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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-19 · Heft 475 (19.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 475 (19.5.1920)
Date
1920-05-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seile 6 Wien. Mittwoch Arbeiten und Svaren! Neben wir nicht die . iveitLsigehende, sich überhaupt noch als zulässig dar-. stellende Sparsamkeit, so kommen wir der Gefahr des völligen Bersagens der Geldwirtschaft immer näher. Es ist allerdings richtig., daß vom Geiste wahrer Sparsamkeit diel zu wenig zu spüren ist. Wir haben die Ausgabendisziplin des alten Staates verloren. Es ist aber nicht zu übersehen, daß diese Disziplin damals weit leichter wav als unter den heurigen Verhältnissen, und daß die Sparsamkeit im alten Staat in mancher Beziehung vom Borwurf der Engherzigkeit nicht freizusprechen war. Es war zum Teil eine unproduktive Sparsamkeit. Es ist wahr, daß wir heute so weit gekommen sind, daß sowohl in der öfsentlichen, als auch m der privaten Wirtschaft mehr verteilt wird als da ist, und daß wir über die Verhältnisse leben, die uns * vom Rate der Großmächte zugebilligt wurden. Diese Verhältnisse bleiben aber eben weit unter dem Existenzminimum. Die Errichtung einer neuen Notenbank könne als Mittel zur Wiederherstellung der finanziellen Ordnung jetzt nicht in Betracht kommen, sie fei vielmehr einer . der Schlußsteine des finanziellen Neubaues^ Mag nun die neue Notenbank, welche vor Beseitigung des Defizits oder wenigstens vor Anbahnung, einer finanziellen Ordnung errichtet wird, durch den Staat wieder in Anspruch genommen werden, oder mag man diese Inanspruchnahme prinzipiell ausschließen, in beiden Fällen müsse die StaaLZwirLschaft dem Chaos überantwortet werden. Eine gut geleitete Notenbank ist ein großer ^Segen für eine gesunde oder der Gesundung entgegengehende Volkswirtschaft. D'aß sie aber, in eine wirtschaftliche und finanzielle.Elendatmosphäre gerückt, Wunder wirken soll, können. doch nur Dogmatiker glauben. Bis Zur Herstellung einigermaßen geordr.e'er finanzü'll r Ve-hälLn sse stelle das fetzige A.slnufcs^ mittel, nämlich die provisorische Fortführung des Nv^enbankgefchäftes in Oesterreich und Ungarn durch, die Oesterrcichisch-ungarische Bank, immer, noch die geeignetste Lösung dar und Redner l itt t a le komse.enM Faktoren, die Vertreter der Großmächte, die Reparä- Lionskommission, die Nationalstaaten und die. Regie-, rungen Oesterreichs und Ungarns dringend,, uns vor anderw i igen Experimenten zu b e.wah ren. Greife man zu einem Staatsnotenmechanismus, so wären neue Erschütterungen und ei e Srer5erung der Jnflation die unvermei.l che Folge. Ein UeLexgang zur freien Wirtschaft kann nicht durchgeführt werden, solange der freie Verkehr in den Nachbarstaaten und dieser mit uuS nicht her-, gestellt ist.; Die Möglichkeit eines auss'chtsreichen Versuches zur Wiedererlangung der Lebensfähigkeit., ist Dyktor Dpitzmüller geneigt, zu bejahen. Hiefür sind zwei Voraussetzungen nö!wendig» die G Währung ei. es Karkredits in gutem Gelbe in entsprechender Höhe und die Wiederherstellung des fre'en Verkehrs mit den- Aachbarftaaten, vor allem Zwischen den Snkz-essiöns-, jstaaten, wie er vor dem Kriege üblich war. Did Regierung hätte zu entscheiden, ob Md in welchen Beträgen dieser Barkredit zur Beschaffung von Aebensmitieln. Rohstoffen. und 5kohle oder zur B e N e r u n a fr e r Währung, Tilgung von Schulden oder vfelle'cht für Investitionen, zum Be'spiel zur Schaffung von Was serkraftwerken, zu benützen wäre. Ein solcher Barkre it Wnnte Außerordentliches leisten. Das Bud et würde nfvlge Besserung der Devisenkurse eine bedeutende Entlastung, die Inanspruchnahme der Bank mindestens eine, bedeutende. Einschränkung erfahren., die Schaffung, einer neuen Notenbank würde damit in gre'.jbare Nähe gerückt. 