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Wiener Morgenzeitung · 1920-04-25 · Heft 452 (25.4.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 452 (25.4.1920)
Date
1920-04-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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SeSe L? «nMWO'iiiM'' 'fiiwnrMKani Wien, Sonntag Wiener Morgenzeittrng 26. Aprll 1S20 ,»»«»>»».» .— l.l.,——PWWWWMch, Ae.«N rr feit Monaten doktert bicj Entente ov.jdom VroMm der Teilung' -er Türkei^ herum. Die Verhältnisse der bisher) geü Ärkischen -Provinzen' sind inzwischen immer nn° lejiinder geworden. '.Eine Uebere'mstimmung zwischen Frankreich urrd England ist noch immer nicht erfolgt.. Erst seil letzter Zeit kann myn aus gewissen Meldungen iaiueijen,. daß'Frankreich in der syrischen Frage zu "einer n'^aision Nachgiebigkeit bereit ist. Jedenfalls sinddre Tuiwierigkeiten einer Lösung des türkischen Problems din.h die bisher geübte Verschleppungspolitik gerade ii rof» genug. Das Unvermögen der Mächte, bezüglich des 5-wicksals von Löonstantinopel. und der Stellung des.?,n!tan-Kü!isen'zu einenr eindeutigen Entschluß zu kom° nrc:i, hat die Erreguiu; in der. islamitischen Welt an- '. noellen lassen und der anatolischen Aufstandsbewegung 'N'uen'Wmd in die Segel Zugeführt. Die führenden •t» o*ife der Araber, denen die semerzeitige Zusage Engl. ' dö die Unabhängigkeit verbürgte, sind einem gefähr- >is-7n Chauvinismus verfallen, welcher den tatsächlichen rijältniffcn Vordew.sicns, dem niedrigen Kükturniveau Araber und ihrer mangelnden.Fähigkeit, den Orient' .inirisieren, keinerlei Rechnung trägt 'und sich bereits '> beklagenswerten Exzessen geäußert hat, denen jüdia- ■ Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Emir Faisul, . - arabische Kronprätendent, hat dem Drängen der ' perialtjieit von Damaskus nachgegeben, sich zum T ag vo: "Arabien ausrufen lassen und rrimMt dem . . .ä.sijschcn^Problem gegenüber eine höchst-schwankende.'?.ltuug ein- Die ärabischen Großgrundbesitzer, welche i 1 ici: gewohnt waren, die armen Fellach^ auszubeuten, :: on ein Leichtes, die unzivilisierte und jedem äußeren >.!'sluß leicht zubängliche arabische Bevölkerung aufzu- '..en und deren Instinkte. aufzupeitschen,. um desto : hier un Trüben fischen zu können. So ist es höchst 'T lg geworden, daß die Entente in der türkischen Frage g' einer raschen. Entscheidung gelange. Nicht nur' im indischen Interesse, sondern im eigenen Interesse'der Mächte selbst muß ehestens ein klarer Zustand geschaffen inerden. Daß England von dem durch die Balfour-Erklä- : nng gekennzeichneten Standpunkt abgehen werde, er- ' reint durchaus undenkbar. Nicht nür weil dadurch Eng-. . u'.ds gesamtes Prestige in Frage käme,, das fern Word rcrpfändet hat, sondern weil es sich hiev auch um-Eng- ..rds eigenste Interessen handelt. Man wende nicht ein, . d das jüdische Volk zu schwach ist, um sich, gegenüber r Machtpolitik der anderen behaupten zu können. Denn .nur durch die Entscheidung im Singe des Zionismus, r.r dadurch, daß das zivilisationbringende jüdische Ele- . ..nt in Palästina festen Fuß faßt, kann Beruhigung in. drn vorderen Orient getragen werden. Unsere Anrüche sind so heilig und unverjährbar und so durchaus . < neimdnurnend mit den Interessen der Völker, daß sie i gegenüber einer jeden kurzsichtigen Gewaltpolitik benipten müssen, die noch immer Schiffbruch gelitten hat, '.r.Eür das heutige Weltcnchaos den schlagendsten Beweis jringt. Wir berufen uns nicht bloß auf unser altes . 