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Wiener Morgenzeitung · 1920-04-03 · Heft 431 (3.4.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 431 (3.4.1920)
Date
1920-04-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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■;' Eine Ofterbotschaft. . Der tetttfd^e ^Politiker" D>. Friedrich W-iMth.."..ge? »vesener Abgeordneter, in welcher Eigenschaft er Me Register jd'^r Verhetzung zu entfalten verstand, ansonsten Besitzer seiner: slwenanpten „Einpautschule7 f ür ,, jp.rMsche - Prüflinge;, Mt, in den „Wiener Stimmen", dem Abendblatt der ckrpmmen Mchspo'^, einen langen-Aufsatz los, der unter imderem' Mch den Zionismus entdeckt. Es ist ja Karfreitag, und s^n''können diese Patentchristen nicht anders 'feiern, als Menr sie eine doppelte Dosis ihres zersetzenden, Giftes aus ihren Kloaken' strömenlassen. Also, Herr Wichtl hatMein Buch mltdecki. Es heißt: '„Die Geheimnisse der Weissst von Zidn", ist 1919 Ü1 Eharlotteuburg in dritter Auflage, ersch'ienen rnrd bringt die >^v«töaulWm"- '-<!)' Merhatzdjiuitzs? berichte des ersten Zionistenkongresses.'in Bäsel. DLese::find tain durch einen Vertrauensbruch ' in Me Hände , der russischen Regierung gelangt und ein GelehrtK-'übertrug sie. aus dem französisch'«»' Original ins Rirffische^Es sind bereits mehrere > Wflagen erschienen, die dritte' tvirtbe ich Kloster 'des heiligen VhrgürS in Moskau hergestellt. „Sie war bereits im Eisenbahnwagen verladen, um fetn -Buchhandel übergeben zu werden, als eine Rotte .Bewaffneter den Bahnhof - stürmte, den Wagen öffnete, Me ganze Auflage auf die Straße warf und Hort.verkrannte! ' Zur selben Zeit ließ der Jude KerenSki, der eben ans Ruder gekommen tvar> in allen Buchhandlungen vow Moskau, Petersburg usw. nach den ,Sitzungsberichten der Weisen von Zion' forschen und alle Stücke beschlagnahmen, die vorgefunden wurden." Nun bietet Herr Wichtl einen Auszug aus den geheimnisvollen Baseler Verhandlungen, Man höre: Mir (Juden) versägerl überf einen ünb'änbigeil Ehrgeiz, brennende Habgier, schonungslose Rachsucht/ unerbittlichen Haß." > Mir (Jude«) haben, dem Staatskörper das Gift . des Freisinns eingeimpft, heute (18,9 7!) sind alle Staaten von einer tödlichen Krankheit, der Zersetzung des Blutes, befallen. Wir brauchen nur noch aüf den letzten Dodes- Lunpf ja warten . . „Wer regieren will, muß mit Verschlagenheit, List, Bosheit und Verstellung arbeiten. Hohe sittliche Eigen? schäften — Offenheit, Ehrbarkeit, Ehrlichkeit — sind Klippen der Staatskunst, denn sie stürzen die Besten vom Throne, wenn sich der Feind anderer und .,w a-hr h,af t w irksamerer Mittel bedient. . „Unser Re,ich, das im Weste friedlicher Eroberungen gegründet wirddarf die Schreckest des . Krieges durch weniger bemerkbare, aber üm so wirksamere Strafen ersetzen: es muß die Schreckens Herrschaft, den Terror, errichten, um einest ö linden Hnd - . unbedingten Gehorsam zu erzwinge«..." - ~ . . . „Die A rveiter werde« wir beranlaffen- Uhöhte Lohnforderungen zu stellen. .Die,Bewilligung derselben wird ihnen aber keinerlei Vorteile bringen, da wir gleichzeitig die Preise der wichtigsten Lebensmittel und sonstigen Gegenstände des täglichen Bedarfes verteuern werden..