Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 469 (13.5.1920)
- Date
- 1920-05-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Se ite 4 ' Men, Donnerstag Wiener MorgenZeiLung irr. MoL MV. . Re.'4SS 'ni J ''--i-1-- —-—ii-t—V — .-»fc«. i*"i,*^,>MiiiiffrnniwttrMiri)ij br?'»cdirPalLstina-Aufbauwoche.Montag dev i 7. d. M., präzises Uhr nachmittags, findetimZr o n i" fischen Bureau, H.) Zirkus gaffe 33.^ eine Drtztmz sämtlicher Q b-m 8.« n e r der zionistischen B e z r r k s s e k t i o n e n. Ä er c i tt e, Korporati o n en I n fi i t u 11 o n t« sowie alt e r N. -> F. - 'K v my i f f ä t c Wiens iiatt, um die Arbeiten'für die bev mst hende D a l ä st r rr a-A u f b a u w o ch e zu organ.isi/cen. P ün k L- ^iches Erscheinen Pslickt! Besondere'Einladungen ergehen nicht! Freiwillige Mitarbeiter wolle» "sich rm Bureau melden. i./.-/ ' ' * Drohender Streik der GerichLsLeamten.) Wir -crlautst, hat das Kabinett dir Forderungen gewisser Gruppen -er Kanjlelbramren abgelrhnt, so daß' mit dem Ausbruch des'. Streiks gerechnet werden kann. . ' Drurksehlerberichtignug. Im Aufsatze: „Der Wilnarr Kaon und die CHMd'm" von Jakob Frredmann lm der Runnmr vom!0. d. M.) muß es m der 6. Zeile vom Schluß nichtig heißen: „Die ehrlichen und mtelllgruten Chaisidrrnrabbiuer < f r f e »t n c n diese Tatsache nicht." * Neuerliche Erhöhung der Stratzenbahntarlfe? Anläßlich Hz im NathcrüS ,'rtzt im Gang befirrülicheu Verhandlungen ü.bcr den neuen Kollektivvertrag der Straßeiwahner werden - illgernein söcsiirchriingen laut, daß die Fahrpreise der Straßen- ->:on rn ueriich erhöht werden. Die nach dem Äollektivvertrag n-enen Anwendungen an die Srraßenbahnangestcllten-betragen?'.d) Mittionen Kronen, für welche erst eine Bedeckung gefunden werden muß. Bestimmte Anträge der Straßenbahndircktio», welche eine neuerliche Erhöhung der Tarife in Aussicht nehinen, haben bisher im Stadirat keine Z u st immnng .gesunden, was aber nichr ausschließt, daß die Bevölkerung, schließlich doch wird daran glauben müssen. * Strcitgesahr in der Postsparkasse. Die Angestellten der Postsparkasse befinden stch seit längerer Zeit in Lohnverharrdtungen niit der Verwüstung. Da die Forderungen der Beamten nicht gur Ganze angenommen wurden, herrscht unter der Beamtenschaft große Erregung. * Die Affäre Lchwind kontra Last. Zu der neuerlichen Kurrduiachung des Neltors der Wiener Universität, Hofrat Lckwirid schreibt uns der Rechtsanwalt des Herrn Doktor Erwin Last. Tr. E. detitj>i>tunuer : Ter Rektor teilt mit, '-aß „die von Dr. Last dem Srudentenkomitec gelegte Rechnung von den Srudenren in mehrfacher Beziehung bccrnsründei" wurde. Demgegenüber stelle ich fest, daß die von Herrn Dr. Last im September 1919 dem allein zur Ueberprüfung berechtigten Wiener Studeutenkomitce übergebene Rechnung — wie sich später eben aus den vor dem Rektor geführten Verhandlungen ergab — von diesem „Interfraktionellen Studentenausschuß" u i e m a l s übervrüft, geschweige denn be< nningclt wurde. Der Stud. Phil. Witthalm, welcher sich be> rechtigt hielt, die Rechnung Dr. Lasts auf eigene Faust bemängeln zu müssen/ mußte in seiner Ehrenerklärung an Dr. Last a u s d r ü d I i Q) zugebcn, daß er feine Presseangriffe, welche die Rechmmg Dr. Lastü betrafen, ohne Auftrag und Borwissen deü> Wiener Studenteirromitees erhoben har.