Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 404 (7.3.1920)
- Date
- 1920-03-07
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Veite 8 _ Wien. Sonntag Wiener Morgenz-stuirfl _ 1. MSrz!92Q__Nr. 4Q| stärksten Vereinen der zweiten Klasse. Pie Hakoah wird gut spielen müssen, wenn sie die Punkte nach Hause t>r'N'«n wi l..Außerdem komn.en noch so gendeSp^l« u; Au Tragung: Douaustndt—Red S.ht, Ober-St- Vit- Germania, Vorwärts—Cricket, Ostmark XX—Cricket, Sturm 07—(33i«e Star, Wr. Sportfreunde—Mr. Bewegungsspieler. NnitaZ, der in der vierten Klasse, Nord-Ost, spielt, hat <Uo McisterschaftSgegner Viktoria 21. Das Wettspiel findet anl Amateurplatz statt. Die HoLändrr gegen den Boykott. Der niederländische Fußballvetbond hat an. den Oe. F. 33. ein Schreiben gerichtet. \n welchem er feststes, das; er bei der in Brüssel abgehasteneN'Versammkung mit dem Beschlüsse ans Ausschluß der Zentral nt ächte aus der Fifa nicht e i n v e r st a n d e n war. Holland steht ebenso wie die Schweiz, Norwegen, Schweden und Finnland, auf dem Standpunkte, die sportlichen Beziehungen mit allen Verbänden, also auch mit jenen der Zentralmächte, aufrecht erhalten zu wollen. Gegen das rohe Spiel. Horace Barnes, derberühmte Manchester City Stürmer, spricht sich in einem Artikel in der englischen Zeitschrift „Tit Bcks* gegen das rohe Swel aus, das leider immer mehr'auch in den englischen Ligawetlkämpsrn einrriA. Die Spieler lassen daß Spiel AN viel als „busmeß." Geschäft) wir als Sport aus und es wäre höchst angebracht, daß die Schiedsrichter etwas energischer auftreten. In dieser Spielzeit sind schon eine ganze Reihe erstklassiger Spieler wegen rohen Spieles suspendiert worden und auch dw unverhältnismäßig hohe Anzahl von ,-pbMU?. kiekll'* (Elfmeter) weist bat««? hin, daß etwas nicht ganz in her Ordnung ln. Nicht jeder Spieler, der vom Schiedsrich'-cr suspendiert wird, ist uuhchiugi zu vergiteilen, denn sehr oft kommt es.vor, daß her wirklich Schuldige an der Szene überhaupt nicht erwischt WU'de. Wenn aber einer' in flagranti ertappt wird, dann soll er strengstens bestraft werden Wir müssen das Spiel reinhalten, und es ist Pflicht der Spieler« an diesem Bestreben mlzuueknueu. Ein Spiel, das ehrlich verloren ging, wirft ein viel besseres Licht auf di? pcrstcmide Mannschaft, als ein Sieg, der mit schäbigen MNttln errungen wurde. Vom Standpunkt des prosesstonrllen Spieles rst das rohe Spiel besonders Zu verdammen. Er weist daraus hin, daß jeder,' welcher feinen Mitspieler durch rohes Svikl verletzt, doch emeu Kolltgen ,-rbe'ltsuntähia* macht und ihn ko mm seinen Verdienst bringt. Gn Teil der Schuld an diesen Zuständen Mt unbedingt anl die Zuschauer. Leidxr sind die mcht immer ganz objektiv. Wenn ein Mitglied des rigmen TeamS sich einen Verstsü zuschulden komnien läßt, dann sieht man es gewöhnlich nicht, aber wehe dem gegne» rischen Spieler, dem es cminücn sollte, nicht ganz „salonmäßig" zu spielen. Er. würde sowrt voll Entrüstung piedergsbrülli werden. Wenn dte. Zuschauer daraus bestehen, daß alle diese RoheNen unbedingt ausgemerzt werden, daun werden wir auch, das erlangen, was-wir alle austreben" — ein faires Spiel. Hakoah» dir zurzeit spielstarkste Mannschaft Wiens! Unter diesem Tit:l erschien in der letzten Nummer des Dresdner Sportblanes der „Kampf" ivlgeuder