Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 493 (7.6.1920)
- Date
- 1920-06-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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.Hr. M3 J2SknJffi.ötn.tafl'.... .Mvr.gsn4ert.ung.I 7, Auni 1.920 . 3 -.»-—■■—■.— 'T.. - "—-—:—-—r OkW, bet üttsichtba« tttte bie, Ächlollsrlehrllttäe QtUiltl, bis KttMK Md MLWr, ML, W ML BttüfSausvildung än* streben, und jene, dis nur nebenbei bis notwendigsten Kenntnisse erwttbM Wüllen, dps ,stt. dft tz-iMng, die ihnen leuchtet: . PMftittL.: Dtt jüngste Lehrling O noch nicht fünfzehn, der Ltteftd, M SciLtiger, 4Med Mant^> matz weit über zwanzig feinfragt mLn. aber, warum sie. dieses Handwerk erwählten, so sagt jeder mit' dews«l.bski Leuchten Lu den' Äugen: .Ich will «ach Palästina gehen.. Vielleicht Wethen nicht alle diese Absicht durchführen, es ist" sogar wahrscheinlich, daß nur eine Minder- Wk.dieses' Ziel erdicht.^ Aber LU btt'allgemeinen .IdeallostgM gttads der jüngsten Augenb ist es herzerfreuend Md begmckeitd, einmal unter Knäben und jungen Burschen zu stdW^die ein höheres Ziel haben als mühelosen GelderwetS/M besseres Msllen als das Schiebtttnm. vielleicht ist dar schön dis Wirkung btt befreienden, der segensreichen rvttktSttjM Arbrk. - . selbstverständlich herrscht aber trotzdem in der Schlosserwerlstätte durchaus keine Gefühlsduselei. Jede Sentimentalität vttsllitt in dM Dröhnen der Schmiedehämmer, in dem ßtzetschen der Säge/ dem Zischen' der Fettem Hier heißt. es tüchtig zugreifen. Da steht ein Fünfzehnjähriger und ktätzt Mt Eifer än einem Stift herum. * Der einzige Sohn einer Kriegswitwe. Der Krieg, hat sie aus Galizien nach Wien geführt.'der Mann verteidigte die Grenzen des „teuren Kaierlanbes". Was aüS ihm geworden ist, ist nicht zu erfahren. Nach.einein glorreichen .Großkampftag fehlte er. Kameraden sagten, er sei in einem Sümpf ertrunken, andere Lestrittell es. Was lag an einem Menschenleben, noch dazu, wenn es eine.tn polnrschen^udey zugehörte, in der „großen Zeit"? Sicher ist,' daß der Mann verschollen blieb und die Witwe sich mit ihrem Kind auf die eigene Kraft angewiesen fäh.-'Jetzt wirb de» JuNge Schlosser und geht natürlich nach Palästina. -. >Die Mutter nehm' -ich Mit," sagt er stolz, „sie lernt schpn Hebräisch." Sein'Nachbar am Schraubstock ist gleichfalls ein Hstjude, ein Siebzehnjähriger, groß, stattlich, fM vün jentt Schwermut, die sonst das charakteristische Merkmal der galrzischen Juden bildet. Auch frei von der Demut, die sich, ein Erbteil aus den Zeiten der Knechtschaft nnd härtester Unterdrückung, sonst jeiütt so oft findet. Die. Lehrlinge ' sind zwar fast alle Dstjuden, aber es sind Arbeiter, die ihren Wert und ihre zukünftige. Bedeutung in der Gesellschaft mit Stolz empfinden. Der eine ist der Sohn eines Tempeldieners,- der andere das Kind einer verwitweten'Schneiderin, der dritte.