Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 458 (1.5.1920)
- Date
- 1920-05-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Sette 2 Wien. Samslag Wiener MorgeirZeiLsrng Das alt-neue System. Boa »»serem Dcrlincr KorrespondenLen. v. D e r 1 \ 11. 23. April. Seit der Kapp-Episodo ist daS Politische LebLn Deutschlands in voller Zerrüttung. Schon der reak-! 'trontzre Pu'sck bat gezeigt, wie labil die gegenwärtige Ordnung 'd< öls'ntlichen Lebens ist, die^weniger tzm'ch ein klares politisches Bewußtsein und einen sMven Willen als vielmehr durch «ine gewiss TiräglMtS- -r« Wirkung erhalten wird. Immerhin hat der General- ■ streik erwiesen, daß his aus weiteres die Wiederkehr der Monarchie nicht möglich ist und bis republikanische Staatsform heute als gesichert angesehen werden kann. Dies ist jedoch nur ein negativer Erfolg. Viel schwieriger ist das Problem, positiv ein neues aufzubauen. Die gegenwärtige Regierung hat sich dazu völlig unfähig erwiesen und es ist beinahe überraschend, daß sich das Volk d'c Wiederkehr dieser Negierung gefallen ließ. Das Debakel scheint weniger an der Peogrammlosigkeit und dem unseligen Schwanken zwischen rechts und links zu liegen, als vielmehr in dem Mangel jeglicher, auch nur halbwegs den Durchschnitt überragender Persönlichkeit. Der Mangel an wirklichen Männern hat einen drückenden Zustand von. (Geistesarmut und Ideenlosigkeit zur Folge und dir Wirkung dieser politischen^ Atmosphäre ist die völlige Erschütterung der Autorität der Negierung. Deutschland ist ein Tummelplatz politischer Abenteurer geworden und der gemeind Mann vermag gar nicht mehr dem verwirrenden Gang der Ereignisse zu folgen, in dem eine Sensation die andere ablöst. Man vermag sich wahrhaftig nicht mehr s u ech'zu'inden. Di« vesschi denartigsten Ändenzen machen sich geltend, Enthüllung folgt auf Enthüllung, und in der schwersten Zeit, sie Deutschland smnäls mitgemacht hat, scheint sich das Interesse immer wieder auf gewisse politische Pikanteren zu beschränken. Es ist mit Recht darauf hingewiesen worden, daß der eigentliche Schuldtragende an hem Kapp-Putsch ske selbst ist, der in seiner unbegreiflichen Verblendung die Generäle und Militärs Hirt groß werden lassen und in seiner panischen Angst vor dem Stoß von links den Feind von rechts aus dem Auge verlor. Roste ist dem Pu'sch zum Opfer gefallene sehr schwer hat er sich zum Gehen -entschlossen und fein Freund Ebert wollte ihn durchaus nicht ziehen, lassen'. Schließlich mußte das Opfer' gebracht werden, aber ' an destr System hat sich nichts geändert. Es ist geradezu humoristisch, in welcher Weise man die Führer des Putsches; behandelt hat. Es macht den Eindruck, als ob'5die Regierung selbst Kapp zur Flucht ' veranlaßt hätte und wenn man sich erinnert, wie L'iebknecht> Luxemburg, Landauer und ändere „Hochverräter'* traktiert,worden sind, so ist-das. Schicksal der L-üttwitz, Erhardt und Genossen wahrhaftig ein Beweis weitestgehenden - Wohlwollens der Negierung. Auch jetzt noch entschließt man sich nur sehr zögernd, gegen'- irgendeinen Militärhäüvtliüg einzuschreiten. Es. ist, als ab eine gewisse Ehrfurcht es verbiete, an die militärischen Autoritäten Hand anzulegen. Mosktzs Nachfolger, R^ichlwehrminister Geßle.r — der Name schon hat.Anlaß zu vielen Witzen gegeben — geht ganz in Noskes Spuren. Kaum zur Macht gelangt, hat die alt-neue Regierung wieder den Krieg gegen" die. „Bolschewiken" proklamiert und hat wieder nichts Eiligeres zu tun gehabt, als einen Bund mit dem reaktionären Militär' zu schließen. Die Regierung, die um ihrer eigenen Rettung nach ihrer unrühmlichen Flucht selbst zum Generalstreik aufgcfordert hak, verkündet einige Tage später, nachdem sie selbst wieder im Sattel sitzt, triumphierend, der Generalstreik - sei „zufammengebrochen". Der Feldzug der Reichswehr gegen das Ruhrgcbiet hat natürlich in den Kreisen der Arbeiterschaft die heftigste Empörung hervorgerufen. Die Rachr schien über die