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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-01 · Heft 458 (1.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 458 (1.5.1920)
Date
1920-05-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6' Wien, SamslaA „ Generalversammlung des Ersten Wiener .t; Consum-Vereines. (^efieVn abends fand' die 59. Generakveiiammlull'g rder- DelegiMen^üs E-r st e n Wie n er So at Lu ljt - B « iii nes statt. Ter vom,.Bo,,lstand, rrstatteie Geschäftsbericht über das nei'sioistne Iahr lonstatiert einen M'tgbedeistand von 80.063, er hat sich im Leaichtt'jahra um 11.371..Mitglieder erlwüt. Der Darenerlösist - von 49 Millionen tut - Börwüre au! ir 1L7.330 000.— gestiegen. Der Vorstand - beantragt die. Ausschüttung einer 1°> Rückvrrgü'rmg auf die Warenbezüge, wofür Iv 1^50-716.84 erforderlich' sind. Eine . besondere Schwieliakeit bietet,'-.wir:e3 tm Geschäftsberichte öcifit, bei den derzeitigen Bcr-' yaltN'Aw die Kap ist n 1S b c s m,a f f un g- -Bei den rund 30 Millionen,' welche allmonatlich für die Earcneinkäuse'benötigt werden,, ist das eigene Kapital des Vereines'.gänzlich unzureichend: und die" d'.esjährige Bilanz weckt 29 Millionen Bankkredit Nits. Der Antrag am Aeuderung der Statuten zum Zwecke der Einführung von Spareinlagen und der Aufnahme der Be-, stimmungen für die, MiLMderorgauisation in die Statuten würde'angenommen.'. ' ' ' . W. I.W. ... Arcstastden 7..d.M. von. ^S.bis istUiir vormittags EmkaufstgL bei.der.neuen Hrgannatlo», .der unsere Mitglieder bei" aeiretin'.fE. M' d'i'e Legttimationskmten Nr. 48^501bis M7O0.. Freitag den.'17 Maivon 1 bis V,5 .Uör Nachmittags' di« LegitlrnäUö.rOMch:.M" 48.701" bis 48-996. 'Di?Heg'iil»ationÄatttrr und nritzMingen und werden, im Brrküufslokgl'' der . netten'. Orgünisation' Segen dir.. Einkaufs büch er umgetaittcht.. ^Dienstag den .4,' und.Mittwoch' den 5. d. M. von 9 bis.11 .Ubr vormittags und von 3 bis.5 Uhr. nachmittags Fortsetzung des,Verkaufs der NUenkM...rn/.unfetM,..GeschäfÄo.kgl.'..^ M«rgari.neabgabe. Vom % bis 9. d. M. werden bei den. städtischen Margarmrabgabeste.Üen.vro Person 12 Dekagramm Margarine zum Preise -von K 12.72 . gegen > Abtrennung des „E'-Aschnittes 190 und..der beiden.Abschnitte'Nr. 190 für nichtravoniertrs Fett der.Fettlaite ausgegeben. st KMo.Maü'gKbe. Vdn Samstag .den 7...d. M. bis Dstnstag den. 4. d... M.s werdest im. XXI.' Bezirke ausländische Kartofirlnzum. Preise von .X ö.60. das Kilogramm. und 'Zwar Isst Kilogramm für'den Kops gegen Abtrennung der Abschmtie -V, E uud ,F der'-Kartoffelkäiste abgegeben. Außerdem tverdm an -den gleichen Tagen.un I..und ll. Bezirke,.und'Zwar, 1 .Kilogramm für den.-Kopf zum. Preise-von» X ö.66 .gegens Abtiennüng -der Büchstabeu D und--'L der Kattoft>lkarte^abgegeben. ' ' - - Zawiverba. Dom 2. bis 8. Mai Plattensee Palughap- Wcin. pro'Flaschet 46.80> Schuhahpabestelle Schlesing^rplatz die' k'undgemachtett-. .Artikel... .Textilwaten-At'gc'besielle. Albcr'plaS 7. Neu:: Frauenichoße. uud ein kleiner Posten Cbchon. Blennh'olz- ' ausgabe: H. .Turnus, Beginn 3. d.. M. Näheres - durch die Sachwalter und Vertrauensmänner. -Kok§- und^Kvhlengusgstbe wir.d.fortgesetzt... Erlagscheine und Baremzahlungcn VI!., Bckgga:se<1^..< .. - - . / -- •••■•- - - -' - . . r ' Bühue UKÄ Kunst.' ' stst 'T- Brrrtztyealer. - ': Mackf .