-Die Frage, ob wirklich erst die „von unseren Studenten. gezeigte Mißbilligung des Auftretens Dr. Lasts" (der Rektor meint wohl damit den Hausfriedensbruch, welchen Studenten am Lst. April in der Wohnung des Tr. Last begangen haben?) die Weiierfnhrung der Aktion ermöglicht hat, möchte ich füglich offen lassen, besonders da ich über die Aufnahme, welches dieses Borgehen in. der Schweiz gefunden hat. ganz gegenteilige Berichte schweizerischer Persönlichkeiten erhalten habe. * Von der Ostbahn. Ab 15. d. M. wird in der Strecke Wien-Lat—Marchegg an Stelle des Zuges Rr. 11-1 . Zug Nr. IM (Marchcgg ab 7 Uhc 40 Min. abends. Wien-Ost-— an 9 Uhr 6 Min. abends» geführt.. Mit gleichem Tagc>.geksngen zwischen Wien-Ost und Trencsin-Leplitz durch-' saufende Wagen l., 2. und P. Klasse zur Einführung. Diese Wagen werden von Wien-Ost mit- Zug Nr. 115 (Abfährt 8 Uhr 10 Min. vormittags) ab fahren und mit Zug Nr. 122 (Ankunft 9 Uhr 6 Min.- abends) in Wien eintrefferv, * Große GeschaftAeinbrüche. In den Morgenstunden wurden bei zwei Firmen im Halbstock des Hauses 1. Bezirk,' 5-iotentu.rmstraße eil, große lÄeschäftsernbrüche verübt. Die Dürer drangen in das (Geschäft der Gummimantelfirma Richard Sorcr und stahl'en hier L>0 Gummimäntel im Werte von 260 WO Kronen. Dann gelangten sie nach Turchürechun.g e'.ner Mauer in das anstoßende Geschäft der Seidenwarcnfirma Franz N o r a w e tz. Hier stahlen sie S'üdcnivaren im Werte von 800.000 Kronen, so daß ihre Beute eine Million Kronen beträgt. Eröffnung des Schönbrunner Schwimmbades. Der StadtraL nahm einen Bericht zur Kenntnis, nach welchem das Scyönbrunner Schwimmbad zur L-enützung für die Be- völkerung geöffnet wird. * Ein neuer Marktplatz in Kaisermühlen. Der Stadtrat hat beschlossen, im Bezicksteite Kaffeemühlen zwischen dam Schüttauplatz . und der Bellegardegasse einen provisorischen Markst zu errichten. Anmeldungen von Marktparteien für diesen Platz werden im Murktamt Leopoldstädt, Karmel:lergasse 9, cntgegcngenommen. j * Eröffnung des Gänsehüufels. Das Gänsehaufel wird für die diesjährige Badesaison am 15. Mai eröffnet. ' * Der Werktagstarif auf der Straßenbahn gilt nach den Fobrpreisbestlmmungen heute (Feiertag). Frühspwie Hin- und Rückfahrscherne sind daher gültig. , h' ' Die unermüdliche^ Diebe. Die Polizeikorresp-ndenz meldet: In der Kremser- und Larochegasse in Hietzing wurden die Straßenaufschristtafeln gestohlen. — LluZ'der Buch- und Steindruckerei der Firma H. Engel u..Sohn, Weintraistbengasse 11, wurden etwa 10.000 Kilogramm Bleilettern und Stege, etwa 4OO.OOO Kronen wert, entwendet. — Dem Gastwirt 2intnet, Gudruttstratze 1, wurden vom Boden Kleider und Wäsche, etwa 60.000 