Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 436 (9.4.1920)
- Date
- 1920-04-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979514--03853-2989529- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Wiest. FrerkäA Mre«e« Mvrse«zettmtA 9. ApE L9M ’ ' . 'Gerte $ ,.i.n i.i . - —> ■ >»-? StsAenvermittlungSamt.' Die Berrmigunq jüdischer 1 i* ha-.' Sr?V* •'* ‘hrtfl!• 8«t «ine ErwnbSmögliÄkelt' m bieten^ »sucht die Verewigims m> stüLllige Anzeige jeglicher irenu Stellen. Zuschriften rerbi uh ' «nbte&emmftunp iiidi'ckrr Hörer an der Hochschule für 3s?-: i> . Handel/ Wien^'. ll.., Taborfi'äüe U ' . - Salsvurg wünscht, feine SotttmerSzeit. Mit KsicksiH - die' Mweren E wrräschaftlichen ' und kulturellen Nachteile, vie daräuS'-entstehech daß Büyetn die Sommerszeit Nichtsein« führtet-hat^.der-Lajidesrat bei' der Staatskanzlei und ^bein Slaassayit-'-deS-, Hnner-n. nqchdrücklichst -das. Ansuchen gestellt, vasz für .das"Hand Salzburg! für Heuer von der Sommerszeit?lbstand genommen ' werde. ' . . \ ^Steeik Bet ■ Spebitiottsarbester. Seit gestern früh sind' in^gönz Ären die ShetDdnsarbeiter^n den Ausstand getreten. - HdÄeiÄÜM '-touroeit: .zu zwei -.Dritteln erfüllt, womit/! lM. «hAtz? .Hpsörtionsarbeiter nichh^Zufrie-engabem - Es finden' BeMnölüngen zur. Beilegung des Streiks statt'./. O- :Wkürsü>n ins Technische Museum. D^r österreichische DkaWnsitestbupd veranslastet." agr'. Sonntag den 11. d. M . run 9-Mr^böicrtriÜLrtzS eins. GKurston ins Technische Museum und iriM-ÄSfe-"Mrch'- einen Börtväg:^VerbrennüngsmoiVrSn" eingeleitet. Maste?' auch-Damen, 'willkomrUen.». :i' unh SpebitionSburean -l.n; Palästina. -Die i palä- ' sttnenstscheNi".Hurea'uS der . Jüdischen^ Palästina-Reise-- und - -Tray.stzortgeseMchaft H. .„Maawirim" gemeinsam-mit der PalestiEWWl?WWpäM-'-L^."/hi!sin8irN) sichm Jaffa, P. Ol' B.'' Ä8, ""vis-ä-vis" > detrt -Gmnük (Zollamts ' und ' in Jerusalem. Die Eröffnung weterer BüreauS wird in Kürze er^olgep... . .... .... . v,. vv >•’. . v >■ : - -'; ' - .'*.--'D.ig,.Neiwiffigv. RettmrgSacsellschaft hat im Mürz irr' 1737 Fällen erste Hilfe geleistet. - ' ö .. > v ,v ' Der.'Mtreik ,dcr Frls ure. In .einigen Bezirkenhalfen gestern die Meister 'allein die Arbeit aufgenvmmen,; 'pie ' meisten Mseurläden blieben - - jedoch' geschlossen. ' Mehrere- ,Kegende. Pasierstubeu" wurden von der -Sanitätsbehörde , aus Mde.rMn sanitärer Natur g e sch l-os sen. Im-17.,Be'irk, evsolötei-M Schließung aus -G.rurch. 'etzrer; Anzeige^ 8es^S^dt>- physttüs Dr. .SL o n g o f. "."" , ' , ’; ' General Romäriowski «ruwiHet. Aus London wirb dom 8..'d. M. gemeldet: Aus Konstantinopel wird..gemeldet, daß >der Generalstabschef DeNikins, General R"o yr g n o wsk.i, bpr Msi^-Djentch^ 'yach:/.Könffäntinopel kam, Montag.'str der, russischen ' Botschaft von zwei' ru'sfi.f'ch>n' Offizierejs' e'r-- wqrdet wurde. .'Die Mörder sind7entkommend / HMrWrhShnsig kW Zkanchfangrehrirrgewerbe^ DerStLdtrM..hät-' beschlossen, keine Einweisdüng dagegen zu., erheben, - daß, entsp.rechend. einem Wochenlohn vj>st. Ü00 Kronen für Herr iMüchs.