Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 409 (12.3.1920)
- Date
- 1920-03-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Freitag Wiener MorgenZektirnF 1L März Ltz2ö N r. 40- Jamstag iss 13. üri 192B im UolkspriearestaBrant!., l'urgriciT GESELLSCHAFTS-ABEND kl ztoiiüiiA «eht'en für öls i^stüsiicn BsMe Hlless K^nsSEsrischesr Tel?. Mtwirkende: Viktor Heim: .Jüdische Volkslieder: Frrck’nru'id Onno: Stephan Zweigs »Jeremias«, 4. Akt;! Dr, Fritz Löhner- Beda: Aiis eigenen Dichtungen. ---------- ----------- V/iener Konzertorchester. - Dirigent Musikdirektor Andre Hummer. Saa’eröffnnng Uhr. Abendkleidung.; Karten erhältlich: »Wiener Morgenzeittin?«; Zionist. Landeskomitee, II., Zit ku<g:isse 33; liuchhand'ung R. Löwit, I., Rotenturmstrasse 122; I? Berii^shdtn. VI.. Ameriingsirasse 19, Hofstiege, Mezzanin. 8029 riiie besondere Thcatcrpoli,.ci für Ordnung sorgen, die Züch» ii^unecn vollstreckte und die Liktoren zu ihrer Unterstützung ' berbeirufcn.konnte. In der neueren Thccitergcschichte sind eS s iiauptscchUch .Ctudenteu und Soldaten, gewesen,, die lästige Ltörung'n und wilde Krawalle bei den Schauspielen Jbcr» nrfa.tton. Tie Folge davon war, daß alle Kundgebungen ron einer hohen Obrigkeitüberhaupt, verbaten waren. So) 'erordnet zum Beispiel ein Pariser Edikt von 1749, dah die Zuhörer bei hoher'Strafe nicht zischen und pfeifen, die Akteure m'cht unterbrechen und ihre Plätze nicht verlassen dürfen. Nach 1771 kam es in Halle zu einer großen Theaterrevolte der Studenten, in die Friedrich der Große persönlich emgriff und das von den Pietisten erfolgte Verbot aller Aufführungen?.ufhob. In dieser Zeit waren bereits die bedenklichen Waffen, wie schlechte Eier und faulige Aepfel, - bei ’ Theaterskandalen üblich. Einer der berühmtesten Theaterskandale ereignete sich?ei der Weimarer Erstausführung von Äleists ..Zerbräche: ein Krug". Als jemand zu pfeifen begann, erhob sich der Herzog Karl August und rief: »Wer ist der freche Mensch, der sich imtersteht, in Gegoru-art meiner Gemahlin zu psez, rt? Husaren, nehmt den Kerl fest!" Aber auch diese Ver» Lastungen konnten die Ruhe nicht . Herstellen.- Goethe, der damals, wie er Niemer gestand, gern mitgcpfiffen hätte, stellte bei einem anderen Thcaterskandal, bei der Aufführung von Schlegels „Alaraos"^ die. Ruhe wieder her, indem er.dem Publikum, das bei den tragischen Stellen in-schallende Heiter» keii-. ausbrach, mit Donnerstimme zurref: «Man lache'nichtst Aus den Theatern. Fm Burgtheate r. gelangt mgrgrnVSamStaq Haupt» manns »Die versunkene Glocke" zur Austuhimitz". beginn ft.5-Uhr abends. Im O p e r n t fj t a t e r wird , morgen Samstag h e i n g o l d" gegeben. - - . Im Deutschen Voll § the a 1 t.x . wurde für Myulag den 15. d. M., Uhr abends. Anzcng ulnrs a s v-i e r k e G e bot* angeietzt. Für dte Botstcllunggeltenvolksitiml che Prcrso ohne Boimerkgebühr.' -- /• Im Wiener Stadttb e n t t r findet - heute die A A u s s ü h r u n g der stanzönschcn Komödie ^.D a s A eh b ntib der H amv e l m rnin*' La ferUm« et le f'Hntin; vt.itf. Leopold:ne Kon ft antin gastiert als Eoucha ^':rker. Joscs Jarno spielt den Don Matro Draz. Am AkademretHeater rKonzi»riHj>ttsg'bäude> gelangt Sonntag den -l4. d. M. um 6 Uhr durch bie> Mitglieder Den scjsin Volks,lna-cis Lemngs. Lullspid ^Mnna vdn Barncfdm“ mir Frau Köcheritz m der Ti eliolle, Fräulein Bnkov cs rls Franzska und Herrn Kl-ich als Delstern zur Ausführung. In der R e n a i s i a n c e - B ü h n e gclangt morgen -^amsiaa den l^l. d. M. Schnitzlers E NciktcrzylluS „Komödie d e r W o r t e" zur erst n Auf ührrmg. - Harrst W a l d e n snielr die Hauptrolle. Montag .dcn 15. id, M, :i Uhr nachmlit igs, bei t m'l.