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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-04 · Heft 401 (4.3.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 401 (4.3.1920)
Date
1920-03-04
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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9tt. 4ÖT rSBfeSr®'ömietä(fl9'r .-- - --- „ in nttfti <Brri>lan«i. Nedqrskttkett unter (»finnujg. iyarbbfitt&ijT fitt alle Evtteme, krtiriMlger'MatÄal' Leop. ffimjcr, Wien, U1L, Westhahnstraße 28. Telehpsn 8158t* »an Kommunales. Die Reform der Gemeindeverfassung. 1 PeÜstdent Seitz über vir „Verantwortung". In der Expertise zur Vorberatung -der Reform der Cemeindeversassung erklärt Pvof. Dr. Brakhauson als oberstes Prinzip eme unparteiische Verwaltung. Gewollt ist eine Verwaltung,im englischen Stile, oder der Entwurf ist ein Sprung ins Dunkle and daraus ergeben sich schwere Bedenken, da Perwalten «ine Kunst ist, die gelernt werden will. Pvof. Dr..Redlich erklärt ausführlich die englische , Gemeindeverfassung. Er hält die Kommissionen für eine große Verbesserung, da eine aegenseitige Kontrolle möglich ist. Staatskanzler Dr. Renner begrüßt den Entwurf als 'einen Schritt weiter auf dem Wege zur Demokratie. Wenn demokratische Elemente die Verantwortung tragen, dann werden sie soziale Experten der Verwaltung sein. Wien soll , durch den Entwurf eine wirkliche Demokratie im Zentrum und eine verständige Dezentralisation bis zu den kleinsten Sprengel» erhalten. - Präsident Seitz sagt unter anderem: Ich wünsche, daß die Reform, die kein parteipolitisches Instrument ist, rasch burchgesührt werde. „Der Bürgermeister ist heute zwar das Karnikel für alles, damit ist er aber noch nicht der Verantwortliche. Für jeden Stein, der schief gestanden ist, hat man. seinerzeit den armen Dr. Lueger verantwortlich gemacht und so auch Reumann für alle Dinge, mit>denen er sich aus Mangel an Zeit gar nicht beschäftigt.haben Sonnte. Wie steht cs da zum Beispiel im Staate mit der Verwaltung? Ich würde mich als Präsident der Nationalversammlung schön dafür bedanken, tvenn ich unter Hinweis auf die Bestimmung, daß der Präsident der Nationalversammlung auch der Repräsentant des ganzen Staates ’ sei, für alles verantwortlich gemacht würde, was ... im Staate geschützt. Auch der Staatskanzler würde sich, bedanken, tvenn man ihn für alle Maßnahmen verantwortlich machte, die auf den verschiedenen Gebieten der Staatsverwaltung getroffen werden." , Eine seltsame Auffassung! Wer dann sonst soll verantwortlich sein? Die Sozialdemokraten haben bisher wenigstens stets die entgegengesetzt«; Auffassung bekundet. Der frühere Abgeordnete Seitz namentlich war cks, der im Landtag und im alten Parlamente in vehementester sachlicher und persönlicher Weise nicht nur den „armen Lueger", sondern alles, was nnhtsozialdemokratisch war, angriff und'die Führer der Ch.istlichsozialen persönlich für alle Dincp/die unter ihrer Herrschaft geschahen, verantwortlich machte. Dr. Kienböck erklärt namens der christlichsv zia le u Partei, daß de: gegenwärtige ResormenNvurf bas demokratische System ad absurdum führen würde. Schließlich erklärt Prof. Redlich, daß dem Ausschuss« gar keine selbständige Kompetenz überlassen werden s^.e, sondern alles vom Gemeinderat entschieden imrde, schon aus