äMkechrergeliilfen, der MWmältarif im Rauchfangkehrer-- - gewerbe' unter'! ZugrirndeleFung ' von' drei' Viertel' der'^den: Gehilfen zügestandenen) Lohnerhöhungen upd unter der .gefeh-. ^lfchen'..Beschränkung „bisauf Äiderrusts erhöht werde., Das Spital der Barmherzigen Brüder in GMHs. - Älls . bisherigen. Mitteilungen uberi j die große. Bedrängnis, in der: '-sich-, der Konvent der. Barmherzigen, Brüder,'mit feinem' Hospital befindet, das eine ünentbehrliche Heilänstalt . für Wien ist, haben nur gerin ge Wirkung geübt. Namhafte Spenden - sind nn üben letzten Tagen nicht eingelanfen. ' Es sind-r fast, ausschließlich kleine und. kleinste -Heträge, die zeigen, daß.,-der Hilferuf doch'nicht ganz .ungebört verhallt ist.'..Das - Spital bedarf aber, um erhalten zu, bleiben,'MÜlionen/ da jedet^ Monat" ber den jetzigen' 'BerhälKrissen eine Viertetmillivu kÄswt.: Es ist zu erwarten, daß-.die großen Unteri-!nehrnuugen entsprechend, große - Suinnten,- spenden. ^Bettugim GebäudederOesterreichisch-ungarischen Ba»st.... Western.voMltags.-chatcm uhgffLdr S.^iähmger Mann dem. .Kaufmann Aldan M.a r gbani, >IX., Schuberlgassc 7 wohnhaft.' 9280 Lire und eine Banknote zu X lv00ü österrnchischer Wcihruüg uvtxr der Borspiegelung entlockt, das Geld, umznwechseln. ' kn -< -v' ’--'-. * Streik gegen Me Sommerszert kn Italien. Aus W e n f wirb uns berichtet: Schon wahrend der ^riegszcit und der Dauer.-.des.Waffenstillstandeshat die /italienische Bevölkerung bke^.WrW^««'g>'' '&?■* '0O0_ntfßjieit:- mit großem Unwillen aufgenymmen. In difsem "Jahre--hat ^dieser Unwille.- in erWrlflyr Gegenden zu einer' geschlossenen ^Opposition geführt,- die an: manchen Orten selbst zu Streiks / zu führen droht. So. haben..die Arbeiter von'Turin i»! einer' Resollttion beschlv'ssen- 'die Sommerszeit - nicht zu respektieren^ und auch' - m sich einzelne. Schulen. 'Nicht ° um - die , Sommerszeit. Die Behörden' beschäftigen -sich bereits mit ' diesepr.,.Wmerstand und. man hält eß. nicht , für ausgeschlossen, baß'^.Pe.,, de'rfützüngeri über / die . SomMerszeiL noch '. zurückgezogen.tzrerden. » Selbstmvrd eines nkpninifchen,Diplomaten. In seinem Zimmer inn Hotel Btistsl wurde /geftern mittags der ukraMwc'Legationssekretär Michael de B ui e w s k i ausMcw an der: Innenseite der Balkon kirre mit feinem S'cha! er.h-<in kt auf'gr fu n d e n. Man''schnitt -ihn ab. doch war dcr'.Divlomat.bereits t o t. Bdrher hütre ex sich mit zwei Rasicrmrffnn' drr Achlllessehven .anden /beiden Bcrnendurchschnilte». ' Gefälschte Anweisungen auf Mehl. Seit einigen Tagen versucht ein Individmm mit gefäsichten Anweisungen bei den Mdtlschen Mchlvcrschleivstellen - Mehl zu bestehen. Dre Antteisnngkn smd in steiler Kurrrnkschnit ausgefertigt, mit demÄufdrnck tMir offenbar: e n 1 w e n d e t e n StamprM' eines magrstrati'chen Bezirksamtes versehen und lauten aut Mengen von^ö brs tüK logramm Mehl. Die Mehlverschlrißstellen weiden «achdrücklichst gewarnt, auf derartige' Anweisungeu Mehl au8m» folgen und' rst bei emereventuellen Vorweisung einer solche» Än° .wrisuug sofort die Belastung des Ueberdtingers zu veransassen. Verems«achrichten. (Nachrichten v o n V e r e i n e n e r s ch e i n e n a p §° « a h m s l o s n u r a m T a g e d e rBe r 'ä n st a l t u n g.) ---J'n'g e n d-g su p v e n d e-r z i o n i si i f ch en B e» -i r kS fekti o n B r i g i 1 t e n a ». Hebräisch Sprechende, welche hebräischen -Sprach- und LitEurnnterrichi soitch'etzrn Wünschen.