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Wiener Morgenzeitung · 1920-04-17 · Heft 444 (17.4.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 444 (17.4.1920)
Date
1920-04-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Kr. 414' Mien. Samstaz SBf eae* MsrgeazE««- 17. April ISA» j etüt & ^Jch bin gezwungen, michauchmit einer Fräge'Ot beschäftigen, die vonden tschechischen Kollegen in die Debatte . geworfen wurde, ob nämlichin der GelobniSfoMel der (Ne-: Vreinderäte das Versprechen, '' „alles zu unterlasse«, was den deutsche» Charakter. Syiens beemtrüchtige» könnte^, \ , öeizubehalten ist. Da von den genannten Kollegen der Antrag tingebracht wurde, dieses GslüWs zü'streichen, werden'-wlr »lle gezwungen sein, zu dieser Frage Stellung. zu nehmen, und wir'halten, diese Frage für so wichtig, daß die Stellung- Uohtne"auch begründet werden muß. Ereignisse,/ .die. /uns Hestern gemeldet wurden und auf-die ich noch znrückkommcn werde, machen, es für mich notwendig, zudieser Frage mehr zu . fegey, gls - ich ursprünglich, beabsichtigt ,bgtte. Ich bemerke zunächst/.daß chir, dieser. Frage, vollständig objektiv gegsnüberstehen und sie ein P a r t e i i n t e r eff e beiuns n ich t berührt.'-Ich habe auch schon in unserer seinerzeit . abgegebenenprogrammatischen Erklärung. zum. Ausdruck Gebracht, daß.-.die /jüdisch«ati.onsale- Bewegung weder ZeabsiWigt npch auch geeignet ist, ^dsn -deutsche« Chstraktsr diesyr-Stadt zu beeinträchtigen. Nichtsdestoweniger müssen wir fege®, öaß'-'wir-dsase HormÄ aö-sind lgan-- 1 1 - inh'attwse, leere Dema«stratio« Rnfchen,. die 'keinem MeyschM' «Ät,' Ünd' wenn Sie aus die GeschichtL/diesex Formel zstrückgeh'en, --werden Sie' finden, daß km/mir/einer' 9dnzession .der.: dstmasigen chrWichsoziale« M?hrheif.-an. eine kleine deutschnationale, radikale Fraktion tzre'.W.ntsLÄung.verdankt. Welchen Wert.soll eigentlich diese ffeijitcf ffaoM? ^ch bin Üb'ekzeukst, Laß -Wen stets''eine- Stadt seist. ÄW)'' der 'die deutsch.e ,K ult ü'r' für immeiavahrende Leihst MM unverwMbüirtzy Stempel .nusgedrückt Hatz selbst wenn. ,d.resc'Stadt,'Mas für' eiste Großstadt nur von. Vorteil sein/, kann,einen gewissen/internationalen/. Anstrich bekommen foHf|: Und: wenn.'sich/ jemand nnt der Absicht tragen, sollte, eine'- Aenderungdieses, nationalen ^Charakters der. Stadt herböjzuMren ich: glaube nicht, daß sich jemand . mit solchen schwarten..Plchwn t.rqgt,7Mwrrd.ihn.die..Ablegung eine'?. ihsir., abgerMgten' GesLbtzusseS .däran hindern? Dieses GelobM ist aber werfloS und'gibt'nur/in anderen Staaten den'. W.aüKnifteIl einen erwünschten Ayläß, an ihren Ninoritistest 'RetorftLm^u-üben. Wenn aber/zwei , Völker irgendwo miteinander'.streiten^ die Schläge bekommen immer die Juden, stnd'.^st^r.chön beiden. Seiten.. Wrr wünschen daher, und dies auch/M/'Jntereffe der jüdischen Minoritäten hier und allerorteri/.' •:’> /.; ' ' ' ' ' ' .eine redliche Auseinaudersehuug vorr . Volk zn Volk vad-wir sind-"der Ansicht, daß dieses ' schone,. von den ber-" nüNftibett ynd gutgäsinnteu -Angehörige« aller Völker cm* Austrellende- Ziel durch nutzlose Demostratronen nicht gefördert wsrd. . 