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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-14 · Heft 411 (14.3.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 411 (14.3.1920)
Date
1920-03-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wien. Sonntag ji - im » ■ ■ ■■ ■■!■■.■■■ Wiener Morgenzeltung" --■■■ .. . ii—i —«.i ■ 14 MSrz 1 m f Brrlin. 13. März. (Korf.-Vrir.) Die abgonrevöln- > klonären Truppen Haben alle wichtigen Punkte der Stadt besetzt und aititr Teil die Strafen abgesperrt. Nach den eingelaufenen Meldungen herrscht in der Stadt Ruhe. > Der ^Dorw3rt4" nnd die „^rerheil" verboten.? Berlln. 13. März. (Korr.-Bur.) Im.Laufe dcS Pormit« bags sind die wichtigsten öffentlichen Gebäude beseht worden. Auch da§ Gebäude des Wolffschen TelpgraphenbureauS hat eine Wache erhalten Der ..Vorwärts" und die „Freiheit" find der« Koten worden. \ v Eine Kundgebung Kapps. ' Berlin, 13. März. (Wo!ff-> ReichStanzler Kapp hat eine Kundgebung klaffen, worin es beißt: Reich und Volk sind in schwerer Gefahr. Deu schland nähert sich m't ratender Grlchw ndigkeit dem vollwinmemm Mammmbiuch des Siaaies und der Rechtsordnung. Die Not wächst.' Hungersnot droht. Korruption. Wucher. Dieberei und Verbrech.n treten immer fiecker aus. Die sutoritätsloie. ohnmächtige und mir der Korrupt on; verschwistcrte Reg eruiig ist Nicht imstande, die Gefahr zu bejchivörkn. Fort m t emer Reg-ung„ in w lcher ein E r z B t x fl f r der Üilnende Geist ist Diele Regierung ist nicht imstard'. den von Osten drohenden Bolschewismus abzuwehrrn. Deutschland wird dem äußeren und inneren Zusammenbruche nur dann entzehrn» wenn e ne starke Staatsgewalt wieder aulgericktei wird. 1 Welche Idee soll uns dabei leiten? Ke ne Reaktion« sondern eine einheitliche Fortbildung des deutschen Staates. Wnderherstellung der Ordnung und der Hr sigkrit des Rechtes D!s Au^br der neuen Neuerung. Berlin, 13. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Z» de» Kreisen der neuen Regierung wird betont, daß es ihre Hanptansgabe sein wird, die Neuwahlen zur Nationalversammlung in der kürzesten Zeit durchzu. ' führen. , Es soll eine auf breitester Basis ruhende Negierung gebildet werden, welche aber erst nach den Neuwählen die Grundzüge der allgemeinen Politik festlcgen wird. Es wird in diesen Kreisen bestritten, dass cs.sich um kirren monarchistischen Putsch gehandelt Hab., Me Entente verhandrlt. Berlin, 13. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg/') Die Stadt ist fest in der Hand der Gegenrevolution. Es herrscht N u h e. Die Ententemissionen sind mit der neuen Regierung in Verbindung getreten und verhandeln r»rt ihr. Das neue Kabinett« Bayern gegen den Berliner Putsch. München» -13. März. Die Korrespondenz Hoffman« meldet: AiiS Anlaß der Ereignisse in Berlin haben die bayrische <§ aatsre»'iernng» der bayrische Landtag «und das bayrrsche Re.chswch'»Gruppe kommando folgende Kundgebung an. 