^ werden ersucht ack 12. und 13 d. M. im Veremslokale, Kall MelAstraße m, 'zwischen 4 und 5 Uhr stch enrzuschrcihelr. Alle/ Schüler und SchÜlcnnnen, die bei W nkler gelernt baden, haben /sich spätestens bis Dienstag neuerlich, emzuschreibeu. Ferner werdest dieienige». welche stch tu den AnfängerkurZ eingeschrrebtn haben, ersucht, .wdntöglrck in Begleituug eines Erwachsenen zwecks Besprechung am Montag - zwischen S und. 4 Uhr nach« mtttags zu' erschunerr. SamZtag nachmittags' ab- 2 Uhr hebräischer KonversatiouSzirkel. - ' Adplf Stand-Stiftuttg. Die Sekt'oustür fortlauiende Unterstützungen des American Joint Distribution Committee hat anläßlich der Berruahtring des Direktors Herrn Leon Wechsler für die Adolf Stand- MfiNs A bvv.— geivendet. Bisher eingelänfen & 25^,— Die ErMhruKg. f , ——- Dev Marktbericht. ’\vder G r o s; m a r tth alle kamen gestern .Würste, llauinch-nr-' und - Harnmelfleifch zürn . Verkauf, das lebhafteren Absatz fand, da. sich die. Mrbraucher überzeugt haben, daß das Fleisch guter Qualität ist. Mit -der Rindsieischabgabe konnte auch in der. Großmarkthatte gesterir nich^" begönnert werden, - doch., ist Pie .Ausgabe, da. inzwischen- 32 Waggons amerikanisches, Riudfleisch und zwei i Waggons oberösterreichisches Rindfleisch, eingelangt - sind, gesichert. Die Ausgabe^ an die' Verbraucher' wird aber erst ab Samstag' erfolgen. Die Grünware nmatft e warerr gestern besser versorgt. i Es. kam..mehr. Gärtnermgre, darunter auch Spinat, zum Verkauf.' — " ' -t .. \ .; v" v ""' ' Die Brpts mb Mehsversorgung. a 1 Brot gesichert — Mehl fraglich. ' - Die'.^reitzonpen;'H«M meldet: Die TränsvortstmMgi'n aus dem'- nvrdlrchetz '.Micst ' konnten / noch'.nicht'völlig beseitigt . werden, Aus den südlichen L-nien wurde die Ergirbigkrit der/ Austchrrn dadulch, daß augenbllcklrch nichtin Triests sondem.in Äenedig vexladen-'mir'd, empfindlich beemtr'ächt-'gt/ Trotzdem ist es -infolge, der Schweizer - Msh l'e' ^nddnrch Unterstüvung der Ententevertretrr gelungen,- auch für die kommnide Woche die Brotrationvon einem Laib-.(sür,NoMalverbraucher) zu sichern.' Die Ausgabe" von Mehl ^dürste -auch in der kommenden Woche k ä u m mögllch sein.. LeÄettsmittelLartenausgabe, Morgen. Sam?tag. gelongm bei den Broklomnüsstouen d:x M e bl b e z u g S t a r t«n, 5 t 8 r fa r a t mehl bezug s k a r t e n, B r o't b e z u g zk-a r t.e.n. F e t t k a r t en, Kax tosfelkarten und die M i l ch k a v t e n für Krnder von 3 bis zu- 6 Jahren und von 6 bis zu 14 Jahren sin die Zeit, vom 14 Äv.ul bis 28. August, d e Mrlchkmtrn tür. Kinder bis zu l Iahrs und von j bls zu 2 Jah'rkn für die-Zeit vom 11.?lpr>l brs 19. Juni, dir Selfenfarten Vür die Monate August 192» bis rinschlletzlich Jännep 1621 und.Srifenzu''avkärttn. für . die Monate April dis rlnfchlreßlrch Juli 1920-zur Ausgabe.