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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-21 · Heft 418 (21.3.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 418 (21.3.1920)
Date
1920-03-21
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite T Wien. Sonntags Wiener Morgenzeimng PoliLische NunÄschau. Die StreMwelle in Polen. Von unserem Warschauer Berichterstatter. Di« Anzeich.'n da^ür, daß die h?uügr soziale Drdnuug in Polen schwer erschüttert ist, mehren sich von Tag zu Tag. Die Besserung der wirtschaftlichen Äage de? Landes, welche von den offiziellen Politikern — $o kürzlich von Paderew. k! in einem engtt'chen Jntertricw — als nahe beiorst hend bezeichnet wird, ist in keiner Einsicht zu merken. Teuerung, hervorg-rnfen d irch Unmöglichkeit einer geregelten Produktion und finanzi lles Chaos, in dem ausländische, besonders amerikanische Nnleihen sich stets als trügerische Luftspiegelung erwiesen haben, mehren und nähren die Unzufriedenheit btt Bvllsmasse. Dazu kommen noch die schweren Vasten des Krieges, an denen Polen zu tragen hat. Diese Kriegslasten (der letzte Kriegskredit, welch-n der Landtag erst vor wenigen Tagen bewilligt hat, beträgt 15 Milliarden M'rk) untergraben die wirtschaftlichen Grundlagen des Landes völlig. Die Unzufriedenheit mit dieser Ordnung der Dinge ist in allen Schichten der Bevölkerung und in allen Teilen des Staates zu merken. Posen und Galizien sind beide stark „zentrifugal" gesinnt, Posen, da sein wirtschaftliches Niveau bei diesem Wlrischaftsstande deS Staates herabgedrückt ist. Galizien, da es statt einer* produktiven Heilung seiner Kriegsschaden nur neue .Lasten aufgebürdet erhält. Die Bauernschaft, besonders in Galizien, erhobt besonders lauten Widerspruch g ge» die Währungspolitik der Regierung, da "der Bauer bekanntlich einen verständigen Sinn für Geldqualität hat; *r nimmt einfach schlechtes Geld nicht; infolgedessen liefert er aber auch nicht. Die produktive Tätigkeit der jüdischen Bevölkerung ist. angesichts der Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt werden, heute gleich Null, was dem Lande sicher nicht von Nutzen ist. Aktiven Ausdruck findet die soziale Unzufriedenheit in der Arbeiterschaft, welche ihren Unmut über den ewigen circülus vitiofuI, Teuerung — Löhner« Höhung — Teuerung, nicht Niederhalten kann und dabei durch mangelnde Einsicht der maßgebenden Faktoren für ihre sozialen Forderungen, ferner durch die das Proletariat am stärksten treffende Kriogspolitik noch mehr verbittert wird. Das proletarische Kampfmittel, der Streik, ist denn auch in Polen überall auf der Tagesordnung. Lokale Streiks in Lodz, Kalisch und anderen Industriegebieten sind häufige Erscheinungen. In der letzten Zeit haben sie sich verschärft. Jnr Krakauer, Lubiiner und Ra^omer Rayon find die Eisenbahnarbeiter in Streik getreten. Die v m der Regierung angegebenen Lohnmotive sind wohl für die Erklärung dieser Streiks nicht ausreichend, sonst wäre es in Lublin und Radom nicht zur Verhängung des Ausnahmsznftandes gekommen. Unschwer sind politische und allgemein soziale Gründe erkennbar. Seit mehreren Wochen bereits streiken hier in Warschau die Metallarbeiter; mangelndes Entnommen der Negierungskreise bei den Verhandlungen zwischen den Streikenden und den Unternehmern brachte cS dazu, daß am 11. März ein eintägiger Solidaritätsstreik der Gas- und E.ektrizitätsarbeiter, der Tramwayangestellten und aller städtischen Arbeiter in Warschau ausbrach. Der gesamte Vrrkehr bcr ßivoßstadt war lahm- §elegt; abends lag die Stadt in tiefem Dunkel. Die Regierung drohte mit Kriegsgericht,, Militarisierung und anderen Maßnahmen solcher Art. Die Antwort darauf ist, daß in den Arbeiterkreisen der Generalstreik propagiert wird und ei ist auch nicht unmöglich, daß er Tatsache wird. Die „Gazeta Warszawska" L.'hcmplet -ei der Besprechung dieser drohenden Gefahr, daß sich unter dom Mantel wirtschaftlicher Forderungen die