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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-14 · Heft 470 (14.5.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 470 (14.5.1920)
Date
1920-05-14
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Rr. 479 ^Viett, Freitag WLener MorgerrzeLLunK 14^ Mar LS29 -6eili t -1-nrAT~>**"MMr"*M*.1*l,l‘^tr*fWi:^t*<a."'*' 'V --- ■■ "t'"""‘-—''-•—■..... . —--' ..■■ * ~ .. „ — - •■„...ul j. J.--———, Zionistische Massendemonstration in Berlin. , / Bo» «qferem Berliner ^orres-ondenteW. . Klnlößttch des B-schlusf-e^ der. Frftdenskonserenz »vn San Remo, Palästina dem jüdischen Bolft als' rationale Heimstätte ^urückzugeben, hatte die Berliner, Hnist'stütze Bereinigung, eine j ü d. i s ch e ' M q's s.eji*,. » er samml u n g in die { große Halle. des BeWxwri-' Stadthauses einberuftn, Dn Beginn der.V'rsammlung' var auf 8 Uhr angrsttzt, allein um Vs8 Uhr war' der Lüal berei-K so dicht -gefüllt, .haß. -fein einziger''.Mensch yehr Einlaß finden konnte, Has .Gebäude /war -hon intt nach Tausende.n,%ä.hlenden Menge beagert, die sich.absolut nicht.entfernen wollte, obwohl »ie Tore des, Stadthauses bereits amtlich geschlossen voxden waren. W gelang^ de^r.Dö^anstalLern, in he»' Üähe einen?weiten Saal zu erlangen, her aber auch, richt aus reichte, sodaß. noch eip. dritter großer Saal genommen werden mußte. Stundenlang wogten die Mnschenmassen durch ' die Straßen trotz sttöM-enden, Segens von .einem Saale zum Anderen, die .meisftn^ Nullten" vom "./Stadthaus ni$V weichen, sodaß'/ eine zroße Anzahl von..Menschen überhaupt nicht an den 8er sammlungen. tettnchmen konnte^. Die Zahl der Ber- -an.melten hat sich auf' ungefähr '.6000 Menschen be- Äulfen,, ein Massenaufgebot, / bas noch niemals "Lei Äer, .jüdischen ' BeFanstalMg. zu sehen war. Die. Mmmung her Menge war eine außerordentlich gehobene. Die Redner wurden mtt^ EnihusiaSmus begrüßt and oftmals durch minutenlange .Beifallsstürme unter- Wochen. Auch das Berliner' Jübentum hat deutlich.. Migt,,.da'ß es sich nrit dein ganzen^ jüdischen Volke, m' diesem' Augenblick eins Eß' in . der Freude über, taS* große Ereignis der Wiedergewinnung der alten Heimat. , ' '; Vr dev Ansammlung im Stadthaus'sprachen der Vorsitzende d?s AktiotzskomiLees Professor Otto. W.a risn r g, der Vorsitzende' der Ziomstischen Vereinigung Ar'Den schlank 'Dr. Alfred Klee, 'das Mitglied.düs' Londoner' E^elnivkomi'Lees Dr. Schütarjahu. L >e w in wwis Frau AnitLL" Müller / ’ aus Wien, , reiche eben in Berlin weilte. In den' Parallelverammlungmt sprachen außer einzelnen der schon Gekannten noch die Herren Dr. Kareski, ViktorChaim Arlvsoroff und Julius BerLer. In allen Versammlungen wurde einstimmig unter großem' Jubel, nachstehende Resolution angenommen: . / .' . ' „Die anr 29. Aprilin Berlin in der Stadl- Halle tagende, nach Tausenden zahteuds Jüdische . Massenversammlung begrüßt mit größtem Enthü-' ^msMW' und' ttefjmr Dalikbarkeit den e s ch l ug / Mr F r re de ns k o n f er e n z in San .Rem v>. Palästina unter Englands Mandat'dem - jüdischen Volke .