Kronen wert, gestohlen. * Ucberfall aus Eifersucht. Dar 31jährige Fräser Ferdinand Bi ly, Rudolfsheim, Flachgasse Nr. 41 wohnhaft, hat gestern früh auf der Schmelz seine von' ihm getrennt lebende Gattin Mathilde Bi ly, Fünfhans, Aklon- Platz Nr. 2 wohnhaft, überfalten und ihr aus Eiserst:cht mit einem Messer mehrere Stiche an den Armen und an der Hüfte beigebracht. Er wurde dem Landesgericht einliefert. * Zollfreie Lebensmittel. Tie Vollzugsanweifung über die ZoEfrecheit von Lebensmittel»: statuiert die zollfreie Einfuhr für Nahruirgsmitrel aller Art, mit Ausnahme von Marmelade, Wein und Obftmost. Tw zollfreie Einfuhr von Marmelade wurde mit Riickjicht darauf nicht zugeftandcn, daß die tfchechtfcben Manneladcfabrikonten mit weitaus billigerem Zucker arbeiten als die öst?rreichifchcn. * Exekution gegen die Fürsnn Johanna!kuzyna. ftm. Amtsblatt zur gestrigen „Wiener Zeitilng' ist eine Kundmachung des Exekntiousgerichtrs Wien, Abtestvttg 19, verlautbart, in der eS beißt: ..Der polnischen Staatsangehörigen '.Fürstin Johanna Pnzyna. zuletzt wohnhaft gewesen Wien, Hotel Wauo!, ist in 'hrer Sach? beim O^xektllionsgericht wider w. wegen OüOO .Kronen der hiecgetichtliche Beschluß vorn 16. \y*i -»---.'stellen, womit der neuerliche Vollzug einer mit Beschluß des Handelsgerichtes Wie» vom tz. August.. 1918 bewilligten Exekution bewilligt'wurde. Da der Aufenthalt der F-ürstin unbekannt ist, wird ihr zur Wahrung ihrer Rechte Herr Dr. 'Ludwig Eh r I i ch, Rechtsanwalt, Krugdrstraße 6, zum Kurator bestellt. * Haben St« alte falsche Zähne? Hiefür höchste Preise, auch für Platin. Gold. Silber, zahltSpe»ttallst Brau»? si e i.n, W«n. l.. Hechbmggasse 16, ll. Ststge, Tür b. * Destelle« Sie sofort ver Karte em Klassenlos bei Ludwig;8 r i edm a n v, Wim. I., Salzgries 12. Lvchwrtfe und Mwtipulairvtt: % L H.—, V« K 18.—, 1/1L 72.—. - : r Ä «Metallum Gold- — (mit dem Reg^rbsgerk) die gÄvewährte Taschrnlüm-rnbaMrie. Für yre zerstärte LLsnss. s.os.Lelmios. ZuÄsävS. (Sammlung durch M. Gotldenker und P. Ät'chkmazy.) - Dr. M. Langer K ivO.-. D. Pavorsich ä 60.—, P.Atchkenazh 'S. 59.—, B. Schnabel K 2».—, G. Schmidt und Söhne K110.—, Ch. AdrlZhenn K 40 —, Kaffeebesitzer BuksMm. K 50.—, I. Aliman 2O.—, I. Grohmann ü 80.—, D. Sp>ndel K 20.—, Ä. Schonbach K40.—, S. DtommelschlLger K 30.—, H^Zauderec K 40.—, Ch. Dreier K 20.—, Ät Kaswiner K 20.—. M. Brot-', man K 40,— ,. Kgmeelhar K 20.—»■ I. Krockmal K 20.—, Kämmerling K 20.—, Sonnew'Lcm L 2p —, Srlinger K 20.—, M. Sptndler K 20.—. S Rubrnstem K 50.—, Fletschmarm ' K 20.—, A. u. L. Seikert 40 —. Czcrwemtzi'i L SV.—, Gottdenker und Fuhr K 20.—, L. Pasternak K 40.—, L I. Feder K 20.—, E. Dromnulschläger K 20.—. Schmidt K 20.—, Steuermann K 20.—, .Brüder Kreisel K 20.—, A. Adlerstein K 20.—, I. Elfte in £ 2, M. S-tzer L 10.—, G. Merker K 20.—, M. Noch K 20.—, Kaffcebcsitzrr Adler K 50 —. Erigel . K 30.—, Leichen K 20.—, R. Deutsch K 20.—, S. Halpein. K 80.—, Sckapirst K 5O—. A. Deutsch K 50.—, H. Gntsreund K 50—, Schütner K 35.