Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 478 (22.5.1920)
- Date
- 1920-05-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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... .SämBtaf^ >— — -. . —- ' - - ~ ~ II — 1®\C Zionistische Iahreskonserenz in London. London, 2t. Mai. (Ter. der „ZÄr. Morgenztg.") ^ic prr dm 4. Juli nach Karlsbad emb*rufene zionistische Zstzre^Lonferenz sindei in London statt. Die durch »ie Entscheidung . van San R e m o erforderlich gewordenen ergänzenden Llrbeiten, so namentlich in der -irage der Grenzen Palästinas und des Mandats, nachm eine längere Abwesenheit der zionistischen Lekutive von London unmöglich, weshalb der Plan, die Iahreskvnferenz in Karlsbad abzuhalten, lntlen gelosten werden mußte. MerteL^o?KmA«^'MK^ i ■ r -------—|— — ■inifi'iTi*—*-rir—•‘mm r ] Eiugefeudet. I Pepi Elster Bersch Blau Szszurcrwic* Tamobmg empfehlen sich als Verlobte. Wien, im Mai 1920. ms Juwelier Setter VIL, Mariahilferstrasse 98, — Telephon 82099. * Reichsschutzbund der Handelsvertreter. Handelsrvrirrtec^WartLmrss:. Jeden Dvuuerstag, Punkt 6 Uhr . nach-' nitta-S, r» der Börsrlammer/wo, Angebote und Nachfragen Zstthaben. Eistritt nur gegen Vorweisung der Vcrbandsrmtgliedshrte. Jeden Dienstag, Punkt 6 Uhr nachmittags. Diskussionen n allen Verbandsangüegenheiten sür sämtliche Mitglieder und Hevausnabmen von einrretrnden zu legitimierenden HandclZverxrtern. Milglleder-Cafe Stadlpark, I.» Ecke Wollzeile- * Der Rückgang der Wiener Universität. Wie aus rkadrmischen Kreisen rrntgeteilt wird, find an der Wiener Unrrrrsität derzeit nicht weniger als dreizehn Lehrkanzeln, teils rffolge Ablebens der Vorstände, teils infolge Rücktrittes vom schrämte, unbesetzt. Außerdem werden mit Ende dieses Lmdirniahres noch - zwei Lehrkanzeln infolge Rücktrittes zweier rervorragender Gelehrten nach Absolvierung eines EhrenjahreS sei, womit sich dann die Zahl der unbesetzten Lehrkanzeln auf Hnfzchn erhöht. Dieser Rückgang erklärt sich zurrst aus den politischen Umwälzungen, die der Wiener Universität »iel von ihrer Bedeutung für den nahen Osten und den Balkan ßenommen haben. Aber auch der ekelhafte Nationalismus, der ich an der Hochschule breckmacht und nicht nur die Hörerschaft, andern auch den Lehrkörper von der „arischen" Herkunst,bestimmt viffen will, treibt alle guten Elemente weg oder hindert die Verutung auswärtiger Gelehrter nach Wien. Natürlich übt auch ne Verteuerung des Lebens retardierend. , * Dollarpakete für sämtliche Wiener Rechtsrrrrvälte. Die Wiener Rechtsanwaltskammer hat sich mit der hnwalskammer in B a l t i in o r e m Verbindung gesetzt, damit >en Wiener Rechtsanwälten Anweisungen aus Dvllarpakete zuommen. Die Wiener Kammer verlangt diese Anweisungen nicht ils Geschenke, hat vielmehr der Kammer m Baltimore vorgeschlagen, raß die Wiener Rechtsanwälte einen Betrag in Kronen zu einem mnehmbaren Dollarkurs bezahlen. * Wiener Arbeiter für Frankreich. In den letzten tragen ist eme Anzahl von Wiener Modelltischlern nach Frankreich zereisi, wo ihnen durch Vermittlung ihrer Wiener Organisation stellen zugewicün wurden. Der gesicherte Minimallvhn betragt ,J Francs pro «stunde. * GeWerbeförderuAgsamt veS Jüdischen Nationaleates für Deutsch öfterreich (Abteilung Arbeitsnach- >oeis). Offene Stellen:! Herrenschneider, ^3 Damen-, ^hneiderinnen, 2 Schubmacher. 