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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-12 · Heft 409 (12.3.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 409 (12.3.1920)
Date
1920-03-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Mm. Freitag Wiener Morgenzeitung 12 Mär- 1920 feite r 91c. 409, Potttische^undschau. Di« Juden 1« Jugoslawien. DaS Komitee der jüdischen Delegationen bei der Friedenskonferenz teilt mit: Den neuesten Berichten zufolge verschlimmert sich die Lage der Juden in Jugoslawien wieder, da die Dexationen und Aus« Weisungen nach kurzer Pause in verstärktem Matze einsehen. Dir ersten Erscheinungen dieser Art —- tm Mai ISIS — kamen unter dem Vorwände vor, datz der Bolschewismus bekämpft werden muffe. Da dieser Vor- «and zu durchsichtig war und sich die Verquickung der Juden in Jugoslawien mit dem BolscheivismuS als unbegründet erwies. wird diese Motivierung nicht mehr benützt. Im November ISIS wurde ein Erlaß veröffentlicht, durch den davermögen aller sogenannten Ausländer, welche keine scsts Beschäftigung haben oder sich mit Spekulationsgeschäften, Schleichhandel u. detgl. befaffen, konfisziert wird. Bor kurzem wurde ein zweiter Erlaß veröffentlicht, der den Wohnungsmangel als Motiv heranzieht und die Ausweisung falzender Kategorien der Bevölkerung verfügt: 1. JenerPersonen, selche sich während des Krieges im Staatsgebiet ansässig gemacht haben; S. der Personen, deren Anwesenheit im Staatsgebiet nicht erwünscht, 3. derjenigen, der Anwesenheit nicht notwendig ist. Auf diese Art sollen anßeblich auch dre ErwerbSmögtichkeiten der autochkhonen Bevölkerung erleichtert werden. Das Komitee der jüdischen Delegationen bei der Friedenskonferenz hat gegen diese offenkundige Versetzung -es Friedensvertrages protestiert, da nach Artikel 8 deS I. Kapitels deS FriedenSvertrageS alle ehemals österreichischen Wer ungarischen Staatsbürger, welche zur Zeit der Unter- Zeichnung des Friedensvertrages auf dem Gebrete des S. H. S.» KtaoteS ansässig waren, als Bürger deS S. H. S.-SaateS anzufehen sind, ohne daß ihnen das Recht genommen wird, sich W der Nationalität zu bekennen, welcher sie anzugehören berechtigt sind. Im Artikel 1 des L, Kapitels hat sich der B- H. S.-Staat ausdrücklich verpfUchtet, die angeführten Grundsätze einzuhalten und kein Gesetz, kerne Neuregelungen $bez offiziellen Verordnungen zu erlassen, welche diesen Grundsätzen widersprechen. , Der Bericht des Komitees der jüdischen Delegationen jpird in detaillierter Weise durch die Ausführungen ergänzt, velche sich in der Nummer vom 22. Jänner 1920 des in karajebo erscheinenden «GlaS Svobode" finden. Dort jeißt es:! .Die Ausweisungen nehmen von Tag z« Tag einen ttfahrlicheren Charakter an. Leute, welche auf ehrliche Weise Hr Brot verdienen, Äaufleute und Fabrikanten, die eine zrotze Zahl von Arbeitern beschäftigen,^ Fachleute, deren daS Laich so dringend bedarf, ja sogar Aerzte auS Bosnien und ßer Herzegowina, wo ein geradezu furchtbarer Mangel an Merzten herrscht, befinden sich unter den Ausgewiesenen. Der tzrößte Teil derer, welche der grausamen Behandlung durch die Behörden preisgegeben sind, gehören den Schichten an, welche sich an der industriellen Entwicklung des Landes aktiv beteiligt und zum wirtschaftlichen Wohlstand in aufrichtiger und Egaler Weste beigetragen haben. Die Regierung hat sich sogar nicht gescheut, tüchtige Arbeiter auSzuweisen, welche schon lange Jahre im Lande ansässig waren, in manchen Fällen auch solche, die dort geboren und erzogen sind, Dieses Porgehen fordert schärfsten Protest heraus. Das würden tsir dazu sagen, wenn Bürger des S. H. S.