—, B. Lilker K 50.—, S. Schützwa K 80.-, I. Tuger K 20.-. Helitscher K.20.-, Schick K 20.-, Grüner K 20.—, Sp ra K 20.—, Hecht K Za.—, M. Ferner Kio.t-, M. Schwarz K 40.—, I. Rosenberg K 20—, Arberterrat Stärk K 40.—, S. Weingarten K 30.—, M. .Tune ä 20.—, D: Morgenstern K 20.—, Rinde K 20.—, A. Seifert K 20.—, Holzstein K 10.—, M. Gottdenker K 50.—, Diverse K HO.—, zusammen K 2H0 —, Philipp Polak XX, L 100.—. Bisher cmgelnui«« K 24.910.—. __ Berernsnachrichte«. Zrouistrsche I u g e n d g r u p v e In y e pe S^adr. Heule nachmittags Ä'andetung im W enetwald. Treffpunkt V,2 U^r vor der Univetsitat. Gäste willkommen. — Der hebr 8 «sche L e h r e r v e r b a n d rn Wien gibt hiemtt allen m Wien wcistndrn Lehrern bekannt, daß am Samstag den 15. d. M. um 4 Uhr nachmutaas e»ne. Versammlung ,mit sehr wichtiger Tagesordnung ftattfindet. Sämll'che Lehrer werden ersucht, vünftUch?u erscheinen. — M i s r,a ch i- F n g e n d g r u p tz e. Heule, 7 Ubr abends, sindet die erste Generalvelsammlupg, .ll., Praterstraße 43, 2. Stiege, Tür 11, stakt. — Bere i n Erez I s r a e f,- II., Piawr Hanpkallee IO. Hntte. 3 Ubr nachmittags gemütliche Mammenknnst, ' verbunden mit heb,äischer Konversation so»v:e Voile'ungen. 7 Uhr abends Ausschußsi^ung, Anmeldungen für; weitere hebräische Kurse bis zum 2'1, d. M. im Beremstokale täglich von 6 bis 9 Uhr abends. Zur gleichen Zeit Anmeldungen für den Berelnschor. _ ■ Briefkasten der Redaktion. Amerika. Die Bezeichnung bedeutet Pfund als Gcwichtsbezeichnung; lds — 453 G^amm. mrvxgsmA I gM 9 __ i?aaros5?c?a fiaEE«J-ü'EG, '/'V üJ-asLisaib^sa«as9 an der illeuen rviener Bühne (Sin /}l: ir.uujb voll tz. 31. Lcoetjoiy. 7- WergL von Dr. tzayr Bä! 6 ross er Erfolg bei der Erstaufführung! 70S3 Eariea an den Tagtslamtm des ThenUra u bn B. Limi, I.,Rolenttp*tsiratsa 23 Die ErnährAyg. Dev Marktbericht. TuS derGroßmarktbullr v rßrgre gestern gänzlich. D»e Vorräte bestanden aus b;r Kilogrämin Anidrleisch, e was Corncd-Bkts und einer kle'Nen Menge Würste- Heute dürste frisches Schweinefleisch zu habm.sein. Die G r ü n w a r e n m 8 r k t e boten anher G'müse auch Karioff ln rind Eier in beliebiger Menge ohne Markenzwang. Die Kausirast des PM'üm's rst aber deiarl gmng, daß selbst diese sonst heiß begehrten Artikel nur langsam abgingen. .Angesichts dieser Tatsache muß,man immer w>eder die Frage auswerfen, wovon jetzi eigentlich die breiten Schichten der Wiener Bevolkerima leben. Ein Teil der Wiener dürfte allerdings durch das Eintreffen der amerikanrichen LebensM'ltelsendungen aus kurze Ze«t der schwersten So,ge enthoben setn und dies macht sich auch auf den Märkten jühlbar.