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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-07 · Heft 493 (7.6.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 493 (7.6.1920)
Date
1920-06-07
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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m Seite 2 Wien, Montag WrLrror L^srgenzertuug 7. Juni 1L20 Nr. 493 --~ ■-■■■-■ + - ■ - -■ --—- -r— i — - - : Die mahlen in die “ * „ ' . Wahltag: Sonntag den 27. Juni. Nachweis der österreichischen SLaaLsbürgerschaft im Steueramte der Kultusgemeinde, l. SeitensteLtengässe 2, NI. Stoül. Selbstbsfttzckung. Bekanntlich arbeitet die ^Nichtjüdifchnatwnale Partei unter der Parole „Hinaus mit den Ostjuden^! Ik ihren Bersammlungen werden die Ostiuden stäpdig beschimpft, der berüchtigte Sekretär Fleischer und seine Marionetten Könrgstein, Ornstein rc. bezeichnen die Ostjuden als Gauner, moralisch Minderwertige, Schiebet re. Trotzdem findet.es Dr. Leo- L a n d au, Vizepräsident des Tempeln ereines der ^polnischen Juden" für gut, auf der Fleischerliste der „Nichtnanonalen" zu kandidieren. Agitationslokale, wo Auskünfte jeder Art erteilt werden: H -! n v t l o k a't (Wohlbureau)lk.. Taborstrafte S0». Lurran« sillndnr von 8 bis 18 Uhr und von 3 brs 5 Uhr. Tel« 4 1600*- F»r den l. B ez i rk:?!b finite I.. Franz Josefs-Kai 39 (Doktor - Lco Liudenbawn), Bmenustnnden vsrl 13 Vis S Uhr nachnritt-igS. Tel. 47SS/VM. Hur drn U. Bezirk links der. T a b o r ü ta. 8 t .1 11., Sckmar.nsgasfe 20, Machsike Hadath. Bureaustundcn von 8 d,s 12.und 3 bis 6 Uhr nachmittags. Tel. 45621. nSr den II. Bezirk rech t S der Täbörfikafie: H.» Kaiser Joief-Stratze 42. Bnreauslundcn von 8 bis 12 und 2 hiS 6 Uhr. Tel. 44.257. FS« den Ul. Beürk: UntrreVladuktilässe 19. Bnrraniinnden von 10 bis 12 und 3 bis 5 Uhr nachmUtags. Für dm IV. mid Y. Bezirk: Terra ssrnrafv. V.,Mar-aretenplay. Bureanslunden täglich, mit Ausnahme von Freitag und Sonntag, von 8 brS 10 Uhr abends. A«-km:>töüellcu bei den Herren Max Strauß. IX., Faporilenüraße 21; Rudolf Kraus, X,, Pckgramgasfe 22; Bernhard Iellinek. X., Margaretenstraße 76. ’Vl. unb VH. B ezirk: VI., Ämerlingstraße 19. Bureau^ stunden von 10 bis 12 Uhr und von 4 brs 8 Uhr. VlU. B e z i r k; Bude der „Unitas*. Vlll, Auerspergfiraße 21. Souterrain, von 11 bis 1 Uhr und von 4 bis 6 Uhr, und Ca»s Palast, VIII., Al'erstraße 9, von 9 bis 11 Uhr abends. Aguationsleitung „Jordania". '1^'. Bezirk: IX., Lichienstemstraße 11, Wr 13. Bureaullanben von 11 brs 2 Uhr und 4 Ks 6 Uhr. Ca 6 City. iX.. Po^ellanaaste 1. von 8 bis */*tÖ Uhr abends. Cafs Franz JvsetZ-Babu. IX., Althanplatz 4, von 8 bis 10 Uhr abends (Armenrat Beer). X. n n d XI. B e z i r k: X„ Favoritenst/aße 1Ä0. Bureanstunden von 8 bis 1l und von 1 brs 4 Uhr» Telephon 53538. XM„ XIV. und XV. Bezirk: Zentrale, XV..,Hrrklotz. a ftftffe, 21, I, Stock (Jüdischer Turnverein). Bureaustunden non 8 bis 12 Uhr und von 2 b's 6 Uhr. — Auskunstsstellen; Xlkl., Reinlgafic 44 'Ing. StkiuherzV Bmeau-- stunden von 2 luS 6 Uhr. und'Xtl>.. Anichtttzgaste 8 (Ing. Baut Sobek), Bureaustunden von 2 bis 6 Ukr. XVI. und XVII. Bezirk: Cafe