Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 458 (1.5.1920)
- Date
- 1920-05-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 458 Wien, Samstag Wiiöuer -Mo rgerrMLuntz 1. Mai 1920 Seite 3 ■ C n o block» un:erBc!asfung in Feiner Funktion als Vertreter der Republik Oesterreich in Budapest in der Eigenschafteines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers in de» Äuswürügen Dienst übernommen werde. Erhaltung -es Arbeiterstandes in gewerblichen Betrieb e». Das Staatsgesetzblatt publiziert aus Grund des Gesetzes ri-m 24^ Juli 1017 eine Voll ugsanweisung des Staatsamtes >ür soziale Verwaltung vom 17. April 192 » über die Echastnng des ÄrbeiterstandeS m gewerblichen Betrieben. Das Ge ev wild m seiner Wirksamkeit b r s einschließlich 3 v. I u n r l 9 2 0 verlänprrt. Der. Gewerbcinhaber bleibt bis zu.' d'efem Termin vetvilichtet, sür jeden Arbeiter od^r Angestellten, dessen Dienstd'erhältnrs seit dem 26. April 1919 gelöst wurde, einen nericn Arbeiter vdcr AngeUeÜkm rn den Detneb e nznstellm. Das Gesetz tritt mit dem 30. April 1920 in Wirksamkeit.;, Ein Vertreter der Kommission für den Friedensvertrag in Wien. Paris, 29. April. - (Korr.-Bur.) Dar BerichtexstaLter der Kvmmlisran für den Friedensvertrag von Saint-Germain, ^Lptztiertex Marga.rne wird, .demnächst zu. einem. kurzen Aufenthalt, nach Wien kommen, um sich hier über Ke Lage Oesterreichs direkt zu informieren. Dje Reise ist von großer Bedeutung. da der FricbenZvertrag, nach dem Wiederzufammrn-. tritt, der Deputiertenkammer am 25. Mai ay erster Gegen-' f?art& auf die Tagesordnung konrmt. Millerand über den deutschen Vorschlag. Berlin. 30. April. Die „Vossische Zeitung" meldet aus Paris: Ministerpräsident Mille r'a n d wiederholte gestern im Senat die Mitteilungen, die er?.in der Kammer - iiber die Ergebnisse von San, Nemo gemacht hatte? und fügte hinzu: Gestern nach der Kammer- . sktzung hat sich etwas Neues ereignet. Herr 'Göppert,' d^ev Präsident der deutschen Friederrsdslegation, besuchte mich und gab - mir folgende Erklärung ab: Die deutsche Regierung schlägt- Der'- französischen Regierung , einen' Meinun gsa u s Lausch zwischen französischen, und deutschen Delegierten).? hie Sachverständige.' .in ^wirtschaftlichen Fragen - sindvor,. um - über ■ alle Fragen, die einen Ausgleich zwischen den beiden Länden betreffen, ms klare zu kommen. Ich habe ihm geantwortet, daß-ich . diesen.Mprschlag a u st e h m e,, urrd fügte hinZM'. daß -der Hiandelsminister in kürzester Frist die' Vertreter.Frankreichs .zu dieser Konferenz ernennen werde. Ich- ,sagte id weiters daß es nicht von Uns aöhänge) ob diese KÄrsererA schnell zu fruchtbaren' Resultaten gelgngt<; 4. Disserand sprach den letzten Satz mit scharfer^Be- Lynung^jeder Silbe^ .Der '^enM. 5erdyr- WWetr Hrmsterhrastheüten, die 'Fw^Le 'AjrKMamEer^DnD^ ÜWüHe/'Liefe Ankündigung" mit sebhastein BHalt^ .-'Mede zwischen Deutschland",tzn-'Lettli-N.