Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 454 (27.4.1920)
- Date
- 1920-04-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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SV. 4S4 Wkett, Diett-srhA .. ...- ■■■ --■■■— jjffe ^Innere Stadt Lelangen konnten. Knapp vor Schlust , zier" Versammlung Erschienen' beutschnatiöttale StudenHn, pahmen auf dem.RalhauSplatz Aufstellung und Men dann nach Absingung nationaler Lieder mit den Msfen Ab?" Die Menge zog, gefolgt?von berittener Wache^ und KMhmastnsHast zu Futz, .laute Rufe gegen die' Ähen^ . AuMoßenh, gegen, den'achten.Bezirk," wo sie dtmn Seitengaisen abgebrängt wurd^.. '.'" Mn Teil der Demonstranten versuchte auch dprch die Lastmstyrße..iydie,M.e.rstratze ziehen, wurde iMch.' vo.n'^ der '.-.ÄWMjWche' zeHreM.?,-Jm -Hnsamplen^iNg..darn.it. Mo^..s'öH^....Ar.retierun.g?n wegen. WaHebelerdiguNg und MWolgeleisümg vorgenotEMworöch. . ...'7 ■■■■•■•■•• •' ' .<■ ,;• 'V Dr.. P l "a f ch k w'eM dtt.gMgen . «tiAttitWetkMDe 'W'OtmM««äe töte scharfe Interpellation eiytzebracht, die wir im KormmmalVerichte vollinhaltlich znm Abdrück Mtzge». M-ayA-' " >'.Ju, der gestrigen Nummerndes „Deutschen Volksblattes^ jammert 'Herr Kr..UM. W al heim aus Dodenburg über die Verfügungen, Einkerkerungen und Jnjernierrmgen, denen die Deutschen tu Westungarn durch lrffv^o'0^fl^^lA^e^otbctt;'^uS0e^e|£;.^^ttb;’ Er. Mrt-nrA einige kopfrete Mlle an. und tjtft dann , verbittert aus: >>-. . „Und alle die anderen, Re unter, dem Vorwände -fayrmupistischer. sSetätiguyg hon .Haus und. Hof vexfägt Me?gsMal^ch. eirrgezoaen rurd. nach, Häfmäskär geschafft Mrden," wo ' sie -'mrm'enschlrchen"'Mißhänttungen äuSgefetzt. sind'?' AuS : welchem wanderen- Grunde wurden sie vcrfölgt, wenn-nicht,wegenihrer-vnlrtischen Gesinnung?" Wir können es dem Deutschnationalen W a l h e i m nachfühlen7 wenn'er über die'OrMümkeitett der MagyprE die -sie - 'unter - den - ttichtMLen' Vorwänden gegen fxsMmrtivnäle undpMWd"Gegner veNben/^wehklaA Mkr' schlecht 'stHt es-'ihm-'und-best' Deutschnationalen an, öaEbdr aützer Rand'und" Band zü''geratest, dast einem DWmd -Deutscher' -ein"Unrecht' Mchöhen ist/ wenn diese HÄtschafteü' -irstd ihre) DvWre- ’eä ^ruhig) > ja - sreüdig hmnaKiW^ uUS-''E MitehMn^ da Hunderte von Juden rxnter demselben. Borwattd Angeblicher -kommunistischer UMriebe nicht' nur emgeckerkert und misthandelt,- sondern in 'Hrauschher-'-'Wekft hingernordet werden/'Es'-ist eine (üt$ Erfahrung und''trotzdem wollen es die.Chauvinisten einzelner" Rationen. pW' begreifen,' da 'die Duldung vori^VeWguÜgen- ^gsg^' eine-'jMioN) sich/rachen mutz an allen'änderen.. NÄrosteN,' . 'HEsolche^ Vedtzungen gedjrHsk HWK' - Bei den' Juden, sängt 'man . an' und die. anGW f-Hen--'riach?-. Und'- Ä'äs.