• Die Seiscyzusatzkarten treten an Stelle derMschnitte.l bls 4 dcr bereits/auMegebmen,. bis Ende Julr geltenden.'Seisenkärten.. Es"ch daher die Sei'e, welche nunmehr .bis ans welteres. m'irrhöhtem.-Ausmaße., und -zwar 1 Stuck C:rt^,-Seife nr^den Kopf, und Monat nstd rl Siüch,K.-7'.^Serfe iür den' Kopf nndÄ DkMäke mr Ansaabe gelangt^ für die Mönatt April bis klnschliehlick Inlr 19Z>> auf Grund der nitspr-chenden Abschnitte der-neuen Seifenzw'atzkrMe zu -beziehen.' Die Abschnitte '1 ibiS--4--ev/b.iHengen sSeckrykgrte-.bnhungiilüg und dürfen' nrchk bonoriett-wek den. .Der Bezug des Seckenpktlv'rs in der bishek->gen Menge von'/« Kilögranmrpro Kops und Monat erfolgt auf Grund der- Abschnitte '5 b § 8.der bishengen Seifmkarte.' - .KarLoffe^abgabe,' Von heute, bis Sonntag werden im - ,'1A Bezirke auMndckche. Kartoffeln zym Prerse von L 8.-7. Pro KllyLraktim,. und zwar \{t{. Kilogramm .pro .Kops, gegen Ab- 'trenyüng..deS .Bn'chstaheys si drr Kartoffelkatte ansgcgeben. ' Ne«v PetrÄeumurrS Kevzenkarten. Vom 11. Avril an daif Be rol'-um stir 'Beleuchtunaszwrcke nurauf Grund'der neuen Petroieumbeznaskartcn-ausgegeben werden. Zum.'Bezüge von dielen Karten, sind. HäuMigentnmer, dre zur Belcuckiung von Gängen/ Sttegen usw, im- ' - aus., P.tröleum ängewresc» sind. Wohnnngs.nhaber, Ötc " zur' Beleuchiung ihrer Wohnung aus Petroleum aEewresen - -sind, .soscrne. die . Küche eine . mangclbasce - ..natihlrche Belichtung besitzt. : bnecht'gt: Dre alten Prjroltumkärteck treten, Mit Ausnahme der. Pctrolcum- . karten Mr Hausheleuchrung. die' bis '28. August gelten, außer Kraft. Die' Penöleum- und. -Kerzenbezugskirrten für. Wohnungen. Heimarbeiter und" Attermittcr bleibm - für den Kerrenbezug bis Ende August gültrg. Wegen der Behebung der neuen Petrolemnbezuoskarte baben.sich dre Bewerber nur den Anfangsbuchstaben A' bis Lr am 15., Ü bis Q am 16. und bis Z -am 17. Aprrl unter Mitnahme der allen Pctroftumbezugskartr bei der zuständigen - Braikomm ffioti zu melden: Dre Besitzer der neuen Petrolenm- -und Ksrzenbezugskarten .haben sich bchnen drei Tagen nach Erhalt der neuen Ka«en in die Kuridcnlrste einer Petroleum-- oder Kerzenbezugsguelle ttptragen zn lassen. Aentralhilfsverei« der Hochschüler Wiens, IX. Porzellangaffe 30. Warenabgabe Freitag de» S.,. ur-d Sams.tag den 10. d, M. von 12 LZ 5Uhr und Sonntag den 11. d. M. von 10 brs 12 Uhr. Kartoffeln, 1 Kilogramm zu L..7.50 (Taschen mit-- bringen!), Salz E/« Kilogramm) nach Vorrat und Spmtus nur für diejenigen, die noch nicht bezogen haben, % Liter zu K 7.50 (Flaschen nutbringen!). Mindestbemrttelte m t gelbem Schein er-, halten 2 Kilogramm Kartoffelw, Kilogramm. Salz und. J/t Liter Spiritus um - zusammen K 20.— (Flaschen mch Tasche» mitbringen). K -. .'■ , *; Bühne rmd MMt. ,' Ges-ngskonzerte. ' 1 Die Saison hält reichlich,' was sie dsrsprochchr hat. Kem Abeyd geht' ohne Müsikbeschwerung dahin, weder Kohlennot «och Tanzgelüste haben ddr TvnhMt - ihren 'Besitz an Sälen .streitig gemacht. Unermüdlich füllen' sich diese ganz' oder teilweije mit redlich zahlenderr. oder .höflich hereur-- gebetene»! Gästtzn-' fette»' oft wahre -Künstlerschaft) öfter noch verhüllte Künstlereitelkeit den Abend musikalisch versüßt. Die Schablone herrscht vor. Sie liefert jene Attertveltsprogramme, deren Absolvierung einem- Exauren über die.