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Wiener Morgenzeitung · 1920-04-09 · Heft 436 (9.4.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 436 (9.4.1920)
Date
1920-04-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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sftötzten Teile Offiziersrang, sind AeutL mit ükode- Mischer Bildung, unter ihnen Professoren, Schriftsteller, Aorzte, Advokaten usw. Biele' von ihnen wurden fünf Kahre langhin eiskalten und schmutzigen. Ruinen mit., verpesteter Last gehalten, ohne jede Möglichkeit, mit- >er''AußLütvelt' m Berührung ZU treten. -Die Schuhs und Kleider, die sie zur Zeit ihrer Gefangennahme auf Vm Leibe hat len, fielen ihnen förmlich vom -Leibe/ da ihnen 'ändere Kleidnngssti'l^ckc: nicht' gegeben wurden.?ield besahen sie nicht. Selbst für.- Nsahrnngsmittet. reichte ihr Geldvorrat nicht ans. Bon der Koltschakre^ierstng' erhielten sie eine Tageszulage von siebzig Kopeken zu einer Zeit, wo das Brot drei Rubel das Pfund kostete. So kam cs, das; die Mischen Kriegsgefangenen, die unter Hunger und Kälte unendlich schtveL"- littet!, .. den verschi'edenartigsjM epidemischen KräüMeiteneWm Opfer fielen. Ein großer Pwzetttsatz ist grMrbekr! ein'noch größerer aber ist dem 'Wahnsinn' VerfUlleN'.: e.e'-- ' /. . . . . . BemMe^wertist, daß viele von den-kn Lagern einAMlWum ' Mischen Kriegsgefangenen, -Fofern siel den'M'änryeiten zu 'widerstehen vermochten, noch die'' Lust fanden^ dem Studium zu obliegen'und sich-kulturellen- Arbeiten, zu widmen. Viele von ihnen er-/ lern'ten neue Sprachen, hauplsä^lich hebräisch und englisch.'Zur Förderung der hebräischen Spräche wurde ein hebräisches Wochenblatt 'als Manuskript vervielfältigt heransgegeben. Die meisten von den' am Leben geblidbenen jüdischen Kriegsgefangenen' sind Zionisten und träumen nur von Palästina. Andere denken'wieder an Amerika als die Stätte ihrer Zukunft. Dr. Rosenblatt selbst-ist der Meinung, daß man sämtliche nach Ämerikä befördern müsse, -um so mehr, als'es sich momentan bloß noch um viertausend in Gefangenenlagern Befindliche handelt, da ein größer Teil der Gefangenen in der letzten Zeit in die Hände der Bolschewiken fiel, welche ihnen ft fort die Freiheit gaben. Dr. Rosenblatt versorgte alle jüdischen Kriegs-, gefangenen, mit Schuhen, Kleidern, warmer Unterwäsche, Hüten und änderen/Bedarfsartikeln, wofür er'einen Betrag von rund hunderttaüfend Dollar verausgabte. Für die itT Nikolsk internierten siebenhundert.Gefangenen versorgte er 10.000 Pfund. M<nzvH, überdies verteilte er in barem rund hunderttausend Dollar,' so haß / das,,./ Föiut ' Distribution Committee als ' HilfeiteistWg für .^ie jüdischen Kriegsgefangeneü in Sibirien durchs Dr.. Rosenblatt ungefähr eine Biertelmillivn Dollsir verausgabt hatte.. Dr. Rvsenblatt höh hierbei, hervor, daß ohne das Einschreiten des- American/ ' ßkint.Distribution Committee von den jüdischen Kriegstzefangenew heuw vielleicht kein einziger mehr E Leben wäE/'Me' 'Organisierung seiyer Hilfsaktionen.stieß,, wie Dr.' Rosenblatt' internem Berichte'äüssi'chrt,/anfangs, ans sehr große Schwierigkeiten unb nur dank der, Unterstützung. durch , den -Oberkommandanjen der ameri-kanifchen Cxpedltionsarmee in -Sibirien- General- Graves, war es Dr. Rösenölatt mögkichl dre Aktion durchzuführen und in Wladiwostok ein Hilfskomitee' für die jüdjschrn -Kriegsgefangenen in Sibirien' zp schaffen. Dr.