-irtir'Denn 'Mlheims' GeH^ir^sDAK'M..MÄK'?"')'V;,"'* Gltd« dLK)7 Streiks der Iuduftrieangestelltön. - Kwischett^ den Jnduftriellsn und den'' streikenden An, gestellten ist' gestern' '«in' Ausgleich' abgeschlossen wordeii, zufolge der. Streik der Jndustrieaugestellten beendet wird. Die FgrEöM d^-ÄngestMmgÄhatter im Äusmaßc von 80 bis W Prozent zu^rhöhen,. wurde'^bewilllgt. . E,Me gestern stattgeplindene^ÄesWMM deL)'MHgruM^^„Wie«..des,BunheZ der Jndustrieangeftellten. ^ät MHossen,' den Streik unter folgenden Bedingungen abzudreW'M ./ .. /.... "";v; . ^Men'N MstenS ' dik . Unternehinerbexsam)nlung am -26. ^ril 'die ängegebsne Vechiiindlungsgrundlage tatsächlich be. schließt- Wenn bün den Provinzorganisationen Berichte vorliegendaß Re ^ÜierhanblunALN einen befriedigenden Verlauf nehmen und wenn, die Maßregelungen von etwa beabsichtigten. Ber,- kürzüngen.dsp Bezüge rückgaygig gemacht werden. ) "' Den Unternehmern wurhe mitgeteilt, daß die Berichte der Hrovmzorganisationsn erst im Laufe* des ..morgigen Tageß?eint.re.ffen werden..und daher der Abbruch des Streiks vor Mittwoch den 28. d. M. nicht erfolgen kann, SchieS^rrazzia in Wels. .tzbe«8sterrerch«ü vlerpriigel« de« Bezirkshnupt- . . . man«, samt dev Pokizvi. Mnz,,25. Avril. (Korr.-Bur.) Die Bezirkshaupimannschaft Wels; hat in letzter Zeit über Ansuchen der > StadtgrrNemde^ vorftchung Wels, und. ijber Beschwerde der Genoffenschast dex. HandDlente ^um . Schutz der Bevvlkenmg vor Schleichhandel, Sch ebcrri und Hehlerei eine in einem Welser G. a ft. h a u s ebrstudliche, Winkelbörse verboten. Als gestern trotz dieses, Ver-- büteS .m..diesem Gasthanse wieder ein - schwunghafter HanÄ mit diversen^.Artikeln belrieden wurde, -wurden, die ausgebvtenen Waren VM her-Polizei zur vorläufigen Sicherstellung beschlagnahmt. Daraufhin nahm die Menge für die Borsetzesucher Partxi und griff die Sicherheitswache t ä t l-i ch am Als sich spatc^-Be^rkShauptMun. Dr.- D.p. r r^i'-n g. , ßus tzen Stadtjrlatz brgab. stürz'te fich eine Gruppe ponLmten aufd.en HezrrMauptPönn. Ein Uybrkcumlev-versetzte ihm mit einem-Stock, einen-Schlag über,/die Stirn, was das Signal zu einem allgemeinen Angriff bildete. Bezirkshauptmann Dr. Dö'rrmg flüchtet« schkiMch mein Harrs/.-Er.'dat.zcih.lreiche-B e:»-t e-tz u n g e« i m G t sti ch t :Zud avr -Kopfe, -davongetragch-. Die österrekchrschen Kriogsgvfanllenstt tu Ans Bon sen'-Dtrb der "Meichdnbebsteö Zeitung" geschrieben: Eine Frau, deren Mann in sibirischer'Gefangenschaft. schmachtet^. .Hatto -ihre vor -Fahrchr »zach,,Amerika Ausgewanderten Verwandten, um . irMheine HM , für .diesen ersncht. Sie' erhieltdaraufhin' .von Amerika eineu Z e ifit n gs a n s '> -h ü i t t übertnitE, - der' die »ittgeh'enrm Gefahren, bene»» dir ärrnstei» Gefangenen ansgeiehr find, in grellster Mise beleuchtet. Die M.ldtlng fce* aMnsanischon 2vte«ee NroVge«ßerrhr«K ..... —————».«, ..-.n Blattes, di? unseres Wissens von dereuropäischen Presse noch nicht gebracht wurde, besagt: „In Sibirien urngekommen. Von 500,000 österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen . sind n'ach: einem Bericht aus. Wladiwostok an das Hautquartier des Roten Kreuzes in Genf 376.000 qiner Typhus- und Pockenepidemie.. erlegen.. Der Rest wurde von mnerikanischen, japanischen m»8 britischen Aerzten, welche auf..verschiedene Stähte an' dersibirischen Bahn verteilt wurden, a»n Leben-erhalten.