Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 464 (8.5.1920)
- Date
- 1920-05-08
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979542--04099-2989803- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
M. 464 Wien. Samstag Weyer Morgenzeitnn» 8. Mai 1920 & eite 8 Telegramme. in L p ri d o tt, 7. Mai. (Reuter.) Die deutsche Hsegierrrrig hat den Vorschlag einer Znsamnreip> stunft mit dem Obersten Rat in Spa angenommen. Den Deutschen ist mitgeteilt morden/ Paß die folgenden Angelegenheiten auf der Tagesordnung stehen: Frühere Verstöße gegen Pen Frietzenshertrag, die Frage» wie der Pertrag au9geführt werden soXil Ferner werden die deutschen Vertreter um Aeutzerungen zu de« Fragen der ($ntstraffnung, der Wiedergutmachung, der Kohlenlieferunge«, der Beleidigungen der alliierten Missionen und der Kosten der Besatzungsarmee ersucht werden. Tagesbericht kkttox gegen de« Versailler Friedensveetrag. Hart-, 7,'Mai. (Hapas.) Nach' einer Meldung .)eS «ßchp de Paris* .'aus Washington hat Seüator K.n o | in einer Rede sich scharf gegen den Fnedensiettrög von Versailles ausgesprochen. Knox erklärte, sie Vorhehalte Sir Laiges feien ungenügend, denn sie tönüte'n wohl den Vertrag und den Völkerbund für Amerika unschädlich machen, aber es sei notwendig, daß dieser Völkerbund für die ggnze Welt unschädlich gemacht werde. Der Friede der Welt sei nicht sichergestellt, sondern bedroht durch ein Abkommen, welches dyS von Versailles sei. -; ' Das Aktionsziel dev Sowjettruppen im Kaukasus. HWdprr. 7. Mai. (Tel. der Wiener Morgeuztg.") Oberstleutnant Burgoy ne richtete im Unterhaus 'an den Si-llsssekretär für auswärtige Angelegenheiten die Msrage, 'ob pr Jufotmasianen, betreffend hie -Kvüzentxierppg von.rUff-sch'en Sowjottruppen im Kaukasus und.Sühry^sand, besitze und ob ihm bekannt fei. haß ArMpiepß. ZilWps, Palästinas und Meso- Pa^qmieB sti. Wenn ia, welche Schritte militärischer oder diplomatischer seien post den Negierungen.Frankreichs,. Jiasjens und' Englands' unternommen 'worhen/ urn diese; Hefahr zu begegnen? '' S aqtssekretär Harms Wörth antworteteist bekannt, daß 'in Südrußlanb und dein Kaukasus^ ansehnliche rn^'sche S-'wjettrüppen -konzentriert sind, doch waren keine speziellen Informationen 'bezüglich der. ZW derselben zu erlangen. Äs wurden jedoch alle Möglichteilen ins Auge gefaßt, um alle erforderlichen diplomatischen oder militärisch"n Schritte im ge ig?'.i:LeN Augenblick unverzüglich zu unternehmen. Die Organisation der ukrainischen Zivil» , Verwaltung» Wien, 7. Mai. (Korr.-Bur.) Dein Ukrainischen Pressedienst wird aus Kamenetz-Podolsk gemeldet: Im Anschluß an die großen militärischen Ersohge der polnischen und ukrainischen Truppen in der Ukraine wich gegenwärtig unter Leitung des Oberbefehlshabers Petljurv die ukrainische Verwaltung eingeführt. Allen in der Ukraine.kämpfenden polnischen Trüppeneinheiten sind ukrainische Kommissäre beigegeben. Die ukrainischen Zentralbehörden sind zunächst in Kamenetz- PodolsL zusammengetreten, werden aber ihren Sitz in kurzer Zeit weiter nach Osten, vermutliche nach