-.' Deutschland zahlt eine WMi«rLeI " , Berlin 80. April. Dein „Lokalanzeiger^ zufolge stnd die zwischen der deutschen Nogierungünd' einer Delegation des leLLlättdischen Roten Kreuzes''in Berlin ^Mhrten. Frie-ensverhantzlungan.Zum Ab s Mu ßge- Wacht worden. Deutschland hat sich zur Zahlung! einer? Kriegsentschädigung von mehr als einer^ Mdllüardo und zur Ablieferung einer größeren.Zahl von Lokomotiven und Waggons verpflichtet, / . . Der ungarische Friedensvertrag Leen^ej. Paris, 80. April. lKorr.-Bur.) Wie die BlPfer.-melden, Hot die Botfchasterkonferenz gestern den rm^uischen FriedenZveltrag beendet uud drsckrlvßm, Smnstäg wieder zusammrnzutrvten, NM den Ungaräcken Dellgirrken den Vertrag zu übermiileln. Die ' Der junge Herzl. Theodor Herzls gedenkend, sehen wirzwei- Bilder, LqZ . eine vom Herzl . der großen Welt -ästhetischen Literatentums, das andere von Herzl, km einzigartigen politischen Genie seines Volkes. Und doch mutz in diesen Spundverschiedenen Wesenheiten desselben ' Menschen irgendwo.ein Kepbrpdchdös liegen,' Mes, das die Merkwürdige Polarität begrifflich, menschlich gegründet und dadurch aufhebt. Denn ein sogenännter „'großer Amschwung"yist^ nur verständlich, wo die' seelischen GrnndlqFtzn klarliegen. Daberäucb der stete Wunsch, gerade 8j£ Periode W Heben Theodor Hekzls genau Zst schien, welche.vor den acht Jahren liegt,' in denen ek Wie^ eui Wern seinem Volke ausstieg und — ach! — sojäh eplöfch.!. Daher ist, jetzt, wo wir an seinem sechzigsten Geburtstage ' Herzls gedenken, ein neues Buch *) zu ' 6c» grüßen, welches reiches Material bietet-um bisher'nicht Bekanntes aus dem Leben des jungen, des' WeMnLes Herzl in das Bild, das uns allen teuer ist, einzüfügeN «upd so das unbegreiflich Große dieses Phänomens uns flaher^ibringen, zu vermenschlichen. Professor Leon H'e lt e r, von Herzl in seinem letzten Willen mit der Sichl^.-ig und Verwertung seines literarischen Nachlgsses betram, hat mit'Benützung des ihm vorliegenden Materials eine „Herzls Lehrjahre", betitelte Studieäiber hD .jungen Herz» herausgegeben, in-welcher er mit be°. scheiden bewundernder. Treue vorwiegend Herzl selbst atzs . dessen Briefen, Notizen, Entwürfen und Einfällen sprechen läßt und gerade dadurch Bausteine für Me Micke liefert, die von einem- Herzl zunr anderen führt. uüd die gewaltige Erscheinung einheitlich ümreitzt. L. *) Seon ÄeHmer : Theodor Herzls. Lehr» rabre (1660 bis 1893). den handfchriflll'^iE.-.OüellSn. I9M R. Löwil Pcrlag. Wken und ^crliiu Günstiges FortschrekLen der polnischen Offensive. * Wa.rscha«, 30. April. (Funkspruch.) Die Offensive in der Akraine acht erfolgreich vorwärts. Koro ft ett, Der di tfch e w» Kazatim und Chmielnik wurden genommen, die Beute ist ungeheuer. In Verditschew, das des Feind mit zäher Ausdauer oerLeidi-te, wurden fast alle Depots und ELnrichtungeu erbeutet. Dis 44. Bolschewilrendiviston wurde fast völlig vernichtet. AnFere Reiterei hat nach einem Nachtsiankenmarfch K a z a t i m genommen und 2000 Gefangene emacht. In Z i t o m L r wurden außer noch nicht gezählter Beute 10 Geschütze. Banks und das Bureau