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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-06 · Heft 492 (6.6.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 492 (6.6.1920)
Date
1920-06-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien» Sonntag } ■ —.. -E»..—. I . - '■■■»! I '» I I " - -N ll» t'Jit " ' Schlesien hinwies, wegen deren die Spannung zwischen Polen und der Tschecho-Lkowakel anWt. Nach der Uehmchgung der tschecho-slowakischen Regierung sind die Polen entschlossen. Las Plebiszit da^lbsr urn' icfceu Preis bimauzubvlten. ^Dc;ugegenirber verlangt d-c tschecho-ilowatischr: Regierung die schnellste Durchführung des P l e biszi ts. Der Minister wendet sich an die Liga der Nationen^ .Mst dem Ersuchen, eine U n k e r s u ch u n g s k o ui m t f f i 6 n in daZ Teschenrr Gebiet zu entsenden. Von d:esrm Pchrilt hat der Minister des Aeußern die Pariser Konferenz verständigt. Monsterprozeß gegen ehemalige Volksbeauftragte in Budapest. Budapest, 5. Juni. (Korr.-Bur.) Wie die Brrdapester Blätter melden, hat die Budapefter Staatsanwaltschaft heute dem Strafgericht ihren Anklageantrag gegen die hier in Haft befindlichen ehemaligen Volksbeauftragten Karl Bantus, Josef H a ü br i ch. Desider B o k a n y i. Franz VajaKy, Anton D o v c f a k, Georg N y i s z t o r, Peter A g o ft o n, Heinrich K a l m a r, Josef Ke len und Alexander S z a b a d o s überreicht. Die HauptanklM -gegen alle zehn Angeklagten lautet auf Hochverrat Aufruhr und Mord.' Die Verhandlung dieses Monsterprozesses. welche noch im Laufe dieses Monats stattfinden soll, wird Kurialrichter Dr. ÄAton Stöcker leiten. Die Anklage vertritt Oberslaä-sanwaltfubftitut Dr. Emmerich A c z e l. Abschub der Galizianer aus Budapest. Budapest, 5,. Irrm. (Korr -Bur.) Wie die Blatter melden, nmibcu am Sonntag dieser 'Woche wieder eimge Wae abgelassen, welche etwa 8 000 fremde, meist nachGalrzien zuständige Leute, nach der Grenze brachten. - Verurteilte deutsche Offiziere. Paris, 5. Juni. (Havas.) Das Kriegsgericht in Metz hat d;n Oberst Adolf vom 68. Infanterieregiment, der beschuldigt war, landwirtschaftliche Maschinen requiriert und an seine Soldaten tveiterverfaufi zu haben, Zu 10 Jahr-en Zwangsarbeit und >5000 Franken Geldstrafe, den Major v. Manteuffel vom 12. Infanterieregiment, der, angeklagt war, auf Schloß Boncourt Silber, Weine und. Lebensmittel eNtsivendet zu haben, zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Ein Luxemburger namens Baus ch, ein ehemaliger Leutnant, wurde unter der Anklage des Diebstahls zu 10 Jahren Zw angsarbei t, ein Feldwebel namens Altmeyer wegen Mißhandlung zu i20 Jahren Zwangsarbeit, vier seiner Unterzebrnen zu je 2 Jahren Ges.än gniS verurteilt. Tagesbericht. Was die Mufikfeftwoche gebracht hat. Die neue Hymne. Die Korrespondenz Herzog veröffentlicht den Text der deutschosterreichifchen Hymne. Die neue Wehrmacht hat bis jetzt einer Hymne entbehrt, die den neuen staatsrechtlichen Verhältnissen Rechnung trägt. Nun hat Wilhelm Kienzl eine Hymne „Deutschösterreich" vertont, die allenfalls auch als patriotische Hymne dienen kann. Der Text stammt oon Karl Renner. Anläßlich der erstmaligen Truppenvßreidigung soll diese Hymne zum Vortrag gebracht we^en. Die Hymne Hürd im Verlag der