« 0 .''''"fe'i-.nen^t-iona-le . Heimstätte zurückzngeben. . i Sie erblickt / in diesem Beschluß,. der. den An-, -sp'ruch des jüdischen'Volkes, auf ein freies--eigenes Heben in seinem historischen Heimat laude - die internationale politische Sanktion verleiht, den ^entscheidenden Wendepunkt in der jüdischen ’ Ge- - schichte. Dem -Gefühl im rig ster D'arrkbarkeit gegenüber den Führern der zionistischen Organisation, die der .Sache -des. jüdischen Volkes'zum Siege verhalfen, . gibt die Versammlung Ausdruck durch das Gelöbnis, fortan die^ höchstenKräste für den Aufbau Erez Israels einzuschen. Die Versammlung richtet an die gesamte , deutsche Judenheit die Aüfsordrrung, an der Arbeit sür das neue jüdische.Palästina Ln groW zstgiger Weise teifzuwehman." . . . . . . ' New-D-rk. Aus N e w-B o r k wird uns berichtet: Die Beschlüsse - des Oberstm Rates in San Remo haben in allen amerikanisch-jüdischen Kreisen freudige Be- geisterung erweckt. Nicht nur die jüdischen, politischen Parteien-hüben sich offen dazu bekannt, daß die Einverletzbung der Balfour-Deklaration . in den Friedensvertrag mit der Türkei die Gutmachung eines Unrechts an dem jüdischen Volke darstellt, . auch die auf rein konfessioneller Grundlage stehenden- Synagogengemeinden, haben es als ihre Pflicht angesehen, dieses melthiftorifche Ereignis in ihrer Art zu feiern. Spontan und ohne vorherige Agitation haben in sämtlichen Synagogen New-Porks und in den meisten. Synagogen Amerikas Festgottesdienste fiattgefunden, im Verlause derer sowohl liturgisch als auch in den Festpredigten auf, die hohe Bedeutung der Wiedergewinnung Palästinas für das jüdische Volk Bezug genommen würde. Brest. Litowstz. Aus Warschau meldet man uns: Am Lag-Baomer- Tage' fand in D r e ft - L i t o w s k ein Schülerumzug statt, an welchem 3000. jüdische. Schylkinder teilnahmen.. Unter Vorantragung von Fahnen in jüdischnattonalen Farben sangen die Kinder mit Orchester-, begleitung hebräische Lieder. Abends fand eine Monsterversammlung statt, an welcher nahezu d r e i ß i gtausend Menschen sich beteUrgten. Fünf Redner gaben der Freude des jüdischen Volkes über die Wiedererlangung,Paläsünas Ausdruck. Während des Festumzüges sowohl als auch während der Versammlung waren sämtliche jüdischen Geschäfte geschloffen. ' ‘ Vorläufiger Abbruch der italienisch - jugoslawischen Derhaüdlungen. - Aus- K v a äw o wird uns berichtet: Die italiemsch-jugossawischen -Berhandlmigen smd u n t e r b r o ch e n worden. Dienstag fanden «och zwer Zusammenkünfte der Delegierten statt. In spater Abendstunde jedoch .beschloß man, .daß der Mimster des Müßern S c r äl o j a aus der inzwischen eingetretenen MmisterklÜr 'die Konsequenzen -ziehen und nach' Nom zmückkebrm solle. .Da das gestiirae Kabinett,-auch wenn es vorläufig als Geschäfts-- Ministerium cm Amt bleibt, die Verhandlungen mit dm.Südslgrotu nicht förtschen kann, würde« diese abgebrochm» : England gibt Sozialisten Paffe nach Rutzlaud. 13.-Mai. (Tel.'der „Wiener Morgenztg.