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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-14 · Heft 470 (14.5.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 470 (14.5.1920)
Date
1920-05-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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.seüL z iäauuasamsaeA Wien. FpeUag Wiener MorgenzertunA m£m 14 Mai 1920 Nr. 47Y Der Beschluss m San bemo. Eine jüdische Massenkundgebung. Ein? imposante Kundgebung fand gestern vormittags zur Feier der Beschlüssevon"San Restro, welche dem Mischen Volke' seine Heimat Wiedergaben, im Großen Konzerthaussaal statt.«Tausende von jüdischen Männepn und Frauen waren dem Rufe des'zionistischen Lündeskonntees gefolgt, und die' Zahl Lerer, die keine Ginlatztarten mehr erhalten konnten, geht abermals in die Tausende. Die Versammlung, in welcher eine enthusiastische Stimmung herrschte, bedeutete eine überaus eindrucksvolle Kundgebung der Wiener jüdischen Bevölkerung für das .jüdische Palästina. Von den Vertretungen der ' auswärtigen Mächte war der englische diplomatische Vertreter Sir Lindley erschienen, welchem die Versammlung -eine Ovation von stürmischer Herzkiclikert dere'it«te, ferner der französische «Generalkonsul «nd namens der polnischen Gesandschaft Herr Doktor .Parncswelch beide mit lautem Beifäll begtüßt wurden. Um 10 Uhr erösfnete . >, Mgeor-neter Stricker t>lc Versammlung mit einer kurzen Begrüßungsansprache, in der ier 'ungefähr folgendes aus führte: . Rrcht des jüdischen Dolles aus Palästina ist anerkannt! Die Bcrtretcr der großen Nationen hlaben in San Rento defchlossey, daß dem jüdischen Volle seine alte Heimat wieder- Kegeben werde; der Völkerbund - soll/ die Bürgschaft dafür übernehmen, daß dieser Beschluß in die'Tat unr gesetzt werde. Diese Kunde gibt der heutigen Versammlung ihr besonderes j^epräge: Wir-versammeln uns nicht wie sonst,' um gegen ' Hinrecht zu protestieren, um anzuklagen oder uns gegen Anklagen zu verteidigen,* sondern um-uns zu steuert und auS tiefstem Herzen zu danken. So. ist es mir» «ine Ehre, im Namen der zionistischen Parteileitung den Wertreier der großen englischest Natron, der,,tvir uu-> vergänglichen Dank'schulden, den High-Commissioner Sir Lindley zu begrüßen. .(Minutenlanger brausender Beifall. Die ganze Versammlung erhebt.MH und bereitet dem englischen Gesandten eine'stürmische Ovation unter Hoch* teufen und Tücherschwenken.) Ich begrüße. ferner als Berstreter btzr französischen Regierung den-französischen' Konsul«'" (Aöermakiger stürmischer Beifall.) Ebenst begrüße frch mit Freude den Vertreter der polnischen Republik, Herrn Dr. Parmes." (Lebhafter Beifall.) ' Hierauf nahm, mjt herzlichstem Beifall empfangen, r OberraSLdrer Chajes ba§ Wott. Er führte aus: Als die Kunde von San Remo stach Jeru scrlem kam, fand sie die,Judenschaft der heiligen Vtadt -in. ließ« Trauer; An? 'And>' 'Bußtag'"'sttiü: anjgrfagt,? stm die Opfer der. Ausschreitungen gegen die Juden Ku beweinen.Aber die heilverkündende Botschaft wandelte die Traper in- Freude/ die Klagelieder in Jubelpsalmen des Tratten „Halle!^. Dies gibt ein Bild von unserer Stimmung vor San Remo und ihrem Wechsel nach dem Beschluß. In der ganzen jüdischen. Welt herrschte Niedergeschlagenheit bnfoige -er.