1 Für He weitere Mitwirkung der Notenbank ist es Voraussetzung, daß die Regierung ihre. Bemühungen zur Wiederherstellung der finanz'ellen Ordnung energisch fortsetzt und zu diesem Behuf auchMn hier vorgeschlagenen Weg betritt, von welchem dem Redner bekannt sei, haß er zum Programm der-Regierung gehöre. Es ist selbstverständlich, daß die Oesterrd'chischungarische Bank ihre Mittel nicht für jenes Defizit bereitste llen kann, welches sich aus der dauerndem ^istenzunfähigkeit unseres Staates, aus dem definiriben Versagen der staatlichen Autorität oder aus unhaltbaren sozialen Zuständen ergibt. Die Oeßerre'chifchungarische Bank müßte aber auch dann ihre Mitwirkung versagen, wenn etwa im Laufe der geplanten Sanierungsaktion eine erhebliche Besserung des Geldwertes Eintreten würde, ohne daß die Negierung radikale Maßnahmen zum Abbau b e r" Ausgaben ergreifen wurde. Endlich ist es ein« unerläßliche Voraus-, setzung für die weitere Mitwirkung der Bank. daH bfe Einheit des Za h ln ng smittelverketzr.s in Seiner Weise beeinträchtigt wird. 1 Die ErHSHurrg der ZollzuschlSae bis 1900 Prozent. — Die nerren Zölle. Gestern wurde die Vollzugsanweisung des StaatsmkeS für Finanzen Über den von uns bereits angelündigten Zollzsschlag bis 1900 Prozent und die Vollzugsanweisung der StaalSanite für Nnanzen, für Handel und für Landwirtschaft wegm Ab- Luderung verschiedener Zolle veröffentlicht. Die beiden Vollzugs cmweisimgea treten at$ zehnten Tage nach der Kundmachung » Kraft. Die folgenden Zvlländerungensmd vorgenommen psrdev: Zollfrei werden erklärt: Nadelholzsamen in «V*«, Schwe^llier, ar.f m-chonisHem Wege gepulverte Steiu- Wiener Morge«zeitung. 1 19. Mai ,1920 . . Nr. 473 kohle. SteinkoblenteerSlr der Benzolreibe Mt einem kpezisiichen Gewichte Von über 0.950, Krmstdruck- und Chromoker!vn, Kunstdruck- und Chromopapier. Bock', Ziegen-, Zickes-. Schaf- und Lammfelle (Klrinsclle), Chlorbar mm. roher Hchgttsi. teig» sörmlge Wnnhese. Neu festgesetzt werden in Abänderung des geltenden allgemeinen Zolltarlfs die Sätze der den nachstehenden Waren in folgender Höhe: In Kronen: Feigen 2, ans 108 ck andere gebrannte geistige Flüssigkeiten, ausgenommen Slibowitz. und andere Edclbranutweme 40, Wein. Obstrvem. Wein- und Ol-stmvst in Fässern bis 3V. November 1920 25, Weiri zur Kognakerzeugung aus.Erlaubnisschein 12. Käffeesürrogate 'auch Zichorien, gebrannt 45, Zichorien» gebrannt, zur E>zeugung von Kasfeesurrogalen auf Erlaubnisschein 5, Zement 0'40. Eisen und Stahl in Stäben, geschmiedet, gewalzt oder gezogen: a nicht fassoniert 2, d fassoniert 2; Blech und Platten:» rob (Sckwarzbttch^, in dir Stärke: 1. von 2 Millimeter oder mehr 2.50, 2. biK6. unter 2 Millimeter 87 d dressier! oder dekapiert, m ver Stärke: 1. von 1. Millimeter oder mehr 3, 2. bis 4.. unter 1 .Millimeter 4; e verzinnt ukw in der Sürke 1. von I.Mlll'meter oder mehr 6, 2. bis 4. unter 1 Millimeter 8. Anmerkung. 