1 Näherin, 1 S'chmttsräser, l technische Leiterin (Damenwäscheerzengung) nach Lemberg, l Graveur nach Ungarn, 1 Gärtner, 1 Schmied, 1 Schildermaler, -2 Strickerinnen, 2 Miederarbeiterinnen. 1 Schnnt- •rttb Stanzenmacher, 1 Modistin, 1 Kammacher, 1 Haarchmuckarbeitsr, 1 Stockdrechsler, 1 Rasplcr,, 1 Seisensiedkr, t Maschinenwärter nach Galizien, 2 Goldschleiferiunrn, 2Gatterschneider, 2 Kindererz,ehermnen, 3 Stenotypistinnen, 5 Mädchen wr alles. Lehrlinge: 1 Uhrmacher, 1 Elektiotechnlkcr, l Schneider, 1 Tischler, 1 Tapezierer, 1 Buchbinder. 2 Schildermaler, 1 Zimmermaler. I Bildhauer, 1 Spengler, 2 Buchdrucker, 1 Setzer, 2 Tischler, 3 Schlosser, 1 Graveur. Zu melden beim Gewerbcsorderungsamte des'Jüdischen Nationalrates (Ableitung Arbeitsnachweis),H., Taborstraße 20 s. * Nach dem Streik -er jüdischen Religionslehrer. Herr Religionslehrer Markus P i ck, Mitglied des Streikkomitees der Indischen Religionslehrer, schreibt uns: Der Streik der iüdnchen Religionslehrer in Wien ist beendet. Alle unsere materiellen Forderungen wurden erfüllt. Dank unserer Einigkeit und der tatkräftigen llnte'stützung der Jüdischen Nativnalpcrrtei konnten wir diesen Sieg erringen. Trotzdem ist unser Kamps nicht zu: Ende. Jetzt heißt es um unsere idealen Forderungen wetterkämpsen. Ww wollen der jüdischen Oesfentlichkeit beweisen, daß wir trotz der Ungunst der Zeit es mit der Erfüllung unseres Berufes ernst nehmen und untere ganze Kraft in den Dienst der jüdischen Erziehung stellen wollen, damit eme gesunde, von modernem Geist erfüllte Jugend heranwachse. * Hochschulkurse -es Jüdischen Hochschnlausschusses. Das Kulturamt des Jüdischen Hochschulausschusses bringt zur Kenntnis, daß die Hochschul- und Hebräischkurse demnächst mieder eröffnet werden. Lokal und Zeit werden rechtzetttg bekanntgegeben. * Palästina den Juden. Anläßlich dieser Botschaft veranstaltet der Jugendverein Ahawath Zion Sonntag den 30. d. M. im Prater, Hauptallee 10. ein großes jüdisches Volksfest. Der Reingewinn ist zur Erhaltung hebräischer und jüdischer Geschichtskurse bestimmt. Karten ber Löwit, Ai'oa und N. F. V., II., Schmelzmasse 7. * Ankunft von LHaluzim in Palästina. Am 5. d. M. sind solgende Chcrluzim tmt dem Dampfer „Karlsbad" in Jaffa gesund und gut gelandet: Frau Paula Arnold, die Herren M. Ausländer, I. Z. Suchmann. Ing. Samuel Gold-- mann, Joachim Glaser, Dr. Eh. Schmetterling, Ing. Leopold Reich, Frl. Schvschanah Reich, die Herren Z. Wachskerz, Ch. Lcwito, I. Silberherz, Jaakow Dow-Friedm'ann, Viktor Kellner. Frau Rachel Backner reets Grün, die Herren Jzchaek Feig, I. Katz, A. D. Gordon, Israel Bloch, Jehuda Wald, Schmu«l Weiß, I. Löw, H. Sirotkin, I. Braunfeld, I. Neiger, A. Grrtzmann, Frl. Jona Schtffmiller, die Herren S. Sold, I. Oberweger, H. Stadtmauer. 