Neuland. XVI.. Thalia« flvaüt 22, Bpreaustunbrn von 2 bis 10 uhc. Tel.. 19.166, XVNl. Bezirk; XVHf.. Wahringerstraße 125 (Gustav SubE von 8 bis 12 und von 3 bis 4 Uhr. XkX. U e; r r *: XIX., Hauvkstraße 99 lC.lss Döbling) von 5 bis 8 Uhr. Tel. 93590. » XX. Seurf: XX.. Traunfelsgasfe 7, Tür 14. Bureavstundrn von 3 bis 8 Uhr ab.nds. XX!. B,ri r k: XX!.. Krevaaffe 8. (Dr. Ruß). Tel. 98913- Bure.mstunden 12 bis 1 Uhc. Jüdische Student nt, die sich bereits :Ä«t« Teilnahme an der Agitation für die Hnltnsroahlen au gemeldet haben, werden erlucht, sich im Hauptwahlbureau, 1!., Taborftratze 20 *», in der Zeit zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags einzufinden. Ebenso werden die Vertreter de» akademische« Korporationen . mm II 7»lI'lLWIIMM»>M> >ß*a>W»»«N»M»»NlW 'vlkgernriu-eh Umgebung unterstützt wird. Unserem obligaten Religionsunterricht kann die Bibelschule eine wichtige Stühe iverden, wenn sie sich,, unter dem Hin-- slttsse öfs-ntücher Faktoren stehend, zu einer hebräischen Religivnsschuke ausgeftaltet und ihre Wirksamkeit apf ein immer größeres Schülermaterial ausdehnt. Uus dies» Wefte, nicht durch Verleumdungen der Zehrer--' schaff, lverden modern denkende.^uden Vesfernug zu erwirken suchem Wenn auch das Wdhlkomitee der ^„glaube ns treuen" Jubenschaft Wiens in seinem Auf-!rirf abrät. den Religianslehrern, die samt und synders irreligiös seien, die Kinder anzuverlrauen, so wird doch jeaer Beruunsiige einsehen, bah unsere, vyn den drücken n'1-.'n Leöenssoxgeu befreiten Lehrer, hei ge-. Mgendec Getegeuhctt, auf ihre Schüler einzgivirkeu, disir auch tiefer in den Geist unserer Reljgipn einzp- .führru.verstehen werden. Gibt man ihnen fnphv Initiative,' dann loird auch das Urteil der „nicht jstdisch-- uatroualen Parteien" zunichte, daß dem Relibi'dNslehrer, da er nurätug s.'i. lcinersei Rechte gebühren. Doch g?r noch so ausgestaltete Reltgionsnnter- :richt kann nur einen Teil dessen bieten, was' wir jüdische Erzirhung nennen. Wir suchen nach ihr vergebens -in allen Schi?len und Internaten.. welche direkt oder ick «direkt unter dem Einfluß des Geistes der bisherigen ^Kultusgenlsinbe stehen. Nur in einigen Jnstitntionen, sivetche durchwegs natiouasjüdifcher Initiative ihr Enlfteher? verdanken, können wir einen Ansatz von jüdischer MziehNUg finden. Jedoch die Erziehüngsanstalt in Baumgarten, das jüdische Realgymnasium und das jüdische Pädagogium kommen leider, nur für einen Reimren Kreis von jungen Leuten in Betracht; die und Vereine, welche an dee leKtorr Vesfierchkkg des Obmänner nicht trilgenommen haben, dbens fävs zwecks Entgegennahme »on Anf»rmattsn»n ick gleichen Bureau vorzttfprechen. Dersammlungskalender Heute den 7. d. 91t., */*! Uhr abends, Btr bandsheim, VI., Königseggafie 10. Referenten: Abgeordneter G t r i ck e t, De. Defivor Friedman«, Gemeinderat Dr. P » l.l <^b * Parna «, Fadvikaut Osdar Goldfchmidt. Heute ünn 7. b. M., V,8 Nhr admds, Wt City, IX. , Porzellangosie 1. Neferentrn: Dr. Jndor Schallt, Grmcmderat Dr. Pol läk-Parnau. — V,8 Ühr Restaurant „Weißes Kreui". lX., Nußdorfelstiaße 50. Referenten: Bezirksrat De. Georg Weiner, Dr. Karl P o l l a k. Heu.te den 7. d. M.» V,8 