der 38. Sowrerdiviston erbeutet. Die e^nqeborens Bevölkerung begrüßt zum größten Teil die polnischen Truppen mit Wohlwollen. Die tralizisch-uLrarnische Armee für Petljura. Aus K a m e n e tz - P o d o l s k wird dem Ukrainischen Pre s.s e d i e n st telegraphiert: Die galizisch-ukrainischen Truppen,. die nach der Einnahme von Odessa die Räume von Balta-Winnitza und Cherson besetzt hatten, haben sich der ukrainischen Armee P e t l j u r a angeschlossen und nehmen an dem Vormarsch an den Dnjepr teil. Das Pslnifch.-Äkrainischs'Abkommen. Prag, 30. April. (Tel. bet „Wiener Morgerrzeiinng".) „Venkov". meldet aus Marf-chau:.-Die. polnische Re?/ :gienmg schloß am 23. April, mit der nkraiuischeu Regierungunter Petljura. folgendes Äblon^nren ab: 1. Die WesL- - grenze der -Nkraists wird. der Zbru.cz bilden, ferner > eine Linie, -welche t r lj uub; C h o r y «. verbindet, stch dann ^rrach Westen wendet und südlich des Pflpet entlang der i Grenze -des ehemaligen. .Gouvernemenls M insk.! 2. Die' ukrainif che 'Nestrrnng verzichtet ans Ost-' fgalizien und tritt "an Postn Mlädim'i.r^WölYns k.;nnd Luok ab. Die Frage von Dubno und Kowno wird t später gelöst. ' 3^!Äie polnische Regierung ivird in der nächsten ■i Zeit die Selb st ä n d'i g-k^f öde r U kr a'in e' sowie jede \ Negrernüg :anet'Ft rt'üe'n, 'aü .deren ' Spitze Petl'j'u r a' i steht. ' ‘ . ■■ ' ■" Unterzeichnung 'des Lerirages rvervr wayvrchemlich M'Beginn nächsten Woche erfolgen. aus-,. Londpu-.bestÄÜgt-'^der. ..SoyderbmAterstHter yMorning PoAin Cetinje, daß Skutari von M o irt en e g r o a n n e k ti ext ljöorbcn seß Die Einwohnerschaft von Skutan-sei darüber befriedjgt.. . . . .. . ... < Die kvmmrmiftischerr Mandate ln Agram ..auuuMs'rt... . . Agram, 30.. April, (Sütflaw. Hreßbrrr.) Die. Laudesxreglerung hat dem Kommissär für die Stabt-Agram eine 'Verordnurrg übermittelt, wonach, die Mandate,aller 20 kom-' j munistischen Gemesndrräte sowie der Gemeindcräte Hinkovic/ \ und, Bukscg für u it g ü l t i g .erklärt werden, weil. diese Be*- \ mernberäte - den Ei d. mit Vorbehalt abgelegt hatten, . S was nach dem Gesetz, ünzuläsH.sei. Ferner, besagt die'Ders ordnMg, baß die . Wahl des HiLmeinderates D e I i. c zum; Bürgermeister ungültig sei, weil sein Mandat ■ als Gemeinderat > für null und nichtig erklärt wurde. Schon die dem Buche beigegebenen Photographien, welche bis ins. sechste Lebensjahr Herzls ' hinabceichen und. leine äußere.Erscheinüüg in. allest markämen Lebenseinschnitren . Wiedergaben?- haben ' einen einheitlichen Zug: Denn der frühreife Knabe zeigt äußerlich dieselbe sinnende EigeUwillräkeit, welche,/Wenn sie will, Träume zur Wirklichkeit zw i n g t, wie der reife March. Daß Herzl guten materiellen Verhältnissen entstammte, daß ihn Reichtum, Eleganz,/Luxus bezauberten, ist für solche Anlage nicht wesentlich : Er wäre .aus Armut sicher nicht Feuilletonist und Lustspieldichter, sicher jedoch Herzl geworden: Herrscher, Revölutionär. Denn Revolutionär war Herzl,'einer, der Träume zur Wirklichkeit