1 * Die Palästina-Aktion in Rumänien. Aus Brrla-- r t st wird dem Jüdischen Korr.-Bur. berichtet: Am 14. d. M. hat in Großrumänien die große Palästina-Aktion begönnert. Die Arbeit erstreckt sich vorzüglich auf eine großangelegte Sammelaktion sür de» Paläsiiua-Wrederausbaufonds und gelangt am 25. d. M. zum Abschluß. - Paris—Köln—Wien. Aus Paris wird gemeldet: Die in Paris geführten Verhandlungen zwischen der deutschen Eisenbahnabordmmg und einer französischen Kommission haben zur Abfassung eines Protokolls geführt, welches die Herstellung eines Zugsverkehrs zwischen Paris—Köln und Prag- Warschau einerseits und Paris—Köln-W i % n andererseits , Vorsicht. * Privattelegrammverkehr mit Angar«. Im Privattelegrammverkehr mit Ungarn ist bis auf weiteres nur die offene Sprache ohne Beschränkung zugelaffeu. Privat» Telegramme in verabredeter Sprache siud nur an bekannte .'.Handels- und Bankhäuser zulässig. Privaltelegramme in ichiffrierter Sprache find überhaupt nicht zuläsfig. Der Irrtum eines SKonlisten. Ein ganz besonderes §!Wg.ischick batte gestern^ früh ein Slontlst der Oesterreichischmn-nrMeN.Äarlk. Per Skonlist. ggh b/Mllipwechseln mm EX3STK^rTF VEBKAXTP Täglleh Oel«gen]iaHskii)(«! . 9*5 Manne 16 Banknotenurit dem Aufdruck „Echt"; für deü Rest von K 2000 wollte er ihm ein Paket, mck 100 Noten zu K 20 geben; durch ein Versehen bändigte er ihm aber .einen Banknotenbund mit 1000 Noten zu 20 ein, so daß der Fremde vm 18.000 zu viel erhalt. Erst m spät merkte der Skonüfi, der ersatzpflichtig ist, zu seinem Schrecken den Irrtum. Der Man« hat sich bisher nicht gemeldet. * Adftchrt des ersten Muderzuges »ach Enylmrd. Gestern um 8 Uhr 10 Minuten ging, wie angekündigt wurde, der erste Zug mit 600 Kindern vom Wiener Westbahnhof ab, der österreichische Jugend über Passau—Rotterdam nach England bringen wird. * Adanvermrg der Arzneitaxe. Das heutige Staatsgesetzblatt veröffentlicht eine Vollzugsanweisung des^Staatsamtes für soziale Verwaltung, betreffend die Abänderung der achten Abgabe der Arzneitaxe. Den Apothekern wird bis auf weiteres gestattet, hei Rezepten für nichtbegünstigte Parteien zu den TaxansäHen für Regepturarbeiten 100 Prozent zuzuschlagen.- ** Die direkten Züge Prag—Triest verkehren ab 8. Juni über Budweis—Linz—Selzthal—Graz—Laibach —Steinbrück mit einer Abzweigung von Steinbrück nach Agram—Belgrad. Sie werden von Prag bis Trieft genau 24 Stunden laufen. Von Bruck bis Triest werden Speisewagen geführt. * Polizeiliche Fremdenkontrolle. Gestern vormittags erschienen unter der Führung von. Konzeptsbemnten der Polizei in den meisten Hotels der Inneren Stadt Kommissionen von' Kriminalbeamten. Die Ausgänge der Hotels wurden besetzt und auf Grund