Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 478 (22.5.1920)
- Date
- 1920-05-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4te Wittt» SEW' «Mi»-' MeE «kMS^ettmrK 22. Mar LS20 SetzeH,. - Wiener Gemein^raL. DE-' gestrige Sitzung Äs GernemheräteZ zeigte nichts vo« he» Stürmen der scüheun. Die Parteien stände« im Zeichen'desbevorstehenden Pfingstfestes.- Die- SthMg verlief - friedlich- - ohne jede An- und Aufregung, da nur minder wichtige Geschästsstücke, welche in der letzte» Sitzung, nicht zur .Verhandlung gelangt waren, erledigt wurden. ' ’ Die EMäWmg. Der Marktbericht. röeittzre Preisrückgänge. — Geringe Kauflust, ^)L8 günstige Angebot auf den Gr ünwarenm ä t! t e n hatte auch gestern einen/H'i te reu Preis» r 8 ck g q n g für einzelne.Sortm .W Folge, poch ist infolge der schwachen Kaufkraft dis Publikumsnun -schwache Nachfrage ßu beobachte». Der Naschmarkt war mit SÄüt auch gestern förmlich Wyschwemych iSvlolva) gÄ kgM?,p^'MvVavW-.. L. 14.^0; ^uppenfpargel K 6.—. Auch KartqWn'Mben trotz der unter L 8.-7 tzr das Kilogramm Lblichrn Preüx zvMgroßen Teil unverkansd. Mer. ..fanden stellenweise zM.-Kkeise.Nou K '4.— guten Absatz:. .5-7..*,* . ,;-7 D> b stMar gestern auSgebliehen, doch erwartet man schon für die t nächste?-Zeft .' größere.'Transporte non . ungarischen K r r sch e n/fbic wegen deS Mangels - an Zucker zu Emsiedezwecken^w-Preise wesentlich hernntergehen'dürften. Jni'der'-G-^'o st m^a r k t h ack l eherrschte --sehr lebhafter BerkehLMs Angebot, an Fleisch ist mehr als bedorsdeckend. Für de» heütige» Markt sind anläßlich - der Pfingstfeiertage größere Mengen -von Fleisch bereitgestcllt. . Hls Zubuße gelangt heute in der Oromnarfthalle a merikanis ch es-S el ch fl eis ch zu L 100 pro Kilogramm zur Abgabe. _ Kavtoffelwalzgrieft für Mindeftbernittelte. In der 14V. Aktionswoche erhalten alle Besitzer der rosafarbenen Einkanfscheine für Wohlfahrtsfleisch V» Kilogramm Kartosselwalzgrieß -um Preise von L L.20 gegen Äbtlenmmg des Abschnittes „Y" in de» Geschäften der Großschlächterei an folgenden Tagen: Samßtyg. de^i 32. d. M. für A bis JF, Mi-iw och den 26. d. M. für 6,his K, Freitag den 29. d. M. für.ll His-L' und Montag dm 3s. tz,,M. für 8 bis 2. Freitag den 88. „Sappho". Anfang Uhr.-— Samstag den 29/ „Egmvnl". Anfang Vs6 Uhr. — Sonntag den §0. »Die Troermnen". Anfang 7 Uhr. h . t. Anfang nichts". Anfang V?6UhrI — Dienstag'den 25. „Viel Lärm um nichts". Anfang 7-6 Uhr. — Mittwoch den 26. „Die Schwestern". Anfang 'V»7 Uhr. — Donnerstag den 27. „Der eivgebr.ldete Kranke". Anfang 7 Uhr:'— Freitag den 28. „Die Schwestern". Anfang 7j7 Uhr. — Samstag den 29. „Candida". Anfang 6 Uhr.; Sonntag den 30. „Viel Lärm um nichts". Anfang 7,6 Uhr. ' - -7. ... ....... .; - ' Kammersängerin- Luch Weidt, von ihrer italienischen Reise zurückgekehrt, tritt morgen. Sonntag, im Operniheater als Isolde in „T r i st a n ü n d I s 0 l d e" auf. In der N eue n W i e nerBühner gelangt Freitag den 28. d. M.- zum -ersten- Male - eine G e l i e b t e", Lustspiel in drei Akten von Paul A r m 0 n t zur Aufführung. Moraeu, Sonntag, und übermorgen, Montag, gelangt ttt;ber R e n a i s s a n c e» Bühne nachmittags 7,4 Uhr bei kleinen Preisen einlustiges Kinderballett -zur Darstellung. Abends mtt Harry Wüld'ett' als Shakespeare- Md. Katl-Ettiinger.