1. Walrdraht über 4 Millimeter stark usw. 2. Schienen, ohne Rücksicht aus has Profil usw. 2. Cchienenbefestigungs" artikel usw. 3. Waren aus nicht schmiedbarem Guß. ncht besonders benannte usw., roh oder bloß gescheuert, bei einem Slückgewichte: 1. von mehr als 10 > Kilogramm 2, 2. von mehr als 40 bis» 160'.'Kilogramm 2 50, 3. von mehr als 5 bis 46 Kilogramm 3 4. von 6 Kilogramm oder därkmer 4; Waren aus schmiedbarem Eiken, nicht besonders benannte ulm, roh oder gescheuert oder arob angesirichen. der einem Slückgewichte: .1. von mehr als- 25 Kilogramm 3/0. 2. von mehr alo 3 K'logrmnm bis 25 Kilogramm 4. 3. von mehr als 0'5 Kilogramm b's 3 Kilogramm 4 50. 4. von 0*5 K logramm und da'unter 5.50; holzessigsaurer Kalk 4; Kalzmmkarbrd 8; Methhalkohvl 18; Lumpen (Hadern), das ist lernene. baumwollene, seidene und wollene Lumpen. 2. Die Ver-ollung nach d^m effektiven Werte bei. Waren der T.-Nr. 622 und 625 schemrsche Hilfsstoffe und Produkte mcht besonders benannr, umd Tceriarbsioffe) hat ohne Ausschlag zu erfolgen; dagegen Ddbci den rn den Anmerkungen zu diesen Tarrsnummern vorgesehenen Maximal ä zen der Aufschlag an' zuwenden.. Die entgeaensteher'den Bestimmungen der Voll-ugsanweisnng vom 19. August 1919 sowie die in dieser Vollzugsamynsung. tür ,T.-Nr. 431 c b § e (Ecken und Siahl in Stäben ur'w.), 432 ck und e Bleche und Platten usw.). 597' fc und! (Blcrglätte, 602/» (Kupfervitriol), aus 610 bis 612. 614 tKriegsle m usw.) angeorduete Zollfreihcrt werden gleichzeitig außer Kraft gesetzt. Wenn tnslige wrrtscha^llche Gründe es erfordern, kann auH in Einzel'ällen eine Ermäßigung oder Außerkraftsetzung der Zölle, des geltenden Zoll arifeS gewährt werden. Han-essrt^chr?chte« aus der T^checho S^owahei. Prag, 17! Mar. (Privat.) Die Zackerfabriks-A.-G. Obora beruft für den 31.'d. M. eine außerordentliche Generalversammlung ein mit dÄrr Programm: Antrag auf Verpachtung der Zuckerfabrik Obora'.,an die' Böhmische Zuckarindustrie-Gesellschaft m..Prag.,, -Die Mehrheit der Aktien der Zuckerfabrik in. Obopa, ist . im Juni 1918 durch die Zuckerindustrie-Gessllschast - von der Anglobank erworben worden. V . .' ' . / ' . ' . ' . Wie..bereits gemeldet, hat ,her Mlnjsterrat. vor einiger Beit beschlossen, der Gesellschaft..für den Handel mit dem Osten eine Subvention' von 12 Millionen Kronen' für den Erwerb von Seeschiffen für d?n ^Trgnsport auf der Strecke Baku—Triest zu bewilligen. Der Kaufpreis der Schiffe, die 2000 Tonnen Jnhast chaben, würde 200 Dollar für die Bruttotonne umfassen. Dieser. Preis dürfte sich aber bei Eintritt günstigerer'Schisfs'räumverhältttisse niedriger stellen. .... Die an der' deutschen Grenze liegenden Ktttwerkc hüben beim Ministerium für öffentliche Arbeiten um die Bewilligung angesucht, ihnen die Kalkausfnhr nach Deutschland zu gestatten, da sie infolge des Waggonmangels außerstande sind, ins Inland zu liefern. Diese Kalkwerke benützen deutsche. Waggons, da sie sonst keinen Absatz hätten und die Erzeugung einstellen müßten. Das Arbeitsministerium hat Mit Erlaßt . vom 4. bi M. den - an der deutschen Grenze liegenden; Kalkwerken für die nächsten zwei Monate die Kalkausfuhr nach Deutschland bewilligt. Die Firmen, die auszuführen beabsichtigest, müssen aber .dem Gesuch einen Nachweis' beilegen. Jede Firma-darf höchstens zwei bis fünf Waggons in der^ Woche exportieren. ' Auf den früher abgeschlossenen