Uhr. Wiuzigs Saal, X. , Favoritensträste 11L Referenten * Abgeordneter Stricket. D. R e b e n z q h l. Dr. Fritz Georg Steiner. Heinrich Weiß. * H e «1 t den 7. d. M., 8 Uhr. Cafö Döbüngerhoi, 'XIX., Biklrothstraße (Ecke Chimanigasse^. Referenten : Gemeinberat Dr. E h r l r cd. Gemeindrrät Dr. Pollak-Paruatt, Prosessor Dr. Wilhelm Stein. . Dienstag den 8. Juni 1020 «m & Ahe abends findet eine Mitgliederversan-mluns im BezirkSheim, VI«. Amerlingstratze ifi, Hoffiiege» statt. Unbe» dingtes Erscheinen Pflicht. ' Dienstag den 8. Funi um 7 Uhr abends findet im BeprkShcim, Vl., Amerlingstraßr 19, Hofstttge, eine dringend« Besprechung der BezilkSsunktionärr nnd Vertrauensmänner statt. Zionistische DezirkSseltion für die westlichen Bezirke WieNS. D i e n s t a g den 8. d. M., '/r6 Uhr. Trrrassen<Rcstgnrant. V., Margaretenplatz. Versammlung aller än den Bezirken IV Md V wohnenden Zionisten. Dortrag %x. Paul Weis« n tz t ft « : ^Aufgaben einer jüdischen VolkSgeweinde*. Dienstag den 8. b. M., VS Uhr abend?. Restaurant Akt. 11, NemÜrandift>af.e 17. RtfrrcMen: Grmeinderat Dr. Jakob Ehrlich, Gemeiuderat Pr. Leop. PlaschkcS. Mittwoch den 9. d. M., VS Uhr abends, Soziale HMgemrinschalt (Anitta MüklM.PrMerstraße 17. RefeMten: Gemeinderat Dr. Ja-od Elnllch, Gemeindnat Dr. Lröpokb PlaschkeS, Aron Schwcrtfinger. Mittwoch den 9. b. M., V*S Uhr abends. Restaurant Reisi, Vil., Mariahittelstraßs 124. Resercrtten: Dr. Desidtr Frirdmann» Dr. Max Belttharnd. DonnetStag den I0i d. M., 8 Uhr» Restaurant »Wilder Mann", XVM.. Wnh'.ittgnstiaße 85. Neierenten: Abgeordneter Stricker, Gemeinderat Dr. Ehrlich, Dr. Karl Pgl s a k. ' Donnerstag den 10. d. M., lIS tf&r, Ca!6 Kaiser Joses, U., Kaiser Josef-Straße 25. Referenlen: Gemeinderat Dr. Plaich kes, Aron S ch w r r r f i n g e r. D s n » e r s t a g dm 10. d. M.» VS Uhr. Restaurant Baron. Jl„ Große Schrngaste 19. Rrferenlen: Dr. Egon Zweig, Eisig Torezhnrr, Jacob Pinkas. Donner S t a g den w. d. M.. V«8 Uhr gbrndS, Cass Schwendrrhof, XV. Mattahilserstrabe 189. Referaten r Oskar Gowschmidt, Arch.'Jng. Dr. Arnold Karplns, Dr, Sonderling. Montag den 14. d. M., V,b Uhr abends. GschwandtnrrS Süallokalitäten. XVtt., Hernalferhauptstraß« 41. Referenten: Abg. Ing. Stricker, Dr. Schülit» Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich. Aufgabe ö«7 jüdischen Erziehung unserer gesamten Jugend habr.l aber die verschiedenen Jugendgruppen, die (Bpotiüsrciue und der Wanderbund Blau-Weiß über^ nommeü. Sir vernrägen jedoch nur den kleineren Teil der 'jüdischen Jugend, der freiwillig zu ihnen kommt, zu erfassen. Dann ist es airch meist reifere fugend, welcher der Grundstein zur' jitdischen Erziehung fehlt. Die wenigen PexeinsMNbe vermögest dH oftmals nur g§- rings Wirkung zu errzieleü. Eine Jnstifüfton, die nftt^ völlig' unzuMglichSn Mitteln Ins Leben gerufen wurde, jedoch vsn guten Ideen getragen wirb, hat bereits einen der Wegtz betreten, die gegenwärtig degange.n werden müssen. Der Verein Jüdifche. Mindexsveuyöe unterhalt zwei Kindergärten, wo sich' die hehräisiHe.. Sprache mit dep,-Spiel und mit Me.rhaltLnWl Lernen per-nüpst./ Die. schönsten Kindh^tt^'rifiMr'unge.n. Sehen nitu: in ihrem Bann und so wird/ dje'-Ophache unserer tzäter'-b/ch yerauw ach senden Kinde .jp gewis sem 'Sinne auch zur Muttersprache. Die Kinder äser, vre her^its die 'Kkstntliche Schule besuchen, sucht der Verein in ihrer^ schulfreien Zeit in. Heimstätten- ZN"' sammeln. Schon das Sieisarnnrenseiu rnit - jüdischen.