^^_ Amerikanische Selchjleischabgabe itt Sicht. Die verlautet, ist eine neue amerikanische Selchsleischabgabe auf dem Wege der Rayomeiuna m Sicht Der Zeitpunkt der Abgabe ist noch n'cht kestgestellt. Es wird sedoch voraussichtlich i» der nächsten Zeit mögstch lein, die Sclchflctfchabgabe vurchzuführrn.. Rind steischab gäbe. Zü d-.eftr Woche wird, wie wir erfahren, eme allgemeine Rkndsleisch.ibgabe von 10 Dekagramm auf den Kopf zu den teuren Preisen ertolgen. Die Sv'täler eihalt-m glc chfalls Rmdstriich. Die Kiiegs- und Genttinichaftskücheu erhalten Hammelfleisch. Die Verbrauche, oraan rat wncn erhalten Nmdslcisch. Rayonrertes Koscherfleisch wurde diese Woche mchk verterlt. „Stafa", Staalsangestellten-Fürlorgeanstalt, r. G. m. b. H. B e r 1 a u f s v l a n für d i e Z e i 1 v o»« l7. b r S 22. d. M I m P a r t.e r r 11 o f o 11: Herren-, Damen- und Kinderschuhe, Halbschvbe und Pantoffel. Nadlerwaren und Kurfmnren. Herreuvtod^riikel, Hüte und Kavpen,. Taschner- und Galawer ewavn. H,r»s- und Klichrngerätschaften und ParfÜm-r>evar'N von Ar. 42''>»t bis 4 ^500 und von 'Vv. 54f50l bis 590! 0^ I m l. S t o ck: Heuen-, Dainea- und K nd'rkontestlvn. S offr für Mäntel und Kleider. Herren- und Tamenwäiche, Wäschenoffr und Mirlwmen von Rr. 29401 bis 81909 und von Nr. 843i>1 bis 42000. Die Beschränkung des E nlaufes dieser BerugSbvchm'.mw.eru ans b'.stiw.mlr Tage dieser Woche entfällt. Vil 6 6 .2 ’/aS . 6 3 '/-? 3 '7 V,s V,T •Va8. ■7 ' H ■8/J ■Vfi3 11 *7 "ö Vi7 8 7 3 Vil V.8 % 7 »',4 %7 Bühne und Kunst. Theater von heule. Burgtheatev: Frau Suitner. Operntheater: Die Dorfschule.' — Meister Andrea. Schönbruttnee Schloßtheater : Die Schwestern öder! Casarrova m Spa. Bottt'soper: Rrgvletto. . — Camten. . : ■ ■ Deutsches Bolkstheater: FshüMiZfeuer.. Prer.Gtznt. , . . - Wiener Kammerspiele : Die drrihundtti TüM. — Schloß Wetterstein. ' ' IosefstLdter Theater: DaS Spie! vom RumpMiM -7-Die Dame vom Maxrm. Reue Wiener Bühne: Doktor Stieglitz. Mth. Wiener Stavttheater: Der Hülterchesitzrr. — Die Frau Rat. Nenaissanee-Bühne: Lästiger Nachmittag., — Dre -schwarze Dame der Sonette. — Dft Saßftstt Sie? Serke. — Goethe. \ ' »' Wiener Komödienhaus: Kabale rmd Liebe. Das Spcrrskckr'erl. Ea«l°Theater: Ern WalzrrtrcmW. — Der Hofnarr. Theater an der Wie«: Wiener Blut. ‘ — Dichterliebe. '; Raimund-Theater: Das DreimäderlhauS. — Dorfmustkanten. . r - Apollo-Theater: Fräulein Puck. , . - Wiener Bürgertheater: Ein Dvhm i» Amnika. -7- Mchi tanzt. Johann Strauß-Theater: Der Zisemrerprimas. — Das Hollandwelbche«. Metropoi-Theater: Ein armes Madel. — Schwarzwaldmädck. ., . Lustspietttzeater: Dir KSuigi» der Lust. Profeffor Boris Schatz i« Wien: Ein Besprach mit dem Künstler. Borfs Schatz, der hochverdiente GrünLer mrö?. ßvitec der Kunftgewerb.-schule Bezalel in Jerusalem'» einer der .ersten Pioniere der jüdischen Renaissance,) ‘ weilt vorübergehend in Wien. Sein Name ist durch) : die Ausstellungen der WLzalel-Arbeiben in aller Welt bekannt und in Palästina von einer ganzen Gewerät'ion) gepriesen, die er zu. qualifizierter ' ^kunstgewerbücheü^ 4 2lrbeit trogen hat. Vor fünfzehn Jahren ließ dev" hoffnungsvolle Bildhauer, der ans den Weltausstel? lriiigeu zu Paris, Lüttich und St. Louis ausgezeichnet: worden^Uw.r, friut europäische Karriere im Stich, wan-H ' derte nach J 'rusalem und schuf aus eigener Kraft dasf