^H j Das. Sekretariatder britischen. SoMlistenpartri ver-- breitet durch ein hiesiges Nachrichtenburean die Mit--? Heilung, daß das Staatssekretariat für Auswärtiges! die ablehnende Haltung gegenüber den Parteidelegr^ten, - die nach - Rußland zu -reifenbeabsichtigen, aufgegeben und an die betreffenden Behörden die -Weisung habe er- .gehen lassest, daß den Delegierten die Pässe aus-- zu fo lgen seien. Dementsprechend sei die Partei wegen Erlangung der Passe für die Delegierten T. Q.U el ch und W. McL aine eingeschritten. - , Emir Fäisul geht nicht nach Paris. . London, 13. Mai. (Del. der ,Wiener Morgenztg.") Einem „Times"-Telegramm ans Kairo zufolge-ist Emir Faisnl entschlossen,.der Einladung, ngch Paris zr^ kommen, keine Folge' zu lsifven. "Hn den letzten Tagen bestand noch ein.Grund zur Ännahme, daßi Faifulzu einem.. Ausgleich, mit:' Frankreich. kommen!' werde/ wonach sich Syrichr nrii dem ftanzösischen- Mandat ab findet, tväh vend. Frankr.eich die .U-nsLhüngitzkeiti , Syriens, eventuell sogar mit Faisül als, König-, an--' Emir Faiful sei auch .schon entschbossen. gewesen,, im Juli nach Paris zu gehen, um auf diesex - Gründlage die AusgleichsverhaEungen zum Wschluß! zu. bringen. .Die nunmehr erhaltene Jnsorntation, daß? di.s-s Hoffnung n'cht in Erfüllung gehen, werde. Weint darauf hinzuweifen, daß die Extremisten-in.der arabischen Regierung von Damaskus wieder die Oberhand ' gewonnen haben. Zrtfämrnenkrmit Llöhd Georges und Mitlerands /Paris, 13. Mai. (Havas.) Es wird Leftätigi, batz ' Millerand Samstag mit Lloyd George in FolZeftone zusammentreffen wird. Dis Unterredung wird die Konferenz in- Spa betrefftu. In offiziellen französischen - Kreisen ist noch nicht , bekannt, ob die Konferenz ver--> tagt wird. ,, .« -Die Demrsfivn des italisnischerr KckbineLts. ' Nom» 13. Mai. (Stefan!.) In der Kammer' erklärte Ministerpräsident 9t i t i i, daß das Kabinett. infolge der gestrigen Abstimmung dem König' feine De Mission unterbreitet habe. Er forderte die. Kammer auf, sich bis nach Lösung der,Krise zu' vertagen. , . j Die Sozialisten haben einen Antrag eingebrächt/, wonach die Kammer weitettägeu möge, um übest' die Bewegung der Post- und Lelegraphenbecyn.teü. zu beraten. Verschärfung -er StreMage. ' Paris, 12/Mai. (Havas.) Der Allgemeine ArheijZ-/ verband hat den, Beschluß gefaßt, die Streikbewsgüng' durch Ausstände in der Bel^chtungs- und' Möbel-1, industrie zu verschärfen. ' /' :•; Paris, 13. Mar. (Korr.°B«r.) „Oeuvre" teilt mit, Laurent, der zweite Sekretär, des GewerlfKastsverbandrs^ habe sich gestern, begleitet von denDelegrerte» der Gewerkichaste^,, in das Mmisterium des. Aeußern,-egeben, «m eine Unterredung, 'mN ,M i l l e r a n d . zu erreichen. Dieser habe ihm aber mistechn^r! lasse», daß er gegrnwärlig alle Beziehungen zwischen der Regreß, rung. und dem Allgemeinen Gewerkschaftsverband als. ab g m b rochen ansehe und daß. er daher die Vertreter der gewrrk-! . -schastliche» Orgamsaiionen » t ch t c « ps a » g e» könye.,.. .. Amerikanische Kriegsschiffe vor Bat»«. / .Washington, 13. Mai. (Reuter.) Der Ausschuß, füyj.- - Aeuß-eves hat einstimmig eine Entschließung befürwortet-. .. diesen Präsidenten ausfordert- Kriegsschifft und Marine«!'. 1 soldaten nach Batum zu senden, um Leben ttnb Eigentnnü. der.. Anreritaner. in - Batum- und - an den - nach. Batum/ . führenden Eisenbahnen zu schützen. BermmLer»ttg der WelL-Weizeupvoduktio London, 13. Mai. (Tel.