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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-04 · Heft 490 (4.6.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 490 (4.6.1920)
Date
1920-06-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 53ten* Freitag Merrer Morgenzertttng 4. Juni 1920 ' Rk. föb * c’’*~ grostcv Cvsolg bei: 'Selm'-rfteKe füt Kriegerwitwen ’• ^v.'V; :i i':-:- _ bcc doiil'chövferve*kls'schen x!e:i!ra!i-e;üaiib der deutsch östtmichischru Sttc^tfbc'cfiiiDMiitcr. ist es ivelttr.gcn. Uir ine Knegei witwen und 'Wauen duichzchellei!, bau ihnen unter allen Umstünden de/ hitrrl>al 15bciila« solange ausbe.zablt werden muß. als der ^enterlbescheid n'ir die an^nchende Partei nicht ausgefolgt wurde. )tlle jene, denen der Uiucrhallsbcllrag ohne AuSkolgung des ^entendescheideL entzogen wurde, wollen sich nngeiäumt an dre ^chnystellr für Kriegerwiiwen und -Wauen des Zentrnlverbandes wr dentschösterreiänschen Kriegsbeschädigten in Wien, Lauds- 'lovgast: 1, wenden. * Internotivnaler Frauenkongretz in Genf. Der n.erna'iouale Leroand sür Frauenmahliecht beruft sür den 6. bis 3. d. M. eine internationale F r a u e n k v u f e r e u z nach 'si rnf ein. Aus der Tagesordnung stehen iolgende. Fragen: Las Verhältnis der Frauen zu den volitischenParteien, Prostituron n»d Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten im Kriege, .'lrdeiteriuneusmutz, Begründung besonderer h n a e u p a;; toten, bic Frauenbewegung in den aliatic!r r n 1-önben:. Am Kongreß werden unter anderem Frauen- -eleaa'.iouen ans Aegypten und Finnland terlnehmen. Antersuchung tschecho-slowaLischer KriegsinvOide» in Oesterreich. Die tsäierho-slowakrsche Gesandtschaft eilt mit: Längstens innerhalb vierzehn Tagen wird mit den vzialärztlichen Untersuchungen der m Oesterreich lohnenden t s ch e ch o - s l o w a k i f ck e n. K r regste v a l i d c n begonnen weiden. Alles Näbeie wird von 8er schecho-ssowakischcn Gesandtschaft in Vien nn Wege der Zeitungen ^kemitgegeben werden. Die tschecho-slowakischen Kriegsinoaliden rerden schon jetzt aufmerksam gemacht, sich im eigenen Interesse i!7 notigen Belege, insbesondere Jdentitätszengnis» ä/nmatschein. Reisepaß, Arbeits- oder Dienstbuch und anderes, zu > : j eh a s s r n. * Selbstmords im Mai 1820. Im Mai b. I. sind nt Wiener Polizeigebiet 50 Personen freiwillig aus dem L den iri'chieden, darunter 19 Frauen. Im Mai v. I. zählte man 13, im Avril d. I. 39 Selbstmorde. * Eine halbe Million gestohlen. Nach einer telenaphffchen Mitteilung der Oberftadihanpkmannschait in Budapest irurd: dort ut einem Straßenbahn',ug dem Juwelier Friedrich 3 t r n h a n g eine Tasche mit Schmuckgeaenständen rm Werte wn einer halben Million Kronen gestohlen. Der dringende 'irrdachr fällt auf einen Mann namens Franz Weiß aus lözatmarnemetl: der Mann ist flüchtrg. * Eine Wiener Einbrecherbande im Waldviertel. jU der Rächt znm 2. April wurde inder Ortschaft M tterndorf m: Jcuerling das Grboit des Wirtschaftsbesitzers Eder erirochen. Die Täter erbeuteten Lebensmittel im Weite^ von > -1060. Ehe sie flüchten konnten, wurden sie von dem Sohne ltdrrZ, Franz Eder, ertappt. Aus der Reihe der Einbrecher A'l ein Sänrä und Eder zun. stürzte t o t zusammen. Daraufhin lohen dre Täter. Ter Bande gehören an:.