zwingt. Gerade aus den literqrischen Ambitionen des Gyrn» nasiasten Herzl, der als Septimyner Skizzen und Kritiken schrieb (Ivas nicht verwunderlich war) mtö unterbr.achte (was bezeichnend ist), läßt sich deutlich er? kennen, daß sein fester Vorsatz, Schriftsteller zu werdest, nicht der Ausdruck für die dichterische Berufung war, die er in sich fiihlte, sondern die Einkleidung für den Wunsch, in Menschengeschick einzugreifen. .Herzls Jugend fällt in Hie Blütezeit des bürgerlichen Liberalismus, mit welcher der Machtaufstieg der Presse verknüpft war; so schien ihm gerade in der Journalistik ein Sprungbrett gegeben zu sein, um Macht zu üben .und nach seinem Belieben zu gebrauchen. Auch dso vielzitierte Aeußerung zu Schnitzler vor dem Bau des neuen Burgtheaters: „Da komme ich einmal hinein!"! ist nicht aus dem Durchdrungensein von künstlerisch-- dichterischer Sendung entstanden. Die Eroberung des Burgtheaters bedeutete damals die Eroberung, einer bestimmten Klasse: des Wiener Groß- und. Mittelbürger-' tmns, dessen geistige und politische Interessen (oft zusamensallend) das Profil des damaligen Oesterreich be- . stirrNnten. Zlns diesem Milieu stammend, in ihm ver- ' wurzelt und erregen, könnte Hör?/? iu.ugen Macht!rieb liOMNTli ZIGARETTENPAPIERE | ZIGARETTENHÜLSEN Sie 'ftreffen selbst die Hot ten Epwortunger» 2 des Räuchert, «* ■"' PaLüstina. Kämpfe mit Beduinen. London, 30. April. (Funkspruch.) Laut Meldungen aus K a i r o wird in Rordpalästina andauernd gekämpft. Am 22. April verloren die Beduinen bei' Bersan l20 Mann. Oestlich von Sematsch verkehrenkeine Züge.- Die westlich davon ^verkehrenden werden von Militärschutzwachen begleitet. Im I o r d a n t a l finden Gefechte statt. Militärische Verstärkungen werden von überall herbeigeholt. Am 23. April wurdew die britischen Truppen bis Rösch Pinah vorgeschoben,, wo sie 2000 Araber in die Flucht schlugen und dann' mit Bombenflugzeugen verfolgten. — Winston - C h u r chi l l erklärte gestern im Unierhause, bei den jüngsten Ausschreitungen in Jerusalem seren etwa? 250 Personen getötet oder verwundet worden, davon n e u.n Zehntel unter der jüdischen Bevölkerung. Die Kolonialtruppen hätten sich bei den Ausschreitungenals unzuverlässig erwiesen. Italien überniMMt den Schutz der helUgen />^ Orte. , f Rom, 30. April. (Tel.-Kornp.) Laut BlättermeldunsMlMird/JLalien. gemäß einer Abmachung mit dem Schutz der heiligen Orte in Palästina und Ästs. Protektonü aller katholischen Gemeinden, die. dies /wünschen, übernehmen. Da Liese Rechte früher Frankreich , zuständen, erhält Frankreich als Entschädigung vom Vatikan die Schutzherrschaft über die Christen'im fernes Osten. ErnährungsschWierigLeiten in Böhme«. /Prag, 30. April. (Korr.-Bur.) „N a ro d n i Politika*. der übtet, daß in. Eaer 2000 Arbeiter mir Rücksicht ans di-1 - WMs Versorgung "mit Lebcnsmit'eln die Arbeit einstelltm urrb. /zur 'Ukzirksbauptmännschail zogen, wo sie ungünstigen \ n ln'elstn. Daran'hin sei es zuPlündrru n g e n werschirdeuh:'. Gesä ä te gckomnmr. . / / /? DerVerhand der N eiche nb.e r g e r.Textilarbeitep» 'Mflängttn dringenden Telegrammen an das BervslrgSWhisteviMG.. GUWföW'm. 