Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 460 (4.5.1920)
- Date
- 1920-05-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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iiiMrtrwtiAfiiMi. Nr. 460 ' Wien, Dlensrüg zeit im Garnisonsspital.Nr. 17 in Budapest/.nachdem sich seine Unschuld erwiesen hat-. AM. . gleichen :Tage' wurde der gleichfalls unschuldig verhaftete :JMüs P e r z in einer Kanzlei des Hotel Royal so länge, geohr-' feigt, bis er auf einer Seite blind und Laub wurde!. Rach einer Hast von sieben.Wochen^ ohne Verhör kam seine Unschuld zutage. ..Ein Unteroffizier.wurde.derart. geschlagen, daß sein Gewand am Mitte seines Körpers festklebte. Die Leute sind unermüdlich im Etfinden von raffinierten Martern, deren. Scheußlichkeiten eine genaue Schilderung gar.nicht zulassen.' sehr vielen Fällen' dienen die Verhaftungen einfach dem Zwecke, Geld zu ermessen. Für die in Geldnöten steckenden Offiziere, welche '-ein -Drittel -der t^o.nstszierten Summezuge'- sprochcn erhalten, sind die Verhaftungen ein bequemes Mittel, den Beutel zu füllen.. Wer viel Geld ansgibt oder bei-wem' größere Beträge vermutet werden, macht sich verdächtig und läuft Gefahr, in den vergitterten und., feuchten Kellern der. beiden bezeichflewn Hotels iMelang gemartert zu werden. /v Der . Mörder des Redaste,urs . dev■'' ,;Nepszava^, mo-g y ii wurde, den , .ordentlichen Gerichten: ent* zögen, und vor einen Ofsiziersehremat gestellt, dem auch ' Major 'Äojtkd, der Chef der MilitärstaatsaiUvaltschäft: von Budapest, angehörte, ohne. daß. die Oesfentlichkeit dgs geringste hievon erfuhr. H inrichtun gen find/ etwas Alltägliches geworden, usid im Militärgefängnis auf/ hem Mavgaretenring .Nr.' 85 .ist der Galgen in/ Permanenz^ Letztens wurde ein eigener Verschlag aufgerichtet, -hinter^ dem Justifizierungen mit Pulver Und ^Plei. stattfmden sollen. Die Zustände in diesem Militärarrest sind scheußlich. Die politischen Häftlinge kommen in Zimmer, welche - sie.pl.it 40 gemeinen Verbrechern, darunter Raubmördern, teilen. Auf einen Mann ent-/ fallen 58 Quaöratzentimeter Raünr. Der größte Teil der Häftlinge bleibt' monatelmrg. unverhört.. Daßbei - diesem willkürlichen Verfahren auch Ausländer in Gefahr kommen, beweist der'Fall depJtalreners A-ntonio della Rosä,: einest englischen Untertanen,. der - fünf Monate ohne Verhör im Militärarrest saß und. wie ein gemeiner Vchrecher behandelt wurde. In .den' B-udapester Bars und anderen Vergnügungslokaleir lvimmelt es vonDeteltivs, auch bedient man sich vrel^. fach der Tänzerinnen zu Spitzelzwecken, und bei-wem nmn viel Geld vermutet, dein -droht - das .Schicksal einer durch, monatelange Martern verschärften Kerkerhaft^ So 'wurden drei Serben verhaftet, Mitglieder' einer' englischer Hilfsmission, welche ihre Lebensmittel -aus > .Serbien bezieht, der Ministersohn Anton ovie, . der Schriftsteller Duga.ncie und ein Herr Schi'mono-' v i c, und zwar unter dem. Verdachts der Spionage. Die - drei wurden verhalten,'wiesi Klüfettxeinigrn ü. dgl. Als sie endlich freigesp'röchen' wurden, wurde ihnen die Entscheidung nicht eher , mrtgeteilt, als .bis sie.sich verpflichtet hatten, den bei ihnen Vorgefundenen Betrüg von 45.000 Krönen zwischen den Rechtsanwälten aufzuteilen. Es/ scheint, daß