-den . Einaktern- „Das Baud^ und. „Borin ' berEÄ>srch das.historische Drama ck-K ö.n i g i n Chrrst i Heraus. DiDichtung.Stvindbergs. ist —'man mutz's.das .Pf MSzüspr-echen stv'agen höchst verunglück'? st^.cr" feine Historiker .ustd.Schöpfer.' der unvbrglcichl^chen „historischen Minia'üren" fchrib den prächtigen ersten Akt. Man lernt das Schweden der Königin Ch ristdii.kennest.' Nach dem blgß-^nv'ntrone-l"n -weiten ' Auszuz mit sei er Expositi n ZU'cin.em V rschn ö er r ma kommt jener Strindberg zu Wort, der das Lied vchn GefÄlxchterhgß' und der. 'Geschlechteiliebe - sang.- Das historischest Sch.'usp'.el geht Plötzlich -Aöten.. Das. äußere Gc^he'h'en^'. aüf-.öessrn.chram-aiiHr D-avstellüng man in dem ersten'.. -weistAstrn .vorbereitet wurde, erfährt" man nur' snehenbei. aus Erzähluttgen? ßin \ Strirrdbergsches Frauenf-chicksals ' wird. . ssizzierL Christines, das unschuldig<grausame weibli'che. Raüb'tierchen,-. spielt - mit Männern/laß'-. auf dem Vulkan .der empö st^n öffentlichen Meinung - "stHr,'' kostspieliges Hrunkballett. stanzen, macht^er-graute "Ministermit 'süßen Blicken gefügig, bringt ihre Arstiier aufs Schaffot.und flüchtet gelegentlich ivte ein Schulkiitd .in,den'.Schoß der Mutter, läßt sich. vo.u ihr in den Haarens krauen 'und zwitsAert wie ein mn'schn'di-i tö c Dann:.er'.üll sich.i'r Sch'cksäl an einenkst'dser jie-wahrhaft liebt urtb fte felöft aus dem hemWin^X'äse'n'''sTrieb'lehen zu. reiner, demütiger^Liebe erhebt. 'Dieser, vierte Äkt^ist trotz, hellstem Kulisfenzauber» / wonNst>öller.- Musik .undKildhaster^' Sprache recht-dunkel. .(Man muß das nur äuszusvrechsn'wagen.) So vjec ist' klar r'Christine' erduldet.in ihrem, exguisiten Liebesnest "iiifste Erniedrigung. 'Volk - und Hofschranzen; sehenst sie nackend im Schäferspiel mitdem. neuen GünstlÄg,. sehen,- wie - er sie - verstößt, und «hören, wie' er sie eine Dirne nennt. Und dann, nach' poetischem .Zauber, Blumenregen, Harfenklängen, qualmenden Weihrauchpsannen, folgt eine Szene scharf geschliffener, sachlicher Auseinandersetzungen dev. entthronten Christine mit dem neuen König - , und-. dem alten Kanzler. Uns düntst, der Dichter wollte in diesem merkwürdigen, Schluß das genialische Jnstinktwc-ib Christine' erst recht, auf königlicher Höhe zeigen.. Sie bändigt förmlich nach der furchtbarsten Stuyde ihre Richter und schreitet, im Hermehn an-den -sich Neigenden vorüber. ., Dje Spielleitung Paulse.ns hat große.Mühe und Vieh Gefchpiack auf,die Inszenierung, verwendet. Ob die Regie , aqch verständnisinnig zuwerke ging, muß bezweifelt.werden.. Nach'der Ouvertüre, bei ver-- bunkeliLm Saat und vorbereitendem Orgelgebra.use geht -der. . Vor-hang . auf, man . genießt zunächst den wunderschönen Anblick des Grabchors Gustav Adolfs und das Publikum ist, wenn die Königin die .Kapelle betritt,.ans ein Drama, etwa h la Maria. Stuart, vori?st:'-'st'st. 