Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 445 (18.4.1920)
- Date
- 1920-04-18
- Page
- Seite 8 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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VffitV /«len.'«imnk-s .... Sport. Die herrtigen Fttstballwettfpiele. Heute herrscht wieder auf allen Sportplätzen Großvekri^. Eine ganze Reihe interessanter Kämpfe steht auf dem Programm. Im Prater tritt der W. A. E. gegen Sm Ferenczdarosi Torna-Club aus Budapest »n, den er kaum bezwingen dürste. Die Ungarn sind zwar viel schwächer als der M. T. K., stehen auch hinter Zen KiZpestern, die zu Osi'.n von der Hakoah.bezwungen wurden, aber der Angriff der Praterleute ist zerzeit so säiwach. daß ein Sieg der Wiener ziemlich, unwahrscheinlich ist. i Sehr interessant dürften fast sämtliche Meisterschafts' ^iele verlaufen. In Hütteldorf kommt das Treffen der beiden BezirkZrivalen Rapid und W. A. F. zur Austragung. Der W. A F. liegt in der Meisterjüfast zwar im Hintertreffen. aber gegen seinen alten Widersacher Rapid wird er sich, wie immer, zu einer Höchstleistung aufraffen. Nicht weniger spannend dürste sich das Zusammentreffen Rudolfshüge!—Ämaieure in Favoriten gestalten. Die Nudolfshügler, die im Herbst eine schwere Niederlage in Kauf nehmen «rußten, hegen Revanchegedanken. Leicht werden die Nmateure auf keinen ^all siegen. In Floridsdorf treffen der F. A. C. und S'mgering zusai. ..:en, die sich einem ebenbürtigen Kampf kiefern werden, den die Einheinrischen knapp gewinnen sollten. Ein heißes Ringen wird das Match Hertha— kldmira in Fav7.ttten werden. Admira, die am setzten Sonntag Rudolfsbügel besiegen konnte, wird rlles daransetzen, die beiden Punkte herinzubringen, die Hr eventuell die Erstklassigkeit erhalten können. Wacker tritt in Meidling gegen Sportklub pt und durfte einen knappen Sieg davontragen. Schließlich findet noch in Dörnbach ein Freund- LhaftSsPiel der Vienna gegen Slovan statt, das Hb Döblinger nur sehr knapp gewinrren werden. In der zweiten Klasse kommen folgende MeisterjHrstsspiele zur Austragung: Donaustadt—Dstmark, Red Star—Bewegung, Nußdorf—Ottakring, Sportfreunde—Ober-St. Veit, Sturm—Cricket, Germania— vlna Star. Der S. C. Kadimah spielt auf dem Vswegungsipielerplatz in der Brigittenau gegen P rat er iS Po rtrreund e, die er knapp bezwingen dürfte. — Der S C. Unitas spielt auf dem Hakoah-Platz gegen Bewegung 20, die er kaum bezwingen dürfte. Der F. Sp. Cl. H e ch a w e r trit in Klosterneuburg gegen den dortigen Sportklub an. Vor dem F. T. C.—W. A. C.-Sßiel s;' Ten Hakoah Reserven und Jungmannschast gegen die gleichen Mannschaften des W. A. C. Der Hakoah-NachwuchS mtb sich bemühen, erfolgreich abzuschneiden. Jüdischer Sport ist Graz. Wackre I (Wien) schlägt Hakoah! (Graz) 5:1 (3 :1). Wie wir bereits kurz berichtet haben, trat am Montag die Grazer Hakoah gegen die komplette erste Mannschaft des S. C ' Wacker ans Wien an. Der Besuch des Wettspieles übertrai alle Vrwartrmzen; über 1800 Personen waren Zeugen der Begegnung der Hakoah mit ibrcm Wiener erstklassigen Gegner. Freiherger H im Tor war sehr unsicher und hatte dm wüten Treffer verhüten können. Gut war die Verteidigung sowie Deckung, welche bis mm Schluffe bravourös verteidigte und das Tempo durchstand. Besonders