Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 490 (4.6.1920)
- Date
- 1920-06-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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* Seite 4 Wien, Freitag Wiener Morgertzeitung 4. Juni 1920 Nr. 490 ,!>i0 Lei?iiuieu ein, wo solche Einseitigkeit wahrhaft getneinschiioU-.':, .Wird, so je nt wieder iit der Kohlenpreüffrage. Er l;at durch dir iitmofe -Ael'eitt'genieinschaft die Arbeiter ganz in feilten Buiut deloniiuen. b-jMis; will er nicht nur'seinen ' und kören Prosit, sondern Li.'bnng der Förderung als Schlüssel AM Wirtschnstt-erlwlnng. Ab/r er siebt, fasziniert von den Anelandspreisen. nimt die Dchlacytopscr nuf diesem Wege und nicht dessen UOprozeiniges Risilo. Den' Grad seiner Elilpund'.ingslosigteit für die Umwelt kennzeichnet artch seine jetzige Ertttrsion ins Lerlcgeriiche. Er wußte nicht, daß zu einer guten, anerkannten Zeitung mehr gehört als der Apparat itnd die Valuta, daß man Dotation dazu braucht, nicht nur Bes'eritngs- und Machtwillen; klarste Objektivität, nicht, Hunde risch; che I ntr re s en ve r g n i ck t heit; ^Unbedenklichkeit 'der anderen, nitbt eine vorbelastete, im Dnnkel gehaltene Vorgeschichte. /.st c» ntoglicb, daß ctu Stinnes sich derart ändert, daß inan itr.it das alles vergißt? Es gibt Leute, die feine' Klugheit so hoch einschützen. Es gibt aber auch Leute, die da sagen, daß niemand über seinen Schatten springen könne. Und da das nichl nur für politische, sondern 'auch für kaufgilt. sondern anch für kansmännische und finanzielle 'Aus-' fassungen und 'Methoden, so wird man auch an dieser Stelle dauernd ein scharfes Augenmerk haben mnssen. Wozu man den Antrfemitrsmus braucht. Der Berliner „BsrwärtZ". veröffentlicht d-as. solgendc, ^..streng verieauliche" Nuneschrciben der deucschualionaie Boliöpartei in Neu-S Lettin: ' ■; An nnserc Parteimitglieder und Freunde! Das von uns zur sozialdemokratischen Maifeier heraus-' gegebene Flugblatt hat seine Schuldigkeit getan, s Die ' Arbeiter glauben bekanntlich alles, was gedruckt ist, ,es liegt denmach an', uns, sie fortwährend mit dem richtigen Lesestoff zu versorgen. Eine in btefetit Sinne geschickt geleitete Agitation wird ihre Wirkung nicht verfehlen. Durch den Hinweis ans die Juden und besonders dadurch, daß man den Anschein erweckt, als ob die Führer mit jüdischem Gelde. bestochen Iverden, lassen sich die Arbeiter leicht Obleuten: dazu kommt, daß Mehrheitssozialisten und Anabhängige sich gegenseitig bekämpfen bis aufs Messer. Richen wir die für uns überaus günstige Situation richtig aus, indem wir die-Ansmerksamkeit der Arbeiter auf die Juden und nur auf die Juden lenken, dann wird der 13. März, der wie Frühkingsnahen hoffnungsvoll uns vusging, trotz Sturm'und Wetter seine Blüten entfalten und reiche Früchte tragen.' ' - : Deutfchnati'onale Volkspartei, Kreis Neustettin. ' Es ifr melir als intercFant, daß sich da der antisemitische Schwindel falbst mit zynischer Offenheit enthüllt. Diese Dentschnationalen, die ja auch hier in Wien die Luft verpesten, glairben gar nicht an den, Antisemitismus, sondern brauchen ihn nur zur Verleumdung der Arbeiterführer. Auch der .Kapp.