der 'Wchter. ein Hauptmann, von diesem Gelbe sein. Teil' abbekommen hat. Ihre Epthastung erfolgte Arft' auf energisches Einschreiten ihrer Mission,, auch 'hsbeu die vrei /gegen den ungarischen Staat ' einen Schaden- Vorgütungsprozeß angestrengt. Unter den. Verhafteten befindet sich als ' politischer Häftling Graf Rudolf Skor ski, Pole von Geburt, Oberleutnant dev. tschechischen^ Legion -in der französischen Armee, der gleichfalls den: schwersten Mißhandlungen ausgesetzt Wurde. . .Da in dom . Militärgefängnis kein Platz mehr für Häftlinge ist, werdest diese seit einiger Zeit in das'Lager von Hajmasker gebracht, wo die gleichen entsetzlichen Zustände herrschen. Auch dort braucht es Monatebevor. der Häftling verhört wird, und der Chef der Staatsanwaltschaft . erklärt, man müsse lieber hundert Unschuldige einsperren als einen Schuldigen durchkommen lassen. Die unglücklichen Häftlinge entbehrest auch dev-Kitnitivsten Hygiene, sie sind monatelang ohne reine Wäsche, düs. Essen ist ungenießbar und ihr Körper von Läusen blutiggesressen. Kranke und Fiebernde liegest zwischen dqst. Gesunden oder noch Gesunden in, den Zellest und niemand kümmert sich um sie. Das größte Glück bedeutet es unter diesen Umstanden, für' das Spital reif zu werden. , .' - ■”> , *; / /' , .'. ,/-. Diese. Darstellung, die wir von einer absolut der» trapenswürdigen Seite erhalten, redet eine so starke Sprache, daß jedes weitere Wart überflüssig ist. Das brutale System, das gegenwärtig in Ungarn herrscht, Spitzeltum, Zensur und die allgemeine Furcht Jörgen dafür, daß sich 'keine Stimme der Anklage oder/ des Protestes hervorwagt. Es ist ün der Zeit/ daß die Mächte' selbst nM dem Rechten sehest und ein entscheillettdes Wovt sprechen, das den Bestialitäten'des christlichen Horthy-Kurses ein dauerndes.Ende setzt, die. einen Rückfall in die ärgste mittelalterliche Barbarei bedeutem Buvapester Todesurteiles Budapest» 3. Mai. (Ungar. T.-K.-B.) Der Terrorist :MmS Jonas, dev im Gefolge Tibor Szamuelys an der-Hinrichtung von Gegenrevolutionliren teslgttwmmen bat, ist wegin dreifachen Verbrechens des MordcS zum Tode durch den Strang verurteilt worden.' . Mikos in Budapest. ^Budapest» 3. Mai. (Tel.-Komp.) ' Die Leitung der Studentenschaft der T e ch N i t beschloß, bis zür'Beendigung des Sirasverfahrens gegen Oberrabiner Dr. Lotv die jüdische S'ludentenschgst von der Hochschule fernzuhaltcn. (Der ungarische Rpstonalheld MlkoL ist wieder ist Budapest und meldet: dis wr Beendigung ... von der Hochschule fernzuhalten". Als ob lest Friedrich und Konsorten jüdischr Hörer M Jnsküption;»- relM« wärm! Die Red.), Äftcnev ^LÄrgerizerrurtg . , „// Die , Zukunft Palästinas. Die jüdisich-arabischeVerbrüderung. Re n ter s- S tze zia ld ir n st meldet uttker dem 27. April aus San Remo: Die Entscheidung des Obersten Rates.wurde rn.den jüdischen, Kreisen mit der größten Genugtuung begrüßt. Die zionistische und arabische Fri.eb*ensdelegati>on waren bei .'einem gemeinsamem Diner versammelt: und beide Seiten erklärten ihre. Bereitschaft ' zur Zus a"m m c n ü v h c 11 im nahen Osten. Dr. Asie i z in a n n, das Haupt-der zionistischen Delegation, sagte mir:.! .