Universal-EditioMerscheinen. Der Text per Hymne lautet: r Deutschösterreich! Deutschösterreich, du herrliches Land, wir lieben dich! Hoch von der Alm tmter'm Gletscherdom Stürzen die Wasser zum. Donaustrom. I Tränken im Hochland Hirten und/Lämmer- Treiben am Absturz Mühlen und Hämmer," ( «Grützen viel Dörfer, viel Städte und zieh'» Jarrchzend zum Ziel, unser'm einzigen Wien! ' Tu herrliches Land, unser Heimatland, V Wir lieben dich, wir schirmen dich! ' ^Deutschösterreich, dn tüchtiges Volk, wir lieben dich!' % Hart ist dein Boden und karg dein Brot, Stark doch macht dich und klug die Nyt.. /. Seelen, die gleich wie Berge" beständig, \[ Sinne, die gleich wie Wasser lebendig, .'oerzen so sonnig, mitteilsamer Gunst, Schaffen sich selber ihr Glück, ihre Kunst. Du tüchtiges Volk, unser Muttervolk, k Wir lieben dich, wir schirmen dich! | Deutschösterreich, du treusinnig Volk, wir lieben dich! /- Dienende Treu' schuf die Not und Reu', " Sei nun in Freiheit dir selber treu! <;n6t es ein Schlachtfeld rings in den Neichen, Wo deiner Söhne Knochen nicht bleichen? Endlich brachst du die Ketten entzwei. Diene dir selber, sei dein! Sei frei! . , Dn trenunmg Volk, unser Duldervolk, Wir lieben dich, wir schirmen dich! ^Deutschösterreich, du Vergländerbund, wir lieben dich! W’’ 5rct durch die Tat^und vereint durch Wahl, t' Eins durch Geschick und durch Blut zumal! '{■t Einig ans ewig, Ostalpenlande! Treu unser'm Volkstum, treu dem Verbände! Friede dem Freund, doch dem Feind, der droht, H Wehrhaften Trotz in Kampf und Not! Tu Bergländerbundx: unser Ostolvenbm'X . Wir. lieben, dich, w.iis schirmen dich! Miener Mvrgenzeitung ^-- p—'—-- Eine sehr fleißige Arbeit, die uns daran erinnert, daß sich Herr Dr. Renner auch einmal als Verfasser eines Liederbuches vorgestellt hat. Mir möchten nur wissen, ob die Repamtwnskonnnission ihre Zustimmung zur Vertonung'des-Bergländerbundes mitteilsamer Gunst gegeben hat ».. _ PalLftiüa und Me ExiMnder AM 1. Juki soll das bisherige Militärregjme von Palästina durch eine geordnete ZwilverivMung apgelöst werden. Herbert Samuel, zu gleicher Zeit Bertrauenstt^ann der englischen Regierungin deren Diensten er noch während des Krieges auf wichtigen urrd verantwortungsoollssn Posten stand, sowie des jüdischen Volkes, dessen treuer- Sohn er ist, wird an diesem Tage, mit bedeutenden. Vollmachten auSgeftattet, drZ And eines High-Eymnnssjoners für Palästina autreten. Am glichen Tage sollen, wie Weizmayn auf der Tagung der englischen Z.onisten erklärt hat,.-die, Schranken fallen, welche so lange das jüdische Volk von seinem Lands getrennt haben, und die Einwanderung soll einsetzen. Man weiß, gvie erschwert bis nun, un Stadium des Provisocrums, die Einwanderung in das Land ist urLs daß es nur drp wenigsten geglückt ist, sich den Zugang in daSLand der jüdischen Zukunft zu erkämpfen. . . ' Das soll nun anders werden. Der' 1. Juli ist bestimmt, ein wichtiges Datum in der,- Geschichte des Negenerationsprozesses eines Volkes und seines Landes zu werden. Dis unzulängliche und nicht immer im Einklang mit Englands Absichten arbeitende Mlitärverwaltung soll an diesem Tage verschwinden und die Tore des Landes sollen sich zu öffnen beginnen. Es ist kaum zu erwarten, daß selbst in dem Falles als England die