- Oestlich-vom Baikalsee find auch chinesische Aerzte tätig, doch wird Pie Rettüngsarbeit durch den Vormarsch der Bolschewiken erschwert.",—- Beruht diese Meldung auf Wahrheit,- bann werben wir, tpenn die Heimtransportzr nicht-halb und energischausgenommen werden, überhaupt keinen.Kriegsgesangetten aus Mbixien mehr Wiedersehen. Der - Ku-liu-rskandal belastet - alle Nationen - der . Welt, die jetzt, zwei- Jahre mach dem. .Kriege, noch immer nicht - die lumpigere zehn . .Schiffe. Hereitstelleu können oder wollen, die genügen würden, um die ärmsten Opfer und die größten Märtyrer des unseligen -Krieges aus' ihrerverzweifelten, trostlosen Lage zu. befreien. . - . .* Beg«LH«iste <un heuttae»; Tags. Alter Fr i-e d b o fr lOUHrK r aus Man?, Vr'ÜUbrZ 5 b Gustav. 11 Uhr L ö w h Oskar. N e u e r F r i e d h o s: 9 Uhr 8 e d e r e r Grete, 9 Uhr 30 Mm. F u d i g e r Alexander, 10 Uhr S t r auch er Frieda, 11 Uhr R ose« b.er g Hermine. ^ronistische Sektto« Wieden - Margarete«. . Heute, Drenstaa. präzise V-8 Uhr abends,' ffudet »m Terraffeurestasträni, V., Margaretenplatz 6, die ordrntllche Generalversammlung statt. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu er-- scheinen. . - ' GewerbeförderungSamt des Jüdischen Nationalrate« iAbteilung Arbeitsnachweis). Offene Stellen: Bell e i- . du na■&; und P ntzw arenindusttje: 2 Herrenschneider 3 Schuhmacher. — Jnd ustrie in Ho lzu nd Schmitzwaren: 2 Tischltrgehilfen, 1 Dreckffer, 1 Möbtlvolierer. — M et allv er ar b eitung: iSchmied. —^Baugewerbe: 1 Schilder-, und Schriktenmaler, 1 Anstreicher. — Jn d uff re e-- i« 8 e d e r: 1 Ledrrgalanteriearbelter, 3 Taschner nach Pole». — K an f«8nn i sckeSPersonal: 1 Berkäuf« (Gla8 und Porzellan), 1 Laufbursche,2LaufmädchcM H ausp ers»nat: 1 Hausbesorger, 2 Mädchen sSr alles, 1 Kittdermädcheu, 1 Stütze der HauStrau. — Leh r l .l t« g.e: 2 Ttschler» 1 Graveur, , 1 HMMUer,"' 1 Steinmetz/ o . Schlaffer, 2 Bich-. ..bmckee, T Bildhauer, 1 Installateur, 1 StämpÄienerzeugeri -1 SchneidenZu melden beim^GewerbrförderungSamtedeS Jüdischen NattyPalrates (Abteihrns Arbeitsnachweis),Tavorstraße 20 s.?! Hesrnng unserer Lokomotiven «it Holtz- Durch ' Versuchsfahrten .wurde. in - kurzer .Zeit klargestellt, baß die - HoWueruilb der Lokomotiven -fogan auf. Hauptbahnlinten möglich ffei. Da für eine- Tonne Kohlen'etwa Raummeter. Holz zur Berfeuerung gelangen^ was' bei größeren Hauptbahnlokomptiven die Mitnahme von etwa 30 bis. 40 .Raummeter Holz beringtedie .auf-dem. Tender nicht-mehr Platz/ smrden,, mußte bei jeder Fahrt ein eigerwr Holz- .w a'g-e st -hinter 8er Lokomotive witgeführt werden. Die" Prerssteigerüng -stellte' die WirtschäftlichrM der Holzfeüerungin Frage-- auch -war. für - den HcmptbahndieNst zu erwägen, ob ist .einer Zeit großer- Wage«not>--Gr dix- -Beförderung.., der ersprderlichsn Holzmengen.um..'so viele Wagen mehr, zirr Verfügung gestellt stverlwn können.. Aus diesen Gründen .unterblieb: daW' zunächst' eine Ärstzedehnte ANwenMüg' der' Holzfeusrung. Neuerlich -unternommene -Probefahrten hätten,- ' wie -wir . dern „Eisenbahnblatt" entnehmen, guten Erfolg; :'ih'r .Ergehnls' war, daß -vom- Herbst--.dieses Jahres an, vor--- -läufig' auf -allen. Nebe.nlinien (Lokalbahnen), die Holz-., ffeuerung eingesührt wird,, und zwar so, .daß je zur Hälfte Holz<und Kohle'zu-verwenden ist. b Generalversammlnttg. Bor kurum sand die General" Versammlung des BethauSderemes der Santzcr Klmrs statt. Der Borsttzendr te»lte mit,Imß^s gelang, die NnierbÄnglmg de8 BethauseS. turlche?