boiischewikischen Unruhen sind von den offiziellen Agenturen maßlos aufgebaufcht-> worden^ sder alte Apparat des Kriegspressequartiers scheint in Äit'ion getreten zu sein und durch den Einfall dt» Michswehv würden nätürlich gerade die radikalsten Elemente in der Arbeiterschaft gestärkt, weil die Empörung allgemein'würde. Dazu kam, daß die Regierung die Macht über die Reichswehr völlig verloren hat, wieder haben einzelne Heerführer nach Gutdünken selbständig gehandelt und die Frage war, daß auf der einen .Seite der Näuberhckuptmarm Hölz seinen brandschatzenden Narrbzug durch das Vogtland führen konnte, wßhrtkNd aus der änderen Seite die ReickMehr einen tve ße i' Terror im Ruhrgebiet etabliert hat. der dem ungarischen nur wenig nachstehcn dürfte. Das; dieser Terror mit dem ungarischen auch den Antisemitismus gemein-. sarn hat, braucht kaum erst erwähnt zu werden. Die Juden werden im Rheinland von der Soldateskä in unverfchapltestf.r Weise. schikaniert, bedroht und beleibigt.. Die außettpolitischc Wirkung der Kämpfe im. Nühpgebiöt, die Bes.'tzung Frankfurts und des Maingaues durch d.ie Franzosen hat,.einen neuen Schlag für Deutschland bedeutet. So sehr vom Standpunkt der völkerrechtlichen Gerechtigkeit diese Besetzung auch ztt. verurteilen ist, psychologisch ist die Angst der Franzosen, von.den zügellosen Aspirationen der deutschen Militärs' doch-u begreifen. . " Charqkteristtt'ch für den Geist der neuen Aera ist der ÄuSgang des Prozesses geg:u den Prinzen Joachim Albrecht von Hohenzollern, der bekanntlich mit einen! Rudel besoffener Offiziere und, jMristokraten im Hotel Adlon gegen die Herren der französischen Wrs/iou rxzediert und ihnen ein paar Teller Lloyd George über San Remo. Die klaffe»-« Wunde beginnt zu heilen. London, 30/- April. (Tel.-Komp.) Fm Unterhause gab Lloyd George gestern eine Erklärung über die Verhandlungen in San Remo ab. Er führte aus, es habe vor Zusammentritt der Konferenz gewisse Mißverständnisse gegeben, die an sich nicht von Bedeutung waren, aber ernstere Dimensionen annahmen" durch absichtliche Verdrehungen'gewisser unverantwortlicher Personen. Cr sei glücklich, jetzt'feststellen zu können, daß der Himmel sich,wieder geklärt habet Soweit er sähe, sei jeder mit den mit den Ergebnissen der Konferenz von San Remo zufrieden. Deutschland sei mitgeteilt worden, daß in dem Augenblick, wo die Zahl der deutschen Truppen im Ruhrrevjer auf die genehmigte Stärke, herabgesetzt worden sei. die französischen. Truppen sofort .aus Frankfurt und Darmsiadt zuruckgezogen werden. Die Konferenz-habe ferner zum erstenmal deutsche Minister eingeladen, mit Ministern der Alliierten in einer offenen Konferenz zusammzuiresfen, < um die* der schiedenen Fragen zu behandeln. ' In dm Mrüftungsfräge gab es zwischen den Alliierten keinerlei Meinungsverschiedenheit. Wenn aber die Alliierten Deutschland Verhalten 'würden, abzurüsten, ergäbe es sich/ daß anscheinend kein Mensch in Deutschland die Macht habe. ' die Abrüstung dnrchzusühren, und das sei eine der großen Schwierigkeiten, mit denen die Konferenz zu rechnen batte. Auf der Ablieferung dö^ deutschen Geschütze nnd Luftfahrzeuge müsse-jedoch unbedingt bestanden werden. Bezüglich der Wiedergutmachung verlange dre Entente zu wissen, welche Vorschläge Deutschland zu machen bereit sei, um seinen Verpflichtungen nachzu- ’fommen. Dia Entente wisse sehr wohl, daß Deutschland unter den gegenwärtigen Umständen nicht zahlen könne, aber sie möchte gerne wissen, was Deutschland selbst als Betrag seiner Verpflichtungen anerkenne. Wenn jetzt die deutschen Minister nach Spa kommen, mit endgültigen Vorschlägen hinsichtlich der Summe, die Deutschland zahlen kann,, und die, Zahlungsmtzdalitäten angeben., oder wenn sie irgendeinen anderen Vorschlag zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen machen werden, werde alles glatt .gehen. Lloyd G e o p g e behandelte, weiters die im nahen Orient zu lösenden Frag^n und gab ferner den Beschluß zur Wiederaufnahme dtzr Beziehungen mit Rußland bekannt. Am'Schluffe seiner Rede führte er aus: Die klaffende Wunde Europas beginnt setzt zu heilen. Die Konferenz m San Remo war ein Merkzeichen auf dem Wege der Wiederherstellung. 