'Br man sab. kam nt!'s -aber anders und zmn /Wiener MorgeuzeUring 'Schluß müßte sich der Hörer fragen, welchen Zweck der st'imntungs- und ver'heißün,gsv'olle Auftakt hatte. — Für' die Nolle. der' Königin Christine mußte Frau s A l b a ch - N e t t y -herhalten. Trotz schärfsterAkzentuierung gerät -doch' alles -so' rtrtrdlich und 'mollig, stvie es ihre äußere, Erscheinung ist und wenn siefnicht das neckische „Klein Christl" sein darf,.das schmollend das Mündchen verzieht, ist sie bestenfalls - „Sohn . der " Wildnis". Die Strind.hergschL Chtsistine - aber'.ist -sie niemals. Alle sonstigen Rollen — fast .keine einzige in diesem Stück hat das ausgesprochene SLrindbergsche Profil — sind trefflich besetzt und gut studiert. Wir nennen besonders die Herren D-evrient, Schott, D anegg er (der Aeltere) und vor allem Herrn Pautsen,.der als Karl Gustav eigene Auffassung zeigte und eine ergötzliche Figur schuf..'Dre Aufnahme - ivar .kühü-Das Publikum wußte mit dem Schlußakt nichts auznsangen. Wir auch nicht.- '' O. A. Volksoper/ Die italienische Gtagiöne^ Erster Abend: .Aida". - Mit einer' vo\t 'Arturs Sigismpndv energisch ße- -leiteten'sund ütit südlichem SLreLtaschmtß beflügelten .Aufführung der- Verdischen Meisteroper wurde gestern 'das.Gastspiel des italienischen Ensembles eröffnet. Der.;€tffce Abend verlief verheißungsvoll. Man hat es offen-/ bar mit einer--wohlgetvosfenen Auswahl von stimm-, kräftigen Sängern und Sängerinnen zu tun, die dem Rühm italienischer Gesangskultur kernen Abbruch tun. Dre Amneris betj gestrige it. Aufsührüng,. Ginseppina Z ine tt i, ist ein Mezzosopran voll strahlendern metallifchen Glanz, der-siegreiche den geballten Ovchesterklang übertönt. Sie erntete vor allen anderen den Erfolg des Abends. Miolete Fleta (Rhadämcs) verfügt über, ausgezeichnete - Qualitäten, wenngleich, bei ihm wie bei Aufnahmsprüfung 1920. Eltern melden ihre Knaben. und Mädchen zur Korbereitung für dieselben in die 1. und 11. Klasse des jüdischen Realgymnasiums sowie in alle anderen Wiener Mittelschulen TÄGLICH (ausser Samstag) von 5—6. Uhr FL, Obere Donaustrasse 91, 2. Stiege (Jugendheimj, bei dem Gefertigten an. Tür die Leitung, der Mittelschulkurse: E; Dn Pk, GOLDBERGER, Verein ^Erez Is r a eWien Sonntap den 2. Mai 1. I. im grossen Garten und in dsn Palen des Restaurant „Zu.m schwarzen .Bären“., II. Prater Hauptallee Nr, 10 (hinter dfem 2. Kaffeehaus) Grosses Lag Baomer-Gartenfest mitreichhaltipein Programm 17 und anschliessendem Mitwirkende:: Herr Oberkantor Gerson Margulies. Opemsängerin Frl.AnnaSchwarz. jüdischer.Turnverein . Makkabiil“ Gesangsvorträge von Miteliedem der jud. Buhne: H. Deutsch, Weintraub-Graf, Frau Weintraub u. a. Musik von zwei Mussikkapelien unter persönlicher Leitung ». . . des beliebten Kapellmeisters Wolfstal. Für BelusFgungen ist vorgesorgt. Anfang 3 Uhr nachmittags. . Entree: Im Vorverkauf K 10, an der Kassa K 15. 8 Der Reingewinn ist für den Jüdischen Nationalft 44 fonds und für die Volksbibliothek „Zion“ bestimmt DH. Karten sind za haben : R. Lßwit, t. Rotenfnrmslr. Kartanbarean ,Aida*, II. Taborstr. 7, Zion. Bnreim. U. Zlricnspaese S3, Volksbihliothet; BZioaa, II..: Glockeiieasse 30, V.peia .Krez I«rael“, II. Prater Hanptallee 10 (Rnst&orant ,Zatn Bcliwarzeü Bären*), Nf. Verkaafssfelle, II. Schinelzgaase 7 and bsi den VerelnBtoilgtjejera. g^4 Zionistische Sektion „Landstrasse^ An Läg-Baomer, 6. Mai, 5/a8 Uhr abends. Heiterer Abend mit Tana; im Theaiersaal des Cafe City, I. Werdertorgasse 3. Mitwirkende Bühnenmitglieder: Frl. Korten, Frl. Saldern, Herr Glöckner-Glogau, Herr Direktor^ Müller, Herr Frank, ferner Herr Dr. Löhner (Beda), dann Telepathische und Wach* suggestion-S6ance und Lotterie. Karten ä 20 K bei: * Sektion 3,“ Untere Viaduktgasse 13 (3 bis B-nachm.), Zion.Bureau, 1L Zirkusgasse 33, bei I. Silberknopf, III. Hauptstr. 