Kompensationsvertrag mit Polen sind bisher Petroleum, Benzin, Maschinettöl und Naphtha im Betrage von 14 Millionen Kronen eingetrossen. Die Tschecho-Slowakei hat im Nahmen des Vertrages bisher für ungefähr 2 Millionen Kronen Waren nach Polen ge- . liefert. Dagegen sind Waren, die erst nachträglich verrechnet werden, in größerem Unifang abgesandt worden. Vom Textilmarkt ln Lodz. Lodz, 16. Mai. (Tel. der „Wiener Morgenzig.") Nach dem Streik der Textilarbeiter hat in Lodz die P c 0dnktion wieder lebhaft eingesetzt. Die Fabriken arbeiten intensiv und stellen sehr viel Ware fertig: trotz . der unerhört hohen Preise, welche in der Teuerung der Rohmaterialien und Halbfabrikate, der hohen Arbeitsl"hne, aber auch in der starken Spekulationswelle, die in der letzten Zeit alle Zweige der Textilindustrie erfaßt hat, ihren Grund haben, finden die erzeugten Waren in allen Teilen Polens schlanken Absatz. Besonders rege ist die private Nachfrage nach Textilien auf dem flachen Lande, sowohl wegen der Notwendigkeit, neue Kleidung anzuschaffen, als auch deshalb, weil die Bauern riesige Summen Geldes gehamstert haben, das sie irgendwie verwerten wollen. ., Obwohl gegenwärtig der Jnlandsabsatz für Textilien solebhaft ist, wird Lodz phne entsprechenden (Export nicht existieren - können und die Lodzer Fabrikanten- Utto Handelskreise sehen, besorgt in die nächste^ Zukunst und befürchten. eine Ueberproduktion, wenn nicht rechtzeitig neue Absatzgebiete gefunden werden.' Die Hoffnungen, das alte russische Absatzgebiet wieder offen zu finden, hat der Abbruch der Friedensverhandlungen zunichte genracht und der Krieg zwischen Polen und Rußland verschließt den russischen Markt für Lödz auf lange Zeit Für den Lodzer Export kommen heute' nur die' westeuropäischen Länder und Amerika m Betracht, obwohl die Aussichten sind nicht allzu günstig, dort Fuß zu fassen. Zurzeit finden Verhandlungen über Textilwarenexport nach Frankreich und Amerika statt. Im Zusammenhang mit der Exportsrage wird: jetzt im polnischen Handelsministerium eine neue E x p 'rr r.1« v-e 10 r d n u i l g ausgearbeitet, welche folgende Häilpt punkte enthält: -!. Der . PolniHe Exporteur kann ins Ausland nur zu, den... dort.herrschenden Marktpreisen, gegen dortige- Valuta verkaufen. 2. Die fremde Valuta,, die er erhält, muß. der .Exporteur dem Handelsministerium gegen polnische Mark zum Tageskurs abliefern. 3, Jeder- Abschluß eines Exportgeschäftes mutz dyn Handelsministerium angezeigt' und vonihm gebilligt werden.- Diese Bestimmungen sind zum Teile nach deutschem und österreichischem Muster, gebildet. Sie dürften jedoch für Polen nicht besonders zweckmäßig sein und den Export, der besonders für Lodz .eine Notwendigkeit ist. nur erschweren.. Denn Polen, welches seine Waren aus den Exportmärkten erst /einführen muß, kann nicht die- - selben Exportbedingungen ckiellen wie Deutschland, das mii dem Ausland langjährige Verbindungen hat. Polen kann den Auslandsmarkt nur durch bessere Exportbeöingungen und könkurrierende Preise erlangen. Bei gleichen Bedingungen und gleichen Preisen ziehen die ausländischen -Käufer stets ihre alte Verbindung vor. So ist die Entwicklung der Lodzer Textilindustrie noch immer nicht ungefährdet. ’ Glänzende Ernteanssichte« itt Palästina. . Die englische Zeitschrift „The New East" verSffentlichj einen Bericht ihres Jerusalemer Korrespondenten über