'und Gläser an den Kopf geworfen hat. Der Ange-! klagte, den der Vorsitzende des Gerichtshofes nicht anders als „Königliche Hoheit" titulierte, wurde zu ganzen ,500 Mark Geldstrafe verurteilt, sein Kumpan, der 'Prinz Hohenlohe, wurde sogar wegen schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen und bekam — 1000 Mark Geldstrafe^!). Man sagt, daß dieses lächerliche Ur'eil eine Revision ds deutschen Gerichtswesens zur Folge haben' wird. Offenbar hat man in den anderthalb Jahren Republik noch nicht Zeit gefunden, sich um derartige Reformen zu kümmern. Ueberall sitzen nach wie vor die monarchistischen Beamten und die Negierung läßt alles geschehen, bevor es nicht zum offenen' Krach kommt. Daun wird über „Hochverrat" gezetert. Momentan ist man damit beschäftigt, Untersuchungen darüber zu führen, welche B amten den Kapp- Putsch unterstützt' haben. Auch die Stadtgemeinde hat einen Untersuchungsausschuß eingesttzt. Neben der Beamtenschaft und dem Militär ist .die stärkste Stütze der Reaktion — und dies die schwerste Schande —;bie Universität. An den Hochschulen üb'erbieten sichi Studenten und Professoren in Monarch stischen, chauvinistischen und antidemokratischen Kundgebungen.' A le freiheitlich gesinnten Elemente werden unterdrückt; ein . charakteristisches Beispiel die Entziehung der Lehrherechtigung, für Professor Picolai, den bekannten Pazifisten, durch den Beschluß des Senats der' Berliner Universität, der. allerdings vom Unterrichtsminister Haenisch kassiert wurde, trotzdem aber natürlich fzine Wirkung behält. Dementsprechend tjofc auch der Antisemitismus an den Hochschulen einen nie dagewesenen Grad erreicht. Die Unsicherheit d<r Lage und die letzten Ereignisse — eine Episode besonderer Art war die aufgedeckte „Verschwörung" zwischen Militär und- Kommunisten, bilden den. Hintergrund, von dem sich die Konturen des einsetzenden Wtchlkampfes abzuheben beginnen: Selbstverstänbl'ch wird jede Sache nur in ihrer Bedeutung für die Wahlkampagne der Partei gewertet. Jede Partei sucht der anderen die Schuld für das Unheil in die Schuhe zu schieben. In dieser Atmosphäre ist noch viel weniger Hoffnung, daß irgendwelche wirklich äüfbaüende Aktion zum .Heile des Landes gelingen kann. D^nn das Interesse des Volkes verschwindet hinter dem Parteiinteresse — die unheilvolle Wirkung jedes Wahlkampfes. verhängnisvoll besonders für ein Reich wie das heutige Deutschland. Wahrend die Parteien und auch die Regierung gewisser,näßen um ihre KannlienangclegcnheitLU besorgt sind, zittert das, Reich 1. Mai 1920 ’ Nr. 453/ in allen Fugen. Die separatistischen Tendenzen der sütz» deutschen Staaten werden immer deutlicher und die Drohung des bahrischen Ministerpräsidenten v. Kahr, anläßlich der Auflösung der Einwohnerwehren, daß' Bayern gezwungen sein werde, sich vorübergehend vom Reiche zu lösen, ist..sehr ernst'-zu nehmen. Und, dies alles in' elnEiWoment, iwq die wirtschaftliche l-ijcimmer fühlbaren w ird, wo die spruygha fte Teuerung, zu einer Katastrophe führen muß und wo bei nur, einigermaßen vernünftiger Politik vielleicht doch Aus-' sicht vorhanden wäre, Deutschland auf neue. Grund-, lagen zu stellen und zunächst jenes Ziel zu erreichend das für Deutschlands Zukunft von entscheidender Be--, deutung ist: die Revision des Versailler Vertrages.;i Eine kommunistische GruHhre im tschechischsozialistischen Klub. In einem Ccmmuniquce über ti; Beratungen der tschechischen sozialremokra i,chenParteivertcetung am 28. und 29. v.M. ist zum erstenmal von einer kommunistischen Gruppe der. Parier die Rede. S t i v i n, der im „Pravo Lidu" das Er- >gebnis dieser Beratungen bespricht, stellt fest, daß die Mehrheit der tschtchischen Sozialdemokraten auf dem Boden des alten