Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 445 (18.4.1920)
- Date
- 1920-04-18
- Page
- Seite 9 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Jlt 445'. Wien, Vomtag nwiWHiMMii Wiener Margenzeitiirrs L8. April 19M Seck-- bloß nach -M MWarstraigrsetz geahM worden warm. so wprrn die Gtrvpk und daS Hinterland mit ein--' solche»^Me«-e von Drückeber germ. Fera- Nngen und U t b e x i '& tt f er « voll cnwelen. da» man, eine gapze Arme« damit hätte auiktellemkönnen. Der Gmeralanwalt hielt dem Angeklaatm vor. daß nach der »weilen haaaer Kyn-/ ventron fell'fl, in flagranti ertapp!« Tvioue «icfit obtir Gerichis vellohrm H3»<en vcnuteilt werden köflnen. Der Ange?la.i-e nichts daß er Hey Besehl hatte,! ans. das schärfste nach dem KkregSnotzvrhrgesktz v o r 3 »gehe «. D-.r Vo;si-ende bemerkte dazu, rs scheine sich aber ein K r r e g S g e nt v h n h e i t S« g e f e tz da e i n g e b u r g e r 1 zu haben. Es grlanatrn sodann di« e r fl »e l n e n F a k t e n »n- Erörterung, bemglick deren der Angeklagte immer wieder aui d: Brüimmunaen des A. O. K, bemqlich des KriegZnotmftzr^chteö «vd seiner schäristen Anwendung sich derlei. TS tritt sodann eine P a u 1 e ein. Pchlutztyoxt des Gfinerarstsatsanwalts. * Bei Wiederauinahme der Äerbandlung um & Nhr^nach' mittags erteilte der Vorsitzende dem GencralsioaiZauwalt Doktor Gastbeimb daS Wort zum Scklußvortrag. 'Er jl'chrie in-sehr anschaulicher Weise aus. daß nach dem EraebruS deS Beweis versah'enS der Anaeklaate m allen Fällen, viellechl' mit alleinige» Ausnahme des Falles) Kodzeolek, btc B'lchle zum Henken vde- Mt Erschieße» selbst beschnei,«,, jedenfalls ^ber selbst nüterschriedc« habe. Nur rm, Falle K ö d 3 r 0 l e k sei der Befehl vom Hauvtmann Wild unterfertigt worden mit dem Bermerk »Auf wlifldhchen Belrhl des Kommandanten^. Dir Tötungen der vwnchn Personen seien akrenmäßig bestätigt und eS sei auch die Absicht des Angeklagten gewesen, daß die durch seine Per fügungrn getroffenen Personen ^ums Leben gebracht werden/ Diese Absicht w a r a » ch m 1 t d e m B e w u ß 1 s e, « d e r.N e ck t S w i d r i g k e i.1 verbunden. Von Notstandshandlungen könne keine Rede sei«. . .Im Falle G k u l s t i'habe sich aber der Angeklagte m ' Bewußtsein über Recht u id Gesetz und über die Btwgnisse des WdeSgttjchtkS bwwksgelkkt. Den einzelnen Menschenleben wurde hier k e i n h 8 h e r e r W e r t k» e 1 a e in e s s e 1, a l S d e m Dt ö f et tt eine r Eln 1 agS f l i e g e. Die Tötungen seien als r r i n e W i l.l k ü r a k t e so aviurfasfen. -wober das Motib, der Schutz ^der, Truppen , und die Aufteckt erbaltnug ihrir Disziplin, gleichgültig sei. Der Gcncralstams anwalt beantragte - d r e S ch u l d s p r e ck.u n g im. Ginne der Ankklrge und appellrerte. an den GerichkShys. bei de Beratung drZ Falles nicht bloß auf das belobte und ersolmirlfl Borlebey bcS Angeklagten zu schauen, sondern da-auf, -daß d'.n r>' ihn 14> w m it a u ch. e i n f a ch e Me n s ch e ri ei n e n schm ah l i che n Tod . g r um d l 0 ö e r l i ♦ 11 ir, . Meni cken. denen ihr Leben genau so lieb wa> > wie dem Angktlagkrn das seine. Dr. Gaftbeimb bat.