Katz und der neue Mittelläufer Bernhard stachen hervor. Schwach war wieder der Angriff, welcher mehrere tvdstchere Chancen vergab. Sofort nach Anstoß legt 'Hakoah mächtig los und bereits m der 3. Minute gelingt es KrauS, die Führung zu er' ringen. Erst in der iS. Minute kann F e i g l auSgkeichen. Die ganze Spieldauer durchaus offenes ©feiet,' di: Tore bet Wiener schaffen Feigl (S), Wann und Huber H. Während des Spieles fern eS im Zuschauerrauin zu unliebsamen Zwischenfällen, die von antisemitischen Radaubrüdern heroorgeruien wurden. Da diese zum Großteil im Sport bekannte Perwnen und, wird die Angelegenheit im Fußbakloerbande noch un Nachspiel haben« __ Füdischer Sport in Zerusale«. Der Verein a k k a b z" in I e r u f a l e m hat, wie „<b a a x c %“ meldet, beschlossen, zur bafferen Pflege der einzelnen Sportzweige für iedcn Zweig eigene Sektionen zu bilden. Ink Sinne dieses Beschlusses haben sich innerhalb des „Mastabi" die folgenden Seilionen konstituiert: 1. Sektion für Geräteturnen. 2. Sektion für Fußball. 3. Sestron für fportmäßige Spiele. 1. Sektion für Touringsvort und fchlievlich eme Seküvn für das Arrangement von Spvnscsten und Veranstaltungen. Aus dem Bericht genannten Blattes geht brryor, daß der „Makkabi* in Jerusalem in der jüdischen Jugend beiden« Geschlechts großen Anhang hat. Wiener Morgenzenmrst Jüdischer Sport in Bielitz. Am 11 d. M. hatte der Spottstnb Hakoah den Wischen Sportklub Jutrzenka Krakau m Gaste, der erst vor kurzem vom polnischen Fnsiballve'band als. erstklassiger Verbandsverein erklärt wurde.?nd:r enttäuscht': Iutr-enla. da sie nnS en sehr primttives Sfe'el vorsilhtte. Bei den Gäsien konnten ledial'ch nur die Verteidiger nnd der Tormann befnedwen. Die Hakoah mußte siir Brückner und Frischer Ersatz emftellm. der sich voll bewährte. In sollender Ausstellung spielten die Einheimischen: fffnfir; Trümmer (W'ener Hakoaltt, Krll'rmann; Klein. Famy. Huppert; Finder I, Land ni. langer, Pollak (Wiener Hakoah. -^ltimähler II. Der beste Mann dieser Aufstellung war Drummer. Sehr nusoltternd spielte Fauth. Pollak debütierte mit Eüolg. Sp elverlauf: Hakoah zun st mit dem Winde, der jede Kombmation vechmderl. bclao-rt das Gästetvr. Lanner gelumt eö. nachdem der Jittrzenka-Tvrmann einige schwierige Bälle gemeistert batte, aus einem schatt«, Fernschrift den ersten Treffer;n -erzielen. 1:0 für Hakoab. In der zweien Halbzeit spielt Hakoah gegen den 2Pmb, setz: aber trotzdem die Belagerung fort. Landau" kann einen Corner Find-rS zum »weiten Treffer ve,--' wandeln. Drummer. hat dann einige Angriffe «ibnrrveh» eip Bis mm Schluffe des Spieles ändert sieh nichts gm R sultat. 2:0 für Hakoah. Schiedsrichter Bannert ausgezeichnet. Besuch sehr gut. R'n^en süv Vorgeschrittene. Wie bereis bcuch'et. findet heu^e nachmittags in der Halle des W ener Sportklubs, XVII.. Rötzergasse 6, eine große Ringkonkurren; für vorgeschrittene Ringer statt. In den Wettdewuben. die in vier Gewichtsklassen ansgetragen werden, haben alle Wiener Vereine ihre besten Ringer genannt. Von der Hakoah treten dje Brüder H ü b s'ckr,' T e i ch n e r, K 0 h v u, Koch und R e i ch m a n n an. Da die Hakoah-Fußballer beute pausieren, ist zu erwarten, daß sich zahlreiche Anhänger des Vereines bei den Ningkämpfeu einfinden werden, die um 2 Uhr ihren Anfang nehmen. W A. F*SporpIatz Hüttcldort | 6tr;>Eenl)ahr,!inien: »?, 50,;S . VerstErtitoi’ Vork-hr j i Sonntatf den 18. April 1920, 5 Uhr nachmittags '! ' HütteJUofrffip FuosbaSideT’lssr mapI*t-W.A;F. ’ (M«Fstctsohaft' 1.19 i V-2 Uhr: Rapid-Icnn-'-W. A. F.