischen Entwicklung. Dieses Prinzip Muß siegen« Dieeindringlichen und klaren Ausführungen Dr. Weisengrüns fanden reichen Beifall. . Der WahLfchwrntzeL der Nichljüdischnationalen. Die Höllen Köpfe der „Partei dek Nichtjüdifchnütlonalen" sittv üUfühig, den. KultüZtvühikampf, wie es einer mlstqnbigett PärNr geziemt, vlit NoLnialttl, ehrenhaften Mitteln zu führen. Sie Rpffch es dB, iit öffentlichen, ällgeMisl FUgäUgucheil BeefnttiUlktUtgeu fein Progrämck ältszüstöMn oder die Ltzeftü dfesHrvgravMs der GötzfenpaMi zu widerteZüUt Sie schleichen vifelckehr vöü Kejweutilel zu KonveUtiNl, belügen einander und diejenigen, die sie einsangfen tv0llen, ntit bewugteU tvdhthei'M UNd MrleutübunM der Jubischuütiöualett, dsi; als -de« MMichste der Achtecken HMgestellL werden. Aber: schließlich sind auch nicht alle^^-WMer, dw die Sawap«t Seischers als reif für die Partei, der NiGüdiWiäLwMch anfehen und in die Uchiventtkel c « sö weltzrenM «M pölttksch Nügeschüll, daß üö nicht wüßten, B,eM..ErsoM die ZivNtsteü. dferetts erreicht habfen. San ..Mnto -.ist schon selbst den Lesern der „Neuen Freien Presse" als wichtHM Datum in der Geschichte des Judentums geläufig Und N«A wagt es in bidfeit Konvetitikeln vvtt MchtjüdischnatioiraM Gesinnungsgenossen, um Mfklärung über^die Bedeutung Beschlüsse von San Reinb ztt etfttWn. Und was mtttoorte« nün so feilt NlchtjMfchrtatiöNäM WühlhtzrPtMtz, Wfc Jiud Beispiel tot. Orüstein. auf solch heikle Frage?, einfach: San Nemo ist fin Wayttchwrnd'§.t HoK toni-sten! So half sich dieser Dr. Qrnsteiu, Präsident der OesterreichischchraMsichfett Mioü -in einem gMetü M Elisabeth-MädcheiigyMasütlir abcsehaltttlfen MtrvenrrkeN MW diesem Wahlschwinöbl arbeitet nicht ein AnalPhabet^UnW Analphabeten, sondern ein alademisch gradierter. Mensch, unter Wählern, die angeblich zür Elite unserer GetuernSkgehören Mit solchen Argumenten darf man sich allerdings nicht in die OefffentNchM ivMtzn. DiS gehören in diedn.nkelstm KonventM,. ' i BsrsaWMMtzSkaleltdet: . Htzüt« brn 10. d. M„ 8 ühr, Restäürani „Älldet MaÄl^ XVlil., WährintzMraßetzb. MietMiW: Abgwrdüetet Skri ÄMeindM Dr. Gh r li ch. Dr. Karl P6ll8k. i Heuttz den 10» d. M-, V-8 Ühr, Äaisrr Josef, Ü., Kaiser Zosef-Etraßt W. RtzferMifen: Gemeinderat Dottö^ Plaschkes, Aron Schwertsinger. | Heute den 10. d. M>, V-8 Uhr, Restaurant Baron, 8.^' Große 'SchMgäsid w. ReMMrü: Dr. Ego» Ziveig, Elsig! LMLYM, Alfred Pmkas/ M Heute dtti 10. d. M.. v,3 Uhr äbtttds, Lass Schweüdrr^ Hof. M., MattatzMckratzk M. RMntett: Oskär Goldschmii^ ürch.-Zntz. Dr.- fCtuötb Karpltts, Dr. StzNdrrlintz, A. SchwfetLu fintzer. .. .. . j M o «taü dti, 14. d. M., V»6 Ühr abends, GschwanLüerK Gaallolalitaiech Mll.. tzerüMt HMtstrüße 41. Resettüteü: ÄW Jpg, Stricker, Dr, Gchalit, Gernemderüt Dr. Jakob Ehrlich, i Montag dtn 14. d. M. V*8 Uhr MM, Hotel Post? I., Flrischmarkt, Ewgang Drachengasir 1. Referenten: Ern Patak, Gemeinderat Dk. Leopold Plaschkes, Dr. I. Margulv Dienstag den 15» d. M., iJ^ß Ühr abends, Eaf Wichelmstzos/ M., Erdbergstraße 37. Regenten: Gemeinvkrct Dr. Jakoö Ehrlich,'Lndwig^Eatö. \ Dienstag den io. d. M., V58 Ühr abends, Eüj Stadttheater. Ml.,. Mbertgaffe 39. ReferMtfen: Abgeordmt' Stricker, Genlemderat Dr. Wschkfes, Dr. S. Lazarowicz. Dienstag den 15. d. M. Vs8 Uhr oBends. Terrasse^ reüauraüt, V.. MmgareteUplatz. |(|Ä! Dk. Egbü Zweig,! Davld Nebeüzühl, Dk. Max Gptichir. MWMWMMMMWMjWM, Kie WleE Presse mtd RngarrL- Das fühvenbs Organ der österreichischen Chkistlichsoziatttt, Sprachrohr öes Wiener Episkopats uvö aller Kköife, bre tzie Macht dst Liöbö anbeten, ist, wie bekannt, die „Rerchspost". Näch ihrer Haltung und Gprache beurteilt das > Ausland die Tätigkeit der Regierung und bis EtttwickUmg unsres offenklichM Löbens, da matt überall dis «R e i ch s p v st" zugleich auch für den Offiziofus der in der Regierung rnit gleicher Verantwortlichkeit wie die Sozialdemokraten sitzenden Christlichsozialen ansieht, und da diese Kreise nie etwas unter- Nehmen, ttm die geistige Verwandtschaft