- wegen der Wohnungsnot in - der letzten Zeit großen Schwlerigkelte« begegnete, dauernd .zu stchern. Der Obmann Herr- Körnet hat nämlich, als sich vor ünigm Monaten WohnungSkalamitaten - rmstelltrn. den Bethausvrre'm in Tctn Haus, II., Floßgasse 9. äusgenommm und gleichzeitig verfügt, daß der von dem Vereine gezahlte Jahrrszins als Fonds für emc HeiratsauSstanungS-Stiitung verwendet werde. Die Eriragniffe der Strftung sollen alliährltch an ein armes jüdisches Mädchen als Dcrsteurr mr Berehellchung verwendet werden. Die Generalversammlung nahm dies-mir großem Bestall zur Kenntnis und beschloß, dies« Strftung durch .weitere Spenden zu vergrößern. Es wurden nochwährend der Generalversaminlung von . den Herren Simon Thvffrr, Jakob März und Husch Eder zusammen K 5000.— flesvendet. Bei der hierauf vorge'nommenen'Wahl wurden gewählt: D»e Herren S. Komet als Odmamr, Akiba Schreiber I., Salomon Ganger, H. Obmann-Stellvertreter, I. J. Goldkerg. Kassier, Hrrich Eder Kaffier-Stellvertreter, Hirich Ur». Schriftführer. Ferner dre Herren Jakob März, Simon Thysser, Lazar Uri, Pinkas Gnewisch, Josef Wernstein und Josef Nußbaum zu Ausschußmrtgl'edr'n. Die deutschSsterreichischen Ruheständler in der Slowakei. Die Preßburger Finanzdirektion bringt den deutschösterreichischen RuhestäMern zur Kenntnis, daß ihnen über Auftrag des Finanzministeriums in Prag die Vorschüsse auf ihre Ruyegenüffe in den üblichen . Quoten auch in den Monaten April, Mai-und Juni d. F.'unter den bisherigen Modalitäten bei den zuständigen Steuerämtern ausbezahlt werden, weil ihre Ansprüche von; der deutschösterreichischen Regierung noch nicht übernommen wurden. - * Schrilerfahrteu aus der Straßenbahn. Anweisnngerr für gemeinsame Fahrten von Schülern urrd Lehrpersonen (1 Lehrperson, 20 Schüler, nach dem Kinderfahrpreis) werden in Zukunft nicht mehr bei der Kartenausgabe der städtischen Straßenbahnen, Rahlgasse - 3, sonderü^ in der Kanzlei für Fahrpreisbegünstizungen, -Fatzori'enstraße 9, Direktionsgebäude, ausgefolgt. . - ' *- Expreßzus Paris—Wien—Konstanttnopel. Aus Belgrad wird gemeldet: Die französische Regierung hat an die jugoslästiische Regierung die Aufforderung - gerichtet, den Orientexpreßzug, der täglich von- Paris nach. Belgrad geführt wird, zu verlängern und rhn-über Wien bis nach Konstantinopel zu leiten. Die jugoslowische Regierung hat diesem Wunsche zugestimmt. . ' Die Bekämpfumg der Epidemie». Aus Paris wird -gemeldet: In der letzten Woche haben aus Wunsch' des Bölhevbundrates interalliierte Verhandlungen -zweö^ Schasftmg eines .Gesundheitsamtes zur:.VWMsN»g^.-ev^..MW«üen auf den : ganzest. Erde, stattgefunden. ,Es,-wurde. .beschlossen,-' am Sitze ..^.peS Völkerbundes'ein internationales Exekutivorgwi-zu schaffest' und -dre Mitarbeit stwifchen -der neuen Organisation, de» ''Gesellschaften, vom Roten-Kreuz unddem'Internationalen Arbeitsamt, nach Möglichkeit zu pflegen. Ferner -wurde der Beschluß gefaßt, die .Typhusepidemie in Polen zu bekämpfen und ihr Vordringen nach Westeuropa zu verhinderu. . * Abnahme des Reiseverkehrs Wien—Budapest. Aue! Budapest wird berichtet: Wie „At Ujsag" meldet. Hot der Rcisevertehr zwischen Wien und Budapest in der letzte» Zeit! so abgmommen, dgß dieSchnellrüge halb leer 27. April 1920 Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Steinhart, Wie«, I.,Biberstraßt 9. 