- als Gast „D i e' sch w ä r ze Da me d e r- 'S 0 n „D i e Kulissen der Seele" und «G 0 e t h e" mit-Egon Fmdell. 7 - - - -- Im W i e n e r S t a d t t h e a t e.r wird heute Samstag, die Komödie „D r e F r 0 u R a t" von Paul Wertheimer mit Sanft Niese als Frau Rat Goethe zum'50. Male aufgesührt. Sonntag und Montag gelangt an den beiden Nachmittagen das Schauspiel „Der -H ü 11 e n b c.f.i tz-e r". - zur Darstellung. Den Der bläh spielt -ein neuengagierter Darsteller, Hans Kurth, die Claire Fräulein Paula Jelln,. Sonntag abends, wird „D i e F r a u R a t" und Montag „T r i l b y" gegeben.. Mllsthitlttl^ Größte Auswahl! Billigste Preise! - 640 " Leopold Strinhlwt, Wien, Biberstraße 9. 473/8» Ecke Wenfcrtorgas&e Meisteraufführungen Wiener Musik. Die von der Gemeinde Wien veranstalteten Meist eraufsühmngen Wiener Musik werden am 26. d. M, in feierlicher Weise in Anfang nehmen. Für. diesen Tag» um 12 Uhr mittags, ist im Gememderatssitzungssaale, eine Festversammluug geplant. Bürgermeister Reumann wird die Bedeutung der Veranstaltungen in einer Ansprache würdigen. Vom Turm des Rathauses wird der Bläserchor des Operntheaters eine Fanfare zum Vortrag bringen. Am Abend findet sodann die erste Vorstellung tut Rahmen der Veranstaltangen, »Cosi fan tutte*. neuinszeniert und geleitet von Richard Strauß, in der Staatsoper statt. Bühne rmd Kunst. Mufikausstellung der Gemeinde Wie«. dsr--' kommenden' Musikfestwoche /hat die GAneinöe Wien' eine interesscente Mustpahl ihrer kost» baren' Schätze an- Musikerbriefen) Bildern und AutogrLptzeU-''-m-^etnigen Sälen' des'- Museums-- dev'-Stadt Wien-'-(Neues'Rathaus), -zur Schau gestellt, wo' die "Objekte tvährend'- der MeisterauMihrimgender allgemssingn Besichtigung' zugänglich -fein - werden»-' In -Vitrinen findet man'da-M -ehrwürdigen) beklecksten Manuskripte B ee h 0 6-'e n s, Partituren und hmgeworfene Notizen, Handschriften von Mozart, Schubert,- Bruckner/ Brahms usw.,' kurzdie grWen. .Nonmeister, aller Zeihe« sifld. mit,--wertvollen Stüchen.-vertreten.' HqNd-. schriMche Partituren, und.Erstausgahen. ausdem sllach- *■. laß-.dtzS.Walzerköni'gs St-rautz iepräsenLieren die leichtere Mstse -Hie in -Wien .so gerne .ihren./Sltz genommen hat.' Einzelne-Objekte fallemhesond'ers äufi wie zum Beispiel eine »Daxte Hugo - .W ock-fi f -, in. der er zu einer Kritik Nodnagels' Stellung , nimmt. Es heißt dort: „UeberflüKg .war nur - der Ausfall , wegew meinem -'„Hymnus" und^..-hi?Nebeneinanderstellung,/ Weingartners und Straufi.'.v Wassoll Las,-heißes.mich'-..mit: .diesen) Kumpanen. iyr-einen- Topf..-.zu „werfen^.,..-Dieser Unsinn, verleidtzt.Mir den '-ganzen ' Aufsatz.?.. Wolfs „scharfer" Stll zeigt, .-sich auch .in/diesemhmstychen^Beispiel deutlich geWg. Seltenheitswert .besitze.y'.^re'' Szenenbilder zur ersten „Zauberflöte", aus denen-. ersichürch' wird.. wie Man damM 7'Mrf - eirgev - Bühne, ziemlichen./ Prunk; entfalten konnte.. Das Original des Schmidtschen (Iem.