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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-10 · Heft 407 (10.3.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 407 (10.3.1920)
Date
1920-03-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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l! .li Vis'!M i. ir?: "i '•* i '■$ l -V V. k! Seite 6 Wien. Mittwoch Wiener MorgerrzeitttNK 10. MLrz 1920 MM Sltfvcb Kerr schreibt m dieser Angelegenheit: ^Jch habe pvei Anstu!,rungen der „Franziska" gesehen. Wenn der Nucklhnt. sach Wcdi'kind« Worten, hier eine sublime, besonders hervorgehobene 2?cbci!tmifl -snge'chrirben werden soll, kann es n cht »urrb eine Srhanwielcrin im Wintermantel geschehen! Die Art, *>!; cl geschah, war dezent.* 2lu.s dcrr Th entern. Im D n r a t b e a t e r gebt beute 5 Uhr ..D i e $ (t 5 r t , n S D ( o ii", moißcn DomrcrSlas „M acbeth « Szene. Beginn Uhr. Im Overnthcater gelangt morgen Donnerstag bei rnfgebedennn Iabrcsabonnemenr »D er N o s e n k a v a l i e r zur 'rliis nlmnia 0r(i§ von Leicsscnan: Herr Michael Bohnen )on der S taatSoper in Berlin als G-'.st Beginn 7*& Uhr. >(Tt ii. d. •; i\\ E>:c 75. latf, In er N e i! V rcn 17 CJT; 'rr; ns Mi 3 e i 'D o j E t n r S h rial jiar : (5äc! ie Hcg> •:c E rr', i V'.rie ■i.1 Nmsiöein. Ern^ Xi Kar ler Oe t T au? bat 1 t, r Im 29 i e n SconmviMp a b*c E v;, h c \ n s rpiü! d’cv : n B v c di c r i 5aiu':rcfl^, , Beginn Bit ner -Hc mmNenlnr 125. : Male gegi Off »erflhnei Tageskassen begonnen. jungen G-leirien und Peosessaren der Universität r» Ferrara hak die L'erlagshandlung Taddei m Ferrara ein verdienftvolleZ Unternehmen ins Leben gerufen: bie Populär isierung ausländischer Literatur in Italien. Pros.ssör Luigi Filippi, der Leiter desdeutschen Teiles, schreibt: „Es ist Zeit, die geistigen Le Eichungen zu Deutschland wkederherZuftrsten, die unselige Vergangenheit zu vergessen, gemeinsam an einer besseren Zukunft der Menschheit zu arbeiten." dtamenlcs: Schauspieler. In Köln hat die „Jungkünstlerische A'.reitögen-einschasl" eine „Expres-ionistischeBühne" gegründet, bei deren Erösnmng?vorstel!ung das „Drama aus der Zeit", „Freiheit", von Herbert Kranz zur Uraufführung zelaugte. Der Thea'erzettel Vers hwieg die Namen der Schauspieler. „Wir nennen unsere Namen nun nicht mehr, da jegliches Hervordringen des Einzelnen unvereinbar mit der Nesinnnngsöülme und dem darauf zum Ausdruck 'gebrachten brüderlichen Gedanken ist." Cin Friedensinstitut für Kunst Und Aesthetik.?lus Baris wird gemeldet: Noch zur Zeit, als die Schrecknisse »es Krieges nr.t voller Wucht durch die Welt zogen, gab die äKmcnuh A r c o n a t r B r s c o n t r ihre Geneigtheit kund, rach Umcrfertgung des Fr icdensvci träges eine Sü-tung für die krr-chtung ein cs sranzöu'chen Instituts für Kunst und Aesthetik n Baris zu widmen. Dieses Versprechen bat die Marguüe rruninehr eriüllt, indem ne zu Händen des Vizcdirrktors der Akademie,? u c r r n B o r n c cr r 6. für den genannten Zweck den Betrag kvn zwei Millionen Franks erlegte. Das neue Institut wird der pariser Nmvrist'ät angegli'dert weiden und ist dem Wunsche der Spenderin gemäß so anszugestalten und zu führen, daß cs die Konkurrenz Mil den ähnlichen Anstalten m Deutschland aufzurehmen imstande sei. Radierungen Walter Klemm staatsmrwaltUch beschlagnahmt. Ans Weimar