-." ' Mir werden die - Grundlagen der Erzeugung der -/itzanbtvirtschast- und Gewerbe künstbich tief unterwühlen, s indem wir die Arbeiter, cm Gesetzlosigkeit und Trunb- , sucht gewöhnen ..." „Die Nichtjuden werden wir zst einem großen Aufwand verleitender in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen steht und schließlich in ein üppiges Leben aus- , artet." , Dies alles steht im Protokoll des Baseler Zionisten- Wngresies! Und jetzt weiß man auch, was Zionismus ist. Herr. Wichtl. ist aber ein deutscher Volksführer und sozusagen ein Lehrer des Rechtes. Aus welchem geistigen Rwean mögen erst die Jünger seiner Weisheit-stehen- Und dies alles und manches weitere noch ist in einem „christlichen" Blatt zu lesen mrd morgen feiern'sie Christi Auferstehung! - Telegramme. Der Libanon gegen Emir Farsul.; Paris, 2. April. (Funkspruch.) Der Libanvni^ngreH von Baabda hat gegen die Beschlüsse des Kongresses fvon Damaskus, auf Grund welcher Emir zum König von Syrien* ausgerufeu worden war, protestiert und folgende Forderungen im, Namen aller Bewohner des Libanon erhoben: 1, Protest gegen die Beschlüsse des Kongresses von Damaskus, der sich bas. Recht angemaßt hat, über das Libanongebiet zu verfügen, seine Grenzen zu bestimmen, seine Unabhängigkeit zu beschränken und ihm die.Zusammenarbeit, mit Frankreich untersagt', hat. 2. Bekräftigung der Unabhängigkeit des Libanon, Regelung seiner Grenzen nach den Lebensinteressen des Landes und nach den Wünschen der Bevölkerung, die diese wiederholt zur Kenntnis der Verbündeten gebracht habe. , 3., Ver-' Weigerung* der Aner^nnung der Rechtmäßrgkeit. der Beschlüsse des, Kongresses von Damaskus, soweit er Mchr-ien-betrifft. Der Kongreß.war.ungesetzlich,foii<=- stituiert: 4. Offizielle Anerkennung der Libanon- Mission, die - sich derzeit-, in P a r i s befindet. 5. Bestätigung der Unabhängigkeit des Libanongebietes unter der' Mitarbeit Frankreichs. 6. Eine Kommission hat sogleich die zukünftige Verfassung des Gebietes zu ent-, werfen, die das Protokoll von 1360 ersetzen soll. 7. M- Migung 'dos Bündnisses mit Frankreich. / . < Dein' vom Prinzeri Fucld, Emir-..'Faisuls Bruder, esi'rtg es selten arabischen- Imperialismus hat -auch' Faisül. KoMtzssionen'Machen müssen, indem er sich gegem seine ursprüngliche Absicht zum König von Syrien ausrnfen ließ. Faisul möchte es sich mit der Entente nicht verheAeu und hat gleichzeitig seine Loyalität und die Absicht 'kundg^'gebefr. 'völlig nn 'Einvernehmen -mitden- MstniÜchteN Vorgehen zu 'nmtten/'-Die: englische > Re-' IltseÄN bat M beeilt, zu erMrtzn, daß sist nicht daran. Lviener Morgeyzerrung denke, Faifuls K8.'g'uu' anzuerkennen. Die arabische . Defvegüstg hat du deutliche Spitz/ gegen Frankreich und es ist in den von -.V d-d okkirpierten föe* -bieten Dorderasiens u.’r i'v zu verschiedenen Kämpfen /mit den. .ansständischen Arabern und- Beduinen ge- 1-kommen, die auch, wie bereits gemeldet, etliche vorge- / schövene lind in der nunmehrigen französischen Einj flnßzone liegende jstd.ische Kolonien zerstört und meh- - rere jüdische'Arbeiter ermordet haben. , Nun meldet sich der unabhängige Libanon, der - seit je völlig unter französischem Einfluß ist, und bestreitet die Legalität des arabischen Kongresses von Damaskus, welcher unbekümmert um die Absichten der Westmächte ein möglichst ausgedehntes Großarabien j schassen will. Die Lage in den