zivilrechtlichen Gründen, weiters um jedem Gemeind-erate die Möglichkeit zu bieten, Einwendungen zu machen. Auch sollen Männer in die Verwaltung kommen, die nicht gewählt wurden. ' * -— -- Vorschuh auf Invalidenrenten. DieAnSzMma von Vorsckiüijcn auf Jnvolidrurrnten. welche bisher in der Volkshalle des Rathausis eriplgte. wird ab Montag m rmigeiegklter Form jolgrndmliaßcn durchgesühu: Der Bo»sch»ißwe»ber bat sein Beaehren um einen Bor'chuß beim maMmntcheii Bczuksamte, Konstrivnonsabiellung. Jnoaiidrnamurideslrllt «tätlich von 2 biS S Uhr), gellend zu machen. D:e Zuwendung des Vorschusses «mb durch die Jlwaiidenemschad g»na§kommission durch Postscheck allmonatlich ohne neuerliches Ansuchen der Pnlei erfolgen.' Du Vorschnirallion in der VolkSlialle des Rathauses schließt Freilag **a 6. März. ' Die Ernährung. Die Erhöhung des VrotpreifeS um 28 Heller von der Regierung bewilligt. Die Erhöhung tritt ab Sonntag den 7. März in Kraft. Die K o r r e s p o n h e n.z Herzog meldet: Gestern nachmittags fand eine Konferenz der Vertreter der Brotfabriken und der Gewerkschaft der Bäckerarbeiter statt. Der Konferenz wurde der Entschluß der Laudcsregrming mitgeteilt, die Erhöhung deSBrotprcises um 28 Heller pro'Laib zu bewilligen, so daß künftig ein Laib Brot in Wien 5.60 kostet. Die Erhöhung dcS BrotpreiseS ' stltt mit Sonntag den 7. März in Kraft. Die finanzielle Mehrbelastung dev WienerBevölkernng. Wild die wöchentliche Produktionsmenge an Brot mit 1,800.000 Laib angenommen, so ergibt die Erhöhung des Brotpreffcs pro Laib für die Woche einen Betrag von K 504.000 oder im Jahre von 8 26,712.000. Der Marktbericht. Der Verkehr aus den Märkten gestaltete stch mrt Rücksicht ruf die joweäs zu Beginn des Monats etwaS bessere Kautkrafr -es Publikums gestern (»Niger»»»aßen lebhafter. doch euffvrach die Auswahl der zur Verfügung stehenden Artikel keineswegs den ratbficlniffcu. Aus dem . G e m ü j e yr a r k U, der dürstm Menyr MorgtmzeMrrjf' ---;---—-- . r-ijwi I— beschickt war, ist nach wie vor starker Mangel an * frischem Ge« miste zu verzeichnen. Holländischer Wirstngkohl, der angcbolcn war', begegnete lebhafter Nachtrag«. Eteriio bildeten sich starke Anstellereren beim Verlaus der steirischen Aepscl auf dem Naschmarkte. In der G r o st m a r k t h a l k« gelangten die Reste deS billigen Rtndflrrsches zur Ausgabe. Etwas bester als in den letzten Tagen waren die F »schmürkte mit Fischen versehen. Gesalzene Scheklsischd ttwnbtu neuer l r ch im Preise erhöht, daS Kilogramm kostet bereits K 28.—. Das übriae Angebot in der Großmarlthalle war kaum beachtenswert. Eterausgabe. In dieser Woche werden sowohl bei den Konstlmenlenorganisationen als auch bei den Händlern ftffche Eier zur Ausgabe gelangen. D>e Abgabe rrsolm gegen Abtrennung dcS Abschnittes „85" vom amtlichen Einkaufichein (blau. grün, gelb. weiß'. Per Person wird ein Stück Ek, vrr Haushalt jedoch höchstens drer Eier abgegeben. Der Preis per Stück beträgt kl 6.70. Iewiverba.!H»e mit Zucker beider „Zcwiverha" rayon'ertem - Künden werden aMmerksam gemacht, daß alle bisber fülligen Zuckerquoten nur bis 7. März d. I. um den osten Piers ausgegeben werden. Ab Montag den 8. März wird Zucker ausnahmslos nur zum erhöhten Preise abgegeben. Schwedische Liebesgabe». Im II. Bezirk werden für die Anfangsbuchstaben der