^stammt aus einer Küufmannsfamilie. Aber sie wollen alle vom Handel und vom Beamtentum nichts wissen- Die Brüder sind Angestellte, .Geschäftsleute, Studenten ~ die rüstigen Schlosserlehrlinge tauschen nicht, mit .ihnen. Sie-tauschen-vielleicht Mit keinem Mächtigen und Gewalttzisn der Erde. Dank ihrem Eifer und. ihrer Begeisterung machen sie auch, rapide Fortschritte., i ' . Aber bas nützt alses nichts,; ihre drei. Jahre müssen sie kernen, so will es die. heilige altösterreichische Gewerbeordnung. Denn es kommt nicht darauf an, wieviel ein Schlosser kann, sondern daraus, ob» er die dreimal 365 Tage Lernzeit hinter sich hat. Also fügt pran sich, ins Unvermeidliche, obwohl der- Geselle, natürlich auch ein Jude, versichert, die Sache ließe sich' bei' seinen Schülern in der Halste 8er Zeit beque'M durchsetzen. ' Inzwischen bekommen die- Lehrlinge «inen bescheidenen Wochenlohn und billiges Eisenbaus der Küche, der „Sozialen. HilfSgMeinschaft". Und Ln btt .nächsten Woche wll der.. erste^Ke^iebsüherschutz verteilt Eben. ''Denn, vip 'Lehrwerkstätte , tft wie yrir mit. nicht gttintzeM Stolz berichtet wird, ein'/sozialisiertes" Unternehmen «nd. der Ertrag fließt Een Arbeitern W. , rSchlosferei. ist, das läßt sich , nun einmal nicht leugnen, kein anmutiges Handwerk. Die meistey Burschen -haben rußige Gesichter. Und schwarze Hände,' es... herrscht, ein vhr?nbeMbender - Lärm und'der große ''Saal ist Mit Eisenkräm aller Art erfüllt. Dennochbietöttt einen Erfreulichen An- . blick: Hier steht ein Dutzend junger Burschen und klopft, feilt und hämmert uns eine bessere Zukunft zurecht. Mir wird froh ums Herz, wenn ich die, gespannte Aufmerksamkeit in den jungen Gesichtern, .die Arbeitsfreude auf den roten Wangen brennen fthei ... ' ' . r In dem sinsteeep, schmalen Gang, : bar zu der Werkst äste im Kellergeschoß führt, begegnen-mir beim Weggehen zwei Frauen, die offenbar Schlosserarbeit brauchen. „Aber Juden sind doch sonst 'keine Schlosser," sagt die eine ungläubig. „Da wirst du schauen/' antwortet die andere, „wir dj« tüchtig sind , --- Ein ..Don von Achtung klingt durch dieses. Loh,, die. Frauen dieses Bildungsgrades sonsi für Juden" nicht übrig haben. Die. schaffende Arbeit, -r esführt kein anderer . Weg heraus aus dem Ghetto! "" Klara Mautner. EirMsendet. Juwelier Better VH., Mariahilfersträsse 981. — Telephon 32Ö99. / VERÄATTP TUßlteh Odeg'nihtHalt&tt!»! It'■> whkeii förzüclicli die rt-eltficrirtiraten (4stfG) natürlich wärmen radioaktiven Schlamm* und Schwefel quellen in Trenca&ske-TepUce (SWWMkel) ' 86 g6g6ä Rhenmatiaüms, Ischias find Neuralgie!! Din Bilder sind mit den \Vohnhäo$ern rysamrhsnxsd-at und das ganze Jahr in fio'Hob. — Herrliche Lage und Klima J — Erstrangige Restauration und BadienhhKl — Rillige yof*ntion^teiMel * Prospekte versendet die Badedirektion und das Anskurinfcbureau Wien, >,, Teintaltstrasae 1, welches auch Pashvlsum, Geldöhtoffeisung etc. besorgt. Lisfers und Steuerstreik der Waldvlertler Bauern. Auf den großen HZaurrntagen im Waldviertel, die in jüngster Zeit — in Zwettl, Gföhl, Gmünd. Pöggstall und Horn — stattgefunden haben und in zahlreichen Vauernversammlungen wurde von der Bauernschaft einmütig’erklärt, denLiefe ru n d S t e u e rstreiß zu proklamieren,, falls nicht mit der zeü^ tralen Wirtschaft ehebaldigft Schluß gemacht werde. Diebstahl an dkm ^französischen Gesandten. Ein Diebstahl mit bedeutende^ Schadenssumme ist am 5. d. nachmittags im Gebäude .'der französischen Botschaft auf dem Schwarzenbergplatz verübt worden. Der Täter hat aus dem Schlafzimmer des Gesandten M. de Ü e s e u i e - P o n t a l i s gestchlen: den, :Zatz des Gesandten, eme Note zu lOOo Franks, drei Nöten zu je 10h Franks, einen Kreditbrief des Wiener Bank- Vereines,, der entweder auf,100.000 oder 150.000 Franks lautet, eine gelblederne Kassette mit dem russischen Annenorden in