vorderasiatischen Provinzen wird - immer verworrener und es wäre an der Zeit, daß die Entente zu einer klaren Entscheidung komme und ein eindeutiges Machtwort spreche, um eine Bewegung, die unter - Umständen unangenehm werden könnte, im Keime, zu ersticken. Dazu wäre in erster Reihe eine wirkliche Einigung zwischen England und Frankreich notwendig. Die iritsxrraiiormle G'Wsrkschaftskommisfton gegen die Reaktion und für die soziale Diktatur. Amsterdam, 2. April, Das Bureau des Internationalen Gewerk sch aftsb u n d e s veröffentlicht einen von A p p l e t o n, Iouhaux. Mertens» Oudegeest und Fimmen Unterzeichneten. „Gegen die Ä e a k ti o n, für die Sozialisierung" überschriebenen Aufruf, der, ausgehend von dem Friedensbedürfnis der ganzen Welt und dem Ziele der Befreiung der Arbeiterschaft als der Grundlage einer Neuordnung, die durch Militaristen und Reaktionäre gefährdet werde, den Willen der Arbeiter ausdrückt, daß jeder Keim zu neuen Kriegen verschwinde, und alle Arbeiter zur Einigkeit aufrust, angesichts der R e a k t i o n,» d i e in Ung arn triumphiere, die deutsche Republik gefährdet habe und noch andere Länder bedrohe. Der allgemeine Kampf gelte der Sozialisierung der Produktionsmittel nicht im Sinne einer staatlichen Be° ttiebssorm, sondern durch die Genleinschaft und zum Nützen dieser, das heißt unter Mitwirkung von Vertretern der Arbeiter und der Konsumenten. Sollten 20 .Millionen organisierte Arbeiter nicht die Reaktion und die sozialeD ikt.atur errichten; könne n? Alle Kräfte für eine energische Aktion zugunsten der Sozialisierung der Produktionsmittel! : Die deutschen Genossen, heißt es in dem Aufruf weiter. I sollten alle trennenden Gegensätze im Kampfe gegen! die Reaktion beiseite lassen. Wenn die Arbeiter der ganzen" Welt einmütig die 'Soziälisierüng ZumLosungs-! wort machen, dann werde es mit der Reaktion überall zu Ende sein und die Arbeiterschaft werde allerwärts - siegen. Der Staatskanzler über Westnngarn. ■ \ Budapest» 8. April. Der „Pestcr Lloyd" veröffentlicht eine Nntnredung mit dem Staatskanzler Dr. Nenner, der unter ' anderem erklärte: Die von der Pariser Konse»em zu unseren Gunstm emschiedene Frage der staatlichen Zugehörigkeit Westen gär ns ist von uns nicht ausgeworsen worden, um unsere - ungarischen Nachbarn?n hänfen ober zu beeinträchtigen. Sobald man dies m Budapest eingei'ehen und endgültig daraus verzichtet haben wird, - der Vertonklichung eines uns zustellenden Rechtes Hindernisse zu bereiten, wird hüben und drüben die wünschenswerte Beruhigung eintretrn und alle Kräfte werden der Arbeit für den Wiederaufbau gewidmet werden tonnen. WeiterS erklärte der Kanzler: Wir alle wissen, in wie hohem - Grade die b e iden Nachbarländer w l rischastl i ch a u s e i n a n d e r angewiesen sind. Es ist auch; nicht daran zu zweifeln, daß sich die ökonomischen Notwendigkeiten früher oder später selbst gegen etwaige W de»stände durchsetzen werden. Andererseiis stehen und beharrm wir auf dem Standpunkte, daß ein w i r t s ch a f t l i ch e s B e r h a l t n i s zwischen Oesterreickr und Ungarn, von welchem andere Sukzesfionsstaaten ausgeschlossen wären, sür uns u n a n n e h m bar i st. Die Attfteilung der deutschen und österreichischen Krieasflotten. Parks, 2. April, (Funkspruch.) Die Austeilung der deutschen und