-Puisch kommt in ein neues Licht'. Es 'war also gegen die Juden gemeint, bei denen inan anfangen wollte, um dann wo anders reiche Früchte ut holen . . . Aber es » -knrrde 'ein 'Ger:-?ra!str?ir drrans und dann kamen die •; 'Senega-neger nach Frankfurt! TelegrKMMS. Die BerLmer Putschgerüchte. Ein amtliches Dementi. — Wa^engefchüfte. — Der Konsul einer „befreundeten Macht" verhaftet. Berlin, 3. Juni. (Wolff.) Das „Berliner TagekUti" veröffentlicht unter der Ueberschrift „2lnsammlungen von reaktionären Putschtruppen vor Berlin* Nachrichten, wonach in einigen Vororten Berlins eine befehlswidrige Ansammlung von Truppen festgestellt worden sei. Amtlich irntb festgestellt, daß Älle diese- Behauptungen in vollem Umfange unbe- -gründet sind. Berlin, 3. Juni. (Wolfs.) In Berlin kursieren seit einiger Zeit Gerüchte über Verkäufe größerer Mengen von Gewehren und Militärausr ü st u n g s g e g e n st ä n d e n. Die Regierung ist den Gerüchten eifrig nachgegangen, zumal, die Namen höherer Min t ft e r i a l b e a m t e r h i n e rüge z o g e n wurden. Es ihr jetzt gelungen, die verschlungenen Fäden zu entwirren. Sie führen auf ausländische Stellen zuchck, die sich hier im großen Stil mit sogenannten Luftgeschäften zu befassen scheinen. Die Untersuchung hat unter anderem zur oo r ii & e t g e Ij e h« Den F e st u a h ui e des K o n s u l s e i n e r ü e» jf r c u it-b e t e n Macht g e f ü h r t. Die Mmisterial- Äemnten. deren vollständige Schuldlosigkeit festsieht, haben Strafantrag wegen -Beleidigung gestellt. Die Untersuchung darüber, inwieweit im übrigen strafbare Kandluugen vorliegen, wird fortgesetzt. Moskauer Kampfbericht. Moskau, o. Juni. (Funkspruch.) Westfront: Jin Gebiete ^vvn K r i w e s z Huben die roten Truppen nach Znrückwerfuug des Feind-s eine Anzahl von Ortschaften westlich und südlich von Kriwesz erobert. Int Abschnitte von S h l o b i u - M o s y r find die roten Truppen nach Eroberung mehrerer Ortschaften in eins Linie vorgerückt, die ‘25 Werst südwestlich von Shlobin' vertust. Art der S ü d w e st fr o n t wurdenvon den roten Truppm nach schweren Kämpfen 9 Kanonen. 100 Maschinengewehre und anderes Kriegsmaterial erbeutet. Tukkestair-Frortt: Bei Teragan wurden Räuberbanden von dm roten Truppen Ickireul. i Moskau, 3. Juni. (Funkspruch.) Volkskommissar iT s ch i t s ch e r i n richtete am 29. Mat ein Prvtesttelegramm an jbeft tschecho-slowakischm Außenminister Benesch gegen ^dre Beförderung von Kriegs,natrrtal '«^lLo.l?..n^..über..ti'chtcho-!lywokilches Gebiet, die gerade m einem. Zeitpunkt erfolge, da,die Regierungen beider Länder darangchen, Verhandlungen über den Austausch^von Kriegsgefangenen und Staatsangehötigru einzule'.ten. Demission des ukrainischen Kabinetts.. Warschau, l. Juni. «Tclegtamm der „2Liener LLorgen-- zettung".) „Przrglad Wieczornh" Meldet: Da8 Kabinett Mazeppa bat demissioniert: die Demission wurde vom Präsidenten des Direktoriums angenommen. ES ve.iaulet, daß das neue Ministerium durch S a l 11 o w 5! i gebildet werden soll. Krassin bei Bcnesch. Paris^ 3. Juni. (Korr.