* i /Zwei Entscheidungen wurden getroffen, die-, von größter Bedeutung, sind. Die.erste ist die Einverleibung der Valfo'ur-Deklaration betreffs Palästinas in den Fr'ied e n s.ve r t ra g, wodurch sie internationale Sanktion bekommt/ Wir haben immer die Balsoursche Deklaration /als die Urkunde'unseres. Freibriefes betrachtet und. diese' internationale Sanktion als einen Wendepunkt in der jüdischen Geschichte. Die' zweite Entscheidung ist, d'aß die b r it-i sich e- Re g i ar u n g sich als M a'nb a t >a t macht entschlossen hat,. in, Palästina selbst eine Zivilverwaltung einzusetzen, um die Realisierungder Balfourschen - Deklaravati-on dürchzuführen, wobei, natürlich auf die legitimen Interessen, der nichtjüdischen Gemeinschaften Bedacht genommen werden soll. *;-■■ ./ / Die Zionisten sehen es' mit Genugtuung, daß die Negierung nunmehr un g e s ä umi a n d ie Ar b e it schreitet. Wir - beginnen den Wiederaufbau mit der größten Sorgfalt, da die Bedingungen der letzten'zwei Jahre eine ällgemeicce Demoralisierung.in Palästina be-» wirkt ,haben. Diese' schmerZliche Periode ist vorüber imif der Beginn' der < WiederaufbäuarMt' chird sowohl von den Juden als auch von den Arabern als Befreiung VN: einenr Alpdrücken begrüßt werden. Die Verwaltung in Palästitta., ' Jewish,Correspondenee Bureau meldet aus London: Mr..C h u r ch i l l, SMatsselretär für Heer.eswe.sen, tcr'te .auf eine Anfrage über die..Ablösung des Verwaltungspersonals in Palästina folgendes mit: „Die Verwaltung in Palästina war eine militärische.. Die Posten waren mit ^eimm Personal besetzt, das von ^em ägyptischen .Expeditionskorps herattgezogen wurde. Allerdings gehörte dieses. Persoutll verschiedenen, religiösen Sekten , und Gekeutttirissen an. Es tvar vorauszuseheU, .. daß die ncilitärische Berwaltung. in Palästina bis zur end-. gültigen Regelung, dieser..Fragedurch bis-Friedens-, konferenz^ bleibe, worauf-, eine Z ivülve r walpnn g. liütte eist gese'tzt - werden syllen. Inzwischen, wurden Namen gewisser Leute sisip) schL^Ab,sta.y;-musig. -für diese Äeinter bereits in Betracht gezogen^ s ' ' ■■ London, 3. Mai.^siFunkfpruch.) Nach Meldungen' au's Kairo hat Lev btütischäMeneralveLivalter /irr -Jerusalenr den Häuptern '-sämtlicher GMeind^r Palästinas d'!.e.'-GrundKge' dex-> -ibeabsiKiüLÄi Verwaltung auseinändergesetzt. Großbritannien werde als Mandatar des- Völkerbundesckein'evlei Einmischung in chie. religiösen Gebräuche und relgionsgeschichtlich. wichtigen Stätten duldest uud lDiglich aüf/ die Erhaltung dev' öffentlichen Ordnung und' Sicherheit bedacht sein. Die Einwanderung werde nuv säMeit 'zügelassen werden, als die Enffmcklnng' des Landes dies erfovdere< Die jetzigen Grundbesitzer werden. weder vertrieben noch enteig net werden; auch werden keine Konzessionen an . einzelne oher Gruppen zum Nachteil des:' heutigen Bevölkerung gewährt werden. . Die dritMe. Regierung werde dev Minderheit keine Gelegenheit geben, über die Mehrheit zü regieren, auch dann nicht, wenn die Zeit gekommen sein werde, Palästina die Autonomie rn der einen oder anderen Form zu gewähren. Diese.Kairoter Meldung scheint im Sinne gewisser Hreise zürechtredigiert und ist ihre Bestätigung ^.und Ergänzung abzuwarten. Die englische Regierung und die führwden Politiker Englands haben die Nichtlmsetti-der Paläftrnä-Uufbauarbeit im jüdischen Sinne gebilligt und der