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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-09 · Heft 495 (9.6.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 495 (9.6.1920)
Date
1920-06-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien. Mittwoch Wiener Morgenzeitung 9. Juni 19M \ Sk 495 Letzte Nachrichten. Die mMtärifchen Raubritter in LLngarn Budapest, 8. -Juni (Fortse'tztmg der Debatte über die Interpellation ’ : Abgeordneter Gros Viktor S z e chMi t) i;erklärt, sich namens der Partei brr k-rin?n Landwirte -den Ausführungen Huszars vollkommen anzuschließen. (Lebhafte Zustinunung rechts.) Auch er frage-den Honv-'d - minister, ob er Aktionen, wie der oben besprochenen.- energisch ein Ende-machrn.w-lle. Honvedrninifter So o I. erklärt. CIvrfc’urnani Hejjn? habe sich vom militärischen Gesich^ouukt aus zwei. schwer» Vergehen zu.'chrUdn kontmen laiien. DieNanono!-. «'^pree bedürfe -por- -allem des einhenlichen Geistes d-r Offiziere. Dieter aber werde durch, das.Politisieren sährdet. Ein .stoeites Ichwe.res - Vergehen bade Ober. leütnant.Hrljas dadurch begangen, daß er Mitglied ei: es politischen Vereines und in diesem oegan-satorisch tätig war, was ebenfalls den. Ossi irren nicht erlaubt sei. Was den betreffenden voli ifchen Verein anlänge, -so habe rr erst vor kurzem erklärt, daß es sehr notwendig ' wäve.. wenn der Verein der Erwachenden Ungarn zmic Bewnsi'.-ein 'erwachen würde.-daß er. wenn er jo sortfahre, bas Land zugrunde richtet. ' (Lebhas er -Beifall' und Händeklatschen rechts.) Er versicbLre,'dag Oöerleu.'nant Hejjas nach den militärischen Gesetzen werde bestraft -werden.- (Beiiall.) Was die. sonstigen Mißbräuche -betrifft, seidie Untersuchung im Zuge. Bon einer Vertuschung könne keine Rede fein: Es sei aber zweckmäßig. vor Abschluß her.Untersstchüng. sich nicht darüber zu äußern. Die Erwach-Nbau-Ungarn treiben unter den Biuern zumeist an ti iLmitis ch e Agitation. (Lärm) Es seien weitgehende Maßnahmen erfolgt, die er. jetzt Nicht örfenUich Karle;cn wolle, weil sonst'ihr Ergebnis gefährdet würde: in einigen Tagenwerde er auch hierüber öfscutlich Mitteilung machen. Der Minister verliest sodann eine von ihm erlafsene Kundmachung, worin es heißt, daß in den letzten ... Tagen im Bester Komitat unverarnroorttiche. Elemente, däe zumeist die Uniform der nationalen Armee tragen, die öffentliche. Sicherheit und die des Eigentums gefährden. Dem müsse ein Corde gemacht werden, zumal solche.. Handlungen dos Ansehen des Landes, vor der Wett., gefährden. . _ Äbgeordneter Iulius.Zakany lchristlichnatronaseL Dissident) -erklärt als Vizepräsident des Vereines,-"der.: Erwachenden -Ungar.':, dieser Verein verfolge ausschließ-, lich soziale Z rv e cfe und fei 'kein politischer Verein. (Widerspruch.j -A.ür a-ewi-fle. Ausßchreitungcu übernehme, die Leitung.-stoes Vereirrrs leine Verantwortung. Es - handle, sichhier um Erze'.st von Agents pvovocateurs. (Widerspruch.)