'Wenn Sie dafür sorgen werden, daß die. Höhe der deutschen Kultur von jedermann respektvoll anerkannt werden viutz^ unp jeden. Chauvinismus als kulturwidrig ablehnen, dann^wetden /siL 'derartige' Gelöbnisformeln' nichtbenötigen, tlud'- nrdiesem-'Zusammenhang muß ich nun mein lebhaftes Bedäüer« darüber aüssprechön, ^daß sich berühmte Stätten deutscher Kultur,' wie- - " '' ' . , ' ' die Wieuer .und Grazer Universität. dus. natwnalsr und. konfessioneller -Unduldsamkeit-ckühn über X Rechet. und. Gesetz hinwegsetzen. Die Wiener. Universität — . undchr- R'ektop: .ist sogar eü; -RechtsaeieHrtev, Herr'S ch w i n d — 'behandelt das Staatsbürgergesetz als einen - F'e/tz Mn Papier und findetes für Mt, solche Staatsbürger, die hier rwch kein Heimatrecht erwerbenkunnteui. gegen die ausdrückliche Besiiniinung heS Gesetzes, als. .Ausländer zu behandeln und von ihnen das eineinhalbfoche' Kollegi'engld einzuheben. - .UbeV-5'haS-»ust.'r nqch Wiener Gemütlichkeit. Mit/ weit mehr Be-sii-a ln.tät 'ist man-in G.raz vorgegangen. -Dort-hat . man-./. : . -. . . - . . -/ ..../- / / 24 jüdsche Studenten, die dstH-reröhische Staatsbürger sind, aber im Gebiet der Re» puW/noch'kein/ Heimatrecht' besitzen, von der Immatrikulation. - ganz'Änfäch,'a b.g e w i e,s e-st und 'als sie' sich hierüber im Rektotzat beschwerten, 'zur Antwort gegeben,-sie mögen sich die..'Mriftliche' Zustimmung des Obtnannes des deutschen Hochschulaüsschusses besorgen. Dem Terror alldeutscher Radastbrüdür werden wir uns aber nicht beugen.. Früher war has .Deutschtum darauf/, stolz,' die Kultur nach dem - -Ostest zy tragen, jetzt-sollen offenbar '; dir betyarische« Sitten berBudvpester Universität nach dem/ Westen verpflanzt werden, derselben Budapester Universität, -an der jüdische Studenten, die ohne Bewilligung der / Brachialgewalt die Aula betreten hotten, an ihrem Geschlechtsglied angebunden und herumgezerrt wurden. Durch eine, wenn auch nur schwächliche Kopie der *. BruMitöWn der magyarischen Herrenklasse werden Sie: auch Ihrem/ eigenen Volke keine guten Dienste leisten, durch deren . Verhinderungwerden Sie aber' der Sache des deutschen Volkes mehr nützen als durch Gelöbnisformeln oder ähnliche Mittel. (LWaster^ Beifall.) . . / Die/ Rede des GemeinberateS Dr. Plaschkes. . ^-emeinder'at"Z)r. Plüsch kes sagte unter. Lnderym s-ilg-.'lidesr . Wir habe« den Mut. diese Vorlage als einen Fort- . schrittg.utzuheißen, wir gebendie Erklärung ab, daß wir afV. erüstL Männer im Bewüßtsc in der Ühern o m. mene 7k Pflicht, unser Recht auf Mit- . a r h.e.i t au s-ü b e tt /w e r d e n, u n'd g l a u b e n>- der Bevölkerung den' Wen Dienst/ zu erlveisen, wen« wir nicht greinen und räsonieren,- sondern an die Arbeit gehen/ wenn wir'sticht ist kaügat'migen Reden vortä uschen, als ob . wir .das.Gras w,ackffe«-.hörteit, sondern - das Gute dort nehme«, wo. wir eZ zu.fiubcst hoffen. .Damit gelange!ch Zn. einigen wwngen Einwendungen gegen die Bdrlage. ' Äollen' wir der Scheistdemoktatie wirklich ein -Ende bereiten,- dann