- Ausschreitungen "in Jerusalem, dem Herzen der jüdischen' Welt. Aber' wir waren nicht verzweifelt. KAr wußten: * Das jüdische Palästina ist eine vnaufhaktsamr geschichtliche I ■ Notwendigkeit, stnd wir wußten: tue Stellung England S zum jüdischen Problem ist ganz unäbhängig tzon der Siellung untergeordneter Behörden in Palästina; denn die englische Politik bezüglich" der Juden und Palästinas verfolgt seit Eromwell eine tzeratzp Linie. Daß wir das Recht hatten, nicht zu verzweifeln, zeigt der Tag von San Remo. Ich war an diesembedeutungsvollen Tage dort und kann aus elfenet Anschauung sagen: die Entscheidung, die dort fiel, war groß und war schwer. Sie war schwer, weil sie gegen - die Logik erkämpft werden mußte. Denn?räch der politischen Logik hatte der Friedensvertrag mit der Türkeiüber welchen , die Konferenz in San Remo zu entscheidest hatte, nur den" Verzicht der Türkei auf Palästina zugunsten des Völkerbundes enthalten sollen, jedoch nicht, was der. Völkerbund aus Palästina zu machen habe. -England de stand jedoch darauf, daß sofort der Punkt über, idas ,a i 1 «■ ' > <; , ■ [? . Mische Palästina l ' in, den Vertrag mit der Türkei komme. Bisher hatten wir Hie offiziös auch von den anderen Großmächten der Entente. bestätigte Balfo ur-Dekl aratio-n, in welcher es heißt, bip britische Regierung wolle alle Anstrengungen machen» ' «ryr die Errichtung einer jüdischen - Heimstätte in Palästina guermöglichen. Jedoch eine internati'onstle Verpflichtung Lestand bis San Remo nicht. England aber wollte rrn Interesse fehler Ehre und, seines Namens jeden, ^Zweifel bc- -seirigen, wollte, daß Juden und Nichtjuden, Araber' und -englische Behörden in Palästtna den-endgültigen Willen Englands und der Großmächte erfahren. Darum hat auch! Lloyd George den auf. uns bezüglichen § L2 des MrkischeN Fcied^isvertcäges als einzigen, bevor er noch der türkischen Mission überreicht war,'veröffentlichen lassen. Der Inhalt dieses Paragraphen ist: Die Türkei verzichtet sunf-Pakästina zugunsten des Völkerbundes und Völftrbunb bestimmt eine Macht, die das Mandat über jPcftästinst übernimmt, mit der Verpflichtung, die Valfour- '^Delläration durchzuführen, daß heißt,- eine jtatftvjuifc Heimstätte für das jüdische Voll In Palästina j, zn errichten, Wahrung dev. Rechte der anderen religiösen Vernein* -Schäften in Palästina und unter voller Wahrung der Rechte ■ks& Zpchxn ü;. aßbf.cctt. LästbW. Diese englische. Entscheidung in San Remo war von der ö f f e nt! icheu Me in st N g in England durch zahlreiche projüdische Kundgebungen an fcib Friedenskonferenz, von denen besonders die Re-> sokutron d^r eng loschen Arbeiterpartei tiefe« .Eindruck machte, geftrdert.worden.- Es hat in England, mit verschwindenden Ausnahmen, keineiMimMinng gegen däS jüdische Palästina gegeben. Doch England hat den Gedanken , des jüdischen Palästina nicht im Interesse' der englischen Orientpolitik. ausgenommen, in deren-Interesse es nach der Ansicht der meisten Politiker gar nicht läge,'ein jüdisches Palästina zu schaffen. Gerade deshalb war der jetzige Minister des Veußern Lord C u r z o n im Kabinettsrat, welcher die Balfour-Deklaratiyn beriet, ihr G e g n er. llud derselbe Lord CürzöN hat in San Remo w re ein Löwe/für bas jüdische Palästina gekämpft. Nicht bloß, weil er als , Nachfolger Balfonrs dessen Erbe auS» zu führen hat, sondern vorwiegend deshalb, weil die Palästina* frage für