Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 495 (9.6.1920)
- Date
- 1920-06-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien. Wikwoch Seite 6 Wiener MorgenzeiLu^g . 9. Juni 19?v Nr. 498, 057- Aktienkapital 20,000 000 Kronen, bar eingezahlt 16,000.000 Kronen. '2QKT SOS Alle bankgeschäftliehen Transaktionen* Auszahlungen und Inkasst an allen Plätzen Rumäniens, einschliesslich Bessarabien, Siebenbürgen und Bukowina sowie im Auslande. Der Volkswirt. Eine Krone 3.80 Centimes Geld. Gestern notierte in Zürich: die österreichische Krone Geld .... 3.80 .( 415 am 7. Jun? die osterr. gesteurpelt« Krone Geld . . 3.80 ( 4.-20 am 7. Juni) die tschechische Krone.12.15 12 30 am 7. Inn? die Mark. ........... .13.- .1415 am 7. IyniV Agram ............. .5.20 ( 5.30 am 7. Inn? Budapest ..1. H.15 ( 3.15 am 7. Iurrr) Warschau.2.95 ( 2.90 am 7. Juni) Ver Budapester F. T. <£. spielt am Sonntag in Hütiel-' darf gegen Rapid. Schluß der Uußhaklsaison. Die Wirrer FrißstMaison schließt unnndelrustich am '4. Inh Mit dem Cup-Enficke Hrrrgsfp el. Nachher hitt eine zumindest fünf Wochen dauernde Spielpause ein. Paul Porxes, einer der jüngsten Rechter der Hakoah. besetzte in -er M r t l e l s ck u l m e i st e r s ch a s t mrrer 176 Bewerbern den vierten Platz. Sportklub Hskoah. Heute um 7 Nhr abends findet eine wichtige Sitzung der engeren Klublemmg statt. S. S. Aharvsth Zion. 5 Uhr nachmittags wichtige Sitzung der i., U. und Hi. Mamrschaft. Erscheinen Pfl cht. „Ehrloser Schuft" — eine berechtigte Kritik. Der Sohn ein.'S OberrechnungSrates, Rüdiger B.. hatte wahrend des Krieges geheiratet. Ms er vom Felde hcrar» lehrte, gab er dos Zusammenleben mit seiner Gattin Hedwig auf, indem er ihr nntteute, er habe ein Mädchen lieber als sie, mit der er auch eia Kind habe, sie möge ihm bei der Scheidung feine Schwierigkeiten machen. Seine GattM Wehrte sich entschieden gegen eme Scheidung der nach katholischem Ritus geschloffenen Ehe. Rüdiger iS. hat nun die Klage gegen seine Gattin leim Zrvctkaiidesgcricht eingebracht, m welcher herdcrgehoben wnd, daß ihn Die P?klagte schwer beschimpft habe, indem sie ihn einen „ehrlosen- Schuft" und einen Ehebrecher nannte. Diese Wdrtc habe sie m einem an seine Eltern gerichieeten Priese gebraucht Und auch Mündlich ihm gegenüber auogestohen. Der Richter hat die Klagedzs Gatten algewiefen. In der BegründnnF bemerkte' der Richter, die Beschimpfungen seien nicht erwiesen. Aber selbst wenn die Gattin die vorgebrachten Aeutzerungon gewacht häkt-', so wäre dm§ kern ScheidungsKund; da der Kläger' die Beklagte L-rtsächlich verlassen hat, mit einer anderen lebe und seine Pflichten gegenüber der ersteren fich vollständig eNtschlage, so sei der gemachte Vorwurf des Ehebruches als auch die Bezeichnung »Ehrloser Schuft" gtoot als eine harte, aber seitens der Gattin zulässige und gerechtfertigte Kritik MMsehen. Nach Verkündigung des Urteils bemerkte der Kläger, daß er geglaubt und gehofft habe, hi der Republik sei ei leichter, mit einer Ehescheidungsklage durchzudrittgen. Der Richter belehrte ihn jedoch, daß auch in der Republik der Mann nicht das Recht habe, die Frm» einfach Zu verkästen, sie ihrem Schicksal M überlasten unö Mit eMek anderen zu leben, weil