müssen die Bestimmmtgen aus dem- Gesetz / Wegfällen, ..die. an Besitz und Steuerleistung besondere: Porteile knüpfen. Es geht nicht an, den,§ 5 in der ' bisherigen Fassung stehen zu lassen/' Msatz ''2 dieser Gesehstelle hat zu sauten: „Dre Geiueiudcgenossen, das sind öste-r reichische in der Gemeiitdv nicht chermatsberechtigte Staatsbürger." Das; sie Real besitz haben oder eine . S t e u t x vom Erwerb, beziehungsweise Einkommen enttichten müssen, bedeutet eine arge Gefährdung des Geistes, von welchem die Vorlage getragen ist, Md der nach geltenden Gesetzen erworbenen ' Rechte. Mn Mestsch, der die St'aätsbwrge.rschq.stS-- e c klarü st g aKgögebpn' hat, muß Genrejnd-genoss«.seilt, ohne Rücksicht auf Grundbesitz und Steuerleistung! Das Recht/ des ungestYrteA .Msevthalt-rS" .Mch ihm gewahrt werden, auch .Wenn er. nach Prag, Budapest pder Lembora zUstgiidig.ist. Bei dieser Gelegenheit gebe ich dem Herrn Bürger» mcrsicr neuerdings bekannt,, daß. tzer Ausschuß zur Borbe-, reit sing erstes ne uen.HetMa'tg/e setze s> bisher ni,r zchsr. mal zusammentrat und daß es nicht angeht, diese -für unsere Stadt so wichtige Frage auf die lange Bank zu schteben. Wir hoffen aufbaldige -Ratifikation des - Friedensvertrages und Huden, noch immer kenn Heiinatgesti', für die österreichische Republik. Dann wäre auch die Frage des siigenaiuttcu städti» W^lrkrrechteL zu erwäge«. Ditz §§ 9 bis Itz des Gesc.tzc.tz haben-zweifellos, zu entsallen. Wir können unZ heute unter dieser besonderen .Kaste der städtischen Einwohner nichts Rechtes mehr vorstellen. In früherer Zeit allerdings waren die Bürger Wähler bevorzugter Mahlkörper, heute aber in der Zeit der Demokratie, des'gleichen' Wahlrechtes und der sozialen Forderungen hat. diese Käste keinen . Sinn mehr und wäre-bei uns ebenso abzuschaffen wie in Graz und Linz. Gleiche Rechte, gleiche Pflichtenaller Gtzmeindeangehorigen bilden ja, wenn ich nicht irre, die'Grundpfeiler einer demokratischen Verfassung, Gemeindemitglieder ' mit besonderen Bürgerporteilen gibt es nicht mehr. Jedenfalls aber ist die im § 10 enthaltene Angelobung der Bürgerpflichten eine etwas gedankenlose Abschreibearbeit k Was. hat der 'Bürger zu tun? Er hat den Charakter Wiens als Reichshaupt- und Residenzstadt zu wahren!' Man könckte sich, wenn es nicht, so traurig wäre, über die Zweimillionenstadt lustig machen, deren Reich von vier Millionen Menschen bewohnt wird^. Ein Wäfierkopf und kein normales Reichshaupt'. Wo aber ist die Resioenzstädt? Warum soll das wertlose Lippenbekenntnis vomdeutschen Chäraktar aufrechterhalten werdtzn? Ist es der sozialdemokratischen Mehrheit wirklich nicht zuwider, gegen. das wohlberstmrdene Jnteresie dieser Stadt uchüvnküe RaduitpvWLk zu machen? War eS notwendig, büß die Kollegen Machat und Klimesch erst mit beißendem Spott an dem sicherlich, vorhandenen deutschen Charakter, den wir -Juden nicht schädigen wolle«, -Kritik üben, und die Bürger Wesseln, Boeasek» Sadilek . usw. .nennen müssen als Wahrer des deutschen Charakters? Warum ist nicht.auch hier, ein bißchen demokratischer Geist zu