-Staates in Wien, Krag oder etwa in den Vereinigten Staaten usw. gezwungen vürden, ihre Wohnsitze in diesen Ländern zu verlassen? Die Antwort der Behörden ist immer, daß bei uns nur die Angehörigen feindlicher Staaten auSgewiesen werden. Polen und die Tfchecho-Slowakei waren noch vor kurzem unsere Feinde. Nun . haben wir aber mit. diesen Staaten Frieden tzeschloffen. Bedeutet das nicht, datz Hre Angehörigen, welche Unter uns leben, auch Frieden mit uns geschlossen haben «nd wir mit ihnen? Heute, da wir bestrebt sind, ein nahes und freundschaftliches Einverständnis unter allen Völkern $» erzielen, dürfen solche barbarische Methoden der vergangenen Jahrhunderte nicht mehr Anwendung finden. Schlietzlich stellen wir noch eine Frage: .Sollen wirklich olle Versprechungen, mit welchen der Nattonalrat den Schuh der Fremden aus unserem Gebiet garantiert hat, zunichte gemacht werden?" Der Aufsatz bringt dann noch weitere Einzelheiten über die bei der Ausweisung geübten Schikanen und legt beweis- Kräftig war, datz sie dre Folae einer starken antisemitischen Bewegung in Jugoslawien seien. Es werden Fälle aufgezählt, wo die Polizei die Ausweisung von Personen verfügt hat, die schon lange tot sind. So der Fall des Armin M a r t on, welcher bereits im September 1918 verstorben Mt, nachdem er 30 Jahre in Sarajevo ansässig gewesen war, wo seine zwei Söhne in der Handelswelt einen guten Namen hoben. Ferner der Fall des Simon Fürst» der schon einige Jahre tot war» als ihn der Ausweisungsbefehl traf und der Fall des Josef Leib k, welcher seit dem Kriege in Rußland verschollen ist. Diese Fälle deuten auf eine gewisse Methode in der AusweisungspraxiS, die sich nicht von Recht und Gesetz, sondern von Stimmungen leiten läßt. Entwicklung des Zionismus ln Siebenbürgen. Aus Klcmsenbirrg wird uns geschrieben:; Bis zum Ausbruche der Revolution gab es in Siebenbürgen überhaupt kein zionistisches Leben. Es fanden sich wohl einige Zionisten, die sich bemühten, dem Zionismus Eingang in die Massen des jü^'chen Volkes zu verschaffen, aber alles scheiterte an dem hartnäckigen Widerstande der dem Cbcnivinismns des Wassar.errtums ctae'oenen Wimilationsiuden.. Die Re- Ein neuesFviedensangebot der Bolschewiken an Polen- DerNn, 11. März. Die „Vossstche Zeitung" meldet nuS Breslau: In Warschau ist vom SowictlommlssSr T s ch i 1 f ch e r i n zu Hauben des MillisterS des Aeußerrn ein neues Friedensangebot eingetrosfen, in welchem die Sowietregierung betont, daß.die gegenwärtige bolschewitische Offensive nur ein« Folge der polnischen Offensive gegen di« Rote Ukraine-Armee jei. Die Sowietregierung lege Wert auf die Feststellung, daß sie die Einstellung der polnischen .Offensiv« sofort ebenfalls " mit einer Einstellung der Feintse^igleiten beantworten würde. Wie verlautet, soll die polnische Antwort auf die Note bald erfolgen. Sie sott aber keine Friedensbedingungen, sondern nur Ort und Datum für die Verhandlungen enthalten. Als Ort wird SmolenSk genannt. _ Vor