er diese lieber habe. Del Klager wollte sich hierauf' mit dem Richter in eine Prrvatdiskükfion über dieses Thema einlassen, was der Richter ablehnte, möeM er ihn kurzweg entließ. Beteiligung am Münchenev GsilekmvPd. München, 8. Mar. Heute kegann die GerlchtSbtzrhaudlurtg wegen Beteiligung am Geiselmord gegen den Metzger Heinrich Walishauser sowie gegen den aus Baden bei Wien stammenden Hutmacher Ferdinand Rotier. Rotier, der im Jahre 1917 nach München kam. Wtr& tu schuldigt, sich an der Räteregierung öekeilrgt zu hohen. Er soll Befehl- Zur Festnahme von Geiseln erlassen, sich bei der Aufstellung der Roten Armee betätigt hab«N Und bei der Ermordung der Geiseln zugegen gewesen sein. Nach dem Sturze der Rätereaierung flüchtete Rotier, wie bk« ANlkägeschrifk auZführt, nach Oesterreich, Wo et ttn @eftitarnii der kommunistischen Partei in Ären tätig war. Währsrtb der ungarischen Räkeregierung hielt fich ffiottet vorübergehend in Budapest auf, wo ihm 250.600 Krönest für die Organisation einer neuen Umsturzbewegung in Deutschland ausgehändigt wurden. Er kehrte dann Mitte September üker Wien nach München zurück, wo er verhaftet wurde. In der Verhandlung bestreitet Rotier, den Haftbefehl ansgegeben und an der Ermordung der Geiseln terlgenommen zu haben. Die Angelegenheit mit den 260.000 Kronen erklärt Rotter damit, daß ihm in Budapest für me in Wwn befrndüchen, aus München versprengten Genossen *2ÖoS(j KroNen übergeben worden feien. Me Berhanblung dauert fort. : Die Verhandlungen wegen der Neu;: . . er ' stxzefte. Die Prdzetztermitte. Wie v;rlavtei, findet hie bereits aNgMrl-lgke' VscstMMg gegen öL'<r Fabrilsbireltor Jost Zweifel tftlfc den Rrbelfte Soles E a r i o weoen leichter Verlchnng rK Mulhändel nach 8 411 Skr.-G. am 15. d. M. vor dem AtldeZgttichtstNt Kötter S trister statt. > Die landesgerkckstl'che Äerbänolüng geg/u dft verschiedener Kerbrechen bezichtigten el' Arbeiter Wird in zwnkäglger Sitzung!um 30. I u n t und 1. 3 n 1 i hot ö<M Einttlrrckter Obet- HandesgrrichtSrat Dr. Nockowanskl stättsinden. Als Staatsanwalt 'fungiert ist beiden Pioz-fsm Tr. Hügel, als Verteidiger in der ilandesgerickilichen V;>. Handlung Dr. Vaftfitin Rof«nse.kd Wld Dr. Gustav H g r. y'rH t x. Die Bilanz der Doden-Credit-AnstalL. In der gestrigen Sitzung des Berpaltungsriiies der ollgemeinen österreichischen Boden-Credrt-Ansialt wurde die Bilanz pr,o 1919 vsrgelegt. Der Gewinn« und Verluste Konto weist einen Reingewinn von i. 23,195.390.72 auS. Auf Antrag des Vorstandes wurde beschlossen, der für den 3. Juli einzuberufenden Generalsai ammlung btt Bezahlung einer Dividende von 20°/«, das ist L 60.— pMAkkre (gegen K 54.— im Vorjahr. Die Kotiernng des ordentlichen Reservefonds mit kr l.75>f.000.— und die des außerordentlichen Reservefonds mit K 3ch84.000.7vorzusäilagen. Dir Blanfiumme hat sich von 1.954,796 987 88 im Vorlahre auf £ 4,097.116.934.79, also um K?. 142.319.946.9l erhöht. Diele g u ß e r o r h e« t liche Vergrößerung der Bilanzsumme ist zum erheblichen Teile durch die höheren Kronen? gegenwcrke der ^Posten ist ausländischer Währung entstanden. ' tteher dis Bet e l 1 i. g u u g e n d?S—Instituts wird lolgendeß verlambart: Pie Hetriebsverhä'stnrfie der Werke und Domänen