wird berichlet: Vor ein paar Tagen wurde hier aus Anordnung des Ersten Staatsanwaltes mr Leimarischen Staatlichen Banhanse, das von uniformierten Schupleuteu umzingelt war, ebenso wie in den Geschästs- 'äuwen des hiesigen angesehenen Verlagsbuchhändlers Bruno L-ollbrück (Kiepenheners Nachfolger) Haussuchung gehalten, rm einige „Die Erbsünde" darstellende Radierungen des bekannten Graphikers Walter Klemm zu beschlagnahmen, der zurzeit als lehrender Professor am Staatlichen Bauhause tätig »ft. Die bmnständeten Bilder, die angeblich ein sittlich an« Lässiges Gepräge tragen — es sind 360 Exemplare hergestellt worden — waren, wie es tn b-er Vorrede heißt, nicht für die große Oeffentlichkert, sondern nur für Biblio-- rf'ßfiv»* n«S STlf? it r^ort £u>ff fmtrt t ftith frttttl’ftHi« Gkandinavischo Nutzbak-Liinderwettkümpfe. Für die regclmämg stirtisindeirden Fußball-Länder wct 'viele der nvrdr« schm Staaten sind bisher folgende Termine festgesetzt worden: 18. Juni Norweg'N—Dänemark in Cbrist änia. 27. Inn» Norwegen -Schweden m Chrtstiania. und 8. Oktober Schweden-- Norwrgcn m Stockholm. Des Sportklub Hnstonh veranstaltet am 17. März ein K o si ü m? K r 8 n z ctr e n. .für welches in allen Kreisen sehr reaeS Interesse vorherrscht. Die Mitglieder müssen ihre Emirttiskaikm'rm Sekretariate beheben, da an der Abendkasse keine Ausgabe erfolgt. Gerichtssaal. ■; Sülutafchisber. Der Kaufmarrn Lippa Weiß wollte mit Hilfe eines ValutaschieberS 20.000 tschecho-flowakische Kronen umwechseln. Einer seiner Bekannten, der Hausbesitzer Siegmund Kieselst e i n, wre§ tim an den Kontoristen Salomon W e i n st e i n, der auf das Geschäft eingrrrg und alsbald Kauflustige mrtbrachte. Die Zusammenkunft farrd am 80, September b, F. um 7 Uhr abends im Cafe Straßenhof statt. Hier übergab Lippa Weiß dem Kieselstein, der mit Weinstein und einem als Käufer bezeichneten Russen erschienen war, die 20.000 tschechoslowakischen Kronen, die dann später dem Wernstein eingehändigt wurden. Durch eine Firtte bewirkte eö Wernstein, daß Kieselstein und der Russe sich irr die Lelephonzelle deS Kaffeehauses zurückzogen, um dort die österreichische Valuta abzrrzählen. Bei dieser Gelegenheit erfuhr Kieselstern, daß der Russe überhaupt kein ■ Geld hatte. Er kehrte an den Tisch zurück, wo er früher saß, Wernstern hatte aber inzwischen seine Abwesenheit dazu benützt, um das Kaffeehaus zu verlassen. Es gelang baldihn auszuforschen und festzunehmen. Er leugnete, das Geld zu besitzen, doch wurden Lei der Leibes- Untersuchung die Banknoten in seinen Unterhosen versteckt vorgefunden. Weinstein ging nach seiner Verhaftung soweit, den Kieselstein der Banknoten- und Stempelfälschung zu bezichtigen, so daß dieser dem LandeSgcrichte eingeliefert urrd dre Untersuchung gegen ihn erst nach Mägiger Haft erngestellt wurde. Gestern hatte sich Salomon Weinstein vor dem Schwurgericht unter dem Vorsitze des OberlandesgerrchtSrates Doktor Jakob wegen Betruges zu verantworten. Die Anklage vertrat der erste Staatsanwalt Dr/ Sacher, als Verteidiger sungrerte Dr. K ü m m e l. Der Angeklagte erklärte sich nichtschuldig, er habe nicht die Absicht gehabt, das Geld für sich zu behalten, sorrdern wollte nur den Arbeiterrat der Leopoldstadt auf das Treiben der.Valutaschieber aufmerksam machen. Dre Verhandlung wurde erst in spater Abendstunde.zu