28, I. Belf, II. Leopoldsgasse 39. S7SS (Xll, XIII, XIV, XV) Dienstag de» 4. Mai, V28 Uhr abends,. findet im Festsaale des Technischen Museums (gegenüber dem Schönbrunner Vorpark) ein statt, bei dem sprechen werden: Gemernderat Dr. Leopold Plafchkes und Herr . Dr. Egon Zweig s,s» Karten im Bere'mZheim. VL, Amerlingstratze 19, m der Buchhcmdlimg I.?. Pollttk,7rv.. 140, und an der Abendkasse .. .-1, Mai mö ... /9tt,.45f8: , - ' — . .. . . .. "1 tnänche st' anderen aus diesem EnsemSLe Kraft iivey WMklaW '.Zu. Mhen' schein^ Die Trägerin der Titek» rolle,'.'Mrä R inoVt f i, brillierte durch die kunstvolle,^' ausdrncksreiche Beherrschung ihres tragfahigen Organs;Givrgvodö Lüscoi' und - Giülio Frego s' i vlN jHkrtHixv>.''.dev.'tiLfpren. Stimmregionew erwiesen sichj gleichfalls' sals erste Mnftlerihres Faches. Die Gäste wurden'VM einem zwar.repräsentativett, aber« wenig zahireicheÄ Publikum lebhaft , gefeiert. . Dieuyerschwing- 'lichen EDrittspreife^ schienen das Stammpublikum der VoHppcr abgehalten zu' Won und.. es wird wohl ein ' Errtgegönkommen der. Direktion für .die Zukunft not- , wendig sein, wenn diese interessanten Aufführungen .nicht auch-in Zukunft vorhalb leerem Hause vor sich gehen .sollen. . Dr.. K. M ' : . . r Aus de« Theater«. Heute bleibe» sämtliche Theater geschloffe». - Der O p -i e lp k a tt b t s B u r g t b.e ate r'-S l&btd i .!Si)ünwS/2.: ^-Königin Ehristine". Montag, S.: »Das-Leb« LÜt -'Trimm" DtmStaa. 4.': »Die. Braut vo» .SHafnif* iMWöch/ 5.: „Dus Märchen vsm Wolf". - Domtrtsdrs. 4»r Freitag. 7.; ^Pygmalion". '' -' -' . •'''% .Das Sckö «'b ran tt-.e.t ...© ch l o ßty ea tbr wird <rtn 6. d. M. - mit Shakespeares »V i. e l S.ottn-tt« :« i-ch t s* eröffnek. Beglcitmufckvon Errck W o lsgutng 'K o r-n g o l d. Anfang 6 Uhr. Die v ff r n t Ich t General p r o b e stnbet Mittwoch den 5. d. M. statt. . '( Fm O p e r n-1 ste a t e r - gelangt Montag »D i'ö B o h s-m c" zur Aufführung. - - -i Im Akademietbeater . (KsuzerihauLaebaube) bringen. die, Mitglieder des Deutschen Volkstheaters Sonntag den 2. d. M. Max Halbes Liebesdram.i ..Jugend^ 'aUt AufWrüvs. Die Vorstellung beginnt um 7 Uhr. Konzert des „Aubeuch". . Unter der Spitzmarke „Programme" schreibt Dr. R. H. Hof» mann ich letzten Heile der „Musikblätter des Anbruch": Immer basselbe. Zum tausendsten Male wird „morgen^ die Sonne Richard Estäuß' wieder scheinen, seine tmre Srrle ^Dank" Habens seine „Cäeibe" noch immer nicht wißen, was leben heißt,, und dar „Ständchen" ein anständiges Mädchen bewegen, leise aufzumachen. Nicht aydeis Marx: und gestern hat er mir schon wieder Rose» gebracht, worauf-ihn neuerdings »die Liebe berührt hat"! ' \ ■ Wie' wahr! ruft das Publikum auiatmcud auS' und beeilt, sich. Karten für das nächste „A n b r u ch-Konzert* zu besorgen. Was wird ihm wohl da an nie gehörtem Ohrenschmaus geboten? - R. S t r a a st: Cäcilie.. ■ I. M a r x: Und gestern hat er mir Rosen gebracht. .' Hat dich die Liebe berührt. - , DaS Publikum ist geduldig, wie man weiß. Es hätte sich —und selbst in einem,Anbiuch-Konzert" — seinen Strauß Und Marx.. zum tausendunderstcn Male