-Komp.) Der Mmster für Lebensmittelversorgung erklärte, daß die Welt, mit einer D e r m i n d e rungihres Verbrauches au W e i z e n in den nächsten 12 Monaten rechnen muffe. England werde ungefähr 4 Millionen Tonnen wettjger aus Amerika beziehen Können als stüher» und zwar statt 9 Millionen Tonnen nur 4 bis 5 Millionen. Tonnen. - Operntheater. (Zum. erstLN- Male: „Dis Dorffch-ule"/ Oper in einem Akt nach dem altjapanifchen, Drama, „Terakoya",. von Felix Weingartner. — „Aisister Andrea", komische Oper m zwei Men nach ,dem gleichnamigÄr Lustspiel von E. Gäibe'r, von>Felix! Wein gar tnev.)- - - . Wenn sich der Vorhang -über der Szenerie, des Mjapanischen EinLkters ^hebt, bm* Weingartner/ nunmehr der Bühnewieder-zugesührt hgt, spürt man DftM In dieser kahlen Stube mit.-den remlichen > Papiers. ftststern wich. Außerordentliches geschehen. .Nochprügelst - sich, hie Dorstungen., herum, aber irgendwo droht, lauexud' htti^Kalastrophe, Das^ fremdartige Geigentremolo/sagtes,, die spärliche» musikalischen - Farbentöne, -dre? Hin--- gesetzt sind wie hie Uebermalung eines japanischen Holzschnittes. Und rysch schürzt sich der Knoten der Handlung. Der Sohn des früheren Kaifers-ivechirgt'sich Bauernkiridern vor den Nachstellungen des regierenden Mikado. Häscher sind ausgefandt,-mm seinen Oopf-chmn mißtrau' schen Herrscher-zu. überbringen- und der"Schul-' metster,der dies erfährt,-mustert die Reihen der Schüler. Wen tonnte er an .Stelle - des-Schützlings.heui/Herderben überlieftrn? Da -vollbringt sich em unerhörtes Opfer, grausig und ergr^ftnd -zugleich. Ein Rttftr des früheren. Kaisers, dem das Amt. zuteil^ 'wurde, den Gesuchten zu agnoszieren, .läßt -seinen, "igmen Sohn.pon der um das.G-cheimnis wissendest, MuLtcr Ln jene Schuft dringen, damit, ex, der dem PriiMst, ähnelt, an. Hessen Stelle getötet werde. Und,' so. .geschieht -es. Dem/Pater wixd,der Köpf des, Sohnes gebracht under ftndöt ihn Attest" zu/Höft. Häh'rynd 'haß,. sta-Ärchid. in., die Berge flüchtet, und ^tvsr'. Mörder, vor dieser/Pat, in stummer Erschütterung verh'ärrt, legendie.nstnmehr. kinderlosen Gatten ihre Oberkleider ab.l Sie sind schön in weiße Trauergelvänder gehüllt und folgen gemessenen Schrittes'dem Leichenzuge öes Eigenen Kindes in die. sonnige Landschaft hinaus.^. Die, Musik erstarrt bei diesem Bilde. Es. bl?ibi"nnr"d'a^""Lrockene -Sl/lrit eines. dunrpfen Lroinmelrhythmus,. während ' man draußen die Lotenlieder murmelt. (Der eindrucksvollste Schluß/ den.man sich denken kann.) .-- * . .. - Dieses Geschehen packt den Zuschauer so unmittelbar, daß kaum noch Zeit bleibt, .über die innere Wahrheit und Möglichkeit'des Ganzen Nachprüfung zu-halten. Mast könnte manchen Einwand erhebe», manche '-Lückoin der Kdtte der logischen'Entwicklung des'Dranüts auf-' decken, aber dieser jahrhundert-satte Sketch gleitet ft ta sch - bo rüber und ist mit - solchem -- Raffinement'' aufgebaut, daß zur. Kritik kaum' die Gesinnung bleibt.' ,Es gibt keinen spannungslosen' Moment und' das' entffcheidet die zwingeicke Wirkung. ' ' Jenes Zurücktreftn der Musik, bas am Schlüsse die Nerven äufS Höchsts ang'reift,' ist ffymptömatisch auch' für das Vorhergehende. Der Komponist hat-in L-ben's-- werter Diskretidn vernrröden/ die gebotene Kürze-in opermnäßige Weitschweifigkeit umzuwanL-eln. So wurde der rührende Zauber. nicht