-. ' . Abgeordneter Karl Hufzar nimmt die Ausführungen des. Ministers. zur Kenntnis. Er .frage.den - Justizminister und den Präsidenten des Hauses, welche Maßnahmen, sie zu m'ipit gedenken, damit diese Beschuldigungen so schnell wie möglich klargestellt werden. Präsident N a ko v s z r y erklärt, ihm stehe nach der ' Geschäftsordnung eine Initiative nicht zu. Mi,nisterprä-id-nt-Si m on v i^-Sema d am bemerkt,. Oberleutnant ,Hejjas habe die Beschuldigung erhoben, ' daß Politiker «inen Teil der Armee für ihre eigenen politischen Zwecke kaufen wollen. Die-Untersuchung werde, sich, auch oaraus erstrecken, ob .Hcjjas. seine -Behauptungen. tvrrde beweisen können., .Sollte die militärische Untersuchung sich nicht daraus erstrecken, so Werda, Redner Mittel und Wege. finden, damit, sich auch die bürgerlichen Behörden mit der Angelegenheit befassen. (Allgemeine Zustimmung.) Wenn sich die Notwendigkeit .ergeben sollte, werbe er das Haus bitten, ein« parlamentarische Kommission zu entsenden, um die Angelegenheit?zu untersuchen. (Allgemeiner Beifall.) Die Verhandlung wird sodann mit Rücksicht auf biK vorgerückte Siunoe abgebrochen. Tagesbericht. Das Horthh-Unrvefen in Wien. Der Kapitän der Mitschuld verdächtig. Wir. haben kürzlich über den unerhörten Berschlepprmgs« dmuch gerichtet, dm 'dir Harthy-Miliiärs mit Hilfe von Ängestelllen 'der Donau'Dmuvtschufahrts-Gesrllschait am Haudelskai Temacht haben. Auch der K a p i t L n d e s D a m P f c r s . »W » e erscheint bei diesem Verbrechen b e l a st e t. Gestern abends bat rinn der Dampfer „Wien" ans Bada- > Pest wieder hier ern. VobLeiaaciNen begaben sich ausdas Schiff, »abmen den Kapitän H a d a n i r s ch fest und veranlagten seine' BorführUvg bei der Polizei, wo rr einem eingehenden Verhör »nteizogen wmde. Ter beschuldigte Kapitän leugnet bisher entschieden, an dem BmchlevpungZvettuch beteiligt zu fein, und behauptet. daß hter ein M r ß b r a u dj seines Namens vor Kegen , müsse. Die Donau-DamvsschlßahUs-Ge cllichafl erklärte, Hadanitsch werde io'-'länge vom Dtrnste enthoben werden, bis seine Unschuld rwe fellvs seststehr. i 5: Wieder ein tzorthy-S-)itzel. - Seit einiger Heit macht sich, wie der „Äbend" berichtet, in de« Kreisen der ungarischen Flüchtlinge in Wien ein. gewisser .. Eugen B a s 'z durch seiu Äenchmeu vrdäütig. Die hiesigen Ungarn überwachten ihn unannällig und unterzogen ihn endlich einem KieüBerhör, tu denen Verlauf er cmgestehcn mußte, daß'' er im Aufträge der ungarnchen Negierung in Wien zu Spionage« zwecken verwendet wurde- Er arbeitete auf unklar schein Gebiete, hatte aber auch du Autgobe. in W cn Spitzel anzuwerben, die dann in Budaref fc ’runoc Mison utbcit-u iol'ten, und fand bei alldem noch Zen, auch die m Wien mcilnrdrn ungar:- £«Ut» täcuidlrfta**. tAumnwiQeti rn iihtrtuadjcn. Eingesendet. Rosa Schmidt Adolf Schall empfehlen sich als Verlobte W?>n, im Tunt IY20 •# s Zur Verlobung des Herrn Adolf SchallmitFriuieiuRosa Schmidt gratuliert herdjdost •.os» * Abusch tmd Frau t*7*'7b?tr1 s H oltSefö&ilcäZfWiJ3&/itm£i)ey!use3. Ml.. .'\innnh:if('rstra8S6 93. — Telerhon n?0;.'9. einkaup* Tfiprlioh Owl«(renh9ttBkÄnt*l H> Seine deckte nttn Dte Tat'acke auf, dak dieier Agent »n srön.'iger eng-r Ve> Hindun 7 mit.chcm im kieng-n unaan» chm Gardrpa!»!--- hssindliänn Hanptmanm V 0 t n a Ürht. Auch Voina (e'gentbch M y e r) wurde der Behörde v.rgcstihrl und eturm eingchenden Verhör un-rnofen. * Bsaräbniste am heutigen Taae. A l t e r?i 11 e dfi 0 f: 10 Uh, löMin In' n Saln, 11 Uh> Adln Kg , a ina.