Kiew, »Wegen? Oberatarnan Petljura ist in Kamenetz-Podolsk - rikgetroffen. Der Berkehrsstreik in Frankreich, - Paris, 7. Mai. (Havas.) Trotz der Eiiischüchtmmsi dmch. reckende bessert sich die Lage auf sämtlichen E'senbabunetzen. . s den Limen der Nord- und der Ostbahn ist der Verkehr styrmal.. . '! ■' AuH der Orleans-Bohn bessert sich der Veikehr dank den vyn den Freiw'lligen gewonnenen Ersahrnngen. Der Ausstand der Mctallalbeiter hat wenig Esiolo. Mehr als die Hälfte der Arbeiterschaft in den Paiiscr Wnistä'tcn setzt die Arbeit wrt und man kannmit« der Wudcrausnahme der normalen Arbeit am Montag rechnen. i Der ungarische Friedensvertrag. Budapest, 7. Mai. (Ungar. T.-K.-B.) Heute vormittags fand unter dem Vorsitze des Minister-. Präsidenten S i m o n y i - S e m a d a m ein Mrmsierrgt statt, welcher sich mit der durch die ablehnende Antwort der Entente auf die Gegenvorschläge derungarischen Friedensdelegation geschaffenen Lage befaßte, Da sich jedoch der Text ches Friedensvertrages «och nicht in Budapest befindet und sein Inhalt demzufolge noch nicht bekannt ist. fand bloß über das Begleitschreiben des französischen Mmisterpräsiöenten. Wllerand ein Gedankenaustausch statt. Entscheidungen, wurden nach keiner Richtung hin getroffen. .. Die serbisch-italienischen BörhanhlnnHen, , , Belgrad, 7. Mai. (Korr.-Bur.) DaS Minlsterium.dkZ. Aenktty teilt amtlich nnt: Unter denl Vorsitze drs Mgeutcn Alexander fand gestern und heute eme Sitzung des Mmiste^atch ,statt..welcher auch die Friedensdelegierten Trumbic, Fesnic, Zolgar unh Rybpr bk'wybnten. Mincker des Aeußem Trumbic berichtete, über dm Stand der Fragen dek auswärtigen PvlUck. Es wurde beschlossen, die Verhandlungen mit Jlalien bezüglich der Adria- Frage fortzwetzen, zu welchem Zwecke Pasic und Trumbic bwollmachügt wurden. Deutsche. Komnnisten entführen eine« Dampfer nach Rußland. , Berlin, 7. Mai. (Korr.-Bur.). Die „Vossische Zeitung" Mldet aus Kopenhagen: In Archangelsk ist der deutsche Dcmipier „Senator Schröder" augekontmen. Der Dampfer, welch w unter «>kkv Flagge fuhr, hatte 60 unabhängige Soualisten an Bord. Alsl Kas § chm am 10. April Kuxhaven verbch, war eS Nach Mjhavsik äuf Island bestimmt. Umenvegs setzte die Beiatzütig aber ihre Oisimre gefangen und änderte den Kurs nach Murmansk. Du 60 Unabhängigen sollen sich als blinde Passagiere an- Äord imfgehalten haben. Das Schiff hm sich jetzt' im Hufen vAt Ärchangclsk bcu Räteregierung zur Verfügung gestellt. -Per Fmnkfürter Polizeipräfident Zu ly.llvv Mark Strafe verurteilt. > Frankfurt, 7. Mai. (Wolff.) Der General der Rhein-Armee hat über den Polizeipräsidenten Ehrl ex eine Geldstrafe von 10.M0 Mark verhängt mit der Begründung, daß er der Mlitärhehörde nicht, wie es seine Pflicht gewesen sei, alle Arten Waffen, die zur Bewaffnung der Polizeibestimmt waren, cmaeneberr habe. Ern Märtyrer. . In Budapest war er Redakteur, besaß ei» Hsnm hatte Verwandte und Freunde, seine Arbeit und seine steinen Freuden, war ein Mensch mit Wünschen, Rechten, HoffiMgen wie jeder anbede. In Wien ist er „ein Flüchtling". Lieft man in der Zeitung