*|sm, j 3 Uhr: RapiiJ'Res — W. A.F.-Res. Zädischer Wanderbund „Blbu Weitz". Die Idee des jüdischen Jugmdwanderns mwinnt immer meür Anbänger. Die.Zahl dw Wandere^ und Wandeimncn ist meder ans 300 gest-.rgcn. Tro^eM fleht noch ein grosstr Till der iüdischen Jugend dem ^Blau-Weiß" ferne. Um daher diesen die Mogl chkett e'ner Teilnahme an den Wandemnaen und Hemu ahen^rn zu lnernr verosfentl cht der ..Blau-Weiß^ von nun an wöch'Nstich sein Programm. Gäste sännen sich nur an den Peranstaltunreu gleichen Alters und Geschlechtes beteiligen ünd haben den Anordnungen der Führer Folge zu leisten. BezirkSgruvve lV und V Heim: IV., CchleifnE'lgaffr 14. I. Stock. Irden Samstag, 6 Ubr Heimabend. Wanderungen am Sonntag dktt 18. d. M.: Trcffvunft IV.. Phorusvark, i\’l Uhr früh. Südlicher Wiemrwald, Rückkehr 6 Uhr abends. Preis X 4 —. Alter : 14 bk« 18 Jahre. Führer; west. Richard Birn^nfeld; Tresfvunkt lV.. Phornspgrk. tlil Übt früh. Südlicher Wiencrnoald. Rückkcyr 6 Uhr abrrds. Preis K 4.—, Alter: 11 bis 14 Jahre.,Führer: Felix Krakauer; Treffpunkt IV.. Pkoruspark. s/t7 Uhr trüb, Westlicher Wienerwald. Rückkehr 8 Uhr abends. Preis K 6.—. Alter: 15 bis 18 Jahre, Führer: Ltsl Ebel; Treffvnnkt IV.. PhoruSpnk, 'U'l. Uhr früh, Westlicher Wienerwald, Rückkehr S Uhr abcnds. Preis X S.—, Alter: 11 bls 14 Jahre. Führer: Berta Guttmann; Treffpunkt V.. Maraarrtenplatz, *L7 Uhr früh. Westlicher Wienerwald, Rückkehr 8 Uhr abends. Preis K 4.—, Alter: 11 bis 14 Jahre, Führer: Artur Rudich. B e z i r k S a r u v p r Vl. VII und VIU wrrd in den nächsten Tagen gebildet werden. Arstragen btl Bezirksgruppe IV. und V. B e z i r k s - r u wp e IX. Heim: IX.,Wahringerstraßr 15« Jeden SamStag'6 Uhr Heimabend. Wandemngen am Sonntag den 18. d. M>: Treffpunkt Sladtbabnstat'on Schottenring, 7 Uhr früh, Südlicher Wienerwald. Rückkehr 8 Uhr abends, Preis X 4.—, Alter:»17 bis 18 Jahre. Führer: Karl Hirsch; Treffpunkt Stadtbahnstation Schottenring, llt8 Uhr früh. Aspern leiten, Rückkehr 8 Uhr abends, Preis K 4.—, Aller 15 bis 16 Jahre, Führer: Hans Engel; Treffpunkt Stadtbahnstalion Schottenring. i/,8 Uhr früh. Mauer-'Laab-Hütteldorf, Rückkehr 8 Uhr gvrnds, Preis X 6.—. Alter: 11 bis 14 Jahre, Führer: Kurt Grünwald; Treffpunkt Stadtbahustation Schottenrmg, 7 Uhr IrÜh, Wiesterwald, Rückkehr 8 Uhr aveudS. Preis X 4.—, Alter; 11 bis 18 Jahre. Führer: Siegfried Rerch; Treffpunkt Sladtbalmstation Schottrnring. '/,3 Uhr früh, Wrenerwald. Rückkehr 8 Uhr abends, Alter: 14 b,s 16Jahre. Preis84.—.Führer: Fritz Krakauer; Treffpunkt Stadtbahnstalion Schottenriug. 7 Uhr früh, Mauer— Paunzen—Hütteldorf, Rückkehr 8 Uhr abends, Preis X 6.—. Alter: 16 bis 18 Jahre, Führer: Fanny. Kamm; Treffpunkt Stadtbabnstation Elisabethpromeuade. »/,? Uhr, Mauer—Wienerquelle, Preis X 6.—, Rückkehr 3 Uhr abends, Alter: 14 bis 17 Jahre, Führer: Ernst Walkenberg. Bezirksgruppe XIX. Heim: XIX, Rudolsiuergaffe 12. Jeden Samstag. 