Amurs: „Hakoah^ die zurzeit svrelstärtste Mannschaft Wiens, welchelürzlich bei einem Match gegen Germania erne Relordüsirr von )5000 Zu^ schauern erzielte, steht zurzeit an der Spitze der. zwetten Klasse mit einem Torverhältnis von 66:8 und b Punkten Vor» fprung. Das letzte Resultat gegen Rapid, den alten Meister, Mete 2 :1 für letzteren. Der Verein muß gesellschaftlich als der mitbeste Wiens bezeichnet werden. Aul Anregung unserer Zeitung wird im Juni diese Mannschaft, die eine Anzahl Internationale jui e.gen rechnet, eine Tournee durch Sachsen amreten. In Frage kommen die Städte Dresden, Chemnitz. Zwickau, Plauen. Die Kr^'.s-, respektive Ganleituugen wollen, daher um» gehend uns Mitteilen, ob nicht eine Etädtemannlchaft dieser Wiener Elf gegenübertreten kann. Im ungünstigsten Falle wollen mehrere Ligavereine geschlossen gehen, denn es kommen nur äußerst spielstarke Mannschaften in Frage. cEs brauchte eigentlich gar nicht erwähnt zu werden, daß die geschmacklose Reklame nicht von der Hakoah ausgrht. Anm. der Red.) Ausfall der Radfernfahrt München-Zürich. Die Radfernfahrt München- Zürich, dir für den August dieses Jahres geplant war, wird der Valuta zum Opfer fallen. Dre Kosten belan'en sich ans 60N0 Franken, d. h. t00.000 Mark, von denen der Bund Dcuischer Radfahrer ein Drittel Zn ltagen hätte, bei dem ietz'.gen Stand der Valuta erne Unmöglichkeit. Carventler erhält den Deutsch de la Meurthe^ Preis. Die Barster Sport-Akademie vergibt alljäbrl'ch aus einem Fonds des im November v. I. verstorbenen Prästhentm des Fiap'Mchen Aero-Club Deutsch de la Meurthe einen Preis »cm 10.000 Franks au denjenigen französischen oder ausländischen Vporismaun, der entweder w Frankreich oder rm. Auslande rurch hervorragende Le ftungen sich betätigt bat. die einen male» ttellen, wissenschaftlichen oder moralischen Einfluß auf die rnter« xiationale Svortjugend ausüben. Für das Jahr tötf) wurde ine* er Preis dem sranzSsijchen Schwergewichtsboxer G. Carpeptier ingesprochcn. Ski - SvrunßweLtlänfe in Amerika. In den Derünigten Slaaren und Kanada werden gegenwärtig eine Reihe oon Sprungläufen veranstalret. Es gibt dort die größien Sft- Zprungbahnen der Welt. Ebenso rst der künstlich hergestellte Skl- »bhaug in Cmy. 40 englische Meilen von Chicago, der größte seiner Art. Bei dem vor kurzem daselbst vpn einem norwegischen Dkiklub vrraustaftelen Sprungläufen führte der Norweger Anders öaugeu einen Sprung von 49 Meter Länge auS. In bezug ans Rekordleistung gelten die amerikanischen Skiläufer im, Sprungsaufen als die bedeutendsten, wogegen ihre Haltung dem Sprung lürs zu wünschen übrig laßt. Da hei dm Sprungläufen jeder jtzuß mit einem Punkt berechnet wird, gilt es lediglich, unab, -äugig von Körperhaltung, so wert wie möglich zu sprmgen. Sportklub Hakoah. Zum heutigen Majch gegen bti st u tz d o r f e r A. T. auf unserem Svvnplave ln Flondsdvif »oben nur.lene Mrtglieduu dw krs inklusive Mti« 1S-0 ibrm Beitrag erlegt haben freier» Emtrftl. — Das Kakoab Kostüm- KiSuzchen findet am Mittwoch den 17. d. M. m de» Sosiensäleu statt. KartenanSaabe nur gegen Vorwenuug der namcnlkicherr EiuladuN'i odkrM«gl>odSleg,rjmat'ori im Ekkretariat.l. W^rdertor* gaffe 8 >Cafö Cbv'. -wichen st bis 7 Uhr. Taftü-si werden auch Bormerkungeu auk Logen ggn; Erlag von ti vü,"" entgegengenonimen. Ke-ue