- ein gerechtes Urteil zu Men. welches das Rechtsbewußtsem der Oesirmlickfti! bcsind.igen,. solle, w a Sn i ch t d e.r F - l l w a r t, Wenn d e r - A n a e k l a g t e d e n '2 aal fr er v r r l a f s e fl w ü e dfte. .. Der B e.r t e j d t g e r bksvrack die überaus schwierigen Ber'hältnim.flnter dencn der Angeklagte im Felde tätig war) und bar den GcrrchtShos, den Angeklagten frerzusprechen. .. Der Angeklagte, der befragt wurde,, vb er noch ekwaS z» tagen habe, erklärte: Ich staun nzrr sagen/ daß ich stets na ch b!e st .e m W t.f f c n und Gewissen g e bandelt, nur dar -Woül deS Vaterlandes ,m Auge gehabt bade. . -Ihn 6Mhr abntds zog sich der Gerichtshof zur Beratung ■ ' V 1 r : * / Freisesvrochen! Nach zwctstüttdigrk Beratung «rchien der Gerichtshof miede' ity,Saale, nnd -deriBörsttzend« berkiindete. unter Spannung des äußerst zahlreichen Andstarinms das U rt eil. dahin lautend: D c r A n.g t f t a g t,e wird 'v 0 n d e^r w > d e r ihn er h 0 bene» A fl kl a ge wegen Verb rech ens . d e s M 0 x b c s nach § 259, Zahl 3 Sk. P.-O., irrige sp r 0 ch e n. ' ■■ . An8 dem Auditorium erschollen laute Bravorufe, die der . 3Jo)ftßenbc mit den Worten fügte: ^Ich bitte, jede Acnßcrmig des Veiialls oder Mtßfall'ns zu unserlasien." . ' . In der Urteils begründ un.g führte dann der Vorsitzende aus: Wi9 die ot'sek'ive Seite der einzelnen, dem Ang' 'lasten voigeworsenrn Titen anbelrngt.' sv steht flock dem Zu aestäfldmsse des Brickuldigtcn un^ nach dm BewMvei fahren sefl' daß d?e dem A«gekla"ten «ur Last gelegte« Be^ble zur T3tmw von Fkvtl- und Militärpersoflcn wirklich voraekommen sind. Aus^ zuschetden waren km vorbmtln der Frll Kodziolrk,' M'' welcher Sache der Angeklagte, nach einer nickt wideiletzWn-Vermuworblng nickt beteiligt war- ES trage stch npu, 'mwietern : cm« s n h j e f t t v 0 Schuld des > Anoektochm vsrlwgl ode/ nickt. Daß der Angel!late die Absicht -iinNe. dle 'beso^len^' Tötungen auch zum Büll'.ug brinae" rn lassen, stellt fest. Dp Neck t s w « d r i g k e i 1 dzr' Absicht kamt jedoch dem Angeklagten «' i ch 1 nach g e w i e s e n t»‘e v d e n. /' Der Ängelläate hat flickt, um, kick Über das. Mckt Wwsa. -.risetzen, sondern unter dem/zwingenden Drange der Ve'ssilltnisse ,das> Noirech t aus g r ü b t- ' Dtr Angeklagte war ua^ Ueberzenaung des Gericht?liosts .im yniefl'Glauben, daß dgwas Wild ihm. zum Ausdruck. gebracht hat. die Scknider , einzelnen. der Sumnags oder der Dekstt'yn ve. däcktwen Personen begründe." 'Hier runst. dem. An^ellagt." . . "ine F a'h rlä fs i qkeit zur Last gelegt wridm. Er hätte L', ^älle, was ihm ja fre'stcind. n-cht tzebandel« müssen od-'r nkt"'- mMg den Fällen ans den Grund gehen satten. Di.es«>Fahr- 'Mflkest begründet, da es.-sich mn Mnflck n! ben bandelt, da Brrqebyt gegen die.Sickeiheit des Lebens nach § 599 Mil.- Tt.'G . 'och konme der Angeklagte dMalb nickt bestnist werden, wcü dlg'eS Vergehen v e rs ähr t rst, GLekÄberes gegerr Hauurmanu Iss«? Wild. . ,Geam.den Hmiptmonn. des' NuljftandeS. Iasek W t l d. bv' n die Angl-lkgkflbert. drS Fe!dz''ttgmeisierit Lplb c'e pcrivust'lr r? Mt der.Oberste Gencklsh»s bin 87. v. M. «>nen SterMiet weg ' Nordes e> lasten. Wild st ga bis 40 Jahre alt. bat zuletzt " üilln gewohnt n'nd sott sich in Ungar« oder m Deutschland am aalten. Der Steckbrief verlansit seine vorlärisige. Fcfurchrnung mit Vinliefmrng afl das Wiener PolizcigefarigenhauS. czEnuawirz Aktienkapital 20,000 OÖO JCronen. bar eingezahlt 16,000.000 Kronen. 