-RFenblätt brachte^eine, genaue. L'.steder jüdischen Kriegsgefangenen in Sibirien und deren - Verwandten in -Amerika mit. Dadurch sind diese amerikanischen Juden in die Lage versetzt, jhren Kriegsgefangenen. Berwand.te.k im Wege des. American Joint/Pistribntion/Cvmmiitees nach,Sibirien GeldunterstützungcU zu..fänden. - . Die DollarpakeL-AKLio«. ' Hn der letzten. Sitzung des Komitees-zur. Verteilung von gespendeten Dollarpaketen wurde zur Sprache gebracht, daß manche Empfänger, von. solchen Dollarpaketen, die -von Angehörigen in Amerika eingeza.hlt worden waren, die Sendung des Geldes der Naturallieferung vorziehen würden. Manche, glauben, baß die Kaufkraft von soundsoviel Dollar gestatten, würde, in Oesterreich im Schleichhandel mehr an Nahrungsmitteln zu erwerben, als die Dollarpa'tete enthalten. Das Komitee beschloß, sich im Jnjevesse der Allgemeinheit dafür auszusprechen, daß auch in Hinkunft von den Spendern in Amerika, die sich des Hilfs- Lagerhauses bedienen, nicht Geld, sondern Lebensmittel nach - Oesterreich gesendet werden mögen. Maßgebend waren folgende Erwägungen: Die Dollarpaket-Akiion bedeutet eine Zufuhr von ausländischen Nahrungsmitteln,? und-zwar ohne irgendeine schädliche Rückwirkung auf. den -Stand unserer Valuta. Durch die Ueberweisung - von/Geld an Siello dieser Lebensmittel müßte folgende Wirkung eintreten:' Dü Empfänger von Dollarüanknoten-würden die gewünschten Lebensmittel im Schleich-, harüx-l?fu lausen trachten. Durch die verstärkte Nachsrane. der ein -vergrößertes Angebot nicht gegenüberstn-.i>e, würden aber die Preise snrnnaöaft steigen; es' ist höchst unlnaörsc-.einlich, daß im Schleichhandel ähnlich große i'üe'.tgen an weißem Mehr,' Fett, Kondensmilch nsw. aumctrieben werden könnten, als süedas Hilfslager.Harr<' derzeit' liefert. Jedenfalls würde aber in kürzester Zeit in' Oesterreich um atnerikanisches Geld weniger Ware erstanden werden können, als in Amerika gekauft und in den Dollarpaketen verabfolgt wird. Die in: -großen Stil arbeitende Aktion der amerikanischen Hi'fslagerhäuser kauft übrigens - in Amerika billiger als- Private ein. Die Kosten für in einem Dollarpaket enthaltene Lebensmittel wären für eine-Privatperson in Amerika höhör als jene der amerikanischen Hilfslagerhäuser. Das Komitee sprach sich-deshalb für die Bef- Ü'chalftmg der bisherigen Art des GesMiiZbetri^bes nus. yEUU WieuerMorzenzrttmis EingeserkdeL. flKprif 19M Skr. 43# Di« Kinderfahrt«« tnä Aastaud. M a 1 wine Kno II Kolon- Mo se »Bla uk opf Bucarca ' - V e rsl ö bte« Iw April 1920. .2610 Brillanten, Platin. Münzen. Perlen.Uhren,' falsche Zähne, alle Silbergegenstände verkaufen Sie am besten dlr&t dem fuweller und Goldarbeiter 8. Holzapfel Wien, VI.,JMariahWerstrasse 79 oder Werk*tte: 1., Wollzeile 17/13. s6i ZUUtli6aliote Fraise, daf8retgen»V«rarl»»ltttnff Idealer ErholrmgTort für RgkonvaleKente. -ErsfolgraJeh« FrtjWingjfcuren Schönster Sommeranfenthelt. Kuranstalt and E$74 Sanatorium H in ferhr0 h 8 / eine Stunde tob WJea _ Tenrfl glich wpflegt, modern eintertchtet.malerisch. gelegSn. Ah*Mmtle darek die XHreRflon oder dAa Chefarzt Dr. I.Poru«. Tel. 4471/VI. Paffah-Kmderfeft der fojtcüett Hrlfsgememfchaft Änitta Müller. ' . Eine Zause für 3Svv jüdische Kinder. Gestern--fand in den Saleck der Produktenbörse eine festliche Pckssah-Kinderjauie statt, die, wie alle Unternehmimgen