Ende geführt. Die Geschwornen beantworteten ..die Schuldfrage mit sieben Stimmen „Ja" gegen fünf Stin^men »Nein*. Auf Grund dieses KerdrkteS verkündete der Vorsitzende den Freispruch des Angeklagten. Sport. Jüdischer Sport in Graz. Hakoah I schlagt Grazer Sportklub I3l0(l:0). Am hiMm Sonntag hatte die Hakoch dm Grazer Sport-!ub ^um Gegner und konnte rhn glait adfertigcn. Da der Grarcr EborlfUtb Ziemlich schwach war, hatte das Resultat ein aanz mdrres sein können, wenn n chr Hakoah nn so schwaches Spiel irliefert hätte. Adler als Zcnterstürmer wnkte dirrch seine Unentchlosserche't und Starrsinn piovozierend. Gut waien Kiaus am jinkcn Flügel sowie Bü'ger U, welcher daS zerfahrene Vorspiel mmer wieder rach vorne brachte. Der beste Mann war wrcderum Soldmzmrm- Auch die anderen Deckungsspieler beirredigfen. Ausjwirfma war düs Vertcrdrgungslno Soinmec (Tor), Messner md Katz. Vorher sviekke die Iungmannschast und verlor Ir». Wenn d>r Haioah ihre derzeitige Stellung in der Meisterlchast erhalten will, »vlrd sie gehörig >i'denen und vor allem jene Elemente rnlf.rnerr müssen, die die Emhert der Mannschaft zer- ».Lren. _ Steue Flugzerrgrekorde. In Villacoublah stellte der Mbiat ter Caiale einen neuen Sckmelligke ts Welirckord fite Flngi-uge mit einer 300 starken Cpad-Hcrlemont-Maschme (15 Meter Durchmesser und 1050 Kilogramm G wicht' auf. Camle 'rr^ch'.e an: Siuridengeschwrnd^greik von 283*664 K lonreler Und bjbcrfie bet einem Versuch über 12 Kilometer d>e Strecke sogar -25 Sekunden, was einer Slundengeschwindigkert von 283 Psilonttter enlspiicht. — Einen neuen Höhenrckord erzielte der nnri?mifdje Major Schieedrr im Flugvark von Daylon-Ohro, Ro er mit einem B plan 10.0SÖ Meter Höhe erreichte und damit v-n bisherigen Reiord um 1524 Meter überbot. Infolge emeS DkirNcS am Benz-ntank stürzte der Apparat aus der höchiteri dbhe ad und es gelang Schrecdcr. erst m 6t0MeterHohe wieder Gewalt über sein Fluazcug zu bekommen und gut zu landen. L«r Flietzrr «litt mrr» Rervenchok. brr chn j»«e- Augenuchl» l $¥{U£B! t. Utbw eiste Mikttort St.vov.en brachte der Gndrrwettmrcvs Fcaulri-ich-SchwiiiZ, der rn Genf vor lö.frH) ijuschgurrn ottfavd, an EumÄiue». Die UüttLsIeu sicLltL % \ 0. HUTjUSPARATDR-AKSTALT . Herren-a. Damenhüte werden nach neuest. HS Mode prompt und billigst modernisiert v*~* XVIIT.,^&brir.g:er Gürtel 21 und VII., JE&riahÜfaretrasBO 80 Der BolkSVirL. .. Centimes. Eine Krone 2.50 Gestern stellte sich in Zürich die österreichische Krone auf . . . . . die tschechische Krone auf ...... . die Mark auf ... . . die Ssterr. gestempelte Krone auf . . . die alte ungestempelte Krone auf . . . Agram Krakau » » » ... « »•'* *« . . » . Budapest « » . -* » . » . i . . i 2.50 (2.45 am 8. 6.50 (6.25 am S. 6.95 (6.35 am 3. 2.40 (2.40 am 8. 2.50 (2.50 am 6. 4.— (4.10 am 8. 2.40 >2.80 am 8. 3,20 (2,20 am 8, Mürz^ März) März> März» März- März) März) März) Ms VermSgenSabgabe ixt de« Tschechö- SlowaLei. Prag» 6. März. (Privat.) Wie das «Prager Tagblatt" erfährt, wird das Gesetz über die Vermögens- und Wertzumachssteuer noch in dieser Session der Nationalversammlung verabschiedet werden. In den Beratungen des SubkomiteeS wurde eine Einigung dahin erzielt, die in der Vorlage mit einem Monat bestimmte Fasst» ns. frist zu verlange tu. Eine starke Strömung besteht gegen die Bestimmung, wonach die ^bisherigen S^ch L tz rr n g S k ö m m i s s i o n e n für die Veranlagnng der Einkommensteuer als Veranlagungsorgan für die Vermögensabgabe dcibehalten werden sollen. Sollte aber diese Bestimmung trotzdem aufrecht erhalten werden, so dürfte eine Ergänzung der Schätzungskommission durch Fachleute erfolgen. Bezüglich der Erfassung des VetmögenSzuwachscS ist das Subkomitee noch zu keinem Schlußergednis gelangt, doch machen sich Absichten geltend, bloß den effektiven Zuwachs zu brsteuern. In den letzten Tagen wurde auch die Uebcrnahme der österreichischen Methode für die Besteuerung des Zuwachses m Erwägung gezogen. Di« in der Gcsctzcsvorlage festgesetzte dreijährige Bezahlungsfrist wurde noch nicht besprochen, doch wird schon jetzt auf die Unmöglichkeit hrngcwiesen, die hohe Steuer iu einer so kurzen Zeit zu begleicht«. WiptschastsSsLiM Dem ..HandelVmuseum zufolge findet in der Zeit vom 15 Mai biS 15. Juli 1920 eine internationale Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte in Lemberg statt. An der Ausstellung können alle ausländische« Firme« tettnehmsn» dltz hauptsächlich Dampf- und Motorpflüge, Müh« und SnAnafchirM jorvie TrglwrM erzeugen. Nach polnischen Zeitungen nimmt der Ausverkauf Polc/ns ständig an Umfang zu. Die polnischen Waren werden weit unter dem WeltnrurktpreiS in das Ausland verkauft und der polnischen Industrie hierdurch die Möglichkeit der. Wiederanschaffung ausländischer Rohstoffe genommen. Die Regierung tut gar nichts dagegen. Die Industrie' wird dadurch zur Annahme von Lohnarbeiten gezwungen und erwartet nunmehr aus England und Amerika ArbeitSäufträge, zu deren Ausführung ihr auch die nötigen Rohstoffe und Maschinen geschickt werde« sollen^ während sie die Fertigprodukte wieder an die Austraggebe« zu liefern hätte. Die diesjährige polnische Zuckerkampagne schließt» nach Bericht des staatlichen VersorgungSrateS, mit großem Defizit ab. Aus der Kampagne hatte man 600.000 Zentner aus Kongretzpolen und 1,000.000 Zentner aus Polnisch-Posen erwartet. ES ergab sich jedoch eine Minderung der Produktton um 50 Prozent, infolgedessen sollen 600.000 Zentner Zuckrv zum Verbrauch aus dem AuSlande eingeführt werden. Zur: Hebung der Zuckererzeugung soll in der nächsten Kampagne der Preis für Zuckerrüben auf 25 Mark pro Zentner erhöht werden unter entsprechender Erhöhung des Preises für Ver-i brauchszucker.! Das „Journal deS Debats" meldet: Die polnische Re->' gierung hat sich an die französische mit der Bitte um die Ermächtigung gewendet, in Frankreich kurzfristige Obligattonen> des polnischen Staates zu placieren. Ferner sucht Polen um, die Zulassung der polnischen Eisenbahn- und Bergpapiere e»tj die Pariser Börse und um die Notierung deS polnischen Geld«! kurseS. Dafür bietet die polnische Negierung die wirkfamst«! Ilnerstützung der Beteiligung des französischen Kapitals an; den Handels- und Jndustrieunternehmungen in Polen mt,] Die Relation zwischen Rubel und polnisches Mark. Warschau, 7. März. (Privat.) In der letzten Srtzmg de polnischen Landtages, bei welcher die Durchführung zweie« innererAnleihen in Polen beschlossen wurde, erNart« der Finanzminister G r a b S k i, daß in der nächsten Zeit deuö Landtage ein bereits vom Minrsterrat beschlossenes Gesetz vvrgelegt werden soll, durch das eine sire K u r S r e l a t r o « zwischen dem Nudel und