ügken P.e seu zum sttztcn Male mit Harry W a l d e n als Ri-caul de la McuLruere „M inkff v o N B a r n h e 1 m". ■ '' / * Freitag den 19. d M. findet im großen Sagle der Urania ern Konzert des Nm'nerqu.wtciles unier Milwcrluug des Konzertmeisters Joses Z i m b l e r .als Gast stau. Freie indische Volksbühne. Die^Fieie jüdische Volksbühne* bringt Samstag den 29. Man im W l e n er B n r gt h e a t e r „D e r a n d s m a n n*> Komödie in drei Akten von Scbalom A sch, znrAusfülmma.Beginn V-d Uhr. Säm'l.che Mitglieder eihaltcn zu dustr Vorst-llung F.eriancn. Es stehen daher nur sehr weii'ge Knten für NichünngUever zur Dci'ügimg.' — Sonn tag brn 14. ist.'nrz um 10 Uhr vv'.mt-ags findet un Brrernslokast. Eos« «Rnii'o-.cr-'dr" (ll.. Untere Auaaitensiaße IT em Bcnt'.ag des Herrn Dr. A. Frisch über Achs Komödie „Ter Landsmann" statt. — Ter 93c:em Freie jüdische Volksbühne. veranstaltet Dienstag den 23. Marz im »Bahrischcn Ho!" eine Mask.nredoute. Für die TnberLulosen. Eine Wohltäkigkcitsvorstellung, die gnviß rcgstcm Iineieste begegnen wnd. findet.Donnerstag den 18. p. M, '!?% Uhr nntfmv.tt-.rc,«, int Eiablissetnent Rvnacher unter Teilung des ^waiheatl-idiiefiors Heine statt. Es gel-ärigt H a! b e s. „I u g r n d" unter aiisichl eällcher Mrtw rkung eister Buigihc..iter!räi!r Mr Ausführung Den Pfaner Hopve spielt Herr. Herne selbst, das Ännchen Frau "Alicnm M a y e n. Ferners w-rken mi', dre Herren H e r r e r i ch utid' S d) n : t. Das Nnli-' erträoms fl eßr dem A l! a n -d v e r e i n zu, besten segrusvolld' Tä'vgst',.r alig mem belannt ist. - Dolbsbirdimg im Technischen Mufettrtti Vorträge im gioyk« Hörs.wl: Samstag den 13..d..M.. 4 Uhr ntzchimuags, K. S ch u l:ö a „Der Buche'nband", Svnn'ag den 14. d. S)L,, 10 Uhr VC in tags', N-g-viiingsrat Prosistor A. W. Ung-er „Wie'der Buchdruck entstand". ' ' ' „Der unbekeannte Schubert". sSonnjag,den 14. d. M. brp.s''nr rn der i\ t e lt c i & a m nt c r f u u ft: die Vortragsreihe ,.D e r unbekannte Schubert" mst üVtcn oder n e -g-ch.isilrn §chnber.ticl:en Werken. Am eisten Abend wirken mit:- Bchrn H u e d e r - M a n : ch und .Hrlde.K a l s e r 'Klavier, Äora Duesberg ■:‘iüoLrtc. Elsa Kaulrch und .Gustav F ü l a r -.Geiunch. Karten der Kchlmdorser. ''; Eine neuLeledte Aunftgottung. Kmt Münzer und W.lh-tm M ante haben die lang: veinachlmfig'e Kunst' gmiung de» M r n o d r a m a - z« beleben unter nonimrn. Ihr üvtti 11 letzte M a s k e" wurde am .Münchener N a k? » n a l t h r a t e r au'geiührk ui d rsm. 'V.-Ritdiich kiusgrnommen. Vrsovder-Z gefi'lett die' Dekvrat o:ttN Emst i r di a n J, und EhartMte Ä r ü a e r eriv'.eA sich als üerrich MiMÜchrS Talevt. 