der eingetragenen polizeilichen Meldungen sänttliche angetroffenen Personen einer Perlustricrung unterzogen. Die Perlustrierurig erstreckte sich zuerst auf die Meldezettel und dann auf die Feststellung, ob die angetroffenen Personen im Besitze einer ^ordnungsgemäß ausgestellten Ä u fentHaltsbewilligung waren. Jene Hotelgäste, die sich mit einer solcheU nicht ausweisen konnten, werden polizeilch bestraft und zur A'breise veranlaßt werden. Die Vornahme der Amtshanblung in den großen Hotels hat ziemliches Aufsehen erregt. * Verkehrsaufnahme auf der Kahlenbergbahn.' Infolge eingetretener Kohlenzuführ ^wirb der Verkehr auf der Zahnradbahn „Nußdorf—Kahlenberg", ab 23» d. M. bis aus weiteres ausgenommen. - . * Beendigung der Lohnbewegung im Gastgewerbe. In. einer in der Dolkshalle des RäkhäuM'abgehalteneu Gehilfen- Versammlung der Organisation der Hotel-, Gast- und Kaffeehausbediensteten berichtete Sekretär Ko men da über den Abschluß der Lohnverhandlungen mit der Gasttvirtegenossenschast. Die Versammlung erklärte sich, mit der erreichten Lohnerhöhung, die sich zwischen 70 und 100 Prozent bewegt, einverstanden. . . ' * Die neuen Fernsprechgebühren. Amtlich' wird verlautbart: - Für Privat-Fern sprach anlagen mit Anschluß an das Staatsnetz, für. die. gegenwärtig. eine Anschlußgebühr von 60 Kronen jährlich für jede zum Verkehr mit dem Staatsnetz berechtigte Privat-Sprechstelle, mindestens aber von 600 Kronen'jährlich für jede einzelne Anlage ln Vorschreibung steht, wird vom 1. Juli 1920 an die Anschlußgebühr vorläufig mit dem von 120 Kronen.jährlich für jede zum Verkehr mit -em Staatsnetz berechttgte Privat-Sprechstelle, mindestens aber mit dem Betrag von 1200 Kronen für jede einzelne Anlage, festgesetzt. * Das Mud im Kana!. Die 23jährige Kafsierin Adele K., 8. Bezirk, Lcrchengasse wohnhaft wurde gestern vormittags, im Klosett der Hausbesorgerwolmung, Neubaugasse 81, von einer vorzeitigen Geburt befallen. Das -neugeborne Kind, ein Knabe, fiel in den Abortschkauch und gelangte in den Kanäl, in dem es sofort bis unter die Straße fortgeschwemmt wurde. Man berief sofort einen Kanalräumer und die Feuerwehr und mit ihrer Hilfe konnte' das Kind lebend geborgen werden. Mutter und Kind wurden auf die dritte Gebärklinik gebracht. * „Metall«« Gold" — (mit dem Rezeubogen) dir g«tbewährte Taschenlamvenbatterie. * Für jüdische Blinde. (Ausruf vvm 16. d» M.) Bv» Jkig. Gustav Wolf, IEL, K 100. Bisher K 412. * FL« jüdische Invalide. Ing. Gustav Wolf K 100. * Für de» Jüdischen Nationalfonds. Ing. Gustav Wolf K 100. * Für die Adolf Stand-Stiftung der »Wiener Morgenztg." Ing. Gustav Wolf K 50. Bisher ringelaufen K 28.357. _ Dereinsnerchrrchte«. Jugendverein Ahawath Zion, Witu. Karteuausgade und Kartenabrechnung zu dem am Sonntag Lin 30. d. M. 