47sm verleb r e n und Karten immer auch vhnr Vormerkung zu bekomm rn find. * Et» Jastitnt für höher« chinestsche Studie* i» Paris. An der Pariser Sorbonne wsrde vor einigen.Katzen baS , ««rerrrchtete Institut für höhere chinesische S,t u d i e « eröffnet. DieleS mit stnanüeller Hilfe der Realdrung van Paris und Peking errichtete und erhaltene Institut bat, wie. der chinesische Botschafter m Washington und Chef der chmrsischen FriedenLdrle'tzation W. K ov auSsührtr, die Aufgabe, über alle Entserrmngm hinweg eine Brücke zwischen de» Zrv.rlst. satitzNev des Onents und deS Okzidents zu schlage», e« Terrain' m schaffen, ouf btm sich die Poüosopbie» des KaufurwK' imd ' deS VrendlandeS begegne» und di» «t beiden Lander» feit KaK« hündrrten angesammelte Kultur ausgetauscht wird. Das Jagdschloß Schratte»«» deS Herzeg* po» Eamberlaub «iedergebeaaut. AuS G m u « d e » wird gemeldet: DaS Jagdschloß Schratten au deS HerzvaS vor C u m b e r l a n d rst samt Nebengebäuden durch eme» Brand ««geäschert worden. Der Schaden ist rm beträchtlicher. -Die Enlsiehungsursache des Brandes konnte «och nicht srstgrstM. werden. - * Berhaftiing des Leiters einer WohltätigreitSsammlung Alst 22. d. M. hat sich der Leiter einer Sammelaktion Otts ' Eugen S e e t h a l e r durch einen Revolverschuß schwer der« letzt. Er wurde in das Sanatorium Auerspergstraße gebracht. Dort wurde er . unter, dem Verdacht des Betruges und-der ' Verüritreuung verhaftet. Bei seiner Einvernahme gestand -- Soelhaler, :m Laufe der letzten vier Monate des. Vorjahres den grötzten Test der für Wohliätigkeitszwecke eingefammelten . Spenden im Betrag von ungefähr 177.000 Krone» sich gru gesi'gM und in..Nachtlokalen 'durchgebrgcht .su haben.,.. .. Grütze Bahndtebstühle aufgedrÄt An- Ä G' - si e tt.en wird gemeldet: AuS dem yiesise» BahuhvWUS-zsN wurde» Waren im Wrrte von rund vier MMvntt verschlevoH .Der'- Verdacht..- der' TSterfchast richtet sich. gegen 17 - Kah»« -arbeitrr.. * Das Kerschwittden eines Wtvree Kmdra i» Italje«. Wir. berichteten bereits, daß die mit . einem KivdertransporL des Arbeitervereines .Mnderfreunde^ .nach Italien abgesandts Agnes, P o lak ans dem - Hause' ihrer Pflegemutter - Ursula S e t.t onini in Monfalcone verschwunden und wahrscheinlich - mit einem zweiten, .gleichaltrigen Kinde, namens Marie ^esrlmg, entführt worden fei. Agnes Polak wohnte ber. ihren Großeltern in Wien, Alsergrund, Hahstgasse Nr. Ist. Ihre Mütter Therese ist in Berlin in Stellung. Der Bater des Kindes ist; im- Weltkrieg gefallen. Der eche?.iWLf»"dNt'-'.'"- «'- AgneS ihren Großeltern schrieb, ist vom 35, Februar datiert. Am 8. März schrieb Agnes einen zweiten und letzten Brief > an die Großeltern. Dieser Brief ist aber laut PosiftemM. -; erst wtt 25. März von Monfalcone abgegangen. ' * Unfall. Im Gebäude des Staatsamtes in der Ovvzellangüsfe Nr. 38'brach sich gestern die Beamtin Lea F t a ü L, Neubaugafse 24, durch Sturz Len rechten Unterschenkel. - * Haben Sie alle falsche Zahne? Hirfur höchste Preist» auch für Platin. Gold. Silber, zahlt Spezimist B r st.