-Bur.) Me „Daily Herald^ meldet, habe sMi K r a s s i n gestern abends in die tschecko-flowakifche Gesandtschaft begeben, wo er mit dem Minister des Aeußern Dr. B e n e s ch eine Unterredung hatte. Errichtung einer Londoner Filiale russischer ' Genosienschafterr. Berlin, 8. Juni. (Kcnr.-Bur.l Der „Lokal mzoiger" meldet aus Paris: Nach Nachrechten aus London soll K r a f.f t n feie Erlanbnis rrhaltkn haben, in London eine Art Filiale der rnisi ch:n Genosstnschastcn zu eröffnen. Krassin habe bereits in einer größeren Londoner Bank ein D'.pot von einer Million Pfund hinterlegt. Waffenruhe in Syrien. Paris, 3. Juni./ (Korr.-Bur.) Nach einer Meldung der „T i m e s" aus Konstantinopel hat General Gourand. der Oberkommissär Frankreichs in Syrien, mit den Nationalisten in Zilizien einen LVtägigen Waffenstillstand abgeschlossen. Die türkischen Friedensdelegierien in Konftantinopel. Kouftantlnopel, 3. Zum. (Havas.) - Die türkischen Fi edensdeleg'-erten sind hter emgctrosien und haben sofort dem G'.oßwesier den F r t r d e n s v e r t r a g sowie das Memorandum T e w f-t k P a ' ch a S überreicht. , Veränderungen im belgischen Kabinett. Brüssel. 3 Juni. (Havas.) Der Deputierte von Löwen D e w o u 1 e r s - O v r t n t e r ist zum Vän'ster für Wirtschastsangelcgenhcrten, J a spar zum Minister des Innern ernannt worden. , Souveränität Belgiens über den Kongo. Brüffel, 8. Juni. (Havas.) Im Senat erklärte der M i n i st e r d e s A e u ß e.r n auf eine Anfrage, daß Belgien seine volle Souveränität über den K o n g o aufrechterhatte. Einberufnng der italienischen Kammer. Rom» 3. Juni. (Slesani) Die Kämmer ist für den 19. d. M. e i n b e r u f e n worden. Auf drr Tagesordntmg steht die Proklamation der Regierung. Belagerungszustand in Griechenland. Venizelos will die Republik ausrufen. Mailand» 3. Juni. (Tel.-Komp.) Nach einer ll^eldung des „Eorriere della Sera" hat sich Ministerpräsident Bemzelos eutschlosien, vom 1. Juni ab den Belagerungszustand über ganz Griechenland zu verhängen. Drese Maßnahme ist auf die heftigen Angriffe zurückzuführru. dienamentlich jene Parteien gegen ihn richten, . die ■ auf eine . Wiedeleinsetzung des Königs, KonstaMin .öinarbeiten. In der Kammer gab V e n i z e l o s die Erklärung ab, daß, wenn dir Aktionen für die Rückkehr - König Konstantins nicht aufhören sollten, die T a g e d e r ge gen w ä r t i g e n monarchistischen Regierung s f o r m gezählt s e i n w 5 r d e n. Er würde siir diesen Fall ohne viel Ueberleguug die Einführung der R e p u b l i k Vorschlägen. Diese Aenßernng erregte bei der Kammermehrheit starken Beifall. Neue Pogrome in Ungarn? Pretzbnrg, 8. Juni. (Privat.) Aus Budapest liegen hier Meldungen vor, wonach dort heute blutige Exzesse „erwachender Ungarn" gegen die jüdische Bevölkerung stattgesunden haben. Nähere Details liegen bis zur Stunde nicht bo* Die Demonstrationen der Horthh-Buben. Budapest,?