— N cii erFriedb 0 t: 9 Uhr 40 Min. Wemuanb Ekiabeth, 10 Uhr Nudrnstein Calo. * Diamantene Hochzeit. Am e. d. M. feierte Herr Hg'w B 1 r t n g e r. rbemals Ka'^m-mn m Kupuvar, K-t feinet Ga' i ' Julie gchornen tknchenfeld m Mötling das Fest der d.amantenen Hochzeit. . * HoKschütsturse. des Jüdischen HochschnlanSfchusies. I.. Dr'.chtgasse.4, IV. Stock. Jüdtiches Nealgnmnastinn. Hmte P'.ostsior Dr. K a v,>E'lnk b<*§ Judentums" (nbt§6Ubr). Dr. G 0 l 0 hamm e r. . W 'f-chaits- und Koloni'atwnspfo''leme 6 bis .7 Uhr^. Prim. Tr. S. K 0 r n t e l d, Pshchologtsche Grrndlagen her Erz erbung -8 bis 9 Uhr). * Zenttalstelle zur Versorgung jüdischer Kinder im Auslände, ' Leitung Frau An-tra Müller, U., Prateistraße 17. Laut ibebert eingelangter Nachricht des Staatsamtes für Verkehrsw'sen ttisider Kinderzug aus Holl an d Do um er st a a den 1<l. dz,M. um 6 Uhr 4.0 M r N U t e. n morgens am Westdahnhos ein. Die „Ostrauer Morgenzeitung^ in Pole» verboten. Wie die ,Ga eta Lwowska^ mitteilt. ist der .Ostrauer MoraenuituNg" wegen der Beiichtersta' ung über die miluänschr Situation Polens der Postecbrt entwgen worden. * Jüdische Poldsjchyle«i An der in Wien im Schult-ibre 192> /2b - z» errichtenden ji;d''chen Volksschule mn deutscher Unteni'chtsspiach'e aelangen drei Lehr rstellen zur Besitzung. Für Volksschulen gw'ü te Bewerber mosten bis 30. d M. Gesuche an das Umeirich's.imt des Jüdischen Nattonalrates, U., Tadorstraße 20s,.M ilchtm. * Vom jüdischen Realgymnasium. Am iüdischeu Realgymnasium. Wien,. 1.. Drahtgasse 4. gelangen m>t Beginn des Schuljahres 1920/21 nachstehende Lchrerstellen zur Beietzyng: l: Für hebräische Sprache und Rrltg'on (14 Wochenstunden). 2. .Für Latein. Deutsch (l8. Wochenstunden). 3. Für Ze'chnen 118 Wochenstunden^ Ferner ist eine Teiisupplentur von 5 Latem- und 4 Deutschstunden (zusammen) zu vergeben. Gesuche geprüfter Bewerber, die das Pr ybejahr abgelegt haben, sind, bis 30. d. M. an die D-rektion zu richien/Mrsönkche Vorstellung erwünscht. ' Pädagogisches aus Hietzing. Man berichtet uns von l zuverlässiger Seite: Als ich Montag, an der städtischen Botts- »und Bürgerschule Oher-St. Beit, Hietzinger Hauptstraße 166, vorbeiging, benierlte ich zn meinem Erstamren im offiziellen . Anschlag kästen, der am Schulgebäude'befestigt ist, unter 'Drahtgitter das bekannte antisemitische Hetzplakat „An alle Nichtjuden". — Wir können nicht, umhin, die Behörden auf diesen Fall aufmerksam zu machen und sie aufzuforderu, . solche Uebcrgrifse ösfeütlicher. Organe — denn nur' darum' fanmt es sich hier handeln — mit etwas mehr ^Aufmerksamkeit zu betrachte,«. Schon der. ganze. ,Hetzaufruf, der gegen ejne ganze Volksgemeinschaft pauschaliter zu hetzen. sucht, verstößt gegen die öfferitliche -SicherWt' und Ordnung. Sind , wir in Oesterreich' schon so weiti daß dieser schmutzigen Hetze durch. Anbringung unter das bewußte Gitter sozusagen der offizielle Stempel ausgedrückt - werden kann? Auf die Schüler der Hietzinger Kommunalschule wird der famose Aufruf sicherlich seine erzieherische Wirkung nicht verfehlt haben. * Kinder nach Däneuuyck. Die Ztzutralstelle zur Versorgung jüdischer ' Kinder im Ausland, deren Leitung Frau Anitta Müller, Praterstraße Nr. 17, innehat, die bisher mehr als 6000 Kindern einen Erholungsaufenthalt im Ausland verschaffen könnte, hat gdstern jvieder einen Transport von 94' Kindern, nach Dänemark entsendet. Die Kinder werden s e ch s Wochen in cinein herrlichen, an der See gelegenen -Heim weilen. Ankunft eines KiitderzAges ans Italien. Heute gegen .12 Uhr mittags, löminen am Südbahnhof jene Kinder an, welche am 12. März mit einem Zuge' des italienisch«! Roten Kreuzes nach Florenz und Rom abgegangen sind. Die . Eltern werden - gebeten, die Kinder am Bahnhof abzuholen. , * Teutschr Helden. Man schreibt uns: Ein Vorfall, der, sich gestern mittags an ber. H o ch s'ch ule f ü r 'Welthandel abspielte, zeigt mit erschreckender Deutlichkeit das ' Külturniveäu jener verhetzten Jünglinge, welche vorgeben, - für deutsche Ideale .'zu ' kächpfen,.