'SpseL. B- " l I Der BEswirt. Neu« jüdische Sportssrerrrd. Au? den Spvrtbtnitern konnte nran m der leUen Zeit rrsahren, daß sich neue jüdische Sportvereine gegründet haben. M'ttkwilrdigerweisr suchien aber diese nicht-den Anschlufi an de« - gefiehr! den Iüd'schcn Turn- und Spoitverband, ja ste ignorierten sogar das Bestehen anderer, gröster jüdischer Spostvereine. Es ist ' sicherlich lobenswert, sich aus eigen:» Kraft' emv'orarbeiten zu/ wollen, aber ein -gew ffeS Gefühl der Zusammengehörigkeit darf dabei nicht vrildren gehen. Es liegt im Jntereffe der ne« ge» * gründeten Verein«, wie auch rn jenem der jüdischen Sporibe, wegüng, daß die jungen Vereimguitgen baldigst dem Anschluß finden.. - "v. ' Vom ersten Weltsprel der neu gegründeten Sportsektion *9Vo z'ä i t*-gehb uuS 'folgender Berichtjjür S'v o 11 s'e k t i o n ip'a z a i r" — T e ch no k o g isches G r w e v b r m u e u m 2:4 - (1: (0. Bet - ihr em ersten Annreten in drr sporrtichen Oesten'lichkett-verzeichuete die Sport» fettwn - ^Ha-air" brrrits - enien Erfolg. DaS Technologische Govei'bemufrnm, besten Mannschait sich aus Spielern des W. A. E.. Slovan nsm. zusamtnensrnt, war ^Hapur"- körperlich st.iik überlegen und nur ans diesem Grunde gelang es ibnt. den Ausgleich zu eniuren. — In. der zehnten Mmutt en nat Wort» mann l für ,Haia>r" d e Führung Aach der Pause gleicht der iknKvsiciü.mtv der^Technolvgen. n«§. ^Hazalr" rivvstiert und nach heft'gen Anonfien bringt.Niudler durch einen Stlatstoß. den Stand auf 2:1. Drei Minuten vor Schlusr verschuldet die Hazair- Verteidigling einen Elimeter. .der veiwandelt wird. Das Spiel fand auf vrm Vebrersportveiemigungsvlgtz statt., Di« Mannichcht ..Hazairs" war folgende: Gleich >.Tor); Seidler, Scernmann (Verteidignnch; Haberleld,' 'Sendlovie, Torczyper lDeckung); Eisenmayer, Wortmann L Nindler. Lau er, Wortmatm ll. / --— . Das Landerwettspiel gegen Deutschland abgesagt. Der'Deu sche'Fnüballbund hak wegen Termmmangel die Entscvdmig-seiner Auswahlmnnnschgst nach Wien, dre für den N. Avril geplant war. telegiavhisch abgesagt, jedoch für den Herbst die Entsendung in Äusficht gestellt. Als.Ersatzspiel beubfichl.gs der Verband im Juni das Tviel Südden'schland--Nieder» österreich dttickzusulnen. In diesem Falle wurden die für dm Wetlsp'.eltag kestgcsetzt.n Meisterschairsjpiele auf den 11. April verlegt werden..; Die Protestierer. Der S. E. Donaustadt hat bekanntlich gegen die Emscheidung d-s Oesteirrlchischen Fußballverbandcs, daß der^Änkoa.bncr N e n t e sid (Nemes) vor Abschluß des Kartellve hälmifics. od McisterschafiSfpu'len teilnehmen durste. Bivtest kiNgesigt.. .Die .Donaustädter verlangten, daß den Hakoabnein d-e Punkte ans ..dm-.-Spstlrn argen.Dvnaustadt. Germania, und CUcket obgcsprockm werden sollten. Sre wurden ,n allen Ii'stäiiz n' abgewieirn. N.mmiehr appellieren sie an die G veralvnsanimlima des Oesterrcichuchen Fu'rballveibandcs, .die am 20. d. M. stattfindrt, Die Angclegmhcrt kann dort aber nur dann behandelt werden, wenn .sich keiner der Anwernden dagegen ans'pricht da'D.onaustadl den savunaKmäßigrn Teiimn zur E nbutigunz,von Anträge« Vetsäumlchgt., . -l. DaS internationale Programm der Hastoah. Die 'Hakoah veransial et, wie .heieus h. richtet, zu Dstern gemeinsam mit dem W t e n «ir Sportklub und dm Amateuren große, in'eni-ttioiwle . Wetlsvjele. .Von auswärts wurden der St, s v e st ' .