rotem Email. mit Brillanten besetzt, den Orden der französischen Ehrenlegion, eine silberne vergoldete Dekoration der Palmen der Akademie, zwei griechstche OrdensriNerkreuze. zwei siamesische Kronenorden eine siamesische goldene Medaille, , eine silberne Zigarettenspitze, vier goldene Krawattennadelm mit Rubinen und Opal, eine steine goldene Ordenskette mit zehn Miniaturen der erwähnten OrdettsanSzeichnungen. Als Täter kommt ein junger Manmtn Betracht, der seit fünf Togen in der französischen' Botschaft in Stellung war. Er ließ Dokumente zuruck. . die auf den Namen Egon Olaf R'öns, ,MMent7'M 6. Jänner 1899 zü Gmünd geboren, lauteten/ * Versuchter Mord. Ein noch nicht' völlig aufgeklärtes Berbvechett hat sich am späten Abend des 5. d. M. im gratet zugetragen. Der Fleischhauergehilfe Johann P r e s k a hat dem Kaufmannssohn Wilhelm Köpplinger unter dem Vorwand, ihm Lebensmittel zu liefern, , einen Betrag von K. 5000 entlockt und dann dem Versuch unternommen, ihn ins Wasser zu werfen. De^ Versuch utißlang, und Preska wurde festgenommen. Gegen ihn ist die Aintshandlung wegen versuchten Mordes und Betruges eingeleitet. * Verhaftung eines Kaufmannes. Der 26jahrige Kaufmann Alfred Schratter, 20. Bez., WäÜensteinstratze 5 wohnhaft, wurde am 5. d. M. verhaftet und dem LandeSgerichte eingeliefert.. Er wird beschuldigt, seinem Kompagnon. , dem Leder Händler Karl Schwarz, 1. Bez., Adlergasse 12, durch Betrug und Veruntreuung einen Betrag von K. 80.000! entlockt zu haAn. Wiener Börse. . Die heutige Börse eröffttktt in schwacher.HstchMg btt wesentlich verminderten Umsätzen. Alpittc-tAktien setzten Utn 180^ Staotsbahn und Skoda um je K 65, Siaa ßbahn Genußschkirie um K 160, Ungar. Kredit um K 305 unb Salgo um E Pd tiestr ein. Im weiteren Berlause des Verkehtcs zeigte. stch ertzöhteL Interesse für Oesterr. Kredit-Aktien. Sport Dis gestrigen FutzbaklweLtspielc. ' Die gestrigen Meister'schästsspiele brachten im Vorbetkkefstsi wohl fe ne Veränderung, dafiik aber am Schlüsse der Tabellt: der W. A. F. ist momentan klarer Letzter ünd dürste aller Währschrml'.chkeit nach auch zum Abstieg in die zwrilt Klasse dtvurteilt sein. Rapid siegte libir den SiMmeringerSp o^k t* k l u b, der gegen den lenken Sonntag, wo er ditz Amatt«« be wantz, nicht wiederzuerkennen war, 5:2 (2:0). Die SMAttreche der Hütteldorier hatte wieder einmal eilten glänzenden TNg. ' Aeußerst ' bei b wurde das Treffen Amateure gegen Wacker geführt, das beim Stande 2:0 für Amateure, 1V Msi nuten vor Ablauf der regulären Spielzeit, abgebrochen werden mußte, da das Publikum nach der Verletzung eines Wacker-SpirlerS in das Svielscld rindrang und die Amateure sowie den Schiebr-' lichter (Airdauer) bedrohte/Bis zur Pause war das SpielttorM verlaufen. A d m i r a und Vienna trugen in Dornbach ein äußerst erbittertes Gefecht aus, daS 2:2 unentschieden endete und dütNit / der Admira einen sehr wertvollen Punkt eintrug. Obwohl die Floridsdorfer in der . ersten Spielhälfte etwas überlegen waren, sonnte Vienna mit i: 2 in die Pause gehen; nachher glich Vienna aus. Knapp vor Schluß wehrte der Nomirü-Totmänu eitlen El!