-in Wirklichkeit aber dep deutschen Sache unendlich viel Abbruch tun und die.deutsche Ehre besudeln. Der-Rektor ließ in der Aula eine Inschrift, die ’ dein Charakter der Hochschule entspricht, den be-> kannten Vers „Sftaunt für alle hat die Erde" anbringen. Dieser Vers.des deutschen Dichters ärgerte die Bürschchen dermaßen, daß sie die Lettern erstiegen und mit ihren Stöcken die noch frischen Buchstaben abschlugen. Nicht genug daran, drängten sie ein paar wehrlose' I u'd e tt unter hem bekannten Ruf „Inden hinaus!"' aus der Aula. Dieselben Helden, die nicht genug von jüdischer Feigheit sich das Mundtverk vollnehmen» können, zeigen ihren Heldenmut immer dann ckm leuchtendsten, wenn sie sich im Verhältnis 60:1 befinden. Spende. Für jüdische Blinde von Herrn Karl Mayer rn Biemgartm lduich H rrn Joses Boksenbauw, Wien) K 8500. Bisher ringelau'en K 5220. - Kinder ins Ausland. 38/ on Wiener Kinder sind derzeit un öädtiicheit Jugendamt noch Mir Auslandsirtsen vor° aemettt!. Bon dtrjen sind 24.000 ärztkich^ untersucht und 16.000 als geundbrcklich schwer jjtiäbrbet erkannt worden. Em aroßer Teil dieser Jugend w'rd n^ib^end der Ferien durch da- .Niederösterreichische JugendhilsSweik' in Niederösterreich Etholnnß finden. V * Verfolgter Betrügen Der 92jährige Ingenieur- Chemiker David Heinrich Huber, zu Kolomea geboren, zuletzt im Hotel Erzherzog ^arl wohnhaft, wirb wegen Betruges verfolgt, weil er derst ($. Holpern, 1. Bezirk, 2''crdertorgasse Nr. 17, und dem in Brünn wohnhaften Otto F r i e d m a n n zusammen, 130.000 Kronen entlockt tzat. .', * Verfolgter Danknotecrfglfch.'r.'i . Wegen Verdachtes der Banküvteniätschung w:r-> der 22jährige nnterstandSlose Chaim S ch'i f row i r s ch . ans Lublin verfolgt. - *.. Der Raubn-S'd.'r von der ÄaMmerstraße. Die berichtet, wurde am 4, d. M. in der Leopoldstadt der Mann verhaftet,' der am 18. v. M. auf der Magramerstraß« den Knijchzr Karl In reu da ans Parbosdorf erschossen und ihm Wggen-.-nnd Pferde im Werte von 200.000 Krotten geraubt hat, s T^er. Mann, nannte sich im SicherheitSbnreau Franz F ck'l dZ r i l l. Nun bat sich heranSgesteklt, daß der Name fi'.a-'-'Aeldgrill, den er als den s-'inen angegeben, hat, falsch ist. De'r -Maiin ist in Wah-rheit der Handlungsgehilfe Vinzenz Grad-tvohl. am 21. August 1688 zu Werk in Steiermark' gebor'tti nach Da/.e sdurg in.. Steiermark zuständig. Er istam 2 6. Juli 1918 aus der Strafanstalt Möttersdorf entsvrungen. - Nach den bisherigen Feststellungen nt Är--dwohl ein alter Gauner. __ \\. Derer«sitachrichte». / Jugendverein Ahawa 1 b Z i 0 «. . 7 Uh« abends im Beieinsd^m, kl., Kieme Zusohrtssiraßr 160, Her« S ' Ä b e l e 8: ,D ü 8 jüdische M ä r ch e n". Gäste derzkich wllkommen! — I u g e n d y r 0 v p e d er ,z.i v" nisiischen B e z i r k 8 s e k t 1 0 n Brigittetza». Heute, 7 Uhr abends. Vortrag mtt Disku'sion. — Jüdischer HochschulauSschusi. H^ute. Ubr nachmittags,- i« Lokal der istse- und R deballe, iX., Tüttenstraße 9, wicht i g e H 0 ch s ch u l a u s s ch u ß s i tz « n g. , Briefkasten der Redaktion. \ Slot». Steiner. Leiter unverwendbar. Wegen des übrigea wollen Sie sich p r 1 v n t' m an genannten Herrn wenden., — A. T. Das' ist eben jebrm nmmaleu Mcn chen