'ZnkcbLde von''Lebensmitteln,andernfalls es W sH u.n g e r r e.v o l t e n kommen tönme..... .. Belgie» Hat den Frieden mit Oesterreich s / genehmigt. '; V /? Brüssel, SO. Aprck. (Tel.-Komp.) Die b e l js -t-f. ch«:!K am che r g e u e h m i g t e d as F riebe ns abko«tm<Ä'!miit O e si e r r e ich und Bulgaren, nachdem Minister Wvrste^! eisten Vorbehalt bezüglich r des Abkommens mit Oesterreich ge^ : macht hätte. Der Minister erklärte, daß ein kräftigeres Lnsterre:ch^ nm Jn'tereffe des europäischen Gleichgewichts gewesen wäre. Raub in einer Kölner Sparkasse. ^Köln, .80. April. (Tel.°Komp.) Vor einer hrestge«. ^Sparkasse fuhr ein mit sechs Wrionen besetztes Auto- ..mobil vor. Die Männer drangen in die Sparkasse vnhzwangen-die Beamten mit vorgehaltenen Revolvern» - ihnen dje Bestände in den Kossen auszuliefern. Mit.-, einer Beute von 50.000 Mark konnten die Räuber un» > behelligt entkommen. . i. sich: keine andere Position für geistige Herrschaft vorstellen: als Presse und Theater. Der literarische Inhalt dieser beiden Faktoren war- HI Herzl im Grunds nicht bestimmend und feine ersten Enttäuschungen waren nicht /die über dichterische Unzülänglichkeit. Denn ihm war die - Schrrftstellerei ein- Mließlrch des Stückeschreibens keine künstlerrfch-seelLsche. 'Voraussetzung, über welche Zweifel mögüch sind, sondern' -7eine rein technische Angelegenheit. Herzl war wohl I einer der ersten, welcher die anmaßende Lüge des Jour» fttckkksmus. erkannte, daß die' Schriftstellerei des Tages. ' --7 im Zeitalter der sogenannten „allgemeinen Bildung" — eine besondere seelische Begabung erfordere, welche, besondere Rechte einräumt. Ihm war sie eine rem tech--; nWe Voraussetzung — gleich seinen juristischen Studien — und er wußte, daß er sie beherrsche. (Mit 9kecht; der Brief des Zweiundzwanzigjahrigen an den B.urgschauspieler Hartmann beweist dies.) Der -beste Bttveis, daß Herzls schriftstellerische Begabung seelisch ihn durchaus nicht ausfüllte, ist, daß er auch in der : sck^>ersten, stürmischesten Zeit seines Lebens über; Mchtigkeiten gut schreiben konnte. '. Für Herzl waren die Enttäuschungen über die ersten Mißerfolge die eines Menschen, dessen Herrscherwills Widerständen begegnet. Diese zu brechen, nicht etwa —* besser zu schreiben, war sein Ziel. Und er setzte durch, was» er wollte. Wurde Journalist auf dem damals bemerk« testen Platze und Autor des Burgtheaters, des sichtbarstem literarischen Forums seiner Zeit. Die Enttäuschung begänst erst, als Herzl sein Ziel erreicht hatte. Nicht, well er den Ehrgeiz des „geborenen Schriftstellers" hatte, 'sondern weil er merkte, daß Bühne und Presse, die zwei sichtbarsten Machtpositionen, nicht die Macht gaben, hie sein Wesen brauchte. Er merkte bald, daß sie.unfrucht» b^ir , waren und daß, aus ihnen keine Möglichkeit, tinfcf : fassender 'Mrkl?nci erwachsen könne.' In'eineM'ÄMe'