größte Einwanderungsfreihsit gewähren sollte, sogleich ein Massenstrom von Eimoandereren sich in das Land ergießen wird. Es ist nicht zu erwarten und nicht einmal zu wünschen. Die Einwanderung nach Palästina muß planmäßig gestaltet werden und' darf nichts Ueberstürztes an sich haben. Mit jedem Tage mehr werden wir Zionisten uns der ungeheuren Aufgabe und Verantwortung bewußt, die wir auf unsere Schultern laden. Wir treten an ein Riesenwerk heran und weder die Zeit, noch die Umstände gaben uns die Möglichkeit, es entsprechend vorzubereiten. Diese? Mangel muß ehetunlichst nachgeholt toet&en. Die zionistische Organisation muß mit, aller Beschleunigung jene Institutionen schaffen, deren es schon in der allernächsten Zeit bedarf. Dies zeigt sich gleich in der Frage der künftigen Einwanderung. Es kommt alles darauf an, daß wir in dieser im Augenblicke wichtigsten von allen Fragen mitzusprechen und rmtzubestimmen haben sollen und daß wir in die Lage kommen, den Einwandereerstrom zu regulieren und eine Auswahl der ersten zu troffen, die W Pioniere in das Land hinübergehen. Cs ist von ungeheurer Wichtigkeit, daß^ das künftige Palästina auf einem soliden und tragfähigen Unterbau errichtet werde, daß das erste Einwandererelement, welches für die Zukunft des Landes von größter Bedeutung ist, aus MeNschen bestehe, die geeignet sind, ihre Aufgabe zu erfüllen und als ergebene Vollstrecker des nationalen Willens, als treue,' opferwillige Helfer in den ersten Nöten des Wiederaufbaues einen durch Jahrhunderte systematisch beynachlässigtenund geschändeten Landes zu gelten. Es müssen körperlich und seelisch gesunde Menschen von produktiver Betätigung sein, in denen die Flamme des unverwüstlichen jüdischen Idealismus glüht und die aus dom Quell ihrer Begeisterung für das Werk die Kraft schöpfe»^, jöglichem Widerstande standzuhalten und jeder Ge, .fahr zu begegnen,- Dingen-- die sicherlich nicht ausbleiben iverden und die unvermeidlich, ja gewissermaßen unentbehrlich sind, da es gilt/ ein Werk für die Ewigkeit zu tun tzknd die eigene Kraft än' den Widerständen zu stählen und aus der Größe-der eigenen Opferwilligksit die innere Berufung und Berechtigung erst zN erweisen. Auch beim Zukunftsbau eines Volkes kommt alles auf die Grundlagen an und es gilt, diesen Gedanken den jüdischen Müssen mit aller Deutlichkeit zmn Bewußtsein zu bringen. - Die Eröffnung Palästinas kann keine Augenblickslösung bieten für das Problem des jüdischen Massenelends, welches sich gegenwärtig in seiner ganzen Schlvere vor ün§ erhebt. Im Osten Europas sind Hunderttausende, vielleicht Millionen von Juden in alle Schrecken . des dortigen Chaos hinein- . .üSSSMcUNÄ...überdies wütet , ein beständiger PogrM. Dieses Notproblem erfordert eine sofortige und radikale Abhilfe. Die Massen des Ostens können nicht. Watten. Das jüdische Palästina jedoch ist keine Notstandsaktion, sondern eine nationale Aufgabe, big, mit. aller Behutsamfeit und nach einem großzügigen," einheitlichen Plärre angegangen werden tnutz. Diese beiden Dinge dürfen miteinander rächt verwechselt werden. Darum eben soll die jüdische Welihilfskonferenz, welche in einigen Wochen zusammentreten sott, sich mit dieser Gerte des jüdischen Problems befassen und ergänzeich an die Seite der