Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 458 (1.5.1920)
- Date
- 1920-05-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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,/ Die nächste Nummer dep „Wiener Morgenzeitung" erscheint Montag mittags. Tagesbericht. Die heutige Maifeier. Dir Straßenbahn verkehrt 'erst ab 12 Uhr Mittags.! . Wie irn vorigen Jahre, finden auch heute in allen Bezirken vormi!tags sozialdemokratische Festversammlungon und Umzüge mit Musik statt. Die Prater- Feier entfällt, wofür abends Feftvorsteltnngen in den einzelnen Bezirken stattfinden. Die Theater bleiben geschloisr». ' ' - , ’ Die Straßenbahn ruht während des Vormittags. die ersten Wagen verkehren vom RinZ ab erst gegen 1 Uhr nachmittags. > Der Eisenbahnverkehr findet wie an Fci'rtagcn statt. Für Post und Telegraph gelten die für Feiertage festg 'sitzen V stimnnrngen. Geschäfte und Kaufläden bleiben gesperrt, nur die Lebensmitie?-- geschäfte dürfen bis 9 Uhr vormittags geöffnet sein. . 1009- und 10»000-Krouen-Noten in neuer Ausstattung ab nächster Woche. Von dex GefchSfLslelLung dee Oesterreichifch-ungarifchcn. Bank wird uns mitgeteilt, daß die DankleiLung eine Nenausgabe von 1090- «nd 10.00S-Kronen-Nolen mit einer veränderten Ausstattung in Aussicht genommen hat, wodurch weitere Falsch«» en in der dermalen üblichen Weise ausgeschlossen werden, zumal ungestempelte Noten in dieser neuen Thve nicht zur Ausgabe gelange» sollen. Es besteht begründete Hoffnung, daß mit der Ausgabe dieser Noten bereits in der nachftenWoche begonnen werden Kann. . * '■'*» Die Schwierigkeiten im. Geschäftsverkehr, die durch dm Umlauf falsch gestempelter 1000- und 10.000- Kronen-Nolen entstanden sind, wurden gestern noch verschärft. weil anläßlich des Wochen- und Monatsendes die Wochenlöhne, Monatsgehälter und noch andere geschäftliche Verpflichtungen auszugleichen sind. Vor der Oesterreichifch-ungarifchen Bank begannen sich die Leute schon in den frühesten Morgenstunden anzustellen.. An 100- und 50-Kronen-Noten ist ein empfindlicher Mangel eingetreten. Antisemitische Exzesse bei den vorgestrigen Eteuerdemonstratiemen. Herr St. (2. Bez.. Untere Augartenstraße 36), Westsude, Deutschösterreich:r, brr'ch^et: Von einer Reife zurückgelehrt, benützte ich de El ttrifche, um in meine Wohnung zu gelangen. Am Schmerlingplatz hörte ich großes Geschrei: „Hauts den Juden!" Zwei Wachleute versuchten einen jungen Mann, der feiltet? Kleidung sind) den besseren Ständen angehörte und von einer nach Hunderten zählenden Menge.arg zugrrichtet worden war, vor den Schlägen zu retten, indem sie ihn in die Elektrische schoben. Er wurde jedoch aus dem Wagen herausgezerrt und w.iter geprügelt. Einige Leute drangen in den Wagen ein und stürzten sich mit dem Rufe: „Das ist auch ein Jud't" , auf mich, zerrten mich aus dem Wagen hergus und ich wurde von ein paar Dutzend der Demonstranten geprügelt. an Schnitzler schreibt Herzl aus Paris: „Manchmal komme ich mir vor wie David Copperfield, der Stenograph." Hier ist der Kernpunkt seiner Enttäuschung: Das Sichtbare des Lebens, seine organische Form, wird . in Hast verkürzt und zum täglichen Symbol eines Angenblicksdasein gemacht. Herz! aber wollte mehr: Er wollte dauernde Herrschaft, die Ewiges baut. Darum ließ er von seinen Positionen, die ihm dazu verhelfen sollten, das Theater leichten Herzens fahren (später, im „Neuen Ghetto", hat er es wieder nur als Mittel benützt). Die Journalistik mußte er behalten, als Broterwerb. um ein Eheleben, in das er sich begeben hatte, aufrechtzuerhalten. ' Der Machtwille Herzls war trotz aller äußerlichen rlnsgeglichenheit dieses Mannes — sozialrevolutionör. Als Knabe 'träumte er davon. Wunderwerke der Technik Bit gestalten, durch welche er die Welt beglücken würde (er besuchte auch ursprünglich die Realschule). In Paris, wo er von 1891 bis 1896 als Korrespondent der „Neuen Freien Presse" lebte, interessierte er sich lebhaft für Arbeitshilfe (assistance pour le travail), jedoch mit einem charakteristischen Vorbehalt, der in einem dieses Problem behandelnden Briefe an Baron Chlum.ehky, den Führer der Deutschliberalen in Oesterreich, steht: „Im ersten Augenblicke glaubt man sogar auf der Spur einer freisinnigen Lösung der sozialen Frage zu sein. Das ist freilich vorläufig ein Irrtum." In demselben Briefe aber kommt Herzls ingeniöse soziale Phantasie z.u einem Problem, das erst um ein Jahrzehnt später unter den: Schlagworte „Back to the land!" (Zurück zum Poden!) in England auftauchte. Damit ist eigentlich klar, wohin sein Machtwille zielte: Er trieb ihn^zur sozialen Nevolutionicrung der Welt durch den Geist. Damit hängt es aM,sujMlMen, datz Herzl die.Politik, hie. er jn Kans Trotz meiner Gegenwehr, trotz h-s Protestes gegen den feigen Ueberfail von hundert Leuten gegen einen Einzelne« wurde ich Hirt- und hergeschl-udcrt uyd kennte Mich nur mit Mühe vor den Terroristen vett.tr. Unter ihnen tat' s'.ch besonders ein Offizier hervor, der auf meine Frage, was für einen Grund man habe, zu prügeln, rief: „Jud', sei froh, daß du überhcurpt nach lebst!" , __ Jüdischer Hochschulausschutz. Heute, Samstag» um 10 Uhr vormittags findet eine außerordentliche Sitzung des Jüdischen Hochschulausschusses, zu der alle Obmänner der jüdisch-akademischen Verbindungen und Fachvereine eingeladen werden, im Verbandsheim» Alferstraste 28» statt. Dräsidivm des Jüdischen Hochschulausschusses. Der Jüdische Hochschulausschuß teilt mit: Herr Dr. Kiewe und Herr Falbes sprachen gestern über Einladung des Rektoratzwrsinal beim Rektor Hofrat Schwind vor und überreichten ihm nach zweistündiger'Unterredung ihre ick 14 Punkte ge» faßten Forderungen an die Rektorenkonseren^ & D'e Vereimglwa der kreigewähltm deutschen Hock'chrrlalrs* schüfst hm folgende Kundgebung an die deutsche Höceischast er" lassen: . ' , . »Kommilitonen! 'Der A. St. A. (dr? Bereinigung der fmgewählten b**utfrfjcn Hvchlchulans''chüst^ hat d'e Währung eurer Interessen übernommen und tagt ständig. Der A. St. A. ist zur Neberneuguny gekommen, baß ein planloses Forts ü h r e n d e r I n d e n k r a w a l l e z w e ck l o s w ä r e. Er hat beschlossen, gegen jede Herausforderung von seiten der Inden en'schstdcn Stellung zu nehmen, »nd »st entschlossen, daraus zu dringen, daß der deutsche Clrarakker unserer Hochschulen unbedingt gewahrt bläöen. Diese Forderung snumvru« clausus) eventuell m i1 alte« M i ttel« d u r ch z u l e tz e n. ist ein .unabändcrhcher Entschluß. (Die „Fre gewählten, deutschen HochschülauHschüsse" werden kern Glück mit rbrem