- Der Hilfsarbeiter Johann Soli der Hilfsarbeiter Franz K onra d, der ,'irzeli'chläger Rupert Z a 11 I, der Ziegeldecker Engelbert 5 ni o b o b n und sein Vetter, der Hilfsarbeiter Ferdinand s w o b o d a. Rupert Zatrl und seine Geliebte, die Hilfsirbrrterrn Franziska B ö b m konnten in der gemeinsamen Wohnung verhaftet werden. Sie wurden dem Landesgörichte ingrlirfert. * Selbstmord eines Obersten. Am 2. d. M. mittags vurde ans dem Zentralfriedhofe bei einem Grabe ein Mann erchoffcn ausgemnden. Die Leiche wurdals die des 67jährigm Obersten a. D. Maximilian S.. V., Schönbrunnerstraße wodn- »ait, erkannt. In einem Abschiedsörief bezeichnet der' Selbstmörder materielle Sorgen als Motiv der Tat. * Eine gestohlene Brillantriviere. In. der Zeit .ivijchen dem 29. und 31. v. M. ist dem Generalkonsul Anastasius Kot’t e, IV., Alleegasse 8 wohnhaft, am der Eisenbahnstrecke stnag—Karlsbad—Gmünd--Wien eine Brillantriviere, aus 60 bis U Brillanten bestehend, in Platin gefaßt und K 350.000 wert, restohlrn worden. Auf die Wiedererlangung der Riviere ist eine LAohnnng von bi 20.000 ausgesetzt. Bin jüdischer Sittenrouran I Jakob Fingermann! Itßenscben imAbgrund tRomait :: preis gebunden 12 fpark | Zwei Arteile: * . . . Und wenn man das Such in fiebernder Hast Seite um Seite gespannt bis zum letzten Schlufipünkt durchflogen hat, muß man gestehen: Eindringlicher I kann keine predigt lein als diese Höllenfahrt. / Ein' Dante könnte keine erschütternderen Töne, ein Äreughel keine schreienderen Farben finden . . . / Umso strahlender heben sich von diesem Hintergründe die Gestalten ab, die in wurzelstarkem Festhalten an alrjüdischer Sittenreinheit von. dem Schmutz der Umgebung unberührt geblieben find . . . / Und so weht ein Hauch der /Versöhnung auch übendem Abgrund, in den Fingermann uns Einblick eröffnet mir einer ‘Äunft, die uus erschaudern läßt, deren Meisterschaft wir aber volle Bewunderung zollen." Dr. Max G r u n w a l d (,,Di'e Wahrheit'') ,,Eine soziale Note ist in der Darstellung Fingermanns, etwas von bitterer Atrklage.. . I Ein intereffäntes Zeitdokument von mancherlei schönen literarischen Gualitäten, . das unsere Teilnahme bis zuletzt wachzuhalren versteht." Hermann Menkes („Neues Wiener Journal") V.LöwttverlKgMienl.,MischM8rkti Im Over.ntheate r gebt morgen, Samstag, bei aufgehobenem Jahresabonnement zu erhöhten P -lsm „C armen" in Szene. Im Deutschen V o l ks t h e a t e b wird morgen, Samstag, »W i l h e l m T e l l" aüfgefnhrt lAn^ang 7 Uhr>, in den . K a m m erspielen D ö r m c n w s Komödie „Zimmerherren" (Anfang llaS Uhr). In der N e u en W i e ner Bühne findet heute die . 150. Ausführung von „D ock t o r S t: e g l i tz" statt. Freilichtausführungen in der Kunstschou. Am 8. und 9. d. M. finden im Rahmen der Meisteraussühi ungen Wiener Musik im Garten der Kunstschau (Wollzeile 45. Kunstgewerbemuseum) nnt V*10 Uhr abends die öffentliche Generalprobe und Urauffühning der dramatischen Sage „Der Hirt als Gott" von Otto'S t 3 ß l statt. Bühne und Figurinen zu dieser Elstaufführung sind nach'Entwürfen von Professor Ernst L i ch tblau ausgetührt, die Kostüme selbst von der Kunstgemerbe- 'schule verfertigt. Regie Direktor Geyer.. Oesterreichischer Künftlerbund. Sonntag den 6. d. M. eröffnetder Oesterreichifche Künstlerbund - bet Wawra seine XIV. Iahrisarrsstellung. Sie wird diesmal besonders re ch beschickt ' fern . und Werke hervorragender Künstler zeiarn; so sind vertieten:. Beran. Tom Dreger, Duffek, Girardi, Groll, Harsch, Hansa, Gisela