Abendkasse. Dom ersten Srcheftorkonzvrt der Hakoah, daS am r. April IM großen Konzer'hauSfaas stattstndet, wirdin allen jüdischen Kresteu das größte Interesse ehtgegengehr.rcht. DieLeltung drrHakoah hat rS sich zur Arrtgnbe gemacht. <ic» Verein aus'«bauen und ihn rnm gtistigen und köiprrlicheu Mittelpunkt der jüdischen Jugend Wreus Zll machen. Die erste Schöpfung der Kul'u'.abteilung ist da§ Hakoah.Orchester, m dem namhafte Künstler w-e Piauistm Fräulein Ntlly Friedländer. Dlr'gent Braslavsk- und Kouwrtmeister Zimbler Mitwirken. BorvcrkaukSkarten sind im Sekretariat der Hakoah. l., Werdertorgaffe 8 (Cafs Cfttz), erhältlich, Mstkkgbr XX, Die Turnzeiten im jüdischen Turnverein Makkabl Xkc, XX„ Jänerstraße 5t. Men von nun ab an folgenden Tagen statt; Damenturnen r Dicnst-rg und Freitag von 6 biß lldr gbenhs, Herren- und ZöglingStmuen: Montag und DounnMg von 6 bis </^l Uhr ahmdS. K«nderturnen; Diknrigg yyu & bis 6 Uhr und Firrtag von 6 biß 7 Uhr gbeudS. Hechawer. Hcutezkciue Wettspiele, da der MeisteisschaftSaegner R o m a n , a guS dcv Meisterschaft auSgefchieden est. — Das T'chninä findet von nun ab jeden Montag pachmsttaoS und Donmrs>ag bts^Uhr auf dem Hckoahpk ih statt. Montag abends */*7 Uhr Komiteesitznng nn Jndnstriellen-6sas5,1., Cocordiaplatz 4. Gerichtssaal. Dyr ArHsttslohn wishrend der EfnsteVung der elektrischen Betrieb« infolge der Kohlenkata« strophe. - Das Gewerbegericht hatte sich in dm letzten Tagen mit den Klagen von Arbeitern gegen industrielle Betriebe auf Lohnzahlung während der Zeit der Strlleguua dcs motorischen Betriebes infolge der Stromsperre vom 6, biS 24. Jänner h. I. zu besasten. Dre Geklagten vertreten den Standpunkt, daß ste zur Lohnzahlung während der Abspernmg des elekirischen Stromes infolge der Kohlcnkatastlovhe (während welcher Zeck auch der Straßenbabnverkehr eingestellt war) nicht verpflichtet seien, we>s sie gn der ArbritSunmöpsichkeit kein Verschulden tragen. Den grkyten Schaden erleiden sie selbst Und htkrfjlr werden sie von Niemand entschädigt. Dcmliegenüber yrrwtcsen dro Kläger darauf, daß sie zur Arbeit bereit waren, und daß d''v Schaden w.gm der Stroms me Nicht sie alS die wi'tsclnktlrch Schwächeren taffen dürfe. Das Gewrrbegericht gab den Klagen Folge und v e r u r t e i l 1 e die Gcklagifn zur stoknzqhlnt'g mit der Begründmtg. daß die Stromsperre rrn Zufall t'v, dcr sich ans Seite der D r e n st g e h e r ereignete, Sache deZ Dtcustaeber fei es, die nötige Kraft beimstellen und den von ihm amgrnommenen Arbeitern^ die Arbeits- - Möglichkeit zu gewähren, denn der Arbeiter hat sich zur Arbeit .gegen Lohn verdunacn. um sein und seiner Familie Lcben zu f> isteu unv siat ein R e ch 1 'aus Arbeit u n h L o h n. Auf welche Art der Dienstgeber dre motorische Kraft veistellt, ist für dm Arbeiter gleichgültig. Im. rohatyh ■ > | * Bankgeschäft Wfien^!. Mania Theresian$ür> 10 f T9!ephen 20*3-63 j I empfiehlt steh zur kulantesten Durchführung aller | | bankmäßigen Transaktionen, Belehnung von Waren, i | Finanzierungen etc. i | SpeelalahtfiliuhS für Polen ross Lesen Sie ,Dle Steuer! Zeitsehrift für Steuer n. ßeliülsreswesen SsrmWksr Rechtsaswalt Dr. EMIL KOLLEK Sie helehrt M Lerät den Steaertrgger VERWALTDN6: Wien, hWipplinprstrasse Nr. 22 Der Volkswirt. Eine Krons -° 2.40 Centimes. Gestern stellte sich in Zürich die österreichische Krone auf , . . . . 