eilte«! Generalstreik der englischen Kohlenarbeiter. London, 11. März. Die Bergarbetterwtifevenz hat sich mit 584.000 gegen 346.000 Stimmen für den Streik zur Unterstützung der Forderung nach Sozialisierung der Bergwerke erklärt. Der nationale Arbeiterbrmd. dem ungefähr eine Million Arbeiter angeschlvssen find, hat beschlossen, auf dem außerordentlichen Kongreß der englischen Gewerkschaftsverbände in der Frage der Sozialisierung für die kollektive, also gegen die direkte Aktion zu stimmen. ,i, „ HiiiniHnniwi volution änderte mry/alles mit einem Schlage. Einige energische Zionisten, welche den historischen Moment richtig erfaßt hatten, ergriffen rechtzeitig die Zügel. Sie beriefen am 20, November 1918 die jüdische Nationalversammlung ein, die sich einstimmig für die Schaffung einer zionistischen O«.üamsationszentrale in Klauseuburg (Clus) aussprach, um die Führung der Judenfchaft Siebenbürgens selber in die Hand zu nehmen. In. rascher Aufeinanderfolge wurden nun. in allen Städten und Gemeinden zionistische Körperschaften gegründet, die eine unermüdliche AgitationS- und Aufklärungsarbeit entwickelten. Der größte Teil der Judenschaft schloß sich ihnen freudig an, die Schwankenden wurden mitgerissen und immer größer wurde die Zahl ihrer Anhänger. Es wurde ein zionistisches Wochenblatt „Uj Kelel" gegründet, größere Summen für den Natronalfonds und für andere zionistische Institutionen gesammelt, eine jüdische Mensa in Klausenburg und hebräische Sprachkurse eröffnet, die eine sehr gute Frequenz aufweisen. Dieser energischen Tätigkeit gelang es, in einer relativ sehr kurzen Zeit einen wertvollen Teil des jüdischen Volkes dem Zionismus zuzuführen. Heute kann gesagt werden, daß 95 Prozent sämtlicher Juden Siebenbürgens Zionisten-sind, die eine geschlossene ansehnliche Minorität im Laubbrepräsentieren. Dis zionistische Zentrale in . Klausenburg geht eben daran, eine Aktiengesellschaft „Kadimah" zu gründen, um den „Uj Kelet" als Tagblatt mit einer wöchentlich abwechselnden hebräischen und jüdischen Beilage erscheinen zu lasten. Gleichzeitig werden von dem bereits gegründeten jüdische n S ch u lv e r e in vorbereitende Arbeiten getroffen, um hebräische Volks- und Mittelschulen sowie Kindergärten ins Leben zu rufen. Die jüdische Bevölkerung der Stadt TemeSvar ist bereits mit gutem Beispiele vorangegangen» indem sie schon im September 1919 ein hebräisches Gymnasium eröffnet bat. Zur Heranbildung eines fähigen Lshrperfonals wird eine Präparandie eröffnt, zu der gute Lehrkräfte deS In« und AuS^-'des herangezogen werden. ES ist zu erwarten und zu hoffen, daß das gesamte hebräische Schulwesen innerhalb 10 bis 15 Jahren vollkommen entwickelt sein wird. Die Führung ist sich der schwierigen Arbeit, die ihrer bei der Schaffung und Ausgestaltung deS Schulwesens harrt, bewußt. Sie baut und vertrant jedoch auf die jüdische Bevölkerung, die in dieser kurzen Zeit.glänzende Proben ihrer Opfer- und Hilfsbereitschaft abgelegt hat. Auch im D a n a t hat sich bas jüdische Leben seit den Tagen hes Umsturzes in nationaler Richtung mächtig entwickelt. Allenthalben sind zahlreiche zionistische Vereine entstanden, deren Mitgliederzahl von Tag zu Tag wächst und die von TemeSvar auS zentral geleitet werden. Ueberall werden in Versammlungen Vorträge abgehalten, kurz, es pulsiert schon