bölschewikische ^Höllenmaschine" v.rbirgt. Die polilifch.'n Faktoren des iLandes sehen die Gefahr. Es ist aber fraglich, ob sie zu bannen der Krieg das beste Mittel wäre, der jetzt besonders gegen die Tschecho-Slowakei populär gemacht werde» soll. Für die Verbreitun'Z der VSlkerbundidee. Der internationale Kongreß der „Vereinigung für dis Propaganda des Völkerbundes", welcher im Dezember in Brüssel stattfand, hat bekanntlich be» Kchlo.sen, die nächste Konferenz in Nom abzuhalten und deren Vorbereitung der lateinischen Gruppe der Bereinigung anzuverlrauen. Aus Grund einer Vereinbarung mit der französischen und englischen Gruppe ist beschlois?» worden, den int.rnationaien Kongreß Ende Mai in Rom abzuhalten. Es sotten hieran iungeföhr 30 Völker vertreten sein, zum Teil durch jdie bedeutendsten politischen Per.'ö llichk.iten. Der interinsiional^n FS eration. di« in Brüssel geschaffen wurde, zgehöreir au die italienische Gruppe, deren Vorsitz B i s s o l l a t i führt, die League of Natrons Union, Mvrjihender Sir Edward Grey, die A.sociation franetzise pour ka Soeiete des nations, deren Vorsitz Kcnatsprä,'ident Bourgeois inne hat, die amerikanische ,Lcague to enforce ", geleitet von Taft, «ußrrdem die belgische. griechische, rumänische, jugoslawii<2. schweizerische Konföderation, ferner eine schwedische, holländische, portugiesisch', polnisch«, japanische, spanisch«, dänische und norwegische. Die letztere Heuler dem Vorsitz von Fridtjof Nansen. Ein« sTagung aller dieser Gruppen sott c.*’:? i Rom Kattfinderr rurd. eä werden, große Koröere.it:uuteu a> Zionistische Landeskonferenz in Lemberg. L'mber^, 19. Marz. (Privat.) Am 14. d. M. wurde die Landeskonferenz der o st g a l i z i s ch e n Zionist, n in Lemberg eröffnet. Es waren 122 Delegierte erschienen; davon gehören 40 dem radikaldemokraüschen Flügel (Zeire-Zion) an. Zur Leitung der Konferenz wurden Dr. Alexander .Hausmann (Lemberg) als Vorsitzender, Dr. M. Bienen st ock» Dr. Leon Tannenbaum (Drohobyez) und Solomon Dukor als Vizepräsidenten gewählt. In der Eröffnungssitzung wurden Referate von Dr. Gerson Zipper (Organisation) und Dr. Leon Reich (Bericht über die Tätigkeit des Komitees der jüdischen Delegation) gehalten. In den folgenden Sitzungen waren die Referate von Dr. Hausmann (Palästina), Dr. Israel Münzer (Kulturreferat) und Dr. Leon Reich (Politik) bemerkenswert. Die Debatten über die einzelnen Verhandlungspunkte waren lebhaft und sachlich. Die Wahlen in die Parteileitung ergaben folgendes Resultat: Dr. Leon Reich (Präsident der Exekutive), Dr. D. Schreiber, Doktor H. Rosmarin, Salomon Dukor (Vizepräsidenten), Professor S. R i e g e r (Sekretär). Dr. Gerson Zipper und Ingenieur C o n t e s (Palastinareferat),/ Anselm Landau (Jüdischer Nationalfond). Doktor Emil S ch m o r a k (Hecholuz), Ingenieur E. R e i s s e r lCmigrationsreferat), Dr.Korngrün (Orgonifationsreferai), Dr. S o m m e r st e i n (Wirtschaftliches Referat), Dr. Münzer (Schulwesens Professor Dr. Strauch (Iugendreferat), Dr. A o t h f e l d (Finanzen). Zum Vertreter Ostgaliziens im Pariser Komitee der jüdischen Nationalräte wurde Dr. Michael Ringel gewählt. troff?«, um Len Völkrbundgedank.'n der Verwirklichung näher zu bringen, zumal da zahlreiche Vertretungen der neutralen Länder teilnehmcn sotten, die beim bisherigen Entwürfe des Völkerbundes vom Obersten Rate übergangen wurden. Die vorbereitende römische Gruppe hat eine Reihe von Veranstaltungen vorgesehen, welche dem Kongreß vorausgehen sollen und zu welchen Persönlichkeiten und Politiker aller Richtungen einge5a'?en sind, sofern« sie auf dem Boden des Völ.erbuudgcdanlens stehen. Das beabsichtigte Mißtrauensvotum gege« Situönyi-Ssmadäm. Aus Budapest wird unS kerichkt: Da" Schreiben Apponhis an die ungarische Regierung hätte beinahe den Sturz des Kabinetts Simonyi am Tage seiner Vorst.llung in der Naiwrialr^rsunrnlung herbeize führt. Die christlichnalionaie Vereinigung war darüber erbittert, daß der Ministerpräsident das Schreiben in einer öffentlichen Sitzung, noch dazu im Nahmen der Prvgrammrede verlas und dadurch in der Oesfentiichkeit den Glauben erwecken mutzte, daß «r sich mit den in dem Schreiben ApponytS enthaltene» Anwürfen identifiziere und den von der Partei der christlichnationalen .Vereinigung verirttenen politischen Kurs nicht vollkommen billige. Die Friedrich-Grupps der christlichnaitonalen Vereinigung htt denn auch während der nack» der Programmrede des Ministerpräsidenten eiugetretenön Pause in den Wändrlgänzen des Abgeordnetenhauses eine Agitation für ein Mißtrauensvotum gegen den Ministerpräsidenten entfaltet, das auch damit begründet wurde, daß es Pflicht d«s Regierungschefs gewesen wäre, das Schreiben in einer Geheimsihung zur Berkesung zu bringen. Erst als die Partei der kleinen Landwirte, die wohl gleichfalls unzufrieden war, Laß 5 t Ministerpräsident seinen Ministerkollegen von dem Inhalt des Briefes vor der Sitzung keine Mitteilung gemacht hatte, aus politischer Gegnerschaft gegen die Christlichnationalen gegen den Mißiraucnsvnt.az zu stimmen erklärte und Simonyi-Semada m sich bereit fand, nach der Pause den Eindruck des Apponhi.'chcrr.Schreibens in der bekannten Rebe abzufchwäch n, wur'e von der Cin'ringunz beS Antrages auf cin Mißtrau nsvotum abg sehen.DaSimo.'.yi-Sema'am in der Partei der christlichnationalen Bereinigung di« Kabinetts frage auftvarf. sah sich diese Partei schließlich gezwungen, um ein« Krise zu vermeiden, ihm das Bortrauen zu volaren. Die Schwierigkeiten der LoAeltlvistische« Wirtschaft. 2)1« kürzlich abpehaktene siebente Konferenz der wirtschaftlichen Sowietvereinigungen iti Rußland hat festgestellt, daß der Gegensatz zwischen Städtern und Bauern ständig wächst. Die Bauern weigern sich, die Städte zu versorgen, das Getreide verfault auf dem Land« und die Nationalisierung des Handels hat zu einer ausgedehnten Spekulation g-führt. Die Lage der Industrie ist noch schwieriger, indem die Produktion um 70 Prozent verniittdert ist. Der bolschewikische HandelSmknister Krassin erklärte: Ich bin gezwungen, zu erklären, daß sich baS Leben stärker ertveist als die kommunistischen Doktrinen. Und so lang« man nicht dl« Unmöglichkeit anerkennt, das wirtschaftliche Leben mit dem gegenwärtige« Goivietregime in Einklang zu bringe«, wird nichts zur Besserung der Lage geschehen können. Lenin erklärt«, «S .hx Mia, für Wirtschaft iu& 2»idustrte. genau, dasselbe zu ii <gt»n iss»' Sfc. 4ia tun, was man für da- Heer getan hat. Der Grundsatz! deS Kollektivismus müsse dem de» individuelle« Regimeweichen. Die kollektive Arbeitsleistung durch die Sowietergebe nicht die intensive Arbeit, di« notwendig sei. tfe§> wegen fet eS notwendig, die Macht und die Funktion«« der Fabriksräte.z« reduziere« und die Leitung der Fabrik» individueller Führung anzvivertranen, welche natürlich tzolfchw wiiisch sein mutz. Hierauf forderte Trotz!! die MilitarisieMUg der Industrie und dl« Zwangsarbeit. Die Delegierten der russische» Kooperativgenvssew' schäften, welch« die Verhandlungen zur Wiederaufnahme des Handel» mit Westeuropa «iuletten sollten, hätte» sich schon Anfang März nach England begebe» sotten. Die englisch« Regierung hat, wie „Daily Herald" mitteilt, einige» Del»» gierten, darunter Litwinow, die Einreise vere weige r t, weswegen anscheinend di« ganze Reife »ntM blieben ist. _ ApvmitzlS vergehkiche WarnunG. Der Brief, den die ungarische FriedenSdelegatron au den ungarischen Ministerpräsidenten zum Protest gegen dir Gewaltakte der Horthy-Bluthund« an der jüdischen Bevölkerung gerichtet hat» ist in den Budapest« Berichten nur höchst lückenhaft wiedergegebe» worden. Da» vom. Grafe» Apponhi gezeichnete Schreiben verdient genau« dekannt zu werden. Es lautet: „Immer häufiger erreichen »n» Rach» richten, daß individuelle Aktionen van ko» fessionelle» Gesicht-Punkt«« -«leitet stutd welche die in den Staatsgcsetzen verankerte Freiheit da- Burger