der Frau. Anitta .Müller, überaus großzügig angelegt war. Mehr crls 3000 jüdische Kinder waren zu Gäst gel'pden und wurden an den mit Blumen geschmückten Tischen rnitKakao, Mazzojh, Käse und Früchten bewirtet?: Als Frau Anitta *M'üller den Saal betrat, wurde sie von den Kinder scharen mit stürniischen, spontanen Hoch- und Heödadrnfen empfangen, die sich immer wieder erneuerten: Die mesten jüdischen- Kinder kennen längst diese Frau und die rührende Begrüßung mag fi'rr sie den schönsten Lohn , für ihr Vyrbildli'ches, unermüdliches -Wirken stn der Judenstadt bedeuten. ' . Vor ' Verabreichung der Jause fand eine kleine eindrucksvolle Feier statt. Herr Oberrabbrner Dr. Chajes sprach 'zu.chen Kindern über , die Bedeutung des Passahfestes, der C h o r des. Stadttempels trügeinige wunderschöne Gesänge vor und Frau A.nitta Müller brachte ein Hoch auf'das Joint Distribution Committee aus, als dessen Vertreter 'der .Generaldirektor des Joint' Distribution- Committee -4ür Europa.Herr Dr., G o l dmann und der Direktor des Joint Distribution Committee kür Polen Herr'Dr: .B.o g e n der Feier beiwohnten. ' ' ' / •- " : t " . ' v , 'Die große <^ar mö'nülicher und weiblicher Hilfskrüsie der Sozialen Hilfsgemerüschaft sorgte für'Ordnung in dem Riesensaal, was. umso schwieriger war,' .als di? Kinder nur schichtenweise eingelassen werden konnten. Unter den Zahlreichen Gästen befanden sich neben den Vertretern der israelitischen Kultnsgemeinde. des jüdischen-Nationalrats, des Klubs der jüdischen Mandatare und mehrerer jüdischer. Vereine auch Herr. Dr. V e e r-- H ofmann sowie. Rudolf Und'Josef Schild kr aut. Die- Ausfuhr.^esch8fte des Dr. Peelmutter. . .. GeschäftSst-elle „Kinder ins Ausland^ b«S Oesterreichifchen Jugendhilfswerkes, I. Bez., Hofgartenftraße 5, ist bemüht, im April durch vermshrte Trans- ' Porte dtzn Abgang heremzübringen, der durch die Wirren in Deutschland eingetretÄn' ist. Am 2.-April ist ein Zug nach Schweden aügegangen, am 5. d.^.M. find bis .Grazer ^nvalid-enrinber. (evanMschs , Aktion Wachrcr,, geleitet durch Professor Lang)- nach Holland abgoreist/ am 6. fnld ,.Kinder nach-Jütland gebracht'worden, am - ' selben Tage ist auch ein 'Transport der Techniskbeni Union in die -Schweiz abgefertigt worden, für den?, würde ein über Znaim instradierber Zug des Hylland- Komi^ss'. nngesetz't, Schwerer, Wrjveger- Transports-, stehen vor der Abfahrt nsw.-Jn außerochentstchHankenSwerter Weise haben sich die bayrischen Vevkehrsbsh'örden , trotz des Kohlenmangels bereit erklärt, drei Züge nach- Köln. zü: übernehmen^ urch - in. Aussicht gestellt, Mitsve Transplzrte' durchAnfützxene^ können also dis berM.' fälligen nnd fertigen' Transporte des CharitasverbaNdeS^ abgehen; /sie wevden'über Würzburg—Gießen. nach Köln,, geleitet werden,, dem,, umstrittenen Gebiet, ausweichen. Das Stüatsamt für Verkehrswesen hat -in Prag -vdr»' geschlägen, . zur Schonung', der KohlenbestLNde'. der Tschecho-Sliowakei fstr die Kiird'ertranspqrte in die Nord« länder nicht die 357 Kilometer lange Strecke Znaim!— Tetscheü, sondern bie; kürzere Route Lundenburg-- - Odtzrberg zu wählen; derzeit werden zwischen den beteiligten EisenbahndireLtionen die Verhandlungen ge-- pflogen, die tschechischen Behörden haben sofort, zu» . gestimmt. Die Verwirklichung dieses Planes würde zt*'l möglichen, die Zahl der Kindertransporte wesentlich' zu steigern.' Die Hollandtransporte werden während der Dauer der Ausnahmezustände im Ruhrgebiete' weiter über Dresden—Leipzig—Magdeburg—Hannover —Osnabrück—Salzbergen gehen. GemerbeföLderunKtzamL fAbt.Arbeitsnachweis) des ZüdisüZe« Nationalrates. > .