der Oester re,chrschrn Staatseisenbahn-' Ge'cÜt'chaft waren mit Niickstcht aus die volitische Gestaltung in den Ar ihre Betätigung in Betracht lommenden Gedretey außerordentlich schwirr'g. Rnnmehr find di« ungarischen Werke und Domänen zur Gänze in dem von Rumänien verwalteten Gebrete gelegen. Besondere Schwier alerten bereitete durch die Weikehisfrage die Beschattung der er^yrdrrlichen Robstoffr. ittsbesondere der Biennstosie, sowie gnch der Abtransport der erzeugten Ware. Di« R i n g h o f i e r w e r k e - A. - Gwar im Ighrt 1919 aut heschäsr-gf. Die Divideuie bürste rnvas hoher als im Vorjahre lemrsirn we dm. . Die 28 r e n e r 8 o k o m o t r p - F a b r r k A.' l^. konnte die Fadri'gron erst ansanas Mai .1919 wieder aufirehmen und nur unter mann'osackren Schwreria^nen aufrvchtnbalten. Eine Diyiderihtz von K 70,— , gegen K ^0. - im Vorjahre wird zur Vttteikung gelangen, Dis Zürrder^ rrrch Metallwarenfabrik Fridolin Keller A.-N hat fy» Betrieb «ach Kriegsende nicht wieder ausgenommen und schloß has Geschäftsjahr 1916/19 infolg« dessen mit einem namhaften Verlust. Inzwischen sind die FabrrkSanlagen samt aÜ«n Einrühtungep und Vorräten an eine weugegrundeLe Gesellschaft, di» Werkzeug- und Maschinenfahriks-Ä.^G, ,H«mag.", verkauft worben. Die neue Geseüschaft wird sich insbesondere mit her Erzeugung von Präzrsionswerkzeugen bsfasssn. Die Keller - A.-G. tritt in LiquidStion. Die Unipu GlektrirttätZ-Gef. war wahrend des Jahres 1919 sehr gut beschäftigt und ist auch weiterhin mit Aufträgen reichlich versehen, hat jedoch unter den Schwrerrgkerten der Rohstofsb^schasfUNg und der anhauernden Stergerungder Gestehungskosten zu/leiden. Für bas Jahr 1919 wirb eme Dividende von K. 32.— gegen K. 20.— im Vorjahre zur Ausschüttung gelangen. Die Cosmanos BeresiriW D^xtil- und Druckfabriken mt&i fn der Lage, 4mt ertzötzke Dividende von K. 48.— g«ö«ir K so— im VakjiHre M ÄerkMuns zu. bringen. Ms Gesellschaft hak in MgstS^ Zeit «ist« Erh-hung deS Mienkspikals von IS auf S4 MMrMSn Krsmst beschlössest. Der Aendsrung der 'DWchM WruKstr Möchmrng .tragend, wird die Vereinigt« österreichische EexM'ndustrie - Ä.-Ä. ihre in Böhmen gelegenst Fübrlsen an bi« Ossterteichische Textilwerke -Ä.-G., vormals Jsckac Mautner k Sohn, bem Firma, in Textikweeke Mckütner-Ä.-G. geändert wurde, abkrtzten und sich üttf den Betrieb der ssterreichtschen Fabriken befchrSttkeü Der Lesterreichische Herein Dr ch«misch« und mskallttrgische Probnktlön wird vörausfichtttch eint! etwgs höhere Dividende wie W Vorjahre, in wekchem K. 40.— bezahlt wurden, zur Herteilung, bringen. Die Ä.-G. für Mineralöl-Industrievormals David Fan ko <fe Eomp., hat für das Bilanzjahr 1913/19 gleichwie im Vorjahre eine Dividende von K. 140.— bezahlt. Die int Vorfahre gefitßien Pkäne, betreffend di« Ausgestaltung der gesettschaftttchen Betriebe, mußten im Hinblick auf di« ungeklärten Verhältnisse vorläufig zurückgestellt werden. Die von der Gesellschaft beEchstNö MldünA besonderer nationaler WsMMsM iss bß SrrkzsftionIstaarsn ist in DMchfÜhrung chgrlsse^ UHeb ist bereits die Könstttuierung der tschechß. schen und der polnischen ÄeWllchäst itesülgt. Di« Huckerfahriheu S choetler k t^o. Ä'.