'siattfindende« Volksfest täglich von 6 bis 8 Uhr abends beim Kameraden E. Stein. Diejenigen, die dem Festkomitee angehören wollen, sollen sich bis längstens Mittwoch bei diesem Kameraden anmelden, — Lese-und Redehalle jüdischer H o ch s ch ü l e r. Mitgliederzusammenkunsl «nd Diskussion im eigenen - Lokale um 6 Uhr nachmittags. — HebräscherLehrer v e r b a n d, Grvße Mohrengasse 16/22. Versammlung um 4 Uhr nachmittags. Beratung über Lehrbücher und die bevorstehenden Ferien. Hebräische Lebrer willivmme». — HebraischerKonvers ationsklub. 7 Uhr abends Bortrag Dr. Nifsa« Go ldft e i n. Thema: DaS jüdische Recht und seine Zukunst. Ort: Exportatademiker-Vrrein, ll., Taborstraße 1. — V e r e i» E r e z Israelll., Prater. Hauptallee 10. Heute, 3 Uhr nachmittags, im Vere'mslokale hebräische Konversation mit anschließend« Vorlesungen. Der Verein »nacht rieuerdmgs darauf aufmerksam, daß ansanM Juni in seinem Lokale tu t t t e r i!q c b tat sch! u rs.e für Anfänger und Fortgeschrittene be» ginnen. Einige Anmrldungeu werden rwch entgegeogenommen (an Wochentagen vou 6 bis 9 Uhr abends oder schriftlich). — F u g e ri d g r u p p,e d e r zionistischen Bezirksektion Brigittenau. Samstag ab 2 Uhr nachmittags im Veremslokale, XX., Karl Melselstrroße 5. Hebräischer Konversationszirkcl. Monta g den 24. d. M., '/«S Uhr nachmittags, Vortrag Birnbaum, Lehrer im hiesigen hebräischen ^ghgLyMni: „im MrffLvlMm ir- P-läsilNö-. Hebräisch i&wmsm. yrvtrff^»-i»35Shiactwi> * sprechende willkommen. V e > Vortrag 'Füg. LaSkoviez: * «ms^ 8 Wr, IX., LMeosieinSr-ße _ k t ui t s chi« r B er ein - a o r 7 Uhr nachMtwvI, VW» iririMvrMmvlmis i» Heim. Dringendes GrfchMrv Wicht.- »ei» T - oodo « - ertK »Wm i» Mnch» ße 1». ischSflm A»g. Wolf. Wcuden Sn sich an daL AgiMnnsb«Wi»!!., LaborstraKe 30 a» Fük -fv tfttfMtu WLtHM *m£e»£6* j«L«ch»G. n. m B. F. K 100. F B 60- A.onRejch 80. M. Reich 80, B. KrttSbag 8-, Jos- Kknk 50, Wilb. Gottfried Mr, Tartakower 50, Jona« Ruvm 30, Godriel Krau 100, FreiberM 40, «mammeü X 37.1R. Kommmtales. ) 37 Mrllioue» LebrrschreWm-eB L«Ä» lLMK-spttKl. -■■■v.i' Im StadtraL ftftjt es gestern zü sehr hestztEAw ' Zusammenstößen zwischen den Sozialdemokraten'" und dckn Christlichsozialen. Den Ausgang bildete et« - vvm StadLrat Br eit wer erstatteter Bericht Ab« di« für das Jubiläumsspital erforderlich 'geworbenen ga* schußkredite tron über 37 Millionen Kronen und die - in Verbindung damit an den bisherigen Emrichtnngen ' geübte Kritik Der. größte Deil d.r Ueberschreitunge« ist schon längst verausgabt worben, ohne daß üb«- Haupt irgendein Bericht erstattet, irgendein Zuschuß . beansprucht wurde. Im Jahre 1918/19 hat die Ge*. meinhe für das Versorgungshaus insgesamt 390.VjlX^ Kronen auf dem statutarisch vorgeschriebenen Wege willigt, wahrend 7 Millionen Kronen ohne jede ZufiimWNftg verausgabt wurden, was nach dem GeÄwert des Jähstes 1918/19 vielleicht noch ungeheuerlicher ist al8 ' die^ Heutigen - ' ■ Ueberschreiiungen von 37 Millionen Krone» bei« Jübilanmsspital. Die von her früheren Verwaltung durch' Jahre tyiti/ durch geduldeten Zustände kommen einer völligen AnK schaltung des Gemeinderates gleich, und es wäre, wenre man mit ei,cor Fortdauer dieser Verhältnisse rechne^ müßte, besser. „ T v ' die Mandate »iederzulegen, da niemand - eine wirkliche Verantwortung zu tragerk; vermag; - ' ‘ i Aus den Ziffern, gehe hiervor, daß rm JübiläuW-i spital zweifellos Miß stände verschiedener Art stehen, die sowohl auf persönlichem Gebiet als auch!