die'Ergebnisse des Svmmers lstlO und die Aussichten für die kommende Ernte. Das Gesamtergebnis der Orangenernte beträgt 66 Millionen Kilogramm, Mais 15 Millionen Kilogramm, Feigeir : 4% Millionen Kilogramm, Sesam, Oliven, Linwnen, Zitronen, Melonen, Bananen und. Datteln ergeben eine - GesamberNte von 100 Millionen Kilogramms Die allgemeinen landwirtschaftlichen Aussichten sind sehr verheißungsvoll. Das Detter war seit Februar anhaltend so daß mit einer Üeberdurch schnittsernte und dem<» entsprechend'mit.dem Sinken der.Preise gerechnet werden! kann. Das warme Wetter hat auch eine schon lange nicht .beobachtete Ueppigkeit der. wilden Flora gezeitigt. Dis Bauerst nehmenin;mer mehr neues Land unter Kultur uu8 führen neue DrLsckMafchinen'und überhaupt moderne landwirtschaftliche Methoden ein.. Andererseits hat die Regierung energische Maßnahmen" zur Unterdrückung der Heuschreckenplage , unternommen. ,/ . . . Sie Höpfenprovuktio« in -er Tschecho- Slowakei. Wir entnehmen dem „Prager Tagblatt": Auf ©t'itttöl der vom Saazer tzopfenbauverband abgeschlossenen genauere Erhebungen hat das Saazer Land (Bezirk und Kreis Süaz) im Jahre 1919 54.790 Zentner Hopfen ä 50 Kilogramm! geerntet, gegen 30.236 Zentner im Jahre 1918. Die Anbaufläche umfaßte 6342 Hektar, gegen 7036 im Vorjahre.. ..Der. Ertrag pro...Hektar stellte sich, auf ,8r7 Zeutner ü 50 Kilogramm. Dieses Ergebnis, das einer schwachen Mittelernte gleichckoUrchtt-ist! selbst.- hinter den bescheidensten Schätzungen (Produzentenkreise schätzten. 60.000 bis 70.000 Zentner, Händlerkreife bis 100.000 Zentner) zurückgeblieben. — Wie der amtliche Bericht des Säazer Hopfenbauverbandes vom 7. b. M. mitteilt, ist im HopfeNgeschäst seit anfangs Mai wieder' etwas mehr Nachfrage und Lebest eingekehrt. Es wurden Kleinigkeiten Mittelhopfen zu 6000. bis 6500 Kronen pro 60 lttlogramm ja nach Farve und Post von über 100 Zentner,: wurde im Tauschwege bis zu 6300 Kronen pro 50 Kilogramm bezahlt üüd für eine Hochprima Partie 6500 Kronen vergebens geboten. Meist kann die Preise für 1919er Saazer Hopfen mit 6000 bis 6600 Kronen pro 50 Kilogramm je nach Farbe stritt Qualität der Wäre notieren. Im April wurden hiri tmtt wieder schon Posten auch unter 6000 Krotten bezahlt tmtt geht aus den obigen Notierungen eine Festigung der Preise hervor. Ebenso wurde eine größere Post alte 1917er mit 8000 bis 3200 Kronen bezahlt, während Kleinigkeiten! 1918er, worin die Vorräte gleich Null sind, bis 5000 Kronen nominell notierten. Käufer waren sowohl für neue als auchfür alte Ware fast ausschließlich Exporteure;füt amerikanische Rechnung - und ist dies darauf znrückznsühren, baß im Staate New-York vom Senat die Trockenlegung aufgehoben und. dadurch die Biecerzeugung! wieder mit einem Gehalt bis 2,75 Prozent bewilligt wurde. Wahrscheinlich dürften sich auch atrdere Staaten Nordamerikas -diesem Beschluß anschließen. Dadurch sind wieder igute Hopfeuexportaussichten nach den Vereinigten Staate«.! von Nordamerika auch für die neue Ernte vorhanden, mnso- 1 mehr als Amerika int Vorjahre fast die ganze Ernte mttt : die alten Vorratnach England exportterte, daher jetzt ist Hopfen großen Bedarf haben dürfte. Gin« italienisch-polnische Handelskammer. Wie aus R 0 m gemeldet wird. R dort demnächst eine ttaltttiischpolnische SandrljttawE aearivrdet werden. ,<

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