-G. wirb für düs. Geschäftsjahr 1bi8/lS mindestens bis gleiche Dibtdend« Wie iM Vorjahre, düs ist K. 48."-. Mr Äusschüttung bringen. Die bön der Ä.-G. für Ztkcksrinduflrie mit de« R.ohatetz-Bissnzsr Zuckerfabriken Rudolf Auspitz k Cd. sÄner- -e»t gesöhrten Verhanblnns«« Muss UebernahM der indttstttielken und landwirtschaftlichen Betrieb« dieser' Firma, führten zu einer Einigung itnd es srfökgt« deren Ursternahme mit Beginn des Geschäftsjahres 1919/90. Die Dividoltbe Md mindestens in gleichet Höhe wie ick Vorjahre, das ist mitt K. 96.—, öemesftn werM. Die Karl Stummer Zuckerfabriken A.-G. hot für dar Betriebsjahr 1913/19 eine Dividends von ungarischen i K, A.Ü.— bezahlt.. ' Bon den dor 'Jank nalicstehenden b u l g a r i.s^ch e n Untere n^muirgeii . l)Ä. bis- Banque'' Generale de "Bulgarin, Sofia, welche im Jahre 1918 ihr Aktienkapital von 8 aus ist Mtp lionen Leva erhöhte, sowie die von dieser unter unserer Beteiligung gegründeten Zigaretten-Tabäk-Handels-AE. Und Muble Sophia A.-G. im vorigen Jahre eine befriebiglftchtz, Ettttvicklung genommen. ' Die International< Export- und Jmpork- A.-G. in Wien hat für das erste Geschäftsjahr eine Dividende von K. 10.— zur Verteilung gebracht. Die Gesellschaft sah. sich vcränlaßt,. ihr Aktienkapital von 15 auf 30 Millionen Kronen zn erhöhen: eine neuerliche Erhöhung des Aktienkapitals' auf 45'MMonen Kronen steht bebox. #:, In der pteiefiftt Sitzung wurde der Beschluß gefaßt, von dcr Generalversammlung die Ermächtigung zu erbktken. in einem der Verwaltung geeignet erscheinenden Zeitpunkte daS Aklienkapitch: durch Ausgabe von 100.000 bar und voll eingemhlten, auf dev Inhaber kantenden Aktien ü K 300.— Nominale von K 75,000.000 ans 6 105/100,000 zu erhöhen. Der Verwaltungsrat hat dem Kasienchef Herrn Josef Erst. den Titel eines Kafiendirektors veibeben, den bisherigen beiltt der Hauvtbuchballung Herrn Siegfried Hauser zum Ober» buckbalter ernannt und dem Gruppenchrf der Korrcspondrnzabteilnftg Herrn sfrani Brumlik, dem Vorfiandstlellverlreter de- Rechtsbureaus Herrn Dr. Paul Cronback, dem Prästdial? sekretär.Herrn Dr. Fritz Dankow'h, dem Borfiändstellverlreletc des Sekretariats Herrn Anton Ho'er, den GrnpyenchefS dSf Korrefpondenzabteilung Herren Robert Horccki und Robert Kng^ dem Hauptkarfier Herrn Moritz Neamann, dem Vorstand der Buchkial'ung Herrn Josef Vran^a und derrr Buchhalter Herrn Ka^l Schweitzhoser die Prokürä erteilt. Annahme der 5?rnV in allen Aemtern der Brzkorpina. Das „Czernowihrr Morgenblatt" meldet: W>« mir rrkühreM ist «me Verordnung aus Bukarest berabgelangt, wonach du Krönte in allen Aemtern angenommen w e r d e n m u ß. D-e Relation ist: l:S, das heißt l Leu --- k s 9. Handelsnachrichten aus der Tschecho-Zlowikeif Prag, 8. Juni. kPr-.vat? F-nanzm-vtster Dr. Engl i 9 erlch en aeste'N abends m der Konferenz der Regbrrmgsparleten und U'rndig'e rbrren an. er gedenke deute im Abaeordne'enbau!« rm Zummmenbange m.t der Arileibevorlag!- einen Gesetzentwurf/ d.trencnd E r n l o s ü n g d e r K r i e g s a n l e i h e n, ern-« , ubrsnaen. Er >chluq vor: die im B fitze her vrivllegrerteN IttstitM Sparkassen, Bo schu'ttatten, Wattenkafien »sw? befindbch-'N Anw rden m't 70°/« eingelöst. die im P r j v a t b e s i tz b findllchen mit 60°/». Die Rkaieruna?parte''en oppouierte» und bestanden darauf, daß die -erste Kategorie chit 65°/«. die zwert« mit. . .