80rs Alle hankgesoliSftüchen Transnktionen. Auszahlungen und Inkassi an allen Plätzen Rumäniens, einschliesslich Bestrahlen, Sie enbörfien und Bukowina sowie im Äuslartde. Der BslksViri. Ewe Krone -- 2.7S CenLiWrs Geld, '/ S.8» Lvare. Gestern steÜw sich m Mich. ,7' die östmeicktsche Krone Geld auf. . S.70 (8.89 am 16. April die östenrichische Krone.Ware auf . > 2i82 (2 9!)' am 16..Avril die österr. gestemvelt« Krone Gdd .flnf.; 8.70 (8.70 am 16. April die österr. gestempelte Kröne W.arc mt?>3,1Q (8.10 am 16. Avril die tschechische Krone auf .. . , . . . 8.25 9.— am 16. April. die Mark auf . . ■</ «.. . . . .. 9—i(8.M am'iS. Apül Agram * . « * *,... . * 3-4.0 (3.40 am>16. Aflitl Krakau . » . . . .'» . 3.39 24.0 am 16. Ayril. Budapest .... -» . . . 7. .S.7S <3M.am Ist. April) Morya». Bon--''n-chtSattwalt Dv. ^ykl^L. Unssky Wirtschaftswelt stand die verflossene Woche im Zeichen. Morgallsi Morgan bat eine Reihe von Pr' -' sonljchkeiten seiner Gruppe nach Europa geschickt, ttmidie Krobib und industriellen Verhältnisse zu studieren. ' Diese Oiruppe hol arrf ihrer Stu.drenreise auch Wien be* ^sucht. Diesem Besuch ist solche Bedeutung beigemessen' worden, daß. der Staatssekretär für Finanzenes für nötig befunden Hat, gewissermaßen zur Betonung der ^Dichtigkeit dieses Besuches der Delegation entgegenzü* fahret. Wir sind wohl auf^ das Wohlwollen des Aus>' landgs angewiesen, doch ist es -im vorliegenden Fall« ■ kaum notwendig gewesen, - den Wgesandten Morgans Ehren zu erweisen, wie sie politischen und mrt staatlicher Slutprität auSgestatteten' Personen gewöhnlich ' erwiesen werden. ES soll keine bloße Formfrage rtttl-' siert werden, denn diese verschwindet trebetr Hem Gegenstand..Hier handelt es sich jedoch um etwas anderes, Die Delegierten de8 Hauses Morgan sind als, KaufleuH'^ zu yns gekompien/ welche ein Geschäft machen wollem - Fm' Geschäftsieben muß eS a|S Grundsatz' gelten,. daß beide Teile,, die ein -Geschäft machen, -wollen' sich e'«n äftiche Stifte - stellen müssen, weil eine geäußerte Schwäche zur Benachteiligung Wren kann. Hierin fowie auch in dem Umstande, daß unsere Industriellen: an die ' Morgan-Gruppe. ' sogleich, mit gestimmten: Geschäfts- Vorschlägen herangetreten sind,- welche 'seitens dch> D^organschen Abgesandten abgelehrrt lvurden, zeigt sichauch die" unrichtige Auffassung, welche über, den Zwecks der Mission' bei uns herrschte und -worüber sich vorher' ',ü vergewissern Aufgabe, der maßgebenden Kreise ge«- loesen wäre. Wir können uns noch immer nicht vgn' der''Auffassung. loZmachcn. das; wir eine Qüantittz negligeable für die' große Welt geworden sind'. ' Wir messen uns noch irnmer viel zw viel Bedeutung bei.'Um dies zu erkennen, müssen.wir die Wertung, welche das. Ausländ für uns -hat, als Maßftab anlegen: b ei unS haben sichpie Vertrete^ Morgans kaum zwei Tage, auft gehalten und sich hier bloß. auf eine ganz üllge». meine Aussprache beschränken. In Tschechien werden, laut vorliegenden Berichten, -die Delegierten) Mrgans - die Industrie einer ' eingÄhsnderen .Prüfungs als bei uns ' unterziehen.. Dieser - Nntcrschied' .zeigft die verschiedene Wertung zwischen uns und der -Tschechow' Slowakei. Wir nrüssen uns fragen, worauf dieser Unter« schied zunickzuführeu ist.' Die-Antwort ist leicht- '-Zu, geben, und wurde auch.von einem der Delegierten sub' rosa erteilt. Wir -sind nicht imstande, in .unserem Staats», wesen Ordnung zu schaffen. . Die Ausgaben steigen ftnZ. Maßlose, die Arbeit exfakwt-keine Steigerung, .vtelmohrsi eine. Drosielung durch verschiedene, volkswirtschaftlich. nicht zu rechtfertigende Maßregeln. Dies dürft? wohl nichtder. einzige, aber ein Grund von ausschlaggebender.