von. Greueltaten Nb-cr Horthy-Banberr, 'so stellt man sich die Wahrheit nie grauenhaft geyug vor. Hier ist ein Blutzeuge für die Schande der Kulturwelt, für den- Pogxom.' Ec 'führ eines Abends nachgetaM Arbeit mit der Straßenbahn nach Hause, da erstürmte eine^orde „erwachender Ungarn" den Wagen." Sie 'stürzten sichauf die Juden,- jvürgtew sie, rissen alle Männer an den Haaren vom Boden auf, schlugen sie mit' Kniippeln. Der R'ebaktenr, der sich vielleicht verbergen hätte , können/ warf sich zum Verteidiger' seiner hilflosen Stammesbrüder auf. Da wandten sich drei Mordbuben ihm'zu, hoben'ihn in die Höhe und schleuderten den Wehrlosen mit voller -Wuchtans dein, -fahrenden Wagen.'. Das erfordert offenbar die nngarländische Kultur, und christliche Ritterlichkeit. Ass der Mann ans der schweren Betäubung in eiirein Spitalsbett erwachte, war ihm der zerschmetterte rechte Arm bis über den Ellbogen schon'amputiert und eine tiefe Wunde zog'sich vom Scheitel bis zur Nasenwurzel herab. Nach zwei Monaten konnte er das Spital, verlassen und zu feiner Frau zurückkehren, die sich inzwischau mit dem neun Kindern wacker im Hungern geübt hatte. Ein. paar Tage darauf ging der Krüppel aus, um Lebensmittel zu beschaffen. Er wurde eingefangeu, wie bei uns dar Schinder die Hunde fängt, mid mit elf Leidensgefährten rntt Ketten gefesselt durch die Stadt getrieben. Zwei Aendarmen, die den Invaliden für einen Kriegskrüppel hielten, Latem den Offizier mit aufgehobenen- Händen, er möchte den armen Teufel laufen lassen. Aber was die einfachen Männer'aus dem Volk empfanden, das- Gefühl ' der menschlichen Teilnahme, blieb ' der Zierde' der -Oitterschaft verfchlofsen^ 'Man schlappte die MKoerdM geprügelt wurden. 'W' '^akier iuno / feilt; über Nacht zu Tode geschlagen. Hei tzeM, ,RchLnM''veg'yW-k' mä» sich mit einer gelinderen „Strafe" und hieß ihn am.Morgxn, nachdem man ihm! sein ganzes Geld abgenottlmern schlermigst das Weite such«ur■ Als er-' sich iveigerte und - verlangte, daß mit ihm ein. Protokoll aufgenominLn werde, hieß es': Marsch, sonst geht es -6it '-tvie' delrbieidcht)' diitz'Mv-' Mte. Hzüchtigt haben! So floh er, um^^ nach lüngsn -Irrfahrten mdlich in - Wien zu landen.-, In der Zwischenzeit hatte manseinem Weibe die Wohnung beschlagnahmt und die Möbel zwangst, weise zu lächerlichen Schleuderpreisen verkauft. Da stand sie, mit neun Kindern auf der Strgße. Auch sie kam irgendwie nach Wien. Und wenn vornehme Damen, cs-dürfen getrost fauch Jüdinnen sein/ die Familie'sehen, dann sagen sie ärgerlich: „Ach Gott, immer wieder diese Flüchtlinge! Wer gehtdenn gleich von seiner,Heimat weg, wenn es ein bißchen ungemütlich wird!" Das sagen diese Frauen,, weil sie nicht wissen, wie hart das Brot der 'Fremde ist, weil sie das Elend der Obdachlosigkeit kaum vonr Hörensagen kennen und nicht ahnen, was Menschen erdulden, die von allen als lästige Parasiten behandelt werden. Dann aber mrch, weil sie doch im. tiefsten Innern glauben, die Vertriebenen müssen irgendetwas; verschuldet haben. Der Redakteur mag das zu fühlen bekommen. Denn wenn er seine Geschichte