Klassenprogramms und der taktischen Methoden der Sozialdemokratie steht, während die M i n b e r h e i t für die Taktik des revolutionären Kommunismus sti- und damit einzelne Punkte des alten sozialdeinokratischm Programms verläßt. - . . >. .. Zehn jüdische Hörer an der Dudapester Aniversität — provisorisch inskribiert. Aus Budapest wird uns berichtet: Nach dem f&efen veröffentlichten Ausweis der Quästur der Budapester Uni- , versität inskribierten für das Studienjahr 1919—19130; 93 Hörer der Theologie, 959 Rechlshörer, 2563 Mediziner, 89D, Hvrrr itx hi vs -phie, 85Pha.ma.eulen, insgesamt 4589 Hörer. Die Zahl der außerordentlichen Hörer beträgt 409. Jüdische. Höre r sollen nach diesem Ausweis zehn, sage und schreibe zehn, jedoch auch diese nur provisorisch, ausgenommen worden >in, weil gegen sie ein Rechts er tignngSver fahre« cingeleitet worden ist, von dessen Ergebnis die endgültige Entscheidung über ihre Aufnahme abhängig ist. Anterstützung jüdischer Hochschüree-Emigrante« aus Ungarn. Aus Szegedrn wird uns berichtet, daß die dortige jüdische Gemeinde eine namhafte Summe aus gesetzt hat, durch, welche vier , jüdischen Hochfchülern, die wegen der derzeitigen Verhältnisse in Ungarn zur Auswanderung gn ausländische Hochschulen gezwungen, sind, die Fprtsehung und. edentueff Beendigung ihrer Studien im Ausland ermöglicht cherdejll soll. In einem Briefe des Szegediner zweiten Rabbiners Dr. Adolf Löwi nger an die Redaktion des ,,Mült eö Jovö" wird dieser Vorgang auch den übrjgei; jüdischen Gemeinden in Ungarn zur Nachahmung empfohlen. Diese Anregung ist umsomehr zu begrüßen, als diese studentischen. Opfer magyarischer Kulturfeindlichkeit im Ausland zum größten Teile großen Entbehrüngen ausgesetzt sind und die Kultus gemeinden in Oesterreich und der Tschecho-Slowakeir bei größter Opserwilligkeit nicht in der Lage sind, die Avt der zugewanderten magyarischen Studenten in ausreichendein Maße zu lindern, da diese Gemeinden heute selbst mit den größten finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Abreise zweier österreichischer Kommisfione« «ach Prag. Montag begeben sich zwei österreichische Kommissionen nach Prag, um daselbst die seinerzeit vom StaatsLanzler Dr. Renner namens der österreichischen und vom Minister des Aeußern Dr. Benesch namens der Lschecho-flowakischen Regierung vereinbarten zwischenstaatlichen Verhandlungen in zwei weiteren Fragen der Durchführung dts Staatsvertrages von St. Germain in Angriff zu nehmen. Prag, 30. April. lTel -Komp.'! .Die - grslem nachmt.ikützZ, hin emartee Delegation der Wiener R.e.gie-. rung zwecks Fortsetzung der -wischen Wien und Pragjemye». leiteten Verhandlungen wußte ,hre Äbyise auf P? o n«. tag verschiebe n. y« den Berhandlunsm wird es sich hauptsächlich um die. Durchführung der Minderheit h, schutzbestimmnngen des Friedensvertrages m beiden. Staaten handeln. Bon tschechücher Seite wird das Hauptgewicht auf dir Errichmng tschrchischerS ch u l« n i n W i.k n gelegt werden. Eiue zwecke Kommüsion wird mit demMinisteuM, des Innern wegen Rückgabe aller h i st o r i s ch e « S Ä a tz e und Dokumente verhandeln, die sich auf die Geschrchte der. jetzigen Länder der Tschechoslowakei beziehe». Eiue % a ndelSp oliiifche Ko mm i f f i o n wird in einem s,P o t e re n- Zeitpunktein Prag eintreffen. Die Vermögensabgabe. D« Finanz- und Budgetausschuß begann gc-'rern bi«' Spejialdebacke über die Vermögensabgabe. Die Pa^tsiaptzcn l (%md der Abgabe) uhb S (Kontrolle der Verwmvung) wurden' in der Fassung des Umeravsschusses angenommen. V>n Gegew antrag Dr. Schönbauerzu 8 1 ans Streichung der besonderen gesetzlichen Ermächtigung zur abermaligen Ausgabe der bei' der- Abstattung der Vermögensabgabe emfließende» Banknoi'en wurde abgelehyt. . ■ Dn Dertretse Dest^rderchs ln Budapest. Amtlich wird vrrlautbarl:. Der Präsident der Naeronalper» sammlung hat am 2!. d. M. genehmigt, daß der Selrionschef tm Staatsamte für Land" und Forstwirtschaft Dr. Johann