^Offene Stellen« Land- und Forstwirtschaft. 1 Gärtner. I n d u Ü r i e in H o'l z- und Schnitzwaren^ 8 Tlschlergedilfen, S HolzdrMler. B a u g e w e r b e: 1 Zimmermaler, 1 Speugleh 1 Schilder-/und CchristenWaler. Industrie/ tit Maschen e n, A p v ar a t<«: l Elektrotechniker, Bekleidungsgewerbe: 2 Schneidergehllfen,'4 Schuhmachergehilsen, 1 Kürschner, V Mirderarbeitermnen» Industrie i n L e d t x; 1 LedcrgalanteriMrbeiter. Metallv e r a r b t i* t« n g: 2 Schlosser (Bau), 1 Schmied, 1 Brom^zießer. 2 Ziseleure. Papierindustrie: 2 Buchbmder.'K a u t s ch n k°, G n>ta p er ch a undZelln! o id Industrie: iStackviglienerzenger. K a «'s m ä «.ui s ch e S P e e/f o n ä l: 1 schästsdrener, 1 Lauibursche, 1' Verkäufer (Küchengeräte),'i Stens-- lhpistin. H a u s v e r s v n a l : 1 Kvchm, 1 Stutze der Haußsrau, 1 Bedienerin, 1 Mädchen für alles. Lehrlinge.» 6 Tüchler, 1 Ledergalantsre, 2 Schirmmacher. 1 Graveur. 1 Hnlmacher, S Posamenterierqaren,- r Steinmetz, 1 Damenschneider- 1 Kran-schleüenpräger. 4 tßr Maschinenfabrik, l Juwelier» 1 Stam-- piglleuerzeuger. 6 Schlosser (Bäu), 3 Schritten- «rd Schildermaler, 2'Buchdrucker, 1Holzbildhauer, 1 Installateur. Zu meldrn beim G^lverbrtörderunysamle (Abt. Arbeitsnachweis) de- Jüdischen NatiönalrüteS, H., Tabortbcaße 20». . ' Am ‘25. Jänner l. I? hat das Kriegswucheramt ' . bsr Polire-direkUo:: gegen't>en Privatbeamten' Dr. med.' -Arnold Wer lmu tter, zu, .Podwoloczyska. geboren, 8- Bez.-, Pia'rifLengcrsse 46 wohnhaft, die Anzeige wegen /Urkundenfä'schun'g und versuchter Verleitung zum Mißbrauch der Amtsgewalt -an'die SLaütsanwaltschaft erstattet- Das KriegswucheraMt hacke nämlich festgestellt/ daß Dr. Perlmutter als' Akquisiteur der Speditionsfirma S.-Scheim, 2. Be-,., Ta-b-orstraße 17 ü, in mehreren Fällen zollamtliche B'scheinigungen ' g esälscht har, um aus G/und der falschen Scheins die Artöfrrhr' von Waren^ zu 'ermöglichen-,^-"'für' die eins-' . AutzfuhrbewiMgung vom Stra^samtt für Finanzen nicht zu erlangen gewesen ist^ Während , noch das Der- - fahren gegen Dr. ^ilmuttör'seinen Gasig-nahm, wurde er am 6. -d. M. wrgen einer ähnlichen Fälschung auf Grund einer Aufforderung eines Funktionärs der- D-evissnzentrale verhaftet. Nach der ersten Betrugs» fache hatte Dr. Perlmutter seine Stellung bei der . Firma Schein oufgegeberr,/ Abe»- Fchon einihe- Wochen später hat er sich mit dem Erfüchen um Wiederanstel- 'lung an die Firma gewendet unb/würde in der Folgezeit häufig damit betraut, bei>. der' Devisenzentrale die Exportamneldung für. ausfuhrfreie' Waten nach den Nationalstaaten zu besorgen und.-ein Valutaübereinkvmmen jetveW zu erwirken. - Da. die- Firma Schein mir Rücksicht auf die erste Angelegenheit auf kein ^Entgegenkommen seitens der - Devisenzentcaft rechnen ' konnte, konnten die AnEldungen -notwendigerweise . nicht von ihr, sondern nrnßt.en. von einer anderen Firma' gefertigt,.-werden. Dies .brachte den Dr. .Herlmutter auf den/Oftdaukeu, sich eine Stampiglie der-Speditionsfirma- I sef Le in kauf, 1. Bez,, .Helferstorferstraße 9, zu beschajf.'n,-Mit dieser Stampiglie ^fertigte er die Anmeldungen. Auf diese Weise gelanq es dem Dr. Perlmutter, iu.