8.40 (S.Sb am h. M8rz^ die tschechische Krone auf . 6,85 6,so am S. Marz) die Marl auf.. ......... . 6.40 (6.0h üm K März) die östrrr. gestempelte Krone auf , , , 2.80 (2.3Y am st. Märzi die alte ungestempelte Krone auf « 3.50 (8.50 am &. M8rz> Agram 4-25 (410 am 5. Marz) Krakau »»»»»»»»»«».« 3.60 3 40 am 5? llstürz) Budapest »,»»..»»»».,.« 2,40 (2,20 am Nkarz) Bemerkenswert ist die Steigerung der t ch e ch is ch r n K r v n e von 6 20 auf 6.65 und besonders .die Besserung der Mark ,vou 6.05 auf 6.40, welch letztere aus die günstigeren Aussichten von Deutschlands wirtschajtllcher und politischer Zukunft zmückzuführen ist. * Wie aus N e w - U o r k gemeldet wird, sind die Sterliugk^rfe dort in f e n f a t i o n e l l e r W e i f e bis auf 8.69 gestiegen. Man glaubt, dies sei darauf zmückzuführm, daß England hundert o d e r z w e i h u » d e r,t MillionenDollar inGold nach den Bereinigten Staaten senden wolle. Dir «««rn Steuern. Bon R chta-mwa.lt Dr. Gmil KoKeh. Ueher die neuen Hteuervorlagen, die nuumchr mit ihrem vollständigen Text vorliegen, kann nicht genug gesprochen werden. Der erste Eindruck, welchen da- Koudslut von <ÄßU«r« Vorschriften erweckt, ist ein niederschmetternder. Sr wird durch genaueres Vefafsen mit ihnen nicht gemildert. Zunächst war eS von der- Finanzverwaltung taktisch unrichtig, mit einem ganze« Strauß, neuer Steuern auf einmal zu kommen. Die FinanzverwaltunF düßfte ihr bisherige- Versäumnis in -er Einbringung neuer Steuervorlagen nicht da. durch wettmachen wollen, daß sie alle ihre Steuerprojekte auf einmal verwirklicht. Dieser taktisch^ Fehler hat zur Folge,' daß die Steuerlast in progressivem Maße drückender empfun- . den wird, als wenn eine Steuer nach der andern verlangt worden wäre. Dis. Finanzverwaltung fehl den Steuerträger durch dagesamte Gewichts der neuen Steuern einer Belastungsprobe aus, welche dieser wohl kaum ertragen wird. Eine sukzessive Einführung der neuen Steuern im Verlaufe deletzten Jahres hatte auch zu einer langsam an, steigenden und dadurch erträglicheren Belastung de- Steuerträgergeführt. Die Art und Weise, in welcher die Re- ' gierung derzeit ihre Steuersorderung stellt, laßt ihre Durchführbarkeit fraglich' erscheinen. Im einzelnen sei hier kürz auf einige Härten verwiesen, welche von vornherein einer Milderung bedürfen. Das Existenz minim um scheint mit 6000 Kronen für diy heutigen Verhältnisse zu niedrig genommen. ES beträgt in Deutschland bereits 1600 Mark, entspricht also zumindestenS 4000 bis 5000 Kronen.; doch auch dies scheint noch immer zu gering. Die Steuer in den mittleren EinkommenSstufen iftz zu hoch gegriffen. Die Verarbeitung des bisher lOOpryzentigen Zuschlages in die Steuersätze bedeutet eine Stabilisierung von Lasten, welche schon bisher für den Mittelstand zu drückend waren. Die schwere Steuerbelastung der großen Einkommen kann seine Berechtigung nur in den sozialen Gesichtspunkten finden. Vom Standpunkt der Produktivität nichtverbrauchter Teile desselben erscheint sie das richtige Maß^ zu überschreiten. Von einschneidendster Bedeutung ist die allzu große Ausnützung der Umsatzsteuer. .Ihre Anhebung erweis sich durch unsere traurige Finanzlage notwendig, doch mutz ein weises Matz getroffen werden. Die Umsatzsteuer darh nicht