- meterstoß ab, seinem Veremdadurch vielleicht die Erstklassigkeit reitend. Der Sportklub siegte gegen den sich verzweifelnd wehrenden W. A. F. 1,:0 (0:0). Den einzigen Trester mußter! die Hütteldorfer von Neubauer eutgegennehme», der damit, seinem ehemaligen Verein vielleicht den Todesstoß versetzt hat. Der Floridsdorfer A. C. konnte über de« W. A. C. mit. 4:0 (2:0) einen überraschend hohen Sieevringen, da dessen Angriff total veisagte. . i R u d o l f s h ü g e l bezwang seinen. Bczirksrivale» H er t h a. 1:0 (l':0). Der einzige Treffer fiel bald nach De? ginn. Nach der Pause war Hertha überlegen, konnte aber niVj ausglcichen. ' ' t In der II. Klaffe ist der Sieg H a k o a tz s Über O mar k 4 :-2 (3 :2), über den wir unten aussührlich berichten, a» bemettenZwwtesten. Germania konnte die S p »11*' f r e u n d e, die bereits mit 2 : 0 in der Führung gewcsen ware», 3:2 (1:2) bezwngen. Die Hernalscr spielten überraschender-' weise äußerst derb, so daß zwei Germania-Spieler verletzt wurd«. Die weiteren Resultate waren: R u ßdvrs e r A. C.—R e d <B tat 2:1 (1:0), Be wegungsspi i i e r-S loda * 3;2 (l:o', Born, ä r t s—D vnau st a d t 0:0, O tta»; k r i n g e r S. C —B l u e Star 9:0 (0:0), O b t z* S t. V e-l t e r A. C.—S t ntnt 4:8 (3:0). Die Unterlegene« mit zahlreichen Ersatzleuten. Hahoah siegt über Ostmark 4:2 (3:2). Die Hakoah hat gestern vielleicht die schwierigste Etappe auf dem 2i.-egr zur Erfttlmsigkeit glücklich Lbrrschrttketi. In einem beiderseits mit kolossaler Ausopfeiung gesührtem Kampfe konnte sie den äußerst spielstarken Gegner bezwingen. Der Arbettetsportklub Ostmark eröffnet^ mit diesem Treffen' seinen neuen Svorlvlatz. Nach einigen schwerathletischrn Bor- Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sauel Beer. Aeber Baden Md Schwimmen. Uutz Bibel und Talmud ist es bekannt, welch weit tyichtigexe. Rolle! als bei uns die: Waschungen und Bäder bei unseren Vorfahren tut Heiligen Lande spielten. Sie waren auch durch das herrschende Klima eine Notwendigkeit: Me allen GeMsreMr hielten ja auch den Vater sWWpfliMt, schiM ^OohnK^M schwimmen Unterricht erteilen zu Kissen, beider kanft yian von den großen Massen der heutlLest Juden nicht sagen, daß sie den hervorragenden' gesundheitlichen Wert des Badens und Schwimnnms genau kennerr. '/ Kan nuch wissen," 'daß gÄegelte Hautpflege eine wesentliche Vorbedingung her GMnheitspflege ist: Das vornehmlichste Mittel hiezu sind die Bäder. Häufiges. rxgtzlMtziges Waschen und Baden des ganzen Körpers stellt ein.unbedingtes, selb'stvtz.rstäffdlichss Ächyf der Reinr lichkeit und Selbstachtung, dar. Eine solche Mahnung' scheint dein nicht überflüssig, der wie der Arzt erfahren hat, was 'alles von der schützenden Hülle der Kkeidnrrg ost . gnädig bedeut wird. Vielen genügt für ihr Reinlichkeitsheorfnis, wenn sie in kürzeren oder längeren Zwischenräumen ihre Leibwäsche wechseln. Sie schicken, statt sich selbst, bloß dis Kloider in die Wäsche. Bei einer ungepflegten Haut bilden hie adschikfernden/Hautschsippchen. her Hauttalg, das vow verdunsteten Schweiß zurückbleibende Fett und Sqlz.'daK aWH noch vermengt mit vag' mißen, herantretendem Schmutz und Staub, ejngn mehr oder, wenigar dickem Hautüberzug. der die Boren dop .Haut verklebt und die für das Wohlsein nötige HNNttätigkvit^ Leeintpächtigt. Die. regelmäßigen Wnschgn, g-tt des ganzen Körpers durch warme Voll- und Brausebäder befreien.mnsere Haut vvn der-Schmutzkruste. HiniZegyn gestalten kühle Bäder durch Wärmeverlust. Steige^ rung der Herzarbeit, Vertiefung der Atmung, Anregung der Nerventätigkeit den Stoffwechsel im Körper zu