-ungefahr fünf u nd z w a n z i g Fällen ein. Valutaübereinkommen. bei der Devisenzentrale zu erwirken.' Auf Grund des Uebereinkommens war /die Ausfuhr.-von Waren im Rcchnungswerte von mehr als einer Million Krvuen möglich. Bei Ablieferung einer fertigen Expörtanmeldung erhielt Dr. Perlmutter ' von der Firma Schein jedesmal 2i/s bis 3 Prozent des RcchnungZweptes.«Dadurch hat-er. innerhalb weniger. Wochen 30,000, Kronen verdient. D,r. PerlMthsi: ' /wurde' dem Äandesgrricht eingelirfert» - Regierungsrot Rudslf Tausstg. Der Dorstandstelft Vertretert«s Stenographenbureaus der Nationalversammlung Amtssekretär Herr Rudolf-Taussig wurde zum Regierungsrat ernannt. Zugleich wurde der f Amtssekretär Hrrr- H alp er in. -zum Regierungsrat -ernannt. * 80, Geburtstag des Präfidenteu Dr. WUhel» Exner. Heule feiert der Präsident des Techmschr« BersuchSamtch Ing. Dr. .Wilhelm Exner seinen 80..GeburiStag. * Der Ausstand in den Gerichtskanzleien. Die durchs den Streik der . GerLchtskanzleibeamten bei' den Gerichten geschaffene Lage war gestern unverändert. Die, Kanzlei--' gehilfen verharren Wetter. im Streik. Die Richter versehett den Kan^ldienst. — Die „StaatskorrespondeUz" schreibt: der. Aüsständ eines D:ileZ der Kanzleibeamten der Gerichte noch andmlert, wird , von amtlicher Seit« auf. die, Bestimmung des § 29, letzter Absatz> der Dienstpragmatik aufmerksam gemacht, die besagt, daß Beamte, die über drei' Tage eigen-- mächtig dem DierHe .sernbleiben, unbeschadet der. disziplinären Verantwortlichkeit, für die ganze Dauer der ungerechtfertigten Abwesenheit ihre Bezüge verlieren. * Kurs fLv die Ausbildung von Berufsberater«. Im Zuftmm nhangr mit. den für eine planmäßlge Organisierung der. Berufsberatung gevlaMen Maßnahme»- veranstaltet das Staatsamt Ar soziale Verwaltung einen Kuch znr Ausbildung von VenriZdtzratern, um h'edurch geeignete PeFSullchketten für dr« zu fchasimden Be'chSderamngsstellen zu gewinnen. - Dieser KurS wird in deinem Hör saale der LehrenUnrnbildrmgSanstalt, Wim. Hegelaaste' U, übgehallen und wird ungefSbr drei Monat« dauern. Der Beginn rsi für den 19. April festge-etzt. * Gesucht wird: Chaim E'delberg aus Lemberg, soebm ans der Kriegsgefangenschaft zurückgekehlt, bucht seine Frau Mattel. E i d e l b e r g. Mitteilungen an: Chaim Erdelbers. VN., Schöt-ienieldgafst bS/VA). Ä Die Abendkurse in der Schlosserei des Jüdischen GewerdesörderungvamteS werden in wenig rin Tauen eröstn-ck. .Ernschreihungen tägl'ch: Jüdischer Nativnalrat für Deutschösterreich, Oewrrbrförderungsamt,, II., Taborstrahr Ada.--. Dia Leihsessel ck« de« Garten. De,-' Stadtrat lu! die Bewrllrgung eiteilr, in den städtüchm.Ga-rtenanlagen und Alleen m der Sapon 1920 für e>nen gewöhnlichen Sessel 20 Heller und für einen Armsrffcl 30 Heller rinMeben. 9 Papiermangel Jtr Italien. Infolge. PapiermangO. müssen die itallrni'ckm Blatter vom 8. b. M. an.bcs auf weitttes chrm' Umfang auf zwei Setten beschränken. * Die Fernsprechgebühren Bndapest—Wien. Aus B u d a p'e st wird gemeldet: Infolge der Erhöhung der Ferngespnichgcbühren seitens dcS Staate- Oesterreich w>rd von, 'Ift. Avrü d. I. an die Ferngesprächgedübr zwischen Bndavtst und Wim von L b.bo auf?L<) erhöht. Für dringende Gespräche wird eine dreifache Gebühr, also K 22.50, eingrh-beg. ÄqD i Ninnm mir dringende Gespräche geführt verd«.

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