übsichen Birtuosencrsordernisse gleichkömmt. Hin und wieder. gibt es ' doch etwas "Apqrtes, eine hervorstechende Persönlichkeit, ein selten zu. hörendes Werk als rettende Oasein der einförmigen ' Wüste' des musikalischen-Alltags. '. Einen AüsnahtnSabend von so anziehenden Qualitäten veranstaltete 'Hugo Heller mit "einem Kammerkonzert im alten' Stil", bet' dein' die grazile Anmut Lotte S ch ö n e s nrit ihrer Gesangskunst inunentschiedenen Wettbewerb trat. Sie sang Altfranzösksches, Altitalienisches, kaum etwas Deutsches — eine neuerdings beliebte Modei Aber die Sache hatte Stil, es war ein Vergnügen, dieser delikaten Sängerin und ihrem ausgezeichneten Begkeitorchefter Philharmoniker »llttzr Rp fex M larsiche«. Eine MederhyLmg dieses lAmaf Größte Auswahl! Billigst« Preis«! m Leopold SLcmhach Wien, I^BiberstraßeS. -----. . ■ 473/HO ... ■' - ' historischen Abends, der ausführlichere' Betrachtung verdiente-, wäre der Mühe wert. f Weniger Stil aber mr.hr Zuspruch hätte ein Puceini--- abend mit Lotte Lehmann und William M i l l t r. Man strömte in Scharen herbei, um die beiden Prachtstimmen in den - ausgefahreney Geleisen, der bekanntesten Arien des Italieners vorüberziehen zu lassen, was, wie zu erwarte»! war, Helle Begeisterung weckte. Frau Cah ier fand neben ihrem 'Dauerengagement im „Lied von der Erde" noch- Gelegenheit zn Liederabenden, 'in. denen sie dM MzwPath.«^ attacken des Publikums hilflos gegenüherstand. Sie ha-.- sich. mit ihrer Stimme voll Klarheit, und zugleich vollpexlöckende'r Dunkelheit, mit dem Adel des BortrageS urck» micht 'zuletzt durch ihr charmantes' Wesen. .rasch in di« -Höchsts...'- Gunst der Menge gesetzt. Auch' Karl Z iegle.r''gehört? schon, zu den Favörits der Püblikumslaune. Sein Liedev-' äbend zeigte wieder, daß die Stärke dieses intelligentem Sängers weniger in Belcanto- und den sanften Piano-- tönpN als im affektbcseelten, dramatischen Ausdruck zu suchen ist.. Ein moderner Komponistenabend, den Maria L e i x n.s v ■ veranstaltete, brachte Kompositionen von Wilhelm Wal dstein, einem begabten Muster aus der nahen Provinz Georg J o kl, der mit Liedern im Kindertpn beste Wirkung, erzielte, Richard S t ö h r' und Ferdinand. Rebay. Di« Sängerin verpflichtete sich durch ihren hingebungsvollen. Vortrag das Publikum und die Komponisten zu Dank. Auch; Viktor Fuchs, dessen gesangspädagogische Tätigkeit auch.in. dep.Art, wie er die eigene Stimme 'meistert, fühlbar wird.! gad.an ssinem ztvciten erfolgreichen Liederabend eurer Erst-, aussührnng .Raum. Drei Lieder von H. C. Heller, H denen , wertvolle. Musik über nicht gleichwertige Texte ge?4 brütetist, fanden dank' der . ansprechenden Faktur, der glücklichen Interpretation viel Beifall. -- . '■ Dir. K. M. Aus den Theatern. Bolks'seind" von Henrik Jbien aufgejührt. — Dien-tag V« und Mttnvoch Len 14. d. M. wnd bei erhöhten Preis«» Leo 'TMozS Drama »Der ledendeL eich n a m" in Szerw sehe«. . > - Im Dverntheater gelangt morgen, SamStaa, „Cavalieri» ruaticara“ «ub „^ct Bajazzo" zur Auffühmug. Herr Schmedes tritt nunmchx nach ‘ferner 'zurückgezogenen Disziplinierung z»ar, ersten Wale wieder auf. Beginn Vr7 Uhr. 