Familiennamen dl bis? Donnerstag I den 4., R bis S Samstag den 6. und T bis Z Dienstag den 9. März tm Amishause. Karm.litrrgaffe 9. von 2 bis 5 Uhr schwedische Liebesgaben verteilt. Bezugsberechtigt sind Besitzer von Fütiotgebläklern, die Deutichosterreicher sind und noch keine deutschen oder schwedischen Liebesgaben erhalten haben. Mltzubringen: Fürsorgcblatt, Emkausschein, Heimatschern oder Staatsbürgerschaftscrklärung. —r - ■; Mag—aau— Graphisches Kabinett Dr. Max Präger Eröffnungs-Ausstellung HERMANNSTRUCK URIEL BIRNBAUM, JOSEF BUDKO . REGINA- MUNDLAK U. A. 9—ia Besichtigung frei 2—4 I., Fleischmarkt 1 (Residenzpalast) Bühne und Kunst. Perez ^Glücksvrrgessen". Jüdische Bühne. Vor Jahren wurde dieser feine Einakter von Egon Bracher und Zuckermann inszeniert, in den heutigen „Kannnerspielen" mit großem Erfolg gegeben. Auf der dürftigen-Rauchbühue in der Taborstraße hat Dienstag der junge Schauspieler I. Deutsch in der Rolle des verkrüppelteu>.Freundes. eine bewund-rrungs- WZrdige Leistung gegeben. Die Armseligkeit der Dekoration, das Deller- und Gläserklappern eines rülpsenden Publikums, konnte durch die Gewalt einer tiefverinnerlichtenDarstellung' vergessen werden. Ihm stand die treffliche Frau Weintraub-Graf' als „glückvergessenes" aufopferndes altes Mädchen, jüdische Schwester, würdig zur Seite. Herr Deutsch, bei dem eine jiddischen Schauspieler^ sonst abgehende Disziplin und hohe Auffassung fcstzüstellen ist, wird der jiddischen Bühne noch Wertvolles zu geben haben. Die nach dem Einakter folgenden Szenen aus der Operette ,,Schojlik" wurden mit Hern Reißmann als Schojlik 'vergnügt heruntergespielt. Herr Rcißmann, der jugendliche Sechzigjährige, fand verdienten Beifall. Herr Deutsch trug noch mit schöner Stimmsülle und gewählter Vortragsweise jiddische Volkslieder vor, von denen „Dos Haus wi men weint und men lacht" besonders gefiel. Frau We in trau^b-Grass Lieder fanden verdienden Beifall. Es sei noch des „letzten Brobyer Sängers", Herrn Podzamcze gedacht, der in der rührenden Figur des alten, von seinen Kindern; l verleugneten Vaters wahrhafte Rührung weckte. In diesem. Sänger steckt selten werdende Urwüchsigkeit und viel Jüdischkeit .». ' Fgm. Durgtheater. Gestern wurde ThaddäuS R i t t.n e r S Komödie ^.D i * Tragödie deS E u m e ries* zum erste« Male aufgrführt. Nach dem ersten Akte dankte Oberrcgistrur Devrient für den Beifall,' nach den übrigen Akten erschien der Autor selbst wiederholt vor der Rampe. In die Beifallskundgebungen mischte sich jedoch nach dem dritten und vierten Akte Widerspruch. Wir xommen auf daS Stück und die Ansführung morgen zurück. Aus den Theatern. Im Burgtheater gelangt F r e i t a g^den 5. d M. Karl Schönhcrrs Schauspiel *8 r a u © u i t n e r" zur Aufiüh'ung. Es w rken mit die Herren Baumgartner, GchrS lNckrut^, Heller. Herte'ich, Moter, Panlsen, Srebert, Straßni undWiesner, d't Damen Bleibtreu. Frala. Helm. Litritz. Mayer. Medclsky, Mell uttb Schulz (Bibiana'. Anfang *1$ Uhr. — M 0 n 1 a g den 8. d. M. wird Hebbels Tragödie „F u d i t h* zu erböhten' Preisen aufgeführt. Anfang 5 Uhr. Die Direktion des Burgtheat'erS macht anSdiücktich darauf ausmerkfain, daß. entgegen den abweichenden Meldungen ln den Zenimgen, die Vorstellungen der Komödie «D »e T r a a ö d i e d e s E u m e n e 8" stets um 5 Uhr beg nnen. Bei Beginn der Vorstellung werden die Saalliiicn gejchlosten. Zuspätkommende tomjcn erst in der Spielpause nach dem ersten Akt m de» Zuichauerraum gelangen. O p e r n t h e a t e r. Die nächste Aufführung der »G ez e i ch n r Ue nkann wegen B e u r l a u d u n a des Herrn D u h a n erst am k0. d. M. siattsinden. da der zwene Vertreter dieser Rolle tür die nächste Zeit aleichfalls nicht disponibel »st. ■»- Freitag den K.