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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-01 · Heft 458 (1.5.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 458 (1.5.1920)
Date
1920-05-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ar. 4Ä— . -Wie«, Samstag Wientn MorgenzLLLung- /I. War mo tztteratur uWiffenschast. Der Wilnaer Gaon. . . In Wilna wurde in den Peßachtagen der zwei-- WderM Geburtstag des R a bL i E lia,'Äl l n a. M-/unter dem- Namen- „Gaon von Wilna"- in ^der ZKttzett jüdischen WM/ bekannt ist, feierlich begangen. Ä/ ist >är^cheine' Aktion im Zuge, umden - zweihnn- - Misten' Geburtstag des W-ou durch Gründung , van Heziellen- BilbungsansöLlten, - jvetche L-feinen-. Namen - Milchen-und seinen Geist--atmen sollen,'-zu vereivigen. ''- Rabbi Elia, welcher am ersten Peßachtatze- >des Maries 5480 (1720) das Licht der Welt erblickte, und 19. T'schri 555?- (-1797) zu Wilna derstarb,-.ist -ine der inarkrntHsterv.Persö'nl-ichkeiten'- nir^t nur-des iitquischeN.Judentrrms. wo. ffeilt Itame. allüberall '.mit KM«W - Aussehen-; dabei muß bemerkt' werdest, daß.'.er rx^er.rLiner ' kurzen Kschihah-Htzhrzeit 'stets, nur^quio- /sMktis'ch. seij: Mrscheß Wissen tzrtvhrb, Dadurch erwarb. FreihAt von der Jeschibah-Tradition und kannte O^I-WbulWsHen -Kammentargeist, der damals perherrschend war, durch seine unabhängige, - reinHaus i Autorität, in neue, bessereÄ-.ihnen '^Hen^lEx'./svUL es. .durch,'.daß'-.die Lehrmethode ^ßes' . Milpul" abgeschafft wurde und wies darauf 'hin, "daß nicht die Auslegungsfertigleir, sondern das/Stü§iünl der Bibcck selb sk,:^as'.''Lnm als-' von'-den b'l's".listis^en' UWegern atg bernachl^ßigt' wari 'd'id' Grü 'ölaotDeZ Mssens Hilde. ' •■.‘'•"i'-v:"" - "D >Äl.Mit'einer^ für 'seine- Zeit ckühüett' -Eindim'glrchM 7w.- t•M-t11■ ■ S.Vv Mtwendt g keit.»v:e l t l i ch L 'N Wissens', vor allNN isti den Disziplinen der Mathematik, Astdonvini!:, "GeoAäphie UM: Medizin^.für die bessere FündicrNng des 'jüdsschtrA^itisnellpn).Schrifttums.-. So kamt er m"genii.ssdtn Vr?tüe'-a:ls..-Byriäufcr der Has kalah betrachtet'wer.-, den; einige später sehr bekannte Maskil-inr. wie Baruch P z k l-o w:6.-r,/ M-u-del Lz w rn (Satanöwer), Menasche I lier, zählen übrigens zu bm Schülern des Gaon bW--.- // - .- Sch-r- PMnli t ist die. hch'tige- Gegnerschaft'des Ga.au>... dep. LGft.. .arrsschti-ßlich. - seiriem' Studium' lebte. ^Wj-i^kein-L-xi-Uzig'2 feinere -7i>'"Bücher'--'ümfstsferrhen S.Miftzen.--.hÄAnsgab *gdgen - bie d«Mals--immer' ftörker n,m. sich gremMö-Bcwegung. deSc--C h-cksi-i4).i-s ru.-u-s'.'' SM-st.- $3t MHezeichnt-Lv. Kenper si der k-abbalistisch'en- Schriften^cher.W sogar -auch mit-der praktischen Kabbala befaßtes war der Gaon.einer der heftigsten An- KHev gegen/diei An.Zwüchse - der.- -Kabb-alaö Gr 'warauch WHerfastzn;.dMberühmten S-e n/d schr eckbems.gegen 8iK...E.H«a-s s i d iD.,- w.-lches-. die.Genre'ndön Mufforderte, alle, die der chafs-ioischen Lehre Qnhingen,- iu Bann zu..legem., - -. 