Beschluß der Alliierten in San Renio hat dexk dunklerr Quertreibern den Deckel aus der Hand geschlagen. Run möchten sie gexstv dem jüdischen Volke neue Fallstricke legen und iverden Weder Geld noch Mühe scheuen, wenn es der Schädi«. gung unseres vielgeprüften Volkes gilt. Früher rollte der Rubel,, heute nehmen politische Abenteurer und ^Preßrepüle auch andere Münze.. . . Die Red.) ‘ ■ummmaammmmmmmmmammHimmmmmmmmmmmmmmm Inland. Die Ausschließung der jüdischen Studenten von^ der Grazer Aniversitat. Wegen' der bekannten Ausschließung der jüdischen Stztdcnben in Graz sprachen in Vertretung des Jüdischen Nationalverbandes Dr. Artur 3kosienbarg und Dr. Otto S i e g e l anr 28. mb' 29. April Beim Rektor und beim Kanzleidirektor der Grazer Universität vor. -Die jüdischen Mrtreter verwiesen darauf, daß nach den bestehenden gesetzlichen Vorschriften keine Handhabe siür die Nich'twiederaufnahme der an dev hiesigen Universität bereits inskribierben und immalrikulierteu jüdischest Studenten, auch wenn sie Auslärldersiierr/ bestehe. Außer durch diese ofsenbare Rechtsverletzung fühlt sich die österreichische jüdische Bevölkerung durch die Parteilichkeit ganz besonders verletzt, die darin, liegt, daß jüdische. ausländische Studenten, die seit acht Semestern hier studieren und hier ihre Rigorosen abgelegt haben und nun umnittelbar vor .Vollendung ihrer. Studien 4-, sJKü: l.920 Seite 3 stehen, plötzlich nicht wieder aufgetwmmen werde«, während gleichzeitig für Hunderte vdü arischen ländischen Studenten die Neuausnahme ermöglicht werde... - /•. i, i.*• Der Rektor' wie "der Kauzleidirrktor verwiesen darauf, daß. die akadenrischen Behörden aus dem Stand- ^lUukt der vollen Autonomie der Universitäten' stünden,./ der auch iu der Anttvortpiote der Universität auf die ' bezügliche Anfrage des StaatsamiLs zum Ausdruck komme. Die akademischen Behörden hinwiederum müssen, inn die Ruhe auf den UniversitätKr zü wahren, die Wünsche der Mehrheit der UttiVersitäLshörcr berücksich-, Ligen. Diese gingen ttnn.bahin, die jüdischen ausländi-/ fchen Hörer, und gerade jene der letzten Semester, vom Universitätsbetriebe auszuschlioßen, weil die deutschen Akademiker durch -die Berufskonkurrenz der. jüdischen Akademiker ' rm Fasle' ihrer Riederlassung gefährde^ werden. D^se..Gefahr.wachse, von Jahr zu Jahr; es,- sei ja auch .i/der zionistischen Presse.zu leftn, daß eingroßer Zustrour von Ostjuhen. an die österreichischeic Universitäten zn erwarten sei (!). Wenn-es sich auch irn vorliegenden Falle.nur um ungefähr zehn Studenten, ljattdle, könnte jedoch im Laufe der nächsten Jahre eine größere Anzahl ungarischer jüdischer Siudeuten sich um die Jnskribieruug bewerben. Unter djesen Umständen. seines geboten, rechtzeitig der Möglichkeit zu begegnen (!). Was dagegen die Arlsnahme*nichtjüdischer ausländischer Studenten anlange, die akademisch/, Berufe in ihren Hemwtländevn ausübeaff sei! esfür dieösterreichischen Universitäten nützlich, die. Ausnahme zuzulassen, weil'hiedurch.