unü'änd"l-chen Entschluß Kaden. Der deu'che Charakter der Un>versi'ät soll gewahrt bleib n — gegen jede Magyarisierung durch die Horthtz-Anhänger nämlich. Die Red.) Geaen die Drachialdetachements! Du^a-cst, 30. April. (Tel. der.Wiener Morgenzeitlmg".) Peinliches AufsrheN erregte in der letzten Sitzung der Nationalversammlung die Interpellation drs der Partei ber' kleinen Landwirte angehörenden S^zoer Abgeordneten Josef Szalanczy, der sich darüber beschwerte, daß die Vrachialosfiziere von Szisszo, Oberleutnant Bo'ronkay und Hcmptmänn T o l n a y, die Wähl e r, die für; seine Partei stimmten, v e rpr ü g e ft e n, einige .«mspeHschtziN und viele Wähler ins GefänA« is 'stecktem Sräne Wähler 'wurden beschuldigt, baß sieWoMchssWen 'Wen^roA'chrsie eK^nle Äaren,^ Hre Sünde bestand 'bloß darin,"' bar ste Ähre' stimme ^für' die Partei der kleinen Landwirte abgaben. Der Interpellant schrie erregt: ,Merm diese Soldaten Lust -haben, sich zu schlagen, so finden sie jetzt Feinde genug, aber arme, unschuldige Menschen sollen sie ungeschoren sein lassen! Dieser Zustand kann nicht länger geduldet werden! Die Brachialformationen müssen ausgelöst, die Offiziere entweder in die Armee oder in die Gendarmerie eingereiht werden." Der Interpellantfordert schließlich öffentliche Untersuchung unb* strenge Bestrafung der Schuldigen. — Hoffentlich wird jetzt, da es, wie ja zu erwarten war, nicht mehr den Juden allein ans Leben, geht, dieser Brachialformation genannten Mörderbande in Osfizrersüniform der Garaus gemacht werden. Verbesserung des Schnellzugsverkehres. Auf der Franz Josefs-Vahn «nd dev Westbahn. Bon Montag den S. d. M: an werden die bisher dreimal wochtnllck, geführten Tage-sckmllzüge Wien-Frant Jofess-Dah n—Gmünd — P rag- Telscbrn—Dresden— aus nächster Nähe sah, außerordentlich fesselte. Er spürte hier das Sozial-Geistige, das dem französischen Wesen innewohnt. Und war damit ööm österreichischen Bürgerliberalismus, dem er entstammt endgültig verloren. Die proletarische soziale Bewegung freilich, welche damals ihren Siegeszug begann, konnte Herzl nicht erfassen: sie war ihm, dem sittlich-geistigen Revolutionär, zu einseitig-ungeisttge Machtfrage. Bezeichnend hiefür »st sein herrlicher Aufsatz über Jaures'im „Palais Bourbon". Der Bewunderung des „Herrn der Kammer", Bewunderung des Machtmenschen, ist em^ eigenartig fesiüronisches Lächeln beigemengt, ein gutes Lächeln, das aber überlegen ist. Aber die damals beginnenden sozialen Umwälzungen blieben auf Herzl nicht ohne Eindruck. Er ckerkte die soziale Unfähigkeit des Bürgertums, das machtlos war: Seine, geistigen Machtpositionen hatten sich Herzl selbst als wertlos erwiesen. Die sozialen erkannte Herzl als wertlos, .als her Judenhaß sich ausbreitete. Denn Herzl erkannte — und das ist der Kernpunkt seines auf soziale. .Mckchtharmonie gerichteten Wesens — die Judensrage sofort, als soziale Frage. „Vor allem erkannte ich" —'schreibt Herzl.'