'torisches Recht — ein Schlügwört, mit dem bei'der . vfajsung der Friedensverträge so vielfacher Mißbrauch, (neben wurde — sondern auf das ewige lebendige 'cht unseres Bolres, Las durch ztpei Jahrtausende einer exhörten Leidensgeschichte niemals aufgehort hat, an . fiem inneren Zusammenhang mit der Urheimat festbalten. Es gilt, ein heimatloses Volk in sein Land zu rpslänzen, einen Traum von zwei Jahrtausenden zu lullen und den wichtigsten Punkt des künftigen Vorderen in die Weltkultur einzubeziehen. Wir wollen uns ^löftiria nicht schenken lassen, wir wollen nur die Mögnhkeit, jenes Land mit unserer Arbeit, wieder aufzunuitcn, das nach jüdischen Menschen schreit. Tausende : ent jungen Juden warten auf das. erlösende Wort. Daß?s schleunigst komme, liegt nicht npr im Interesse des iidischen Volkes, sondern im Interesse der europäischen äoliftk und der gesamten Menschheit.- Sie Urheber der Ausschreitungen in Palästina. In der letzten Nummer des ,Haolam" besaßt - Ä. Davidsohn mit der bis heute noch unge-; .am Frage, wo eigentlich die Urheber der in der --^gemeine» Volksstimmung durchaus nicht begrünündeteu judenseindlichen Ausschreitungen in Jeruom zu suchen seien. Ec weist zunächst daraus.hin, s; alle bisher veröffentlichten Berichte sich um diese - -age herumdrücken und die offiziellen Mitteilungen Z Reuter-Bureaus einerseits die Sache als harmlos, -dererseits als den Ausbruch eines angeblich lang erhaltenen Zornes der Araber über den, Zionismus -rrustellen versuchten. Auffällig sei jedenfalls,. daß e Plünderungen sich zwei Tage wiederholen konnten niw die britische Verwalturig nicht die Mittet fand, .•m dies zu verhindern. Ueber die. Nolle der Beamten ec bntijcfyeH Verwaltung schweige sich N-eu'cer gründe ch aus und dies allein sei ein untrüglicher Beweis iHb:, daß die Administration in Palästina an' den schämenden Vorgängen mitschuldig ist. Es' sei nuniuehr keilt Zweife-l, daß die britischen Beamten iw P-äläina durch'diesen von ihnen'geduldeten und vielleicht .'ch geföcvorten Pogrom' den Zweck verfolgten, die/ a? sch Zentralregierung in einem den Zionisten ügünstige-,.. Sinne zu U-eeinftuslen. Es sollte dadurch in . oudon de/ Cinürua heryorg-erufi-'N werben, daß di, „Verhaftungen tn großer Zähst- . LLrmszenen in derungarischrnNaiiönulversammlnng. Budapest» 2t. April. M. T.-K.-D.i In ,der bmtigen Sitzung der Nationalversammlung kam rS. zu einem e regten Zwischenfall. Abgeordneter D r o z d v. gegen den von festen der. Parier der kleinen Landwirte wegen seines Verhaltens während der KomttwNistcnhcrlsAaft eine UnftrchäuMg m Zuge ist. machte in emer Rede du BemerkuNg. k«Vw en u n hege e ist l i ch e r lv e r s e B erhall n n gen i n g r o ß e r F a h l v o r. In Abwesfuheit des MiuistrrvrMnnteu «ahm Finan.zunMrr Baron KormUst nammS d^'. Regienmg gegen düst Aeußeuurg StcEuug. woraus Äbg-'ordrnierfDrosdh abe^mats das Wort crgnsi und erklärte, er wolle, daß der gute Ruß Üngarus nach den vhuehin schon verdächtigen . . . lHiemuf enlstand -ein. ungeheurer L ä k m, insbesondere die Abgeordneten Huszar und Huber riesen: Solche.Reden dulden wir nicht!