England nicht eine Frage der Politik sondern der Stimmungen und Strömungen der englischen ^Volksseele ist, des. Interesses des englischen Volkes an der Wiederherstellung derbiblischen Verhältnisse. Zum Siege verholfen aber'chat uns auch die - Ärvmenschllche Arbeit der Führer, - - vor allen-, Sokokows und Weitzmanns. Sie wären'Vertreter eines Volkss, bas sie eigentlich nicht zu Vertretern ^stiNuN't hatte, sie hatten nichts zu bieten, und doch wurde Mses geradezu märchenhafte" Ergebnis erzielt. '^.Sie kämen-mit dein göttlichen Geist", wie dereinst zu Chrus' Zeiten. Er.- hat gesiegt inmittey der Gewalt des Imperialismus. Di« Arbeit unserer Führer war aber auch überrnenschlich, da sie ,?gegen Schelsucht un^> Feindschaft von außen mrd vor allem v gegen die Feinde Im eigenen Lager ' kämpfen mußten, welche im Unverständnis der . Größe und Schönheit dieses Werkes dagegen aykämpsten. Einer von ihnen, der Jrcke Josephe Re in a ch, welcher im Kamps«'gegen das jüdische Palästina sich, mit dem unduldsamsten fr.au z ö si» schon Kler^ikglismu s verband und dem antiziynisti-- 'scheu Komitee des Kardinäls Amet'te aygeh.örte, verstand es auch, sich vor dev. FriMnskonferenz.^Gehör zu./ver^ schaffen, würbe jedoch von einem «ich tjüdischen italienischen Freunde Sache, Oberst G e st o l l ö, mit dem - Hinweis darauf, daß er einem christlichen Komitee vnyehSre, erledigt. Alle Bemühungen der Gegner wurden zuschanden -an dem prophetischen Temperament unseres Chaim Weitzmann und dem ünperghßichlichen diplomatischm' Geschick' : unseres Nahum ^ü'k-'-'l 0i'fP, "pK' allüw "abe^ an hem .jesten Willen^'NuftreS Dolftes in seiner erdrückenden' Mehrheft -und '-des englischen D,o l k-e s.in seiner erdrückenden Mehrheit und an der E h rl ich feit der en g tisch e n Reg ietun g. Ich habe'in . San .Remo den Eindruck bekommen: Wftr/köntten von /einem j ü bi s ch en S ta a te sp r ech e n, ba England sich' als Schrittnnyher auffaßt, und uns Zeit lasse« will, in' Palästina solche Verhältnisse' zu schaffen, die uns «Möglichen, ° unter vLM ' Schütze-.' des'.Bölkerb'üuKeß ein völlig autonomes Leben zu führen, v . -; V /•: Lloyd George sagtebeim' Abschieds -KU Meitzmann: M u nh a b t ihr a l l e s " e r r e ich t;' ■ d a s weitere ist eure Sache! Dieses Weiter ist das Wichtigste. Größt« und Schwerste;, dessen wir aber Herr werden, wenn wir wollen. Wir haben die Kraft in uns, alle Schwierigkeiten zu überwinden'; . denn ich bin überzeugt: Wir haben eine Aufgabe in der Welt und für die Welt, die wir nur bann -völftg evfüllen Mnen, wenn wir in Palästina Unsere« Mitjek- / Punkt haben und . uns dort nach den' uralten Gesetzen unseres Stammes entwickeln -kömrcn. Wir habewder Weit soviel an organisatorischer'.und Unteryehmsungskraft gegeben, daß ich Überzeugt bin, wir können das Wagnis in unserem Lande Machen; Ich 'schließe mit den Worten des großen englischen Admirals:. ' Palästina envp'rtet, daß jeder von euch seine Pflicht vyll «ad ganz lue! . Diese Ausführungen wurden mit gespanntem Inter» esseangehört, - das sich oftmals zu stürmischem Beifall steigerte. . Nach Oberrahbmer Dr. Chajss nahm, lebhaft akklamiert, » Dr. Sch/marjaha Lewi«, Mitglied des. Engeren Aktionskomitees der Zionistischen Org-v nisatiod, das Wort und führte aus: „Wir hatten zwel Aufgaben 'vor. uns,'die eine gegenüber dem jüdischen Volk, die