der p » l n i s ch e n M a r k fest« gesetzt wird. Diese Nachricht hat in Finanzkrerfen großes Interesse erweckt. Sie hat auch angesichts der bevorstehenden Friedensunter- Handlungen mit Rußland Bedeutung, da die Annahme berechtig^ erscheint, daß eine derartige Regelung eigentlich im Wege tzw Frirdensbestlmmungen erfolgt. :i HandelsnachrlchLeu ans der Tschecho-SlowaKÄ! jPoag, 9. März. (Privat.) Das KompensationSamk wurde zur sukzessiven Ausfuhr von 90 Waggons Kupf««. Vitriol nach Ungarn gegen Kompensationen ermächtigt.! Die Baug ewerbe- und Jndustrialbank wir« für das Jahr 1919/80 eine Dividende von 28 KrouE gleich 7 Prozent ansschütten. > | Bei einer Beratung von Vertretern der Ministerien für öffentliche Arbeiten, für Ackerbau und für LanbeSverteid« gung sowie der Kunstdüngerfabriken wurde beschlossen, da» die Fallenauer Werke bis auf weiteres die Erzeugung von Karbid auf Kalkstickstoff umstellen. BiS zu» 20. April sind 360 Waggons Kalkstickstoff für die Kunst», düngerfabriken zu liefern. Die W einmannwerke werden die Karbid fab rikatio n in den nächsten Tagen in Angriff nehmen u«d dürften, täglich 2,4 Waggons. Karbid erzeugen. - , ';!1 i/l'f Die Konskription von Lfchecho-slowaklsche« DevmZgsn und Verbindlichkeiten im Ausland. Die Prager Handels- und Gewerbekammer teilt mit; Durch Regierungsverordnung vom 24. Februar 1920 wurde den Handelskammern auferlegt, daß jede einzelne für ihren Bezirk und alle zusammen für die ganze Republik die Konskription deS Besitzes der tschecho-slowakischen Staatsbürger und Gesellschaften im Auslande sowie deren Verbindlichkeiten gegen das Ausland durchzuführen haben. Im Sinn» der Kundmachung deS Handelsministeriums vom 8. März »ft die Konskription di§ längstens S1. März durchzuführen gegenüber den Vereinigten Staaten, England, Belgien, Frankreich und Italien und den Koloniett der letztgenannten vier Staaten. Die Konskription bezieht sich auch auf daS s e q u e st r i e r t e Eigentum und dessen Besitzer haben die Pflicht, Vorschläge über dre Aufhebung der Sequestration vorzubereiten. Detaillierte Anweisungen und dre Formulare, auf denen die Konskription zu erfolgen hat» sind bei den zuständigen Handels- und Gewerbekammern er« hälllrch, und zwar in Brünn, BudwetS, Eger, Kaschau, König« grätz, Äeusohl, Olmütz, Pilsen, Prag, Preßburg» Neichenberg und Troppau. Die KonskriptionSpflicht wird durch keinerlei Strafsanktion aufgezwungen; eS wirb aber erwartet, daß die Interessenten ihre Pflicht auch ohne Strafmatznahmen erfüllen werden, da das Nichterfüllen der durch die Verordnung auferlegten Pflichten andere, sehr fühlbare Folgen nach sich ziehen würde. Der Zweck der ganzen Aktion, die Übrigens von den Handelskammern und der Kommission für Uebergangswirtschaft schon zu Beginn des Jahres 1919 empfohlen worden ist, besteht in erster Linie im Schutz de» tfchecho-flowakifchen Besitzes im ÄuSlanb urrd gegen da» Ausland. Ein finanzieller Zweck wird mit diese» Aktion nicht verfolgt, was schon daraus ersichtlich rft. daß die Konskription durch Vermittlung der Handels- und Gewerhükammern erfolgt. Asm ÖöevftM WirtschLftS-st. Die SU8 P a r r 6 gemckbet wird, haben dis ülllie't n Sfa (ütrunetn den Mbla<uu £c?t der Funkt ouen des Oberste» MrtiLLjtseales und die von der frLtuvsifchtS RegirrM

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