Wündertv-r-! d.'s B"zafol. Eine großzügige, schöpferisch^^ Nalur ließ es aber von Anbeginn nicht beim kunstf'! gewerblichen Betriebe, bewenden, sondern legte foför^ kuit sich isto rische u nd naturhistori schs' ' Sammlungen an, Hie jetzt die Zelle für das plante' jüdische Nationalmuseum in Jerusalem bilde«.' . Dern jüdischen Mussum gilt die Europareife Pro- [:f'or.Schatz' und er teilte' uns darüber' folgendes mist: ^-„Schon vor .rwanzig Jahren, also einige Jahre,' bevor ich jn meine alt-neue Heimat Palästina gezogen, war. begann ich -mit jüdischen kunstgewerblichen - und ' bistor-schen Sammlungen. Als der ,Mezalel" seine Täiigleit - begann,., richtete ich dortsekbst -eine ' Art Miniäturyruseüm ein, irr welchem sich auch schon «ins näfUvw'ss.sN'schast^che l Abteilung befand. Bor - dem ) K.iegc war die Sammlung auf 3000 AusstellungK« ' ol jekte arigewachs^n. Es gelang mir während dek ' Kricgsw irren, mein „MüfaurN" vor ' dem Untergang --;U'retten, wobei mir die Offiziere des-Ssterreichi^ f ch e n mobilen Rrservefpitals in Jerusalem inKanfons^/ werher Weise zur Seite standen.' Mit ihrer" Hilsts ' konnten .wir. in den schwersten Tagen die'Sammlungen,- in-, leerenHfterneu verstecken. - Sv ist das Gezalel-Museum UßvrfHrt geblieben. / ' ' . We wisse»^ welche - großzüglge» .Arbei:«« für unser jüdisches Na'wna'mus-um jetzt in Angriff"genommen 'wurden./Die histoxisch-ethnoeravhische Abteilung soll im Davidsturm U ter ün't s nden, die näturhi,w ische Abteilung der hebräischen Univrrsi-- . tät-angegliedert w rden und die Abteilung für Kunst und Kunstin'dustrie beim Bezälel verbleiben, dessen Ban« lichkeitdn..vergrößert , werden. Neben meiner Wenigkeit sind als 'verantwortliche Fachleute Pwfessor Oettrnge'r- .(als) Na^chwissenscha'tler), Prof ssor Slo nge (als H'-poier) und Raffaeli (als Numiömaliker) für das Mische Nationalmufeum tätig. Man kann sagen, daß wir jetzt schon die besten und reichsten Sammlungen in. Palästina haben. Das/will immerhin etwas bedeuten, da ja jedes Kloster nm Lande eine ansehnlichs. fleißig lusimmengetragene Samsung besitzt. ‘ D e grögte Bedeutung etnrr raschen Ausgestaltung inZhesd äß .'re uns'rer kunsthistorischeu Abteilung liegt da.iß daß sie uns durch Befruchtung unserer Studienabtei ung> sofort neue kunstgewerbliche Arbeitsmöglich« ' ' keilen schafft und neuerdings einer großen Zahl van Mäünern und Frauen zu produktiver Arbeit verhilft. Dem. Museum gilt meine Reise durch Europa. Die zöllfrese Einfuhr ueuerworbener Ausstellungsobjektsnach Palästina ist bereits gesichert und es steht uns auch, ein verhältnismäßig ansehnliches Budget zur Ber-> ■ fügstng. Aber wir konnten uns überzeugen,-daß hia meisten Spenden jüd scher künst^istorischer Gegenständ« freiwillig für den großen Zweck.gewitzmet werpen..Ich erinnere ^an vaS tschechische Beispiel. Als man das Prager MaUonalmus lim, err'chtejs nnd die Bevölkerung ausrief, nationale Knnswbjokte zu spenden, war die. Be« ' ,.'te'iligMA derart stark, dak unter den Aventzer».