>; Juni. DD Polizei teilt über die gestrige Demonstration folgendes mit: Gestern nachmittags .veranstalteten.Mitglieder der Bereinigung der Erwachenden U rr g a r n Kundgebungen stegen den Frieden. Vor der italisnischen Mission.und dem. holländischen Konsulat kanr es zn 'Sympathiekundgebungen. Etwa'80. Personen zogen in die Madentiegasse, wo die österreichische und die tschechische Gesandtschaft in demselben Gebäude utttergebrachk sind,- ' und., riefen: Nieder Mit deur Frieden! Durch einen Steinwu'kf wurde-ein Fenster cingeschla gen. Die-Polizei zerstreute die Denwnstranten. Gegeit 9 si.hr abends kamen aus dein Klublokal der Erwachslrdctt Ungarn in kleinen Trupps' etwa 60 Mann' auf den Donankorso und riefen: Nieder mit den Inden? Vier bis fünf Personen drangen aus. die Terrasse des Hotel Hungaria und verletzten zwei Gäste durch Stockhiebe. Offiziere der Nationalarmee' nahrneu die Demonstranten fest und übergaben sie der Polizei. Das Strafverfahren ist im Zuge. 7 Antisemitische Hetze in Lemberg. Lemberg, 1. Juni- (Tel. der „Wiener Morgenztg") Während der Aufführung des neuesten Dramas von Zeromski, „Honad Snieg" ^„Ueber dem Schnee"), ist es hier zu cineur peinlichen Zwischenfall gekommen. Den Anlaß hiezu gab eine Szene im dritten Akt des Dramas, die sämtliche Juden mit den Bolschewiken identifiziert. Das in großer Zahl anwesende jüdische Publikum gab insti'ltiv seiner Eutrüstnng Ausdruck. Gingesendet. Juwelier Better VII., 'MarialiilferstrasRe 98. — Telephon 32099. EI VEB K-A^TTE Tägltoh Gcl»ic«aheltalc&af«l v« Di. sen Zwischenfall benützte die ganze polnische Presse,, um einen „bolschewikischen Anschlag" zu. konstruieren und gegen die Jochen ins Feld zu ^ziehen. Die Folgen , dieser Kampagne beginmn sich bereits zu zeigen. ES machen sich Strömungen bemerkbar, die unberechenbar«, Folgen haben können. Die Studenten der Polytechnik haben einen Aufruf gegen die-Inden veröffentlicht,, der geeignet wäre, Lemberg wiederum zum Schauplatz! von Unruhen zg machen. '. . . Um eventuellen traurigen Ereignissen vorzubeugen und von der hartgeprüfken -jichischen Bevölkerung ein neues Unglück abzuwenden', hat die Exekutive der Zionistischen Partei Oftgaliziens ein Kommunique verössenllicht. in dein sie die jüdische Bevölkerung auf- ' fordert, von den Aufführungen des^ genannten Dramas feewuDerben und kaltes Glut'zu bewahren, um leinen Anlaß für feindlichr Provokationen zu geben. ''--Exzesse im Ascher Industriegebiet Prag, 8. In»!. (Korr.»Bur.) Die »Doheima" welket «Ä Asch, daß die dott'ge Bevölkerung bereits feit sechs Woche« oh«," B r o twar und auch keine Mchlzuweifungen erhielt, so daß eS anläßlich des letztm Jahrmarkles znPlönderunse» «nd'- anderen E x i c f f c n kam. Gendarmerie und Militär mnßte» mit blanker Waffe einfchreitem Streik der Textilbeamten in NordVSH«e», Prag, ü. Juni. lKorr.'Bur.) Nach einer Meldung des, „Pravo Lidrr" sind die Beamten der Textilbetriebe .i» R e i ch e n b r r g in den ÄuSsiand getreten. Vor einer neuerlichen Preiserhöhung der böhmischen Kohle? Prag» 3. Juni. (Tel.