österreichischen Kriegsschiffe ist endgültig entschieden worden. Frankreich erhält 10 Prozent des Gesamtschiffsraumes, das sind etwa 92.000 Tonnen, davon die Hälfte , in deutschen und die andere Hälfte in österreichischen Kriegsschiffen. Die zugewiesenen Schiffe sind in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe umfaßt jene Schiffe, die als Kriegsschiffe weiter benützt werden können. Frankreich und i Italien erhalten davon je 5 Kreuzer und 10 Torpedobootzerstörer! Zur Auswahl stehen sechs deutsche und acht österreichische Kreuzer. Die ztveite Gruppe umfaßt die sogenannten Propagandaschiffe. Jede verbündete und befreundete Nacht erhält einen Panzerkreuzer, einen kleinen Kreuzer und drei Torpedobootzerstörer. Diese Schiffe können für Propaganda oder für Versuche und Studien verwendet, werden, müssen jedoch nach Ablauf eines Jahres demoliert werden. Fcank- , reich erhält als Propagandaschiffe das Schlachtschiff „Thül ringen", den Kreuzer „Emden" und drei Zerstörer. Die >. dritte Gruppe umfaßt jene Schiffe, die sogleich demoliert werden müssen. Frankreich erhält die letzten 40 österreichi- . scheu Unterseeboote mit der Sondererlaubnis, davon zehn in die. eigene Flotte einstellen zu können. Dieses Recht ist -keiner anderen Macht zuerkannt worden. D!e Streiks in Danema > Kopenhagen» ■ 1. Apnl. Die Berhcu>dlu»gnl zur Bcr- - legung des Generalstrclls wurden gestern nachts und heute den; ganzen Tag sortgesctzk. . H'eM.. ut'.ttags traten die Mitglieder der Regierung und . Vertreter der GewerischaNen sowie der sozial-emokratischeu 3. ÄPM liföl) o, --------'.O Partei zusammen. Letztere stellten ihre B e d i n o n « b t n fw die Aushebung des Generalstreiks. Um drei Uhr nachmlttogt wnideu-die Vcrbaudlungen abg'drockun. da der Mmistirpräsioenk wünschte, sich vorerst mit dem Konrg zu beraten, ehe er die Antwort des Ministeriums erteile. Der - G e n e r a l a n s st a n d har ilrzwischrü ei« weitere Ausdehnung angenommen. Man kann danckt »kchnen. daß mit Ausnahme ber in b**« städtische» Und de» stäatl'chen Betrieben beschäftigten Angestellten der G e n e r streik bereit- Samstag früh seine volle Wirkung erreüÄ haben wird. Eine amerikanisch-jüdische Immigrations- Kommission in Polen. Warschau, 2. April. (Privat.) Hier ist eine aus de» Herren Leon K a m a i k a, Jakob M a s e l und Lou's K a $I tt bestehende Kommission der New-Aorker jüdi'chen Einwanderer- H lfsgesellschast angekommen, welche die Aufgabe hat, die A u S- Wanderung jener Inden, welche in Amercka nahe V e v» wandte haben, in die Wege zu leiten und die vorbereitenden Schritte für ihre Uebersiedlung nach Amerika zu unternehme«. Dir Kommission ha» an die Juden eine öfscntl'che Etllärung «-» .ge.hcn lasten, daß sie weder polrti'che noch philanthropische Täti-» keit zu entfalten berufen sei, sondern lrd'gl ch da- 8’ri »M Arche hgbe, die von einander getrennt lebenden Familienmitgl'ftder im Wege der Auswanderung der in Polen beßndlichen Familienteile wieder mit einander zu vereinig n. Dre Kommission hat ihr« Tät'gkeit mit der Errichtung von Bu eanS zur Entgegennahme der erforderlichen Personawaten und Erteilung von Jnsormakionen bereits begonnen. Jüdische FlüchMnge in Lemverg. Wushkng'on, 2. April. (Funkspruch.) „Assyciartd' Preß" meldet aus War/chau, daß in Lembevig Taufen.de von