-Beziehungen mit dem Auslände' angebahnt werden^ 7 >! ' Im übrigen würde dme Revision der- Entscheidung unter tunlichster Berücksichtigung der'-Wünscbe 'des Ji'wsi schxn Mationalverbandes, zugesichert. -. ' . ... - : ...» - ■ . ■' ■-■/. " ' l-xK . ' Man sieht, Graz liegt nicht nur geographisch-nähe, an/Budapest. Die volle Autonomie, der, Universitäten ist .natürlich ein Mchtsgut/ das unter -allen: Umständen gewahrt werden undvor Mein Eingriff der staatlichen- Behörden geschützt werden muß. Wovirr der Wert dieser Autonomie besteht, ist klar:-Es gilt nicht, das alt^'aka-- ' dennfche Recht'der Universitäten zu schützen uüh unparteiisch. gegen jede Störung, sie komme von'welcher Seite inrmer, zu behaupten, das akademische. Vorrecht - der- Hoch sch ulerr besteht darin, die ungesetzlichen Wünsche der Mehrheit, zu berücksichtigen, um die Ruhe aus-? reL)tzuerhalten, die sie anders nicht gewährleisten ckann/ solange sie sich hinter Hrex Airbonomie 'verschanzt. Wir meinen, jedoch) daß/es. nicht gUt .angehen kann, ^rneu reinen Terror Autonomie zu riennen,-und-daß Gesetz-' Aichkeit -höher steht als fragwürdige akademisches Vorrechte. Das Verhalten des Grazer Rektorats ist einfach unerhört; es ist noch schlimmer als das Itkrr Wiener Hochschulbehörden, die gegen, die anLisevntischrn Radaumacher kein Wort des. Tadels finden! ' ' % : — K Eine österreichische Verkehrskommisstv« in) Prag. ' / -... K Prag, & Mai. (Korr.-Bur.) Heute nächts trifft eine österreichische Derkehrskommission unter Führung des SeLtionschefs E n d ere s aus Berlin hier ein, um morgen mit den Vertretern des hiesigen Eisenbahnministeriums über verschiedene Verkehrsftagen zu verhandeln. , ■ Telegramme. , Der internationale Wirtschastskongreß. />/ Frankfurt am Main» 3. Mai. (Tcl.-Komp.). UÜüe zahlreicher Beteiligung ans dcyr Reiche wurde gestern srüh der i n t er n a t i o n.a l.e W t r t s ch a f t §1 o it'ß c eß nösfnet.' Im Mittelpunkte der Verhandlungen' stand ei» Vortrag dös Staatssekretärs des Amßmr a. D. Dr. August M It t £ e r über die . internationale Regelung der Rohst o f f v e rso rg ü n g.,. Der Vertreter dev u i e d e r! ä n d i sch e u H ä U d e l Z k a m nt e't Dr. van Sahor sprach über die Aufgaben der neutralen Mächte bei der Anknüpfung des H a N d t l s decke tz r e s. Dr. K n i g g (St. Galle») sprach über die die wirtschaftliche Lage der Schweiz. Es wurde schließlich die Schaffnng eines i n t e-r nationalen W i r ts ch as t §/ b u r e,-a u s beschlossen. Abkommen zwischen Japan unb Rußland. - Paris, Z. Mai. (Funkspruch.) Nach Meldungen au-5 Tvkio.' hat die j a p a n i s ch e R e g i e r n n g mit der S o w j e I r e g i er» n g ,enr U e b e r e i n k o m m t n abgeschlossen. wobei die R u s f e n a l l e v o n I a p a n X) c x> l a-n g t e n F o r d c x \t \i $ c n a ti g t n o m wen haben. Keine Einladung an Rußland zur Inter» nationalen Finanzkonferenz. Haag» 2. Mai. (Kyrr.-Bur.) „SSI t e u to c Cou ran l" meldet aus London: H a r m s w o r t h erllärte im llnterhanse in Erwiderung auf eine Anftage, die 'S o wj e tr e g i e r u ng sei zu^ der vom Völkerbundrat rinberuscaerr i n t e r n a-t i v- » a len F i n a u z k o n f e r e rr z nicht e i » g c l a d t n; würden.' Die Nichtmitglieder des Mölkerl'Mdes würden um eine mlsführliche Darlegung ihrer sinanzietten Lage ersucht werden.' / Rücktritt des französischen Kriegsministers. Paris» S.'Mai. (Tel.-Komp.) Der französische Kriegs«' minister Andrä L e f ö H r e ist zuriickgetvetzn. Sein Amt wird . vorläufig von Millerand versehen.