nationaljüdischeZ Leben. , PttsndSN über die VerhSttniffs (n Rrrtzlaird. PklsnbSkt hat dem Warschauer Vertreter des „Petit Parifien" ftine Ansicht über Polen- Situation gegenüber den Bolschewiken auSeinaridergesetzt. Posen wolle ben Frieden, werde sich aber durch Drohungen nicht einschüchtern lassen. Die bolfchrwikifrhe Propaganda könne höchstenhie und da kokake GlSrnngn, Hervorrufen, aber ein« allgemeine Revolution vermöge sie nicht Hervorzurufen. Polen sei allzu nah von Rußland und man kenne die Ergebnisse deS Kommunismus allzu gilt. Rußland werde an Europa nicht so rasch, alS man hoffe, daerwartete Getreide liefern können; in dem größeren Teil der russischen Provinzen sterbe man vor Hunger. AuS einer amtlichen Statistik, die PtlsndSkt erhalten habe, gehe hervor, baß tm letzten Kahre die Bevölkerung gewisser Provinzen sich «M 13.Prozent verringert^ habe. Die Kindersterblichkeit sei so groß, daß eine ganze Generation zugrunde gehe. Der Spezialberichterstatter des „OToiln" in Polen hat ein Lager van Lolschewilische» Gefangene« in der Röhe von Warschau besucht. Rach seinen Angaben unterscheiden sich die Soldaten LeninS kaum von jenen der gewesenen Arme« Laren... Ditz .Art. wie sie beim. Eintritt,. beS volnijchen Offizier» in die Höhe springe«, «weck» den Eindruck, dnß unter Trotzki eine ebenso strenge Disziplin herrscht, «tt unter Nikolaus II. Sie sind mit Gewalt assentiert Word«? und wissen nicht recht, für wen und »vofür sie kimpftn. Auch unter den Offizieren findet man Eine Typen vo» exaltierten Ideologen. Biel» von ihnen haben geradem die Slb-eich?» des Zaren abgelegt Und fahren fort, ihre Dtefe den alliierte,l Armeen anzubieten. - >; , l; Sitte Filiale de- Ungarische« daudes tti Wieru lud Budapest wird un9 geschrieben: Dir ftltanfl des llngar.fchen Nanonalverbandrs hat belchlossm, eine christliche «lnionake Organisation nunmchr auch im Äu-ianbe «nSzubaueu und zu diesem Brbufe zunächst m den ntchtstindlichm und Neutralen dcmdkShaupiÜädten Auslandsfilialen zu errichten, fe erste Expedition habe in Wien bereit» ihre Werde- und Organ»» satisnStaugken begonnen. Unter Führung der Grasin Sol« und der Baronin BnSnyi arbeitet einÄuS zahlreichen Mitjstiedern brstehende» Komitee m it sichtlich gnie« E,s» I* f» daß angenommen werden kann, daß tn ganz kurzes Zeit die «st« An-landtsiliale de» Ungar tscheii Ralionolorrdaudr- « M« gegründet sein wird, die alle m Oesterreich lebenden ungarischen Gcstnnuno-genvsten des christlichnationalen LandeSverdandeS nmiasirn wnd. Bemerkt fei noch, daß eine eigene Organisa ivnSlvmmisstvn nach Amerika entsendet wird, u« auch bte in den Bereinigten Staaten ansässigen Mayaren ans chiistl'chnatioualer Grundlage zu organisieren. In Amrrcka «st der röm sch-kawok'schc Bischof des Staates Ohio, Josef Marszinko^ der Lciter der Aktion. . ... deutsche MahlktrekSeliiLeltnns. ÄuS Berlin wird gemctdet: Der Entwurf für die Wahlkreise'.nteilung, die einen Bestandteil dnS neuen ReichswahlgesetzeS bilde» wird, ist vom NöichKmittistcrium des Innern nunmehr fertiggestetkt. Dar Entwurf beruht auf den vorläufigen Ergebnissen der Volkszählung vom st. Oktober 1919 und teilt daS Reichsgebiet in 122 Wahlkreise ein. 62 Wahlkreise sind für die Wahl von 4. W für die Wahl von 3 und. 3? für die Dahl von L Abgeordneten bemessen. Mehrere Wahlkreise