Ä t h l 111 k a t C l u b und der B u d a p e st.e r A r h l cti f C t u b aus Budapest sowie die S t it 11 fl a r t e t Kock e r s. eme der besten Maiiiischatten Deutschlands, gewonnen. Sämtliche.Wett'pitte finden ans denp.Dornbacher Sportplätze statt..der momentan vollkommen umgedaut w.rd. Vom Fluge London—Wien. Für dm gevlattlen Luftverkehr London—Wien sind die fttolf > en Handlcy-Pag -Niesrnfiugzmge, die bereits sitzt den Verkehr London—Paris und London — Briisti-l besorgen. au?ersetstn. 'Die Flügzeuge befitzen zwei L o- .Nevret-Mttor e z» je 450-Pstidcstä km und sind mit geschlossenen Kabinen, d e 15 Personen Platz -b.ielen,- ausgerüstet. Sie stnd 30*5 Meter l-tfit, 10 Meter laug nnd 1 Meter hoch. Die Du:chschnstt-It-schMiidinkeit benagt 112 Kilometer, soll jedoch le einem neuen Typ abs' 1l0'K!lomeler-gesteigeit werden. Eme Funkm» stütion hält dir Verbindung mit dem Lande aukrrcht. Das -lirto in Amerikai^'In den Vereinigten Staatm fahreir 7,5/86)4 Autoniobele; auf ie 14 Bewohntr konimr ein Waaen. Im Jahr»' 1919. kämm rallk!« 1,434909 ii'aaen h nm,' das ist tägl ch 4C.0! Aus Java kommt aus sechs. Bewohner ein Auto. Der Deutsche Schach-Kongrrtz 1929 in Berlin. Der Deutsche Schachbund hat die Beiliner Echachgesellsebatt ersucht, emen Kongrey deS Deutschen Schachbundrs im Juli oder August 19 0 zu veranstaltm. Die Berimer Schachgesellichait hat ünter der Bedingung zugesagt, - daß der Kongrcß national blerdt.- Sportkilub Hakoah, Schrvimmsektion. Sonntag den 14. d. M. findet rin Wienrrwaldansfiug .untzr Fulnüng des ftetfii Deutsch statt. Trcfspimkt 2 llhr nachmittags Licbenverg'. denkmal. — Nächste Ausschußsitzung Samstag den 13. d. M. um 7 Uhr abends im Klubheim.- - 1 Eine Ehretthelekdkgdngskräge aus den Tagen > - ' des Umsturzes^ - Im „Neuen 6-Uhr-Blatl" erschien am 13. Novembet 1918 -unter dem'Titel „Die Wkener^Note Garde" ein Artikel, den der CheirLdaklenr Georg B-ittner mit seinem Namen gezeichnet hatte.. In diesem Artikel be.',eichnet Bittner bie. Schriftsteller Egon Erwin Kk sch, Franz Werfel, Paris, v. G u l«r S l o h - K i e h t r c {h c t und Dr. Franz Blei als Väter der Roten Garde, .De. Blei hat gegen Georg Bittner wrgel dieses Aitttels die Ehrenbeleidigungsklage eingebracht, weil er sich durch folgende Anwürfe beleidigt fühlte:' den Vorwurf der G e s l n n u n g s l n m p e r e i, darin befte'heud, dass Dr^ Bier in Berlin die'dentschnational gesinnte Zei'schrlfr „Der- Kleiderkasten" und dann, die katholische Zeitschrift „Suina" herausgrgeben habe; -Dr. Blei klagt ferner, weil der von ihm herausgegebens „Amethyst" als pornographische Zeitung bezeichnet wird und ferner, weil ihm vorgehaltrn wurde, seine Familie habe eine Zeitlang auf ärarische Kosten gelebt. Die im Sommer des verg-angenen JahreS vertagte Verhandlung wurde gestern vor dem Schwurgerichte fort» gefitzt. Die Geschwortte», unter denen sich auch «ine. Frau besand, 'v-r:-ei-nien dir ihnen vorgelegten, auf Ehrenbelsidignng, Lchnrähnng unb $nfaoituVß lautenden neun Haubt- \£nC;W ciilsiimmiz. Aus Grund dwsrs Verdikt«- entfiel viL Beantwortung btt sechs Husatzsrrgerr und der Borliüerchi v»L/ündets dem Freispruch ves Lttgeklagte«. Eure Krone 2.76 Centimes. . Gestern stell'e stch in Zürich die österreichische Krone auf . . . . . 