zionistischen Jahreskonferenz von London treten, wdlche das Programm der künftigen Arbeit in Palästina entwerfen soll. Deck , jüdischen Opfern des allgemeinen Zusammenbruchs in Osteuropa muß schleunige Hilfe gebracht U>erden, aber nicht jeder, der unter die Näder des russischen Sturmwagens oder in die Klauen der würgen Pogrombestie zu geraten das Unglück hatte, hat damit schon seine Legitimation als Palästina- Pionier erbracht. , Dies klingt hart mch grausam, aber Wir müsson uns gewöhnen, der nackten Wirklichkeit ins Auge zu blicken. Das Palästinawerk braucht Zeit und Geduld und die Massen deS Ostens können nicht warten. Palästina bedatf zunächst junger, tatkräftiger und gesunder Elemente und keines Zustromes von verelendeten Ghettoexistenzen, für welche das Land in feinem ökonomischen Anfccngsstadium kein« Betätigungs- Möglichkeiten bietet. Es muß mit allen Mitteln verhütet werden, daß sich in Palästina ein neues Ghetto erhebe. Noch wissen wir nicht, wie groß die Zahl derer sein wird, welche in nächster Zeit werden Einlaß finden könne«. Man wird für 6, Juni 1920 _Nr. 492 j den Anfang wohl nicht «ist MM großen Ziffern operieren dürfen und es wird zunr großen Teile von der Opferwrlligkeit ches , jMWn,Isfte^ ^Hängen, in welchem TßrnPP ^M Zahl 'öÄ Eiuwündeter zu^Mgerr^.sein ivird^ Es wird Auf-' gäbe der zionistischen'Organffätion sein, schon jetzt bei Englanbs Regierung sich dds Recht zu sichern, in her Frage der Regelung der Einwanderung beMMmend mitzusprechen. Daß dies möglich sein wirtz, hat jüngst Weizrnann in Horrdon. bewiesen. Wir stehen vor den Anfängen, Zahlreiche junge Men-, jchen, die.sich Ms Palästina vorbereitet haben, warten unge-! duldig auf die Pahose,. die sie zur Arbeit ruft, und daß LaNh^ schreit nach jungen jüdischen Menschen. Je rascher sie hinüber-?, kommen,/ucksomehr wird auch eine Beruhigung in daS Laird' wiederkehren, an dessen Rändern verschiedene Wühler dis Beduinen für ihre Zwecke mißbrauchen. Wir kommen, um niemand. zu perdrängen, ünd hasten keinerler legitimes Siecht ai'N Daß die Einwmcherung noch vor der Unterzeichnung des FrieLi densvertratzes durch die Türken beginnen soll, scheint unS erst umrer Beweis für Englands aufrichtige Absichten. Denn eS kann lange währen, ehe sich die Türken entschließen, unter ein Dokumentihre Unterschrift zu setzen, das ihnen nur einen kleinen Rest ihres -rnst'g'N. Besitzes läßt und Teils Voss Kleinasiens Küste in Griechenlands Hände übergehen lassest will. Die Türken wollen, so heißt c’, in eine Autonom ly Palästinas, aber in keine ftnabhättgigkeit des Landes Willigen, Aber auch sie werden erkennen müssen, haß ihre Ansprüche auf ein Land ohne türkische Bevölkerung nicht länger auft rechtzuhalte» sein werdest und daß sich das Rad der Geschichte nicht zurückhrehen läßt. , -Daß ihre,Weigerungden Vertrag-, anzunehmen, nicht geeignet ist, die Lage im Orient zu entwirren, muß ohne Umschipeife zugegeben werden und; es wird sicher Zeit brauchen, bis sich drüben die Verhältnisse beruhigt habe» werden. Wrv finb uns der Schwierigkeiten der Situation vollauf bewußt. Aber niemand von uns hat erwartet, daß sich die Verpflanzung des jüdischen Volkes auf glattem Parsett vollziehen wssche. Es kommt nunmehr alles darauf an, tchh Wir gerüstet spien und «reif für unsere Aufgaben, Dje Schaffung pp» Jwmigratronsämtern und die Ausarbeitung eines klaren Programms das sind die dringendsten Aufgaben deS Augenblicks. , Anttferrrrtenverfantmlurrg, Wie wir bet Wwnox Hetzpvcssa entnehme^, sjAztz morgsn »m 6 Uhr abends ist her BokßshMe hrZ ML-» Hauses eine ^,Bs lks^unhgeb UNS .ggtzN hist Judens cha ft" statt. Einherufex ftstd desMfilkMitSnbund und die .FrontUmvsekhstZ?Aiq»^ -.Es" .