— „die Leere und Nutzlosigkeit der Bestrebungen zur: Abwehr des Antiselyitismus." Dies die negative Abgrenzung. Und hositiv epfölgte die große. Erkenntnis' des:foziäl-geistigen jüdischen Problems, das nur gelöst werden konnte durch die sozial-geistige Revolution des Judentums selbst. Diese Macht zu organisierend das war der seelische Erkenntnis- und Bekenntnisaugenblick-Herzls, 'des Revolutionär?. Und nach einem Versuch, die Frage,im „Neuen Ghettoindividuell-seelisch zu lösen, der ihn nicht befriedigte, schuf Herzl den „Jildenstaat". Er hätte seine Sendung, die ihm bisher nur unbewußt^ im Machtwillcn klar war, erkannt. : r '^Siegfried Schmitz. Berlin täglich cmfKC nn Sonntagen rmkehren', und zwar ‘ Äün-Frnäz sto^is-Bahn ab 7 Uhr 5 Mm. f,üh und Mrn a« 11 Uhr, 10 Mür. abends. Die Züge führen d«rchla«f<«d> Wagen mit allen drei Klassm Wien—Trrschen, W«en— Bert n und Dien-Prag. DaS R e i f e p e v ö ck wnd im Ber» kchr uv scheu Wim und Beilin in einet« ver'Äloffenen fidllabteü drS Gepäck'-autrrrs M!tgeiük»rt. Die Revision drS Handgepäcki! nnv der Pässe erfolgt i u G. m Ü.n d in den Pnsonrnwagen. Aus dcr Westbahn ver ehren von DlenStaden -1. d. M. ay die Schnrllstige Nr. 207 und W8 Wien— Feldkirch zweimal wöchentlich, und zwar Wim ab $.111» 4t) Mm. früh jeden Dienstag und Freitag. Feldkirch ab jeden Montag und Donnrrslaa pnd Wien au 9 Uhr 40 Min. vormittags. In dem Zuge ist auch ein direkter Wagen Wien- Inn ö b r u ck—Ak e x a n eingestellt. ' ,} Ein Lonntagsvevllehr der LollalzAg«. ' Wenn die Kokkeneinläuie sich, weiter günstig gestalten, fall der schon lange b-strhende Plan,' an Sonntagen einen beschränkten Lokalzugsvettehr auizunchmen, nnt 16. d. M. durch» geführt we den..? Ab 1. d M. tritt bis ans Widerruf eine 2(%:ot Ei Höhung der seit 16- März d. I. in Krast stehenden, im Verordnungsblatt für E'smKühnm kundgi'machten Röllfuhrtarift für die Wiener Bahnhäse in Wirksamkeit. SkudenLsnst-eir ln Belgrad «nd Airam« Belgrad, 30. April. (Tel.-Komp.) Die Belgrader ntid Agramer Utiiversitätshörer sind wegen Differenzen mit der Negierung in den Streik getreten. Bei Zusammenstößen mit dem Militär wurden in Belgrad 39, in Agram 20 Studenten schwer verletzt. Ein Student ist seinen Verletzungen erlegen. * Sitzungen im Rathaus. Der Stadtrcrt hält Mittwoch und DonnecZtag vormittags Sitzungen ab. Der Geineinberat tritt am Freitag um 4 Uhr nachmittags zu einer Geschäfts« sitzung zusammen. * Todesfall. Gestern starb stier.rin 70. Lebensjahre der langiähug'' Borsebesucher PelerGeiger, Schwinge, vrt« unseres Redattionsmilglicdes Jakob Krause Tfr Der« storbene genoh während feiner s^jährwen Berrös ätigkeit wegen seines edlen Gemüts und seiner peinlichen Konekiheit di« Wert« schätzung weitester Kr.ist Das Leichenbegängvis findet Sonntag den 2. d. M.. vormittags 1 t Uhr, von der Leichenhalle des neue» jüdischen Fiie^hvfrS (Ul. Tor) aus statt. * Rach dem „Morgen" der „Reue Tag". Der „Neue Tag", der Nachfolger des „Fremdenblrtt", ist gestern zum letzten Male erschienen. Die Steigen rung der Betriebskosten und die Dresselung des Papierveranlassen ttun auch die Einstellung dieses! Blattes. Es ist sehr zu bedauern, daß das Publikum sich mit der unheimlichen Erscheinung der Verelendung der Presse so gar nicht vertraut macht. Es handelt sich am weit mehr als um. das Verschwinden von Zeitungen. Es sterben Blätter» die es versuchten, sich' gegen den ber uns herrschenden Geist der Zeit zu stemmen. Die Blätter, die bleiben, stehen abgesehen von den Parteiorganen — vielfach unter dem ' allmächtigen Einfluß von Finanzkonsortien. . a Eine Interessante Berlobnngeanzeige. Aus