4 Der Chesisidismus hat diese Gegnerschaft des Rabbi Elia, die übrigens von leiten der Chajsiyrly iiti± WÜteMnr ' Hätz ver-gölten'iMröe."' überdauert^Wlich find fsiMMchwächen, die der, Gaon ßüh, .stark ersipprüeMckMt und er--ist heute ein Schätzen WiierftLM. Wilnaer-. Goons Werk, ein ans tvirklichem, bis -in hie./.H.u2schn. - .schürsHndeln Löifssn beruhendes - traditionelles Judentum zu formen, hat nachhaltige Wir- -lüyg. gehabt, auf -die Entwicklung.,,des JudentümZ / inr OH'n '.chid.' heute!,., -weihünhert Jahre nach /sernet-' Ge-- huH ckebt sein,. Wist fin „litauischen Jerusalem"' Wd jk oc^ ggnM,LüdSuhtzit des Ostens. Er wnrleilchMr MaKnteHn,Wischen Erscheümngen/ ein 'HüterWjck) WalsM deZ,H^f,'tz2s. das de.r jüdischer Seele stÄU'^ie RiMijiig,,.gegeben hat..' ." ... '''.HWktzir'' tz'rrfs' für -Le Iübien HfterrropstH. ä.e.üst r ah.^N.o t. .der. Inden.OüeurovgS --..'geKeuckt^Mdr»: mt:.. UtvnetzUl.. Manrntudumg, .dis..---m« Lcn- ^rn s'"d».sM W.tgen. att; Meisien tzrlMcu-haben,?.u. lö^en. habLt ... - " S.'de'i ft e r führte an, daß. die' jirdüchÄi BibliöchWs r Poltzt' imtz^itaue». leer -stehen, daß die älteä' DÄchtö und'Mud-' ickrlste-n - z e rr t s s e n wurden'und urncS Büchermatcrial vollständig fehlt. Et. appellnrte an das Necstündmä -devKeüamWien" kürdie MchWcit geistiger Hilfe, welche ebenso notwendig sei wir Lie 'trAM-e.' --- -- - ■ - das den Aumaa bat, die or,iantsarvlischcn Wiin.e.für d:.c geisuge Hilfe-äuszualbttttellürttd sid kec -mkche 'lu- Kliist wieder ^«sämmmtrrttvvrjrstesm. - . - , . -'GUilbeaux ö'JofLf.iikolvaster... Ein Rmnän.- tö'w,- i Rudolf Kaemmeser Birlag, Dresden. - ,iAtS' besonders" ä'ttzichcnd'wicd an^vriesen,.'da>i'der Viuti'»1' unankastbcire MemchlrÄkeit dc§ IchZ pxgen dcn Betrieb, die Gekchäfrskunst-, die' Dummheit, die Kirche^ die Klossenichmkerei. Bis er. leinen K'NdhaLsN'äumen treu, die Möglicbfkit b,it -7lich e:n RnMel'Ptel zü kaufm und/ damit, drn cb 'die Welt?.u .neben (*fft m-iiiS «• frv St» (P-rh<>irH-rt.'ll .interesiaa!"'- I>y <1:1 doch er hat die Dann erst .wiid er Ir d.re Dcheinweit sie gegen sein Glück einfletauscht. Dies wird mit einer echlett?e>deuschait welch Seele brr Ncvalttt'on (die nsuh für Franüelch erst kommen ruusö bildet. Nirgends SentimeMalilät. um . c.-n Schicksal ru sonnen, sondern, übereilt Liebe. - rim e-3 xu meiste, r>. . 'Nüflcnds Wlich-wcrlogencherstchmde. Romarn Kolland-Edeivroössorenkttin, sondern unbeknnnrrest wahres Wsten. um d:e Freude d/r Meu-Mrchstit, die. in' der'Seele des ^d'vcduumS anstingü Für all dns gr« ballier, knappster Ausdruck: Der, Schüij; srerlrch cni werng gewchk. Das deutsche Gewand, das .der Roman:erbaltcu bat. ist le'der' nicht das beste. Vielleicht"nimmt .sich ein .Dtchier der.Ueber«. traguug an'? -! s. s. „Dev Kleine Sromau" /Preis bes He'trZ 80 P'g» Verlag H. S. Hermann & Co. in Berlin) bönot - in senier .t3.-Nummer; Ämerlkanstsche -Ro ve-llcrn von Artur H o.lr rschc r. MiL rmcirwöstnlichcr plastücher Krall stellt Holuscher vier eicken Streikdrcche'. <rt.uc. toülubne Wette, ein Erlebnis bei -Indianer« in die Schilderung svannender Vorgänge./. Die Erräblungen sind ebenso durch.-itzr-Milieu-w'.e dw ch ihre Handlrm Nackend. — Tie .Vildee'-Pün -Klaus...Richter sind srh> lebendig.;. ..'.. . .. ' ■' KMawccmwUHiMWi, H it titoman ■tCtt'C-tl FftLob.Fing ermann WWWWMWW Nowün f Pvertz geb7.M;.r2 Zn beziehe» Ws BttchhauÄlMgen r R.' Lswit VerlKg, Wien,!. WeischmaE 1 I "iwiuorir» -»«.'