andere; diö'. darin bestand, Palästiya völkerrechtlich z§ -stche/cn. Meine Freunde haben itt der Durchführung der Zweiten Aufgabe einen, kölossalen Sieg errungen, der uns als ein Wunder erscheint und hoch Wahrheit ist. Ich suche vergebens nach dem'neuen.Wort.,das der Bedeutung dieser Tatsache entspricht. Da§ Wort „5doresch" (Cyrus) ist «AS Vergleich zu wenig. . Das Wott »Maschiach", daS sich auf 'die Lippen drangt, , ist zuviel. Nun aber; gilt eS, auf dem Boden der Wirklichkeit'zubleiben, und . die Pflicht der Juden ist es, den grasten Gedanken, der hier verwirklicht, wird, feine Anerkennung. Zu vgeben. . Und da müssen wir-als Volk sagen: Geschehe, waS mag;^,. . . . ■' in dir Knechtschaft gehen wir nicht mehr! Mit der Balf-our-Deklaration haben wir begaffen: Das Reue kommt, datz nämlich das jüdische Voft in Bersthrung.mit seinem Boden kömmt. Das wahrhaft Neue, die Bedeutung des zionistischen Sieges aber besteht darin, datz dieser endliche Sieg mit dem endlichen. Hieg ciner-grostcn Wo11ibcc Zusammenjattt Jed« «em Id« ist «in Kind der Kot. Und »am, MW jetzt von einem DStkepbnnd spricht» so müh tv^röen: Diese Id« reift nicht qtwa deshalb, weil die PÜwschheit auf einmal bester geworden ist, sondern Ml tzj« Not die Mnschheit gezwungen'hat. bester zu werden. Ütch "wir Juden haben dia Aufgabe, für eftre Idee, pie gut ist, -st kämpfen, Die Idee des Äölkcftbundes wird nicht zugrunde gehen; wird sie in der, echten Form nicht verwiMcht werden, fy wird es in einer anderen sein. Und die EMben. heit har . Idee heS Völkerbundes besteht darin, daß er di« Beziehungen des internationalen Verkehrs' der Menschheit, der viel jünger ist als der foziaile, durch ein Gesetz regeln solk, . Der Sieg-des Völkexbündgedankens wird kommen; hrs der' unterscheidende Ansdcuck:' große oder^ kleine N»t'iölten verschwinden wird, bis die Nationen nW-mehr nach der Summe der Menschen, die sie in sich habe», sondern nach ber Oüalrtät zählen ' werdep. Und tt«tK iie Völkerbund siegt, dann wich hoffentlich der.Zionismus seinen 0 ';; endrstiltigen Meg.. ' erruMv haben. Wir wÜLlschen, dah das'JdeÄ .vom„WM« ..frieden,E vom ewigen Frieden verwirklrcht werde, .vleWM . wirb für diese Idee in Palästina ein Stützpunkt geschaffen. Was .gibt Uns dev Vertrag von Sa« -Remp? Hp .gibt uns den A n f a n g d e $ Ge u l l a h (Vefretung)^ Durch Pia. Emanzipation würden lste einzelnen Juden befreit, aber nichts die N q^t i o n. Der einzelne Mensch aber, die einzelne Generanon, die nur ein Ring in der saugen Kette' des Kulturschaffcns der Menschheit ist, bleibt, wenn zugleich mit seiner individuel^n Befreiung nicht auch die Befreiung dxr' Ration erfolgt, unfrei, Ddm Juden wuchs Kestattet,4 p. e xf ö n l i'ch die Schwelle zu 'übchschreiten, die', zur Befreiung führt, aber von seiner Natziyn, hon seiner Tradition, beten historisches Pröduft'5a -er/ einzelne ist, wollte man nichts wisten.' San Remo chber ist nicht nur für die Juden, die in Palästina leben, sondern für die Jude« der -artze« Wett ein «kt. der ErlSsung Sie werden nicht wehr tragische Figuren ftin» da sie der W«tt jetzt aqßer' dav persönlichen Bifttenkärte auch die n a tioust la werde»^«ft»geben dürfen.