London kommt d«e Rachucht. daß HnrEttvinHerbertS amuel, d<r älnstr Sohn Heibnt S a m u e l s. sich mit Fräulem Hadassa G r a s o w s k v aus I a i f a verlobt bat. Mr. Edwin Herbert Samuel war während des Krieges Osst-er >m jüdischen Regiment in Palästina, wo er ferne Braut kennen lernte. * Große Spende der sckwedischen Ingenieure und Architekten für die Wiener Kollegen. Die schwedischen Ingenieure und Architekten haben dem Präsidenten des Oesterreichischen Ingenieur« und Acchitektenvereines. Stadtbaudirektor Ingenieur Dr. Heinrich G oldem und, einen Betrag von rund 680.000 Kronen zur Linderung der Notlage der österreichischen Kollegen und ihrer Familien überwiesen. * Schnellzug Prag—Rom. Aus Paris wird gemeldet: Nach Meldungen aus Prag steht die Einführung eines 44-Stunden-SchnellzugeS zwischen Prag und.Rom über Pilsen—Cger—München—Verona unmittelbar bevor. Der Schnellzug wird täglich verkehren. * Ehemalige jüdische Angehörige der Marine (Offiziere, Ingenieure, Unteroffiziere, Matrosen) sowie Motorboot- Mechaniker und Chauffeure der Autotruppe, die die Absicht haben, nach Palästina auszuwandern, werden ersucht, sich mit ihren Dokumenten zwecks Anlegung eines Katasters im Palästinaaint (Technisches Referat), 8. Bezirk, ZirkuSgasse Nr. 33, ehestens einzufinden. -, 111. Schwedische Liebesgahenverteiluttg- Die Hilfsaktion des Schwedischen Rotm Kreuns für Oester, eich verteilt in der Zeck vom 4. b'S mkluüve 7. d.M.zum dritten Male schwedi'che Lrri'rsgaben an Angehörige der noch in KnegSgefangenichaft Befindlichen und Bermißren, die ihren Wohnfitz rn Wien haben. Fannlren bis einschließlich zwei Kinder erhalten ei» Paket, besthrnd auS S Kilogramm Biotmehl. mitSund mehr Kindern das dovvelte Quantum. D e Verteilung im Schwedischen Lager, G'oßmarltballe. Abteilung .Polnische Ucischhalle",' findet von 8 Uhr früh bis 4 Uhr nachmittagstatt: DicnStag, den 4. Mai A bis F, Mittwoch den 5. Mai G dis L, Donnerstag, den 6. Mai di bis 8, Freitag den 7. Mai Lob biß 2. — An Dokumenten find vormweisen r Fürsorgeblatt, Einkanfsschein, Unte,haltsbeitr.,gsbogrn und amtlrcher Nachw'iS der derzeitigen Kriegsgefangenschaft oder noch Bermißthett. Dre Liebesgaben werden unentgeltlich verabfolgt. « Die allmächtige Nlkoholindufirie. Wie aus Annapolis gemeldct wird, beschloß der Senat des Staates Newtork. daß die Erzeugung von Bur in der Slärlr von 2.7ö?/0 lkohvl statthaft sei. * Jüdische Hochschnlknrse. Das. Knlturamt beS üdischm Hochschulausschusses bringt zur Kennrnis, daß die orlesungen der Hochschulkuri'e Montag den 3. Mm. begrünen. SämtKche Teilnehmer der Hebräisch-Kurse werd'N erinckt. sich Sonniag den 2^ Rtai. 10 Uhr vormittags, im BerbandShe'M. IX., Alserstrafie 28. zwecks Be'prcchlmg und Emteilun« in die Kiwse einzufinden. Reue Anmeldungen zu den unentgeltlichen Hebtäüch-Kmsen werden «och dti-sen Sonntag entgeg'ngmommen. Jnivlge der jüngsten Vorgänge steht fich der Hoch'chulansschuß veranlaßt. dlk.I ns kr, p ti o n sz eit für die Hochschullurse dls zum b. Mai zu verlängern. * Sngttsche Stretkstatistik. Di- AibeiPministmum gab gestern nn Untsrhau'e bekannt, daß es im Jahr e UNS in England l 1l3 StreckS gegeben Ijirt, von denn: 2,580.' 00 Arbeiter betrosten'wurden. Dtt Uabl der verlorrnen AtbeilSlage belräat S4.480.0bv.