äldes,„Ein Schuüertabend",. manches .berühmte. Mttstkerporträtsdie Totenmaske Beethovens, ein Abguß der Hand Bruckners, dies alles und -noch mehr., wirdals,-willkommene Ergänzung zü deck akustischen Ereignissen Geist und Auge beschWgen,-unü in. würdigev Weise, den Anteil'Wiens am^MusiWaffender VevgangenhH. vor Augen-.führen. Neue Wiener Bühne: Hugo T h i m i g gab - m der „R 0 t e n R 0 b e" den Pterre Etchrpare, den er vor Jahren tm Burgtheater in kunstadeligster Umgebung gespielt hat. Er gibt Len von wirksamstem Theater gezeugten Baskcnbauern, welcher -instinktiv die papierne Gerechtigkeit als seinen Feind betrachtet und sich trotz seiner Unschuld gegen sie durch Lüge wappnen will, glaubhaftes Leben und wächst in das Unglück seines Lebens, das ihm diese Gerechtigkeit bereitet, indem sie rhm das geliebte Weib raubt, thcaterstark hinein. Stürmischer Beifall feierte den theaterfreudigen Th mig und seine Mirkungfichere. Leistung.. .Neben, dem Gast bestand in Ehren FraüM'e ü st ä d t e r. Daßübrige — wacker. ' L. S, (K«e Freier z« Henryk Glicensterns fünfzigstem v Geburtstag: .. JuS .Z ü t i ch wird uns geschrieben: Hier fand anläßlich' b^'stmszigste« Geburtstages des Bild'haüers.und MalerS Mcr»" stein ei» Festabend "statt, dm dtt/akätzÄnifche-Berem „Hechawer" rm^''dre' Mädchi:nllga „Äath Ami" 'veränstalt'etcn. Die Züricher «Schriftstellerin Frau - Dr. W e l d l e r ° S t e i n d e r g wÄdigte'das bisherige Wer?'Glicenfteiüs und gab der Hoffnung AÄhruck, daß diesm wahrhaft jüdische'Kunstl» recht bald GelMüheit 'hübe, in'Palästma zu 'wirken und' zu ' schaffen. Die Jügmd' überreichte - dem Jltbllar einen -silbernen Meißel mit einer hetzrMchen Zuschrift. Auch die Schweizer Bereinigung - jüdischer Schriftsteller» Künstler und Forscher „Haruach" überreicht« Glicenstrfv?ei«'Ehrerrgescheuk. ' Äus deu Theatern. Dienstckg,t___ ..■ .... -«och den 26. „Der Raub der Sabmerinenen . Anfang J/a7 Uhr. — Donnerstag den 27. „JaakobS Transit". Ansatzck 'U' Uhr. — Die Fußballmeisterschaft. - 'Die Niederlage der Hakoah gegen Red Star hat -die .zwAtklassigL. Dkeiste^chast'" fpieder zueinem etwas offeneren Rennen "g-ema^t.s. Wohl, ist .die Hakoah noch immer -hoher Favorit,' aber die. Germanick ist ihr wieder bedenklich nMe .'geruckt)Bon den übrigen Vereinen kommt ^iner Mr den'D.ieg in.der Konkurrenz in Betracht, Hakoah. wöist heute schon MehrHnnkbe auf, als Red Star, der Drittplaeierte, 'jemals erreichen kann. Es ist - nun 'intLxesWt, die noch -ausstehenden Spiele der -beiden Beöeine Reöue' passveren zu -lassen. ' Dis Hakoah hat noch gegen folgende Vereine zu spielen: Ottakringer Sp.- Cl. (30: Mai, W. A. C.-Platz), O st'm a r k (6. Juni, Ostmarkplatz), S tu r nt (20. Juni) Hakoahplatz), Ger mani a (27. Juni, W. A. C.--Platz). Germania hat .noch , sechs Spiele ausständig, und zwar: Red Star (30. Mai, Schwechat),SPortfreunde (6: Juni/ Schwechat), Ostmark (13 .Juni, Ostmarkplatz), Ottakring (20. - Juni, Ottakring), H a k o a h (27. Juni, 'W/ A>. C.-Platz) und Ober St. Veit (Termin noch nicht fixiert, Schwechat). Wenn.'nun Hakoah und Germania bis , zu Wem beiderseitigen Treffen -sämtliche Spiele gewinnen, ist die Meisterschaft ohne Rücksicht auf den Ausgang des Germania-Hakoah-Spieles entschieden/ da die Hakoah selbst dann^ wenn sie gegen Germania verliert, 'dieselbe Punktanzahl wie die Schwechater erzielt und auf Grund der größeren Anzahl der gewonnenen Spiele Meister, wird'r - Das heiße Ringen um - die Meisterschaft geht weiter, zur beschaulichen Rühe ist keine Zeit. Das Spiel'-auf dem' Md Star-Platz 'ist verloren' gegangen; einen zweiten' Md.