«VS» nBStSfflSBBI tBBgJBna«afl8giaaggBi^^ Ein ■ Nachspiel •; zum .Exodus; der ■- ■ ChristlichsoZ'rK"err aus dem W 'weinderaLe. Stcrdtrat Brerttter verurteilt. , In Foi'fftE‘ci3;cf Verhandlung beschäftigte sich ßcfteni Landes" genchsrat Dr. Deck e r (Beurksgeticht Iosefstadt), Mit der Ehrenbeleid-g,m<rskläge. welche dir chrcstlcch'ozialen Grmcinderatr i^ovald K u n s ch ak.- Rccharv 'Z ch m r tz. und dm Stadtryte Dr. Büt -r K.i e n b ö ck und Karl V u u g o r n gegen, den Stadwat H'mrich- D r e 113t e r angestrengt hat'en. Wie in der von Dr. K i e u d ö ck vettrelenen-Klage ausgeWrt-wurde, war es m der Smdtratssitzung, in welcher.dieEhristlichmMlerl nach dem wegen der Be eckigung der Ärdnterraic bei der WohnuagSauinabme e.folgten Exodus mm erftcnD'abwiedec erschienen waren, nu Verlaus emes WortwechselZ.-' zwiich m V;edürgerMeister Emmerling und Dr. Eenbock e tter erregten Szene getönnUeu.' in der Sradtrat Breitnet den CMrstlich'Qzmleu zugensiem bäben soll: ,S r e h a b e ü I h-r Ehre n.w o r t g e b r v chen. Sie s in d., u u a nstä n d i g. Sie sind nicht, v c r-!> and! u n g -s f a b i g e M c n s ch e it." Auf die Autiorverung-mehrerer christirchsozialer .Stadjräie, m. sagen, wer das Ehrenwort gebrochen habe, toll Stadrat Breimrr erklärt haben : „Dieienrgen, die e-? untcrschrieben.haSru." Dir vier Mitflbrder der christbchfonalen Porter'", welche das Protolol! ..bezüglich der Beilegung des Konflikts unterfertigt. hatten,' .klagten nun Stadrat' Bi-ertirer^ -wegen Ehrenbeteioigüng. Der von Stadirat De. Scheu vertechigte Beschuldigte erilarte, daß sowohl, die Tatsache, daß die Verlvmdlnngeü zwischen den beizen Paneien wegen Beilegung des Konfl-kts-eingelcrtet wurden, .wie Mrt'eilnngeu über d-e Bc>Handlungen selbst.- die. streng verc trnirlt-ch waren, streng geke m ble-beu wüten und daß der Bor- . siymde dieier Koriterrrr?, Prastd''Ut S e i tz,' dies verlangte und' - dr.§ Ehreuwori gegckerr wurde Ttobdem feien im „Westblait" am -.25. November d-.e Punktionen des Ncbere'mkommenS,. von denen -zwei Pimäke LidcrhaüpL nicht HZttsn verößrntlicht . rverden sollsni ' ^erSfrevtlicht worden.. In der Stadtralssitzrurg'habe wegen dieser Vcroßentlichuug eine MW'rnmuug geherrscht und er, Brertner, habe erklärt, dah hier ein Ehrenwortbench. be.ncbungwseise ezn, ' Bnrch der Abmachung vor!rege.. Er habestnu diesem Bor^urie , uickn mn - die. vier Kläger bmwr--:rn. .wvllfv.-' 'iüüdern -aul-dis chrmlichsochale Bai lcr in ihrer Gefäurthirt.D-c Anestnnnikk,-...das ' ist rrnanstäudig^ habe er überhaupt urch: gebrauch: und aus. die Zulure. zu erklären, wer dsS Elwemvorr gebrochen habe, .'nnrwurden zunächst ruehrer-e TitbeftaudeS.: vernommen. erwidert „Die daö uurcrrchüeben baden'' In, der grsirigrn Verhandlung Zeugen zur Feststellung des cbjcltivcn Es., wurde sodann , dev Prüftd'ent dev Nepublik Krrrl Seit; als Zeuge vernomnreu. - Rach b « r N b l i rÜ e n 2L ä h r h e r t § e r i im e r u n gbemerkte ker Richter: .Ich bitte, Herr Zeuge. Sie .sind i'.ber die- Emrgmrgövirrsvche,'dw .nvifchm ° -drn. EhriA'iöpckzial n und ' den Sovaidemotrarctt' g-pflogen -wurden, ,ijS -Zeug-:., g'-i-ilut mrddariiser. o!> i-ei d.