- , in den technischen Einrichtungen und in der -rnökonv- . mischen Gebarung zu suchen seien. Zunächst müsse-- darauf verwiesen werden/ daß der Personalstßüü» von - 750 P^ffsanen. gegenüber der Bettenanzahl von 990 - außerordentlich hoch ist.. Ganz ungeheuerlich seien die Zustände, was den Kohlenverbrauch anlange. D^ .. Ziffern seien geradezu phantastisch und katastrophal. Für' das Jahr 1919/20 ist die Beheizu NU mit 10,617.000 Kronen angesetzt, wozu-noch g«wM Summen aus der Rubrik Fuhrenauslagen - histKükommen, so daß sich auf jedes ei^elne Spitalsbeti) ' eine Ausgabe von über 11.000 Kronen ergibt. ' ' Zum Schlüsse kommend, sprach sich der Resem-isi dagegen aus, daß ettva bloß ein stadträtliches Komitee zur Untersuchung eingesetzt werde. Es müsse hier eine verantwortliche Person bestellt werden, deren Aufgado es sei, nichts nur diese eine, sondern alle Wohlfahrtseinrichtungen der GemeirÄe zu überprüft» und ein« v vollkommene Reorganisation anzubahnen.*Ms solche 4 Persönlichkeit werde Generalstabsarzt Dr. Pick in Vor-« - schlag gebracht. Der genaue Wirkungskreis werde vom) Bürgermeister zu vereinbaren sein. : ‘ An dieses Referat knüpfte sich eine mehrstündige-/ stelbenweise zu turbulenten Sz.en en führerttra Auseinandersetzung, an der sich die christlichsoziabm Stadträte' Dr. Kienböck, Baugoin, Gib d r,. Köüber und die sozialdemokratischen Stadträte Doktor Grün, Frau Seidel und der Neftrent beteiligten. Sehr stürmisch gestaltete sich die Auseinanberfttznng während der Rede des christlichsozialen Stadtrates Biber, der erklärte, daß das vorliegende Referat «in BeweiÄ der völligen Unfähigkeit der sozialdemokratische«. Der» wcrltung. sei. Hier würden von seiden der' Sozialdentv--' kratett die Rufe laut: „Diese Sauwirtschaft haben wir von Euch übernommen. Es ist eine unerhörte Kühnheit, den Sachverhalt so zü verbrühen. Sie müssen sich eigentlich in ein Mausloch ve.tkpiechen, anstatt hier die Ankläger zu fofefeHi" ' Die Christlichsozialen wendeten sich in scharftd Weiso g^gen Bürgermeister Reumann,' 'dem fi«; werft», in die Debatte als Vorsitzender emgegrssiW i zu haben. Diese heftigen gegenseitigen Vorwürfe dauckE minutenlang an und es. kehrty tritt allmählich Kvhp >' zurück.'^ -7 Mi der Abstimmung vnwden die Attträtze . Reftwnten aus Gestellung des Generalstabsarzt Dr. Pick zur Ueberprüfung aller städtischen HumanitittKanstalte« und Mitarbeit an der 9^/gaüifatwa gt» nchmtgt und dein Zuschußkvebit von 87,768.230Krön«, unter nachdrücklichem Hinweis auf diese BeftelftMß ßmd die noch von Dr. Pick MWWkMMß -