-E r i st r i n K v m m uni ft. H i n a lt § nt i t i h ru! So tzars er «ich sprechen!) > "• ' Präsident Ncrkovszkp er leim dkm Mgrordstetm Drktzdy den Ordnungsruf und entzog ihm das Wvn. Im weiteren'Berlanf der Sii-ung.-ergrisi D r v 5 b p Ab,'«ordnrter . neuerlich -aS Ävrt. und <Mr!e, ..ec wolle dun Men Ruf. nicht noch -wärt'.' Abbruch tu«. (Eine, konüch; Geschichte: Kaum ’ Wch; em AL»;köre::tiLr em wahres Wort, wird er. znnr .Kommunisten. gestc'nrMt und muß sich schließlich rwch' eritschnldi'gch, weil er sonst ..abi-chkLig" Werden könnte. Die Red.'» - - * r KZni§sparLeien. Ein pdinÄcher Irrtum des Bischof« Prohaszka. Ungarn föim sich den LmuS erlapbrn, zwei verschiedene, ja,, wie em Boftallchus jütrgster Zeit ze'gt>,.^«ander.' sogäv -HidV» strebende K S n i g S p a r t't i t n zu besitzen.' Di^ nne ist die- „R 'v-v a t i ste« pnrte i", die zweile ist die „Partei d e § n a t i y n ä len K 5 n r a t u nr s".- In^der Beneynnn'g liegt schon der grdste.'ÜMersch'ied der Ziele der-beiden Gruppen. Während die -lrbtgenänptr. deu uMa'rsschen Thfvn für die Habsburger reserviert ' wissen . will, stch't die - aUdkre aus ' dem Stmtdpnnlt. daß Ungarn sich ' einen König wählen ruüsse^ der dein Lande drn Uößl?u Nutzen düngen kan« und frei von 'anderen Asruchlonen ist. Der Prästdevt der Ropalistenpariki ist Bischof P r o h a s z k n. Bor einige« Togen geschah es nun. daß dem Bischof Peohäszkn seine Ernennung zum lebenslänglichen Ehrenpräsidenten der ~7 Partei des. nationalen Königtums -«i8. .Haus 'geflogen,"karrst. Der Ptschof war freudig bewegt unh' nahm da'nkerch an. Dir GeschästSWrunü der Royalisten- Partei, die davon erfuhr, kam m Erregung und verlangte von ihrem Präsidenten Aufklärung. Dieser war wieder verdutzt, dev« er hatte keine Alstmng. daß eS noch eine zweite Konigspartti in Ungarn gebe, und war der Meinung, daß die^ Ehrung ihm von s e i n e r ^Ropabstenpartei zuteil geworden sei. -Nach erhaltener Aufklärung ging er hm ünd lehnte die Ehrenprästdentenschaß der Habshprg?Partej wieder daplenb alr- - - . Araber den Zionismus lÄP eine zionistische Orientierung in Palästina mit En gesetzlichen'. rMd ungesetzlichen Mitteln zu bekämpfest bereit seien/. ' / Z. . Die Äeamterr der-brft:schest Bermaltustst Hst Palästina waren, von -Anfang an den mt sie gesteMerx hohen Anforderungen nicht getvachsrn. Es waren Durchschnittsbeämte/' die für die, verschi'denen "verwick^ten Fragen, die,sich 4ei 'einerf:NeuZLMtvnL..hir/'Di«ge in Palästina naturtzemäß ergeben müssen, nicht, das geringste Verständnis, aufbrachten. Sie haben Verfügungen erlassen, die -nicht nur gegen has Interesse des Zionismus,. sondern auch gegen dasjenige des von ihnen vertretenen .britischen Reiches' verstießen. Die zionistischen Kommissionen-mußten gegen splche. Verfügungen, die'sich -immer mehr und mehr wiederholten, Berufungen einbringen -und Beschwerden erheben, wolckie eine Widerrufung dieser Verfügungen durch die Zentralregierung zur Fplge hatten. Durch diesest Widerstreit' zwischen den zionistischen Stellest in 'Palästina und den Beamten der Verwaltung wurden die letzteren immer gereizter und sie'begannen dßrsan Mt durch ihre Nnzul-nglichleit hervorgerufene Kampf als ihren persönlichen Kampf anzusehen und zu führen. -> Davidsohm führt weiter aus: ES ist nicht festgestellt, ob diese eigenmächtige-Politik der. Beamten die Zustimmung der - Zentralregierung gefunden hat und ob' sie überhaupt von der englischen Regierung aus