Knorlem, Lang. Emma Löwenstamm, Ncmec, Olbrich, Sylvia Penther, Pock, Pogl, Prockazka, Lea Remhart/ Anton Konrad Schmidt, verneine ganze Kollektion ausftellt, Walter Sloitzner, Konstantin Slottznrr und Ella Wetzko-Ehrenberger. Dereirrsnachrichten. A t a'd t m i s ch e r B e r e iu j ü d i s ch e r V e te rr n 5 r' n r d i z i n e r. Heute, 6 Uhr abends, findet im Cass Jägeriiof, IX.. Porzellanaasse 22. eine V o l l v e r s a m m l u n g üatt. Aus der Tagesordnung ,d r i n g,e u d e H o ch s ch u lrngelegenheiten. Erscheinen Pflicht. Bühne und Kunst. Stadttheater. G a ft s v i el der Erl-Bühne: »Der Weibst eus el".) Schönhcrrs „Werbsteufel" rsi vom Dichter über das Dialrktattüeit hinaus in eine Sphäre hineinkonstruiert, wo'sich die Wirklichkeit verflüchtigt und dir Gestalten zu Elemerffarproblemen «erden. Diese Docstellnng gab seinerzeit das Triv Medelsky-- Marr-Treßter am Burgtheater. Dir Erl-Bühne, macht mit Eduard Kock, Ferdinand Erl und Anna Kxw den.Versuch, die Mrlieugrenze zu halten. Er glückt in naMlichem, ausgezeichaetem Zusammenspicl; doch kommt dabei das Konstruktive, das in der Dichtung liegt, zu stark zum Vorschein, was allerdings lwfs Konto Schövherrs zu setzen ist. Ileberbrückt wurde diese Zchwierigkeit in ausgczeichneler Weise nur von Herrn-K 8 ck, der lein „FlaschenmandeA" weit gültiger gestaltet, als cs Trrßlers Darstellung vermag. Kocks Mann ist irgendwie bei aller Schwächlichkeit ein Vetter des Dusterer, nicht ungefährlich, daher unbedingt SU beseitigen. Diese Auffassung ist beste Menschengestaltnng. Herr Erl als Grenzsäger hat nicht Marrs Maße, bleibt aber in vorbildlicher Werse Riesenspielzeug. Frau Erl, die sonst so vortreffliche Darstellerin, hatte als Weib nicht das Elementare der Mehelsky, nicht einmal die Muttersehiisucht der Nresc, sondern faßte die Gestalt etwas zu leichtblütig ans; etwa „verteufeltes Weibchen", dem schwerlich zu glauben ist, daß es die Geschicke der Männer lenlt. Das Weiche des Weibes.brachte Frau Erl in feinster Art. Der Hauch von Dichtung, welche über dieser besten Schönlierrschen Konstruktion liegt, war in der Aufführung des Exl-Trros zu spüren und ihm konnte sich das Publikum, welches reichen Beifall spendete, nicht entziehen. Ausgenommen einige unentwegte Lacher lhie ihrer geistigen Empfänglichkeit nach in den Zirkus oder zu einer anderen „Hetz" gehören. \ S. L. Aus den TheatSrn. Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen, Samstag, «Iphigenie aus Tauris" zur Anffühnmg. Anfang Krete Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine i. Sonntag den 6. Juni, 3 Uhr nachmittags, am Eislaufvereinsplatz (Lothringerstrasse Linie 2, H8, J4 und D) Geräte- und Freiübungsturnen Boxen, Ringen, Fechten u. volkstümliche Disziplinen Karten im Vorverkauf: Zionistisches Bureau, II., Zirkusgasse 38. Redaktion der „Wiener Morgenzeitung“ und hei allen zionistischen Tum- und Sportvereinen. m7 Sport. %* Cup. Der heftige Gewitterregen, der gegen sechs'Uhr nachmittags^ niederging und die Spielplätze in kurzer Zeit in einen grundlosen Morast verwandelte, machte den vorzeitigen Abbruch beider Spiele notwendig. Das Treffen R a P i d-^-S p o r t t lu b wurde schon nach fünfzehn Minuten SPeilzeit beim Stande 0 :0 abgebrochen, während das Spiet Hakoah—-Amateure chis zur Pause durchgeführt wurde, die mit 1:1 gleichfalls ein Mnentfchiedenes