zerstört, der über diesem barbarischen Konflikt zwischen Vafallentveue urck Elternliebe schwebt. Wohltätige Oekonomie der musikalischen Phrase unterstützt die konzise FassungidesDextes. Es geht. hier mehr vor, als. gssungenwird^ünd' es. wüL Luch rücht^ unr eine 9Lote mehr Musik gemacht, als zur i knappsten Illustrierung notwendig.'ist. Das Orchester -ergÄit sich'. Ln kurzen Melislnen, in Jntrojektftnen und - Klagen.' Hie -und da ein.akkochische'r Farbfftck von malender Stimmungskr-aft, nichts weiter. Die Deklamation bleibt, immer klär und geschmackvoll. Wollte man die Musik vom Texte .gelöst betrach-en, blftbe. freilich ckein eigenberechtigteä' Gebilde. QuintengängK' und-exotische'Klang- Mischungen bewirken das" fremde Kolorit. Do Melodie hveitör . wird, gleitet sie' auch , ./schon mS Konventionelle. Aber äls^ Ganzes/ ' resultiert ein Kunstwerk' von Qualität, daS' überdidurch die meisterhafte Insz-enierung- und-' Darsteltung, seine Voll-' endung von der'-Bilhne >.her erfährt/- -Ziegler und G. n l h c i \* Z cTj. o b c v als fl 6 TrrrifiT}"? Elicrn.paar. d?r ' Schullehrer des.Herrn Engel -und seine Gattin '(Fras^ Kittel) sind Figuren, die man nicht vergißt. AuH. alle. anderen Rollen, .Chor und Komparserie. stehen. in., * dem eindrucksvollen Bühnenbilde» in klarster, Plastib, ' - dUrchgebildet. da., Es ist. ein« fthenstverts . Leistung Unserer StaatsW)ns und „Dis Dorfschule^, Lany,/vrm. . hier, aus möglicherweise einen/ähnlichen Triurnphzug!.^ epftben.wie die berühmten EinaLter der JuirgiWiLuer^ - s Leider,'leider folgte dieser gelungenen. Schöpfung-- Leine, gleichwertige nach. Kaum-zu glauben,, baß. -öü-.'' Leiden Opern von derselben Hand herrühren» Deut--' . Wer gesagt, man glaubt dem Komponisten des -„Meiste-? Undrea" die „Dorfschule"' kaum.) - Denn Weiüg-artwer vertieft sich hier in den läppischen Humov^. .^hüG'/ Geibelschen Lustspielstoffts mit einem Eifer-, als giÄts' - e^, die -Schwächen des Textes mit jenen der Musik in,/ Wettbewerb tretenzu lassen. D^r dürftige,.Einfall/-' qinen vergeßlichen Menschenglauben zu machen, i er--- tpare nicht er selbst,' sondern ein berühmter Komponist.' (obwohl er ein eingrschworener Musikfeind ist), gewinnt " dadurch nicht an Wert, daß er auf zwet Akte cmsge^'.', Hehrft wird. Besonders, wenn dies''mit so uuagerent' Witz geschieht als ihn Geibel plus Wemgarttter/ auft'^ hrachten. Ueberdies beschwert die Musik den spo'radft-''' scheu Humor noch mit Bleigewichten. So' wird Wölsweise deretwas alkoholftuchte Meister,'Andxea/) in/seinem Zweifel an sich selbst dadurch bestarft, daß-'"- jemand.für ihn (als Komponisten) eine Schuld. be^lM/^ Das gibt nun AUl-aß zu einem ellenlangen'pathetischey' . Wor über die Worte: ,,Er, zahlt für ihn, -psrzft^" nicht das Gesicht, ft handelt man für einen FyevrdTy-' nicht." Was hätte em -Bizet oder' Verdi' für efty-'" 'lustige Musik dazu geschrieben. Aber das-schwerfäl-ligt. den'sche Musiklustspiel sollte'seinen Namen lieber votz Unlust herleiten! In der Folge muß'Andrea noch eint f Teufelsbcschwörung über sich ergehen lassen'Und Mtef.- ' eine Derlob'nng, ehe der tvahre - .Kmrvonistzttrüchfthrt! undsich i'k ßu*lp|t.- ‘''

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