Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 469 (13.5.1920)
- Date
- 1920-05-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien. DomreksLaz §gSitriii Morgenzeituttg ^BWaMOBKenaiff m*<i vvLiger «Gegenstände das HoZ entscheiden müßte,' tvem das Glück zirfüllen soll,'' das Dolksüruserim bersichern gu dürfen. Ich komme aus Nom. Dorr. befindet sich im Eigen^ Lnrn der Zkultnsgemeinde eine herrliche Sammlung, aus der spanisch-südischen Kulturperiodc^ Der Dorste her der jüdischer^ Gemeinde, Herr ÄyLelo Se.r s n i, hat ftnir zugesagt, die wichtigsten S.ücks, die schönsten StickMierr von'Thorakleidern, für das Mische Nätionalmufeüm zu Lberlasserr. In Wien Halts ich inich - zwei Wvchen auf und hoffe, auch hier' wchiiflfe-Gegenstände für'unser -Nuseum zu ertverben. Wertvolle kunfthistoHsche Stücke wurden rilir bereits von begLifterten jüdischen 'Kimstfrenuden überlassen.. - Ich habe., für .affe historischen Kuuftgegeiistände und kunstgewerblichen S üäe Interesse und will das Werwolfe und Nötige eventuell käuflich erwerben." . Herr Professors Schah ist tägfechvon 8 bisällhrvormittags -und 8 Li§ 9 ^hr.abends im Atelier Hcizar ^.re stritt, 1,.'Ksz.,.Aonbordiapilad 5, zu.sprechen^ - StadttheaL'er. - W'edekinds „Marquis von A-/ilh", den ^sarno wieder herausgebracht hat, wird belnöhe klas-lisch '—im guten mtv im sch echt n Sinne. Tie rna nlisi re.-d '. Tendenz di ses -st'ts cn B-ssecung und Beeyr nz erpichten Dichters, welcher als der..„rrumo Val'schc st.e^ W'rm Spießer mit lüsternen Lippen verdammt wird, tritt Hier in wuch'i.ister P pi-'x'arm auf. dfe siellanweiso bereits stark ermüdet. Pcrwrndr Giütifll'it aber, also -Kldsfi- LitKt. im guten Sinne, hat iit dieser Komödie' öbitt „Leben als Ru schbohn" die' Gestalt des Marquis, .welche, wenn auch nicht in'.gerader Linie,-aber doch in Äebenssinn, von Falstaff abstammt. Einige Faden fsthMr üb riflens deutlich zu Strindberg, auch schon in dfesem.SrüÄa' (das in nuce auch W'edekinds^Hidakta" und „Lulu".enthält). Gerade, -die: 'D/rbindung Strindberg^W^dekind. prädestiniert-. Jarno für - die . Gesial- Marqu ls. Er gibt den. UN bezwingbaren,GlüÄssaii^.tMr, den ewigew-Ru schbahnmenschanin der eindpiirg^ich-lebensvollsfeN' Art,. immer mit den -Webe-- ttnhschen .Ansrufungszeichen, ,- die b.csagen: „Ich bin' urrfferHlich,.. denn ich rnM-,s; - leöen fe Jarnos Marquis, bei:...schon., pyr., mehr -alseiueitn Jahrzehnt freudiger Gchttiß war, ist..fehl zur KleibLnden' Gestatt' geworden. DgZ...'isL...der/<Ä w'nn -düs r- Äieuinszeniernng. Was sich sogst., auf. her Bühne neu in -Szene fetzte, war belang- - lo?; auZgenommc.'l si sedvch -Lillh 'K a rot v alck Mdtlh Uten,, bl'swiu lenden Med. s. y-Tränen.D r „Ge. uß» ineusch" Scho z war Hcrrn -Louis B ö h in ander traut, hetz..,sich^.-ans. d.,'r- U'.särc-zog-, ohne Schadete zu nehmen».: PWlg -Jachfei w -als GräfinWerdenfels' überzeugte waWaftig.