spüren? Warum müssen alle Mchtdeutschen in dieser Stadt — und das ist mehr: als ein SJienel der Bewohner — gekränkt werden , ohne ersichtlichen Anlaß? Warum genügt die allgemeine Eidesformel für den Bürgermeister gemäß § 2b? Warum muhte für den Eid der Gemeinderäte im § 67 die Floskel vom ^deutschen Charakter Wiens" Aufnahme finden, die gar keinen.Sinn und Zweck hat? Sie bndet niemand, der das „Ich gelobe" spricht, weil er den Zlufträg. seiner Wähler erfüllen muß. Sie^ bedeutet eine bloße nationale. Demonstration! ' Redner bespricht noch die künftige Gruppenernteilung der Gemeinde sowie die- Bezirksvertretungen und schließt: Ich glaube, die Versammelten werden, unsere Versicherung als wahr zur Kenntnis nehmen, daß wir Jüdischnationalen unsere besten Kräfte einsetzen wollen, um Ihnen bei Durchführung der Gemeindereform behilflich zu sein. Diese Verfassungsänderung, die sich als Versuch darstellt, und von dem der HLrr Bürgermeister mit Recht gesagt hat: Wir können, wenn , wir Neues schaffen wollen, nicht gleich Erprobtes bringen, wir können nicht belgische, französische und andere Bersassüntzen. abfchreiben, wir wollen etwas versuchen, was wir nach unserem besten Wisse« und Gewissen als Fortschritt betrachten. Ihnen dabei zu helfen, soll unsere Aufgabe sein. Hoffentlich bewährt sich das neue System bei uns in Wien als. Rettung aus der geistigen und sitllichen Verflachung und Verödung, die bisher die Signatur dieses Gemeinderates war: Händeheben, wenn, es der Majorität gepaßt hat, Niederkämpfen mit allen möglichen Argumenten, die alles nur nicht sachlich wären. Bei der Zusainmenarbeit von Beamten und Gewähltes wird sich «in Einvernehmen erzielen lassen, welches nach meinem Dafürhalten dieser Stad.t nur zum Segen gereichen kgnn. Allerdings, damit dieses-/große Reformwerk wirklich Bedeutung gewinne, mütz von^ vtzÄhertzin die' Jugend dazu erzogen werben/ diesen Geist der Demokratie m sich aufzunehmen, selbständige Arbeit irn allgemeinen Interesse zu leisten, und in den Schulen müsse« Leute gebildet werden, Lwelche künftighin mit großen Gedanken in diesen Saal kommen und bei der Gesundung dieser 'Stadt' Helsen. Aber eine Jugend, die sichin nntionalem Chauvinismus auslebt, die an unseren-Universitäten gelehrt wird, andere - Nationalitäten zu knebeln, die kann diesem großen Werke das entsprechende - -Verständnis' nicht entgegenbringen. . Wir haben heute vom Gemernderat Schmitz gehört, daß die fremden Studenten, die die Wiener Universität bevölkern, deshalb hinäüsgeschmisfen werden müssen, weil sich die Ostsuden. frech und selbstbewußt benehmen. Man geht natürlich wieder einmal auf die Mischen Studenten los und. um sie zu '.treffen, , sind die Herren nin eine Aus- ' rede niemals verlegen gewesen. Es waren' noch keine Ostjuden in Wien und es hat schon ein „Waidhofener Prinzip" gegeben, in dem deutschnationale Studenten festzulegen wagten, daß ehrlos sec, tver ans dem Schoße einer jüdischeu. Mutter stammt.. Damals waren noch, keine Ostjüden hier, ober die Ausrede hat sich anderweitig finden lassen. : Es war einegrobe, brutale