erzählt, dann sieht er er den Zuhörer zuletzt mit seinen dunklen Augen ernst an und sagt, während es in dem nervösen, >zerwühlte-r Gesicht, zuckt;md zittert, fest und klar: „Ich habe nichts getan. Man kann mir nichts v.orwerfcn — nichts, als daß ich ein, Jude Ljn." Aber die' Weich gebetteten finden trotzdem nicht, daß sie die Pflicht haben, dem „Flilchtling" zu Helsen. , - _ Klara M a n tu er. Die Ergebnisse der Verhandlungen über die LohnreguUermrg der Industrieangestellteu. Mitteilungen de» Bundes der Jndustrieangestellten. Die heutige Sitzung das Vcrhanhlungsk-onritars'- der Sektion Wien des Hauptberbandas und des Bundes, der Jndnstriseangeftellten hat für die Angestellten. der ,Wiener Metallindustrie, der Gummi- und Asbest--- industrie, der Speisesettindustrie und der Kafseesurrogatinbustrie .zu «ipem Ergebnis geführt^ welches für die Überwiegende Mehrheit die.sHr. „^gestellten,yine Er--- hohnng des Gehalles und der gleitender. Teuerungszulage vom März dieses. Jahres um Hl'p Prozent be-" deutet. Bloß in den höchsten Gehaltsstufen sinkt die Erhöhung langsam bis auf ettpa 45, Prozent. Diese Verbesserung wird in der Weise erzielt', baß die Grundgehälter sämtlicher Angestellten um '36 Prozent erhöht lunb auf diese den Verheirateten eine gleitende Teuerungszulage von 90 Pvozent dieses Grundgehaltes, den Ledigen eine gleitende Teuerungszulage von 67'5 Prozent des Grundgehaltes' geboten wird. Die Kinderzulags wird außerdem um 50 Prozent erhöht. Die Erhöhung wird in den oberen Geyalrästufen darum geringer, -weil d?- gleitende T'.'n'ernngsO'la^ b"! dem Gmmd'-- gehalt, der 3000 Kronen im Monat Übersteigt, ^l-oß von 3000 Kponen gerechnet wird, in allen Fällen also die feste Ziffer v'on 2790 Kronen nichtz stbersteigt. , Die Vereinbarung gilt für April und Mai- Kieses Jahres. Die Nachzahlungen für April sollen'ntöglichst vor ptzm Iß. Mai erfolgen. - i- Flir Juni, und Juli wird nach dem. Maße -örff eingetreteueu Verteuerung die gleitende Tensrungsznläge uen festgesetzt. . i /Pie Verhandlungen -mit den von der Sektion Wien nicht vertretensn Verbärchsn üuh Firmen 'werden nun rasch folgen,- ebenso die Verhmwlungen mit dein Neunkirchner Vcrbmw. . Für Oberösterreich und Salzburg.liegt inzivischen eine Vereinbarung dahingehend vor,-Hatz hie Erhöhurrtz sich zwischen 30 und 55 Prozent der Märzbezüge, bewegen soll, wobei Vorbehalten ist, daß gstnstigere Ep'l Pebriisse in Wien automatisch <rüf O'berösterreich wirkchr. Diese Vereinbarung gilt in OberöfteEich für' alle 'Unternehmungen.. , i .' In der Sektion St. Pölten ist rin Vertrag 0r - staube ge kvrnmen, chelcher in den -untaHn KLixtzMierk dev, Artgestellten eine Erhöhung der Märzbezü^r .um . , .etwa- 50 Prozent bedeutet, die nach yWW bi^. ans.' 48 Prozent sinkt.;; . vf v - Aus Steiermark liegt Wrre Nachricht vorl . Generaldirektfon her Oesterreichischen Alpine HonLan, gesell-schaft hat dem Bunde der Jndustrieangestellhrn: eine Erhöhung des GeldeLats der WeamtenLezügs um 59 Prozent zngefagt, wobei die Naturalbezüge und verbilligten Leüeus)nittelbezüge ausrechtbleiben. —- lirber die Verteilung dieser 50 Prozent hes 'G'ehalGrt-Ms wird mn 9. Mai in Donawitz verhandelt werden. Der Streik der Angestellten der Mische« Kultusgemein-e. S5ic Streikleitung des NeligionslLhrirrvLrbanhLs „Esra" bernft für Sonntag den 9. Mai, *410 Uhr vors-' Mittags, 'eine große Parsammtung mit.