8.70 (2.65 am 1V. Marz) dir tschechische'Krone aus . . . . .7. — tt',.80 am 10. März) dir Mark auf . . 8.06 (7.35 ont lO. Mäiz) die österr. grstempelt« Krone ans . . . 2.60 (S.6V am 10. März) die. alte ungestempelte KroUe auf . . . 2.75 <2.70 am 10. März) Agram . i il. .V . .• . ... * 4.25 (4.20 am 10. März) Krakau . . . . . . . . . .... . 2 60 2.85 am 10. März) Budapest . . .,.-v .... . . . . 2.30 (2.60 am 10. März) Es ist erfreulich irstzustclleu. daß unsere Krone in stekigein Singen .begriffen ist und in Zürich bereits 2.70 notiert. Ihr Kurs hat sich innerhalb knrrer Zeit um Mehr als 1 Centime gebcsi.-rt. Auch die 1s ch e ch i s ch e K r o n e weist eine Steigerung um 20 Punkte auf. Wahrend dies einerseits sÜr die Tschecho-Slowaker von Borteii >st, bed iitei es andcrerskitinfoferne einen Nachteil für nnS, als wir Waren von dort um so teurer zu bezahlen baden. Besonders dem rkenswnt ist die an» dauerur« Bcrbesserung des M-a.rk.kur t es (8.05 gegen 7.85', die auf die günstigeren politischen AuSfimten Deutschlands zurück» M'ühirn ist. Hervorzubehen ist der neutiltchr Nückgang der slivtreruNg B n d a p e st. Leider hot ' sichdir Besserung drS Kronenkurses m unserer Preiswirtzchaft üoch .kerneswtLL geäußert; von einem Abbau ist bisher nichts zu merken. Handelsnachrrchten ans dev Tschecho-Skswake^ Prag, 10. Februar. (Privat.) ^)ie P i l f tt e r Bank gründet eine Aktkengesillichaft unter der Firma i s e n w e r k e in S r d l e e b e i P^i l s ewelche die alten Waldstetnschen Eisenwerke in S.tmhlau übcrnchmeu wird. Aktienkapital 3 Millionen Kronen. .. ■ .. Wre das „Pilsner Tagblatt". erlährt, hat dre SÄtth^ sabrik Emzet A *G. in P i l s e n dre?!i)nnerrsche Lederfabrik in K l a 11 a u an gekauft und beschlo fsin, daS Aktienkap tal . von IV, Millionen Kronen auf b Millionen Kronen zu erhöhen. . . ' ...... Die Maschinenfabrik W i ch t e r l e. & ß o t>‘ <r r 11 t Ä Proßnitz wi'd «ich Beendigung der Snbsknptwn auf die Prämienanleihe die E Höhung des Aktttukapitals v n 12 auf 18 Millronen Kronen durchsühnn. Nach der ^Lrd. .(pv." wird aus zwei alte Aknen eine neue Aktie ivtfall<'n. Der Venvaltnngsrät der Lauern & Klement A.-Gi, Motorsahrzeugfabnk in I u n g b n n z l a u, hat in der am 27. Februar at-gehalkenen Sitzung beschlosirn. auf Grrn o der Elmächtigung der auüerordeytltchen Genrralversamni(.;ng vom 18. November 1918 'weitere 25.000 Stück n ue Aktien zu llö 200.— Nym. zur Ausgabe zu bringen, h e den '.'iZbertgea Aktionären im Verhältnis von 5 : 2 zum P>ene von -iö 800.^- angrboten werden. Die Anmeldung hat in der Zeck vcm 1. bt- 15. April 1920 zu erfolgen. WirtschaftsberichL ans Polen. - Warschau, 10.' Mätzv (Privat.) Minist.-chrMdrur. Skulskr gab in einer längeren Konsereuz mit den Presfs- Vertretern eineausführliche Darstellung der gegrirwärtigen wirtschaftlichen Lage Polens. Die Er n ä h r u n g öläge ist nach den AussührungLN des Ministerpräsidenten k e. ,i M g ün st i ge. Di« VArhande'üeh Vorräte können'hkchsteiis'vis zum Monate Mai ausreichend, werben also nicht drn Bedarf bis zur neuen Emte. decken. Im ganzen werden, etwa 400.000 Tonnen Getreide notwendig sein; bisher wurden hiervon ungefähr 150.000 bereits angekauft, . Angesichts, einer solchen Sachlage kann-vorläufig