^KamerMu - Mter bcfc Leitung jüdischer Er,'.jeher wW-'d«N Wtjndkndrv'-christlich?arisH?n Mist..her öfsenftiKtn. SchM entgegen,, "her so manches stiiii> sein Judentum zumindest unungenehnf enipftnden läßt. Auster dem Unterricht in der hebräischen Sprache, der inöglichst tzNwgend,. ofc die schöngeistige Form benützeubsü Einführung in die Geschichte und in die J'een des Judentums, werden, soweit die gering* sügigen Mittel es gostatren, Versuche z» einer ArbeitS. ecziehung gemacht und auch an ländliche Arbeiten iü Heute den 7. Juni 1S20 m Uhr abends I veranstaltet der „Hapoel Hazair"' eine im Hotel Post, Fleischmarkrt 24, üm die Frage der vollkssvzialen FordekuNgen für den Ausbau Palästinas auf der IahktsKdttfttettz in London zu besprechen. * Äedttersor» Spkiuzatz UNsPurSstlna, Äaplütt. Adolf B'öhm. Schrebergarten wird gedacht. UebrtgenS hat sich für letztere Erziehungsarbeit ein eigener Verein gefunden, letztere Erziehungsarbeit auch ein eigener Verein gesunden. Es ist und konnte bish-rr nur Stückwerk sein» IvaS an jüdischer Erziehung geboten wurde, da reine Behörde vorhanden wa.r, die eine' solche ernsthaft anstrebte oder auch nur förderte. Unsere Kultusgemeinve scheint bisher nicht gewußt zu haben, daß es eine noch lebende jüdische Kultur gibt nnd die Trägerin diöstr-. Kultur die hebräische Sprache ist. Daher empfand sie auch lein Bedürfnis zur Schaffung einer jüdischen Schute. Nunmehr nbsr muß man, da der Friedensvertrag dis lBerechtigung hiezu gibt, die mit Unkrr-i stützung von Staatsmitteln geführte jüdische Schttts mit dem stärksten Nachdruck fordern. Das jüdische Schulwessn muß mit. Ausnützung aller Möglichkeiten yuSgebaut werden und soll die Jugend twm vorschulpflichtigen Altsr biS zur Absölvierung der Hochschule erfassen. Bis dahin müssenAdie ReligionSlehrer das Hauptvrgan bilden, auch Kindsr zu erfasftn, die nichts jüdische Schulen besuchen. Da die jüdisch; Erziehung vor allem dev Zukunft unseres Volkes dienen soll, wird sie d-r nichtakadelnischen und ds.r ^akademischen Jugend den Weg zum Gewerbe und zur Landwirtschaft tveisen und ebnen müssen. Kein Volk benötigt so sehr wie das unsere.die Arbeits<- und die Waldschule. Kein anderes Volk hat es^ so sehr notwendig, auf di« Naturtvissettschasten weit größeres Gewicht zu lsgen als bisher, wie das jüdische. Die geistigr und körperliche Megeneeation ist aber nur däNn zu erzirlen, wenn eine wohtauogebaute Jugendfürsorge Mit dem Nnisrrichtstvesen Hand in Hand geht. Eine Nicht unwichtige Aufgabe der neuen Kultus-- gemsinde wird es sein, die Literatur, welche dieses Schulivessn stützen und seine Wirkung nachhaltiger gestalten soll, schaffen zu Helsen und zu fördern. So sollte das Geschichtsbuch des Religionsunterrichtes zu einem Lesebuch äusgestaltet werden, in welchen! sich dem rein blbüschett ober geschichtlichen