Resultat.ergab. . ' Rapid konnte iu der kurzen Zeit, die das Wettspiel dauerte, bereits, eine klare Ueberlenenheit gottend machn, ohne aber ein Tor/erzielen'zu können. Das Tressen Hakoah—Amateure wurde trotz der desolaten Bodenverhältnisse, die eine richtige Ballbehandlung fast unmöglich machten, mit größter Ausopferuntz geführt.: Obwohl der Regen ryr VexLaüfe des Kampfes immer mehr ein setzte, flaute das Tempo nicht ab. Die Amateure stellten unstreitig die technisch bessere Mannschaft, taktisch besser spielte die Hakoah. Mährend die ^Erstklassigen" ein wghl effektvolles, .aber tvenia nutzbringendes flaches Paßfpikll vorführten, kultivierten die Hakoahner ein.steil vorgelegtes ÄnZrisfsspiel, das auch sicherlich zum Enderfolg geführt HTtte. Das Wettspiel wmde im altgemLinen fair geführt, nur Kalman Konrad^ dev MittelstürMr dev Urnateure. lief; sich eiruge derb.e Fouls zuschulden konunön. Schiebt - richter Schmidt vorhals 'den^ Amateureff, durch bi» Aneotemiung eines klaren Abseitsgoals HanslS, den übrigens ein „Händs" Konrads vorausgegaUgen tyari zum Ausgleich, der dem Spielverläufe nach allerdings nicht nnverdient war. : Die Hakoah 'spielte sehr aufopfernd. Ausgezeichnei war diesmal das Berteidigungsttio Halpern. Scheuer und Letvitus. In der Deckung -zeigte Juhtt das größte^ Stehvermögen. ' Nemes ^lag fastununterbrochen am Boden, zeigte aber tw^tzdem-hohes Können. Mvlnar ist außer Form. Der Angriff' Welte zweckentsprechend/- ohne alleodings die Präzision dos Amateur-Stürmers zu' erreichen-, . . /.?'^ > ' Die Amateure befaßen an der Stürmerreihe denbesten Mannschaftsteil. Es wurde trotz des. . «lende« Bodens zeitweise sehenswert zusammengespielt. Mit'dem» Schußvermögen haperte es. D.G Deckung befriedigte;- die Berleibigung (Popovich,.Haldenwang) war schwach. ^oDas Spiet zeigte zuerst eine klare Ueberlegenheit, der Amateuve, die aber trotz zeitweiser Welageru-ng^ nur selten zum Torschuß kommen. Allmählich kannsich die Hakoah befreien. Jenö Gattsl' gibt den Hall gut an Slichky und dieser kann nach raschem Laufcinsenden (17. Minute). Der Erfolg der Hakoah., lös^ kolossalen Jubel aus. Dann bekommt Halpern Arbers die er in sicherer Weise erledigt. Je ein Corner bleibt ergebnislysi 'In der 30. Minute erzielt Hansl .auf^ die eingangs erwähnte irregntare Weise den.Äusglerch... In der^.Folg-r ist das Spiel" völlig offen Und-beide. Tore kommen gleich oft in Gefahr. Halpern zeichuej. sich bei der Abwehr äußerst schwieriger Balle aus; > Die Halbzeit ist für alle'Beteiligten eine Erlösung^' Die zweite OpjelhDkfte wird an einem noch zubestimmenden Termin, beginnend mit dem Stande vorp. 1:1, nachgetragerr werden. ' ' ' . Dem Spiele wohnten trotz des äußerst unsicheren - Wetters über 6000 Zuschauer bei. Das Aakoah-Pubttkrum. Unter obigem Titel bringt die letzte Nummer de't „Jllustr. Sportblatt" nachstehenden Artikel: Das Hakoah-P u b-l r ku m machte sich Beim Spie! Hakoah gegen „33er" recht unangenehm bemerkbar. Del Großteil dieser Zuseher kommt wohl weniger aus ^Jnteresst" am Fußballspiel, sondern weit eher aus nationalen. Motive«- auf-den Sportplatz. Dadurch wird natürlich< die schließlicku fast jedem Fußballfrennd innewohnende ParteilichkeitTns Maßlose gesteigert, wobei der Mangel an "Sachkenntnis eine« weiteren- Anlaß zu -sinnlosen-- Schreiereien j&ilbeti ’ Da eilt. Teildieser. Zuseher natürlich die Grenzen der erlaubten Hilfß»l