werden jeweils zu einem DcrbandSwahlkE zufammengesaßt. Insgesamt sind 23 Wahlverbän^e vopvorgesehen, und zwar 8 mit je 4, 6 mit je 8, 4 mit, je 6, 4 mit je 7 Und 1 Dahkverband mit 6 Wirhbkreisen. Die Veröffentlichung deS Entwurfes wich in den nächste» Tage« erfolge». Die Fremdenhetze btt Tirol. Nach einer JnuSbmcker Mcksuna hat e»nr ÄbortzmMg deS Tiroler BavernrairS, emer chnstl«chfaualm Nachahrmmg der Arbeiteirate, von der Landesregierung die rücksichtslose Aus- Weisung' der Fremden sowie die stbstellmtg der Bievr. ysikmonen dmck Gendarmen verlangl. Drr Äiegitrung emiworlele mit de« Hinweis auf b»e H a r t v e r z r z k e i t v e r B a u e r n. d»« die S-tädte derb ungern lassen. Der Lande»« haupimmmstellvertreier Dr. G r U n e i betonte» datz sich auch die Arbttterfchait für die FremdenauSweifnng einieve, jedoch verlange, daß sie n t ch t einseitig vom antisemitischen Gesichtspunkte audu'chgrNibrt werde. Schlirßt'ch nmgke man sich ans die Bornahme einer großen Biebzahlung. ■ ■ Was an dem Scklaawort von der »jüdischen AvStztiMms Tlivl»" wahr ist, zeigt dieser Bericht, den wir noch durch den folgenden Äusschmlt au» eenem Tiroler Blatt ergänzen wollen r Wegen givtzer Schiebungen in Wem, Koonak, Rum üsiv. de>nrteilte das ÄveiSgericht m B »% e n fcnt GrvßgrimddeMr Andreas Baron D, B a u l i w zwr» Tagen strengen Lttest» und GO-o Lire Gejdstms«, den Chet der Fama Renwelrep zu dr« Woche» strengen ArreÜ- und 5m.ot o Lire Geldstrafe, die Gutsbesitzerin Und Kunstmaleu» Jobanna Wieseng»tz zu zwn Tagen einfachen Anests und lüO Ltte Geldstrafe. Inland. RiederSsterreichischer Landtag. AbLuderung de» Gesetze» über die Luftbarireitsstou«« In der gestrigen Sitzung wurde dem Ansuchen de- Ämdesgerichtes Wien i» Strafsachen um gerichtliche Verfolgung des Abgeordneten Helmer «egen Vergehens gegen die Sicherheit der Eh« Folge gegeben. Abgeordneter Emmerling berichtete über eine ÄbLnderung des Gesetzes Über die Lustbarkoitssteuer und führte aus. daß die Gtabltssementsbesitzee da» bestehende fe» setz dadurch zu umgel-en versuchen, daß sie NU» HlißU geringe Eintrittspresie etnheben und nur Besucherkarten auSgeben. Das neue Gesetz macht deshalb bei solchen Vorführungen keinen Unterschied, ob Eintrittspreise eingehoben werde» oder nicht. Abgeordneter Mavaunek stellte einen Zusatzantrag, wonach Gasthäuser, in denen nicht berufsmtzßige Klavierspieler eine Gesellschaft unter» haften, von der Besteuerung ausgenommen werden softe». Es sollen also nur berufsmäßige Vorführungen besteuert werden. Berichterstatter Emmerling erklärt sich dagegen und betont, datz die Bar» nicht allem deshalb besteuert werden, weil es dort befände« Veranstaltungen gibt, sondern weil sich die Besucher in den Bar» Vergnügen verschaffen. —- DaS Gesetz wird hierauf unter lehnung des Antrages Marounek angenommen. Hierauf wird ein Antrag des Adzeordneten Ofen? bddt über die Einhebung einer Wertzuwachssteuer in Wiener-Neustadt angenommen. Es werden sodann verschiedenen Gemeinden die Ansuckien um Teilung in zwei oder mehrere selbständige Ortsgemeinden, M etzmSuuflagen. Gier-, Wein- und Getränkeauslage« itto. bewilligt, und nach einem Referate des Abgeordnete» Wabet Über die Festsetzung des Schulgelde- und der Schülerbeiträge. die Sitzung geschlosien.

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