'das bayrische Volk erlassey: In Betl n l er'uä'kn rin'elne Trnvpenkörper, d>« durch den freien Willm drS deutschen.Bottes emgesrtzte Re chSreaierung und die gewählte Nastonalvers.lmmlunq mit Waffengewalt zu dtseikrgen. Ein solches Treiben muss in e>"em.Augenblick, m dem unter deutsches B'te'lrrrd durch Arbeit und wrederg^wonnems Vertrauen sich wirffchak'l'ch m erholen bear->t. zum Kamv'e Aller gegen Aste und schließlich zum Untergang DenffchlandS füb'»*». Rur ern Wahnsinniger sann glauben, daß neue'I'che Putsche von irgend" einer Ce>'e den Wiederaufstieg und d>c Gesundung unsereschwer leidenden Volk«'- herbe>fiihre« konnten. ' Wir in Bayern halten s st n« der vom Bolle selbst be« schloffenen Bcrsaffung. Aul ihrem Boden allem können die politischen Kämpte ohne neuerliche schwerste Erschsttternng unseres Landes zum Ausrrag gebracht werden. Wrr. rufen in die'em Angen'lick unser gesamtes bayrisches Volk unter Zurückstellung alles Trennenden auf, sich mit aller Entschiedenheit geschlossen g-gen em Ucbe'gre^n der in Berlin unternommenen > Versuche aus Bnh'nr zu wenden und cinmlllig stch aus den Boden der Reichs» und Lardesversaffung zu stellen. Regerung. Landtag und dap^lchcS Reichswehr » Gruppen« kommando sind M't asten ihnen zu Gebote stehenden Mitteln entschlossen, ''nserem bayrisch»»' Volke Ruhr und Ordnung zu erhalten. Zur ArbeirSniedeilegvnH besteht in Bayern lern Anlaß. Anordnungen neuer Zvil« und militänscher Gcwal Haber in Berlin sind in Bah rn nicht zu bekolgen. Die bayrische StaatSregicrung darch'lt in Ueberciusilmmung mit dm anderen füdde« schen Negierungen. München, 13. Marz. Die von der Regierung erlassene Proklamation ist das Ergebnis emer Beratung sämtlicher Parkern peS Landtages, wobei bckanntgegeben wördcn ist. daß daS ReichSwchrgrurpcnkommando München sich ihr stlbständ a erklärt hat und sich stets dem Landtage und der jetzigen Regier vng in Bayern zur Verfügung stellen wird. München» 13. März. Nachmittags traten die Gewerk» schastsv:reine zu einer Sitzung zusammen, um zu der Ausforderung der Leitung der sozialdemokratischen Parker Stellung zu nehmen In den Straßen steht man sehr viele Patrvn.llen der Einwohner» -und der Reichswehr. Die öffentlichen Gebäude sind besetzt. München, iss. Mn' r. Von der hirstfen Prrff: nehmen brS zur Stunde nur die ^Münchmer Neuesten Nachrichten" entschiede« Stellung gegen dm Berliner Putsch. UnS will scheinen, schreibt daS Blakt, daß M't dem Schicksal dedeutschen Bokkeß gerade in der Srnnde. in der man zum eistenmal uns er»« Mendung zum Besseren hoffe« konnte. e>n unverantwortliche-, leichter t.geSSpi l gettiebmwird. Das Blatt glaubt nicht, daß Hit neuen Gewalthaber sich lange am lltudrr halten könne«. Dass Ergebnis der Rrak«'o» werde nur' e>n Cbaofern und daß Werk dew'litschastlichen Wieder anidau»- verhndern. Tresci der schwerste Stoß, ne« Blindheit oder Döswrstrgkeit fetzt d«u deutschen Bolle zrrsstgey lounte. Jetzt sei es Psticht «inejedeH Dmtschen. fest «halten o« der Bersasturg und weiter zu arbeite« an dem Wrederan b'u ^»S Late» lande-. Die bayiische Reg erung u«d das Komma'ido d's bayrischen Reich-wchrkonlingenlh-i»z« bi» D stgiur der preuü'^chen Junker Partei abgekehnt. Sw bltibe« der W immer Beriastuna teer», dafür wird ihnen dadmtschz Bott Dank wisse«. ' . Müuche«, 13. März. Ja München herrscht volllommemi