derart ausarten, wie dies nach dem Texte der Steuer- Vorlagen der Fall sein muß, daß sie im allgemeinen so oft zu entrichten ist, als eine Ware die Hand wechselt. Die» kann aus dem Wege vom Urproduzenten zum Verbraucher einen Steueraufschlag auch von 16 Prozent auf die Ware zur Folge haben. Die Verteuerung für den Konsumenten bedeutet jedoch ein . Mehrfaches dieses Prozentsatzes, weU die Vorhand, sei es auch kaufmännischer Vorsicht, sei es aus Eigepnutz, mehr als eineinhalb Prozent beim Umsatz der Ware zuschlagen wird. Die Folge wird eine neuerliche ungemesione Preissteigerung sein, welche sich wieder in der verderblichsten Weise in unserer gesamten Staatswirtschaft ausdrücken wird.! Diese kurzen Streiflichter zeigen, daß Steuern nicht bloß theoretisch entwickelt und konstruiert werden dürfen, wie diebei den gegenwärtigen Fmanzvorlagon durchwegs der Fall ist, sondern des praktischen Blickes bei ihren Aufstellung bedürfen; dieser aber mangelt vollständig, 300.000 Ballen amerikanische Baumwolle für die Tschecho-Tlowakei. Finanzierung der Industrie durch die Morgangruppe^ Prag, Ü. März. (Privat.) Me gemeldet wird« haben die diplomatischen Vertreter in Washington, Jan Masaryk und der Direktor des KommerzbureauS iw New-Aork, Dr. Smetana, einen Präliminarvertvagj auf Lieferung von 300.000 Ballen Baumwolle, unterzeichnet. .Die Baumwolle wird von der SoutL Atlantic Eh. geliefert, einer Organisation von Plantagenbesitzern, die von der Regierung unterstützt ish und in deren Intention es liegt, die Baumwolle! ohne Verniittlung Liverpools unmittelbar zu verkaufen. Der Preis beträgt 60 Millionen Dollar, das sindi ungefähr 5 Milliarden tschecho-slowakische Kronen. Die Transaktion wird vvn einer Grupp« amerikanischer Banken finanziert, die auch bereit ist, die Lieferung aller amerikanischest Rohstoffe, die für den Betrieb der tschecho-sftrwakischen Industrie notwendig sind, wie Knpfer, O ele, Nickel, Harz«i Gummi und andere Materialien zu'finanzieren' > Bon tschecho-slowalifcher Seite werden nachstehende Garantien für die Einhaltung -er Bedingungen gegeben. Die Regierung bürgt dafür, daß der Staat' di? Baumwolle nicht beschlagnahmt und daß wenigstens 60 Prozent der aus der Baumwolle erzeugten. Fertigprodukte dem freien Verkehr Vorbehalten bleiben. Ferner garantiert das tsche.cho-slowakischa Bankensyndikat und schließlich jeher einzeln« Industrielle je nach d«p ihm zugßttuten Menge. Die P«rzinsunst für di« Gewährung des Kredits beträgt! acht und ein Viertel Pryzent, ein für die gegenwärtigen Verhältnisse billig er Zins.fNß. Der Kredit läuft aus neun Monat«. , * , }• Die Gattungen der zu liefernden Baumwolle werden'di? Textilindustrien selbst bestimmen. Zu diesem Zwecke werden sich in nächster Zeit zwei Fachleute.. nach' Amerika begeben, um die gewünschten Sorten! selbst auszuwählen. Alle sechs Wochen werden 25000 Ballen nach Europa verschickt. Die.erste Sendung ist bereits in einem amerikanischen Hasen verladen und dürfte in sechs Wochen sich ln den tschecho-slowakischen Fabriken befinden. 'Die Bezahlung wtxd bercchnet loko amerikanischer Hafen und hat neun Monate nach dem Auslaufen des Schiffes zu erfolgen. Durch di« Einfuhr der vereinbarten Banmwollmenge wird sS inäg'ich sein» die tsch.cho,s.'owaNsche Baumwollin^ustri« bantz«L- J« St«.-* .u* »la Htf**.