Äe--,. de'tttrzng für das geringe Interesse der. erwähnten Gruppe an uns ftein. Die Amerikaner sind ha! erscholl- E hoffnkmgsfreikdlg, als die Herren zu un§ kamen. Jetzt'' sifld die Amerikaner fort und' was ist die Bilanz, wa8 ist das Resultat ihres Besuches? Vorläufignichts : und die Zukunstshoffnungen sind sehr - vage. > Was' wir LML8L«jiILW-KSWM-jk.ü. Zeptrale Pressburg«Filiale Wien, .. ' . ' ■-26DT8ieplion!2358,18296,174GB mssmsBsm Die ZUdenFeMeinde von. ft VsM-SWitz. - - Äon Bofta Rakous. ' ' ' ilvj b:’U Tschuhischen übersept von Emit SanLell. . ft ' -;8. ttovtlcinrntf.) - -MeMkonnte zuftie'tzek -fein.' 'Die ^räNsche Frau .'.nM berechnest-zwar forMWrcnd, .-wie hoch ' siö .dis Cttewve Zu -skLh<ll. sie selber-aucks-genüge)idehrgeizig, und,Meüd!S^ Ruhm, der. auch auf sie ft'iu-e Mtrahsen warf, schmeichelte ihr' nicht wenige ,,Der.Mische PAfst anh Äoz>ojed.y.ft n-amUen die - SKldersgläMgen M'uh!. Unter seinem Tracht war. älles der-, eftftgt: d.ir der Tempel, die Wewre, und .nur -eines bedauerte Menöft, daß er nicht auch den'Bvjkow'cher Friedhof.' nach .ÄoMedp hrrühexbringen ftoftnis. I der. Uulgebuug fand inen , leinen zweiten l j’ir B^staud' der Chetvre, wie er-einer war. In ) 1) mns rgültiger Ordnung, mit soviel Frömmigkeit' n 1 so strerrg nach ritnelter Dorschrist waren noch, ) Bei stör neue in der B-ofto!v:tzer. Chewre zu' Grgbe vgt wordenwie-damals, als Mflndl Vorsteher'war. Bon. dym .Wg^lchück des Aöleüeils an ftns ZN dem ArlMblick der. Grablegung 'rührie sich Mendl auch niiht eine Sekunde von ktit Doterr. Zum Waschen tmö Bekitzld-eu der Totenftieß .er--nur Leute .vonftrurlwichölLenem Rufe zrr. AH in.Zalezlh. der altehrwürdige Pilger.-gestorben war» kam.mm Taged-eS lBegräbnifsesrr ft bm jshrjgml 'aNch ZasLzlSk- Maisl, der sich'$** schsistttchv-^' ynföüstdn ‘eilt ftMNwer Dkann, der, sehr viel betete —' keines.'einwa,chMty.JnftS.'^freute, unr >;t -Toten zu bör'Kft^px.chen schab- Meichl ohne'yiöl fturstchche zur .WM,.'indM er . chm vor' allen se.ftkl: : - ft-., --.ft.l/-. - ■' - „Wissen Sie, Her.p'M s-t-- pidi^eu, Sie länuen zwar Lsbünda gut HuSziehön, aber To!.o Anziehen das kämmt Ihricn nickt m.“ rtM»W^BglWW»0g|lil»WI«l»MI»^llll«»IIW'l>Wan^WIMWW»||!>Wi»13)ir'WwiMWI»lll>»|l ,>«„!!,»» ÜII'IIIMII.II.W ' Berstorbene Kinder pflegte MI Wenhä'.ch'.g inben Sarg zu be't'n. Gr tat dies mih unsäglicher Zärt. richkeit und berührte ihren, toten Körper mit fast heiliger Scheu. Dabei führte er. mit ihrren leise, traurige. Ge--- spräche: - i,.ft ft."ftft' .- - - .' Was Schönes hast dn ha dem Vater, und dsr - Muiter angetan," nickte erft mit^dem-'-'-Kop^. .„Etwas Schö.'.es hast du deft anZeMltl'M-^Kß^ tziH ^schön zunft^ l-letzteftmal chäschen. wir wevden^^'dich schön anzieAn. ' - jeht-ftvirrden--wir schön die- Haare, kämmen^ und cha hast - du auch schon, aflfgebfltM. -Nichts/-wirh-lbich ft drücken. es . wird sein, wie wenfl' chu in deiflem Mttch^st West. . So, jetzt..Werden wir noch das Köpfchen, richten-. unK-.. de«Hen es zu . . .. So, nun kannst du schlafen." ' . .