Teit'LLsestÜcke voll lebensechter Ethik ünschlteßen, wie sie uns die Agada in s» reichem Maße bietet. Notwendig wäre ein Handbüchlein zum Gebetbuch, in welchem die Entstehung der Gebets behandelt wird. Weiß daS Kind, daß dieses Gebet einen angstvollen Aufschrei während einer Judenverfolgung, jenes Zeinen Dank wegen der glücklichen Ber- . Hinderung einer'großen Gefahr darsteltt, bann widd aus dem starren, unverstandenen Buch ein heiliges, lebensvolles Dokument der Geschichte der Juden. Bor -allem aber müssen gute Schullehrbücher der hebräischer! Sprache, wie solche bereits existieren, in genügender Meng« beschafft werden. Es wäre hie Schöpfung «ht kindlichen hebräischen Lesestoffes, ebenso die einer der Jugend verständlichen jüdischen Volksknnde, einer Palästinakunde usw. anzuregen. Märchen, Sagen und Heldengeschichten müssen nicht erst geschaffen, sondern nur ausgegrabsn und in künstlerisch wertvoll« Form gebracht werden. Sobald wie möglich sollten auch große, öffentlich« jüdische Jugendbibliotheken gegründet werden. Ihr Mangel wird schon lange schwer empfunden. Der 3Hg zu einer umfassenden, öffentlichen, jüdischen Erziehung birgt viele Schwierigkeiten, welche in den allgemeinen ZeiwerhlLltnisfen und in den speziellen Verhältnissen der. Gälnth gelegen sind. Der feste. Hille unserer Eltern und unserer geistigirn Führer wird sj« 3» fihwwiuhen'wissen. Siegfried A b e l e s. . ■' -■> . ■ Saöe5bcdd)t. «ine Mich» SchlöfferWEStt«- Mer nur dem äußeren Schein nach urteilt, wirb da- Unternehmen vielleicht klein und bedeutungslos finden und sicherlich ist die WerkftAtte in der Aposielgasfe mit den achtzehn . Lehrlingen an sich pichss vde^ Gewaltig^. Dennoch ist ihxö. Veckutuug kaum abzuseylm, denn sie ist der erste Hoffnungsstrahl m tritber Zeit. Bon der NottUndigkeit, zur gesunden, werktätigen und schassenden Arbeit zurtickznsinden, ist nachgetade igönug Wfprvchen Morden. Hier ist ein Anfang gemachtlruiek-ven zahlreichen Schöpsnngen oes Jüdischen Naiwualrates ist vwlieich! keine mertuoller glo diese Schlosste ^hriperkstütte nfid von allen Wohltaten dcä „Joint" keine so dynkeuSw-ri imd (.nklmstsichernv wie die Bestellung der .Mwmtttrl, die dieseGrüadung ermöglicht haben. Achtzehn Lehrlinge lMhcu in der Letz'iverkslätte Anfnahm« gesniiden, mährend eine große Zghl yo.t Äewcrbexn abgewieseu und mwermärw Unjekgebracht merden 'nttht^ Die Freude an der Hatzdarbett blüht also unter der jüdischen .Jugend unv das ist wohl däs sirckrstL Eräarkungs- und Genesungszeichen. Wie stärk dies«? Ing ist. b§m^'-t ypter anderem de? Andrang, der bei den Nachmittags« und Abendkursen für Schlosserei herrscht. D» wmMn Huchhalter Md . Angestellte, Techniker und Gilwence,» -- r» isf sogar eine Dame darstnher — nach harter TageSsl.o'>. nach aller Art geistigen Schaffens, zusammen und wiMuog sich mit rührendem Eifer her Kunst des Ejstnfrilens pdex Schmiedens, Füv die meisten ist der Gedanke dabei maßgebend daß man j» Palästina nicht w viele Keviarbeftcr brauchen kann nnd fw bortz ein Handwerk bester per« werten können «lS alle "Gelehrsämbeitt D.ettu. dätz U dev 7486 575090772^

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