-Komp.) Dü ^Narodni Politika* meldet ans K/adno, daß die dortigen Bergarbeiter «nt« gleichzeitiger 5kundigung des Kollekltvverträges n e u e L o h «- forderungen gestellt hadm. Diese seien derart hoch, daß die Preise der Kohle nemtltch mn K 10 bis K 12 ethöht werden müffen, Es wird eine Erhöhung des Lohnes um 407„ gefordert. Tagesbericht. Dr. Paul Nathan und der Zionismus. Der „sogeitannte Zionismus" hak nunmehr, da ihm dta Mächte , der Wett als legitime Vertretung des jiünscheit Volkes sozusagen akkredidiert haben, mit seinen Repräsentanten verhandeln und seine Ansprüche auf die jüdische Heimat im Friedensvertrag mit der Türkei in aller Form bestätigt - haben, auch vor dem gestrrügstert aller Tribunale Gnade gefunden — irr der „Neuen' Freien Presse". Die Herren! jüdischliberalen Journalisten des „Weltblattes", das sich allmählich zu einer Art von inappKllabler Jnstcknz emporgebläht hatte und sich zur Maxime bekannte, «ms nicht in den Akten (der „Neuen Freien Presse") stehe, sei auch nicht - in der Welt vorhandert, müssen nuttmehr von ihrer Methode^ den Zionismus totzuschtveigen, die sie zuletzt noch' im Falfe' von San Remo übten, während man gleichzeitig der . politischen. Konstellation utttÄ den Botoluden unb den Lappländern das lebhafteste Interesse cntgegenbrachte, -abgehen und dem ängstlich gemiedenen Worte auch' in die Spalteii ihres Blattes den Eingang eröffnen.. Natürlich wendet (sich' die gewiegteste aller „Aüsfratschlerittnen", die mit besonderer Vorliebe mit Phantasien „nach einem Gespräch" mit Herrn Souttdso brilliert, nicht etwa an tüten zionistischen. Führer, dem doch am ehesten zum Thema „England und Palästina" das Wort zu geben wäre'- sie weiß vielmehr den deutschen'Assimilattten Dr. Paul Nath'att in Berlin zu. füchctt, 'dessen germantsatorische Ptopaganda, die er als Präsident des „Hilfsvereines dsir deutschen Juden" in Palästina getrkWt' hat, schließlich, zu einem völligen Zusatnmenbruch der Hilfsvereinsarbett im Lande und zu einer einmütigen Abkehr der^ jüdischen Bevölkerung daselbst geführt hat.' Aber selbstl die .Auffassmlg Nathans dürfte für die Weltzeusckren iit'Piw'l Fichtegässe einige Enttäüschmrg ' bedeuten, denn er ' kann i .nckch. manchem eitrschränkenden Wenn nüd Aber, die hei der Mletlungnahme des. außerhalb des lebendigen Judentunts Ziehenden Asfintilanten Nicht 'weiter ' überraschen, rticht umhin, rzuzugeben, .daß sich, eine „Summe von Möglichkeiten (für/ das Judenttun" ergibt, ,',die nicht gering zu veranschlageit 'sind". Nathan möchte den zionistischen Hpfsnungeu' einem Dämpfer aufsetzen' und nur zögernd entringt sich ihm die Anerkennung des zionistischen Erfolges. Aber für einen Manu von Nathans Richtung, ist daS immorhirt nicht vienig. Was sagen nun seine Wiener Gesinnuttgsstenude dazu?" Die jüdischen Kirchenvater. Frau Dalenttae Tpeittgee geb. R»thschilv als Glockeapati«. Im .Abendblatt dos „Deutschen Bolksblattes." vom % Juni lesen wir die folgenden zwei Briefe: In Reibling-Sitze nberg — im Dullaersald —. fand im vorigen Monat die Einweihung zweier neuer Äirchenglocken statt. Ms Patin fungierte hiebei biq Jüdüt Valentine Noemi Springer geborne Rothschild —' Gattin, des Siegmund ehemals Freiherr» von Springer vertreten durch ihre Schwägerirt Ella Kohl geborne Springer —- Witwe des konvertiLrten ehemaligen Bezirkshauptmarmes Fncdrich Kohl v. Kohlenegg. Die. Wockvu erhirklM