6 Uhr, Heimabend. Die Teilnahme an den Geschichts- und Hebräischkurscn, Beschäftignngsabenden. GesangsÜbuvgru, Turnen, letchtaihletischrn Ucbungen Md Fußball regeln die Führer. Zusmumenkülifte und Wandernngen der Altführerschast zu erfragen bei Dr. Jakob Korn, H., Förstergaffe Nr. 8, Telephon 44.844. ■ Stafettenlavf nOuer durch Wien". Ei« Komitee ist bereiis eisiig an der W beit, um den heurigen Stafettenkaus „Ouer dmchW cn" würdig vonubere'ten. Diesmal soll die Acwnstaltung ihrem Namen eher gerecht werden, weshalb sie. nicht so wie nn Poftahre, denn ^^esibabuhof. soudern nn Schönbnmuer Schloßt park beginne. Die Strecke führt über die MariaH'lft'straßk, Geireidemii-et. Ring, Astie'nbrücke. Praterstraße. Hgrttitallee xnm W: A iCMatz. Groüe Smge be, eitet den Veranstaltern der Sirgßrnbahnverlk'hr, der die klaglose Abwicklung der Konsurreur .sicherl'ch geiäl'r^cu wiside. In den nächsten Tagen wi>d eine Deputation deS LeichtathletikvrrbandeS beim llsirkbüroermeistee W'Nter vurlprechen, um eine balbstsindige Einstellung des Straßenbahnbetriedes auf der in Frage kommenden Strecke 8»; erwirken. | Atraßenradvennen 25?ten—DaS erste Intet» natiorräle Straßenradrenm-n a«f deutschem Boden sei dem Kriege geht ni't dem am eg. Mai statlstndenden Straßrnradrennen Wttn-—München vor sich. DaS Rennen ist an Stelle de§ klasilschm Straßoir'kimenS Wien—Beil'n getreten, da dieses wegen der Über lickicchosilow-ik fches Geb'et kUbienden St'ecke voreist^nieht durchgeMnt werden kann-. Daö Rennen/ ist offen für Herren» und BernfZiahrer, die Preise sind dementw'rchend Geld- oder Ehrenvreiie. Sie bewegeir sich zwischen 8',0 nud 50 Mark. Die StreckedrS t'C'v jeder Wittenmg stattsindendeir MunenS führt von Wiru- Peckz'ng (S'art 12 Uhr nachtsüber St. Pölten, Enns, Lmz, ^18." Salzburg. Freilassing (Zoll), Trannstcm. Wasserburg, Edersberg, Haar nach München. Hakoah. M'tglreder der Schwimmsekt-on. welche auf Schw nimnnterncht Anspruch erheben, haben dies dem Sekretärlat bekan'.itrugrben. Sportkektko« Hazale des „I. I. I." Heute 9 Uhr Wetüpicl aw dem Hakvah^Platze gegen ^vakaah 2. Jungniann« schaft, Sänrll'che Sweler der ersten Manlischa't weiden ersucht, fenusilich zu crschäneu._ Der Prozeß Ljubieie. - Vor einem gewischten Senat deS Obersten Grrich>Sbofe8 (Sera^cferä'idcnt Z w t c h i it e f) hat sich der Feldzengmkister des Nlihestglides Stephan 8 i u b i e i c wegen M o r,d e S i n v > e r z e h n F ä l l e n zu verantworten. : > : Der Tenor der AnNage geht dabm, der Angellagte habe! als sioinmandant des II. Armeekorps in Wesigaiizien WM l'?.-D^e>ttber 1914 die F»h>le»w Wenzel M o r a w e e und! Josef P r e i s 1 e ram ^9. Dezember 1914 du Tramfoldatrn! Ittel 5 u r c nj i c t' i, Jobamr 61 rzorgorze k, die Tag« löhner^ Adittberi K o w a l nad Michael S k n l s l i. denJyn* 'glttertttni Franz C z e r m a k. gm 30. Dezember 1914 den Tag» töhner Josek ,K o d.z i o I e k. am S. Jänner 19Ist Johann- W ö c g! o w s k i. am 5. Jänner 1915 den Unterkanonie^' Micha l C z c l u r r n c k i und Joses Z a w v d S k t. endlich am *21. Jänner 19 ist Michael G a n c z a r § k i und Franz R X) c i e w i c z lpuncktten lasten. Als Verierd'.ger des Angekkäsiten,^ bei- .sich Rücksicht an? die Anklage wegen Mordes m HH bftand. nuervm'ktt Tr. Ht'rr ch P o l l a k. als Brrtrettr dev Anllgile Gencralstaatsanwait G a st l) e-i m b. :Die Aerantiuortung des Angeklasten. - Nrch Berlesilng der Ai'klage ergriff' der Angeklagte düL Wgp und gab eine zufammmhängende Darstellung feiner Ben» annvoriunä, ,n welcher er die Berechtigung feiner HandlungZ« wen« durch Anwendung des NotkrlegZrcchfKs zu begründen suchte. Der Angcktagtei.