einem lebhafteren und führen zu Erfrischung und Abhärtung im körperlichen ünd geistigen Sinne. Das Schwimmen ist Mittel zum Zwecks, das kühle' Bad leichter und länger zu ertragen und somit dem Körper vollkommener und nachhaltiger dis belebende und erfrischende Wirkung des kalten Bades zu 'verschaffen. Die Bewegung des Schwimmens, führt, zir verstärkter Muskelarbeit, besonders der Siveckmnskeln dss Rückens und der Gliedmaßen, zu gesteigerttzp Herz- und Atemtatigkeit. Das Schwimmen vereint mit einer 'großen Summe von gesundheitlichen Einwirkungen die Vorzüge' einer zur Ausbildung, des Körpers und seine? Organe wesentlich beitragenden Leibesübung iwn hohem Werte. ist zu hoffen, daß regelmäßige Haut- Üind- Ge» sundheitspflege durch Bäder ein selbstverständliches Lebensbedürfnis fsir jedermann ans unserem Volke wird i und daß jeder frischv jüdische Knabe und jedes kräftige , jüdische Mädchen das Schwimmen orleppe. AerMche Winke. Jschinc.. Hgnmrer versteht man die Erkrankung des Nerven, der dis Rückseite des Oberschenkels von oben nach unten entlang läuft. Es handelt sich bei diesem. hartnäckigen Leiden gewöhnlich um einen rheumatischen oder Er- WtungSzusland. Hilft die übliche Behandlttng mit Wärine. Heißluft und Salizsilprävaraten nicht, daun muß der Arzt an eine Beckengeschwulst od"r an eine Gebär» mustererkranknng bei einseitiger Affektion. an eine Rückenmarksgeschwulst hei dovvelseitiger Ischias denken. Aber auch Bleivergiftung, Alkoholismus und die Zuckerkrankheit können Ischias im Gefolge haben. Jedenfalls ist diese kein einheitliches Leiden und ist besonders vor .der laienhaften,, 'wahllosen Kaltwasserbehandlung zrr^ warnen. s Die Fischschuppenkrankheit. / Dieses meist familiär, rm frühen ^indesütter.aus-' tretende Leiden äußert sich als milde Form in eine? eigentümlichen Trockenheit und Rauheit der Haut,hksonders gn den Streckflächen der Gliedmaßen, bisweilen, kommt es aber zu hochgradiger, . schmutziggxauer,- fischschuppenartiger Verhornung der Hautdecke. Pie Krankheit ist im allgemeinen unheilbar, doch gibt es Mittel genug, dem Patienten be« Zustand erträglicher zu machen, Die Haut muß durch häufige Bader urid CmfsttungW geschmeidiger'ünd elastischer gemacht werden. -as— ----—:—— 1----- r AerMichep Fra ekasten. Hermann Gyld. Besondere Anstalten für Epileptiker gibt es in Oesterreich nicht, aber in Deutschland zahlreiche. 70jähriger Mann. Jodkmen sind gewissermaßen. Verjüngungskuren—- wirken ..auf die Blutgefätze. Nur über ärzliche Verordnung,/— Anna Smi^ cholu, Glockengaffe. Bei künstlicher Entfernung beider , Eierstöcke bei Frauen iß der Blüte her GeschleA^tsreise k a n n es — muß aber nicht — zu sogtznannten Ausfallserscheinungen kommen. Diese bestehen in . nervösen Störungen, wie Mallungen, Herzklopfen, in Kppm^on Fettsucht und psychischen Depressionen. Heilungmöglich durch Einwachsenlassen eines nesnnden srenchen Eierstackes in der Bauchhöhle. — W. Gabor. Es dürfte sich um ein skrofuMes Leiden handeln, wobei Kur in Hall nützlich wäre. Gallensteinleidende^ Ob Sie nach Karlsbad oder Marienbad geben sollen, kann nur der Hausarzt entscheiden. — S. B. 100, Säuglingen soll man den Mund nicht auswischcn. weil durch das Schaben leicht Geschwüre entstehen,' dre schnrerzhaft sind und daZ Saugen des Kindes erschweren. Lassen Sie sich nichö dinch Hebammen, sondern durch einen Arzt beraten?