-c-cn Besvlechungen d'-e Ver:rar'lrckk:n wwöhi der' Besptechüugrn ütbst w'e über den. "-msächl,ch>nr.Inhaltfetbn vereinbart wnvchSWas ist Ihireir 'in 'dicher Rttl.tnng erinnerlich? Z-c'-u g-e:. Es. ist mir nu Noveluber.-guneldet n»mbcit, das; m bcii Genreiuder at sparte tcit über v.e Wo!; nnugenrasi na huren Grüßte Auswahl! Billigste Preise! 640 Leopold Steinlmt, Wien, I.. Biberstraße 9. 47».«0 ---- ROTREPMTüR-AttSTET Panama, Girardihüta and allerland Huiyeparatnren wtrdon nach neoast« Mode prompt nnfl billigt modemielor* 2LVm.,wattri^erCföetel Sl und VII., SEaxialiilferstrfces» 8S diese..Frage zur parlarurriiarischey Verhandlung gelangen zu lassen.-'Ich habe den Wunsch geäußert, diele Frage zunächst der Koaliüvnskommission des Parlaments zur Erörterung, zu stelle», Dr. Weiskirchner war damit, ernverstanden. Es wurde eine Komrmssipnssitzunr.rmbxrufen, zu der auch Angehörige der. llridru '-MMgenbeitm in der Koalitwuskymmissivn v-rrtrauLÄ bchauhel^ wexden. Da auch Fremde zu dieser Sltzmrg gsladeu waren,..haP:. rch' hte Frapr' der.Vertraulichkeit zur DiSkniston gestellt Md da MMnd das Wort ergM bemerkt: .„Ich «ehme an,> pbbäH.-bsich d i e H crt\n -mit Ehreirwort tz etz« '• -shMchten-micht nur zurstrengen GeberwHaltung 'Mer die Anstckegenheit, sondern .huchüber die Tatsache der-.Brr-- i MMüüg selbst. „©rt'Stft angenommen", erklärte ich, da nach eurer M-eü Pause, kein Widerspruch erfolgte. Ich erklärte daraus : ^Jch ck)ati'' Z e u g e: ES war eine, lange'Sryuug. Die ..warerx oft f e b f f ch r o f f, doch sind dann die Parteien «naudir .Pährtgekonrmcn. und schließlich .wm'ot der Beschluß gefaßt nud H erilärte es für zweckmäßig-,-daß nunmehr, über dir Emzelherün d?r. jveiterrn Verhandlungen ein engeres Komitee elnzubrmsM f«. .p ^-iDie nächste Zeugin,, die Stadtratt» Amalie S eid l, gab. pan, Ms btt der fragstchen Sitzung unter den Parteien "wegen der BÄMcntlichung nn „Welt-Blatt" große Erregung geheuscht habe und daß auch die ChrWchsozmlen deshalb sehr üntzeballeu waren. Dr. Kl e u b ö ck bemerkte, daß die Christlichsozialen eine Verpflichtung sür die Haltung der chrMchsoualen Presse nicht übernehmen konnten und auch nicht übernommen hatteu. Der als Zeuge vernommene Chefredakteur des „Welt-Blatts H«ks Kerschbaum, welcher den ertvähnten Artikel dem Blatte gchtacht halte, gab an, daß er mit Rücksicht ausdas R e- - b' b f t i o n S g e h 11 nt u i s nicht sagen könne, vo« wem ec de« betreffenden Artikel erhalten habe.';edoch. sagen, könne, daß ihm Meder einer der Kläger -noch ein christlich- Wziü.ler Gemeind er a r oder Abgeorduetee de»' AMikel gegeben Hab t. t i'-/.-s.M.wurde -sohüi nach, 2 Uhr das Beweistzrrsährerr grschlosscrr.?kach den' Ausstihrnngeu der Parteieudcrtretee fand der Richter^den Beschuldigten Stadtrat Dreitner nn volle« i U m s a n g e d e r P r.r v a t k l a g e schuldig u n d tz e r \x v* i e 11 i c ih« zch 11« iv Geldstrasev o n D 2 st 6. - In der Urteilsbegründung führte der Richter ans, daß die inkrinirnierten Aenßcrrmgen als.erwrckeu. angenommen wurde« und. daß der Angeklagte den zu seiner Exkülpierüng erforderlich«! M a h v h e i t s b eweis nicht erbracht habe. Als llesönderS mildernd mabnr dir Richter bei der Strafbemessung den Umstand an, daß der Angeklagte die Arußerung in einem Z «- st aln d b e r e ck t i