Russen und Juden aus der Ukraine ankommen, die sich aus dem Kietver Gebiet geflüchtet haben. Kiew sei durch die ständigen Kämpfe zwischen den Bolschewiken und Ukrainern fast völlig zerstört, die Einwohnerzahl van 420.000 auf 150.000 herab» gesunken. Ein alltürkischer Kongretz. Haag, 1. April. „Nieuwe Courant" nreldet aus Konstantinopel: Am 15. AprU wird hier ein alltürkischer Kongreß abgehalten werden, an dem Vertreter Indiens, Aegyptens und der Türkei, teilnehmen werden. Der Kongreß soll sich mit der Frage des türkischen Friedensoertrages befaßen. Präsident wird Muslapha K e m a l, der Führer der türkischen Nationalisten, sein. Parks» 1. April Der Korrespondent des „Temp-:-^ nzeldet aus Konstantinopel, die alliierten Regierungerf hätten der Pforte eine neue KolleLüvnote überreichen lassen, in der sie verlangen, daß das Miiristeriukn offiziell die nationalistische Bewegung verleugMi Infolgedessen sei die Lage des Kabinetts kritisch geworden. ■ y Vorrücken der türkische» Nationalist-.'?. Pari», 1. Apül. Nach einer Pnvalmclduug des „Temprl aus Konstantinopcl sollen die nationalistischen Srreitkrast^ Adabezar besetzt haben und eine Front gegenü!:er den engdsch-n Streitträsten im Bezirke von Jsmid bilden. Nach der tzlcMu Meldung soll die Bewegung gegen Krmal Pascha im von Bidha größeren Umfang annehmen. D>r Anhänger dieses Bewegung hätten Kandrrma besetzt und wollen c n 5öadiu-''k gegen Kemal Pascha bilden. Vov einem Aufstand der Siuufeiner. Amsterdam, 2. April. Der „Telegraaf" meldet aus London, daß einem Gerücht aus Belfast zufolge vor Bangor englische Kriegsschiffe eingetroffen sind.' Man vermute, daß dies eine Vorsorgemaßnahme für den Fall bedeutet, daß die Sinnfeiner einen Osterausstand planen. Dis Lage in. der Slowakei. Gin tschechisches Dementi. Wien, 3. April. Der Vertreter des tschecho-slt>wü»-.!ch7» Preßburaus in Wien ist zu der Erklärung ermächtigt, daß drei Ausführungen des'Staatssekretärs Kuttkasalvy im «Itj Nrmzedek*' über die Ereignisse in der S! o w a k e i und iifeftr eine blutige Revolution rn Kascha« »«% falschenJnfor m a t i o n e n beruhen und daß besouderK in Kaschau, wo angeblich 12 Personen getörer und mehrere vr letzt worden seien, vollständige Ruhe und Ordnung herrschen. Pafie in Belgrad. ‘ Belgrad, 31. März. (Südslaw. Preßbur.) Eiu^v Meldung der „Politika" zufolge ist Pasic in Belgrad' angekommen und hat über den Stand der Friedensfragen berichtet . Er nimmt an den Verhandlungen betreffend die Bildung eines 5lonntrationskabinetts teil. -7 Prinzregent Alexander har einen Ukas über den Rücktritt des Handelsministers Stojau Ribarae unterzeichnet, zu dessen Nachfolger Juftizminister Doktor Monocilo Ntncic ernannt rvurde. Z,nn Justizminister wird Dr. Dusan Peles, Mitglied der Grnvve Meda-- kovic, ernannt. Die Sobranjewahle». ' Sieg der Agrarier, Niederlage der Sozi^in eu. Sofia, 1. April. (Vulgär. Tel.-Agent.) Die Wahlen in das Sobranje haben nachstehende fast endgültige Resultate ergeben: 113 Agrarier, 48 Kommunisten, 24 Demokraten, 15 Nationalisten, 9 Sozialisten, 3 Anhätlger Ghenadiews, 7 Radikale, 7 Fortschrittler und 3 Liberale. Das neue Sobranje wird durch das starke' Airwachsen der Agrarier und die. auffallende Niederlage der Sozialisten gekennzeichnet.

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