von einer. Erhöhung, der Brotration feine Rede fei«. Um die Versorgung der Bevölkerung bis zur neuen Ernte zu erleichtern, beabsichtigt die Negierung, im ganzen Reiche eine. "g l e i ch m atz i g e Nepartierun g der Lebensmittel durchznsühren, wodurch eine gerechte Verteilung erwirkt werben soll.' Die Vorbereitungen für die nächste Approvifionierungirkampagnesind bereits getroffen. Dem Landtag wird die Regierung» demnächst einen Elesetzentwurf über dis 'Getreidebewrittihaftungvvrlegen, worin die Beschlagnahme aller Getreiden Vorräte verfügt wird. Die Situation» der Industrie stellt sich' nicht un-t günstig dar. Bei ansgiebixer Staatshilse beginnt sich diepolnische Industrie allmählich zu erholen^ Etwa 40Prozent der Fabiiksärbciler haben'bereits Beschäftigung gefundene Die- TeMittdustrie könnte, wenn die Kohlenbelieferung eine genügende wäre, schon; jetzt zwei Drittel der Borkriegs- Produktion erreichen. In den Kohlenbergwerken gibt es keine Arbeitslose. Polen braucht monatlich etwa-zwei.Millionen Tonnen Kohlen. 350.000 Tonnen bekommt es aus Ober« schlesien, 500.000 aus dem Revier von Dabrowa und 60^000 aus Ostschlesien, also zusammen weniger als die Hälfte s ines Grsamtbedarfes. Im Eisenbahnwesen sind erhebliche Fovb» schritte zu verzeichnen. Beweis dessen, daß nirgends mehr zum Transport bestimmte Kohle lagert, „Wenn »Uv' sagte der Ministerpräsident, „so viel Kohlen halten, wieviel wir brauchen, gäbe, es im Sommer keinen arbeitslosen A. beiter mehr." Die Eisenbahnen kranken noch immer am Waggon» nkangel.- Polest besitzt etwa 60.000 Waggosts und braucht deren -150.000 bis' 180.000. GS werde» alle Anstrengungen gemachtum die Waggonfabriken flottzumachen. Die Lokomotiven tverde'n im Ausland gekauft. Schließlich äußerte sich der Ministerpräsident über die Väkutaftagv. Die Aufbesserung d e r V al u 1 a hängt .ist erster Mihe vom Naphtha-Export ab^ Dieser ist 'bereits geregelt worden^ Ferner spielt in dieser Hinsichtdie Exploitierung der Wälder im Osten eine wichtige Nolle. Um diese Explortwrung rationell zu' gestalten, wurde beim Finanzministerium ein eigenes Wälder-Exploitierungsamtge»' schaffen.^ Eine günstige Beeinflussung der Valuta erhvsstschließlich der Ministerpräsident von der Znckerausfuhr, dre'- von der Regierung in jeder Hilisicht gefördert wird. Die „Nowiny Codzienne" meldet: Das Ernähr« 1:5°- ministerium wird in diesen Tagen eine neue Verfügung ktter weittre Beschlagnahmen landVirischastlicher Produkte erlasst,t. Es sollen alle Getrriüearten in Grundbesitzen von mehr als 25 Joch der Brschlagnahme unterlregeu, dagegen sind die Besitzer von Grundstücken unter 25 Joch verpflichtet, b;v;t Staate das Verkaufsrecht ziiwahreir. Das bedeutet also im Essekt, daß Privatkäufer überhaupt kein Recht haben werden, Getreide aufzukaufen. Ueberdi'-r wird die jlagnahme von Kartoffeln verfügt w^den. , Der Approvisionlerungsausschuß des Landli'-'? bat ein Suükomicee zwecks Prüsunz des Standes . < S n i Produktion in Polen gewählt, Dis Mitglie-. - der! Snbkomltses werden sich nach Wieliczka, Vochuka und "/d begeben, um an Ort und Stelle die VerhLltttisst l ..air.'cit und festzustrllen, welche Investitionen zur Le Ln, , - Sal,. Produktion notwrichig sind. NeLo.ndeve - Aufme:wll f