's .Am Sonntag den 11. d. M. um 3 Uhr nachmittags fta&efr im Kinnen MusikverrmSsaale das erste und einzige Konzert ' IMdrigcn P anrßen Gustav H e i n tz e statt. Auf dem Progra«« befinden sich Klavierstücke von B a ch, B e r t h o v e », C h s^ - p wt.'üitb Gluck. , | Sonntag den 11. b. M., nachmittags *Va4 Uhr, findet in derM e n a r s f.a n c e - B ü h n e mit neuem Programm eine- Wiederholung des lustigen Kindern achmittags bei ganz kleine» ' Preü/n statt. Allabendlich gelangt mit Harry W olden in der männlichtn Hauvtrolle „D i e d r e i D re 6 c“ von Umbtrtch Notari zuv Aunuhrung.? ' Die erste Bühnenaufführung der Oper ^Ju d a M a kk»^ b ä n 4* vomLudrmg Sand 0 w findet morgen, SamStaß» 2 Lhr nachmittags, imWienerBürgerthea t e r,.zß-( gunstett der A m e r i k a « i s ch e n Krnderh rlf L aktiuÄ statt. -' . - ' •' ' ‘V Der Krilturskairdal fit der Dudapester Staute oper. Solidarität der jüdische» Künstler. 0 : Budapest, S. April. (Privat.) Der Tiefstand' dek! christlichnationalen Kultur hat es zuwege gebracht, daß? «ine,,Wallüre"-Vorstellung durch die „Erwachenden Un-.^ garn'" 'gestört wurde und nicht «zu Elche ^eführt werdew konnte, w^il die Demonstranten es nicht zulassertz wollchn> daß der jüdische Barttonist LuLlvig R'o z satz . den Mo tan singe. Auf dem Wege zur Oper' hati:k^i demonstrierende. Menge, wie berichtet, den jüdischchp' KöjnpvnifteiriBela Zerkowitz auf der Straße• kannt"und ihn unter, den Rufen: „Schlagt ihn cht!^ atWiert. Die Borfälle. in Ijce Open habest in Buhwpesti. große Erregung hervorgerufen, da die ^Delnonstrantew die Bühne Mrmten' und die Ausliefetungf ' des"' Künstters' fordertest. Man befürchtet, daß - dieser Maschas "zn ‘ einem Zerfall der Oper führen cherde. . Sämtliche' .jüdischen' Mitglieder der Oper haben siH -'.chit..'(Aozfä..solidarisch erklärt und beschlvfsetz, nicht >her .aufzutreten, als. bis dem jüdischen Kollegen volsit . GLstügLuung geboten wird. Einem'Journalisten geLen- Mer äußerte sich Rozsa dahin, daß er selbstverMnt^ sich nicht mehr daran denke, in Bud«rpest aufzutreten^ '.und 'entschlossen' sei, nach Amerika auszuwanderst. i .7:'. MO. Todestag LtaffaelS. Ans Rom wird gemeldet: Gesicxn früh ist aut.dem Kopitol iy Gegemvatt des-Königs,Uri* Konmia und der KLnigul-Mutter eine weihevolle Gedüchtnisseier nnläMck der Wrederkehr des 400. Todestages Raffaels - abge» hällen-'!vo-r>7u. . -.i'^ Meifteraufftihrvnge» Wiener Musik7. Del. Beginn-Pep Weifteraufführungen „Wiener'Musik^ wurde endgültig mit L6. Mai festgesetzt. An diesem Tage wird die StaatSoper im Rahmen der Veranstaltungen die Neuinszenierung voü MozartS' „Cofi fan tu-tte" (Dirigent Richard Strauß) herausbringen. In den nächsten Tagen wird das genaue und. vollständige PrögramK veröffentlicht werden. 'Mg Gemeind^