-Star-Platz hat die 'Hakoah' nicht- -mehr zu erdulden, 'was ziemliche Sicherheit gewährt, daß die'Mannschaft die ausständigen Spiele -gewinnen wird. ',:' B. Aharvath Zio« Komb.—Motiah Komb. N:1> Sonntag den-16. d.M. fand ein Wettspiel zwischen einer komb. Mannschüft Ahaw'ath Ziou 'und Moriah statt. - Der Sieg fielder durchfchlagskrästtgeren Mannschaft za. Spielverlauf: Ahawath Zion hat Abstoß: Moriah bemächtigt sich des Balles und versucht einen-Durchbruch zu mUernrhmen, der. aber von der güten Berteidigüng zum Scheitern gebracht wird. In der 10. Minute erreicht Stern den sührerchen Punkt. Bald daraus schießt F i s c u s das'zweite und cknapp vor Halbreit dasidrstte unhaltbare Goal ein. Die Unterlegenen vermachten bloß vorder Pause -einen gleich-' wertigen Gegner abzugeben. Die zweite Halbzeit ist Ahawath Ztvn stark überlegen. Fiscus, der einen guten Tag hatte, fcubet in kurzer Zeit einige Tore ein.- Ein Spteter von Ahawath Zion wird wegen rohen Spieles ausgeschlossen. Für'die'Sieger waren Fiscus (8), Stern (2),--Habmmmn (l) erfolgreich» Für die llnlcrlegennt schösr Kitrli Eh-.-eugoal. «arm öeckeutenck verArösserte, mit allem Komfort ausgestattete Lokalitäten. Rendezvous sämtlicher Zionisten. Klublokal der Hakoah. 413 »UDOLF GEStTWS, Caföticr. Znternackiorrale Hocktey-Wettspiele. Der Wiener Älhletiksportklllb hat - die Hockeh-Mannschast des Sportvereines. - München 1860 für zwei Wettspiele engagiert, die am Sonntag und- Montag zur- Austragung gelangen. Die Spiele finden.-cm! dem Prater-Sportplatz statt und beginnen um'7-11 Uhr tzor»^'- mittags. ... j -. Psingstvernnstaltungen. Außer.den großen Turnieren, - über die wir bereits berichtet Haben, kommen noch folgende Der- : sn.stal-iuiigm zur Durchführung: O st m a r k f P l atz: Sonn- ... tag: Donaustadt—Germania, Slop an-Ostmark; Montag die - Entscheidungsspiele. — A d m i r a -- P l a tz: Sonntag *♦ Sturm .' 1907—Vienna; Columbia—Admira; Montag die Entscheidvngs- . spiele. — N ed Star-Platz: Sportfreunde—Südstem. '. Ned Star—Vorwärts; Montag die Entscheidnngsspiele. Die Vienna spielt zu Pfingsten-in Brüx, und Teplitz. .. >: Aresivahlftampfe für den Städteringkamps Graz—Wien. Für den am 6. Jum in den Roseusäten statt- - findenden Städtcrmgkampf Graz—Wien kommen Pfingstsonntag : in Bachlechners Garten, XVI., Ottakringerstraße 228, Auswahl- - kämpfe zur Durchführung. Von der Hakoah wurden Rer ch-- nuttt it, Koh 0 n und M a r k u s zu diesen, Auswahlkämpstn - berufen. Die Kämpfe beginnen um 9 Uhr vormittags. -? Leichtathletrksektron -er Hakoah. Sonntag vormittags Training aus dem Haköah-Platz. — P r 0 g r a mm ü r nach st e Woche: Montag vormittags: Hakoah-Platz. — Mittwoch, 5 Uhr nachmittags: W. A., F.