^icht, daß .sie d as 'W'ib' des Marquis.'fei. Das...Publikum b-ksubelLe mit M'cht Jarnos prächtige- Leistung^ " 8. 8. "7"'.-"'-.'..' Sport. / •/ Die heuttge« Supspiele. Die Konkurrenz um den nieberösterreichischeu Cup schreirrt ihrer Entscheidung entgegen. Im Mutterland des Sportes, in- England, .ist der Siegerbereits ermittelt. A sto n Billa, einer der' ältesten Fußbatlpereine des InsölrÄches, hat iw. EntschvidungSk.mnps den zweitklassigen Hü d d e r Z s i c Ib 1:0 geschlagen. Auch bei uns sind noch , zweitklassige Brrsine an der Konkurrenz/ zum Teile dank einer glücklichen Aus-- losung. >. . - . - ' An der hsntigech Runde, der drittletzten, uehmen noch acht De reine teil; die vier Sieger bestreiten daun anfangs Juni die. Vorschlußrunde, deren Sieger sich am, 4. Juli 'im Entscheibnngskarnpf .gstgenüberstehen werden: ' Von den heutigen Spielen kann bei dreien der ' Sieger: mit ziemlicher, Sichrrheit vorausgesagt werden. Die. Halo ah -wird den .F. L.-'- Sturm .-1-907,' - dem sie auf-dem'Prater'Sportplatz gegenübertritt, wohl glatt \ niederringrn.' Die. Blau-Weißen treten heute, seit laugeur wieder komplett an wird werden bestrebt sein, ein möglichst -gutes Resultatzu erzielen. Rapid wird gegen Rudolfs Hügel in Favoriten ebenso erfolgreich sein wie am Sonntag'in HütbelLorf.., Auch, der Wiener Sp.ortklu.b wird aus Nußdorf mit einenr Siege heim-- lehren, da. die Nußdorsex jetzt alles eher als in Höchstform sind. 'Fraglich ist nur-der Ausgang des Spieres. .F. A. C. gegen Amateure, da -die Floridsborfer, insbesondere ans eigenem Spielfelbe, nur. sehr schwer zu bezwingen sind. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sich HH k o ah, Rapi'd, Sportklub und Ama. teure für. die -nächste Runde lsualifizieren, deren Auslosung bereits am'Montag erfplgt. J Außer den Cupspielen findet noch ei,n Freundschaftsspiel Hertha gegen Äl'A.'C. - in 'Favoriten und das Mristerschaftsspiel B e toc g u n g—Do n a it stabl auf ' dem > Lehfer-Platz statt. .. -_ Das ungarische Team auf Weise«. Die ungarische A lswablmannscbaft passierte vU'gesiem. ans. der Reise nach ..Deutschland -Wien. Die Ungarn absolvieren in den nächsten Tagen iolgend'' Spiele: 13. b. M.: U » g a r n— Süd d e u t s ch e S T e'tz m in Pforzheim; 16. d. M.« U n g a r n—V er b a n d B r a n d e n b.urgischet Ballfpielvererne in - Berlin; 18. d. M.: N u g a r n- S t 8 d t e - E l f D r^e s d e n in Dresden. — Folgende Spieler der -Mgarn ^machen die Reise.,mü.:' T o r: Krovälschek E T. K.); B e r t < \ d i ß ü u g: Selbmann lM. 'T. - K.)». Vog^l!l tU. T. E.); D e ckun g: Kertcsz H (M. T. K.)» Viola (Tvrokvrss- WH f'WD A at'g r/rf.f:-Bryun fM- T. K.