-d. M. fonimt 11 Zauberflöte" mit den Damen Kimina, Leh»nann, Fooanovic, Mihacsck, Bauer- Pstecka, Hilgeunann, Küiel, Schone, Sztersriyi, den Herren Marll, Manvwarda, Breuer, Wernigk. W edernann, Biarihosf, Stcbumun. GalloL zur AuffMuur. AnLana ö Ubr. WM | Im Deutschen B 0 lk 8 tbeaker wird . gegttö wärtig em Schnitzle,^Abrnd vorbereitet. Die Aufführüng der dre« Einaiter b.D e r P n p p e n s p , e l e r", .Der g r ü «« Kakadu" und »K 0 11, t e s i e M i z z \* ist jür den 12. d. geplant. Spiellcrter: Friedrich R v s e n t h a l. In den K a m m e r s p »e l n wird gegenwärtig düs fvnfT aktige Schauspiel ^D'ieMatquise,von AreiS" na«, Diderot, bearbeitet von Kall S t e r n b'e i m. als nächste Ne« heit vorbereitet. Spielleiter: Dr. Heinz S ch u l b a u r. ■> v Harry Walde« spielt in der Renaissance-Bühne So«M' tag nachmittags den Äl'iecaut de 1a Marliniöre »n ^Minna V0W Barnhelm." Halbe Preise. »Die P f a r r h a n S k 0 m ö d i e" von Hrmriih L a u »e n s a ck kann in der N e n a i s f a n c e - B ü h n » mit in die» geschlossenen Vorstellungen zur Auffübrung grbtachß werden und sind Kauen ausschließlich in der Buchhandluna, L a n y i, I., Kärntnerstraste 44, für diese drer BorskeÜirugen z» beheben. Amerika kquft allsS an., Aus Berlin ' wird gemeldet: Das FachblMt für kint» matographische Jntercstcn, ^Die Lichtspielbühne", berichtet, daß «in amerikanischer Konzern» an besten Spitze ein bekannter Filmrxportcur steht. Gastspiele und AnfführungSverträge mit em« Anzahl künstlerischer Persönlichkeiten »rnd Unternehmung«« M Deutschland und Oesterreich abgeschlosten hat. Unter andere« ifk mit Max Reinhardt ein Vertrag geschlosten worden, d« .ihn zur.Jnszenierung einer Reihe von Bühnenstücken verpflichtet. Außerdem 'wurden einige bekannte Komponisten, »mter anderen Leo F a l l. Oskar S I r a ü S und Franz Lehar» au^f einig» Zeit nach Amerika engagiert. Ebenso wurden zwei große Wien« Ekabliffements angekauft, ' Der Radierer Prvfeffor Hecht gestorben. Aus Linz wird gemeldet: Gestern fvüö ist hier Regier»»«--» rgt Prosestor Karl Wilhel»»» Hecht »m Alter von 77 Fahr»» gestorben. Hecht hat sich als Holzschneider und Radierer eine» Namen gemacht. Er war unter anderem auch längere Zeit Profestor an der Kunstgewerbeschule in Wien und Leiter deS xylo' graphischen Ateliers der Hof- und Staarsdruckerei. Die Erhöhung der Preise in den Staatstheaterm» lkm B u r g t h e a t e r gelten bereits die erhöhten Preise. I« Operntheater »verdm gleichfalls dieser Tage die Eintritts^ preise erhöht »verden. Die Forderungen des Personals sind big mm noch nicht voll stand g bcw'll'gt, doch heißt es, daß 70V» gewährt »verden. Dre drcsbezügliche Entscheidung wird noch ia dieser Woche fallen. - Indischer Abend. (Egon Brecher, I. D e u t f tfc, Professor Wvlss 0 hn.) Samstag den 6. März findet »M m i t t l e r e n K 0 n z e r t h 0 u s s a a l e ein I ü d i