B-ergewalfigung einer änderen Nationalität. Sa war es und so gehr es Weiter! Heul« sagt man Ostjudrn, morgen Tscheche», Übermorgen Westjudm; immer ist - es Kultnrlosigkeit, Barbarei ärgster Sorte, der sich -die deutschradikale Studentenschaft hingibt. geleitet von einigen ' Professoren und Dekanen. Die .Professoren, die hier im Saale sitzen, rufe ich als Zeugen auf! - Die werden bestätigen, daß die deutsche, die christliche Studentenschaft von deutschen und christlichen Dekanen und Rektoren verschiedener Hochschulen, verhetzt wird. Wie -könnte mLn.es sonst-begreifen, oaß ein Dekan jüdischen Studenten erklärt: „Sie müssen eine Bestätigung vom Obmann des Deutschen Burschenbundes haben, sonst nehme ich Sie nicht auf." Also, die Erziehung muß! geändert. werden, die Jugend muß besser iverden, . sie muß gesichert werden gegen jeden nationalen Chauvinismus, gegen alles, was * he .in, die Hchpolitik hineinurrt. Wir nrüsien ein besseres Wien,-ein besseres Oesterreich schassen, fern von anti- ■ ■ ■ - ■ ■ t . .• . . - ■- Zionistische Sektion für die westliche» Bezirke Wiens. Große Versammlung Die Machenschaften der Asfiwilanterr im KultusMahlkampf. Dienstag den 20. Avril, n!S Uhr abends, Im großen Saals des N stauranLs „Jur Glocke", 7. Bez., Neubaugasse 3. Es sprechen: CeuzemderaL Dr. PlaschkeS, BeK.>Rat Dr. ZmmerglüS, Dr. Kantor, Dr. Brand, GrStz er. Kvltaswahler der Westlichen Bezirke, ^rjchemet in Magen 1 «sflhirer Größte AuöwaW Z Billigste Pveiß'! Leopold Steinhart, Men, I., Biberstraße ' ch^/80 semitischen -und änderen kulturlosen Bestrebungen, sonst- -fit jede Verfassung und. alle Mühe, umsonst. (Lebhafter Beifäls, Zwischenrufe bei den Christlichsozialen.) ' .^ / . Rach-.'dem' Schlußwort des Referenten Dr. /Dä n «.«» b e r g,' welcher in ' eingehender Weise auf die Angriffe" Gegner der Vorlage antwortete, kam es bei der Äbstiminimg zu sehr turbulenten Szenen, -welche eine Erklärung -ixjS Tschechen K l i m e sch verursachte, der sich wieder in scharfitee- Weise gegen,Pie Gelöbnis formet und die Festlegungder deut^ scheu Sprache /als Verhandlungssprache kehrte. ' Die Abstimmung selbst'- ergab ' die. Annochme. 'der" Vorlage. D'äf H,r' stimmten die S o z i al d e m o traten mit den J'ü visHnationalen, dagegen die Christlichsoz.i Deutschnationale'n und Tschechem Die sÄrfoMrtritt mit 1. FnNi d. I. in Kraft. Die EmEhmmg. Retterliche Erhöhung des Brotprerses? 1 Laib Brot — 6 Krone» 74 Heller. , Die Gehilfen der Bäckereibetriebe verlanget Lohnerhöhungen, rückwirkend vom K ApriL Daraufhin haben sich die Erzeuger an die Landes^ regierüng gewendet, die für die Bemessung des Brok- Preises die ausschließlich kompetente Behörde ist, uM erklärt, daß sie die erhöhten Löhne nur da«« trugen können, wenn der Brotpreis .erhöh» wird. . Glrichzeittg haben sie' verlangt, daß neuerliche Verteuerung der Regiekosten , (€ Kohle re.) durch diese Erhöhung des Bl Preises kompensiert werde. Sie haben nun der Landes^ regierüng auf dieser Grundlage eine Berechnung vor^ gelegt, wonach sie einen Zuschlag von l Kro«» 14 Heller pro Laib fordern müffen. 