>.? Jellmek -l VasaS V UW ' Mö'rökvesV Torh, (Fi T.' C.), '.Lörchr . (Törökvrs). Ersatzleute: Zatpko (Vafas^. Csapkai (Törolves). -- Da 'Spieler, wie Ort, Nyul, Zsak, Patakh usw. fehlen, darf man auf das. Adschneldender Ungarn gespannt sem. Dülksoper: „Tosea". Huccinis /Tosen", "diese Reißcr-Öper mit -ihrem. cheiß^n - Afem und-'ihr-cu -sta-tzken: thcatralischen Effekten, bildet, dnsv,-richtige Milieu.-üt.'dem. sich' der auf dranr-ansche.-W'.rlmig.-gerichtete Emn iAlienischer. Darstellung nuLlchen -.-kann,. ürrd vso-wähntenrÄn sich denn bei' der Erst<pps.uh.rung: der italienischen' Stagwne in'der Volksopi:p...Mn beträchtliche.-Grade-umch. dem^ Süden versetzt. . Auck^ der -Geifall des'Publikums und die Wiederholung einer.) Bravourarie muteten .recht., italienisch' an. Die ÄuWchrung.-der -,ToZca" hielt s'chv von Herrn Gvanelli ,emrg',sch und sichergeleitet» auf einer sehr respektablen In erster. Reihe sei von einer erfreulichen , neuen Bektzyntschaft/- Herrn S a.l-esch'i (sprich ZalÄki), HerichtLt^ düv^als Scarpia eine wohlverdfente Ausnahme. von..Mpmi.scher Hrrzlichk/it fand. >EiN' mächtiger Büß-' bariton von wuchtiger K :aft und Wirme,' wuhfe i er. die Westnlt des düsteren --Mtzat«rbch'ew'ch!cs mit'tvirk-' licheqn'. Leben zu erfüllen, und stellfe eine .einbrucksvolle FigM-.aus.d'.e Bretter. Her-r F l.et-a als Mario ist ein Tei^or.von schätzenswerten Qualitäten und. weist'gute italfenische- Schule auf, die sichnamentlich' in - seinem fehölM Mano. zeigt. Eine treffliche Partnerin hatte sr ist Fräulein Go rina, die,, in den Anfangs,'Men etwe;S chefangen, bald die Herrschest über ihre guten DarWtstngsmitter. fand und eine darstellerisch wie' gestr«glich treffliche- Tvsca .voll Verve --und' Leidenschaft schnf.-' , -- - '. . r:. . v:-, Aus den Thestsru. Jur B u r g t d t te t e c^elangt >morgen, -Freiiag, „E i.n i-d e L,t.e r-G a t t e" zuv Aufführung. Anfang . 6 Uhr. "Ich' O 'p e.r n t d e ä t e r wird morgen, Freitag. »Othello" gespielt. Beginn 6 Uhr. Wie aus der Kanzlei' der B o l l s o p e r ch'igeleilt.chrid, hat sich die DuekUon der i t a l: e n r ich e n S t a g i,o.ch e in der . VolkSover. der voraerüclien Saison und vielfachen Wünsche« des.PublikumsRkchnnng tragend, entWosim,. sämtlrche Gülerst- und Parltreesitze bedeutend z-u-erm3ßi-ge»ch Im W i t n e r K.o rnödienhause wird in. -er Festv'o rst.el! un'g reS „Sv er rf ech f.< r l" Sonntag de« . «aelünittagS.- Herr Art« G u rt ,n a mt zrim ersten Male nach t'einer Rückkehr wieder m Wien' anjürtro. .' Das vom VolkSbildmigZ-uMe-. veraustallere Ä'rchard S traB^K-'v tt-z e-r k tumer'Lestuvg dr.Z--Kouipomsten) stichet chorgest. .um i U'y r n a ch m-i t t -a. g 2 mr Großes I# Verrmsfsale. statt.. " Sp. El Hazarr Heute spielt Hamir r mit zwei Mannschaften gegen W. A. .F. - FungmavnsÄaften. Erste Mannschast um 10 Uhr, zweite um %d Uhr auf dem W. A. F-Platze. Das Strandbad dev Hakoah in der Kuchclan wird erst Ende dieics Monats fertig gestellt werden. Trotzdem wurde es berets tn öffnet nnd biS dahin die alten Näumlichkeuen der Benützung übergebm. Wegen des beschränkten. Raumes rst das Bad nur Mitgliedern der Hakoah zugänglich. Als EintirllSpreiie wurden fm Samstag, Sonn- und Feuriage K 5.