mit der „Reichspost" zu dsMöntietm. geht man nirgends fehl, wenn man an diese Zusammenhänge, glaubt. Daraus ergibt sich über auch eins gewisse Berantwortüng dieses Teiles der Regierung für die politische Haltung des Blattes, das so gerne Opposition markiert und in allen häuslichen Streitigkeiten der Koalition den Fanghund spielt. Man muh sich dies vor Augen halten, wenn man in der „Reichsvost" früb und abends die Judenfrage lm ordinärsten Hepp-Hepp-'Ton behandelt, liest, und wenn fttmt merkt, daß sich diese Haltung, je. näher wir den Wahlen kommen, immer weiter verschärft. Eine Zeitlang hatte das fromme Blatt in der Polemik ein bißchen Zurückhaltung gezeigt, jetzt aber wirft es die UN-» begueme Maske fort. Was immer in Wien oder in der Wett, in der mcvr von Wien nichts weiß, geschieht, stets schreit die Reichspost.": Judi Jndi Jede Roheit gegen die Inden ist ihr recht und die entsohlicheir Vorgänge tu Ungarn, über die jetzt eine Regierung fällt, haben rn der ».Reichspost" begeisterte Zustimmung und gang nnverbüttte Aufforderungen zur Nachahmung gefunden. Die Beschlüsse - des Internationalen Gewerkschafts- Verbandes gegen Ungarn sind geradezu ein Muster» beispiel für diese Methode der Lüge und Gemeinheit. Der Verband, der mit Juden und Judetttuni nichts zu tun hat, verhängt bekanntlich über Unganr den Boykott; aller Verkehr und Handel soll.für so lange unterbrochen werden, als daS beutiae Mm-dregiMe unverantwortlicher Humpen, gegen die sich das ganze Fand anfbäumt. an» dauert. Dieses Signal internationaler Kultur» solidarität ist für die „Reichspost" der Anlaß zu einer nuvörschämtm Hetze. Sie hat jüngst die ungarisches Juden für den Füll des Gelingens des Boykotts als Geiseln der niügyarischen Banditen erklärt. Heute dreht, sie den DöyköttbeWich sd lange, bis sie einen „JudeN-i attschlag gegen Oien" herausbokommt und von fata* sttophMtr Folgen für die Ernährung Wiens faseln kann.! Ausgörechttst die „Reichspost"». die die Blockade den! deutschösterreichischen Bauern gegen Wien Mit Jubel»; hynmeu begleitet und alle feindlichen Staaten, die etwas) für die Wiener Kinder tun, mit ihrem Hatz beehrt^ redet von HüNgerkrißg gegM düs Christenvölk Ungarns.j das im Kriege Oesterreich in der unmenschlichsten Weis« behandelt hat und durch seine GreNzgendarmen dre^s zehnjährige Buben hat ZüsäMmettschießen lassen, die .em. Säckchen MSHl über die Grenze bringen wollten. SSifefcj sagt die „Reichspost", lebt großenteils von den Zu^i fuhren ans Ungarn. Worin bestehen denn die? WM bekontwt denn Oesterreich von Ungarn nutzer tze^ sälichtem Wein^ < Was die „Reichspost", die ja das alles ebenso gut? keiNft wie wir, mit ihrer Lüge bezweckt das sagt sie imletzten Satz ihres Aerikels: „Wiener Bevölkerung, heraus! zur Verteidigung gegen den neuen AushungeruNgs-» krieg!" Wieder die Wahlen, wieder die Stratzenhetze mip ihren ekelhaften Fermen, der Hatz gegen alles Fremda mit den: einen unverrückbaren Ziel; Mandate und^ Diäten! Und nebencnbei noch natürlich Sturz der Re»! publik, Uttt zu der so heitzersehnten Bereinigung iM der ungarischen Karnarille über jüdische ^eickM Hinwegs zugelangem ■ Von der übrigen Wiener Presse in diesem Zu« sammenhang zu sprechen, ist fast überflüssige Diefts charakterlosen Täuflingsorgane haben über die Scheust-; l'chkeiten der Osztenburg und Hejjas geschwiegen, D lange sie das, konnte,t. Heuie, wo die ganze Welt in Empörung geraten.ist, brechen sie in Krokoöilstränen: ausr St eg hart weint im „Reuen Wiener Tagblatt- und Ernst Benedikt in der „Neuen Freien Presst die da schreibt, daß man jeden Tag von Morden dieses Banditen liest. Warum hat sie denn^ diese Morde nicht mitgeteitt? Und weshalb gibt denn das jüdische Publikum» von dem diese Presse lebt, ihr nicht den verdienten Futztritt? Der vorhin zitierte Beschluß des Internationalen Gewerkschaftsverbandes ist ein Beweis dafür, daß sich auf. die Dauer kein Land absperren kann und daß früher!

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