'DLfi Laib Brot würde also 6Kro nen74Hellev kosten. Es ist nun allerdings nicht wahrscheinlich^ daß die Landesregierung diese Forderungen im volle« Ausmaß bewilligt. Auf keinen Fall geht es aber vhm! -Erhöhung ab. Und zwar dürste bereits heute die GW scheidung fallen, weil die Gehilfen auf s ch l em n i^e- Entscheidung dringen. Bühne und Kunst. Freie jüdische Volksbühne. Samsiog den 17. d. M. um 3 Uhr nachmittags wird im\ Wiener Bürgcrtbeater zum zweiten Male „D er Laub S-l man n', Komödie in drei Asien von S ch a l o m A s ch, <ut^ geführt. Mitglieder erhalte« zu dieser Vorfitllrrvg 50°/, ermäßigte- Karren. ... . Der Verein ,Freie jüdische Bollsbühm" bezweckt die Psiegv jiidisch-dramat,scher Kunst und Förderung des jüdischen Theaters Mens. Die Erreichung des Zieles wird durch die Gründun» eines jüdischen Theaters angestrebt, das nicht nur künstlerisch m jeder Hinsicht besrredigen, sondern auch im wahrsten Sm«e dM Wortes kl» natronales VaNserzichungsinstitut werden soll. Dev Berem bietet seinen Mitgliedern besondere Degünsiigungen. Jedes! Mitglied hat für den Monatsbeitrag von K 6.— Anspruch aufs eine Freikarte im Monat rmd 50% Ermäßigung zu sämtliche« Vernnsveranstaltungen. MitgliederanMeldungen täglich zwischech 7 bis 9 Uhr abends im Dereiuslokal Cafs Rembrandk, U., Untr« Augarteustraße N. M.* ~ Ans den Theater». S vielplan des B u r g th ea 1 e rs. GM öen 18. April: „M a c d e t h". %6 Uhr abends. — M« dcn l?. Aprrl: «Inlins Cäsar", 6 Uhr abends. Dienstag dm 2V. Avril: »Doktor Klaus", %7 Ntzn abends. — Mittwoch den 21. April: »Liedeler*. --- ,L i t e r a t n r", 6 Uhr abends. — Donnerstag de» 22. April j „K i n d e r d e r F r e u d e", %7 Uhr abends. — Frettag de« 23. Apnl: i e B e r s ch w ö r « n g d e S F i e S k o z » Genu a", 5 Uhr abends. — Samstag den 24. April: -SÖt« Schwestern", ya7 Uhr abends. — Sonntag den 25. Uprü; „D i e T r a g 8 d t e des Enme» es", %? Uhr «ckmd^. W.A. F-Sporplatz Hütteldorf StragrabahuHnioii: 40, 60, LS Verstirbt«? Verksfer Sonntag den 18. April 1920, 5 Uhr nachmittags HQtieidoefer FussbaiWerby Rapid-W.A.F. (Meisterschaft) */s2 Uhr: Rapidrjgin.—W. A. F.-jgm; 3 Uhr: Rapid-Res.— \V. A.F.-Res. 151» Sport. Dur den Sportplatz der Hakoah. Sammlung zugunsten des Hakoah-SportvlatzeS durch -Heinr'ch T e i t e l b a u m. N. Schwarzmgergaffe 8: Heinrich Teitclbaum K 1000.—, Paßweg K 500.—, M. Warteuberr K 5(X).—, % B. Czaezkes K 800.—, Jakob Lande K bsto.—, Josef C aczkes L 200.-^-, Horowitz L 100.-, Wenig K 200.—‘ S. Unflet L.100.—, D. Landau L IM.—, Joses Rost K 200.—] Otto Glaser K 100.—, Smger & Co. K ioo.—, Balaasu K 50.»-, Schiff K 100.—, Jsak Lrebermauu K 100.—, 8. Rvttz K ,100.—, Osias Fränkrl K 100 —, Max Rosrnrauch K 100.—; Jacaües Blum K ioo. N. N. K 250—, M. G. « 250.—, Rvirnbaum'li 200—, Schmpelheim K 200.—, Ukreick K 100—, Willner & Co. K 100—, Dr. Waldmauu K 50— Wilhelm Btpcr K 50—, Groß K 100—, Hnsicm K 5W0.—! N. N. K 100—, M. EigclS K 600—, Sandler. Stand * fei ^ob ^erlür K 250.--, Moritz FiM L fiM jMa»ts*Mvr L ~

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