g t e c E r r egnng gemacht habe, da er iitit Recht annehmen konnte daß die znr Veröffentlichung nicht bestimmten A'.'machungen im Wege einer Indiskretion^ dennoch .vkrWentlichi wmden. Der BerurtÄte behielt sich zntz Ergreiftmtz tzines Rcchtsnnttels Bedenkzeit offen. ÄnSisemrtrsche Demonstratio» auf der Straße«- bah«. / . Am Io. Oktober v. I.. dem Tage, an dem große auti- ' semitUcke Demonstrationen in Wien stättfande«, kam es auch ans einem StraßenÄahnzug im Prater nächst dem Sportplatz zu tüxti merkwürdigen Demonstration. Kurz vor der Sndnattvn Hauptallee stürzte em Mann ans dem fahrenden Straßenbahnwaggon und . blich. b!müber.strönrt auf der Straße liegen. Unmittelbar darauf siürffcn sich die Ipsaffen des Waggons am den auf der rückwärtigen Matrsorru stehenden Privatanqestellten Josef Go tzl mit. dem Ausrufe: „Hauts den Jstden! Hinaus mit dein Juden! Erchat .den Mann aus dem Wagen gestoßen!- Göhl erklärte, er habe den Mannnicht a u g e r fi 6 r t und tibrrhaupt ..nicht gesehen.. Auf Grund , der Anzeige des Verletzten Albert S'ch.r a m e k wurde srdoch geM ihn dir Anklage wegm Uebrr-> HMng gegen die körperliche Sicherheit erhoben. B« der Ver-- hanblnng vor dem Bezirksgericht Levpoldßadt (Richter 8ande§-> Mchtsrat Dr. S' r a v <) erklärte der Berterdiger, mcnr Mst^daran srsthalten. daß au dem kritischen Tage antisemitische Dfmonstratwnen in Wien stattfande» und daß dre Rufe »Hauts' densIuden!", „Hinaus,mit den Juden!" auf der Straße gehört wurden,, wie dies auch irr den allerletzten Tagt« anläßlich .der anLisemi'ischcn Demanstrationen der Fall war. Die Tramwatzpassüglere haben aus'Z Geratewohl einen jüdisch aussehendeu, Mrjischen beschuldigt, den Anzeiger, aus dem Wagen geworfen r«' aber keiner von ihnen bat sich zur Zeugenschaff bequem!. Dcrsiäls -Z rrge vernommene Schaffner konnte nutz angebcm, daß' dir .Tramwaypaffagitte gegen den Au geklagten die erwähnte BeschtüdWing erhoden mit dem Ausruf „Hanls de» Juden!" gelegte Tat erwiesen sei dos 'bknrgvrski'instlenschrn Frankrctch ünkäwpfen.muß, nur dem tkämpfen. .. Menschtunk und der Knust neu zu bleiben. -Iosef-Solvaftec, dad Kind .des..frMzüsstch*^lgisch''MisÄett .IndustncgrKzgtbitzleS, erlebt' mue Rmnanabnitener. ,Cr lebt mv: den Kannst um die netonnnrn und hat nur untgct'.'iit. fetiee Partei t''ub,ickL»ge. im P.U'lantLut einen An'w,, wc,ve:i Pisnung bcr'RechtSflruirdMgeder Mh'nnnsSv'.rv-ic-dttUn'a .m stclleu. .Es N'?.r? uiehk..uveckmäüw. - Sport. - - Oesterreichs-Ungarn. - Morgan'femmt der 46. Länderwetttarnvj zvischerl Än '.Auöjaahlrnannschüsü'n Ocsterreichs und Ungarns pt ■ AusLragrmg. Wicder ist der Prater..Sportplatz d<s..<Lrchu.piatz des ryichligsten. Ereignisses der Fußball-' näiivti. Das Interesse das Publikums für dieses WetL-».- spiel'ist'so ungeheuer, das; der Fttßchalli-sröa-nd alle' müarimcn Maffnahtnrn Lrsfftn mußte, um Tausende' Vor.«-.Besuch-des W. A. C.-PlatzeZ aüzuhalten, da dieser bestettfallä 25.0CK) Zuschauer fassen kann. Die Sitzplätze UMi^n bereits -am ersten Tage des' Bvrverkaufes vdr-' grissen und auch Stehplätze wurden in so grvßer Zahl berkäust, daß auch für diese kaum eine. TaMs.kasft erösn-at 4rnrdrn dütfta. ' '

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