unverständlich 1, Das G dicht weist eben darnui hm» von welcher Art diese neueste luerarijche Richlung ist. . . ' . Kommunales. Die erste Sitzung des Wiener Stadtsenatg. Gestern früh versammelte sich zum ersten Male dev Stad tfen-a t zu einer Geschästssitzung.''Es waren alle zwölf Mitglieder Lrschienen. Den "Vorsitz führte Bürsieryrcrster Reumann/der die Sitzung nri!. einer auf die Bedeutung des Dagss Bezug nehmenden Anspräche' eryffnete und! gleichzeitig mitteÜte, daß. div' heutige.Tagesordnung keinen besonderen Umfang habe,, da Mch uicht alle. Ausschüsse zusammengeLreten ^eierr. Zuerst beschäftigte sich der Stadtsenat mit der. Note der Reparationskommiffivn, die eine einschneidende Wirkung auf die BÄwaltung und insbesondere auf des Vermögen aüsübt. ES wurde beschlossen, die Stellungnahme der Gemeinde in einer Denkschrift, festzulsge'n und - dann' .der Kommission mif-uteilen.' Stadtrat Kienb ö ck beantragte, auch den -Bund der deutschen Städte Oesterreichs heranzuziehen,' um diese Angelegenheit zu betreiben. Weiter machte der Bürgermeister die Mitteilung^ daß das intm-nat-ionale Uederwachungskomitee den Ausbau des Flugplatzes in Aspern in einen Flughafen projektiere. Dys letzte Geschäftsstück behandelte den Ankauf von-Eiurichtungsgegenständen für die städtischen Lager» Häuser. . Die Ernährung. Der Marktbericht. Die - Beschickung der Märkte war gestern im allgememeu günstig ausgefallen, aber auch die Nachfrage war, namentlichfür Fleisch, lebhafter als in den letzten Tagen. Infolge» dessen And die- Preise für einzelne Fleischgattungen, für 5kitzfleisch' keispielsweise bis 125 Kronen für das Kilogramm, g-estiegen. - ' .Auf den Fistchmürkten gab es überall Kabeljast zu 32 Kronen und frische Schellfische zu 27 bis 30 Kronen pro Kilogramm. Mit Rücksicht auf .den Preisrückgang .für diese Fischgattnngen war die Nachfrage weit lebhafter als bisher. Auf den Grün waren markten war das Angebot wieder sehr reichlich. Häuptelsalat warvon 25 Heller, Kohl« grüben, waren , von K. 1.90 auftväns für das Stück zu haben. Spargel, das Kilogramm zu 15 Kronen, wurde fast nicht beachtet. - . Auf den'Obst.märkten waren gestern Kirsche« in ganz..unzulänglichen Dlengen ein'helangt. Auf . dem Naschmarkte schnden nur, etwas, über .11.000 Kilogramm zur Ber« füstulig, mp von einer vorgestern spät eingetroffenen Sendung e.ruLrmt-'.'worden waren. Än dem Mangel an Kirschen auf den.. Märkten ist die Wiener Bevölkerung zum großen Teil selbst schuld, da. sie den Schleichhandel, der sich auf das Obst geworfen' hat, durch Einkauf zu hohen Preisen unterstützt. Wenn däs Publikum die Obftschleichhändler durch einige Tage auf daß strengste boykottieren würde, wäre e8, wie von maßgebender Stelle versichert wird, den Schleichhändlern durch den. dahuxch erwachsenden Schaden, nicht möglich» sich weiterauf diesem Gebiete zu betätigen. Kirschen gibt es in der Umgebung^ Wiens nicht nur in gtößer Menge, sondern zu einem weit, niedrigeren als dem in Wien geltenden Richtpreis. Zum ersten Male wurden gestern in diestr Saison auf dem Nafchmarkt Slibisel, das Kilogramm zu 20 Kronen, verkauft. Ananas-Erdbeeren, zu 40 bis 45 Kronen pro Asilogramm, fanden keine Abnehmer. Fleifchausqabe in Wien in der Woche vom 10. bis zum 16. Juni 1020. .. Durch Müschmenhavane eines UebtiseedampfelS ist hi den rt-rlmäßigen Beliejerunzen mii Gkfttew»dflri!ch nie Glör»«

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