^ Wie die Juddn bv’i Werk ihrer ErlSftmg ausführen, das ist ihre Sache; ab i fie müffen rä so stm.. baß Palästina keMst zweit« Auflagr der Mstkuch werde. Größeres/, Schöneres muß geschaffen werden. Die Juden wärest sftts ein sozi ales Bott^und find darum auch an hem tzrpßest sozialen Suchest»' das jetzt durch hie Menschheit, geht, beteiligt. Unser Glück ist verbunden nrit bem. Glück.den ganzen Menschheft. Wenn die Menschheit leidet, müssen wir bas Schöne sui^en, um sie aus dem Leid herau^zuführckn, «nd ich bin überzeugt, wir werden es in! Palästina sieben. UnsH' Geseichte setzt jetzt? jvuubirrbar. fort ' Und.,wenn iwir^Ne 'HöMrpststngschöche) zu diesem Astfang ' betrachten, so sehest wir, daß' sto' ungeMr 40 EZahre dauert. In dey esst«» 15 bis SY Jahren'bftser Epochwar das. Objekt dftsev Wegbereitung nur bas jüdische Volk, mit den .Nationen varkehrte man' überhaupt nicht. ES ist nun kein 'Zufall, da^ gerade im Oien der Nationalitäten der Mann gekesti hat, der. den zweiten Dril. des Zionismus. zu vrtwirkl^chen begonnen, hat,. > .. I ... Ächeodor Hcrzl. Der Führ./r. allein aber macht -es sticht; er hängt von tzm Gefährten/ab wie sie von ihm. -Herzl aber hat intuitiv g« fühlt« daß hinter ihm baS -Volk steht. Ihm müssest wie banken! i *> - . - , Ich schäme mich aber. Dank zu sagend, ebenst» Oft wir uns'eigentlich schämen wessen, England und den andere« Mächten/ zu dankest. Dank ist Konvention. Seine« Ausdruck wird er erst finden in den jüdischen Handlungen. Bo« iftnen sehen wir % der jüdische«. Arbeit i« Palästina eimrn Embryonalen Teil, der aber zeigt, wie Schönes wir schaffest können, ustd wir -haben unseren Pianieren viel mehr zu dchkfen» als wir uns bewußt sind.' Redner-bespricht dft. großm Leistungendes amerlkani/chrn Judentunls für Palästinawährend, beS Krieges - und ' fährt fort;.. .. . > .... .> / Was uns die Völker bieten, 'ist jedoch kein Ariikers, best einen bestimmten Preis hat.' ' Man gibt «ns die FrMettl P^er die Freiheit richtig einschätzt» gibt fein rretztes für Her. Palästina kann nur durch die eitzenä Arbeit 'astftzeWt- . werden! Geld allein tut cs nicht! Die 'gtützen I Führer sind auch nicht die einzige Bürgschaft für de» Erfolg, sondern / die Attivitat LeS ganzen Volkes. Wir vergingen voin jüdischen Volk nichts 'Unmögliches, aber alles bis zur' Grenze deS Möglichen.. Aber keiner soll erst Watten, bis mast z« ihch kommt, sondern jeder muß seine Pflicht tu». Wir brauchen keine Propagandasondern bloß den Millen, zu leben. Wir dürfen nicht mehr auf die Frage:. „Wo lst deine Heimat?" verlegen verstummen «nd auf Vergangenes hi«* weisen, sondern eö ist unS jetzt gegeben, unseren Kinder» die Heimat zu schafft», sie zu chrrade«. Menschen zu machen^' Wir werden beim Aufbau unseres Landes vom englischen- Volke viel zu lernen haben; wir wollen das Beste von ttztst' lernen,'aper auch ihm das Beste geben.' llftd für diese» großen Moment, da wir a«s Werk gehen, braucht es keinem Worte, nur die Ueberzeugung: f Wen« wir wolle«, werde« wir Palästina habe«. Rach der mit stürmischem Beifall, aufgenommenen Redst beantragte Dr. Gchalit die Absendung von Danktele» grammen an Pcemiermistister Llohd Goorste und an tzft zionistischen Führer in'London, ferner eiste Begrützungs* depes^e an die amerikanische zionistische Oeganisdtiv» «nß deren Repräsentanten Richte« Brande i S und Mack. Deo Vorschlag fand einhellige Zustimmung. Mit der AbMgung der -Likwah" schloß die l Aundgebuna.

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