-chem' Thema: Wer ist am'Streik doch.Re.ls'gi'onD lehrer sch nld? im Kotel'P^st, hf, BeA<,H^D MaM «in,' zu 'welches der - KustuDgemMstievÄWM -schriftlich ein geladen wurde. Mit best NeligivNsleyrern's ist auch das Personal des Roth sch ild-Sp ltals'? und des Ber so r gun g'sHauses per' israelitrschen ' Mstusgemeinde irr Streik getreten/' Die Streikenden' stellten namentlich die Forderung, ,baß «bei den sich' feit Monaten hinschleppenden Verhandlungen die. Person . des ersten Vi^präsidenten, welcher derzeit die Mtungs der Gemeinde innehat, Hofraö D'r. Nappstpor ausgeschältet werde, Nachdenr dies den. SLreikendens zugepstligt worden tvar, haben sie gestern um'10 Uhr! Vor'miltägs die Arbeit wieder anfgenmnflteu. Am Abendi fanden Berhandümgen. mit den Str-eikenden statt-, die/ F/r ^eiuem befriedigenden Ergebnis geführt haben. Die,' Fordernngen der Streikenden wurden .teilweise brwAigt,- Bewaffnete Schleichhändler. . Eine Razzia in einer StehmeinliaLe. - Gestern nackmülags wurde in der StehwemhM§ IM B i tz i. n g e r, tX., Alihanplatz 8, eme Ryzzia ausgcMrt. Dys Lokal .ist ein sebr beliebter Äersammlunasorr von Schleichhändler! rmd ähnlichen Elementen. Die Amtsorgane drangen Ms Lokal,- wo erst dre Aufforderung erschallte, du Waffen ab zu/ l i e f e x n. Die Leute, d i e W a f f e n h a t t e n, gaben sie obne.Widerstand angesichts der Uebermacht ob. Dan» wurden.die Gäste.verlustriert. Etwa siebzig Personen wurden samt ihren Rucksäcken und sonstigem Gepäck, zum Polizeigebsinde auf der Eiffäbethpromenade gebracht. Der Zug erregte großes Aufsehen.- > Vier Berittene eröffneten ihn. Die Gäste waren von einem starken f ordon von Wache- und Knminaldeantten umgeben. Dir genape erlnstrtwmg der Angehattenen dauerte in die späte Nacht, hinein. ' ■ Schleichhandel mit Medikamenten. - Seit' längerer Zeit hat bas PolizaikomnMariak „Neubau mehrere Persorren beobachtet/die im Vködachh standen, sich rnitdem Sch laich Hände l. mit Arsneien zu 'befassen. Es wurde festgestellt, daß der ün' Holet Hiehiugerhof wohnende Bauingenieur Theodor Doida, " richtig Feldmann, ein ungarischer Flüchtling,' 26 Jahre , alt, Arzneien haben -soll. Tatsächlich wurdet: .iu^seiner Wohnung 2 Kilogramm Kokain und etwa 700 Sch'ochtelu Neo-Salvarsatl gefunden' und beschlagnahmt.' Auch - bei seinem im selben Hotel wohnenden Hreurld, dein 24jährstgeu Journalisten Tibor D io s zeghy, eineni gebürtigen Budapcster, wurde Nachschau gehalten, und es wurden, 700 Schachteln N-eo-Salversan gesirude>u Einstellung einer antisemitischen Aeitnng in München. Berlin, 6. Mai. (Privat.) In M ü n ch e n iram'ör. dic antisemitische Zeitung ..D e r v ö l k i s ch e P e o b « ch t e verboten wegen seiner seit Monaten betriebenen, die öffentlich^ nnd Ordnnns qe'Hbrdenden Jndenhetze, wobei «nvttknnbai 46056971