Nahe. Se"^sen gstgen Berlin. Dr-sde«, 18. März. Nach einer Mitteilung de- Rckchs» Ministers des Izinem. K o ch. über die Lage,, hat sich die Re» gierung mrk sämtlichen Landesregierungen in Verbindung gesetzt und von alle« dir Versicherung erholten, daß ste treu zur Reichs« reg'ernng stehen und dm tor chten Berliner Streich a«sschwerste m ßbill g'n. Nur die preußrsche Ncg eiung, sagte Koch, ist dara« verhindert worden. Boa zahlreichen Trupp-nkommanVM ist des« Re'chSwehrm yister die Meldung , emgclau'cn. daß sie den Berlin» Puifchen ferne stehen. Ramenilirki ist auch der dm der sächsische» Regierung ergebenen Truppen drS Generals Maerkm die Reginun» in sicherer Obhut. D e Tagung der Raironalversammlnuß i» Stuttgart wird von der w Ü r t t e m b e r g i s che » Regierung vorberkitet. Die württembergische Regierung hat die volle Verantwortung für eine sichere Tagung der Rationako«^ saMmlnng übernommen. j Der Handstreich wird von allM ernsthafte« Politik«« vmtrtr,!1 Der Versuch einer Regiernngsblldung in Brrlin hat nicht dazu geführt, auch nur einen Mann von Bcdeutunfl zu wiünm. Der Abg. Graf "P o s a d o w - k y^ hat feme £fe», eil gung an der Regierung abgelehnt. Der Führer der Deutsch« VolkSvartei StaatSmin-ster a. D. Dr. H e r n y e hat. sich lych' in DreSdm völlig zur Beriügung gestellt. Der Handstreich Häm nicht gelingen. können, weün eS nicht der Regierung infolge de^ Bestimmungen, des Fciedesvertrages an einem BolkSheeie gefehlt hatte und wen« rS ihr möglich gewesen wäre, den größt« Teil ihrer Truppe» in iden gefährdeten Bezirtm i« Ostprrvßey^ zu hülle«. Es handelt sich um einen s r e v r l h a f t 11 Handstrerch, den wir nicht zu einem Erfolg gelaugey tastm «erde«. Berlin. 13. März. (Korr.-Bnr.) Wie verkantet, sind Genera! D i n t e r f e! d als Minister des Aeuhern, van Füg olv als Minister des Innern'und Landesslnanzrad' 8n,n g als Finanzminrster in. das Mchsmimsterimn be» nifen worden. " Aufruf der sozialdemskratischen Partei znm GeneralstreiS. , Berlin, 13. März. Die sozialdeniokratische Partei Deutschlands hat heute folgenden Aufruf erlassen: Arbeiter, Genossen! Der Militärputsch ist da. Die MarinediVision Erhardt rnarschiert auf Berlin, um^ eine Umgestaltung der Neichsregierung zu erzw'ü'gen. Die Landsknechte, welche sich vor der befohlenen Auflösung fürchten, wollen Reaktionäre auf die Minister» Posten bringen. Wir weigern uns, uns. diesem militärischen Zwang zu beugen. Wir haben die Nevelutlon nicht, gemacht, um das blutige Landsknechtreginrent wieder anzuerkennen. Wir Paktieren nicht mit den Baltikum-Verbrechern. Arbeiter, Genossen^ Wir müßten unS vor euch schämen, wenn wir anders handeln wükden. Wir. sagen nein und nochmals nein! Jbr müßt bestätigen, daß wir in eurem Sinne gehand,!: haben. Wendet jedes Mittel an, um diese Wiederkehr der heutigen Reaktion zu vernichten. Streiket, legt drs Arbeit nieder, schneidet dieser Militärdiktatur die Lufr ab, kämpft mit jedem Mittel um die Erhaltung der Republik, laßt alle Spaltung beiseite! Es gibt rrur ein Mittel gegen die Rückkehr Wilhelm des Zweiten: D i e L a h rt» legung jedes Wirtschaftslebens Keine .?and darf sich mehr rühren, kein Proletarier der Militärdiktatnr helfen! Generalstreik auf der ganzen Linie! Proletarier, vereinigt euch! Die sozialdemokratischen Mitglieder der Regierung: Eberi, Bauer, Noske, Schlicke, Schmidt, David und Müller. Ter Parteivorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands: Gez. Otto WelS. Protest der prentzifchen Landesverfammlung. Hannover, 13. März. Drr Piäsident dex prcußischcn Londtsverscimmlung hat an dieMitgl eder der preußlschcnLandesversammlung folgendr M Teilung gnicktct: Ter Genellilland. sihairSdirrNor in KoingSücrg hat eine Btlanntmarhung erlassen» wonach die pleristische L.rndrsvrrsammlllna aufgrlöst ist. Die Land^sversammlung kann nach der vorläusigcn Verfassung nicht oufgclöst werken. Eie hat ihr Mandat vom Volke und ist nur ihm. veiamwor sich. Dre M tgludcr dcr L.md''sv:rlammlunfl haben p-her rdr Mandat nicht Valoren. Die Stzmrfl, die für den. Iß. d. M. embkrusrn w.rr, fällt auS. Dlk Zusammbcrukung der LandeSoersammlung behalte ich mir vor. Gez. Lernert. Der Hamburger Senat für die alte Regierung. Hamburg, 13. M3rr. iPrivat). Der Senat hat sich rn!» ltthiedW gegm de» AeUrutr Putsch auSgesprochem Die süddeutschen Staaten München, 13. Mßrz. Die Regierungen Bayerns, Wsirr trmde.rgS üird Badens vrrössrntlichrn folgende Erklätnng: . Die Regimmgen der süddeutschen Staaten, denen iS gelungen 'st, ihre Länder un) rhre Bcvöllrrung m miihitl'gcr Arbeit alldem Chaos und Elend mehr uud ürehr hrtaaSzuiühren. betrach ten eS als ein Verbrechen am deutschen Volk, daß diese Entwicklung nach aufwärts, die sich m der B.sserung der wtttickaftlrch nr Lage und m her Hebung des deutschen Kurses deutlich z igte, von B e r l i n aus gestört w r r d. Sie werden sich, gestützt aur ihre BeoRteinug, gegen die vrriassungswidugen revolutionäien Machenschauen mit aller Entschiedenheit und aller, Kraft zur Wch? setzen, um neues Elend, das dem deutschen Botte von Dnlin droht, zu dvcrhsnen. Sie anerkennen nur die vec» iassungsmäsiige bisherige Rcichsreg^rung und die vrrsasiungS- Mäßig gewählte Nallonalv:rk.mrmlung. München, Stuttgart, Karlsruhe, 13. März 192b. Für die Gesamt,eglkiNng der drei Staaten: Die Mlnisterpräiidenten Hoffman«, BloS, Geiß. Alle fostialiftischey Parteien geven die Reaktion. Frankfurt, 13. Marz. (Wolfs.) Die geeinigt«» sozio» listischen Parteien Fruntsurts haben folgenden Aufruf er. lassen: An das'revolutionäre Proletariat! Der letzte Schleier Ist gefallen. Die Gegenrevolution ist in Berlin in vollem Gange. Die Negierung ist ge» stürzt. Die B a l t i k u m»T r u p p e n. haben die NegiernngSgebäude beseht. Die reaktionären Neichswehr-Offiziere haben der Negierung die Freundschaft offen gekündigt. 'Proletariers Jetzt gilt es zu Handeln. Der Diktatur des Militärs muß fofork' die Macht dcS geeinigten Proletariats entgcgengestellt werde«. Nun. gilt eS den Kampf aufzunehmen» nicht zum- Schuhe der bürgerlichen ,Republik, sondern zur Aufrechterhal-» tung der Macht des Proletariats. Perlasset sofort die Detrikbe und die Bureaus! Die unabhängige fozialdemokralische Partei Deilkschlands, die sozialdemokratische Partei Deutschlands, die kommunistische Partei Deutschlands. , i Dis alte R-§kerrm«i in Dresden... Dresden, 13. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg?) Die Mitglieder der n l t c n N c q i c r u n g sind hier eingetroffen. Sie rrlaffcn eine K n n d g e b n» g an alle Staaten, in der sie erklären, daß die alte Regierung weiter besteht. Sachsen ist in der Hand der Demokraten und Sozialisten. In Hamburg fanden mittags auf de« Werften Versammlungen .statt, in denen der Anschluß an den Generalstreik beschlossen wurde. Die christ» licheu Gewerkschaften im Rheinland und in Westfale« haben beschlossen, an der alten Regierung festzuhalten. Au F r a o k j u r t a. M. kam eS zu StraßeukuudLehu». für die Neichsregierung. gen und blutigen Zusammenstößen Die ^Fra«k» f ti ti 11 3c»tu n g" wurde ßeu. . -: Grrre Knudd-rr Dr es den, 13. Marz. (Wolfs.) An. die Regrcrnngewi der Lander ist folgendes Telegramm gerichtet worden: Der Putschversuch gewissenloser Abenteurer, hinter denen kein'ernsthaster Politiker steht, hat die RegiettlNß veranlaßt, zwecks Vermeidung von Blutverfließeü Beel»», zu verlassen. Die versassungsmaßige . Regierung haß ihren Sih in Dresden uud ist die einzige, die daß ChaoS verhindern kann. Wir ersuchen, den dienstlichen Verkehr mit nyans» rechtznerhalten und alle Deziehunge« mit den Staats» streichlern in Berlin abzulehnen. Der Reichspräsident Ebtrt» Die ReichSregkerung: Bauer, Müller, GiesvertS» RoSke, Koch, Geßler. Die Nationalversammlung nach Stuttgart einberusen. Dre-dea, IX Mürz. Präsident Fe>ireWf dach, hat die Nrtionalvrrsammlnnz skr Dienstag «ach Stnttgart einbernfen. Die Einwohnerwehren. Berlin, 13. März. (Wolff.) Dre Reich-zentrale kür E)«s wohncrwchre« bat an die Einwohner Den schlrndeinen Ausruf gcrichtkk, in welchem eS unter anderem h ißt: Die neu« Negicmnß der Arbeit hat die Geschrcke einstweilen in U: Hand aenomme«. B>S zur Entscheidung de- Volkebewaffnen sich sämtliche Ein» wobnrrwchren zum Schutze der Ruhe und Ordnung. Die Um» stände fordern von jedem Deutschen, welche Partei er auch Ich in treuer Pflichterfüllung für dre Berhmdernng des Bürgcrliiege» sich eintusetzcu.! Die Verlinse Bevölkernng ge-en den Putsch. Berlins 18. März. Die Verhaftung der Minister Herme, und Hirsch tvikd bestritten, ebsstrso dieRoSf e9.als nicht zu» treffend^ bezeichnet. Ebert ist rn Dresden, wo er eine Pro, llamation erlassen hat. Di« Stimmung der Berliner Bevölkerung ist im allg«. meinen gegen die neue« Machthaber. Auch die Mtfogiitl« demo(raten beklagen die schwere Störung von Ruhe und Ordnupg und weisen darauf Hirt, dass det Berliner Puisch den Aufstieg Deutschlands» der in der letzten Zeit in der Hebung der Valuta zum Ausdruck gekommen fer, in 'Aefahr. bringe. Verschiedene Politiker sind der Meinung, daß e- 4» einem Ausgleich zwischen den beiden sozralde'.N'ikrattscke« Parteien, die sich vermutlich dererttigen werde«, und der Rechten kommen un- -rn KoalitiortSkabirrett gebildet werbe« wird. Doch ist daS nur eine Mutmaßung. Richtig ist, dach drr Logernumte neug Reichsrarlzler darauf hruarbeitet nutz

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