mittel überhaupt... nicht kennt, scheint ihnen, jedes Mittelt das einen Erfolg ihrer. Mannschaft verspricht, recht und erlaubt zu fein. Diese Neigung zn Verhetzungen bleibt dan« nicht, ohne Einwirkung auf die. Spieler, da es ja eine alte Erfahrung ist, daß' alle Spieler, keines)vegs nur die der Hakoah, immer zn Ausschreitungen hinneigen, wenn Regel-. Verstöße statt .Verurteilung oft recht, lärmende Zustimmung im «Zuschauerraum finden, Das- Arpvachsen der Zusehermasse«., ist unter allen Umständen erfreulich, aber Sgchk der Leitung der Hakoah muß es fein, die durch nationale Schlagworte go ivonnenen Zuseher durch. Aufklärung, sachliche Belehrung uni' Ermahnung zur Zurückhaltung, zu mit" den Grnndzügen dpi. Fußballspiels vertrauten Sportfreunden zu machen. Ein Ford schreiten auf dem bisherigen Wege würde dem Sport nn! schließlich auch i^r strebsamen Hakoah' einen kaum wieder gntzumachenden Schaden bereiten. Diese Ausführungen enthalten -- wir geben es' gerechter» ' weise zn — einige Wahrheiten. Wir können aber nichi umhin, darauf hinzuweisen, daß obige Zeilen nichts vielleichl aus Liebes zur Hakoah im besonderen/oder zum jüdische« Sport im allgemeinen geschrieben wurden. Ganz im Gegenteil! Sie bedeuten den ersten' Vorstoß, um unS. in unserer End Wicklung zu hemmen. Eine böswillige Entstellung' ist t% die Anhänger der Hakoah. als durch ' nationale Schlagwortz gewonnen hinzuftellen. Das Primäre dieser Menschen wch die natronale Gesinnung. Von ihr ausgehend, kamen fb zur Hakockh. Insoweit man bei Inden überhaupt von Schlag Worten sprechen kann, handelt es sich in diesem Falle höchsten» um - s p o r t l i ch e. _ Fb. Das Kreistnrnfest des Kreises Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine am 6. Iu«! IN Wierr. . Die Abtrennung der Einzelstaaten der ehemaligen Monarchi zog eine — wenn auch glücklicheLweffe mir äußerliche Scheiduch — der jüdischen Turnvereine dieser Länder von denen Oesterreich, nach sich. AuS dem früheren Kreise Westösterreich entstände» de österreichische und der tschechv-slowakische Tmnkreis. Hü im Vorjahre der tschecho-slowarische Turnkreis durch sein glänzm verlattfems Turniest geziigt, daß er die Unbilden des Kriege! überwunden hat und unn in nufchiigem Ausstreben begriffen ch so wird hoffentlich unser österreichischer KreiL Sonntag zeiaei kZnncn, daß er — wenn auch unter weit widrigeren BerhältMe! lebend — an seinem qualitativen Werte nicht nur nichts eingrbüß hat, sondern rüstig fortgeschritten ist,, Hazair—Karl Mar^ Reserven 1:1 <V: 1). Hazar war während. deS ganzen Spieles überlegen, doch würden all Angriffe von dem Schiedsrichter, einem Funktionär von Kai Marx, der sehr parteiisch amtierte, anfgehalten. Die Utbei legenheit Hazairs ist auS dem KornerderhältniS (8:2 für Hazan eistchtlrch. In der ersten Halbzeit gierst Hazair ununterbroche! an, ohüe euren Erzfolg zu erzielen. AuZgezeichnet spielte in diese» Spielabschnitt der Tormann von Karl Marx, der sei» Mannschaft vor einer schweren Niederlage bewahrte. Kmvo Schluß erzielt Karl Marx auS einem vereinzelten Vorstoß ei Tor. Nach der Pause gleicht L a j o S, der ausgezeichnet spielst aus. Bald daraus erzielt Bibnng ein Goal, daS wegen Adseii nicht anerkannt wird. Schredsrichier F. Werner. Hazarr U—Kai Marp Iungmannschajt ltl, Hqzmr lll—Red Star Irmg vmvvschast 2:3. .. , -

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