auf ein« da- Lebe» de» Einzelne« gefährdende SBdfi vergewaltigen. Der Einfluß dieser Vorfälle in unserem Lande «acht sich in dem gegenwärtigen überau» heiklen Zeitpunkte sah» unangenehm bemerkbar, denn Über seine di« allgd» meine Stimmung für uns ungünstig beeinflussende Wirkung hinaus begegne» wir jetzt schon der unendlich ernsten E» scheinung, daß in einzelnen Gebiete« de» Lande-, die wialabzutrennende bezeichneten und wo die Po« und dop» gcMagene Volksabstimmung ein für unS unbedingt günstiges Ergebnis versprochen hatte, sich die Stimmung gegen ungewendet hat, wie «- denn nur natürlich ist. daß di« Anziehungskraft eines Staates aufhört, der »nfähig ist, di» elementare« FreiheüSrechte feiner Bürger zu schützen» «tne» Staate», in dem die Gewalt de» Individuumdi« Geltung de» Gesetzes in Frage stellt. Wir bitten Sie, mit aller Kraft und mit dem vollem Gewichte der Staat-gewalt dahin $u wirken, daß die Herrschaft des Gesetze- «hetaldlgst hergestellt werde. Wir glauben, die Bestrebungen de- Reich»- verweserS zu unterstützen, indem wir unsere» warnend den Ruf in ernstester Form erheben. Andererseitschulde» wir uns selbst die Verantwortung für die vollkommen« gebniSlosigkeit unserer Bestrebungen von uns abzuwälzen. Wenn diese Ergebnislosigkeit durch außerhalb unserer Macht stehende, durch uns erkannte Hindernisse, di« trotz nuferer Forderung weiter bestehen, herbeigeführt wird, dann werde» wir weiterhin erwägen, ob wir überhaupt in der Lage seien» das uns anvertraute Ämt weiter zu verwalte», soferne dir Sicherung der gerügten Berhältniffe nicht in der allerkürzesten Zeit erfolgen würde. Ungarn- Unabhängigkeit ist verlörest, wenn wir weiter in dieser Art, fortfahren. » Audiesem Briefe der ungarischen Friedensdeiegafist» geht deutlich hervor, daß di- Pogromherrschast der weih-» Terroristen den verantwortlichen Männer« der Entente di- Augen über die jetzigen ungarischen Machthaber geöffnet Heck und daß, Ungar» großer Gebiet-verlufte gewärtig sei» muß. Di« j»»kfch, In b«r $foi9*fcei* Prag, 18. März. (Privat). Die .Bereinigte« Mfche» Parteien" in der Tschecho-Slowak-l heginns» bereitrührig zu arbeiten und die Aussichten für einen Erfolg gestatten sich recht günstig. Da eS bei entsprechender Propaganda leicht gelingen dürfte» in einem Wahlkreise die vorgeschnebewe Wahlzahl oder 20.000 Stimme» vk- Mindestzahl stufzstbringen, in welchem Falle, wie bereits gemeldet, sämtliche für die Vereinigung abgegebene» Stimme» in allen Wahlkreis«« zusammengezählt werden kennen. Die erste Bedingung wäre im Wahlkreise Prag zu erreichen, für die zweite kommt hauptsächlich der Wahlkreis von Eperje» in Betracht, tzweichem die Zahl der Juden auf 70.000 geschäht wird. Günstig liegen die Berhältniffe auch im Pretzburger WahckreiS. zu welchem auch Ritra, Galant», Neuhäusl und zahlreiche Landgemeinden gehören. Auch für di« Wahlen tzß den Senat stehen die Aussichten gut, weil hier zwei slowakische Wahlkreis« für da- Abgeordnetenhaus zu je einem Wahlkreise zusammengezogen werdest. Außerdem erscheinen die Kreise Olmütz und Mähr.»^>strau, Koniggrätz und Pardubitz, Jungbunzlau und Böhm.»Äeipch Laun und Karlsbad, Jglau, Brünn und Ung.f H r a d i f ch in je einem Senat-wahlkreis vereinigt. Di« Kandidaten für den Senat müssen über 46 Jahre alt fein und dürfen mit den Kandidaten fürs Abgeordnetenhaus nicht identisch fein, die Wähler für den Senat müsse» das Alter dost Lü Jahren überschritten haben. Ein günstiges Vorspiel für die künftigen Wahlen bildest die vor einigen Tagen stattgefundenen Gemelndcwahlen i« Mähr.- Weißkirchen und Leipnik, welche infolge der Auflösung der politischen Judengemeinden notwendig geworden find. In Mähr.-Weißkirchen wählte fast di« ganz« Judenschaft die jüdischnationale List«, so daß zwei Ratio» naljuden alß gewählt erscheine«. Ebenso erhielten ln Leipnik die Moischnarionalen rwei Mandate i» Gemeindevertretung, '

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