--, für alle anderen Tage L.8 -- feftgeietzt. .Außerdem werden Saisorikarten 'L & 60.— aüZgegeben,, welcke rm Bade selbst und m ' Sekretariat der Hakoah erhältlich sind. GeriDssaaL. ' WeMLchep LLebeswahnsiün. - Der prakhsche Arzt Dr. Emil S. brachte geM die Tochter eines hiesigen Iuw lenhandlers ' Sidonie K.'' die'' Klage auf' Schadenersatz fv^'ßen BeerntrLcht'gnng u.nd Beh.nderuug in der - Ausübungseines ärztlichen Berufes durch stete Belästigung und Pro'voz'.eistng unliebsamer Nnfitttte während seiner Ordlnalionsstunden ein. Dr. S.'hatte auch einmal , das Mädchen .behandelt; er crh'.elt seither von ihr Liei esbrirfe und Heiratsänträge, auf die er i« keiner Werse reagierte. Er. stellte dke Behandlung ein/ Seine Verehrerin ließ jedoch nicht locker/ Sie erzwang sich-feine'Aufmerksamkeit und Len wetteren Verkehr dadurch, daß sie. ihn fortwährend telephonisch anrief, ihm unausgesetzt Briefe zärtlichen und vorwur'svollen Inhalts schrieb. Nicht genug damit, kam sie auch ru die Ordinatlonsstunde unfe machte, gegenüber den wartenden Patienten über den Arzt in lauter und' heftigster Weise Bemerkungen, welche die Kranken, vollständig irritierten. Man' legte dem Vater des Mädchens, das. an erneut Licbeswahnstnn leide, nahe, das Mädchen m eine Heilanstalt zu geben. Der Richter sprach in rmdrri'gt.>chster Werse auf. dirs Mädchen-.rin. Ueber die Klage kam rm V 'e r gleich zustande. Der Arzt verpflichtete ' stch.^ die nen-rdings. bei der Polizei erstattete. .Anzeige zurückzuzieben. wogegeu das Mädchen sich verpflichtete, ihn nicht mehr zu belästigen. Sollte sie jedoch ihr Wort nicht halten und den Arzt auch nur einmal in irgendeiner Weife behelligen, so Habe sie an den Kläger & 8000.-- zn bezahlen. Ein gefL'^^rlicher Freurid. ' ' Bsr dem - Schwurgericht Hatte sichgestern der e'mfngs Magazineur Franz Hermann wegen'Raubes zu verant- Mcisterarrfiührungtzn Wiener Musist. Heute beginnt an der Konzerckane Gu tmonn. l., Kä'nl,ie>ring 3, Maxim ti'anflraße 4, (Durchgang, der altge'mrwe Kartrnverläns für 'ämll'che Konzerfee'anstalnmgen. Der.Begmn LeS Kärtenverkausee' für Lre Vorstellungen der.iLtaaMoprr, , Burgthearer, Bolksoper, VvttLtbrattr'"':^ wird'seiuennt rcchtzeit'0 veränntaeaebm 'r^erdm. " Worten. Bei einem Besuch, den der Angeklagteseinem Freunde Theodor. W i l.l n a u.e r. absta-ttete, wrcrde dieser von Hermann rücklings übexfaücn und rnit, Hackenhiebcn gl-gen den Hruierwpf sv lange l'varbeitcl, vi>-> er üeiviißtws' ^nsammevstürzic. Daraus verscheucht, argriss Herr,rann die 13. Mar 1S20 ' 'Siüs Si ----•--' - - iU - - n ZI GA RETTEN PAPIERE * ZIGARETTENHÜLSEN S S Sie u? 'pfreffen selbst die hot teo Efwarfungea des Rsucherik. 