ruhig angehort, wenn sich die Wiedergabe .auf-anständigem .Niveau gehalten hätte. Aber uürühig wurde ^e-?, -.als eine Sängerin; von ganz unzulänglichen Fähigketten auf dem Podium erschien, um sotaue Neuheiten vvrznführim. Diese Diskreditierung hatte sich der „Anbruch" erspare» können. Man versöhnte sich - erst bet der folgenden, von Helnüi 8 a m p l ° E i b e n s ch i tz ganz meisterlich gespieltes „Burleske" von Strauß mit den Veranstaltern und ging' leicht« über die Schlußnumnur hinweg, die Anw» Dvorak als Dichter eines etwas theatralischen „Heldenliedes" zeigt. Diese Makart'Farben, die nur gelegentlich ein volkstümliches, frisches Pleinarr Mttcrbricht, sind heute schon ein wenig verblaßt und. selbst - Leo R o s e n e ck s tüchtige ' Orchesterführung, die im Tcchnl scheu allerdings noch zn dilettieren scheint, konnte kein«- tiefgehende Wnkrmg üben. Dr. L. ök. Zur Frage der jüdische« bildenden Ku»st. Man schreibt Ms aus Z ü r i ch : Sie vervst'entlichttn Ä Ihrer Sonntagsnummer . vom II. April rmter dem Stichwort „Zpr Frage der jüdischen bildenden Ku«fi"'-ei« Zuschrrft. die zur Drianstaltuvg von Ausstellungen jüdischer Kunstchxrfe auffordert. - ' i 'Die Vereinigung jüdischer Forscher, Schriftstcher Md? Künstler „H a r u r ch" i»' Z ü r i ch, die dieselbe« Ziele wie die gleichnamige Bereinigung m Wien verfolgt, gestattet sich. Ihnen mitzuteilep, daß sie am 1. Mai «ine private 'Verkaussansstelltrng drr' hier lebcnden jüdischen Künstler für das' jüdische Publikum eröffnet. Es werden sich voraussichtlich daran beteilige«: Henrh Bin g, Pilrhaun Professor Henryk G l y e in stein, Siegmrmd M o h'r,' Radierer. Gregoire Rq b i» o v i t sch, M. Rh ein g old» Ärtnr S ^l h e r st e i«, Maicell S l o d k i, I. S p o l i a » S k h, Dildhäper M. S ch w a r z k o P f, Abraham Swh.l, Äb ramv«: w i t s-ch^Emanuele G l h-c e u st e i n. . - . ' .Hps..h te r möglich'ist, wo die Zahl der Jnferesievteü für . - jüdische Mnst. recht beschrantt ist, sollte doch in Mm-v-r e i e i ch t c-t ausmsühren sein. Natürlich ist die Frage einer zweck» - mäßigen Fordnung der jüdischen Knust nur ein Teil M'' beruflichen und wntschastli.chen Problems der geistig schaffenden Kr äfte rm Judentum, - das niä)t lokal, sbndern nur durch emr. organisatorische Verbindung-- der Beteiligten in allen Zentren' jüdische« hrsiens zu lösen versucht weiden muß,/ . f . Vorschläge hiefür sind der Wiener Bereinigung „Hakuach" von hier aus zugegangrn.' Vielleicht könne« wir schon m' den nächsten Wochen mit konkret««, realisierbaren Plänen . an drq (. Oeffentlichkeit treten. , ,, Jüdische TheaterauffLhrttngen im Komödienhause» Wie wir erfahren, werde« in der kommenden Saison in W ie» e o v Kornödrenhaufe zweimal wöchentlich, an den Montagabenden und Samstagnachinittagen.T h r a t e raus füh r v y- ,g r n in jüdische^ Sprach^.siattfiudcn. Die Leitung dieser ständigen Aufführung hat der ObrrkpieUeiter des Komödie«-' Hauses Herr C'gou B r e ch e r. Egon Breche« hat ein durch- ' aus eMassiges Ensemble jüdischer Schauspieler zusamuteugestellt, dem Mer'ündet«» Frau Elise' W e i,«.er ä « b-Und dieHerrür Äon tz r a f und Jkaak D e n t s ch ongehören. Die genanntett -drei' KWkr sind aiw dem BtthMk d^-tziidffchrn' '' ' - - - " '

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