irgendivie beeinflußt worden ist ode? nicht. Die Luft ist noch., immer volft von lügenhaften offiziellen Meldungen aus Palästina, mit denen die Beamten» ihre politischen Blößen zu pordecke^ trachten- -Die Zentral- Legierung wäge.doch dieses Lügengewebe endlich Lerre^ßen und durch Pi« Bestrafung. der schuldigen oder fahrlässigen Beamten erklären, daß sie. ihr Vorgehen nicht billigt und daß sie frei ist von jeder Mitschuld an diesim Verbr-echep. David sahn schließt diese offene Aussprache .folgendermaßen: „Pogrom irr Jerusalem. Das ist ein Ereignis, das Sühne heischt. Es. giht in dev-Panzen Welt keinen Illden: den diese Nachricht nicht ijn Instern erschüttert hätte. Jerusalem ist die Hauptstadt Unseres Voltes, wie sie es ehedem lvstr, und.bis zum heutigen Tage ist die Mehrzahl ihrer Bewohner jüdisch; die Augen aller nuserev BölksgenosM,sind dieser Städt Lugewende^ selbst wenn sie kein«-Zjaniften sind, und sie bildet haute das einzige Licht .in der'Finsternis unseres Galuth, den einzigen Punkt, der uns mit dev in. Vorderbchrit gesunkenen Menschheit, und mit dem gegenwärtigen. Zustand d-ersühnt. Verlischt auch dieses letzte Licht, dann wird die . FiststerniSnicht nur für uns,. sondern, für die ganze Welt vermehrt werden. Dse Pogrome werden unseren Mut nicht sinken lassen« Und sind'wir nicht stark genug, um uns'selbst zu ntihqn» so ist noch Kraft genug'M unS^ anhsron zu schaden/< Der MhochverrLterische« Öderr<chbt«er Vv» Szege-kü, In Ungarn ist heute tatsächlich kein FWr MW seiner Freiheit und seines Hebestsicher, selbst diejenige« «nicht, die ihr kauzes Letzen lang im Diensta demagyarischen Chauvinismus standest und zU den erfolgreichsten. Zierden der MaghaisierungSpvlitik gehörten. Der neu« christliche Kurs in. Üngärn stveckt HM Fangarme aus'; und nichtist ihm heilig, selbst ein ^>r. Emannel L ö w,j Oberrahtziner von Szegedin, nicht, der, wie sein verstorbener Mater Und. MrgänMom- Mrte, nie anders als in der magyarisch-pgstörä.leW- Aftilc^.geWdet gKht» dessen Predigten und ungär4sche"Gebetbücher vonmaMarischem. Hhperpairiotisnms stwtzen und der.'diesen seinen i überschwenglichen Magyarismus vMWüigen Jahr«»' erst damit besohlen mußte, baß er auf den ihm bereits Mgesicherten PsHpn - eiüös. Oberrabbiners von Wien , verzichten rnußhe, weil die Jüdisch nationalen tzegsst. ib»,.' den MraassimilantL!r, den Ultramagyaren, den hest'-gsten Kampf fülirten. Ürid nun must sich dieser'Führer b«^ assimilätorischsn -JMMlMs jn. Waarn gefallen lassest,', daß ist der ungarische^ NationaMrsammlung irstendeiw Mensch über ihn herfällt, ihst öffentlich de- Hoch««- Verrates zeiht -und ihn de.r. „Ahrrdung", wie sich der Mtürstevpräsldent Überantwortet. Gvost ist! die Schüw, die Dr. Wastnel -Löw Jahrzehnt hist-« durch auf sich , gcladest Mt,, aber nicht» gegen dä-i Magljarerrtum, dasihm jetzt sö schnöben Undank zollt,! sondern gegerp sein eigenes jüdisches Volk: dem fer iü der 'Mghttrischest Afstmitatidn ein Führer war, -LtK, - er es dahinsührbe, wo es heute ist Ungarn steht. Es^ ist ein bitteres Mrwachen und unser tiefstes Bedauerns und Mitgefühl begleiten diesen verirtten Volksgenossen'; auf feinem ihm nunmehr bevorstehenden Marterwegej magyarischer.ch.istlichnalchflaler Jstquisition. . t\ Das „Neue Wiener Abendblaft" meldet aus Bubst-> Pest , vom 24. Wril: Infolge seiner in der gestrigen« Sitzung . der .Rationalversammlung zur. Sprache.ge-t brachten Aeußerung wurde der Szegediner Oberrabbiner Dr. Emanuel Löw gestern der Staatsanwaltschaft vor- < geführt und nach Beendigung -des Verhörs in Haft > behalten. . > Der „Abend" teilt zu dieser Affäre folgende Einzel ' heften mit: . Was hat nun Löw erzählt? Er berichtet, dem Journalisten v-mt einem der vielen Morde der Horthy-Buben. dem einer seiner Bekannten zum Opfer gefallen war. Es hatwelt sich um einen gewissen Menne. Müller aus Szegedin, der noch zur $eit der Räte-! diltatur in Ungarn in Anwesenheit, des weißgarbistischen Offiziers Bibo Kritik an der Nationalarmee ge-! übt tzqtte, später in Budapest von Bibo.erkannt,- verschleppt und grausam ermordet. wurde. So. berichtet das klerikale Budäpestev Blatt „Uj Nemzedek". Was fönst stn angeblich verbrecherischen Aeußerungen dem Oberrabbiner in den Mund gelegt wird, muß der Verantwortung des holländischen Journalisten überlassest werden. Dieser holländische Journalist ist eine sagen wir — interessante Persönlichkeit. Er heißt Hollosy,, ist ein ungarischer Journalist, der obwohl Juiw von Gehurt, sich als Vollblutchrist und in der Eigenschaft, eines . Berichterstatters, des „Algemeen Handelsblad" als Vollblutholländer ausgibt, in . Wirk» sirhkeit aber journalistischer Handlanger im Dienste der klerikalen Mordwtrtschast in Ungarn, wo er gleichzeitig als Mitarbeiter des „Uj Nemzedek" tätig ist. Ä ü d st p e st, 24. April. (Tel.-Komp.) Der „A Rap" . veröffentlicht eine Erklärung des Oberrabbiners Doktor Löw, der, wie bereits gemeldet, gestern über Veraulaffung der Szegediuer Staatsanwaltschaft verhaftet worden ist, wonach Dr. Low bei der Unterredung, die sein Bruder mit dem Journalisten führte, nicht zugegen gewesen sei und daß er sich weder vorher noch nachher einem Journalisten gegenüber irgendwie geäußert hatte. Die Senatswahlen in der tschechischest! Liepubttk. Preßtznrg, 23. April. (Privat.) Das Zentralkomitee der Vereinigten jüdischen Parteien versendet einen Aufruf, in welchem es die jüdischen Wähler auf die eminente Wichtigkeit aufmerksam macht, die einer geschlossenen Abstimmung bei den Senatswahlen für die Vereinigte« jiid.ifchen Parteien zukommt. Alle jüdischen Wähler ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit werden ermahnt, bei den Senatswahlen am Sonntag für die Liste der Ver° eingten jüdischen Parteien zu stimmen. England wiL -gß WirMaftHlebeu ^efterlkeichS anfrlchten. Der Hrrald" verSffrntlicht in feiner Pariser Ausgabe hm Pjan eines mMrhrn FmanzsyndikalS, durch desie» Tät>gkkit Oesterreich- Wiederaofba« gefördert werde« soll. Oesterreich mlisse Rohstoffe und Kohle erhalten und instand tzosetzt werden, Fabrikate -um Export -« produzieren, MÜ dt« Nationalstaaten mäsie ein swir Handelsvertchrb ergrsiellt werde«. An dem ShMat sind führende britische Danken und Bankhäuser . beteiligt. Sitze SludienkamnMor, soll ritzgeseyt werden, hu den Hauptsiy in London und Veitrewn-ctz in Wien und in heu HsuvMjm der SMistonsstawen hot. In- Gewicht M Mer qndum die hohe Lvhnjpanmug rwffchen hier und England samt heu Kolonialgebütm. - PKptnm-nt-prschest. ■ A^Gvez'gMglft über dm SMsyvravichtza w-:- ru der Mstm Woche qWvM w dr«» Hchnngm^sN D«e»s , a a, Mit«Äö« mw DounerSrag ßmMMre. tzunächste, «wmg des Plenumfindet dann am 4. Mm statt.

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