s ch rtz Abend statt, an »velchem Herr Oberlegiffeur Egon Breche» unter anderem Bialiks ..Das letzte'Wort" in. jüdisches Sprache lesen wird. Außerdem spricht der Künstler'Stellen .ander Bibel und aus den Drchtungen Bcrr-Hofsmanns. Es wirke» ferner mit: Herr Prosestor W 0 l t s 0 h n. der drirchaus eigen» Kompositionen, darunter seine ^Fiidifche Rhapsodie", mm Borträge , bringt, und das Mitgbeo der Jüdischen Bilhne, Herr I. Deutsch, wücher ausgervablie jüdrsche Boltslieder singtz. Karten an der KonzerthauSkaffe, Buchhandlung Löwi.t, I.. Note« turmstraße 22 »nd Karlenbtircau „Arda", U., Taborstraße ö. Die Ausstellung moderner Graphik »m nemröffnelr» Graphischen Kabinett, I., Fkerschmarkt 1 <Dr. Präger.', enthält Radlrrungcn von Hermann S t r u ck. Josef B « d k 0, Regln» M n n d l a! und Handzcichnl»ngcn von llriel B » r n b a n «t^ Besichtigung stei an Wochentagen von ü bis 13 Uhr und vsd 2 b»s 4 Uhr. _ Sport. Die Wettspiele des Sonntags. Am Sonntag werde» die Mcisterschastssviele in allen Klaffen sortgescht. Das Pr«- granim lautet: I.-Klasse: Hertha—Amateure lFavontetj^ W. A. C.—W. A. F. (Praters AdlN'.ra—Wacker (FlvridSdvrPL Bienna-Sportklub (Dörnbach). Simmering-R»tdolföhügeß (Rennwegl. Rapid—F. A. C. (Hütteldors). U. Klaffet Hakoah—N. A. C. (Flor dsdorf». Cricket—Bonvarts, Sportsrentlde-Bewegung, Red Star—Donaustadt. Blue Star—Stur»«^ Ger»na»tia-Ob.-St. Beit, Ostmark-Ottakring. — Außerdem findet das Gastspiel der Prager Slavia gegen Slovan statt. , Hakoah-Touristik-Sektion. Sonntag dm 7. d. M Wiener»vald-AuSffug. Treffpunkt 9 Uhr früh Bamngartner Kasinos Proviant nirtnelinren. — F »» ß b a l l f t k t i 0 n. Heute nachm trags scharfes Träin'ng anf dem Hakoahplatz, zu welchem kämt» licho Spieler der ersten und zwcrtcn Bkanufchast undedrngt zv erscheinen haben. __ Gerichtssaal. Die DretzehnWrige im „Stundenhotel". Wie seinerzeit mitgeteilt wurde, ist die 13jährige J Rosina P. von de»ir 21jährigen Karl Franc ins Hotel Zenit im 9. Bezirk, Pelikangasse, gelockt worben, wo)- selbst der Genannte ein Sittlichkeitsverbrcchen an dem Kinde verübte. Das Mädchen kragte ihren Eltern über heftige Schmerzen, es wurde ein Arzt geholt und hicrauß die Anzeige von dem Vorfall erstattet. Karl Franc wurd» zu einer achtmonatigen Kerkerstrafe, der Portier deK Hotels, Vogta, zu einer mehrtägigen Arreststrafo verurteilt, weil' er es an der erforderlichen Achtsamkeit habe fehlen lassen. Nun hat Rosina P. für die ihr.jup gefügten physischen und psychischen Unbillen im# Schäden, die ihr aus dem Geivaltakte erwachsen sind, die Schadenersatzklage an das Zivillandesgericht gerichtet. Der klügerische Vertreter hat t»t die Klagt, auchj den Besitzer des Hotels Zenit, Julius Macho, und diesen ganz besonders, einbezogen. Er machte gltend^ daß auch der tzoielbesitzer für die in seinem Betrieb» Vorkommen':en Unzuköm»nlichkeiten haftbar gemacht, »verden müsse. Es gehe nicht an, daß der Inhaber eineL Stundenhotels in eine»« solchen Füll, wie der voch^ liegende, ohne jede Haftung bleiben solle. Der beklagt» Hotelier verwahrte sich dagegen, daß er ein Stundem» Hotel besitze. Der Klagevertreter legte de,n Gericht» (Einzelrichter Oberlandesg^r'.cktsrat Dr. Fränkel) «in»«, Zeitungöajls1.Ä.nitt vor. in welchem imjfcc. avdALM

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