-sMtzl Redner aus allen deulichen. ^riMsüdischeu" - Msteie» ihr Sprüchlein sagen. Die christlichsa-ialen OrgüttisM turne» sollen in geschlossenem Zug6 von den eistzelneu Bezirken zum Rathaus kommen, die katholische S'tu„ dentenschaft sammelt sich ist. der Schwarzspanierstrsß^ Auf öffentlichen Myueranschlägen wird das Wogramm der Versammlung in folgende? Weise bekanntgegebeu: Internierung der eingewanderten Ostjuden, fort«? lausenden Abschub in ihre Heimat, Beschlagnahme des erwucherten Vernrögens und die Zulassung der yiey heimatsberechtigten Juden zum öffentlichen Dienste nur im Ausmaße ihrer Veryältniszahl zur bodenständigen Bevölkerung. Seitens der Behörden sind umfassende Botkeh-» rungeu getroffen tvorden, um Ruhestörungen zu ver^ meiden, die angesichts de^ politischen Verhältnisse^ dev Anwesenheit der Neva^ationskommission in Wien ttstv. fite die Situation Oesterreichs sehr bedenklich wären. Verhaftung -es Referenten für Lederwaren -er Hauptanstalt für Sach- -emo-ilisternng. Im Zusammenhang mit großen W a re n - s ch i e b u n g e n. die Lederwapen betreffen, welche, M bevorZugtem Preis für das Inland bestimmt waren und mit großem Nutzen an das Ausland abgegeben wurdest, ist die Verhaftung des Referenten für. Lederwarsn der Hauptanstalt für SachdemobilisterMg Dr: Hugo G r d H und die. des Kausmännes , Josef Frisch erfolgt. Wir erfahren folgende Einzelheiten: /. ,, - Das Sicherheitsbureau erhielt dieser Tage von hdr Hauptanstalt für Sachdenwbilisieruttg die Anzeige, daß am 15. v. M. ein Kaufmann namens Josef Frrsch der der Hauptanstalt für Sachdemobftistewng versucht habe, im Wege des Referenten. für . Lederwaren Dr. Hugo Groß .eine Bestätigung für Exportwaren nach Polen auf Grund eines Nicht zutreffenden Äusfolgeavlsos zu beschaffen. Das Aviso besagte, daß die Ware vosi der Sachdemobilisisrung stamme und hatte, den Zweck, :bö»M Warenverkehrsbureau die Ausfuhrbewilligung für dr e i Waggons L e d e r wären zu erlangen. ES hdnhÄte sich aftgHblich uni Patrörrentaschech Futterals Und RiömÄss. Der Vorgang schien seltsam und verdächtig und die:.vont Sicherheitsbureau eingeleiteten Erhebungen führten alsbald zur JnhüstNähm« des genannten Refgrenteu Dr. Hugo Groß, 31 Jahre alt, Landstraße, Czapkagasse 7 wohnhaft, und des 43jährigen Kaufmannes Josef Frisch, 3. Bezirk, Kegelgasse Al wohnhaft. Die Nack? forschungen des Sicherheitsbureaus legten folgende» verwickelten Tatbestand dar: Die Hauptanstalt für Sachdemobilisierung gibt Waren zu bevorzugten Preisen für den einheimischen Bedarf der Gewerbe, zu bedeutend höheren Preisen und nur gegen Auslandsvaluta für Händler für Exportzwecke aus. Kaufmann Frisch ist nun in Verbindung mit dem Vorstand der Taschnergenossenschaft, dem 42jährigen Vinzenz Pr ichaka, Mariahilf, Köstler--

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