üst-. st e i n- Wie«,Weihdurggaffe 16, Ü. Stiege, Tstr b. j * Kohatyuer Flüchtlinge. Versammelt ench i« LoN deK Jüdischen Natioitalrätes, U. Pratecstraße 9/4. am 29. Aprils 4 Uhr nachmittags, behufs Dttrchführung der Wahl tzer Vertrauensmänner. ' Kommunales. Wiener Gemeinderat. Sitz»»g a« 2«. Apnil. Eine InLerpellatio» de« Ge«ei»derate« De. Ptafchkeüber die deutschnationale« Exzeß«. Der Gemeinderat hat in feiner gestrigen Sitzung best von ünS bereits verlautbarten Antrag des Stadtrates, ein Anlehen im Betrage von 500 Millionen Kronen aufzu-. nehmen, genehmigt. Für den Wechselkredit im Betrage vo» 200. - Millionen stimmten die Sozialdemokraten mit den Jüdischnattonalen, dagegen die Christlichsozialen. LÜr - die -Ausgabe von Schatzscheinen im Betrage von 800 Millionen Kronen stimmten sämtliche Parteien. - . - In die Debatte griff auch Gemeinderat Dr. P l a s S, k e s ein, welcher bei dieser Gelegenheit die gestrige Demolierung der jüdischen Menst» durch./heutschnationale Studenten in schärfster Weise zur Kenntnis des Hauses brachte und unter großchn. Beifall dem Deutschnationalen Erntner, welcher die Ausführungen Dr. Plaschkes' durch Zwischenrirfe störte, die ver- ' - diente Abfuhr zuteil werben ließ. \ Die Attsführuligen Dr.. Plaschkes' gipfelten wesentlich '! in' fylaendern: Was bei dieser Gelegenheit besonders aüf-- fällt,' 'rst die Tatsache, daß die interessierten Kreise alles tzärayfttzen, um das Vertrauen zu untergraben, welches un- -erläßlich ist zur Erlairgung eines Anlehens. Wer der Gemeinde Geld geben soll, will nicht nur auf ihre gegenwärtig^. Zahlungsfähigkeit vertrauen können, sondern auch, auf ble Sicherheit und Rühe in der Stadt. Der Vertreter der christlichsozialen Partei wollte es letzthin nicht gelten lassen, > - als ich von der Kulturlosigkeit zahlreicher deutschnativnalsr -Studenten und van den infainen antisemitischen Aus-, schreitungeu deutscharischer „Kulturkämpfe^ sprach. Nun basten ' wirvor wenigen Stunden den deutlichsten. Beweis dafürerhalte», wie. gerechtfertigt diese Behauptungen waren nnd daß sich die edlen Burschen der ,O ltzm p ia", „T e u to u ia" usw. emsig bemühen, meine Angaben durch ihre schändliche« Tatennoch ber.weitem z,r^ überflügeln. - ' Heute nachmittagü haben wir nntisrrnitische. Sn^enten<msNrLttnns<n I von größten Dimensionen auf der Universität -. -«ich-'... i«-.--,- anatomischen Institut erlebt/ Die Herrschaften habensrch'- ' zuerst'- gegen ihre Lehrer gewendet "und' dattu. üm ihr.- Heldentum zu mehren und ihren Bübereien die Krone, auf-> züsrtzen, die j ü d i s ch'e Mensa a c a d e m i c a. eine Speist a'nstalt, in welcher nicht nur jüdische, sondern auch tschechische,, ukrainische, .politische, ja sogar -deutsche Gtudeutrii ihre«. Hunger stillen, <. . ' ' / , . hinterlistig Werfällen» darin alles demoliert, was nicht uiet- und ua^elsr'st ist, und einen Schaden von 100.000 Kroue n augerWx/ iWwML-lN'^ Di. KL^liKr DÄi fofo i« Mstle^