'so »»n» «,»»»«, M»««»»»»»« MMMi Flucht. Er gab hcurcan, daß er dem Willnauer blotz.fein Geld-wcgneymen wollte,, von einer TöLungSadsicht' sei.er nicht- .geleitet worden. . -.Die Geschwornen erkannten Hermann bloß der schweren 'H'örp^rÜLschadiüung schuldig, worauf ihn der Gerichtshof zu einem Jahre schweren Kerkers verurteilte. Der ZLeligrorrSwschsel eines Gymnafiafterr üsm ' rmwiderstehlLches Zwang. , .- '/...Der' Gymnasiast Salonron SP. . verliebte sich iu ein junges Mädchen, bniS er, obwohl noch. auf der Schulbank' sitzend, heiraten wvlttr. Um 'diese Ehe schließen zu könneri. trat .er aus dcirr mosaischen zum römisch-katholischen Glauben, über. Er fetr/tc aber nur den Glaubensivechsel, nicht aber' auch die Eheschliehuni; ohne Eiirwilligung seines Vaters voll", ziehen. Aus' Berzrv«l'f!nng hierüber wollte er durch Ein- ' auiiung von Leuchtgas feium Lebe.» ein Ende machen;, feine Qrmrtfersrau sp'üiteaberden Gasgeruch, stürzte in fein'. Zimurer, und der schon betäubte Selbstmordkandidat wurde noch g-ercttet. Da fein.. Vater ihn wegen des Glaubenswechfels verstoßen hatte, mußt?, er eine Stelle in einem - HandluugshLns-e annehmcn, litt aber bei feinem Anfangs- -' gehalt von monatlich 300 ^krönen Hunger. Gelegentlich eines-, Besuches bei eurem früheren Studienkollegen nahm er eine dort' licg-ende Vrfeftasche an sich, 'in der er ' 75 Kroir.cn Bargeld und einen Scheck vorsand, den er-aus 60.00 .Kronerr ausfüllte und bei der Bank präsentierte. Dic- Fälschung war aber eine derart plumpe und ungeschickte, daß sie sofort erkannt würde. Hegen Dieüstahls und Betrüger wurde nun Sp. vom Wiener Schwurgericht zu achtzehn' Monaten schiveren Kerlers verurteilt. Bei der über fein«- Nichtigkeitsbeschwerde vor dem -Obersten Gerichtshof statt* - gehabten Verhandlung rnachte der Verteidiger unwiderstrhlichev Zwang des Angeklagten aus Hunger geltend. Zu fernem Unglück fei fein Selbstmordversuch vereitelt worden. Dem aus dem El'iernhause gewiesenen, hrwgerndLn sungen Mensche» fei ein anderer AnSwcg nicht osfengestanden. Der Bettreber der Generalanwaltschast erwiderte, die Verstoßung ans dem Elternhaus habe der Angetlagte durch feinen Neligions- Wechsel s e l b st v e r s ch u l d e t und von einer Nötigung gu der strafbaren Handlung - tönne nicht die Rede sein. Der Schwurgerichtshos habe daher mit Recht eine Zusatz frage auf unwiderstehlichen Zivang abgelehnt. Der Oberste Gericht. Hof schloß sich dieser Anschauung an. und verwarf die' Nichtigkcitsbcfchwcrde. - ■ 1 ■ Der Volkswirt. ,. ,F- Eine Kro«e?.75 Centimes GelWL Gestern stellte sich in Zürich ' ' die ostrrrerchrsche Krone Geld aus . . / 2.75 (2^S? die österr. gestempelte Krone Geld M 2LL'( L9S' die tschechische Krone aus. .v # « » . L0^ t 9i75 am TU SXati; die Mark aus... . ii‘60 (10*60 arn ll. MM / - Agram . » . i. ... . » . . . » . 3.50 < 8.56 am 1-1. MM Budavrst . . . . . . - /'. . » . 