- Und weil Mendl mit den toten Kindenr so überaus' zärtlich' sprach, behaupteten die Leute,- daß er dabei .immer an seine.toten Knaben denke, tote Körper: ermiemals gesehen hatte. Doch nicht Nur nm Döte, in erhöhtem Mäße noch bekümmerte er sich um die Lebenden. In armen- Fa-' misten, wo man einen Kranken oder. einen eben Berstvrbenen halte, verscheuchte die Ankunft MendlL Not und Elend und Mrchls Haus war. das S^telldicheiu aller BeLtftjnden arrtz allen Wstrichtungen, Nm. Familiensorgen der Auswärtigen kümmerte sich Ndetckl wie um die eigenen Wd hie Auswärtigen waten für. ihren Vorsteher durchs Feuer gegangen und standen an seiner SLite wie Mauer und Wäll. Auf die Ehewre-' Sude freuten sw'.sich das ganze liebe -Jqhr-hindurch. Die 'wäM avtp ftruch Lhewve-Gudyn^-^. selbst die Acltesten kvnntftr, sich solcher nicht eLinnärn. Bopden B-ojßowitzern kchn. wicht eine Seels älle Chewre-. Süden wurden - in KozojÄY tn Mendßs-i'Oehansung abgehylteu. und' auch dcx MrstelverkänferPick wurde - hishai. überflüssig, .Für'jede CL'ewre^SfldH schlachtet.' Mendh Mfti.iL2ns zu hiesim WW änWpartöS St»lb und pvn den Gelagen, welche bst jeder Gude statt- . fanden, sprach man dann immer noch viele Wochen. Bß^oramc: aller daukß'S^vMM. 'IranM'iNttne->>,. MM rrexöuurlltnw v«u,<L»-dls!nia4'M» Xnsrricke VN» TinisM».' düodvrn'. VvdvMabmo von VarvrLN-^usverflaltkütz'M? -W»reyÄdtvt!'ünK,.'.. Dxport von 8orüeknr»6dHln n. larlävrlrtsvtmt'll. llerLtkN»^ of ifupoirt tou deutschen KHolzmaler)l?.5len ete. q Alles ging dem Mendl nach .Wunsch,', unr' feer'?.Bochec Koperl gab in der letzten Zeit Anläs; zu nicht .'eciügen Sorgen. Unaufhörlich gab 'er dem Mendl Verstehen, wie di? Jahre Vergehen -- der - Bocher war bereits seit fünf Jahren-in Kozofech)und' es werde allmählich an der Zeit sÄn, das; 'er.-in.sein' kleines polnisches Städtchen znrücktehre, 'wo sein Bater Nabbkncr war und lvo der Bocher sein Nachfolgen - werden sollte, Mendl hätte ihn. nicht gerite verloren, in all -den fahren hatte er sichso an ihn gewöhnst. - als wäre der Bocher seineigener Sohn. Nicht nnr„ mß er in der Schule , die Kinper gut uüterrichteias - ilnb auch im Tempelzp aller- Zufriebeflheit betete/ er schaute sich in freien Uugenblickrn auch tüchirg 'in her Wirtschaft nm und . stellte , sich tzabei so klug und anstellig an. als 'ob er in Mendls Haus Moren wordenwäre und .nicht 'im Ghetto einer kleinen . polnischen Stadt. .Niemand, hatte in ihm nrehy dem jungen, schlanken, polnischen' Bocher mit. Kastan und': Schläfenlocken vermutet. Den' Kqstan . hatte er schon lciiNgst abgelegt stfld die Locken "abgSworfen, er war -auchbedrutflnd' stärker und männlich-rrgeworden. Nur eine gewisse Schüchternheit und Zaghaftr'gst-it gemahnte an den früheren Bocher. ' ‘ ^Vielleicht möchte «r gerne' zir Hanse heiraten", dachte Mendl, als sich der Bocher immer öfter ver.«' nehmen ließ, daß «r nach Hause müsse, u>ch.Me-Dl nahm, sich vor, sich, ivc der Sache Klarheit zu vor- . ichasfev.. - '' „Sagen Sie-mirft Herr KopeM, führte er'eines schönen Tages ganz. unarwaAct' «iuon Hob gegen den Böchev, als., sie gerade Mach boeudeftm^Schulunterricht allein' ini Schulzinrnier anwesend ivar-rn, „was rederr . Sfe da fmmer von Ihrem Polen? Ist .es denn gar jo- ^ih HdnjgfÄtEn,.bet' Mch.Rabbiner zü soin?-^!Dor Bocher war ganz bsfangeu. ' „Honig ist «8 gerade nicht" ... bekannt» ' Sst zögernd 'Jforftetznny