-führt aus.- daß H'mwtmann W r l d. der der Änndschaktsoffizier und .Komntaudzut der Feldgmdarmerie- . abte-lnnst war, und der Gendarnt-ricrittmeister K a r u r a. 1 h dir Erhcbnngen über Fälle von Spionage und. Verrat rm pflegen und dem siett-r der Kund'chanSstrlle, damals Oberst Rrml, Be« richt zu ezstailen hatten. Dir Berichte wurden nut einem Anträge mir vorgrleat.. Ich selbst war durch die operative Führung des Korps bei Tag und Nacht unauSgcsetzr in Am'vruch genümmmbei schwerster Verantwortung. Ich hatte wochenlang kaum eine b i s z:v e i Stunden Nachtruhe. Ich mußte daher zu den genannten drei scbr feflichteisrigeu und Überaus tüchtigen zieren d-.is Vertrauen bibeu. daß.siem'chglit beraten nttd.ihre Pflichten .voll erMllen.. Die Aussagen der einaebrachten Verbrecher.war«: ganz unverläßlich, boten >o!t kein:- Anhaltspunkte zu weiteren Erhebungen, die sehr zeitraubend und umständlich waren. Das Verfahren mußte rasch durchge'ührt w-:rden. Unbegründet^ absichtlich ungerecht habe ich kein N r t e i l . u n t« r s ch r i e h e n; Hätte in der Beurteilung von Untergebenen wurde mir niemals zunr Vormnri gemacht.im Gegenteil,- oft z \\ w e i t g t b e n d e M i l d e. I ch habe kerne Morde b e g a n g e u. niemals absickttkich das ordnungsgemäße Ger'ichrZverfahrm beiseite schoben, nur um nu iö'cit, und habe nie bte Rechtsordnung verhöhnt. Ich war in Erfüllung nte.ttcr Pflichten stets ai-wifferchaft. Für Sicherheit und Schutz der eigenen Truppen, der Bevolterung nnd des Vaterlandes zu sorgen und die Riederwersimg des Feindes, das war meine Pflicht. Nach feiner zusammeuhängenden Darstellung wurde der Angeklagte einem S v e z i a! v e r h ö'r über die einzelnen Fälle unterworfen. Er 'erklärte, daß er sich an die EinMille infolge der S t r a v a z e n im Kriege und seiner Krankheit, die. er durchgemacht hzt. nicht erinnern könne. Er gab auch , a«, daß « nicht sagen könne, oll er i e d e S.m a l die vom Hauptmaurt Wild vorgelegten U r i e i! e g r l e f e n'. bade, soudern nur, wenn er Zeit hatte, weil er durch semr Overalionßarbeitrn ü b e r a n g e st r e u g t war. Ec erklätte. daß bic Befehle deS ArmecobeckommaudoS dahin gmgen, daß in den kr t-fdeu Tagen nach Zakrhchn auf schärfste Drszipl!« zu hallen lest Er erstatte auf die Frage de§ Vorsitzenden^ dasi^rvon chem KriegSnot wehrrecht eke.i ne Kennte n iS hatte und daß auch darüber keine schriftlichen Befehle und schnftlicht Auf,;eichmnigen zu erhalten waren. Dre Situation war damals für die Trupvenkvinmaildantcu eine geradezv f u r ch tb a r e. wett f!e für altes verantwortlich waren. Die Truppen deS Il. KocvS bestanden fast durchwegs aus v st g al i zis ch e n M a n n f ch o f t r n. In ganz e« Kompagnien, ja regimenterweise feien di e Truppen zum Feinde Ü l> e r g e g a n g e w Wen» damals, so sagte der Angeklagte, alle Verbrechen Die günstigste Geldanlage bleibt gegenwärtig osankilK 1920 Zeichnung bis 24. April! t 1