-Platz, Hutteld orf. — Samstag: 7-5 Uhr nachmittags: Meeting des W. A. F. * .. Alle Mittelschüler und sonstige Interessenten (auch Mfünger), die Schwimmen trainieren wollen, mögen ihre Beitrttts- . erktärung an den I. Sp. V. Hechawer Sekretariat, I., Concordm-- platz 4, Industriellencase, emsenden. Die Sektion beginnt am 26. d.' M. mit dem Training. - s Mtt Spenden für den Platzfonds find eiugegangm: Josef Goldberger K lO<jO,; Direktor Bernhard Doregger,500, - Direktor Max Hochmann 600, Dr. Kindler 500, Heinrich Grünberg. 500. Dr. A. Grünberg 500, Dr. Kürschner 30, Dr, Pickhardt 100, Dr. Berger 20. $ . Hechawer. Sonntag und Montag vormittags Wettspiele^ auf dem Hakoah-Platz mtt zwei Mannschaften; heute, Samstag,. 7zUhr Leilungssitzung; 7s8 Uhr Spielerzusammenkunst. Makkabi XVll. Das am Donnerstag den 30. d. M.', ftattgesnndene Schauturnen war recht erfolgreich. A» den Frei-. ubungen beteiligten sich Damen, Herren und Kinder. Beim Ge-, rätetuvuen warm fünf Mänuerriegen und drei Damenriegen der-, treten. 1*: . Kadimah. 7^7 Uhr wichtige Spielerversammlung- Erscheinen.- . aller' Fußballer Pflicht. Bekanntgabe der Mannjchasts-i - aufstellungen im Pfingsttnrnter. }' Sportsektion der Dolksbibliothek Zio«. H., Glocken-- passe 30. Heute, Samstag den 23. d. M. um V26 Uhr, dringende Ausschüßsitzung, um 7'Uhr Vollversammlung 'sämtlicher Mit-»- flltcbcr. Morgen Sonntag bei schönem Wetter nm 2 Uhr nachmittags Ausflug. Treffpunkt pünktlich im Bereinslokal, im Falle Regkttwetter Versamvilung der Mitglieder. . j . Ahawath Zion spielt Pfingstmontag mit zwei Mmm-i schäften gegen Bewegung ll. Heute im Klubhetm Spirlerv.ersamNL lung und Mannschaftsaufstellung. " Gerichtssaal. Eitte EhrenbeleidigungsKlage dee Staats< sekretürs Dr. Deutsch. .Der Strafrichtev des iBezirksgerichkes' Fckbv'ritÄtd - hatte gestern über' eine vom Staatssekretär Dr. -Julius/ Deutsch gegen.den Metallgießer Franz Uubrichs-' eingebrachte Ehrenbeleidigungsklage zu verhandeln. Nachs' Inhalt der Klage - soll der .Beschuldigte .sich geäußert! ' haben, daß Staatssekretär Dr. Deutsch die gauzeui Gronzebestände aus dem Arsenal an Schieber verkauft und sich dabei die Säcke völlgespickt habe. Zu Beginnt, dev Verhandlung ersuchte der Verteidiger des Ange-j klagten, Dr. Friedrich Waneck, um die Feststellung,!' weo eigentlich der Kläger sei, da ihm ein- Dr.' Julius Deutsch, der Staatssekretär für Heerwesen ist, nich.tz bekannt sei, da seines Wissens der Staatssekretär sü^ - Heerivesen nur ein ausländisches Doktorat besitze und' * hier zur Führung des Doktortitels nicht berechtigt sei,; Der' Richter erklärte, in eine Erörterung der Frage. nicht eingehen zu können, da.durch die Vollmacht^ Dr. Julius Deutsch als. Kläger. legitimiert sei. Der-, Richter suchte einen Ausgleich .anzuregen. .Der Angeklagte war zttr Abgabe eurer Ehrenerklärung bereit'.-/'. Als der Klagevertreter Dr. Klein jedoch verlangte, daß - der Angeklagte zumindest einen Teil der Kosten des.- - Klägers trage, bemerkte Dr. Waneck, daß er die Be- : rechtignng dieses Verlangens nicht emseheu könne, dader Privatkläger-- als Schwiegersohn des Dr. Karli Renner ein reicher Mann sei. Auf diese Bemerkung, des Verteidigers replizierte der Klagcvertreter mit deK. Worten: „Kommen Sie wieder mit diesem Klödsinn^! der schon so oft widerlegt tvnrde." Der Richter belegt^' l bat Dr. Kbciii ivegcn dieser den D>. Kaueck belrivMu,' ' 999166