«rngelöst Wirde«. Es » . sehr wabrschemkich, daß, fich dk Reg eruna d'M Ztaodpunkkl ihrer Parteien anpafien wird. ^Narvdnr Lrsty^' meven, daß die Staatsverwaltung dis gesamte beurrge E.r^n t e a n H o p f e n erfasse« w r k l. um den An'erl des Staates an den Exportgewinnen und den Bedarf ttidie heim-rchen Brau'reim zn sichern. May tSrst eine blondere Komm 'sion oder ein Syndtkal errichten, das MN dem Export betraut werden soll. / ' Wirtschaftliche Nachrichten ans Polen. „Narodnr L stu* melden aus Krakau: Dre Wirtschafte kommrsi'vn br§ Ministerrates beschloß, die Preis« der Kohr« um 100"/o m erhöben. Dre Pr sse wrrst daraus h «..doß durch diese Erbähuna die gttamte Industrie unter« Kunden werde. Auch der Preis des S p t r i t u 8 wurdt abermals. >« dielem Jabr schon zum dritten Male, um 100% er bödt. Ein Liter denaturierter SpmwS wird 60 polnische Müttf kosten. DaS gleiche Blatt meldet ans Lemh erg: .Die Auss i ch t e n sür die heurge Ernte in Ost g a liz r e n fu» äußersttraurrg. 60 bis 70°/«, deS Saatgutes sind nicht >r« gegangen; kaum ein Fünftel der Anbaufläche rst Heuer ange-> darrt wo-den. Dre Hauplurjache ist der Mangü au lebendem mW totem Inventar. Eine Funktion des polnischen HMtdelsministerS. Dir haben bereits unseren Lesern berichtet, daß die Gesell« schaft «Ro-woj^ w-lche seinerzeit von dem berüchtigten Dbktchl K. 11 skr begründet wurde, um die Juden aus dem 93$tri« schattslebrn Polens zu verdränge«, und die de« Judenboykott and die Iudenbetze in die entferntesten Winkel des Landes trägt., «vy» mehr eine Pank mri 50 MÜionen Mark Kapital als Frnauz-- instinn-ent ktts Iudendoykoirbegründet hat. Dem GründunpSkomitee tziyer Bank gehören d e bekannteste« Antisem'tr» Polens an. doch hint es auch der Larrvtagspräsidrül Travcchnskr nickt unter seiner Würde, dem Komitee bergetrete» m sein. Besonders aber verdient hervorgehoben zu werden, daß de, H a n d e k s m r n i st e r O l s ch e w S11, welchem di« Arifgabe hat, den Harrdel rm Lande zu oraattifieren. und; baM sicher mit den Juden zu rechnen hat, dem Komitee angehört uut : daber durch Uebsrnahme dieser Funktion deuttrch zu erkennet gibt, wi« ek sich die Organisation deS voküischen Handels drnll damit alle Sch'chten der Bevölkerung daber zu'rtedenaestrllt stm Das nennt mau dann: die Regurung steht über den Parteien. -^ 80 Miktionen Anleihe der Stadt Salzburg, Der Landtag in Salzburg hat die Eingabe deS Stadd MgOrakS wegen Aufnahme eines 80-Mrlliviren-AnlchenS zu« Ausbau des ElekkrrzrkchStverkts im Mttstal dcm Berfattung3° aüSfchuß zugewiefen. . „ Hie Einlösung der tschecho-slomakischen Kriegsanleihe«. Präg, S. Juni. (Privat.) Finanznüttister Zokiml Ettglilch hät"heute die Borlüge, betreffend die - n 6 n e' Ätt l e i h e im Zusümmetthüttge mit der E r n» lös.llttg der Kriegsüitleihe, eingebracht. Diese wird Mit 65% für die öffentlichen Institute und Mit 50% für Privatleute kMorlert. Die Vorlage deßegNet bei vielen Parteien heftigem Widerstand, die darmif . Hinweisen, daß viele Vanlrön und Prwatinftitute. als die Kriegsanleihe. Ende 1Ä8 auf 60% siel, sie uttstcittsteu, dann aber in Wien ans 75 lom« i f