2.50 l 2.50 am 11. Mail' Warschau . / . . ..... ... . 2.80 ( 2.90 am 11. M<^). - Das BudgeLdesiztt IO1/, Milliarden. Der Staatssekretär für Finanzen Dr?Rcisch legte gestero der Nationalversammlung den d r rt t e n M a ch tt a g zmoi Staatsvoranschlag vor. Da sich die gesamten StaatsausgabÄ? auf 16 873 Milliarden, die SraatSeinnahmen auf 6°295 Millrardev- Keonen belaufen, ergibt sich rm Des i z'r i v o n lv'578 M rh l r a r d e n. Ursprünglich zeigte dös Budget einen Abgang voy, 4 Milliarden, dmch dir drei Nachträge erhöhte sich dieser Betrag aus 7 2, 8'8 und 16'5 Milliarden. Freilich stehen wir noch langt N'cht am Ende; es sind neuerliche Mehrausgaben von 600 Ml» lionen Kronen für die Beamtenschaft beschlossen worden. Dre D e ck n n g des Desizrls wnd nach Artikel 6 des Fmanzgeietzes imWcae weiterer Kredrtoperationev erfolgen, wodurch 1730 M i N i » n e n aufgebracht werden sollen. Die m ausländischer W ä h r u tt g einge» gangenm Bcrb'ndllchkelten sind nach dem Kurswert im Zert' Punkt ilner Begründung m-^iechnung zu stellen. We.lers sind die Regierungen ermächtigt, noch, nicht f a ll \ ß c S t a a t s s ch u 1 b e « unter der Voraussetzung umzuw an d el n, daß keine Mehrbelastung des Staates dadurch herbeigeführt wird. / ErrichLmrg esires HolzmarkLes in Wie». Unter dem Vorsitz des Hosrates T a y e n t h a l hat m-' 10. d. M. in den Räumen der niederosterreichischen Handels^' und , Gewerbekammer cme Sitzung stattgesunden, m der daL Projekt der Errichtung eines Holzmarltes m'Wie» von den br« terligten Kre sen aus ührlrch besprochen wurde. ' ' - Hofrat Baiersdorf ersiattere ein' aussübrWeS Re^' serat über den Zweck und die Ziele dcs geplanten Holzmarktes.' Hienach soll der Holzmarkt das fett vielen Zähren drmpendt Bedmtnis nach, auLtnchcndeu Lagerplätzen bestudigeu und,durch- EinWrung emkS Läget Hausbetriebes. den Holwerkehr für dev, - Lokalbedarf und den Export erhalten nnd ausbauen. Die Anlage - ist m K a r s e r e b e r-d o r f am recht«! Ufer des Donaukanals gegenüber dem Winterhafen geplaut" Dre öetlickte Vage schafft dic Möglichkeit emes Transit« ' und Umschlagverkebrs zu Schiss nnd zu Bahn. - Heber« dies rit geplant, auf dem Gelände des ..Holzmarkt^ eine Aeme Lohnürdusttre für Herstellung von Halbsabrsiaten-ins Leben zu rufen. An dieses Referat lnüpffe sich eine längere Aus-- spräche. Der Vorsitzende konnte als Ergebnis der Aussprache fest« 'stellen, daß prinsiplelle Bedenken gegen die Errichtung des ge-' plante!, Holzmarkics nicht bestehen. Zur Kläxung der einzelnen noch offenen' F aaen wurde beschlossen, das Arbeitskonntee für den Hottmarkh W>en rrm je zwei Äfertreter des Handels, ver Industrie und der ötousumenten zu ergänzen. DaS nunmehr erwetterte A, beitZkomuee si'w den Holzmailt Wien wird in den nächsten Tageu znianunenrrctrrt, um Anträge ft.r die zrrr'end^ gültigen Dejchkißsasjnvg bernfervi, G^,^4k8rve^ckasttn